Warum ich meinen Biorhythmus anpasse

Nachdem ich viele Wochen hatte, in denen ich abends total kaputt ins Bett gegangen bin und eigentlich überhaupt nichts mehr auf die Reihe bekommen habe, entschloss ich mich vor wenigen Wochen wieder meinen Biorhythmus anzupassen bzw. dahin zu bringen, wo er früher war und damit auch eigentlich hingehört.

Die Ruhe und Kraft des Morgens

Ein Muss: Kaffee am Morgen

Ein Muss: Kaffee am Morgen

Ich war schon immer die Lerche und für mich war es immer leicht früh aufzustehen und die Ruhe des Morgens zu nutzen. Im Büro war ich meist zwischen 07:30 und 08:00 Uhr, somit hatte ich mindestens eine Stunde um in den Tag zu starten, Mails zu bearbeiten und mich auf Meetings vorzubereiten. Das ich diese Ruhe brauchte und brauche ist wohl auch ein Ding aus meiner Hochsensibilität. Denn das war im Büro super funktioniert hat, brauche ich auch zuhause.

Es bringt mich in Panik, wenn ich zeitgleich mit Nepo aufwache. Die Tatsache, dass ich weder mich noch irgendwas anderes vorbereitet habe und jetzt voll für ihn da sein soll, hat mich ganz nervös gemacht und diese Nervosität hat sich natürlich auf Nepo und damit auch auf unseren Tagesablauf ausgewirkt.

War ich aber früher wach, konnte die Zeit für mich geniessen, im Sommer auf dem Balkon meinen Kaffee trinken oder jetzt am frühen Morgen Sport machen, dann hat mir das Kraft und Energie für den ganzen Tag gegeben. Nachdem ich also viele Woche damit vergeudet habe, abends auf der Couch zu hängen und mir ein Hobby zu suchen und dann doch zu merken, dass ich weder Kraft, noch Lust habe, auf irgendwas, beschloss ich, meinen Wecker erst auf 05:30 Uhr zu stellen und jetzt auf 05:00 Uhr.

Morgens um 05:00 ist die Nacht vorbei

Ich kann mir gut vorstellen, dass einige von euch mich schlichtweg für bescheuert erklären, wenn ich freiwillig früh um 05:00 Uhr aufstehe – im dunklen, kalten Winter. Ich kann das auch verstehen, aber für mich ist es dann schlicht einfach Zeit die Nacht zu beenden. Heute ist zum Beispiel Sonntag und ich war um 03:30 Uhr wach, hellwach. Also bin ich aufgestanden, habe meine Laufsachen angezogen, die Küche gelüftet und nun koche ich mir gerade Kaffee, der mir morgens und allein besonders schmeckt. 🙂

Zufälligerweise habe ich gerade einen Artikel auf mymonk gefunden, der eben auch die Vorteile des frühen Aufstehens proklamiert. Da wird von Kreativität, Selbstdisziplin oder Klarheit gesprochen und auch ich kann das unterstreichen. Welcher „normale“ Mensch ist auch um 05:00 Uhr schon wach und nervt einen. Ich kann hier an meinem Rechner sitzen, diesen Beitrag schreiben und nebenbei wabert mir der köstliche Geruch von frisch gebrühtem Kaffee um die Nase. Ich weiss, dass noch einige Stunden vergehen werden bis die beiden aufstehen und das ich in knapp 1,5 Stunden zum Laufen gehen werde, vor allem aber weiss ich, dass es absolut richtig war um 03:30 Uhr aufzustehen, auch wenn das schon sehr früh für mich ist.

Nicht jeder ist eine Lerche

Trotz aller Begeisterung für den frühen Start in den Tag muss ich immer berücksichtigen, dass jeder Mensch seinen eigenen Biorhythmus hat. Aus meinem Freund würde ich nie eine Lerche machen, denn er ist eine Eule. Er kann bis spät abends am Rechner sitzen oder aktuell ein Buch lesen ohne müde oder erschöpft zu sein. Sicher gab es in der letzten Zeit Abende, da lagen wir zwei um 20:00 Uhr im Bett und Nepo war der einzige, der noch nicht ins Bett gefunden hatte. Nachdem wir ihn ja auch nicht mehr ins Bett bringen, ist uns das aber gleich, ob er im Schlafzimmer vor unserem Bett mit seinen Autos spielt, denn es ist klar, dass er nicht wirklich viel später zu uns ins Bett gekrabbelt kommt, sich quer legt und dann wohlig einschläft.

