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23Apr/17

In München: Markus Wasmeier Freilichtmuseum

Nachdem Nepo und ich die letzten Tage zuhause waren und er auch gestern nicht das Haus verlassen wollte, haben mein Freund und ich heute beschlossen, dass wir heute auf jeden Fall einen Ausflug machen wollen. Nepo wollte gestern Abend auf einen Bauernhof und so beschlossen wir zum Markus Wasmeier Freilichtmuseum an den Schliersee zu fahren. Continue reading “In München: Markus Wasmeier Freilichtmuseum” »

05Feb/17

Sonntagsausflug in den Perlacher Forst

So langsam geht es mit uns gesundheitlich wieder bergauf. Die Schwellung an meiner Wange nimmt ab und wenn ich abends aufrecht einschlafe, dann ist es auch mit den Schmerzen erträglich. Die Erkältung von Nepomuk lässt auch langsam nach und er ist schon wieder ganz fit. So fit, dass er heute morgen meinte, dass er gern nach draußen in den Wald gehen würde. Das Wetter war heute morgen herrlich und angenehm, sodass wir uns zügig fertig machten und dann gegen 9 Uhr aus dem Haus gingen.

Wir entschieden uns für einen kleinen Ausflug in den Perlacher Forst, dieser befindet sich südöstlich von München und wir sind aufgrund der Jahreszeit mit dem Auto hingefahren. Letztes Jahr waren wir noch mit dem Rad da und das werden wohl in diesem Jahr auch machen, aber aufgrund unseres Gesundheitszustandes und der aktuellen Temperaturen war das Auto doch die bessere Variante.

Im Perlacher Forst hat übrigens der Naturkindergarten Haidhausen den zweiten Bauwagen, den sie immer von Montag bis Mittwoch aufsuchen bzw. ihre Tage dort im Wald verbringen. Eine gute Möglichkeit also mit Nepomuk schon mal für den eventuellen Waldtag vorzufühlen.

Wir waren sehr früh dran und somit fast die einzigen auf den breiten, teils noch vereisten Wegen. Gleich am Anfang sind wir von den Wegen abgebogen und ein wenig ins Unterholz gegangen. Ich kann mir jetzt vorstellen, wie anstrengend für dreijährige so ein Waldkindergarten sein muss. Allein über Wurzeln, Laub und Äste zu steigen, erfordert schon ein gewisses Ausmaß an Ausdauer und Geschicklichkeit. Gleichzeitig denke ich mir aber auch, dass die Natur ja oft der beste Lehrmeister ist und die Herausforderungen kein Spielplatz Designer nachbauen kann – egal wie natürlich sein Konzept ist, denn die Abnahme erfolgt immer durch den TÜV, der in der Natur zum Glück nicht so viel zu sagen hat.

Und so liefen wir plan- und ziellos durch das Unterholz und ließen Nepomuk die Zeit, die er brauchte, um jeden gefrorenen Maulwurfhügel, jede Wurzel und jeden, noch verbliebenen Schneefleck zu untersuchen. Freilich ist Anfang Februar nicht der beste Zeitpunkt, um viele Sachen im Wald zu sammeln, aber wir beschlossen, dass wir Anfang März nochmal in den Perlacher Forst zurückkehren würden, um Dinge für unseren Jahreszeitentisch zu sammeln.

Nachdem die Bäume immer dichter wurden und wir nur noch gebückt laufen konnten, entschieden wir uns umzukehren und wieder den großen Wegen zu folgen. Mittlerweile waren dann doch schon mehr Radfahrer und Jogger unterwegs und wir schlenderten noch einige hunderte Meter weit, bis wir wieder zum Auto zurück liefen.

Für uns war das der erste gemeinsame und längere Spaziergang im Jahr 2017. Verrückt, oder? Für mich war das irgendwie der Startschuss für die Wander- und Ausflugssaison, denn eines habe ich gemerkt: Nepomuk hat wahnsinnig viel Spaß an der frischen Luft und freut sich wie ein Schnitzel, wenn er mit seinem Stock durch das Unterholz laufen und klettern kann. Er hat auch schon Bäume ausgemacht, auf die er gern mal rauf klettern möchte.

Ich möchte den Bewegungsdrang von Nepomuk jetzt wieder stärker unterstützen und freue mich schon, wenn wir wieder in den Rosengarten an der Isar oder den Umweltgarten in Neubiberg gehen werden. Auch der Kleinkindertreff des Waldkindergarten Bogenhausen werde ich ab April wieder regelmäßig besuchen. Der Winter wird sicher nochmal zurückkommen, aber die letzten Tage konnten wir schon so einen Hauch von Frühling genießen, der mich jetzt schon in Vorfreude auf die kommenden Monate versetzt.

Jetzt sind wir wieder zuhause und Nepomuk macht einen ausgiebigen Mittagsschlaf. Den Nachmittag werde ich nutzen, um noch mein Samstagsprojekt, das Legespiel, abzuschließen und vielleicht auch darüber zu schreiben.

Alles Liebe und einen wunderbaren Sonntagnachmittag

Mareike

20Jan/17

Eine Woche im Zeichen der Kindergartensuche

Diese Woche stand ganz im Zeichen der Kindergartensuche. Das Bild zu diesem Post entstand heute Nachmittag, als wir auf die S-Bahn warteten, um wieder Richtung Haidhausen zu fahren. Ja, wir sind heute drei S-Bahn Stationen gefahren und nochmal einen Kilometer gelaufen, um uns einen Montessori Kindergarten anzuschauen. Und irgendwie passte das Zitat von Khalil Gibran wunderbar dazu.

Derjenige, der mit Tinte schreibt, ist nicht zu vergleichen mit demjenigen, der mit seinem Herzblut schreibt.

Ja, ich bin der Meinung, dass wir schon sehr viel Aufwand betreiben, um einen Kindergartenplatz für Nepomuk zu finden. Und ja, ich kann auch verstehen, dass manche das vielleicht etwas übertrieben sehen und die Situation von sich aus entspannter sehen.

Doch eins habe ich im letzten Jahr über mich und die Hochsensibilität gelernt: Wenn mir wirklich etwas wichtig ist und ich dahinter stehe, dann werde ich alles mir mögliche tun, um meine Bedürfnisse und Erwartungen zu erfüllen. Denn wenn ich mich nicht anstrenge und mich nicht zu 100% dahinter klemme, wird es Mist und ich fühle mich im Nachgang einfach schlecht. Sollten wir in diesem Fall keinen Montessori- oder Naturkindergartenplatz bekommen, würde ich mir Vorwürfe machen, warum ich mich nicht mehr darum gekümmert habe.

