08Jan/15

Tag 7 der Vegan For Fit Challenge: Muttis und Fencheltee

Nun ist auch in München die Weihnachtszeit vorbei und alles geht jetzt wieder seinen gewohnten Gang. Gestern war ich das erste Mal wieder ganz allein mit Nepomuk – wir müssen uns beide wieder an den Alltag gewöhnen.

Ich bin meinen Eltern dankbar, dass sie mich so gut mit Obst versorgt haben und mir, dass ich letzte Woche Chia Samen gekauft habe, so konnte ich mir heute morgen schnell Chia Pudding mit Himbeeren machen, während Nepomuk nackt auf seiner Spielwiese rumtollte. Nach dem Frühstück sind wir beide zum Mütterzentrum Ramersdorf spaziert. Letztes Jahr bin ich noch U-Bahn gefahren, aber das kommt jetzt nicht in die Tüte, denn es sind gerade mal 2,2 km und für uns eine tolle Möglichkeit für einen Spaziergang. Auch wenn es an einer viel befahrenen Straße vielleicht nicht so romantisch ist, wie im Englischen Garten.

Im Mütterzentrum fand wieder der offene Still- und Baby-Treff statt. Früher habe ich dort auch gefrühstückt und meinen Kaffee getrunken. Das geht ja dank der Vegan For Fit Challenge nicht, also habe ich an meinem Fencheltee genippt. Nach 2 Stunden hatten Nepomuk und ich keine Lust mehr und sind wieder abgezwitschert und Richtung Haidhausen gelaufen. Auf Erziehungs-Bullshit-Bingo hatte ich keine Lust, es ist eh immer das gleiche, was sich Mütter an Tipps geben.

Da es für mich im Baby-Treff nichts zu essen gab und ich vergessen habe, einen Matcha Shake mitzunehmen, hatte ich so einen Heißhunger auf Wurst oder wenigstens was deftiges und war kurz davor eine Soja Wurst *würg* zu kaufen. Naja, ich habe mir dann im Vollcorner Supermarkt „nur“ zwei RawBar Riegel gekauft und gleich verdrückt. So ein Mist, das mit dem vergessenen Shake hat mich wirklich geärgert.

Zuhause angekommen habe ich die Reste des Brokkoli mit Zitronen-Mandelcreme gegessen. Danach habe ich noch mit dem Kleinen rumgetollt und ihn versucht für den Mittagsschlaf zu motivieren. Nach einer Stunden streicheln, zu reden und im Arm halten hat er dann auch geschlafen. Leider nicht lange, denn das Klingeln des Paketbote hat ihn wieder aus dem Schlaf gerissen. Naja, dann haben wir halt weiter gespielt.

Gegen 16:30 Uhr bin ich mit ihm noch mal für 1,5 Stunden spazieren gegangen. Das tat uns beiden sehr gut. Danach hat er noch die Flasche bekommen und irgendwann ließ er sich ins Bett bringen und ist dann nach einigen Streicheleinheiten eingeschlafen.

Das Abendessen bestand, wieder mal, aus Reste essen. Für mich gab es die Reste der Zucchini Lasagne, auch aufgewärmt wirklich ein leckeres Gericht. Allerdings habe ich mich so vollgefressen, dass ich um 21:30 Uhr ins Bett gehen musste.

War abends auch genervt vom Baby-Treff und kann nicht verstehen, warum Mütter immer nur über Kinder reden. Als würde man ab der Geburt aufhören Frau zu sein und nur noch als Mutter agieren. Ich möchte das nicht und hoffe, ich werde nie so.

06Jan/15

Tag 6 der Vegan For Fit Challenge: Rudis Resterampe

Tag sechs der Vegan For Fit Challenge neigt sich dem Ende zu und ich muss sagen: Ich habe heute nicht gekocht. Durch den Besuch meiner Eltern habe ich sehr viel Essen vorgekocht, sodass unser Gefrier- und Kühlschrank überquillt und ich langsam alles „frei essen“ muss.

Zum Frühstück gab es heute lecker Früchte mit Joghurt und Chia gemischt. Danach ging es in die Kirche zum Gottesdienst. Für mich war es ein besonderer Tag: Heute wurde ich im Rahmen eines Gottesdienstes mit Abendmahl wieder in die evangelische Kirche aufgenommen. Die Gemeinde macht einen sehr netten Eindruck und nach jedem Gottesdienst gibt es ein Kirchenkaffee, bei dem man andere Gemeindemitglieder kennenlernt. Leider konnten wir nicht bleiben, da der Kleine wach wurde und zudem meine Eltern noch die Heimreise nach Leipzig antreten mussten. Und so gingen wir an einem himmelblauen 6. Januar, der in Bayern ein Feiertag ist, wieder gemütlich nach Hause.

Matcha ShakeNachdem meine Eltern losgefahren waren, haben wir zu zweit Mittag gegessen, wobei ich mir ein Stückchen der Low-Carb-Pizza reingezogen habe. Dazu etwas grünen Tee und die Welt war in Ordnung. Leider habe ich eine Stunde später so Hunger bekommen, dass ich noch einen Matcha Shake mit Mandelmilch trinken musste. Aber auch das hat meinen Hunger nur wenig gestillt.

Zum Abendessen gab es dann meine legendäre Kürbissuppe, natürlich Reste von gestern. Da mir das zu wenig war, habe ich noch ohne Sinn und Verstand eine Packung Räuchertofu mit aufgekocht. Der Tofu sollte mein Verlangen nach etwas herzhaftem stillen. Da ich jetzt noch satt bin, hat das auch super funktioniert.

