Woche 3 der Konsumauszeit

Schon wieder ist eine Woche vergangen. Die Zeit rennt und ich habe das Gefühl, dass ich diesen Monat besonders intensiv erlebt habe. Ob das jetzt an der Konsumauszeit hängt, an dem Hoch nach der schwierigen Zeit mit Nepo oder an den vereinzelt schönen Tagen, die es bis jetzt im April ja doch gab, weiß ich nicht. Kurzum: Mir geht es sehr gut, obwohl sich so langsam die Frühjahrsmüdigkeit bemerkbar macht.

Wie verlief meine Woche?

Diese Woche haben Nepo und ich unheimlich viel erlebt und gemacht. Wir waren wieder viel, viel draußen an der frischen Luft. Besuchten den Zoo, das erste Mal einen Naturtreff, der vom Naturkindergarten Bogenhausen organisiert wird, radelten mit meinem Freund am Freitagabend durch den Englischen Garten und testeten Spielplätze aus. Am Samstag waren wir auf dem Hinterhofflohmarkt hier in Haidhausen und gestern bei Freunden zu Besuch auf dem Land. Also wirklich Land, nicht Speckgürtel und Vorstadt, nein Land.

Ich merke wie sehr mich diese Konsumauszeit beschäftigt und wie ungern ich aktuell in Läden gehe, um einzukaufen. Wobei die einzigen Läden die ich aktuell besuche ja nur der Biosupermarkt und dm sind. Denn mein Konsum beschränkt sich auf Lebensmittel und Drogerieartikel. Trotzdem meide ich auch diese Märkte und kehre nur ein, wenn wir wirklich was brauchen. Bin ich aber bei Alnatura oder Basic, dann auch mit vollem Bewusstsein. Seit dieser Woche parke ich meinen Kinderwagen immer vor dem Laden, damit ich Nepo entspannt den kleinen Einkaufswagen schieben lassen kann, ohne immer hinter ihm herzurennen und meinen Kinderwagen irgendwo im Gang parken zu müssen. Das macht das Einkaufen für uns beide angenehmer. Wir kaufen mittlerweile auch nur noch dass, was wir wirklich zeitnah aufbrauchen. Für die Datenkraken ist unser Einkauf aktuell wirklich sehr eintönig und der Kassenzettel könnte auch nur copy&paste sein. Es gibt immer nur Bananen, Frischmilch, Zucchini, Eier, manchmal Fleisch und hin und wieder Nudeln in Tierform für den Kleinen. Das sind so die Sachen, auf die wir gerade Lust haben.

Leider muss ich sagen, dass wir diese Woche viel auswärts gegessen haben. Das ist ja sonst bei uns überhaupt nicht der Fall, aber durch das schöne Wetter sind wir abends einfach noch zu dritt draußen rumgeradelt und waren mal im Biergarten oder bei der Hamburgerei. Abgesehen davon, dass es dem Geldbeutel nicht gut tut, fühle ich mich heute so aufgedunsten, dass das spätere Joggen sicher eine Qual wird. Uns ist diese Woche damit auch wieder klar geworden, dass wir das abendliche Kochen vermissen. Es war früher ein Ritual und jetzt ist jeder Abend irgendwie gleich zäh – ohne festes Essen nur mit Abhängen. Allerdings glaube ich, dass es auch einfach nur an diesem Wetter hängt. Wenn es langsam wärmer wird, dann werden wir sicher viel Zeit an der frischen Luft verbringen und irgendwo hin radeln und unser Essen mitnehmen.