Hervorstechen aus der Masse

Das ich Bewerbungen an Kindergärten schicke, finde ich selbstverständlich. Das liegt einfach daran, dass dies für mich die einzige Möglichkeit ist, sich von den ganzen anonymen Anmeldungen, die im Kitafinder erfolgen, abzuheben. Ich habe nicht viele Möglichkeiten uns bei den Kindergärten vorzustellen. Zum einen sind wir nicht sehr gut vernetzt und können nicht auf das tolle Vitamin B zurückgreifen, zum anderen habe ich nicht das Selbstvertrauen mich bei Informationsveranstaltungen an die Kindergartenleitung ranzuschmeißen und mich und meinen Sohn anzubieten.

Außerdem versuche ich unsere Familie und unsere Motivation für diesen jeweiligen Kindergarten auf zwei Seiten vorzustellen. Ich möchte, dass die Leute uns als Familie kennenlernen und nicht als jemand, der sich halt mal für einen Platz angemeldet hat. Es hat auch was mit Wertschätzung der Leute zu tun, die sich da mit so vielen Anfragen und Anmeldungen konfrontiert sehen. Ich denke auch sie sind froh, dass sie mal mehr zu greifen bekommen, als nur den pauschalen Anmeldebogen. Mittlerweile gibt es aber meiner Meinung nach viele Kindergärten die schon eine Bewerbung erwarten, um zu sehen wie engagiert die Eltern sind und wie sehr sie hinter der Einrichtung stehen.

Wenn du deine Bewerbung bereust

Das ich voller Motivation und Herzblut meine Bewerbungen für einen Kindergarten schreibe, den ich nur aus dem Internet kenne, ist das eine. Ob ich meine Bewerbung bei der Besichtigung dann aber noch aufrecht halten möchte, ist etwas anderes.

Diese Woche hatte ich zwei Highlights: Den tollen Infoabend des Naturkindergarten Haidhausen und die heutige Schnupperstunde in einem Montessori Kindergarten in Riem.

Doch wo Licht, da auch Schatten: Mein Lowlight war eine Kindertagesstätte, die es wirklich geschafft hat, dass es auf den ersten Blick nur um das Wohl des Trägers geht. Von der Gestaltung, über die Einrichtung bis zu den Buchungspreisen und der Tagesgestaltung war alles im Sinne des Maximalprinzips.

Es war eine Kindertagesstätte, bei der ich es schlich dreist fand Maria Montessori und die Waldorfpädagogik in ihr Konzept aufzunehmen. Aber ich verstehe es, denn für Montessori und Waldorf kann man einfach nochmal abkassieren. Nepomuk und ich haben uns also diese Besichtigungstour gegönnt und sind dann einfach wieder abgezogen.

Das sind so Momente, in denen ich mich frage, warum ich für sowas eine Bewerbung schreibe. Auf der anderen Seite denke ich mir immer, dass ich es vielleicht bereut hätte, wenn ich die Bewerbung nicht geschrieben hätte und es eine tolle Montessori Einrichtung gewesen wäre.

Alles passiert aus einem bestimmten Grund

Als ich mit Nepomuk heute so am Bahngleis stand, die Sonne schien und wir ca. 20 Minuten auf den Zug warten mussten, war ich einfach nur froh, dass wir den heutigen Kindergarten angeschaut haben. Nepomuk hat dort wunderbare 1,5 Stunden verbracht und sich sehr wohl gefühlt. Ich konnte mich überzeugen, dass man auch mit sehr kleinem Budget eine wundervolle und vor allem familiäre Atmosphäre schaffen kann. Ein Paradies im Gegensatz zu dieser kalten Kindertageseinrichtung.

Aktuell bin ich auch nicht gestresst mit der Suche nach einem Kindergartenplatz. Nein, ich sehe es als eine Reise, die ich mit Nepomuk angetreten habe. Wir machen so tolle Sachen wie U- und S-Bahn fahren oder schauen uns andere Kindergärten an, in denen Nepomuk immer was zum spielen oder zur Beschäftigung findet. Wir lernen beide dazu und egal wie unsere Reise ausgeht, ob wir am Ende mit oder ohne Kindergartenplatz da stehen: Es passiert alles aus einem bestimmten Grund.

Auch wenn ich es schlimm fand, dass wir bei unserem aktuellen Kinderhaus keinen Kindergartenplatz gefunden haben, so bin ich in der Verabschiedung schon so weit, dass mir das gar nichts mehr ausmacht. Das ich entspannt die Zeit der Krippe geniessen kann und mich in aller Ruhe nach der Folgeeinrichtung umsehen kann.

Ich bin vor allem Nepomuk dankbar, dass er alles so mitmacht. Das er sich die Kindergärten anschaut, geduldig mit mir auf U- und S-Bahnen wartet und auch vor längeren Fußmärschen durch das wirklich kalte München Angst hat. Er macht das wirklich toll und ich weiß, dass es für ein Kind nicht einfach ist, einzuordnen, warum wir zum Beispiel heute Nachmittag in einem Kindergarten waren und am Montag wieder bei Regina, Biene und Tante Andrea vom Kindernest sind.

Alles in allem war das eine wunderbare Woche – in der ich viel gelernt habe und wieder viel Zeit mit Nepomuk verbracht habe.

Doch jetzt bin ich auf das Wochenende gespannt. Da heißt es erstmal abschalten und Energie tanken, denn am Sonntag habe ich das Einsteiger Seminar bei Crossfit Munich und nächsten Dienstag fliege ich geschäftlich für drei Tage nach Berlin. Das ist das erste Mal seit Nepomuks Geburt, dass ich nachts ohne ihn sein werde.

In diesem Sinne: Thank God Its Friday 🙂

Alles Liebe,
Mareike

17Jan/17

Auf zum Infoabend des Naturkindergarten Haidhausen

Gestern war es endlich soweit und ich war beim Infoabend des Naturkindergarten Haidhausens, der von den dortigen Eltern organisiert wurde. Der Abend war für alle interessierten Eltern, die auf der Suche nach einem Kindergartenplatz ab September 2017 sind. Veranstaltungsort war nicht der Bauwagen, sondern das Jugendzentrum PRISMA bei uns in Haidhausen. Quasi bei mir ums Eck. 🙂

Angefangen hat der Abend 20:00 Uhr und schon vom ersten Eindruck war ich positiv überrascht, sowohl von den Eltern, die das alles organisiert haben und auch von den interessierten Eltern. Irgendwie wirkte das alles so entspannt, vielleicht lag es aber auch an der Location. 😉

Durch den Infoabend haben die drei aktiven Vorstände geführt, die aber selbst über sich gesagt haben, dass sie „bald in Rente“ gehen werden. He, haben sie gesagt, ich gebe es nur wieder. Für mich war interessant zu hören, dass dieser Infoabend der erste war, seit fünf Jahren. In den letzten fünf Jahren waren die freien Plätze quasi durch Geschwisterkinder belegt und nun steht eben ein Generationenwechsel an und es gibt wieder freie Plätze ab September 2017. Oh, ist das vielleicht ein gutes Zeichen für unsere kleine Familie Nepomuk doch noch in einem guten Naturkindergarten zu wissen?

