Woche 1 der Rawfood Challenge

Mein letzter Blogpost ist nun doch wieder fast eine Woche her und sicher fragt sich der eine oder andere, was meine Rawfood Challenge macht und ich kann sagen: Sie läuft. 🙂

Entgegen meiner Dokumentation der Vegan For Fit Challenge werde ich die Rawfood Challenge nicht jeden Tag dokumentieren können, weil ich gemerkt habe, dass es mir aktuell ohne Rechner so gut geht und ich mich nicht jeden Abend zwingen möchte einen Artikel zu schreiben, der dann irgendwie nur halbherzig ist. Darum fasse ich immer eine Woche zusammen und schreibe über meinen aktuellen Geistes- und Körperzustand, was mich bewegt, was mich belastet und so weiter. Doch nun genug der langen Einleitung – fangen wir an! 🙂

Körperliches Wohlbefinden

Nachdem die Nacht vom ersten auf den zweiten Tag sehr hart war, weil ich abends sehr starke Kopfschmerzen bekommen habe, muss ich sagen, dass ich von weiteren Entgiftungserscheinungen verschont geblieben bin. Das mag sicher auch daran liegen, dass ich Junk Food, industriellen Zucker oder sonstiges entweder komplett gemieden oder nur ganz wenig zu mir genommen habe.

Seit einigen Tagen merke ich zudem schon die zunehmende Energie in meinem Körper. Es gibt Phasen, da könnte ich trotz Hitze vor Energie nur so rumspringen und mir geht es so gut, dass ich einfach nur glücklich bin. Ich gehe fest davon aus, dass das was mit der Rohkost Ernährung zu tun hat, denn nach „vor Freude in die Luft springen“ war mir vor der Challenge weiß Gott nicht zu mute.

Gleichzeitig gibt es aber auch Phasen, da bin ich so todmüde, dass ich nur noch schlafen will. Hierzu muss ich sagen, dass ich jetzt mehr auf meinen Körper höre und auch mal tagsüber schlafe, wenn ich zum Beispiel meinen Sohn zum Schlafen lege. Früher habe ich mich dann mit viel, viel Kaffee über die Runden gerettet, aber das ist nun ja zum Glück vorbei. Ich fühle mich wirklich gut und fit, auch wenn ich am Ende eines Tages immer so todmüde bin. Das kann natürlich auch daran liegen, dass ich jetzt wieder angefangen habe zu lesen.

In den letzten drei Wochen habe ich zwei Bücher gelesen und jede Seite genossen. Es ist so schön ein Buch in der Hand zu halten und einfach nur zu entspannen. Besonders toll finde ich, dass diese Bücher schon seit Jahren in unserem Regal standen, aber ich sie nicht gesehen habe, ob der Masse an Büchern. Doch seit wir ausgemistet haben und nur noch nicht gelesene Bücher oder Bücher, von denen wir uns nicht trennen wollen, im Regal stehen, nutze ich diese auch wieder viel häufiger. Das aber nur am Rande. 🙂

Am Samstag habe ich wieder mit Sport angefangen und habe es nun bis auf Montag regelmäßig ins Fitnessstudio geschafft. Es fällt mir aktuell leicht um 5:30 Uhr aufzustehen und ins Studio zu gehen. Das war vor der Challenge nicht wirklich so. Teilweise habe ich sogar meinen Kaffee mit zum Trainieren genommen. Kaffee zum Sport – sehr unlogisch, finde ich.

Heute war ich dann auch gleich auf der Waage und habe mich natürlich riesig gefreut, dass sie 2,2 kg weniger angezeigt hat. Ich hoffe die abnehmende Tendenz hält an, wenn auch sicher nicht in der Fülle.

Geistiges Wohlbefinden

Wie schon oben angekündigt, habe ich teilweise sehr, sehr viel Energie. Die beflügelt mich auch in meinem Gemütszustand. Ich bin fröhlicher und offener, als noch vor einigen Wochen. Trotz der Hitze fühle ich mich super und kann mich einfach nicht beklagen, zumal wir ja auch Sommer haben.

Meine aktuelle Motivation habe ich allerdings nicht fürs Internet, sondern für das Lesen. Ich lese im Moment sehr gern und trage das Buch auch tagsüber beim Spaziergang mit mir rum, damit ich vielleicht, wenn Nepomuk schläft, etwas lesen kann. Abends hilft mir das Lesen, um zur Ruhe zu kommen. Ich lese so lange, bis ich todmüde bin und ins Bett falle. Da ich aktuell um 5:30 Uhr aufstehe, ist der Abend allerdings nie wirklich lang.

Ein weiterer Drang, den ich aktuell wieder verspüre, ist der Drang zum Putzen. Ich weiß nicht, ob es mit der inneren Reinigung meines Körpers zu tun hat, aber die Wohnung putze ich jetzt schon wirklich oft in den letzten Tagen. Es sind nie große Sachen, aber in Summe schaffe ich es, dass wir immer eine super saubere Wohnung haben. Früher konnte ich mich oft nicht dazu überwinden, aber heute mache ich es einfach so, ohne zu überlegen, ob ich Lust habe. Ich denke, dass hat was mit meiner Energie zu tun, die sich ja jetzt wirklich schon sehr stark gesteigert hat.

In Summe kann ich sagen, dass sich die Rohkost Ernährung mehr als positiv auf meinen Gemütszustand und meine Motivation ausgewirkt hat.

