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25Jan/15

Mein Fazit zum PEKiP Kurs

Am Freitag hatten wir unseren letzten PEKiP-Kurs in der Fabi in Neuperlach. Mit hohen Erwartungen bin ich am 06. November gestartet, mit gemischten Gefühlen bin ich am 23. Januar mit Nepomuk aus der letzten Stunde rausgegangen. Da ich mich schon in meinem früheren Blog zu dem PEKiP Kurs geäußert habe und dann eine etwas emotionale Mail einer PEKiP Gruppenleiterin erhalten habe, gehe ich heute mal etwas behutsamer vor.

Ich denke es ist nur fair den Kurs sachlich zu bewerten und das geht am besten, wenn ich mich an den Inhalten orientiere, die ich in der Kursbeschreibung der Gabi gefunden habe. Da unser Kurs nicht mehr online verfügbar ist, habe ich einen anderen Anfängerkurs gewählt. Der Inhalt ist der gleiche, nur das Datum ist eben anders:

  • das Baby in seiner momentanen Situation und seiner Entwicklung wahrzunehmen, zu begleiten und zu unterstützen 
  • dem Baby Kontakte zu Gleichaltrigen zu ermöglichen 
  • die Beziehung zwischen dem Baby und Mutter oder Vater zu stärken 
  • den Austausch mit anderen Eltern in ähnlicher Situation anzuregen

Ich gehe jetzt die Punkte nacheinander durch und fange mit dem ersten Punkt an:

das Baby in seiner momentanen Situation und seiner Entwicklung wahrzunehmen, zu begleiten und zu unterstützen“

In unserer Feedbackrunde am Freitag war das der Punkt, der allen Müttern gefehlt hat. Wir haben alle mehr individuelle Betreuung im Kurs erhofft. Dumm nur, dass ich die einzige war, die es vor Wochen angesprochen hat. Damals hat die Ansprache auch etwas gebracht und die nächsten zwei Stunden hat sich die Kursleiterin auch um Nepomuk bemüht, dass hat dann aber wieder nachgelassen. In dem PEKiP-Kurs waren 8 Frauen mit 8 Babys, jede Kurseinheit dauerte 90 Minuten. Ich denke da ist es schon möglich, dass man als Kursleiterin kurz mit jeder Mutter spricht und schaut, wo das Baby jetzt gerade steht bzw. was es noch nicht so gut kann oder wo man aufpassen muss. In unserem Kurs gab es beispielsweise ein Baby, dass mit 5,5 Monaten schon lieber saß, als auf dem Bauch zu liegen. Die Kursleiterin hat das nicht gestört, bis zum letzten Kurstag. Das hatte folgenden Grund: Im vorletzten Kurstag war eine angehende PEKiP-Trainerin zur Hospitanz und diese hat dann wohl nach dem Kurs unsere Kursleiterin angesprochen, dass es nicht sein kann, dass ein 5,5 Monate altes Baby so lange sitzt. Bemerkenswert fand ich aber, das unsere Kursleiterin das der Mutter in der letzten Stunde auch so mitgegeben hat.

Die Stunden waren generell so aufgebaut, dass es wenig Moderation oder Eingriffe von der Kursleiterin gab. Meistens war es so, dass in der Mitte des Raumes Spielzeug lag, sich jede Mutter ein Spielzeug genommen hat und das dem Kind gegeben hat. Mal hat man das eine probiert, mal das andere. Es wäre schön gewesen, wenn uns die Kursleiterin mehr an die Hand genommen hätte. So war es manchmal eher ein offener Babytreff, wo sich Frauen einfach nur treffen und die Babys sich mit dem Spielzeug oder bestenfalls miteinander beschäftigen.

Fazit: Da sich die Kursleiterin nach meinem Feedback intensiver mit Nepomuk beschäftigt hat, kann ich nicht sagen, dass dieser Punkt gar nicht erfüllt wurde. Trotzdem wäre hier noch viel Luft nach oben gewesen, was die individuelle Betreuung anbelangt. Das haben die anderen Mütter auch mit ihrem Feedback bestätigt.