Was ich für Nepomuk mitgenommen habe

Der Infoabend war sehr informativ und die drei Vorstände haben das echt gut gemacht. Es war eine Mischung aus Kindergartenalltag, pädagogischem Konzept, die Notwendigkeit der Elternarbeit und Informationen zur Platzvergabe und den Herausforderungen, die wohl alle Neueltern haben. Der Abend war durch alle Eltern wirklich kurzweilig und ich habe folgende wichtigen Punkte für mich mitgenommen:

  • Richtige Ausrüstung ist alles (ich sehe mich schon im Globetrotter den Ratgeber der erfahrenen Eltern abarbeiten und Nepomuk ständig am Kanubecken rumspringen :D)
  • Die Kinder sind oft im Wald und da sind sie vor Zecken nicht zu 100 % sicher, d. h. es wird wohl meine Aufgabe sein, Nepomuk am Nachmittag nach diesen kleinen Wesen abzusuchen. Ich habe schon etwas Angst, wenn ich die erste Zecke sehen sollte. Aber ich glaube, da gewöhnt man sich schnell dran. Sichtbare Zecken werden aber meist sofort von den Pädagogen entfernt.
  • Die ersten Wochen sind besonders für die dreijährigen sehr anspruchsvoll, denn sie sind von Montag bis Mittwoch im Wald und die ganze Zeit unterwegs, Donnerstag ist dann Rhythmik Tag und freitags sind sie am Bauwagen.
  • Die Kinder sind am Anfang so fertig, dass sie um 19:00 Uhr ins Bett fallen. Ehrlich gesagt, wünsche ich mir aktuell nichts mehr, als das der Kleine mal vor 21:00 Uhr ins Bett geht. 😉
  • Die Kinder müssen mit Eintritt in den Naturkindergarten noch nicht trocken sein, sondern werden auch im Wald gewickelt. Das hat mich schon mal entspannt, denn Nepomuk ist noch weit davon entfernt Interesse für ein Leben nach der Windel zu zeigen, aber wahrscheinlich kommt hier auch die Gruppendynamik zum tragen – ähnlich wie es jetzt bei ihm in der Sprachentwicklung ist.
  • Der Waldkindergarten ist und bleibt spielzeugfrei und das finde ich gut
  • Die Kinder lernen sich in der Natur selbst kennen und werden selbständiger

 

Was ich für uns als Eltern mitgenommen habe

  • Das Engagement und der Rückhalt der Eltern ist substanziell wichtig für die Gemeinschaft, denn eine Elterninitiative lebt vom Support der Eltern oder wie es die eine Mutter so schön sagte: Die Elterninitative ist so gut, wie ihre Eltern.
  • Der Aufwand für uns Eltern ist zwar etwas höher als bei unserer aktuellen Krippe, aber ich habe so was von Lust da mit anzupacken, weil alle hinter dem Naturkindergarten stehen
  • Die Eltern mischen sich nicht in die Arbeit der Pädagogen ein, sondern halten Ihnen den Rücken frei
  • Es ist von Vorteil in der Nähe des Naturkindergartens zu wohnen, da sich die Kinder dann auch gegenseitig besuchen können. (Das wäre ja bei uns der Fall :-))
  • Die Eingewöhnung dauert nur eine Woche und käme uns sehr entgegen
  • Es gibt die Möglichkeit an einem Schnupper-Waldtag teilzunehmen, um zu sehen, ob die Eltern und das Kind in die Gruppe passen.
  • Es gibt zwei Pädagogen, Stefan und Laurenz, und eine FÖJlerin, die die Kinder tagtäglich begleiten und für sie da sind.

Es ist alles einfach so witzig und vertraut, denn eine Mama habe ich freitags oft auf dem Spielplatz gesehen, der sich direkt neben dem Naturkindergarten befindet.

Wir sind immer noch Feuer und Flamme für den Naturkindergarten, genauso wie wir es im Juni 2015 schon waren. Damals hatte ich schon über den Naturkindergarten berichtet. Dort findet ihr auch nähere Informationen zum Konzept.

Jetzt hoffen wir auf eine positive Nachricht vom Naturkindergarten und die Einladung zum Wald-Schnupper-Tag.

Habt einen guten und stressfreien Start in den Tag

Alles Liebe

Mareike

07Mrz/16

Buy Local: Neueröffnung von The Organic Beauty Store in München

IMG_1318 Heute war bzw. ist ein toller Tag! Nicht nur, dass Nepo und ich eine tolle Zeit auf unserem Stammspielplatz am Wiener Platz hatten, nein ich habe heute auch durch Zufall einen wunderschönen neuen Laden entdeckt. Im Hinterkopf hatte ich „The Organic Beauty Store“, kurz tobs, schon ein paar Tage, aber erst heute habe ich es in den Laden geschafft.

Ich hatte gerade ein Brezel für Nepo gekauft und wollte eigentlich nur etwas Zeit vertreiben, bis wir in „Die plastikfreie Zone“ gehen konnten, der erst um 11:00 Uhr aufmacht, da sah ich im Vorbeigehen den gerade erst neueröffneten Beauty Shop. Da die Tür auf war, sind wir zwei spontan samt Kinderwagen reingehopst.

Der erste Eindruck war eher was für die Nase. Ich bin sehr stark auf Gerüche fixiert und muss sagen, dass es bei tobs wirklich super riecht. Nicht so extrem wie zum Beispiel bei LUSH, sondern eher wie bei Rituals. Für mich also wirklich ein Traum. Die Verkäuferin, die gerade den Laden aufgemacht hatte, war gleich auf den ersten Blick super freundlich und lud mich ein mich einfach umzusehen.

 

Die Idee hinter dem Laden

IMG_1325Da wir die einzigen Kunden im Laden waren, kamen wir schnell ins Gespräch. Ich fragte, ob das eine Kette wäre. Die Verkäuferin meinte nein, den die Inhaber würden den Friseurladen auf der anderen Straßenseite betreiben und wollten hier etwas neues ausprobieren.

Es gibt ja nun schon einige Läden die Biopflegeprodukte anbieten, aber die Marken die es bei tobs gibt, waren mir bis heute noch total unbekannt. Sicher kenne ich einige Labels, aber das sind eben die, die man bei Basic oder Alnatura findet. Tobs geht hier aber noch einen Schritt weiter und setzt auf internationale Marken, die nicht nur Bio und zertifiziert sind, sondern auch noch Hightech. Ich als Geek finde Hightech ja immer super und freue mich, wenn ich mal was anderes als Lavera oder Dr. Hauschka sehe.

Was gibt es da denn für tolle Produkte?

IMG_1314Es spricht wohl schon einiges für mich, wenn das erste, was ich in die Hand nehme Schokolade ist. Ja, ich gebe es zu: Ich bin süchtig nach Schokolade und zwar nach neuer Schokolade. Die Marke Antidote habe ich noch nirgends gesehen. War klar das ich mir das gleich genauer anschaue. Meine Wahl fiel auf „Coffee + Cardamon“ und „Raw 100% Cacao with crunchy Nibs„. Während ich hier schreibe, ist die Kardamon Schokolade leider schon leer.

