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28Feb/15

Buchempfehlung: Raw Soul Food

Paradise Cake

Paradise Cake

Nachdem ich mich nun seit 01. Januar vegan ernähre und seit Mitte Februar vorwiegend der Raw Food Küche zu wende, möchte ich heute in meiner ersten Empfehlung das Buch „Raw Soul Food“ vorstellen.

Mittlerweile gehe ich regelmäßig im Veganz einkaufen und nach jedem Einkauf gönne ich mir im Bistro „Max Pettchen“ einen Getreidekaffee mit Mandelmilch zum mitnehmen. Auf der Glasvitrine des Restaurants liegen immer diverse Flyer und Broschüren rum. So auch der Flyer vom Buch Raw Soul Food. Da ich mich aufgrund der veganen Ernährung nun auch für die rohköstliche Küche interessiert habe, nahm ich den Flyer mit.

Ein paar Tage später habe ich dann zuhause mal im Internet nach dem Buch recherchiert und bin prompt auf eine Rezeptprobe des Paradise Cake gestoßen. Das Rezept klang so lecker und einfach, dass ich das Buch gleich bestellt habe. Dazu auch die Zutaten Erdmandelflocken und Kokosmus.

Tirawmisu

Tirawmisu

Ich war so begeistert von dem Rezept, dass ich gar nicht die zwei Tage der Lieferung abgewartet habe, sondern gleich am nächsten Tag in den Alnatura und Vollcorner stürmte und mir die besagten Zutaten kaufte. Den Rest hatte ich alles vorrätig und dank der Rezeptprobe konnte ich den Paradise Cake gleich „backen“. Vom Ergebnis war ich begeistert. So einen geilen Kuchen hatte ich schon lange nicht gegessen.

Als ich dann das Buch ein paar Tage später hatte, fing ich an die Rezepte auszuprobieren. Vom rustikalen Bauernsalat mit Senfdressing über Buchweizenknödel mit Schwammerlsoße und TiRawmisu habe ich so einiges probiert und finde das Essen total lecker.

Dafür, dass es sich um rohes Essen handelt, sind die Rezepte sehr einfach. Sicher brauch man einige Gewürze und Basics wie Nama Tamari, aber wenn man das mal hat, ist die Grundausstattung vorhanden und bis auf Obst und Gemüse muss man nicht mehr viel kaufen.

Rustikaler Bauernsalat

Rustikaler Bauernsalat

Ich selbst habe weder einen Hochleistungsmixer noch ein Dörrautomaten und trotzdem kann ich fast alle Gerichte ausprobieren. Beim Mixen hilft mir ein Zerkleinerer von Moulinex oder ein Pürierstab von Philipps. Das alles tut dem Geschmack keinen Abbruch und manchmal ist es dann eben nicht so fein püriert wie im Buch, aber schmecken tut es mir trotzdem.

Einige Rezepte habe ich schon ausprobiert und besonders die Kuchen haben es mir angetan. Hier also mein TOP Rezepte mit absolutem Suchtcharakter:

  1. Tirawmisu
  2. Paradise Cake
  3. Coconut-Kiss-Tarte mit Waldbeeren- und Himbeerfüllung
  4. Senfdressing (geht zu Salat oder purem Gemüse)
  5. Rustikaler Bauernsalat
Ratatouille

Ratatouille

Das Buch ist sehr abwechslungsreich und durch seine Rezepte und tollen Bilder sehr hochwertig gestaltet. Da es viele Rezepte gibt, bei denen kein Dörrautomat benötigt wird, ist das Buch auch super für Rohkosteinsteiger geeignet.

Die Gerichte sind relativ schnell zu „kochen“ und wenn man sich einmal die Grundausstattung verschiedener Gewürze geholt hat, hat man größtmögliche Flexibilität bei geringen Ausgaben.

Wer sich gern mal ein Rezept anschauen möchte, dem empfehle mit dem Paradise Cake anzufangen. Das kostenlose Rezept gibt es hier.

Das Buch mit 74 Rezepten von herzhaft bis süß und noch viele weitere Bewertungen von anderen Lesern gibt es natürlich auch auf Amazon:

31Dez/14

Nach Vegan For Fit: Rückkehr zum Fast Food

Nachdem wir Anfang November aus New York zurückgekommen sind und ich die Folgen des Marathons überstanden hatte, habe ich die 30 Tage „Vegan For Fit“ Challenge für 20 Tage durchgezogen.

