Unser Dienstag: Babykurs und Babybrei

Nachdem die Nacht vom Sonntag auf Montag sehr entspannt war, musste diese Nacht ja irgendwie scheiße werden. Ich war fast jede Stunde wach, mein Sohn hat mich erfolgreich ins untere Viertel meiner Betthälfte verdrängt und den Morgen habe ich auch noch verschlafen.

Der Morgen

Nepomuk in der U-Bahn Nachdem ich um 5:00 Uhr schon einmal wach war, weckte mich um 6:30 Uhr mein Wecker. Ich machte ihn aus und schlief weiter. Um 7:20 Uhr wachte ich wieder auf und war gleich in der Hektik, denn 8:20 Uhr mussten wir aus dem Haus, um es rechtzeitig zu unserem „Gemeinsam wachsen“ Kurs um 9:00 Uhr zu schaffen. Wenn Tage mal so anfangen, ist es schon irgendwie Scheiße. Also bin ich ins Bad gesprungen, danach in die Küche das Essen für Nepomuk kochen, damit ich es ihm im Kurs geben konnte.

Nepomuk konnte ich dann nicht mehr baden, sondern habe ihn einfach in der Küche im Stehen angezogen. Dann ab in den Kinderwagen und um 8:26 Uhr haben wir das Haus verlassen. Vor unserem Haus stehen mal wieder unzählige Filmautos und irgendwo in unserer Umgebung wird was gedreht. Also musste ich auf dem Weg zur U-Bahn meinen Kinderwagen um diverse Filmfuzzis rum jonglieren und sorry, fürs „über die Zehen fahren“, aber steht halt nicht so dämlich und arrogant im Weg rum.

Nepomuk im KursNepomuk im KursDie U-Bahn haben wir bekommen und um 9:00 Uhr waren wir im Kurs. Heute war es sehr ruhig, da nur drei Muttis und fünf Babys da waren. Eine Mutti hat Zwillinge, darum fünf. Nepomuk hat wie immer am Anfang alles gegeben und war ab 9:40 Uhr k.o. und sehr „anhänglich“. Füttern hat natürlich nicht funktioniert und ich musste ihm wieder die Flasche geben.

So langsam bin ich einfach nur genervt und dieses „Divagehabe“ kotzt mich an. Ab morgen schmeiße ich ihm einfach nur noch Obst hin, soll er zusehen, wie er es gegessen bekommt. Sorry, das ist jetzt wohl die Emotion. 🙁

Nach dem Kurs waren wir Muttis noch Kaffee trinken, das ist sowas wie unser Dienstagsritual und ich finde das super. Die Babys schlafen nach dem Kurs und wir haben Zeit für uns.

Danach bin ich noch einkaufen gegangen. In Sachen salzfreie Gemüsebrühe bin ich zwar nicht fündig geworden, dafür aber im Bereich Produkte für Haut & Haar. Ich habe vor einiger Zeit ja mal meine Versuche für Natron- und später Roggenmehlshampoo und -duschgel gestartet, aber so richtig überzeugt hat mich das nicht. Jetzt habe ich mir von Logona mal ein Lavaerde Pulver zur Reinigung von Haut und Haar gekauft. Ab morgen werde ich es mal testen.

Mittlerweile war es 13:00 Uhr und ich beschloss von der Quiddestraße zum Cafe Glanz zu laufen, das sind zu Fuß ca. 1,5 Stunden, aber das Wetter war ja super. Außerdem lässt sich Nepomuk gern kutschieren. 🙂

Der Mittag

Nepo im Cafe GlanzNepo im Cafe GlanzSo gegen 14.15 Uhr waren wir im Cafe Glanz. Ich war so hungrig, dass ich mir Nudeln mit Gulasch bestellt habe. Wohlgemerkt, bis eben war ich noch Veganer. Aber ich wollte Nepomuk was richtiges zum Essen geben und da es immer nur ein Gericht gibt, dann haben wir halt die Nudeln gegessen. Er hat auch sehr gut gegessen, aber nach fünf Löffeln war halt auch wieder Schluss und er hat nur gequengelt. Ich bin so langsam mit meinem Latein am Ende und hoffe, dass er irgendwann einfach wie ein normaler Mensch isst.

Danach habe ich mir noch ein Tiramisu reingepfiffen, war ja dann eh schon Wurscht. Die Erdbeerdeko habe ich Nepomuk gegeben und er hat sich gefreut.

Der Wiener PlatzSoja LatteIch geniesse die Zeit im Cafe Glanz immer sehr. Die Leute dort sind super nett und kümmern sich rührend um die großen und kleinen Gäste. Zudem darf man nicht vergessen, dass es sich auch um ein soziales Projekt handelt. Nepomuk kennt dort schon fast alle und krabbelt munter durchs Cafe, beschnuppert andere Babys und tatscht älteren Frauen an die Nase.

Gegen 16:00 Uhr wurde Nepomuk dann langsam müde und ich packte ihn in den Kinderwagen. Danach ging es Richtung Innenstadt: Viktualienmarkt, Marienplatz, Odeonsplatz. Auf dem Nachhauseweg habe ich mir im ARAN noch einen Soja Latte gekauft und später auf dem Wiener Platz noch den Abend genossen.

