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18Sep/15

Minimalismus: Mein erster Besuch im Fair-Teiler Haidhausen

Als wir letzten Sonntag das Streetlife Festival in München besuchten, sind wir auch am Stand von Foodsharing vorbei gelaufen. Die nette Dame sprach uns an, ob wir vielleicht Lust auf Fischdosen hätten, verneinte ich mit dem Hinweis, dass ich Veganer bin. Gleich zog sie eine Haselnus-Carob-Creme raus und gab mir diese. Wer sich vegan ernährt, der weiß, dass veganes Nutella nicht gerade günstig ist.

Erst war es mir peinlich das anzunehmen, weil es ja doch eher hochpreisig ist. Aber als sie mir sagte, dass es schon abgelaufen ist, war ich dann doch entspannter.

Mit dem kurzen Gespräch war ich wieder Feuer und Flamme für das Foodsharing. Ich hatte letztes Jahr schon sehr gute Erfahrungen gemacht, als ich wirklich viele Konserven auf der Plattform von www.foodsharing.de eingestellt habe. Es gab gleich einen Interessenten, der dann auch zum vereinbarten Termin bei mir geklingelt hat und alles abgeholt hat.

Ein Besuch im Fair-Teiler in Haidhausen

Diesmal wollte ich aber einen Fair-Teiler ausprobieren, so heißen die Räume in denen man das Essen, das man nicht mehr benötigt, abgeben kann. Ich wusste, dass es in unsere unmittelbaren Nähe einen gibt. Als ich am Dienstag schaute, waren die Öffnungszeiten mit Freitag von 17 bis 18 Uhr und Samstag von 10:00 bis 11:00 Uhr doch überschaubar. Aber he, die Leute die da sitzen machen das ehrenamtlich und für mich war es gut, dann konnte ich mich terminlich einrichten.

Heute um 17:05 Uhr brachte ich also 5 Packungen Milasan PRE und eine Packung Weleda Stilltee in den Fair-Teiler. Die PRE Nahrung war ein Fehlkauf, weil Nepomuk davon abends nicht mehr satt wird und den Stilltee brauch ich wirklich nicht mehr.

Tausche Milasan PRE Nahrung gegen Äpfel und Brokkoli

Als ich rum schaute, fand ich für uns praktischerweise noch drei Äpfel und einen Brokkoli. Besonders die Äpfel hätte ich heute sonst noch kaufen müssen und den Brokkoli mache ich morgen auch gleich für Nepomuk.

Ich denke, dass ich jetzt öfters im Verteiler vorbeischaue, denn einige Sachen haben wir ja noch, die wir nicht wirklich gebrauchen können. Getrocknete Kichererbsen zum Beispiel, aber auch Alkohol, den wir nie trinken werden.

Die Leute im Verteiler waren super nett und man kommt schnell ins Gespräch. Ich für meinen Teil muss sagen, dass ich mich wohler fühler, wenn ich etwas abgebe, als wenn ich nur nehme. Nur nehmen hat irgendwas von „hamstern“, auch wenn das nicht wirklich so ist. Geschenkt möchte ich eigentlich nichts haben.

Als ich heute vormittag im Café Glanz war, habe ich die Angestellten dort auch gefragt, ob sie Hörnchen im Angebot haben, weil dort zwei auf dem Teller lagen. Die eine Frau meinte, sie hätte sie von zuhause mitgebracht, weil sie sie sonst weggeworfen hätte. Also schenkte sie mir eins. Ich habe dann 1,00 EUR in die Trinkgeldkasse geworfen, weil ich mich mit Geschenken einfach nicht wohlfühle, zumal es sich beim Café Glanz um ein soziales Projekt handelt. Würde mir ein Wirt auf der Wiesn eine Maß Bier schenken, mei, dann hätte ich natürlich kein schlechtes Gewissen. 😉

Mein Fazit

Der Besuch im Fair-Teiler hat sich für mich gelohnt. Ich bin ein großer Freund der Sharing Economy und freue mich, dass wir bald auch unser Beistellbetten an eine Freundin verleihen dürfen. Vor Nepomuks Geburt waren wir auch fleißige Car2Go Nutzer, aber das geht jetzt nicht mehr.

Ich denke ein Besuch im Fair-Teiler kann nie schaden und man findet eigentlich immer was. Gemüse und Obst ist sicher immer da, manchmal vielleicht auch exotisches oder teures. Ich werde auf jeden Fall wiederkommen und versuchen den Fair-Teiler auch weiterhin fleißig zu bestücken.

Frei nach dem Motto: Sharing is Caring 🙂

Übrigens: Den Fair-Teiler in Haidhausen findet ihr in der Kuglerstr. 2, 81675 München.

Habt eine wundervolle Freitagnacht!

Mareike

 

26Jul/15

Unser Wochenende in Bildern: 24./25./26. Juli 2015

Jetzt ist es wieder mal Zeit für eine Wochenende in Bildern. Bei uns fängt das Wochenende schon am Freitag an.

Freitag

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Los geht es mit dem Hinterhofflohmarkt in Bogenhausen. Normalerweise sind die Flohmärkte immer samstags, aber dieser fand schon am Freitag ab 17:00 Uhr statt. Es ist eine tolle Möglichkeit seine Umgebung kennenzulernen und die teilweise tollen Innenhöfe zu sehen, die man sonst nicht zu Gesicht bekommt. Continue reading “Unser Wochenende in Bildern: 24./25./26. Juli 2015” »

09Mrz/15

Der perfekte Tag

Der heutige Tag wird mir lange im Gedächtnis bleiben. Es ist wohl so ein Tag von dem man später sagt, dass er perfekt war.