Nur 20 Tage, weil ich ehrlich gesagt beim Schlendern über den Weihnachtsmarkt schwach wurde: Bratwurst, Glühwein, Baumstriezel. Ich habe mir gesagt: „He, es ist die Vorweihnachtszeit, da kannst du es nochmal krachen lassen“. Außerdem wollte ich wissen, wie sich die Rückkehr zum ungesunden, fettigen und minderwertigen Fast Food auf meinen Körper auswirkt. Es war also ein Experiment, dass bis Ende Dezember gehen sollte.

Mein Wohlbefinden bei der Vegan For Fit Challenge

Bevor ich zu den Erkenntnissen dieses „Fress-Experiments“ komme, hier ein kurzer Rückblick zu meinen 20 Tagen ohne tierische Nahrungsmittel, ohne Weißmehl und ohne Zucker: Es ging mir super und ich konnte folgende Verbesserungen feststellen:

  • Ich fühlte mich fit und ausgeschlafen
  • Ich war gut gelaunt und ausgeglichen
  • Ich hatte keinen Schleim mehr in der Nase und im Hals
  • Ich war hochmotiviert und bin morgens um 6 Uhr ins Fitness gegangen
  • Meine Blähungen und Bauchschmerzen waren verschwunden
  • Ich habe einen langsamen Gewichtsverlust bemerkt
  • Ich hatte eine reinere und weichere Haut
  • Ich konnte locker meinen Sohn in seiner Babywanne in den 4. Stock tragen

Alles in allem fühlte ich mich gut und glücklich. Die vegane Ernährung fühlte sich so richtig und ausgewogen an. Ich hatte keinen Heißhunger auf Schokolade oder das Bedürfnis ständig irgendwas Süßes zu essen. Das änderte sich Anfang Dezember, als ich wieder in alte Ernährungsmuster zurückfiel.

Mein Befinden nach fast einem Monat Fast Food und Alkohol

Als ich Anfang Dezember, beflügelt von den Besuchen auf dem Weihnachtsmarkt, wieder zu einer „normalen“ und „bequemen“ Ernährung zurückkehrte, konnte ich einige Entwicklungen an und in meinem Körper feststellen, die mich zum Nachdenken brachten:

  • Ich fühle mich schlapp und träge
  • Ich bin dauermüde und trinke zu viel Kaffee
  • Ich bin schlecht drauf und leicht gereizt
  • Ich habe schnell zugenommen
  • Mein Immunsystem schwächelte und ich habe eine fette Erkältung bekommen
  • Meine Kopfschmerzen haben wieder stark zugenommen
  • Meinen Sohn in der Babywanne in den 4. Stock zu tragen war nun mühsam und ich schnaufe bei jeder Etage
  • Ich habe über Tage verteilt ein paar Glühwein getrunken und fühlte mich betrunken und schlecht

Es war natürlich eine große Menge von Burger, Pizza, Pommes, Bratwürsten, Stollen und Baumstriezl, aber trotzdem hat mich das Ergebnis doch schockiert. Eigentlich wollte ich diese Ernährung bis zum 31. Dezember durchziehen und mich damit würdig von der schlechten Ernährung verabschieden. Aber mein Körper hat dieses Essen nicht mehr verkraftet. Mir war nur noch schlecht, ich hatte Bauchschmerzen und Durchfall, gepaart mit Kopfschmerzen. Seit Weihnachten fahre ich die ungesunde Ernährung zurück und vermeide seit dem 26. Dezember Fleisch, Wurst und Milchprodukte. Seit Gestern versuche ich nun auch den Zucker und den Kaffee zu meiden, was mir aufgrund des Besuchs meiner Eltern mehr schlecht als recht gelungen ist.

Ab 1. Januar, also morgen, geht es dann los mit der veganen Ernährung. Damit ich von meinen Kilos runterkomme, werde ich zusätzlich noch auf Weißmehl und Zucker verzichten. Da ich aktuell wohl auch ein Kaffeeproblem habe, verzichte ich auch auf diesen und nehme stattdessen Matcha.

Ich habe seit Jahren einen inneren Kampf mit meiner Ernährung und hoffe doch sehr, dass ich es nun endlich gebacken bekomme, mich so zu ernähren, dass sich auch mein Körper wohlfühlt. Wünscht mir viel Glück und gutes Durchhaltevermögen. 🙂