Heute war kein wirklicher Bombentag in der Vegan For Fit Challenge. Ich denke, dass sich das die nächsten Tage durchziehen wird, denn ab morgen bin ich mit dem Baby wieder allein und da ist an aufwendiges Kochen nicht zu denken. Ich plane jetzt einfach die Essen für nächste Woche und am Wochenende wird groß aufgekocht. Damit wir das alles aufbewahren können, haben wir heute bei Amazon eine Gefriertruhe bestellt. Bin gespannt wie der Paketbote von Hermes das in unseren 4. Stock ohne Aufzug bringt.

Heute haben wir nun auch den Christbaum abgeschmückt und die Weihnachtsdemo in den Keller geräumt. Ab jetzt ist 2015 nun wirklich da.

Ich freu mich auf die nächsten 24 Tage und hoffe, dass ich irgendwann wieder so motiviert bin, dass ich auch unter der Woche morgens ins Fitnessstudio gehen kann. 🙂

 

05Jan/15

Tag 5 der Vegan For Fit Challenge: Move over, Mandelmus

Nun geht der fünfte Tag der Vegan For Fit Challenge zu Ende und ich muss sagen: Ich fühle mich so voltgefressen und toooooooodmüde. Mein sehnlichster Wunsch war heute ein Kaffee. Morgens, mittags und selbst jetzt dünkt es mir nach einer leckeren Tasse mit heißem Kaffee. Ich hätte nie gedacht, dass mir der Kaffeeverzicht so viel schwerer fällt, als der Verzicht auf Fleisch und Zucker. Aber noch gebe ich nicht nach und erfreue mich lieber an den Ergebnissen des Tages.

Chia Pudding und PassionsfruchtMeine Eltern haben heute morgen wieder exzessives Obst-Shopping im Edeka betrieben und tütenweise Himbeeren, Erdbeeren, Feigen, Passionsfrucht und vieles andere angeschleppt. Und jetzt, wo ich mich an den Service gewöhnt habe, fahren sie wieder heim. Naja, aber ich habe dank ihnen so viel Obst, das würde bis Ostern reichen. 😀

Für mich gab es heute morgen Matcha, sowie Chia Pudding mit Mango. Der war aber nicht so lecker, wie mit Beeren. Morgen werde ich mal etwas Soja Joghurt unter den Chia Pudding mischen, mal sehen wie das schmeckt. Dazu habe ich noch Heidelbeeren und eine Passionsfrucht gemampft.

Das Mittagessen haben sich heute meine Eltern rausgesucht und ich habe es gekocht. Ihre Wahl fiel auf Brokkoli mit Zitronen-Mandel-Creme. Im Vergleich zur gestrigen Pizza in Sachen Kochzeit ein wahres Fast Food. Aber so langsam reicht es mir mit dem Mandelmus. Ich esse jetzt noch unsere Reste auf – dauert wohl bis Freitag und dann koche ich eine Woche lang nur etwas ohne Mandelmus.

Brokkoli mit Zitronen-Mandel-CremeDas Essen selbst war nicht nur schnell gekocht, sondern benötigt wenig Bestandteile und schmeckt trotzdem super.

Hier sind die Zutaten, die du benötigst:

  • Brokkoli
  • Chili
  • Mandeln
  • Mandelmus
  • Zitrone
  • Salz und Pfeffer

Das nächste Mal lasse ich wahrscheinlich die Zitronen-Mandel-Creme weg und esse nur Brokkoli.

Zum Abendessen habe ich dann wieder auf meine bewährte Kürbissuppe mit Möhren und Kokosmilch zurückgegriffen. Ich liebe sie, weil sie lecker ist, weil sie einfach ist und weil sie sehr sättigend ist. Zudem kann ich davon immer einen riesigen Topf machen und mehrere Tage davon essen.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich heute keinen Fuß vor die Tür gesetzt habe. Ich hatte eine schreckliche Nacht und hab den ganzen Tag mit der Müdigkeit gekämpft. Meine Eltern waren mit meinem Kleinen spazieren und ich konnte in der Zeit die Wohnung aufräumen. Aber zufrieden bin ich damit nicht. Ich muss jetzt wirklich wieder jeden Tag vor die Tür und ausgiebig spazieren gehen.

04Jan/15

Tag 4 der Vegan For Fit Challenge: Ewig lockt das Koffein

Am mittlerweile vierten Tag meiner Vegan For Fit Challenge habe ich mal wieder dem  koffeinhaltigen Heißgetränk namens Kaffee nachgetrauert. Ich hatte heute, so oft wie nie in den letzten Tagen, das Bedürfnis mal eine Tasse Kaffee zu trinken. Gerade jetzt, wo meine Eltern zu Besuch sind und wir lange und ausgiebig frühstücken, wünschte ich mir mal die Momente zurück, in denen meine Mutter immer sagte: „Dieter (mein Papa), mach uns doch nochmal einen Kaffee“. Ja, da sieht man auch gleich, wer bei meinen Eltern die Hosen anhat. 😀

Leider ist Kaffee genauso tabu wie Zucker, Weißmehl oder Alkohol. Ich könnte koffeinfreien Kaffee trinken, aber das macht aus meiner Sicht überhaupt keinen Sinn. Obwohl ich an Silvester ja auch begeistert den alkoholfreien Riesling getrunken habe, aber das ist an so einem Abend etwas anderes. Ich trinke nun Matcha, grünen Tee, Kräutertee und Mineralwasser und hoffe, dass mein Körper irgendwann das Bedürfnis nach Kaffee fallen lässt.