Ich bin sehr froh, dass mein Freund eine Eule ist und mit Nepo gerade am Wochenende ausschläft. Selbst unter der Woche stehen beide nich vor 07:30 Uhr auf und wenn sie dann den Weg aus dem Bett finden, habe ich den Großteil dessen, was ich machen wollte, schon erledigt.

Energie durch Kaffee und gesunde Ernährung

Ohne gehts nicht mehr: Chemex

Ohne gehts nicht mehr: Chemex

Ich muss zugeben, dass ohne Kaffee bei mir morgens rein gar nichts geht. Schon gar nicht, seit wir von der Senseo Maschine auf das manuelle Brühen mit Chemex umgestiegen sind. Es hat mittlerweile etwas von einem Ritual den Kaffee von Hand aufzubrühen, auch wenn es länger dauert, als nur den Knopf einer Maschine zu drücken.

Dass ich morgens so fit wäre, wenn ich noch meine kohlenhydrat- und zuckerreiche Ernährung hätte, wage ich zu bezweifeln. Nachdem ich Vegan und Rohkost im letzten Jahr getestet habe, pendle ich nun zwischen Paleo und ketogener Ernährung.

Alle vier Ernährungsweisen war das Reduzieren von Weißmehl, Zucker und Alkohol gemein, was dazu führte, dass ich generell viel mehr Energie hatte, als früher. Neben der Ernährung habe ich für mich entschieden, dass Kaffee schwarz, mit einem Esslöffel Kokosöl, einem Teelöffel MCT Öl und einer guten Prise Zimt am besten schmeckt. Ja, die Energie schiesst wirklich ins Blut und wenn ich dann um 06:00 Uhr ins Fitnessstudio laufe, ist mein Körper auf Hochtouren. So etwas kannte ich früher gar nicht und jetzt will ich es nicht mehr missen.

Früher Morgen, kurzer Abend

Ich hatte vor kurzem geschrieben, dass wir Nepo nicht mehr ins Bett bringen und das ganze „Ins-Bett-Bringen“ sehr entspannt sehen. Das ist immer noch so und ich finde es nicht schlimm, wenn ich mich zwischen 20:00 und 21:00 Uhr ins Bett verabschiede. Mittlerweile ist Nepo das gewöhnt und ich kann im Bett sogar noch ein Buch lesen. Meist bekomme ich dann gar nicht mehr mit, wann ich eingeschlafen bin, wann Nepo eingeschlafen ist oder mein Freund ins Bett kam.

Heute Nacht weckte mich Nepo auf, weil er auf dem Boden saß und mit seinen Autos spielte. Ich war der festen Überzeugung, dass es morgens um 07:00 Uhr sein musste. Als ich aufstand, war mein Freund am Rechner und im Haus gegenüber war noch Licht zu sehen. Es war erst 23:50 Uhr, mein Freund hatte noch gar nicht geschlafen und bei Nepo weiß ich es ehrlich gesagt nicht. Aber ich glaube er hat zwischendurch geschlafen. Nun ja, kurz darauf haben wir alle wieder geschlafen und bis jetzt bin nur ich wach.

Ich denke gerade das mit dem frühen Schlafen muss jeder für sich entscheiden. Ich für mich bin damit ganz glücklich, da meine Abende eher immer nur ein langsames dahinsiechen waren, da mir für alles einfach die Kraft und Lust fehlte.

Letztendlich muss jeder für sich entscheiden, wie er seinen Tag und seine Nacht gestaltet. Ich habe für mich gelernt, dass ich einfach kein Mensch bin, der abends noch irgendwas produktives machen kann und mir einfach nur den Rotwein reinzuballern in Erwartung geistiger Höhenflüge, dafür bin ich einfach schon zu alt und zu gesundheitsorientiert. Ich bewundere ehrlich die Mütter, die abends noch nähen, bloggen oder backen können und frage mich immer, wo sie die Energie hernehmen. Das sind dann aber wahrscheinlich die Mütter die nur den Kopf schütteln können, wenn sie lesen, dass ich um 05:00 Uhr freiwillig aus dem warmen Bett hüpfe und in den Sport gehe oder die Küche aufräume. 🙂

Jetzt ist es kurz vor 05:45 Uhr, ich werde meinen Kaffee trinken und später laufen gehen. Habt einen wunderschönen Sonntag ihr Lieben.

Mareike

 

 

2 thoughts on “Warum ich meinen Biorhythmus anpasse

  1. Liebe Mareike, ich danke dir fürs Erinnern! 🙂
    Lustigerweise beschäftigt mich dieses Thema auch schon länger und ich hab mir erlaubt, dich auf meinem Blog zu verlinken! 🙂

    Liebe Grüße,
    Irene

    PS: Falls das verlinken doof ist, sag Bescheid! 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.