Nachdem ich also die Schokolade schon mal gesichert hatte, musste ich mich einfach noch weiter umschauen. Organic und Hightech war so faszinierend für mich. Neben der Schokolade wurde ich dann noch bei der Seife fündig. Ja, wir sind wieder umgestiegen auf die gute alte Seife. Mögen sich andere mit Mineralölen und Tensiden einschäumen, wir nicht mehr.

IMG_1323Ich roch an einigen Seifen von Lederhaas und verliebte mich spontan in die Seife mit dem wundervollen Namen „Heinrich“. Ich muss dazu sagen, dass ich ein Fan von Verbene, Bergamotte und Ingwer bin. Also eins von den drein war sicher drin, in diesem Fall war es Bergamotte.

Preislich bewegen wir uns natürlich in einem höherem Level als bei dm auf der anderen Straßenseite, aber ich finde das okay. Für die Schokolade bezahlte ich 5,50 EUR pro Tafel und für die Seife stolze 12,00 EUR. Naja, eigentlich habe ich noch einen „Neueröffnungsrabatt“ von 10% bekommen, den muss man dann jetzt einfach von den Beträgen abziehen.

Von der netten Verkäuferin habe ich dann auch noch zwei Proben mitbekommen. Einmal die „Honey & Jasmine Mask“ und die „Enzyme Peel Mask“ – beides von The Organic Pharmacy. Meine gestresste Mamihaut freut sich auf jeden Fall.

Im Hinterkopf werde ich sicher die Kosmetikprodukte von „und Gretel„, sowie die Algenprodukte von Voya behalten.

Für mich war der Besuch ein tolles und entspanntes Erlebnis. Nepo war auch sehr relaxt, weil glücklich seine Brezel mampfend. Mein Fazit also: Wir kommen wieder.

Nach dem Besuch bei tobs ging es für uns dann direkt weiter zur „Plastikfreien Zone“ – buy local, ihr versteht. 🙂

tobsMunich

Bevor ich es vergesse: Ich stand da nicht wild fotografierend im Laden. Die Bilder hat mein Narrative Clip gemacht. Ein herrliches Gerät.

 

 

17Feb/16

Montessori: Infoabend in der Krippe „Kleiner Budenzauber“ in München

Gestern fand endlich der von mir so lang ersehnte Infoabend der Montessori Krippe „Kleiner Budenzauber“ in München Ramersdorf statt. Offizieller Beginn war 19:00 Uhr, doch die netten Mitarbeiterinnen öffneten für uns Interessenten schon früher das Haus. Nachdem wir von einer Erzieherin an der Eingangstür begrüßt wurden und sie uns kurz erklärte, wie der Ablauf des Abends ist, zogen wir unsere Jacken und Schuhe, auch die von Nepo natürlich, aus, trugen uns auf die Anwesenheitsliste ein und betraten die Räumlichkeiten.

Beginn des Rundgang: Im Erdgeschoss regieren die „großen“ Kinder

Im Erdgeschoss befinden sich die Räume für die größeren Kinder. Gleich am Eingang stand, sehr zu Nepos Entzücken, eine Parkgarage mit Autos und einem Hubschrauber. Er war natürlich gleich hin und weg und quietschte ganz aufgeregt. Die Autos drückte er auch gleich einer Erzieherin in die Hand, während ich ihn beobachtete und an dem kleinen Esstisch Platz nahm. Der Esstisch umfasst, wenn ich mich richtig erinnere, nur drei Plätze, da in dieser Krippe die Erfahrung gemacht wurde, dass zu viele Kinder am Tisch für Unruhe sorgen. Das kann ich aus persönlicher Erfahrung bestätigen, denn am Vormittag haben wir nach dem Spielraum im Montessori21 auch zusammen Brotzeit gemacht. Zwar animieren andere Kinder Nepo zum Essen, aber sobald ein Kind aufspringt, ist Nepo auch auf und davon. Ihn wieder an den Tisch zu bitten, ist sehr schwierig bis aussichtslos. Trotzdem finde ich die gemeinsame Brotzeit nach dem Spielraum super und Nepo geniesst sie auch.

Zurück zum gestrigen Abend und dem Kleinen Budenzauber: Nachdem Nepo die Autos nicht mehr interessant fand, gingen wir in den großen Bewegungs- und Spielraum. Die Hengstenberg Geräte kennen wir beide aus dem Spielraum und ich liebe sie. Nepo normalerweise auch, nur diesmal stand eben auch ein Korb mit Autos (juhu, noch mehr Autos) rum und er stürmte so fort ganz aufgeregt hin, wedelte wild mit den Armen und wusste gar nicht, welches Auto er zuerst aus dem Korb nehmen soll. Mein Freund blieb bei ihm, sodass ich mir in der Zeit die Schlaf- und Wickelräume anschauen konnte. Ich liebe diesen Wickelaufsatz, den ich schon so oft in Büchern und Videos über das Lóczy gesehen habe. Leider haben wir zuhause kein solch einen Wickelaufsatz. Zum einen, weil Nepo schon sechs Monate alt war, als ich Emmi Pikler für uns entdeckt habe, zum anderen haben wir nur 66 qm und eine Dachgeschosswohnung, sodass wir sehr wenig Platz gehabt hätten. Auch sonst war alles kindgerecht eingerichtet, sodass die Kinder sich selbständig waschen und auf Toilette gehen können. Zurück im großen Raum, schaute ich mir die Spielecke an und freue mich, dass dort der Grimm Regenbogen in einer anderen Ausführung stand. Ich würde zu gern wissen, wie oft der genutzt wird, denn unserer zuhause ist nicht sehr gefragt. 🙁

Exkurs: Laufgitter zur ungestörten Entfaltung und altershomogene Gruppen

Dieser große Raum ist, wie auch der große Raum im Obergeschoss durch Gitter getrennt, die an ein riesiges Laufgitter erinnern. Ich kenne diese Abgrenzung aus den Pikler Videos und aus dem Montessori21 Haus, trotzdem waren wohl einige irritiert, weil diese Gitter scheinbar nicht so recht zur freien Entfaltung passen. In der späteren Inforunde, an der alle Eltern teilnahmen, erklärte dann die Krippenleiterin, dass die Trenngitter zum Schutz der unterschiedlich entwickelten Kinder dienen. So ist gewährleistet, dass ein Kind, dass noch nicht so gut laufen kann, trotzdem seinen Bewegungsdrang in einem ausreichend großen Bereich ausleben kann, ohne eventuell von Kindern gestört zu werden, die schon sehr sicher laufen. Die Gitter sind auch keine Wände, sodass das die Kinder jederzeit mit den anderen Kindern interagieren können.