Zum Frühstück hatte ich heute eine Premiere: Ich habe zum ersten Mal Chia Pudding mit Obst gegessen. Wobei Chia Pudding hoch gestochener klingt, als es ist. Ich habe einfach nur 15 g Chia Samen mit 125 ml Wasser gemischt und nach 15 Minuten bildet sich um die Chia Samen eine Art Schleim, der das Wasser bindet. Die Konsistenz erinnert stark an Pudding und in Kombination mit Erdbeeren, Himbeeren und Heidelbeeren ist es ein super Frühstück, dass wirklich satt macht.

Low Carb PizzaSo einfach das Frühstück war, so zeitintensiv war die Low-Carb-Pizza, die ich für das Mittagessen geplant hatte. Allein der Teig musste 80 Minuten im Backofen durchbacken. Ich stand geschlagene 2 Stunden in der Küche, sehr lang, wie mein Freund später anmerkte. Ich selbst bin gerade süchtig nach Kochen und könnte stundenlang in der Küche rumwerkeln, was natürlich nicht geht, denn ich bin doch mehr Mutter als Koch und habe mich die letzten Tage zu wenig mit meinem Sohn beschäftigt. Das liegt natürlich auch an dem Luxus, dass meine Eltern ihren Enkel so lieben und die ganze Zeit bespaßen. Das macht mir den Rücken für Erledigungen im Haushalt frei.

Zurück zum Mittagessen: Nachdem ich gegen 11:15 Uhr mit dem Kochen angefangen und um 13:30 Uhr haben wir gegessen. Nichts desto trotz werde ich die Low-Carb-Pizza immer wieder machen, weil ich sie so genial finde und sie so papp satt macht, dass man für den Rest des Tages eigentlich nichts mehr essen muss.

Der Teig wird übrigens aus Mandeln, Leinsamen, Zucchini, Oregano und Olivenöl hergestellt. Alles wird püriert, ausgerollt und auf dem Backblech 80 Minuten gebacken. Danach kommt der Belag und die vegane Käsesoße drauf und dann wird alles nochmal max. 7 Minuten gebacken.

Meinen Eltern und meinem Freund, der gerade Paleo macht, hat die Pizza super geschmeckt. Leider habe ich mal wieder viel zu viel gemacht. Unser Mini Gefrierfach quillt schon über und ich weiß nicht mehr wohin mit den ganzen Resten. Ich hoffe mein Freund futtert mal seinen gammeligen Fisch aus dem Gefrierfach, damit ich mein nachhaltige Pizza da reinschieben kann. 😉

Zum „Kaffee trinken“ habe ich dann an meinem Matcha genippt und mein Obst gegessen, während sich mein Paleo Freund einen leckeren Pfannkuchen mit Beeren gezaubert hat. Naja, soll er nur machen. Und wenn ich gerade mal dem Kaffee oder einem Pfannkuchen hinterher trauere, dann streichel ich über meine Haut und freue mich, dass sie seit ein paar Tagen so super zart ist. Außerdem bin ich super gelaunt und wirklich voller Energie, ein Narr, wer daran zweifelt, dass dies nicht mit der Ernährung zusammenhängt.

Für den heutigen Tag gibt es von mir ein fettes I LIKE für die Vegan For Fit Challenge, auch wenn ich gerade wieder das Bedürfnis nach Kaffee habe und mich mit grünem Tee begnüge.

Ohja, im Fitnessstudio war ich heute auch und habe mein Zirkeltraining absolviert. 🙂

 

03Jan/15

Tag 3 der Vegan For Fit Challenge

Der dritte Tag der Vegan For Fit Challenge neigt sich dem Ende zu. Wieder habe ich für die ganze Familie, aktuell mein Freund, meine Eltern und mich gekocht. Wieder habe ich viel Zeit in der Küche verbracht, während mein fünf Monate altes Baby von allen Seiten bespaßt wurde. Und ich muss sagen: Das Kochen der Challenge Gerichte macht mir super viel Spaß. Nach drei Tagen bin ich richtig angefixt von den leckeren und leichten Rezepten. Meine Eltern, die aktuell zu Besuch sind, haben sich auch noch nicht beschwert und selbst meinem Freund, der aktuell gerade Paleo macht, schmeckte es heute.

Zum Frühstück gab es heute wieder reichlich Obst (Melone, Erdbeeren, Heidelbeeren) und meinen Matcha. Zum Mittag haben wir die Zucchini Spaghetti vom gestrigen Abend gegessen, da nach dem Einkaufen die Zeit etwas knapp war.

Plastikwahn bei AldiDa meine Eltern gerade zu Besuch sind, waren mein Freund und ich heute zu zweit Lebensmittel kaufen. Zuerst das Obst und Gemüse ausnahmsweise bei ALDI – und siehe da: ALDI verpackt jede Aubergine einzeln in Plastiktüten. Das finde ich ehrlich gesagt Scheiße. Ich kann einen Supermarkt nicht verstehen, der in der heutigen Zeit noch so mit Müll um sich schmeißt.

Ich bin wahrlich kein Öko habe mich darüber aber so geärgert und mich auf der Facebook-Seite von ALDI beschwert. Und siehe da, es gibt in der Tat Menschen, die das gutheißen. Was soll man dazu sagen.

Nachdem wir den ätzenden Aldi hinter uns gelassen hatten, gingen wir in den Alnatura, um Dinge wie Mandelmus oder Ghee zu kaufen. Mein Freund macht gerade Paleo und ich die Vegan For Fit Challenge und da benötigt man einfach so viele „exotische“ Sachen, dass wir im Alnatura in eine Art Kaufrausch verfallen sind: Matcha, Nüsse, Mandelmus, Chia Samen, Rawfood Süßigkeiten … wir haben uns den Wagen vollgehauen und an der Kasse hat es uns fast umgehauen: Über 100 EUR für nicht wirklich viel Essen und Trinken.

