Nach Vegan For Fit: Rückkehr zum Fast Food

Nachdem wir Anfang November aus New York zurückgekommen sind und ich die Folgen des Marathons überstanden hatte, habe ich die 30 Tage „Vegan For Fit“ Challenge für 20 Tage durchgezogen.

Nur 20 Tage, weil ich ehrlich gesagt beim Schlendern über den Weihnachtsmarkt schwach wurde: Bratwurst, Glühwein, Baumstriezel. Ich habe mir gesagt: „He, es ist die Vorweihnachtszeit, da kannst du es nochmal krachen lassen“. Außerdem wollte ich wissen, wie sich die Rückkehr zum ungesunden, fettigen und minderwertigen Fast Food auf meinen Körper auswirkt. Es war also ein Experiment, dass bis Ende Dezember gehen sollte.

Mein Wohlbefinden bei der Vegan For Fit Challenge

Bevor ich zu den Erkenntnissen dieses „Fress-Experiments“ komme, hier ein kurzer Rückblick zu meinen 20 Tagen ohne tierische Nahrungsmittel, ohne Weißmehl und ohne Zucker: Es ging mir super und ich konnte folgende Verbesserungen feststellen:

  • Ich fühlte mich fit und ausgeschlafen
  • Ich war gut gelaunt und ausgeglichen
  • Ich hatte keinen Schleim mehr in der Nase und im Hals
  • Ich war hochmotiviert und bin morgens um 6 Uhr ins Fitness gegangen
  • Meine Blähungen und Bauchschmerzen waren verschwunden
  • Ich habe einen langsamen Gewichtsverlust bemerkt
  • Ich hatte eine reinere und weichere Haut
  • Ich konnte locker meinen Sohn in seiner Babywanne in den 4. Stock tragen

Alles in allem fühlte ich mich gut und glücklich. Die vegane Ernährung fühlte sich so richtig und ausgewogen an. Ich hatte keinen Heißhunger auf Schokolade oder das Bedürfnis ständig irgendwas Süßes zu essen. Das änderte sich Anfang Dezember, als ich wieder in alte Ernährungsmuster zurückfiel.

Mein Befinden nach fast einem Monat Fast Food und Alkohol

Als ich Anfang Dezember, beflügelt von den Besuchen auf dem Weihnachtsmarkt, wieder zu einer „normalen“ und „bequemen“ Ernährung zurückkehrte, konnte ich einige Entwicklungen an und in meinem Körper feststellen, die mich zum Nachdenken brachten:

  • Ich fühle mich schlapp und träge
  • Ich bin dauermüde und trinke zu viel Kaffee
  • Ich bin schlecht drauf und leicht gereizt
  • Ich habe schnell zugenommen
  • Mein Immunsystem schwächelte und ich habe eine fette Erkältung bekommen
  • Meine Kopfschmerzen haben wieder stark zugenommen
  • Meinen Sohn in der Babywanne in den 4. Stock zu tragen war nun mühsam und ich schnaufe bei jeder Etage
  • Ich habe über Tage verteilt ein paar Glühwein getrunken und fühlte mich betrunken und schlecht

Es war natürlich eine große Menge von Burger, Pizza, Pommes, Bratwürsten, Stollen und Baumstriezl, aber trotzdem hat mich das Ergebnis doch schockiert. Eigentlich wollte ich diese Ernährung bis zum 31. Dezember durchziehen und mich damit würdig von der schlechten Ernährung verabschieden. Aber mein Körper hat dieses Essen nicht mehr verkraftet. Mir war nur noch schlecht, ich hatte Bauchschmerzen und Durchfall, gepaart mit Kopfschmerzen. Seit Weihnachten fahre ich die ungesunde Ernährung zurück und vermeide seit dem 26. Dezember Fleisch, Wurst und Milchprodukte. Seit Gestern versuche ich nun auch den Zucker und den Kaffee zu meiden, was mir aufgrund des Besuchs meiner Eltern mehr schlecht als recht gelungen ist.

Ab 1. Januar, also morgen, geht es dann los mit der veganen Ernährung. Damit ich von meinen Kilos runterkomme, werde ich zusätzlich noch auf Weißmehl und Zucker verzichten. Da ich aktuell wohl auch ein Kaffeeproblem habe, verzichte ich auch auf diesen und nehme stattdessen Matcha.

Ich habe seit Jahren einen inneren Kampf mit meiner Ernährung und hoffe doch sehr, dass ich es nun endlich gebacken bekomme, mich so zu ernähren, dass sich auch mein Körper wohlfühlt. Wünscht mir viel Glück und gutes Durchhaltevermögen. 🙂

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