Wo ich gerade beim Schutz der Kinder bin. Im Budenzauber gibt es keine altersübergreifenden Gruppen, weil sie die Ansicht vertreten, dass sich jedes Kind so entwickeln sollte, wie es der innere Bauplan vorsieht. Sind Kinder mit größeren Kindern zusammen, orientieren sie sich vielleicht an den größeren, versuchen mitzugehen und gehen Entwicklungsschritte, für die sie vielleicht noch nicht bereit sind. Die Krippenleiterin hat dann aber gleich die Anmerkung gegeben, dass es bei Geschwisterkindern natürlich etwas anderes ist. 

Dies nur als kleiner Zwischenruf. Nachdem wir uns das Erdgeschoss angeschaut haben, ging es ins Obergeschoss, wo später dann auch die große Inforunde stattfand.

Obergeschoss: Das Reich der Kleinen

Als wir im Obergeschoss waren, gingen wir erst an den Garderoben der kleineren Krippenkinder vorbei. Durch einen Flur und am Bad vorbei kamen wir in den Essbereich, wo zwei Lózcy Bänkchen standen. Dort erklärte eine Erzieherin, werden die Kinder eins zu eins gefüttert. Das heißt vor jedem Kind sitzt die jeweilige Bezugsperson der Krippe und begleitet das Kind durch die Essenssituation. Diese intensive Betreuung entspricht dem Gedanken von Emmi Pikler, die ja der Pflege und Hygiene sehr viel Aufmerksamkeit gewidmet hat und die Erzieher bzw. Betreuer sich nur immer auf ein Kind einlassen, dafür aber zu 100 Prozent.

Durchquert man den Essbereich steht man im großen Spiel- und Bewegungsraum. Hier finden sich auch wieder abgegrenzte Bereiche, in denen sich die Kinder frei entfalten können. Offene Betten laden zum ausruhen ein, die Rampen zum Klettern oder wie Nepo es immer liebt, zum Rutschen.

In diesem großen Raum fand dann auch der Infoabend statt. Für die Kinder war das super und speziell für Nepo war es fast wie Spielraum, nur mit ganz wenig Kindern und sehr vielen Zuschauern.

Ablauf der Infoveranstaltung

Nachdem sich alle Eltern in diesem großen Raum eingefunden hatten, begann die Krippenleiterin mit der Infoveranstaltung. Wir Eltern saßen auf dem Boden oder auf den kleinen Hockern. Hinter uns an der Wand war ein Geburtstagskreis und siehe da dort war auch ein Junge, den ich in PEKiP im Alter von drei Monaten kennengelernt habe. Scheinbar habe nicht nur ich gemerkt, dass Pikler viel besser als PEKiP ist. 😉

Durch die Infoveranstaltung führte die Krippenleiterin, die zuerst sich vorstellte, danach kamen die Mitarbeiter an die Reihe. Als nächstes folgte die Erläuterung des Konzepts von Emmi Pikler, abgerundet wurde die Theorie durch praktische Beispiele aus dem hiesigen Krippenalltag. Ein Video zeigte beispielsweise, wie die Essenssituation im Obergeschoss, also bei den Kleineren gestaltet wird. Dann wurden noch einige Bilder gezeigt und mit Informationen rund um den Tagesablauf abgerundet. Neben den Mitarbeiterinnen kamen auch zwei Frauen vom Vorstand bzw. von der Elternarbeit zu Wort. Besonders die Elternmitarbeit und der Bewerbungsprozess wurden angesprochen.

Irgendwann bekam Nepo Hunger und ich verließ mit ihm und einer Brezel den Raum, setzte mich mit ihm an das Loczy Essbänkchen und versuchte noch etwas aus der Runde mitzubekommen.

Obwohl Nepo dann munter durch das Obergeschoss spazierte, konnte ich einen großen Teil der Informationen mitbekommen. Den Rest hat mein Freund, der im Raum geblieben ist, mitgenommen. Ich bin da sehr froh drum, weil ich ja als hochsensibler Mensch nicht nur die Worte aufnehme, sondern Gerüche, Mimiken und Gestiken. Es kann also sein, dass ich vor lauter vergeblicher Filterversuche einfach mal was überhöre. Überraschenderweise habe ich aber, obwohl ich draußen war fast alles mitbekommen, inklusive der Fragerunde.

So weiß ich nun, dass auch der Budenzauber einen Spielraum plant, für den wir dann auch gleich mal unser Interesse bekundet haben. Ob er in der Altersklasse von Nepo stattfindet, weiß ich allerdings nicht, denn der Großteil der vorgemerkten Kinder ca. ein Jahr jünger sind und mittlerweile weiß ich schon, dass das ein riesiger Unterschied ist.

Mein Fazit zum Infoabend

Alles in allem war es für uns ein informativer Abend, auch wenn mir klar wurde, dass es sehr hart wird dort einen Platz zu bekommen.

Für mich beginnt jetzt die Arbeit. Am Wochenende werde ich die Bewerbungsmappe fertigmachen. Heute hatte ich im Spielraum schon unseren Narrative Clip dabei und ein paar Fotos von Nepo im Spielraum gemacht.

Ich bin wirklich gespannt, ob es reicht für einen Platz. Auf jeden Fall sind wir jetzt schlauer und es bleibt spannend. 😀

 

14Feb/16

Vorträge und Events im Café Glanz

Da ich mit Nepo ja viel im Café Glanz unterwegs bin, habe ich mir letzte Woche einfach mal einen Flyer geschnappt und muss sagen, dass da doch tolle Vorträge im ersten Halbjahr geplant sind. Da ich immer froh bin, zu wissen, wann was ist, liste ich hier einfach mal alle für mich relevanten auf:

Was will mir mein Kind sagen – kindliche Signale verstehen (Vortrag)

Datum: 03.03.2016, 14:30 Uhr

Referentin: Laura Meinardi-Weichhart, Psychologin, SAFE-Mentorin, Kinderkrankenschwester

Kosten: 3,00 EUR

Für Eltern mit Kinderbetreuung. Die Kinderbetreuung findet gleich nebenan im Kinderzimmer statt, da zu diesem Zeitpunkt auch die offene Kinderbetreuung stattfindet. Anmeldung für den Vortrag ist bis zum 29.02.2016 erforderlich. Ich habe mich gerade über info@siaf.de angemeldet. Hier geht es zum Flyer mit weiteren Informationen.

Ladies Frühlings-Brunch im Café Glanz

Datum: 10.04.2016, 11:00 – 14:00 Uhr

Mehr Informationen gibt es hier. Ich selbst werde da mal mit Nepo vorbeischauen, damit der Papa mal ein paar Stunden für sich hat.

Flohmarkt parallel zum Haidhauser Hinterhofflohmarkt

Datum: 23.04.2016, 10:00 – 15:00 Uhr

Neben dem Flohmarkt gibt es Kaffee und leckeren selbst gebackenen Kuchen. Mehr Informationen bzw. den Flyer findest du hier. In dem Flyer stehen auch nähere Informationen, falls ihr selbst Sachen verkaufen möchtet.