Dafür konnte ich heute das erste Mal das Superfood Chia Samen ausprobieren. Ich habe es in meinen Matcha Shake gemixt und muss sagen, ich war positiv überrascht. Morgen werde ich zum Frühstück gleich mal Chia mit Obst ausprobieren und bin gespannt, ob ich das auch so gut finden werde.

Auberginenschiffchen MexicanZum Abendessen habe ich für uns alle Auberginenschiffchen Mexican mit Thymian-Mandelcreme gekocht. Vom Schwierigkeitsgrad war es eher ein leichtes Gericht, dass nur etwas zeitaufwendig war.

Für die Auberginenschiffchen benötigst du:

  • Auberginen
  • Kidneybohnen
  • Getrocknete Tomaten
  • Tomatenmark
  • Chili
  • Zwiebel & Knoblauch
  • Thymian, Kreuzkümmel und Oregano
  • Mandelmus

Heute war ich zudem mal wieder im Fitnessstudio. Da ich schon gegen 07:30 Uhr im Studio war, konnte ich in Ruhe für 10 Minuten auf den Crosstrainer und danach für 3 Runden ins Zirkeltraining. Ich war mit dem Training zufrieden und hoffe die Motivation reicht für die nächsten Wochen und Monate. Zudem war ich heute auf der Waage und wiege jetzt 79 kg, dass sind 1,9 kg weniger als vor zwei Tagen. Nun pausiere ich das Wiegen aber erstmal bis zum Freitag, den 9. Januar. 🙂

Ich gehe jetzt schlafen, damit ich morgen wieder ins Fitness kann und Kraft habe mittags für alle die geile Low-Darb-Pizza zu machen. 🙂

02Jan/15

Tag 2 der Vegan For Fit Challenge

Hola, und schon ist wieder ein veganer Tag ohne Zucker, Koffein und Weißmehl rum. Und ich muss sagen, mir geht es sehr gut.

Und ohne lange Umschweife komme ich gleich mal zum Frühstück. Da meine Eltern zu Besuch sind, haben wir erst gegen 09:30 Uhr gefrühstückt. Für mich gab es wieder eine Auswahl an Obst. Ich habe mich für Erdbeeren mit Soja Joghurt entschieden, dazu noch eine Banane und etwas Ananas. Dazu einen Matcha. Danach noch einen leckeren „Guten Morgen“ Kräutertee von Sonnentor.

Ursprünglich hatte ich für das Mittagessen Chili Sin Carne nach einem Rezept von Scott Jurek geplant. Scott Jurek ist veganer Ultraläufer und hat das Buch „Eat & Run“ geschrieben. Nun aber zurück zum Chili Sin Carne: Da es mit Bulger ist, habe ich beschlossen auf den zweiten Teil der Challenge zu verschieben. Die ersten 15 Tage will ich wirklich nur Gerichte der Stufe 1 kochen.

Zucchini-Spaghetti mit BologneseSo habe ich mich für Zucchini-Spaghetti mit Bolognese und Mandel-Parmesan entschieden. Nachdem ich gestern schon Bolognese gemacht habe, war ich ja noch gut in Übung. Zu meinem Geburtstag habe ich einen Spiralschneider von Lurch bekommen. Mit dem gelingen die Zucchini-Spaghetti super. Alles in allem war es ein schnelles Gericht.

Für die Zucchini-Spaghetti benötigst du:

  • Zucchini
  • Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Oregano
  • Tofu
  • Tomatenmark
  • Geraspelte Mandeln für den Parmesan

Nach dem Mittagessen habe ich noch mit dem Kleinen gespielt und bin dann zum Friseur gegangen. Dort gab es für mich statt des gewohnten Latte Macchiato viel grünen Tee und stilles Mineralwasser. Noch beim Friseur war ich pappsatt von den Zucchini-Spaghetti. Im Stuhl neben mir saß eine Frau die genüsslich ihren Latte Macchiato trank und eine Brezel aß. Mit Freude habe ich festgestellt, dass mich das aktuell gar nicht anmacht und ich auch dieses Essen überhaupt nicht vermisse. Ich denke, dass hat schon was mit der Vegan For Fit Challenge und den sättigenden Gerichten zu tun.

Feldsalat mit Champignons und RäuchertofuDer Friseurbesuch hat alles in allem knapp vier Stunden gedauert. Als ich nach Hause kam, war die ganze Familie schon versammelt. Zum Abendessen habe ich für alle Feldsalat mit Champignons und Räuchertofu „gekocht“. Den Feldsalat und die gebratenen Champignons habe ich in eine Schüssel gegeben, den gebratenen Räuchertofu, der den Speck ersetzt, habe ich separat serviert, weil mein Freund Tofu nicht verträgt. Mein Freund und seine Nahrungsunverträglichkeiten sind aber ein ganzes Kapitel für sich. 🙂

Für den Feldsalat benötigst du nur:

  • Feldsalat
  • Braune Champignons
  • Räuchertofu
  • Salz und Pfeffer
  • Balsamico und Öl

Ein sehr leichtes und schnell zubereitetes Essen, dass bei mir in der Familie immer gut ankommt.

Mein Wohlbefinden

Es ist zwar erst der zweite Tag der Challenge, aber ich fühle mich super und ausgeglichen. Zwar habe ich ab und an das Gefühl, dass mir ein paar Kohlenhydrate fehlen, aber sonst bin ich sehr zufrieden mit der Entwicklung. Ich war heute morgen auf der Waage und habe mich über 79,7 kg gefreut. Gestern waren es noch 80,9 kg. Mein Ziel sind 70 kg bis Anfang März und ich hoffe das ist machbar.