Der Abend

Um 17:20 Uhr waren wir dann wieder zuhause. Ich habe Nepomuk Bulgur gekocht, er hat gequengelt und um 18:00 Uhr kam der Papa. Da er noch arbeiten musste bzw. eine Telco hatte, habe ich Nepomuk gefüttert. Es sind immer ein paar Löffel, aber dann wird er weinerlich, quengelig und ich mittlerweile nur noch genervt. Ich bin abends total fertig und mir fehlt ehrlich gesagt die Geduld, das Einfühlungsvermögen und der gute Wille aus dieser wirklich blöden Esssituation noch was gutes zu ziehen. Also habe ich ihm gesagt, dass ich ab jetzt nie wieder für ihn kochen werde und ihm viel Spaß mit Milasan gewünscht habe. Es ist sicher genau das, was man nicht machen soll, aber irgendwann ist bei mir ein Punkt erreicht und mir reicht es dann.

Ich habe ernsthaft überlegt ihm auch nur noch Gläschen zu geben, so die letzten 2 Monate, aber dass wäre dann für mich sehr deprimierend, denn ich will ja kochen und ich bin schon so weit, ihm kein Brei mehr anzubieten, sondern Fingerfood oder eben das, was ich auch esse bzw. habe ich mein Essverhalten an seins angepasst. Gestern habe ich echt Reiswaffel mit Mandelmus zum Frühstück gegessen. so ist das mit der Mutterliebe.

Jetzt bin ich einfach nur noch tot und total ausgelaugt. Ich werde mich jetzt wieder einem Buch widmen und versuchen abzuschalten.

Habt noch einen schönen Abend.

Eure Mareike

3 thoughts on “Unser Dienstag: Babykurs und Babybrei

  1. Liebe Mareike,

    musste grad etwas mitfühlen. Auch die tollsten Muttis gehen mal an ihre Grenzen! 🙁 Und dafür muss man sich auch ned schämen! IS EINFACH SO! 😉
    Dein süsser kleiner Fratz will kein „richtiges“ Essen? Hab ich des richtig verstanden? Aber wer sagt denn, das er das muss?!
    Lasst euch doch Zeit. Und wenn er die Milch doch sooooo gern mag!? Vielleicht kannst du nen guten Mix drauß machen?! Feste Kost, a bisserl Brei und Milch?
    Irgendwann isst er auch komplett vom Tisch mit, glaub mir!! 🙂 So Leckereien kann man irgendwann gar nimmer verschmähen! 🙂

    Kopf hoch und mach so weiter mit deinem Blog. Ich mag ihn! 🙂

    LG
    Irene mit Schnuti (17 Monate)

    1. Liebe Irene,
      lieben Dank für deinen Kommentar, er baut mich auf. Hach, ich mach mir halt Sorgen, dass der Kleine unterversorgt ist und es wäre auch sicher kein Thema, wenn ich stillen würde, aber immer dieses Milasan. Ich bin im Sachen Essen vielleicht so eine Übermutti und wünsche mir nichts mehr, als ständig für ihn zu kochen und zu sehen, dass es ihm schmeckt. Aber du hast Recht er ist ja eigentlich erst 10 Monate und ich werde sicher noch früh mit ihm zusammen Pizza machen oder bestellen. Ich versuche es jetzt immer mit Essen und koche auch für mich ohne Salz und heute Abend wollte er dann ein paar Löffel bei mir mit essen. Ich werde wirklich mehr den Mix zwischen Milch, Brei und fester Kost probieren. Zuallerst muss ich aber mal meine Ansprüche nach unten schrauben. Ich denke immer, dass ich versage, wenn ich andere Muttis sehe, wie sie locker flockig ihr Baby füttern. Fühle mich dann immer so beobachtet, aber hier kommt vielleicht auch wieder meine Hochsensibilität durch und ich mache mir einfach wieder zu viele Gedanken, wo es wahrscheinlich gar nicht notwendig ist. Ich freue mich sehr, dass dir der Blog so gefällt. Ich werde ihn auf jeden Fall weiter schreiben, denn er ist mir jetzt in Zeiten der Neuorientierung und Umgestaltung unseres Lebens eine große Hilfe. Hab einen schönen Abend und danke nochmal für deinen Kommentar, du hast mit deiner Schnuti ja schon viel mehr Erfahrung als ich und das finde ich immer super hilfreich.

      1. Ach quatsch!! So lange er seine Milch noch gut und gerne trinkt ist alles im grünen Bereich!
        Hast doch heute schon klasse gemacht! 😉 Lass ihm die Zeit, die er braucht!
        Schau, Schnuti bekommt heut noch nachts (pünktlich um 22:00 Uhr „mil ham“ -heisst so viel wie „milch haben“ :D) ihr 100ml Babyl*ve Premilch. Und ich hab gestillt!
        Anscheindend braucht sie das noch als endgültiges Betthupferl! 😀
        Und wegen der anderen Muttis… die müssen dir egal sein, sonst drehst du irgendwann am Rad!
        „Lass die Leute reden…. !“ 🙂 Und hör vor allem auf dein Bauchgefühl, so wie dus machst is schon richtig! 🙂

        Schönen Abend,
        😉

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