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09Mrz/15

Der perfekte Tag

Der heutige Tag wird mir lange im Gedächtnis bleiben. Es ist wohl so ein Tag von dem man später sagt, dass er perfekt war.

Nepomuk genießt seinen Brei mit allen SinnenNachdem um 5:30 Uhr mein Wecker geklingelt hat, habe ich beschlossen laufen zu gehen. Die frische Morgenluft war sehr angenehm. Es war nicht zu kalt und nicht zu nass – für mich perfekte Laufbedingung. Und so lief ich knapp sechs Kilometer von unserer Wohnung über den Friedensengel Richtung Odeonsplatz, dann wieder Richtung Maximilianstraße und über den Gasteig zurück zu unserer Wohnung. Gut erholt kam ich in die Wohnung und wurde von Nepomuk im Flur überrascht, der schon eifrig krabbelte.

Nach einer schnellen Dusche fing ich an das Frühstück für meine Eltern vorzubereiten. Dann ging es an unser morgendliches Ritual: Die Ganrzkörperwäsche. Danach lasse ich Nepomuk immer nackt und er hat diese Situation genutzt, um mir in die Küche hinterzukrabbeln. Während ich in der Küche alles vorbereitete, quietschte er munter durch die Wohnung. Gegen 9 Uhr kamen meine Eltern und wir fingen an entspannt zu frühstücken. Nebenbei gab es für Nepomuk wieder seinen Milch-Hafer-Brei mit geriebener Birne.

Das Wetter war so wunderbar, dass wir nach dem Frühstück an die frische Luft gegangen sind. Über das Maximilianeum ging es Richtung Isar und Isartor, dazwischen machten wir einen Stopp bei der St. Nepomuk Statue, die auf einer Brücke zur Praterinsel zu finden ist.

Wir in der Milka WeltVon dort ging es weiter Richtung Isartor und dann zum Viktualienmarkt. Das Wetter war herrlich und der Viktualienmarkt montagsmäßig sehr angenehm. Da Nepomuk mittlerweile fest schlief, nutzten wir die Gelegenheit noch zum Glockenspiel am Marienplatz zu gehen. Obwohl ich schon so viele Jahre in München lebe, habe ich mir noch nie die Zeit genommen, dieses wirklich nette Glockenspiel am Münchner Rathaus mitzuverfolgen. Für mich war dieser kollektive Blick nach oben immer ein eindeutiges Touristen-Erkennung-Merkmal. Ja, und heute stand ich da mit meinen Eltern und dem mittlerweile wachen Nepomuk, der so gechillt in seinem Kinderwagen saß, dass ich mir manchmal nicht sicher war, ob das nicht vielleicht eine Puppe ist. 😀

Nachdem Glockenspiel ging es dann wieder Richtung Viktualienmarkt und zur Schrannenhalle. Die Halle an sich ist aktuell nichts besonderes, da dort überall neu aufgebaut wird und die Flächen von Feinkost Käfer irgendwie leer stehen. Aber im Keller gibt es die Milka Welt, eine wirklich süße kleine lila Welt voll mit Milka Kühen. Das musste ich natürlich meinen Eltern und Nepomuk zeigen. Auch wenn wir nichts gekauft haben, so hat sich der Besuch doch gelohnt.

Danach ging es zum Mittagessen in den Pschorr am Viktualienmarkt. Naja, hätte mir vielleicht früher einfallen können, dass die Preise dort lagebedingt eben etwas höher sind, aber es war toll meine Eltern einladen zu können. Auch Nepomuk war sichtlich von den anderen Gästen angetan und kam aus dem Schauen gar nicht mehr raus. Es war für ihn dann auch egal, ob er auf meinem oder auf Opas Schoß saß.

Cool NepomukNach dem leckeren Mittagessen ging es dann zur Kirche des Heiligen St. Nepomuk in der Sendlinger Straße, dann über das Sendlinger Tor zur Sonnenstraße. Von dort Richtung Karlsplatz (Stachus) und in den Oberpollinger. Auf dem Weg zurück haben wir uns noch bei einem Obststand mit Erdbeeren und Granatäpfeln eingedeckt.

Zufälligerweise kamen wir noch bei einem H&M vorbei. Spontan entschieden wir für Nepomuk eine Mütze mich Schild zu kaufen. Das Base Cap mit dem „New York“ Schriftzug fand ich super passend für Nepomuk. Als wir Richtung Kasse liefen erspähte mein Vater noch einen Ständer mit Sonnenbrillen und meinte zu einer verglasten Sonnenbrille, dass diese doch perfekt zu Nepomuk passen würde. Gesagt, getan und schwups hatte Nepomuk die Brille auf der Nase und das Cap auf dem Kopf. Wir alle, inklusive Nepomuk, mussten lachen und er hat das so anstandslos über sich ergehen lassen, dass ich sogar noch ein Foto machen konnte.

Nach dem kurzen Shopping Ausflug ging es dann über die Maximilianstraße wieder zurück nach Hause. Wir waren ca. 5,5 Stunden unterwegs ohne das Nepomuk sich einmal beschwert. Er saß heute größtenteils im Kinderwagen und fand das so super, dass er gar nicht genug von kriegen konnte.

Zuhause krabbelte er wie irre durch die Wohnung und quietschte vor Vergnügen. Als mein Freund nach Hause kam, nutzte ich die Gelegenheit und ging mit meinen Eltern  allein ohne Mann und Kind essen.

Jetzt sitze ich vollgefressen und überglücklich auf dem Sofa und freue mich auf den morgigen Tag.