Jetzt werde ich erstmal schauen, was wir am Wochenende so leckeres essen können. Dazu einen leckeren Matcha und die Welt ist in Ordnung.

 

01Jan/15

Start der Vegan For Fit Challenge (mal wieder)

Heute ist nicht nur der 1. Januar, sondern auch der Tag, an dem ich mit meiner veganen Ernährung starte. Damit mir der Einstieg so leicht wie möglich fällt, habe ich mich (mal wieder) für die 30 Tage Vegan For Fit Challenge entschieden. Es ist für mich das beste Kochbuch von Attila Hillmann und ich habe schon viele Gerichte ausprobiert und war jedes Mal begeistert. Im November habe ich ja auch schon mal die Challenge gestartet, bin dann aber über die Vorweihnachtszeit und diverse Fettbomben in Form von Stollen, Bratwurst und Glühwein gestolpert.

Doch 2015 gilt: Der Speck und das schlechte Körpergefühl müssen weg!

Mit Obst in den Tag startenUnd heute ging es los. Zum Frühstück gab es bei mir leckeres Obst in Form von Banane, Melone und Erdbeeren. Gegenüber dem gestrigen Fondue wirklich ein erfrischendes Essen. Dazu gab es statt dem gewohnten Kaffee einen Matcha für mich.

Da wir alle vom gestrigen Fondue noch satt waren, haben wir das Mittagessen ausfallen lassen und waren stattdessen fast 2 Stunden spazieren. Danach gab es für alle Kaffee und Kuchen. Für mich einen Matcha Shake und wieder Obst.

Für den Matcha Shake benötigt man nur:

  • 1 TL Matcha
  • 300 ml Mandelmilch (ich verwende die ungesüsste von Provamel)
  • Etwas Vanille und Agavendicksaft
  • 1 Prise Meersalz

Ich habe keinen Mixer, darum habe ich alles mit dem Pürierstab vermischt. Hat super funktioniert.

Vegan For Fit - Zucchini LasagneAbends habe ich dann für uns, d. h. meinen Freund und meine Eltern leckere Zucchini-Lasagne mit Bolognese-Füllung und Mandelcreme gekocht. Das Gericht war, wie alle Gerichte bei Vegan For Fit doch relativ leicht zu kochen und schmecken super. Meine Eltern sind absolut keine Veganer waren aber von der Lasagne sehr begeistert.

Für die Lasagne benötigst du:

  • Tofu
  • Möhren, Zucchini, Knoblauch und Zwiebeln
  • Tomatenmark
  • Agavendicksaft
  • Mandelmuss
  • Oregano, Salz und Pfeffer
  • Basilikum

Damit hätte ich den ersten Tag der Challenge geschafft. Besonders der Matcha hat es mir angetan – schmeckt lecker und macht wach. Gegenüber dem bisherigen Kaffee ist der Matcha eine wirkliche Verbesserung.

Körperlich geht es mir heute gut. Ich hätte nicht gedacht, dass mir der erste Tag ohne Zucker, ohne Koffein und ohne Weißmehl so einfach fällt. Ich bin gespannt auf die nächsten Tage.

31Dez/14

Nach Vegan For Fit: Rückkehr zum Fast Food

Nachdem wir Anfang November aus New York zurückgekommen sind und ich die Folgen des Marathons überstanden hatte, habe ich die 30 Tage „Vegan For Fit“ Challenge für 20 Tage durchgezogen.

Nur 20 Tage, weil ich ehrlich gesagt beim Schlendern über den Weihnachtsmarkt schwach wurde: Bratwurst, Glühwein, Baumstriezel. Ich habe mir gesagt: „He, es ist die Vorweihnachtszeit, da kannst du es nochmal krachen lassen“. Außerdem wollte ich wissen, wie sich die Rückkehr zum ungesunden, fettigen und minderwertigen Fast Food auf meinen Körper auswirkt. Es war also ein Experiment, dass bis Ende Dezember gehen sollte.

Mein Wohlbefinden bei der Vegan For Fit Challenge

Bevor ich zu den Erkenntnissen dieses „Fress-Experiments“ komme, hier ein kurzer Rückblick zu meinen 20 Tagen ohne tierische Nahrungsmittel, ohne Weißmehl und ohne Zucker: Es ging mir super und ich konnte folgende Verbesserungen feststellen:

  • Ich fühlte mich fit und ausgeschlafen
  • Ich war gut gelaunt und ausgeglichen
  • Ich hatte keinen Schleim mehr in der Nase und im Hals
  • Ich war hochmotiviert und bin morgens um 6 Uhr ins Fitness gegangen
  • Meine Blähungen und Bauchschmerzen waren verschwunden
  • Ich habe einen langsamen Gewichtsverlust bemerkt
  • Ich hatte eine reinere und weichere Haut
  • Ich konnte locker meinen Sohn in seiner Babywanne in den 4. Stock tragen

Alles in allem fühlte ich mich gut und glücklich. Die vegane Ernährung fühlte sich so richtig und ausgewogen an. Ich hatte keinen Heißhunger auf Schokolade oder das Bedürfnis ständig irgendwas Süßes zu essen. Das änderte sich Anfang Dezember, als ich wieder in alte Ernährungsmuster zurückfiel.