Kommen wir zum nächsten Punkt:

„dem Baby Kontakte zu Gleichaltrigen zu ermöglichen“

Hier muss ich sagen, dass der Punkt auf jeden Fall erfüllt wurde. Ich hatte zwar am Anfang gedacht, die Babys liegen die ganzen 90 Minuten eng beieinander, aber so, wie es die Kursleiterin gehandhabt hat, dass nämlich die Babys nur eine bestimmte Zeit wirklich nebeneinander lagen, fand ich es letztendlich auch okay. Zumal Nepomuk nicht immer den Eindruck gemacht hat, als ob er Bock auf die anderen Kinder hatte.

Fazit: Hier kann ich sagen, dass meine Erwartungen voll erfüllt wurden sind.

Der dritte Punkt:

„die Beziehung zwischen dem Baby und Mutter oder Vater zu stärken“

Vielleicht ist es ein Kompliment, dass die Kursleiterin uns hier nicht stärker in die Pflicht genommen hat. Am Ende des Kurses hat sie uns das Feedback gegeben, dass wir sehr gut mit unseren Babies umgehen und gute emphatische Fähigkeiten haben, sodass sie nirgends eingreifen musste.

Fazit: Ich glaube ich wäre pissed gewesen, wenn sie mir jede Stunde gesagt hätte, wie ich meinem Baby jetzt näher kommen könnte. Somit war dieser Punkt für mich eigentlich in Ordnung.

Und zu guter Letzt:

„den Austausch mit anderen Eltern in ähnlicher Situation anzuregen“

Das war auf jeden Fall gegeben. Der Austausch mit den Müttern, die bis auf eine, alle das erste Mal Mutter geworden sind, war auf jeden Fall gut. Auch wenn es manchmal merkwürdig war, wenn eine Mutter immer aus irgendwelchen Ratgebern zitiert hat ohne praktische Erfahrungen zu haben. Das mag vielleicht gut gemeint gewesen zu sein, aber die Mutter, die sich die Ratschläge anhören musste, fühlte sich sichtlich unwohl.

Ich fand es auch toll, dass einige von uns nach der Stunde immer noch gemeinsam Kaffee trinken waren und nun auch eine WhatsApp Gruppe gegründet haben.

Fazit: Es war eine tolle Zeit und ich habe mich gefreut andere Mütter, die in einer ähnlichen Situation wie ich waren, kennengelernt zu haben.

Ein Punkt, der mir besonders gut gefallen hat, aber nicht im Zusammenhang mit der Kursleiterin steht: Die Ideen für die Spielsachen. Ich finde es super, was man aus einfachen Materialien für tolle Sachen basteln kann. Nach Anregung im PEKiP Kurs habe ich zuhause eine alte Chipstüte in einen Frühstücksbeutel gesteckt und zugeknotet. Nepomuk liebt dieses einfache Spielzeug und spielt nun schon seit Wochen jeden Tag damit.

Obwohl ich bis zur letzten Stunde überzeugt gewesen bin, keinen weiteren PEKiP Kurs zu besuchen, habe ich mich nun für einen Folgekurs angemeldet. In der gleichen Einrichtung, aber mit einer anderen Kursleiterin. Für uns beginnt der Fortsetzungskurs am 27.2., wenn ich noch einen Platz bekomme. Ich denke, dass PEKiP schon Sinn macht, finde es aber schade, dass es bei der Qualität der Kurse solche Schwankungen gibt. Wir freuen uns schon sehr auf den Kurs, zumal zwei andere Muttis aus dem alten Kurs wieder mit dabei sind. Von 8 Müttern machen nur drei den Kurs bei der alten Kursleiterin weiter. Drei gehen zu einer neuen Kursleiterin und zwei hören ganz auf bzw. machen FenKid.