Die ersten Spuren des Kindes (Vortrag mit Bildern)

Von den Anfängen der Mal- und Zeichenentwicklung und ihre Weiterentwicklung.

Datum: 12.05.16, 15:00 Uhr

Referentin: Bettina Eberherr, Erzieherin, Malpädagogin (Arno Stern, Paris)

Kosten: 3,00 EUR, Anmeldung bis 09.05.16 erforderlich. Mehr Informationen gibt es hier. Ich habe mich heute auch gleich über info@siaf.de angemeldet.

Ladies Sommer-Brunch im Café Glanz

Datum: 19.06.2016, 11:00 – 14:00 Uhr

Mehr Informationen gibt es hier. Ich selbst werde da mal mit Nepo vorbeischauen, damit der Papa mal ein paar Stunden für sich hat.

Das waren nur einige der vielen Vorträge und Events. Auf der Website des siaf e.V. findet sich eine kompakte Übersicht aller Termine.

Ich bin gern und sehr oft im Café Glanz und freue mich natürlich, dass sich Nepo sehr wohl dort ist und ein starkes Vertrauen in die Mitarbeiterinnen hat. Für mich ist das sehr wichtig, denn auch ich möchte einfach mal abschalten, ein Buch lesen oder vor mich hin träumen. Wenn man keine direkte Verwandtschaft in der Umgebung hat, dann lernt man solche Auszeiten erst recht zu schätzen.

Jetzt kann ich nur für dieses Frauencafé in München sprechen. Mich würde interessieren wie es bei euch aussieht? Habt ihr auch Cafés die auf die besonderen Bedürfnisse von Frauen mit Kindern ausgerichtet sind und bieten die dann auch Vorträge und Events an?

In diesem Sinne einen schönen Valentinssonntag.

Mareike

22Okt/15

Mein geliebtes Café Glanz

Heute möchte ich gern mal über mein zweites Wohnzimmer schreiben: Das Café Glanz in der Sedanstraße in München. Entdeckt habe ich es erst im April, als ich mich für den Spiel- und Bewegtraum angemeldet habe. Seitdem sind wir dort immer zu Gast und gehören fast schon zum Inventar. 🙂

Hintergrund zum Café

Das besondere an dem Café ist seine Entstehung. Es ist kein gewöhnliches Café, sondern „Dreh- und Angelpunkt“ des Vereins siaf e.V.. Der Verein „setzt sich für Frauen, Frauenrechte, Gleichberechtigung und Gleichstellung ein. Ein besonderes Augenmerk unserer Arbeit liegt auf dem Zusammenleben von Frauen und Kindern.

Das Café Glanz für Frauen ist ein Ort zum Kennenlernen, bietet Raum für Kultur, Workshops, Vorträge und Selbsthilfegruppen für alle Frauen.

Wir entwickeln laufend Angebote für Frauen, Mutter-Kind-Gruppen und Eltern und Kinder. Nähere Informationen dazu finden Sie in unserem Programm.“

Neben diesen Angeboten dient das Café auch als Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekt:

Ein wichtiger Faktor für ein unabhängiges selbstbestimmtes Leben ist die Möglichkeit, einer sinnvollen Arbeit nachzugehen. Frauen, die ihren Lebensunterhalt von Arbeitslosengeld II bestreiten, können bei siaf e.V. in einem – meistens befristeten – Beschäftigungsverhältnis den Wiedereinstieg realisieren.
Als Beschäftigungsprojekt ermöglicht siaf e.V. die Integration und den Einstieg ins Berufsleben in verschiedenen Bereichen:

  • Gastronomie: im Team des Café Glanz für Frauenweiter
    für Küche, Service und Hauswirtschaft
  • Mutter-Kind-Bereich: Hilfskraft Kinderbetreuung

Ich hätte das jetzt sicher auch alles mit meinen eigenen Worten wiedergeben können, aber ich fand die Beschreibungen so perfekt, dass ich sie einfach übernommen habe. Nachdem ich kurz etwas zum Hintergrund des Cafés geschrieben habe, kommen hier meine eigenen Erfahrungen mit meinen eigenen Worten. 🙂

Meine Erfahrungen im Café

Obwohl ich seit der Geburt unseres Sohnes unzählige Male am Café Glanz vorbeigelaufen bin, war ich erst im April diesen Jahres das erste Mal „drin“.

Beim Eintritt fällt der erste Blick auf die Trennwand am Eingang, die viele Informationen und Flyer über Angebote für Frauen, Mütter und Familien beinhaltet. Es lohnt sich wirklich dort ab und zu nach interessanten Angeboten zu schauen. 🙂 Wenn man diese Trennwand passiert hat, steht man mitten im Café. Auf der rechten Seite parke ich immer meinen Kinderwagen. Das ist mittlerweile auch der Zeitpunkt, an dem Nepo schon ganz ungeduldig wird, weil er genau weiß wo wir sind. Also ziehe ich ihn die Jacke aus, nehme ihn aus dem Kinderwagen und lass ihn laufen. Ab da beginnt für mich die Entspannung.

Das Café ist sehr aufgeräumt, der Korkboden vermittelt einen wohligen Eindruck. Die Wände sind mit Bildern immer wechselnder Künstler geschmückt. Auf den Holzstühlen finden sich selbstgehäkelte Sitzkissen in verschiedenen Farben. Links in der Ecke ist ein gemütliches Sofa – auch mit gehäkelten Kissen und einer Decke verziert. Daneben steht ein Holzregal, in dem sich unten die Spielkisten für die Kinder befinden. In der Mitte sind die kostenfreien Stadtmagazine und im oberen Teil die Kinderbücher aufbewahrt. Am Anfang saß ich gern auf dem Sofa, jetzt sitze ich lieber an einem der vielen Tische, die mit frischen Blumen gedeckt sind. Im Café stehen überall Kinderstühle, auch Klappbettchen für die ganz Kleinen gibt es hier.

Nach dem ich mir einen Tisch gesucht habe, Nepo schon fünfmal die Theke auf- und abgelaufen ist und ich endlich meine ganzen Sachen abgelegt habe, bestelle ich mir an der Theke einen Café, trinke vom bereitgestellten Wasser und suche mir für Nepo und mich einen der leckeren selbst gebackenen Kuchen aus. Unser Favorit ist der Käse-Mandarinen-Kuchen. Die Kuchen werden alle vor Ort von den Mitarbeitern selbst gebacken, denn die Theke ist gleichzeitig auch Küche und Backstube. Jeden Mittag ab 12:00 Uhr gibt es leckeres gesundes und vor allem günstiges Essen. Ich selbst habe aber erst einmal dort zu Mittag gegessen. Die Qualität der Gerichte ist sehr gut und viele Mütter kommen mit ihren Kindern zum Essen ins Café. Mein Favorit ist und bleibt der Kuchen. 🙂

Die Preise sind meiner Ansicht nach sehr günstig. Für einen Tee zahle ich 1,00 EUR, für einen großen Kaffee 1,50 EUR. Der teuerste Kuchen kostet 2,50 EUR, aber die meisten eher 1,50 EUR. Das Essen kostet glaub ich auch nur 4,50 EUR, genau weiß ich es aber leider nicht.