Mein Befinden nach fast einem Monat Fast Food und Alkohol

Als ich Anfang Dezember, beflügelt von den Besuchen auf dem Weihnachtsmarkt, wieder zu einer „normalen“ und „bequemen“ Ernährung zurückkehrte, konnte ich einige Entwicklungen an und in meinem Körper feststellen, die mich zum Nachdenken brachten:

  • Ich fühle mich schlapp und träge
  • Ich bin dauermüde und trinke zu viel Kaffee
  • Ich bin schlecht drauf und leicht gereizt
  • Ich habe schnell zugenommen
  • Mein Immunsystem schwächelte und ich habe eine fette Erkältung bekommen
  • Meine Kopfschmerzen haben wieder stark zugenommen
  • Meinen Sohn in der Babywanne in den 4. Stock zu tragen war nun mühsam und ich schnaufe bei jeder Etage
  • Ich habe über Tage verteilt ein paar Glühwein getrunken und fühlte mich betrunken und schlecht

Es war natürlich eine große Menge von Burger, Pizza, Pommes, Bratwürsten, Stollen und Baumstriezl, aber trotzdem hat mich das Ergebnis doch schockiert. Eigentlich wollte ich diese Ernährung bis zum 31. Dezember durchziehen und mich damit würdig von der schlechten Ernährung verabschieden. Aber mein Körper hat dieses Essen nicht mehr verkraftet. Mir war nur noch schlecht, ich hatte Bauchschmerzen und Durchfall, gepaart mit Kopfschmerzen. Seit Weihnachten fahre ich die ungesunde Ernährung zurück und vermeide seit dem 26. Dezember Fleisch, Wurst und Milchprodukte. Seit Gestern versuche ich nun auch den Zucker und den Kaffee zu meiden, was mir aufgrund des Besuchs meiner Eltern mehr schlecht als recht gelungen ist.

Ab 1. Januar, also morgen, geht es dann los mit der veganen Ernährung. Damit ich von meinen Kilos runterkomme, werde ich zusätzlich noch auf Weißmehl und Zucker verzichten. Da ich aktuell wohl auch ein Kaffeeproblem habe, verzichte ich auch auf diesen und nehme stattdessen Matcha.

Ich habe seit Jahren einen inneren Kampf mit meiner Ernährung und hoffe doch sehr, dass ich es nun endlich gebacken bekomme, mich so zu ernähren, dass sich auch mein Körper wohlfühlt. Wünscht mir viel Glück und gutes Durchhaltevermögen. 🙂

27Dez/14

Vom Wochenbett zum New York Marathon

Als ich mich im Juni 2013 entschied, den TCS New York City Marathon am 02. November 2014 zu laufen, konnte ich nicht ahnen, welche Steine sich mir in den Weg legen sollten. Der New York Marathon war wie für viele andere Läufer auch ein Lebenstraum, den ich mir noch vor meinem 35. Lebensjahr erfüllen wollte. Noch bei der Reisebuchung im Oktober 2013 war ich guter Dinge, dass mir ein Jahr Vorbereitung reicht, um ausreichend zu trainieren. Ende November verbrachten wir unseren Urlaub in San Francisco und New York, es war eine tolle Zeit und ich fühlte mich glücklich und topfit.

Und plötzlich schwanger!
Abholung der Startnummer

Abholung der Startnummer

Schon als wir wieder in München waren, merkte ich jedoch, dass von meiner Fitness nicht viel übrig geblieben war. Ich schnaufte wie eine Lok, Treppen steigen viel mir schwer. Das alles schob ich noch auf die Burger und Sandwich Exzesse in den USA. Als mir dann aber immer schlecht war, ich keinen Kaffee mehr riechen konnte und die Weihnachtsfeiern nicht mehr so gut wegsteckte, entschied ich mich für einen Schwangerschaftstest. Man muss sagen, dass ich eigentlich die Pille genommen habe und somit nicht im Traum daran dachte, schwanger zu werden.

Am 21. Dezember 2013 hatte ich dann die Gewissheit: Ich war schwanger. Von Freude war bei mir keine Spur. Plötzlich brach mein Leben wie ein Kartenhaus vor mir zusammen: Keine Freiheiten mehr, keine Parties, kein Marathon. Über Weihnachten fuhr ich allein zu meinen Eltern und hatte Zeit nachzudenken. Und je mehr ich nachdachte, desto mehr freute ich mich auf das Baby.

Impossible is never a good answer!

Trotz aller Freude stand immer noch die Entscheidung im Raum, ob ich den Marathon laufen sollte oder nicht. Der erwartete Geburtstermin war der 19. August, der Marathon sollte am 02. November stattfinden. Mir blieben also weniger als drei Monate, um mich von der Geburt zu erholen und die 42 km zu laufen.

Ich weiß nicht, wie viele Leute mir vom Marathon abrieten. Alle hielten es für unmöglich. Doch je mehr Leute in meinem Umfeld meinten, dass man nicht 3 Monate nach einer Geburt einen Marathon laufen kann, desto überzeugter wurde ich, dass man es vielleicht nicht kann. Ich jedoch schon!

Die Schwangerschaft verlief gut, die Geburt ebenfalls. Schon am Tag der Geburt konnte ich super laufen. Ein möglicher Leistenbruch, der während der Schwangerschaft auftauchte, verschwand nach der Entbindung gänzlich und musste zum Glück nicht operiert werden. Ich fühlte mich fit und fing an mit regelmäßigen Spaziergängen wieder etwas Kondition aufzubauen.

Für die Rückbildung habe ich mich gleich nach 6 Wochen angemeldet, um pünktlich zum Marathon fit zu sein. Gegenüber anderen Müttern, der Hebamme oder der Frauenärztin habe ich den Marathon nie erwähnt. Ich wusste, wie sie reagieren würden und hatte auf eine Rechtfertigung keinen Bock. Es war mein Traum und er würde in Erfüllung gehen.