25Jan/15

Tag 23 der Vegan For Fit Challenge: PEKiP und Low Carb Pizza

Ausdauer im FitnessstudioTag 23 begann für mich schon sehr früh. Da mein Freund um 8 Uhr einen Friseurtermin hatte, musste ich schon um 6 Uhr im Fitnessstudio sein, um meine Einheit auf dem Crosstrainer zu absolvieren. Am Mittwoch fand ich es auf dem Crosstrainer so langweilig, dass ich am Freitag meinen Kindle dabei hatte.

Ich lese aktuell sehr viel über Montessori, ein Erziehungskonzept, dass auf der selbständigen Erfahrung des Kindes beruht. Der Leitspruch des Konzeptes ist: Hilf mir es selbst zu tun. Ich finde das Konzept spannend, weil ich der Meinung bin, dass wir in der schnelllebigen Gesellschaft den Kindern manchmal nicht die Zeit geben, die sie für ihre Entwicklung benötigen. Und da fange ich ganz klar auch bei mir an. Seit ich mich mit Montessori beschäftige, ertappe ich mich immer wieder bei Dingen, die man eigentlich nicht machen sollte. So lässt sich Nepomuk gern an den Armen hochziehen, um dann im Sitzen alles zu überblicken. Das ist aber nicht gut, denn wenn ich ihm immer helfe, dann verliert er den Anreiz es selbst zu tun. Aber das nur als kleiner Exkurs, denn noch stehe ich mit meinem Wissen über Montessori ganz am Anfang. Zudem gehört das Thema nun nicht unmittelbar zur Vegan For Fit Challenge.

Die letzte PEKiP StundeWomit wir aber auch leider schon beim nächsten Thema wären, dass nicht unmittelbar zur Challenge gehört, mich aber doch die letzten zehn Wochen wöchentlich beschäftigt hat: PEKiP. Wir hatten am Freitag die letzte Stunde des ersten Kurses. Ich spreche vom ersten Kurs, weil das PEKiP Konzept vorsieht, das Baby das komplette erste Jahr zu begleiten. Ich hatte schon in meinem anderen Blog meine Meinung über PEKiP kundgetan und dafür von einer PEKiP-Trainerin eine erboste Mail bekommen. Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich habe kein Problem mit PEKiP, ich habe ein Problem mit der Kursleiterin. Da sie in dem Moment aber PEKiP präsentiert, habe ich in zweiter Linie wohl auch ein Problem mit PEKiP und der Sinnhaftigkeit dieses Konzeptes. An diesem Freitag war nun der letzte Kurstag und ich finde es schade um die Mütter, die ich dort kennengelernt habe. Ich fand, wir waren eine super Gruppe und hoffe das der Kontakt weiter bestehen bleibt. Der erste Schritt, eine WhatsApp-Gruppe zu gründen, ist schon mal getan.

Obwohl ich mit der Kursleiterin nicht zufrieden war, denke ich weiterhin, das PEKiP sinnvoll ist, schon allein wegen der Kontakte mit anderen Kindern. Und so habe ich mich entschlossen den Folgekurs zu besuchen, allerdings den, der immer nach unserem Kurs stattfand. Das heißt PEKiP und die Location bleiben gleich, die Kursleiterin und die Kurszeit ändern sich. Ich denke 11 Uhr ist auch eine super Zeit für Nepomuk, da wir uns morgens nicht immer so abhetzen müssen. Der Folgekurs geht zudem erst am 27.02. los und bis dahin können wir freitags wieder zu unserem Baby Treff in die Fabi Bogenhausen gehen.

Nach der letzten PEKiP Stunde saß ich noch mit einigen anderen Müttern beim Kaffee im gegenüberliegenden Einkaufszentrum. Wobei ich natürlich nur einen grünen Tee getrunken habe. Danach waren Nepo und ich noch Zutaten einkaufen, damit ich Freitagabend meine Low Carb Pizza und am Samstag Zucchini Spaghetti mit Avocado-Basilikum-Pesto und Walnuss-Tomaten-Pesto machen kann.