Meine Highlights
  • Ein Höhepunkt war sicher der Gang auf die Waage und die Erkenntnis, dass ich nun 2,2 kg leichter bin.
  • Auch das tägliche „kochen“ macht mir wahnsinnig viel Spaß. Ich probiere jeden Tag etwas neues aus und merke, dass die Rezepte absolut nicht aufwendig oder langwierig sind.
  • Die regelmäßigen Besuche im Fitnessstudio machen mir unheimlich viel Spaß und spornen mich an, die Ernährung so weiterzuverfolgen
  • Ich verspüre null Heißhunger, auch jetzt nicht, wo es wieder etwas kühler ist. Ich werde von meinen Speisen satt und habe kein Verlangen nach Kaffee oder Kochnahrung
Meine Lowlights
  • Etwas enttäuscht war ich von mir, als ich von Nepomuks Bulgur und seinen Bratkartoffel-Fenchel-Gemüse gekostet habe. Da ich für ihn selbst koche, muss ich eben leider auch immer kosten, ob das Gemüse schon durch ist oder der Bulgur schon aufgequollen ist. Würde ich Gläschen füttern, würde mich der Ekel vor dem Inhalt davon abhalten, es zu kosten.

Es macht mich glücklich zu sehen, dass es mehr Höhepunkte, als Tiefpunkte in der vergangenen Woche gab. Ich hoffe die nächsten Wochen bleibt es dabei.

Meine Essen

Hier habe ich euch mal in Bildern festgehalten, welches Essen es diese Woche gegeben hat:

Curry-Kokos-Suppe mit Bananen

Die Suppe Caribbean Feeling: Curry-Kokos-Suppe mit Bananen aus dem Buch „Raw!“ von Kirstin Knufmann. Mit dem Vitamix sehr schnell zubereitet. Die Basis der Suppe ist übrigens nicht Kokosmilch, sondern Mandelmilch. 🙂

Gurken-Avocado-Suppe

 

Das Gurken-Gazpacho war einfach der Hammer. Sehr lecker und gut sättigend. Das Rezept kommt aus dem Buch „Going Raw“ von Judita Wignall.

Apfelnudeln mit Ahornsirup und Walnüssen

Mal etwas Süßes zum Abendessen: Apfelnudeln mit Ahornsirup und Walnüssen. Äpfel lassen sich mit dem Spiralisierer von Lurch super zu Nudeln verarbeiten. Das Rezept kommt von „Raw For Life“ von Lisa Viger. Das Buch besteht nur aus sehr einfachen Rezepten, weswegen ich es immer wieder gern verwende.

Rettich Nudeln

Hier mein Versuch mit Rettichnudeln für Spaghetti Alla Bolognese von Kirstin Knufmann. Die Rettichnudeln waren mir allerdings zu scharf, die Bolognese hat mich jetzt auch nicht zu 100% überzeugt. Rettich las ich für die nächsten Wochen mal aussen vor. 🙂

Gingerbread goes Banana

So sah mein Frühstück am Wochenende aus: Gingerbread goes Banana („Raw!„) mit selbstgemachtem Nutella aus Mandelmus und Kakao. Dazu Obst, eh klar. 😉

Brokkoli mit Champignons

Ein sehr schnelles Abendessen aus „Going Raw„: Brokkoli mit Champignons. Im ursprünglichen Rezept war noch Wildreis, aber den habe ich nicht, also gab es mehr vom Gemüse. 🙂

Wasser mit Gurke, Ingwer, Zitrone und Minze

Neben Essen ist natürlich Trinken enorm wichtig. Bei mir gibt es aktuell immer Leitungswasser mit Gurke, Zitrone, Minze und Ingwer. Es schmeckt wirklich super lecker und hält den Hunger klein.

Avocado Scramble

Am Sonntag gab es zum Frühstück Avocado-Scramble und marinierten Champignons. Sehr schnell und sehr lecker. Rezept kommt aus dem Buch „Raw & Simple“ von Judita Wignall.

Zucchini Nudeln mit Avocado-Basilikum-Pesto

Die Zucchini Nudeln in Avocado-Basilikum-Pesto sind aus dem nicht ganz rohen Buck „Vegan For Fit“ von Attila Hildmann. Natürlich auch sehr einfach und schnell zubereitet.

Waldbeeren Cheesecake

Am Wochenende war es wieder Zeit für einen Kuchen: Den Waldbeeren Cheesecake von Rawberry Vegan. Ich schaue neben meinen Büchern auch in verschiedene Blogs, Facebook Gruppen und auf Pinterest. Dort gibt es auch viele tolle Rezepte, die vielleicht am Anfang auch Bücher ersetzen können.

Misosuppe

Ich liebe die Misosuppe von Kerstin Knufmann. Wirklich sehr lecker.

Mango-Gurken-Suppe

Das Buch „Raw For Life“ ist nicht nur vollgepackt mit einfachen Rezepten, ich nutze es auch für die „Resteverwertung“. Und was kommt dabei raus? Eine hammergeile Mango-Gurken-Suppe mit Gurkennudeln.

Knollensellerie Pilaw

Und hier noch ein Beispiel, wie man Knollensellerie verwerten kann: Knollensellerie-Pilaw mit Avocado und Tomate – auch von Lisa Viger.

So, dass war meine erste Woche mit Rohkosternährung. Ich kann schon jetzt sagen, dass ich es nicht bereut habe, damit anzufangen. Es ist bei weitem nicht so aufwendig oder eintönig, wie ich befürchtet habe. Selbst als Mutter eines 11 Monate alten Babies, mit nicht so viel Zeit zum Kochen, schaffe ich es mir leckeres Essen zu zubereiten.

Hier findet ihr nochmal die Bücher, die ich aktuell zum Thema Rohkost habe:

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