Vorbereitungen für den Marathon
Daumen hoch für 42 km

Daumen hoch für 42 km

Die Vorbereitungen für den Marathon lassen sich ganz kurz erklären: Es gab keine. Ich musste abwägen, ob ich in München regelmäßig laufen gehe und mich dem Risiko aussetze, dass mein Beckenboden mir ein Strich durch die Rechnung macht oder die Knie wieder wochenlang schmerzten oder ob ich in New York ohne Vorbereitung an den Start gehe. Ich entschied mich gegen eine intensive Vorbereitung und für einen „Kaltstart“. Ich ging regelmäßig walken und war zwei mal joggen – das musste reichen, es sind schließlich „nur“ 42 Kilometer und die schaffe ich irgendwie.

Nicht nur, dass ich keine Vorbereitung machte, nein ich kaufte mir auch keine neuen Laufschuhe. Ich hätte sie eh nicht einlaufen können und dachte mir, dass meine alten das auch noch schaffen würden. Dafür investierte ich gutes Geld in Kompressionsstrümpfe und -unterwäsche, die speziell für Läufer waren. Wie sich später rausstellte, eine Investition die sich gelohnt hat.

Da ich keine wirkliche Vorbereitung für den Marathon hat, blieb mir nichts anderes übrig, als mich mental schon auf das überqueren der Ziellinie vorzubereiten. Ich war immer und jederzeit fest davon überzeugt, dass ich den Marathon schaffen werde. Ich stellte mir nie die Frage ob, sondern nur in welcher Zeit ich das schaffen würde. Mir war klar, dass ich nicht durchlaufen könnte, dass würde mein Körper nicht schaffen. Aber ich könnte soweit wie möglich laufen und würde dann ins walken übergehen. Für alles blieben mir 8 Stunden Zeit.

Der Tag des Marathon

Nachdem wir schon mit unserem knapp drei Monate alten Sohn ohne Probleme nach New York gereist sind und uns dort ein paar Tage klimatisiert haben, war es endlich soweit. Am Sonntag, den 2. November fuhr der Shuttle Bus um 06:00 Uhr vor dem Hotel am Times Square ab und brachte mich nach Staten Island. Mich und viele andere Läufer, die alle bis zu den Zähnen ausgerüstet waren.

Im Bus kamen mir Zweifel, ob ich das schaffen würde. Ich hatte mich weder körperlich vorbereitet noch wusste ich, welche Atemtechnik oder welche Strechtingübungen notwendig waren, wenn der Körper auf den 42 Kilometer kapitulierte. Dafür, dass ich sonst immer alles genau plane, bin ich an meinen Lebenstraum sehr blauäugig rangegangen.

Bei über 50.000 Läufern mussten die Starts in verschiedenen Wellen erfolgen. Ich war in der vierten und damit letzten Welle. Am Start sah ich die Verrazano-Narrows Bridge über die wir gleich am Anfang laufen sollten. Von dort ging es dann weiter nach Brooklyn, Queens, die Bronx und schließlich Manhattan.

Nach 42 km am Ziel meiner Träume

Nach 42 km am Ziel

Der Lauf war super. Motiviert durch die anderen Läufer war ich schneller, als ich gedacht habe. Ich konnte fast 16 km durchlaufen, dann tat mir die linke Seite weh. Ab da bin ich immer abwechselnd gewalkt, gerannt und wieder gewalkt. Der Marathon war besser als ich es mir vorgestellt habe. So viele Menschen sind mit mir gelaufen, an der Laufstrecke haben uns viele New Yorker zugejubelt. An jeder Ecke spielte eine Band. Nach 6:21 h habe ich im Central Park die Ziellinie überquert. Mittlerweile war es schon dunkel, aber die Helfer dort waren immer noch gut drauf.

Als ich die Ziellinie überquerte, war ich der glücklichste und stolzeste Mensch auf der Welt. Sicher ist die Zeit nicht gut, aber darum ging es mir nie. Ich wollte einmal den New York Marathon mitlaufen und das habe ich am 02. November 2014 getan.

Ich bin trotz oder gerade wegen meinem Sohn diesen Marathon gelaufen. Er und mein Freund haben mir die Kraft für die Strecke gegeben und ich habe ein für alle mal klar gemacht, dass ich meine Ziele erreiche, egal wie hoch die Hindernisse sind.

So ein Marathon beflügelt natürlich ungemein und ich habe mittlerweile null Verständnis für Mütter, die ihre Kinder vorschieben, wenn es um das Thema „abnehmen“ oder „Sport“ geht. Auch ich gehe morgens um 6 Uhr ins Fitnessstudio, um pünktlich um 7:30 Uhr wieder zurück zu sein, wenn mein Mann ins Büro muss.

Seit New York weiß ich, dass es nie eine Frage der Zeit ist, sondern immer der Priorität.

 

 

 

26Dez/14

Fast Food als Lebenseinstellung

Ich bin Mama und möchte vegan leben, darum widme ich meinen ersten Blogbeitrag dem Fast Food. Das macht Sinn, wenn ich bedenke, dass ein nicht unerheblicher Teil meines Lebens mit folgenden drei Begriffen zusammengefasst werden kann: schnell, billig und dreckig. Damit meine ich jetzt keine sexuellen Vorlieben, sondern mein Leben und besonders meine Ernährung.