Yoda HoodieNach dem Einkauf sind wir wieder zurück nach Haidhausen gelaufen. Das hatte zwei Gründe: Zum einen hat Nepo noch geschlafen und ich wollte einfach noch etwas an der frischen Luft sein. Etwas ist gut, wenn wir ca. 5 bis 6 Kilometer laufen müssen, um wieder in Haidhausen zu sein. Der andere Grund war der defekte Aufzug an der U-Bahn-Haltestelle Quiddestraße. Als ich am Morgen aus der U-Bahn stieg, wurde er gerade repariert, so dass ich mit Nepo und dem Kinderwagen die Rolltreppe benutzen musste. Ich meide Rolltreppen wo es nur geht, weil ich Angst habe, dass mir der Kinderwagen aus der Hand gleitet oder umkippt. Vor mir war eine Frau, ebenfalls mit Kinderwagen. Sie fuhr mit den Vorderreifen zuerst auf die Treppe, was ich auch gemacht habe. Nur leider hatte sie vier und ich drei Reifen, d. h. vorne nur einen, weswegen ich kurz mit dem kompletten Kinderwagen ins straucheln gekommen bin. Oben angekommen, war es kein Problem mehr, aber unten ist mir fast das Herz stehen geblieben, weil ich dachte: Scheiße, scheiße, scheiße, der Kinderwagen kippt. Nepomuk hat auch etwas kritisch geschaut, als er da relativ steil im Kinderwagen lag. Jetzt habe ich noch mehr Angst vor Rolltreppen und muss wieder die bewerte Strategie fahren und mit dem Kinderwagen rückwärts die Treppe rauf.

Spielzeit mit NepomukDa mein Bedarf an halsbrecherischen Rolltreppen-Aktivitäten nun gedeckt war, bin ich eben die Kilometer gelaufen. Zuhause wieder angekommen, lag eine Überraschung auf dem Sofa. Mein Yoda Hoodie wurde geliefert und mein Freund hat ihn mir gleich ausgepackt. Nachdem Nepomuk ja nun als Darth Vader zum Fasching geht, muss ich mich ja anpassen. 🙂

Den Nachmittag haben wir wieder mit viel spielen verbracht. So langsam ist Nepomuk sehr wählerisch, was sein Spielzeug anbelangt. Auch das Bussi Bär Buch, dass ich ihm in der Schwangerschaft und nach der Geburt immer vorgelesen habe, findet er nur noch spannend, wenn er selbst darin rumblättern kann. Die Mama soll bloß nichts vorlesen oder eigenständig rumblättern, alles will Nepo machen.

Low Carb PizzaFür das Wochenende nehme ich mir ja immer vor, möglichst viel zu kochen, damit ich dann die Woche darauf immer was zu essen habe. Funktioniert meist suboptimal, weil ich immer vergesse, dass Essen aus dem Gefrierschrank zu holen. Dieses Wochenende startete ich trotzdem wieder den Versuch. Am Freitag habe ich mich also drangemacht, die Low Carb Pizza zu kochen. Da der Teig allein schon 80 Minuten im Backofen braucht, habe ich bereits nachmittags angefangen. Da Nepomuk wieder eine schlechte Phase hatte und nicht schlafen konnte, bin ich mit ihm, nachdem der Teig fertig war, noch eine Runde spazieren gegangen. Eine Runde ist gut. Wir waren 1,5 Stunden unterwegs. Wieder zurück, war mein Freund schon da, sodass ich mich um die Pizza kümmern konnte. Irgendwie habe ich aber das Rezept nicht richtig gelesen oder mir fehlte die Motivation. Die Zwiebeln habe ich gehackt, statt in Ringe zu schneiden. Die Auberginen auch gehackt, statt zu vierteln. Zucchini hatte ich viel zu viel drauf und die Käsesoße habe ich im ersten Schwung mal ohne Kurkuma gemacht und dann erst beim zweiten Schwung den Kurkuma mit reingehauen. Die Pizza sah dementsprechend aus und leider war auch der Teig etwas bröselig. Naja, aber auch zusammengefallen hat sie gut geschmeckt. 🙂