Die Mitarbeiterinnen sind sehr herzlich. Auch Nepo hat sie sofort ins Herz geschlossen. Er kann dort bedenkenlos durch die Gegend laufen und wenn Zeit ist, spaßen die Mitarbeiterinnen mit den Kleinen auch rum. Er ließ sich auch schon von ihnen auf den Arm nehmen, als er Fremden gegenüber eigentlich sehr skeptisch war. Ich glaube für ihn sind das sowas wie Tanten, die immer leckeren Kuchen machen. 🙂

Für mich sind es Engel, bei denen ich Kuchen essen kann, Kaffee trinke und einfach entspannen kann.

Das Café ist wirklich eine tolle Anlaufstelle und bietet eine gute Möglichkeit andere Mütter mit Kindern kennenzulernen oder mit dem Kind einfach einen entspannten Vor- oder Nachmittag zu erleben.

Das Café ist Dienstag bis Donnerstag von 09:30 bis 18:00 Uhr geöffnet, am Freitag von 09:30 bis 14:00 Uhr. Montags und am Wochenende ist es geschlossen, denn auch Engel brauchen mal eine Verschnaufpause. 🙂

Bildergalerie

Hier sind mal ein paar Impressionen aus dem Café, denn Bilder sagen ja immer mehr als Worte.

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21Sep/15

Unsere erste Wiesn mit Kleinkind

Nachdem Dieter Reiter am Samstag das weltgrößte Volksfest, das legendäre Oktoberfest, mit den Worten „O’zapft is“ eröffnet hat, ging es am heutigen Montagmittag für uns als kleine Familie auf die Wiesn. Mein Freund hatte einen Kundenevent im Hacker Pschorr Festzelt und so haben wir schon vor einigen Wochen ausgemacht, dass wir diesmal mit dabei sind.

Im Hacker Pschorr Festzelt

Die Vorbereitung

Im Vorfeld haben wir uns überlegt, ob wir Nepomuk nicht eine Lederhose besorgen sollten. Nach langen Recherchen und Überlegungen haben wir beschlossen, dass eine Lederhose erst Sinn macht, wenn er gut laufen kann. Bedeutet, dass Nepomuk ab der nächsten Wiesn eine eigene Lederhose bekommt. Für heute haben wir ihm daher eine knielange Jeanshose mit Hosenträgern, blaue Strumpfhosen, einen blauen Body und eine selbstgestrickte blaue Jacke angezogen.

Bei meinem Freund war es relativ einfach, denn er hat ja seine Standardausstattung von weißem Hemd, Lederschuhen, Strümpfen und Haferlschuhen.

Ich habe bereits zwei Dirndl und bin damit eigentlich auch gut ausgestattet. Nur die Frage, ob die nach zwei Jahren überhaupt noch passen stand lange Zeit im Raum. Vor drei Wochen habe ich das Dirndl anprobiert und es ist irgendwie nicht zugegangen. Letzte Woche habe ich es dann nochmal probiert und es passt. Mir ist so ein Stein vom Herzen gefallen. 🙂 Als ich Samstag dann auch noch mein anderes Dirndl anprobierte und es passte, fühlte ich mich großartig. Dem Wiesnbesuch in Dirndl stand nichts mehr im Weg. Auch meine Schuhe konnte ich wiederverwenden. Früher habe ich High Heels zum Dirndl getragen, heute waren es schlichte flache Schuhe in weiß. Ich wollte aus minimalistischen Gründen keine Dirndlschuhe kaufen. Ich denke für die ein bis zwei Besuche auf der Wiesn tun es normale Schuhe auch. Die Handtasche konnte ich auch wie immer verwenden. Ein Longchamp Tasche, die zu meinem Dirndl gut passt und die ich sonst eigentlich nicht trage, weil sie aufgrund ihrer Größe im Alltag für mich absolut unpraktisch ist.

Gestern habe ich dann alles nochmal aufgebügelt und an unsere Wohnungstür gehängt, damit ich heute nicht anfangen muss alles zusammen zu suchen.

Der Morgen vor der Wiesn

Heute früh sind wir wie immer relativ spät aufgestanden. Während ich am Wochenende aufgrund von Treffen mit Freunden immer den Wecker gestellt habe, verlassen wir uns unter der Woche immer auf Nepomuk. Der weckt uns meist zwischen 07:00 und 07:30 Uhr. Da ich alles gestern schon vorbereitet hatte und auch wusste, was er anzieht, konnte ich mich heute morgen in Ruhe um sein Frühstück kümmern, ihn in die Wanne stecken, dann anziehen und dann mit ihm zum Spielplatz. Wir waren dann von 09:00 bis 10:00 Uhr auf dem Spielplatz, haben geschaukelt, im Sand gespielt und die Rutsche ausprobiert. Danach ging es noch kurz zu dm und dann nach Hause.

Zuhause machten wir uns fertig, ich gab Nepomuk ausnahmsweise eine Milchflasche, weil er nichts anderes essen wollte. Kurz vor 11 Uhr kam dann mein Freund aus dem Büro, zog sich um und dann ging es los.

Der Weg zur Wiesn

Von unserer Wohnung sind wir mit der U-Bahn relativ schnell an der Theresienwiese und damit auf der Wiesn. Wir steigen in die U4 oder U5 am Max-Weber-Platz aus und dann ein paar Stopps weiter an der Haltestelle „Schwanthalerhöhe“ wieder aus. Wir haben uns für diese Haltestelle entschieden, weil sie nur eine Station weiter als die „Theresienwiese“ ist, aber schneller zu den Festzelten gelangen, weil wir uns nicht einmal quer übers Oktoberfest schieben müssen.

Nepomuk rockt das Festzelt

Der Nachmittag im Hacker Pschorr

Um kurz vor 12:00 Uhr haben wir das Hacker Pschorr Festzelt erreicht. An einem Montagmittag ist nicht so viel los, darum konnten wir auch mit Kinderwagen durch den Haupteingang laufen. Mein Freund hatte eine Reservierung an der Seite in den sogannten Boxen. Das ist auch der Grund, warum ich mit dem Kleinen mitgekommen bin. In der Mitte würde ich nie ein kleines Kind mitnehmen, denn dort sind meistens die Trinker. In der Box wurden wir schon von den Bedienungen freundlich bis familär begrüßt. Mein Freund meinte, es seien jedes Jahr die gleichen Bedienungen und man kennt sich einfach. Das nun auch mal ein Kleinkind dabei war, freute die Damen umso mehr.

Den Kinderwagen konnten wir in die Ecke stellen und uns dann die besten Plätze aussuchen. Am Anfang hatte ich Nepomuk noch die ganze Zeit auf dem Arm, aber als er sich dann langsam aklimatisiert hatte, ließen wir ihn auch immer wieder runter, damit er laufen konnte. In den Boxen ist das kein Problem, weil ja nur wenige Leute dort sind und kein „Laufpublikum“ wie in der Mitte des Festzeltes.

