Und ewig schwinge ich den Putzlappen

Obwohl wir unsere Wohnung ständig optimieren und die Einrichtung sukzessive nach unten fahren, so ist das Putzen doch jede Woche ein nerviger Akt. Ich kann eigentlich nur putzen, wenn der Kleine schläft, denn sonst gibt es jedes Mal ein Drama. Beim wischen will er immer in das Zimmer, dass ich gerade gewischt habe. Reinige ich die Toilette und mache nicht gleich den Deckel zu, liegt zu 100 % die Klopapierrolle drin. Die Spülmaschine nutzt er als Kletterfläche und das Ausräumen der Küchenschränke ist sowieso das Highlight für ihn.

Ich möchte mich nicht beschweren, denn es gibt sicher Wohnungen oder gar Häuser die schwerer zu putzen sind, aber trotzdem ist es eben keine tolle Aufgabe. Doch aller inneren Widerstände zum Trotz habe ich nun so langsam ein System entwickelt.

Das ich mit meinem „Putzen mit Essig“ und „Desinfizieren was das Zeug hält“ gar nicht so falsch liege, weiß ich auch erst seit der Infografik „Die schmutzigsten Orte der Wohnung„.

Ich hätte allerdings nicht gewusst, dass der Kühlschrank die absolute Bakterienschleuder ist. Das Tastaturen eklig sind, weiß jeder, der sie sich schon mal genauer angeschaut hat oder gar umgedreht hat. Was da raus fiel: ekelhaft.

Bei Schneidebrettern bin ich sehr penibel, was die Reinigung anbelangt. Besonders wenn ich Fleisch oder Fisch für Nepomuk zubereite, spüle ich das Brett und stelle es danach in die Spülmaschine. Nie würde ich zuerst Fleisch und dann Salat schneiden. Auch wenn wir für Nepomuk nur das hochwertige Biofleisch verwenden, so hätte ich doch keine ruhige Minute.

Wenn ich mir die Infografik anschaue, wird mir fast schlecht, wenn ich bedenke wo überall Bakterien rumlungern. Gott, wie konnten wir so alt werden – bei den ganz fiesen Dingern, die da zwischen Tastaturen, in Kaffeemaschinen, Kühlschränken und Abflüssen leben.

Tipps gegen Keime

Tipps gegen Keime

Tipps gegen Keime & Co.

Zukünftig werde ich wohl mein iPhone etwas öfters putzen. Nepomuks Zahnbürste habe ich auch schon spontan in den Sterilisator gepackt und sie hat es überlebt.

Erfreut war ich über die Nutzung von Essig. Ich selbst bin ein sehr großer Essig Essenz Fan. Ich reinige damit fast alles, auch wenn ich gehört habe, das Citronensäure weniger die Armaturen angreift.

Ich schwöre auf Essig und habe mich komplett von solchen Chemiekeulen wie Chloreiniger oder die schlimmen Backofenreiniger verabschiedet.

Auch für das Entkalken des Wasserkocher und der Kaffeemaschine nutze ich Essig. Im Vergleich zu anderen Reinigern habe ich bei Essig keine Atemprobleme, auch wenn der Geruch doch sehr gewöhnungsbedürftig ist.

Schwämme nutzen wir auch keine mehr, denn ich habe im plastikfreien Laden Wischtücher gekauft, die ich einmal pro Woche bei 90 Grad wasche. Ich bin sehr zufrieden mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Wenn ich Töpfe saubermache nutze ich immer Baking Soda. Das gibt es im Asia Shop in einer großen Packung für kleines Geld. Gerade eben habe ich das Spülbecken in der Küche saubergemacht.

Da wir eine Kombination aus Backofen und Mikrowelle haben, kann ich beides gleich mit einem Wisch sauber machen. Dazu stelle ich einfach eine Schüssel mit einem Wasser-Essig-Gemisch in die Mikrowelle und lasse sie ca. 3 Minuten laufen. Danach wische ich den Schmutz, der sich gelöst hat, mit einem Lappen raus und sauber ist das Ding.

Ich glaube jeder findet für sich die richtige Art zu putzen. Durch den Minimalismus hat sich bei uns schon so viel erleichtert. Es geht mittlerweile wirklich schnell und das ohne Staubsauger. Wenn erst unsere zwei staubfangenden Bücherregale weg sind, dann wird es noch besser.

Jetzt geh ich erstmal in die Küche und schmeiß den Geschirrspüler an. Wenigstens läuft das quasi automatisch.

Ich wünsche euch einen schönen und staubfreien Abend.

Mareike

 

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