Burger in New YorkGerade die Jahre, die ich als Single verlebt habe, waren geprägt von starkem Fast Food Konsum. Nächte habe ich durchgefeiert, den Tag habe ich auf der Couch oder in einschlägigen Fast Food Restaurants verbracht. Zudem war ich Stammgast in der Pizzeria nebenan und habe dort immer einen Giant Burger mit 2 x Potato Wedges bestellt. Allein die Tatsache, dass ich in einer Pizzeria immer Burger bestellt habe, hätte mich nachdenklich stimmen sollen.

Besonders 2012 war ein herausragendes Jahr in Sachen „ungesunde Lebensweise“. Es war ein sehr arbeitsreiches Jahr mit einem hohen Kaffeekonsum. Um vom Job abzuschalten, war ich viel auf Parties unterwegs und dort wurde viel Alkohol getrunken. Um den Körper möglichst schnell wieder auf 0 Promille zu bekommen, war mir fettes und deftiges Essen sehr recht. Das gesündeste was mein Körper in dem Jahr gesehen hat, war Grüner Tee und Sushi. Es ist schon erstaunlich: Ich hatte Geld, um nach Hong Kong, Peking oder Macao zu fliegen oder Wochenenden in Berlin zu verbringen, aber Geld für Bio-Gemüse wollte ich nicht ausgeben.

Ich mochte mein Leben und 2012 war sicher kein Jahr indem ich weinend in der Ecke saß, doch als ich mir im März 2013 den Arm brach, merkte ich, dass ich so ein Leben nicht weiterführen möchte. So schnelllebig und toll alles ist, wenn es darauf ankommt, steht man doch alleine da. Das ich sehr taff bin, merkt man wohl auch an der Sache mit dem Arm. An einem Samstagmorgen habe ich mir bei Blitzeis den Arm gebrochen. Ich bin mit einem Taxi in die Notaufnahme gefahren und habe dort drei Stunden ohne Schmerzmittel gewartet. Am Sonntag habe ich in Gips online eine zweistündige Multiple-Choice-Prüfung absolviert um mein Zertifikat als Social Media Manager zu erhalten. Am Donnerstag darauf wurde ich operiert und wäre fast noch mit zum BarCamp Ruhr nach Essen geflogen.

Ich bin taff und mein Körper ist es auch. Die Schmerz- und Belastungsgrenze liegt wohl etwas höher, als bei anderen. Aber durch den Armbruch wurde mir bewusst, dass mein Körper nicht unendlich schädliche Sachen wie Alkohol, Zucker oder fettiges Essen kompensieren kann. Mir war klar, dass ich irgendwas ändern musste.

Party über den Dächern von München

Im März 2013 begann ich gerade meinen Job als Community Manager für eine Freizeit Community. Der Job war Off- und Online und wie für mich geschaffen, denn ein Großteil meiner Tätigkeit war: Events organisieren! Man könnte sagen: Saufen für den Job! Aber dem war nicht so. Sogar mir war bewusst, dass es auf Parties besser war, wenn der Community Manager nicht der ist, der immer wieder vom Barhocker fällt. In dieser Zeit habe ich gelernt, dass man auch weggehen kann, wenn man nichts trinkt oder den Alkoholkonsum auf ein Minimum reduziert. Ich hatte immer noch genügend Gelegenheit Party zu machen, aber das nahm im Laufe des Jahres 2013 immer mehr ab.

Ein einschneidender Moment war sicher auch das Kennenlernen vom meinem Freund mit dem ich dann lieber wandern war oder auf der Couch, als immer nur Party zu machen. Er hat die Ruhe in mein Leben gebracht, auch weil er selbst keinen Alkohol getrunken hat. Auch der Umgang mit gesunden Nahrungsmitteln funktioniert jetzt ganz gut. Ich koche wahnsinnig gern und freue mich immer, wenn ich in der Küche für ihn kochen kann. Wenn mir das jemand vor zwei Jahren erzählt hätte, den hätte ich keines Blickes mehr gewürdigt.

Das wir uns zum Großteil gesünder ernähren, kam mit meiner Schwangerschaft im Januar 2014. Seit August sind wir stolze Eltern eines gesunden Jungen und versuchen unsere Ernährung, die immer noch nicht so toll ist, weiter zu optimieren.

Dunkin DonutsDoch gerade in der Schwangerschaft war der Verzicht auf Fast Food nicht wirklich möglich. Ich hatte immerzu Hunger auf Pommes, Käsespätzle oder Donuts. Ich wusste das es nicht gesund war, denn ich las überall, wie wichtig eine ausgewogene Ernährung war. Aber wer gerade schwanger ist oder schon ein Kind hat, kann vielleicht nachvollziehen, wie stark der Körper sein Verlangen steuert. Erst gegen Ende der Schwangerschaft habe ich es geschafft gesund und zum Großteil vegan zu essen.

Auch nach der Geburt ist es mir nicht gelungen mich ausgewogen zu ernähren. Der Stress im Wochenbett, die Schlafdefizite und die Veränderung des Tagesablaufs haben mich komplett aus der Bahn geworfen. In dieser Zeit hielten mich Tiefkühlpizzen oder Fertigsuppen über Wasser.

Meine Ernährung ist aktuell so abwechslungsreich wie die Menüauswahl bei McDonald’s und es ist mir aufgrund der Vorbildfunktion gegenüber meinem Sohn absolut bewusst, dass ich so nicht weiterleben kann. Von gesundheitlichen und seelischen Einschränkungen mal ganz abgesehen.

Im Jahr 2014 habe ich meinen ersten Sohn zur Welt gebracht und bin drei Monate später den New York Marathon gelaufen. Ich denke, dass 2015 ein gutes Jahr wird um sich dauerhaft vom Fast Food zu verabschieden.