Der Hinterhofflohmarkt

Am Samstag fand endlich der lang ersehnte Hinterhofflohmarkt statt. Ob es am Wetter lag oder daran, dass wir den Abend zuvor bei einem geselligen Miteinander mit anderen im Haus gefeiert haben und erst um 02:30 Uhr im Bett lagen, ich weiß es nicht. Auf jeden Fall fand ich den Flohmarkt nicht prickelnd. Er war total überfüllt, die Sachen die angeboten wurden, waren bis auf einen riesigen Bagger, ein Baustellenset bestehend aus einem Gabelstapler und einem Kran, sowie ein paar Kleinigkeiten für Nepos Küche, alle nicht unser Ding. Vielleicht hatte ich einfach zu hohe Erwartungen und muss lernen, dass es bestimmte Sachen gibt, die sind als Familie oder mit einem Kind in Nepos Alter halt nicht mehr so dolle. Für ihn war es sicher ätzend langweilig von Hauseingang zu Hauseingang geschoben zu werden, für meinen Freund sicher doof, weil er nicht in die Innenhöfe konnte, da der Kinderwagen bei den Massen nicht reingepasst hätte und für mich war es blöd, weil ich immer nur krampfhaft gesucht habe. Früher haben wir uns die Innenhöfe angeschaut und die Leute und uns einfach gefreut, dass es sowas gibt. Am Samstag habe ich fast einen Anfall bekommen, weil irgendeine Olle (sorry) vor meinen Augen gutes Holzobst und Holzwürste weggeschnappt hat und den Verkäufer auch noch runtergehandelt hat. Für mich blieb nicht viel übrig und ich habe sicher zu viel bezahlt für so wenig Küchenzeug. Warum ich das gekauft habe, kann ich nicht sagen. Es war eine sinnlose Geldausgabe und ich habe sicher 20 Minuten gebraucht, um wieder runterzukommen. So hat mich die Alte aufgeregt. Und das kann sicher nicht Sinn und Zweck eines Samstagvormittags sein.

Mir ging es erst besser, als wir für Nepo endlich den langersehnten Bagger gefunden haben. Es war für ihn Liebe auf den ersten Blick. Das der nur 2 EURO kostet, konnte ich erst nicht glauben. Abends habe ich dann mal bei Amazon nachgeschaut. Neuwertig liegt der bei 37 EURO. Aber es ging nicht um den Preis, sondern darum, dass wir etwas gefunden hatten, was Nepo sich schon lange gewünscht hat. Und er hat wirklich eine innige Liebe zu Baggern. Es gibt keinen Bagger in München den er nicht sofort sehen würde und bei dem wir mindestens 5 Minuten stehen bleiben müssen, damit er ihn begutachten kann.

Aber auch den Gabelstapler und den Kran, die wir im Set für 3 EURO gekauft haben, liebt er heiß und innig. Nur meinen Fehlkauf – die Küchenutensilien schaut er nicht an, was mich den Kauf noch mehr bereuen lässt. Ach, wäre ich doch nur einfach weitergegangen. Scheiße! 🙁

Eine ganz tolle Sache hatte der Hinterhofflohmarkt dann aber doch noch: Wir haben das HEI (Haus der Eigenarbeit) entdeckt. Das ist genau das, wonach wir gesucht haben. Dort kann man in einer Werkstatt selbständig Dinge reparieren, Handwerkskurse wie Töpfern oder Buchbinden besuchen oder am Repair Cafe teilnehmen. Ich bin schlichtweg begeistert von der Einrichtung. Vielleicht werde ich irgendwann mal einen Kurs im Buchbinden machen. 🙂

Mein Fazit zur Woche

Alles in allem war es eine gute Woche. Am glücklichsten haben mich allerdings wieder die Momente gemacht, die eigentlich nichts kosten. Die Radtouren mit Nepo, der Naturtreff in Bogenhausen, die Spielplatztour in den Englischen Garten und die Begeisterung von Nepo für die Affen und die Streichel-Ziegen im Tierpark Hellabrunn. Daran muss ich denken, wenn mich die negative Flohmarkterinnerung vom Samstag wieder einholt.

In diesem Sinne: Habt eine schöne Woche

 

 

4 thoughts on “Woche 3 der Konsumauszeit

  1. Hallo Mareike,
    man hat auf deinem Blog schon lange nichts mehr von dir gehört. Hoffentlich geht es euch allen gut. Liebe Grüße aus Norddeutschland.
    Jana

    1. Liebe Isabella,
      vielen lieben Dank für deine Nachricht. Die letzten Wochen und Monate waren wirklich so „offline“. Aber irgendwie habe ich jetzt wieder Zeit und Muse an meinem Blog zu schreiben. Wie geht es dir denn? Ich freu mich auf deine Nachricht. Liebe Grüße und alles Gute für 2017, Mareike. 🙂

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