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05Mrz/16

Meine Woche: Von Traumkrippe bis Wiedereinstieg ins Berufsleben

Diese Woche war eine gute Woche. Mittlerweile bin ich sehr viel entspannter was das Thema „Kinderkrippe“ für Nepo anbelangt. Noch immer ist eine Montessorikrippe für uns ein Muss, doch nun glaube ich, dass wir es wirklich schaffen könnten. Zudem war ich gestern das erste Mal seit über 1,5 Jahren bei meinem Arbeitgeber und wir haben über meinen Wiedereinstieg Mitte Oktober gesprochen.

Kennenlerngespräch bei Montessori 21

Am Dienstagnachmittag waren wir drei (mein Freund, Nepo und ich) beim Kennenlerngespräch in meiner absoluten Wunschkrippe, Montessori 21. Nepo und ich kennen die Krippe bzw. das Kinderhaus schon, denn wir sind dort jeden Dienstag im „Miteinander wachsen“ Kurs.

Im Gegensatz zum Budenzauber gab es dort keinen Infoabend, sondern wirklich ein Gespräch mit Barbara, die das Kinderhaus leitet und Gabi, der „Geschäftsleitung“ von Montessori 21 hat. Damit Nepo auch seinen Spass hatte, fand das Gespräch gleich mitten in der Krippe statt. Die Kinder und Erzieher waren schon weg und Nepo konnte sich alles anschauen. Er fühlte sich sofort wohl, spielte mit Autos, lief über die Hengstenberg-Rampe, holte sich verschiedene Montessori Material und war voll im Entdeckermodus.

So konnten wir in Ruhe mit den beiden sprechen. In Ruhe ist für mich als Hochsensible natürlich sehr optimistisch formuliert. Ich muss zugeben, dass solche Gespräche für mich immer sehr anstrengend sind, weil Körper und Geist komplett in Alarmbereitschaft sind. Mir schwirren tausende Gedanken im Kopf, ich überlege mir Formulierungen, versuche in der Mimik und Gestik meines Gegenübers zu lesen, was er von mir denkt und wie wir ankommen. Ich hoffe, dass Nepo mich nicht wieder irgendwo hinziehen will, verarbeite Gerüche, Eindrücke und merke, dass mir total heiß und kalt ist. In solchen Situationen bin ich so froh, dass mein Freund dabei ist, denn ich befürchte dann immer vor lauter Reizüberflutung irgendwas zu überhören, zu übersehen oder vergessen nachzufragen.

Doch bei dem Gespräch lief alles super. Barbara und Gabi waren so nett, so entspannt und einfühlsam, dass selbst ich als Hochsensible ein Gefühl der Entspannung gemerkt habe. Ich fühlte mich total wohl und es wurde ein tolles Gespräch. Ich kannte ihr Konzept ja schon und trotzdem konnte ich noch so viel von ihnen mitnehmen. Mein Freund war begeistert, wie sie mit Nepo gesprochen haben. Er meinte, er hat sowas noch nie erlebt. So entspannt, unaufgeregt und freundlich. Das hat ihn, glaube ich, komplett umgehauen und uns auch für zuhause nochmal mehr in Richtung Montessori gelenkt.

Zudem war es super, zu wissen, dass wir ähnlich ticken, wie die Pädagogen bei Montessori 21. Na klar, wenn man sich für Montessori interessiert, dann kennt man die Gedanken vom inneren Bauplan und weiss, wie wichtig Beobachtungen sind. Aber das dort auch, wie bei uns zuhause, die Kinder in einem Floor Bed schlafen und das sich eine Pädagogin mit dazu legt, wenn ein Kind nicht schlafen kann, war für mich bei einer Krippe neu. Auch dass sie kein Töpfchentraining machen oder gar von uns erwarten, dass Nepo trocken ist, finde ich gut.

Was ich besonders gut finde, ist die Tatsache, dass die Kinder eine Terrasse bzw. einen kleinen Garten für sich haben. Für uns ist wichtig zu wissen, ob Nepo von allein viel nach draußen geht oder doch lieber drin bleibt, denn wir hatten überlegt, ob er nicht mit drei Jahren in einen Naturkindergarten gehen soll. Stellt sich heraus, dass er nicht wirklich viel draußen ist, dann brauchen wir solche Überlegungen gar nicht erst anstellen. Ich selbst möchte jetzt auf jeden Fall immer donnerstags zu einem Naturtreff mit ihm gehen, der von Eltern eines Naturkindergarten organisiert wird. Der ist immer am Nachmittag, dauert zwei Stunden und ich denke, dass uns beiden die Zeit im Wald gut tut und mir Inspiration für eine Zeit nach dem Spielplatz bringt.

Ja, diese Krippe wäre unser absoluter Favorit von allen anderen Institutionen. Eine feste Platzzusage ist allerdings erst ab dem 7. April möglich, da dann die Stadt München die Kinderkrippen anweist ihre Zu- oder Absagen an alle interessierten Eltern zu verschicken.

Gespräch mit meinem Arbeitgeber

Neben dem tollen Gespräch mit der Krippe war ich gestern noch bei meinem Arbeitgeber. Es geht um die Rückkehr aus meiner Elternzeit, die ja nun im Oktober endet. Für mich war es wahnsinnig wichtig frühzeitig mit meinem Chef in Kontakt zu treten, da sie ja auch schauen und planen müssen, wo ich unterkommen kann. Zudem möchte ich gern nur Teilzeit, d. h. 20 Stunden die Woche arbeiten.

Obwohl wir nur kurz gesprochen haben, war es doch so neu für mich. Unsere Büros sind jetzt umgezogen in den 13. Stock, alles sieht irgendwie anders aus, die Struktur des ganzen Unternehmens hat sich in den letzten 1,5 Jahren auch geändert. Viele die ich kannte, sind nun nicht mehr da und neue sind dazugekommen. Manchmal denke ich schon, dass es einfacher wäre in einen Großkonzern zurückzukommen, als in ein Internetunternehmen. Wobei mein Arbeitgeber noch zu den größeren und gesetzteren gehört, als kleine Start-ups.

Ich glaube es war gut, dass ich meinen Chef schon jetzt über die Zeitplanung hinsichtlich der Krippe aufgeklärt und meinen Wiedereinstieg auf Mitte/Ende Oktober angegeben habe, da ich mir so gar keine Vorstellung vom Ablauf der Eingewöhnung machen kann.

Wir sind dann so verblieben, dass er sich bei mir melden wird zwecks Aufgabengebiet und ich mich bei ihm melde, was die Krippe und die Terminierung für die Eingewöhnung anbelangt. Als ich aus seinem Büro raus bin, habe ich noch kurz mit ein paar Kollegen gesprochen und dann ging es schon wieder zurück nach Hause. Mein Freund, der sich einen halben Tag Urlaub genommen hat, war schon sehr erstaunt, dass es so kurz war, aber was soll ich machen. Alles was geklärt werden musste, habe ich geklärt und nun heißt es warten.

Die nächsten Monate werden sicher nochmal spannend für uns drei und das ist zum Glück ja auch gut so. 🙂