Nepomuk genießt seinen Brei mit allen SinnenNachdem um 5:30 Uhr mein Wecker geklingelt hat, habe ich beschlossen laufen zu gehen. Die frische Morgenluft war sehr angenehm. Es war nicht zu kalt und nicht zu nass – für mich perfekte Laufbedingung. Und so lief ich knapp sechs Kilometer von unserer Wohnung über den Friedensengel Richtung Odeonsplatz, dann wieder Richtung Maximilianstraße und über den Gasteig zurück zu unserer Wohnung. Gut erholt kam ich in die Wohnung und wurde von Nepomuk im Flur überrascht, der schon eifrig krabbelte.

Nach einer schnellen Dusche fing ich an das Frühstück für meine Eltern vorzubereiten. Dann ging es an unser morgendliches Ritual: Die Ganrzkörperwäsche. Danach lasse ich Nepomuk immer nackt und er hat diese Situation genutzt, um mir in die Küche hinterzukrabbeln. Während ich in der Küche alles vorbereitete, quietschte er munter durch die Wohnung. Gegen 9 Uhr kamen meine Eltern und wir fingen an entspannt zu frühstücken. Nebenbei gab es für Nepomuk wieder seinen Milch-Hafer-Brei mit geriebener Birne.

Das Wetter war so wunderbar, dass wir nach dem Frühstück an die frische Luft gegangen sind. Über das Maximilianeum ging es Richtung Isar und Isartor, dazwischen machten wir einen Stopp bei der St. Nepomuk Statue, die auf einer Brücke zur Praterinsel zu finden ist.

Wir in der Milka WeltVon dort ging es weiter Richtung Isartor und dann zum Viktualienmarkt. Das Wetter war herrlich und der Viktualienmarkt montagsmäßig sehr angenehm. Da Nepomuk mittlerweile fest schlief, nutzten wir die Gelegenheit noch zum Glockenspiel am Marienplatz zu gehen. Obwohl ich schon so viele Jahre in München lebe, habe ich mir noch nie die Zeit genommen, dieses wirklich nette Glockenspiel am Münchner Rathaus mitzuverfolgen. Für mich war dieser kollektive Blick nach oben immer ein eindeutiges Touristen-Erkennung-Merkmal. Ja, und heute stand ich da mit meinen Eltern und dem mittlerweile wachen Nepomuk, der so gechillt in seinem Kinderwagen saß, dass ich mir manchmal nicht sicher war, ob das nicht vielleicht eine Puppe ist. 😀

Nachdem Glockenspiel ging es dann wieder Richtung Viktualienmarkt und zur Schrannenhalle. Die Halle an sich ist aktuell nichts besonderes, da dort überall neu aufgebaut wird und die Flächen von Feinkost Käfer irgendwie leer stehen. Aber im Keller gibt es die Milka Welt, eine wirklich süße kleine lila Welt voll mit Milka Kühen. Das musste ich natürlich meinen Eltern und Nepomuk zeigen. Auch wenn wir nichts gekauft haben, so hat sich der Besuch doch gelohnt.

Danach ging es zum Mittagessen in den Pschorr am Viktualienmarkt. Naja, hätte mir vielleicht früher einfallen können, dass die Preise dort lagebedingt eben etwas höher sind, aber es war toll meine Eltern einladen zu können. Auch Nepomuk war sichtlich von den anderen Gästen angetan und kam aus dem Schauen gar nicht mehr raus. Es war für ihn dann auch egal, ob er auf meinem oder auf Opas Schoß saß.

Cool NepomukNach dem leckeren Mittagessen ging es dann zur Kirche des Heiligen St. Nepomuk in der Sendlinger Straße, dann über das Sendlinger Tor zur Sonnenstraße. Von dort Richtung Karlsplatz (Stachus) und in den Oberpollinger. Auf dem Weg zurück haben wir uns noch bei einem Obststand mit Erdbeeren und Granatäpfeln eingedeckt.

Zufälligerweise kamen wir noch bei einem H&M vorbei. Spontan entschieden wir für Nepomuk eine Mütze mich Schild zu kaufen. Das Base Cap mit dem „New York“ Schriftzug fand ich super passend für Nepomuk. Als wir Richtung Kasse liefen erspähte mein Vater noch einen Ständer mit Sonnenbrillen und meinte zu einer verglasten Sonnenbrille, dass diese doch perfekt zu Nepomuk passen würde. Gesagt, getan und schwups hatte Nepomuk die Brille auf der Nase und das Cap auf dem Kopf. Wir alle, inklusive Nepomuk, mussten lachen und er hat das so anstandslos über sich ergehen lassen, dass ich sogar noch ein Foto machen konnte.

Nach dem kurzen Shopping Ausflug ging es dann über die Maximilianstraße wieder zurück nach Hause. Wir waren ca. 5,5 Stunden unterwegs ohne das Nepomuk sich einmal beschwert. Er saß heute größtenteils im Kinderwagen und fand das so super, dass er gar nicht genug von kriegen konnte.

Zuhause krabbelte er wie irre durch die Wohnung und quietschte vor Vergnügen. Als mein Freund nach Hause kam, nutzte ich die Gelegenheit und ging mit meinen Eltern  allein ohne Mann und Kind essen.

Jetzt sitze ich vollgefressen und überglücklich auf dem Sofa und freue mich auf den morgigen Tag.