Hin und wieder sind wir mit Nepomuk auch mal durchs Zelt gelaufen und er kam aus dem Staunen nicht wieder raus. Die Decke, die Bilder, die Leute, die Kapelle, dass alles war so super aufregend für ihn.

Nur mit dem Essen war es heute nicht so dolle. Gestern fand er Pfanndkuchensuppe lecker, heute wollte er sie nicht essen. Auch kein Kartoffelpüree oder die Brezn. Ich denke, dass es die Aufregung war, die ihm wohl den Hunger genommen hat.

Sehr gechillt in der Box

Ein Rundgang über die Wiesn

Nach dem Mittagessen bin ich mit Nepomuk noch über die Wiesn gelaufen. Mittlerweile war es 14:30 Uhr, der Himmel strahlend blau und die Temperaturen spätsommerlich. Die ganzen Fahrgeschäfte, Luftballonstände, Karussells, das alles war schon sehr aufregend. Wir schauten uns einen Ponystand an, danach gingen wir langsam zur „Oide Wiesn“. Dort findet man noch sehr historische Fahrgeschäfte und es ist ruhiger als auf der normalen Wiesn. Der Eintritt fällt mit 3,00 EUR bei den anderen Ausgaben auch nicht mehr auf. Ich habe dort dann noch ein Lebkuchenherz für den Papa gekauft und danach sind wir wieder zurück auf die normale Wiesn.

Nepomuk war in der Zwischenzeit eingeschlafen und ich schob ihn weiter zwischen den ganzen Besuchern und Fahrgeschäften über die Wiesn, holte mir ein Magenbrot und schaute mir die anderen Mütter an, die ebenfalls ihre Kinder im Kinderwagen oder im Tragetuch über die Wiesn transportierten.

Wer in München wohnt, für den ist ein Besuch auf der Wiesn sicher selbstverständlich. Auch das die Mütter Dirndl tragen und nicht im Schlabberlook durch die Gegend laufen, ist hier normal. Ich finde so einen Spaziergang sehr schön, auch wenn er nicht ansatzweise so entspannend ist, wie an der Isar oder im Englischen Garten.

Zurück im Hacker Pschorr

Nach einer Weile ist Nepomuk wieder aufgewacht und wir liefen wieder Richtung Hacker Pschorr. Mittlerweile war es 16:00 Uhr und die Zelte gut gefüllt. Ich ging wieder durch den Haupteingang rein, die Security scherzte mit Nepomuk, aber schon im Zelt hatte ich Probleme mit dem Kinderwagen durchzukommen. Das lag nicht an der Menge der Leute, sondern an den betrunkenen, die einfach in den Gängen rumlungerten. Irgendwann machten sie Platz und wir konnten wieder in die Box.

Die Stimmung war jetzt schon lauter und gelöster. Es gab schon viele Betrunkene, die auch immer wieder versuchten in unsere Box zu kommen, weil sie dort freie Plätze gesehen haben. Auch bei den Toiletten musste ich nun warten und ich hoffte, dass es bald 17:45 Uhr wurde.

Die Zeit verging und Nepomuk wurde langsam genervt. Als mein Freund dann von der Kellnerin zum Zahlen abgeholt wurde, wollte Nepomuk nur noch in Richtung Mittelschiff laufen. Ich hatte Mühe ihn in der Box zu halten. Auch konnte er nicht mehr so ungehindert laufen, weil nun viele Leute das Zelt verliessen. Im Innenschiff wurden jetzt Tische geräumt und es wurde immer lauter. Ich war froh, als mein Freund vom Bezahlen wieder da war und wir Nepomuk in den Kinderwagen packen konnten und dann Richtung U-Bahn liefen.

Der Heimweg

Es war 18:00 Uhr und in München heißt das Wiesnbesucher meets Berufsverkehr. Da wir aber eine Haltestelle vor der Theresienwiese einstiegen, war es auf dem Bahnsteig ruhiger und wir bekamen einen Platz in der U-Bahn. Nach einigen Stopps waren wir wieder am Max-Weber-Platz und dann nach kurzem Fußweg wieder zuhause.

Während wir uns aus unserer Tracht pellten, spielte Nepomuk auf seiner Decke schon wieder vertieft mit seinen Holzbausteinen.

Gegen 20:00 Uhr legten wir ihn ins Bett und bis jetzt schläft er noch und verarbeitet sicher die vielen Eindrücke vom heutigen Tag.

Mir und meinem Freund geht es auch super. Ich habe über den Tag verteilt 3 Maß alkoholfreies Bier getrunken und vom Brotzeitbrettl genascht. Meine Sünde waren seit langem mal wieder Kässpätzle, die sehr lecker waren. Jetzt sitze ich hier bei meinem grünen Tee und freue mich auf unseren nächsten Besuch auf der Wiesn. Dann aber nur zum spazieren gehen und vielleicht fahren wir mit dem ein oder anderen Kinderkarussell. Ins Festzelt gehen wir dieses Jahr nicht wieder, auch wenn wir so gute Erfahrungen gemacht haben. Ich denke einmal im Jahr reicht es vollkommen aus.

Kann man mit einem Kleinkind wirklich unbesorgt auf die Wiesn gehen?

Auf diese Frage würde ich nicht mit einem eindeutigen „Ja“ antworten. Ich denke es geht, wenn man auf das Kind Rücksicht nimmt. Ich würde nie, nie, nie mit Nepomuk an einem Samstag auf die Wiesn oder in ein Festzelt gehen. Dort ist dann wirklich die Hölle los und es ist weder für die Erwachsenen noch für die Kinder ein Spaß. Auch würde ich im Festzelt nie in das Mittelschiff gehen. Das geht vielleicht an einem Sonntagmorgen, aber schon ab Mittag wird es voll.

Auch würde ich nicht nur im Festzelt bleiben, sondern auch über die Wiesn spazieren. Wenn der Kleine dann trotzdem nur noch schreit und ich merke, dass es ihm keinen Spaß mehr macht, dann würde ich mit ihm sofort nach Hause gehen, alles andere wäre verantwortungslos und egoistisch gegenüber dem Kind.

Uhrzeitmäßig ist wohl die Mittagszeit unter der Woche die beste Zeit für einen Wiesn Besuch. Dann sind die U-Bahnen nicht so voll, das Festgelände gut gefüllt, aber nicht zu voll. Der Nachhauseweg sollte dann nicht erst um 22:30 Uhr nach Betriebsschluss erfolgen, dann wird es in den U-Bahnen und um das Festgelände herum laut, voll und dreckig, dass es schon für Erwachsene ein Graus ist, für Kind wäre das sicher der Horror.

In diesem Sinne: Habt eine schöne Nacht

Alles Liebe

Mareike