Tag 13 der Vegan For Fit Challenge: China Study und Getreidekaffee

Der Dienstag war ein super Tag in München, strahlend blauer Himmel, angenehme Temperaturen. Ein Tag, wie man ihn eher im März als im Januar vermutet. Für Nepomuk und mich hieß das nach dem Frühstück natürlich raus an die frische Luft. Aber der Reihe nach.

Die Leiden der Läuferin Mareike W.

Morgens bin ich erstmal wieder laufen gegangen. Es lief sich aufgrund der milderen Temperaturen viel besser als am vergangenen Freitag. Trotzdem bin ich mit meiner Leistung nicht zufrieden. Ich habe schon nach den ersten 100 Metern Schmerzen in der Wade und im Schienbein, schnaufe wie eine Dampflok und bin froh, wenn ich 3 Kilometer am Stück laufen kann. Zum Vergleich: Im November bin ich den New York Marathon gelaufen und dort habe ich wenigstens 16 Kilometer geschafft. Und jetzt hechle ich nur so über den Asphalt. Aber ich gebe nicht auf. Ich werde wieder regelmäßig laufen gehen und irgendwann wird sich die Kondition schon wieder aufbauen. Vielleicht verlagere ich das Laufen für die kalten Wintermonate ins Fitnessstudio, vielleicht probiere ich es aber einfach nochmal aus.

Der schnelle Start in den Morgen

Vom Laufen zurück bin ich direkt unter die Dusche gesprungen, dann noch schnell die Küche aufräumen und der Tag konnte starten. Bei uns haben sich zwischen 8 und 9 die Heizungsableser angekündigt, darum war morgens nicht wirklich viel Zeit. Als der Papa und ich fertig waren, klingelte es auch schon an der Tür. Nepomuk und ich haben in der Zwischenzeit gegessen und unser tägliches „Private PEKiP“ veranstaltet. Die Heizungsableserin meinte, dass wir ein sehr fruchtbares Haus wären – mit Verweis auf die fünf Kinderwagen, die im Hausflur stehen. 🙂

Nachdem alle weg waren, wurde Nepomuk wieder müde. Also packte ich ihn in sein Bärenfell und ab ging es nach draußen. Der Tag war herrlich. Der Himmel so blau, die Temperaturen so mild, dass ich meine Jacke auflassen konnte. Ich fuhr einen anderen Weg Richtung Isar, weil ich vorher noch zum Gasteig wollte. Im Gasteig befindet sich die Stadtbibliothek und die Philharmonie, was aber noch viel wichtiger für mich ist: Dort gibt es auf jedem Stockwerk Behindertentoiletten, die ich nun immer einmal auf dem Weg zur Isar und einmal auf dem Heimweg besuche. Leider ist meine Blase seit einer Blasenentzündung in 2012 nicht mehr wirklich so belastbar, hinzukommt, dass der Beckenboden wohl doch noch nicht so stabil ist, dass ich locker 2 bis 3 Stunden ohne Toilette auskommen kann. Sorry, dass ist natürlich jetzt nicht sehr lecker, aber gehört eben auch zu mir. 🙂

Zeit für einen Spaziergang

Getreidekaffee

Auf dem Weg zum Gasteig bin ich dann eben auch an dem veganen Stand vorbeigekommen, den ich im November immer regelmäßig aufgesucht habe. Der ist nur einmal in der Woche da und für mich bot sich die Gelegenheit einen Getreidekaffee to go zu nehmen.

Für mich ist es immer noch unverständlich, warum ein Alnatura oder ein Vollcorner keinen Kaffee bzw. Getreidekaffee anbietet. Basic und Veganz tun das doch auch, sind aber zu weit weg, um „mal schnell“ nen Kaffee zu holen. Als ich also von dem Stand meinen Getreidekaffee, war ich so glücklich und konnte entspannt zur Isar laufen.

Erst später ist mir eingefallen, dass sich Getreidekaffee vielleicht nicht mit Vegan For Fit vereinbaren lässt, aber mit meinem gepflegten „Ach, Scheiß drauf“ habe ich mir den Kaffee schmecken lassen.

Algen DrinkIch kann gar nicht sagen, wie glücklich ich an diesem Tag war. Nepomuk ist irgendwann im Wagen eingeschlafen, alle Leute waren entspannt, an der Isar war kaum was los und der Himmel soooo blau. Ich habe dann beschlossen, bis zum Veganz zu laufen.

Der Laden ist ca. 5,5 Kilometer von unserer Wohnung entfernt. Ich war schon lange nicht mehr da, weil ich natürlich immer bei uns im Viertel einkaufen gehe und mich dort mit Vollcorner und Alnatura begnügen muss. Natürlich sind beide Läden gut, aber mit einer veganen Ernährung ist man eben nur in einem veganen Laden so richtig heimisch. Bei Veganz habe ich dann auch gleich das leckere Lebkuchen-Konfekt von Keimling entdeckt, tolle Raw Chocolate mit Goji Beeren und einen Alge Instant Drink. Bei allen drei waren die Zutaten für mich in Ordnung, da weder Zucker, noch Mehl, noch irgendwas anderes schlimmes drin war.

China StudyAuf dem Weg zur Kasse bin ich quasi über das Buch „China Study“ gestolpert. Ich hatte darüber schon viel gelesen. Die einen singen Loblieder darauf, die anderen sagen, dass es kein wissenschaftliches Buch ist, da die Studien und die Ergebnisse nicht richtig dargestellt sind und einige Wissenschaftler schon gegenteilige Ergebnisse dargelegt haben.

Aktuell lese ich die Ernährungslüge, ein Buch, dass sehr gut aufzeigt, was man von „wissenschaftlichen Studien“ halten kann, die dem Mainstream entsprechen: Nichts, denn sie sind von der Nahrungsmittelindustrie teilweise verdeckt finanziert. Ich werde die China Study unvoreingenommen lesen und mir dann ein Bild machen.

Zurück vom Spaziergang habe ich mir erstmal das restliche Thai-Curry vom Vorabend schmecken lassen. Das schmeckte noch besser, als das Frische. Zum „Kaffee“ gab es dann den Algen Drink und ein paar Kugeln vom Lebkuchenkonfekt, die nur aus Mandeln, Datteln, Zimt und etwas Gewürzaroma bestehen. Entweder war es der Algen Drink oder die Kugeln, aber die Verdauung hatte es plötzlich sehr, sehr eilig. Generell läuft meine Verdauung seit dem Beginn der Challenge auf Hochtouren, was vielleicht an den vielen Ballaststoffen liegen mag.

Danach sind wir noch einmal spazieren gegangen. Als der Papa abends heimkam, war ich noch so pappsatt, dass ich nur einen Matcha Shake zu mir nehmen konnte.

 

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