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21Apr/17

Osterurlaub: Für einfach mal nichts tun

Es ist jetzt Freitag und mein Osterurlaub neigt sich dem Ende zu. Obwohl wir wetterbedingt zuhause geblieben sind und die Wohnung gemeinsam NULL mal verlassen haben, hatten wir eine super Zeit. Und Nepos „Hab dich lieb“ hat mich zum glücklichsten Menschen gemacht. 🙂 Continue reading “Osterurlaub: Für einfach mal nichts tun” »

06Feb/17

DIY: Legespiel mit drei Grundformen (nach einer Idee der Wunderwerkstatt)

Vergangenes Wochenende hatte ich endlich Zeit und Muse und konnte das tolle Legespiel für Nepomuk basteln. Die Idee, wie so viele andere tolle Ideen, habe ich auf dem wunderschönen Blog Wunderwerkstatt von Manuela gefunden. In diesem Blogbeitrag möchte ich Euch kurz berichten, wie sich die Idee umsetzen lässt, warum ich kreatives Chaos mag und warum ich solche Dinge am liebsten am Abend mache.

Die Vorbereitung

Als ich das erste Mal auf der Website von Manuela war, bin ich aus dem Staunen gar nicht mehr herausgekommen. Denn was sie dort alles entwirft, anleitet und zu eigenen Ideen animiert, finde ich einmalig. Die Utensilien (Quadrate, Rauten oder Dreiecke) hatte ich mir schon vor einigen Wochen bestellt, da ich zu Weihnachten für Nepomuk ein Würfelmosaik gebastelt habe, dass ich ebenfalls in der Wunderwerkstatt gefunden habe.

Lediglich die Tusche Farben waren fast aufgebraucht und so musste ich mir noch welche über Amazon bestellen.

Hier eine kleine Auflistung über die Materialien, die ich verwendet habe:

Da wir in einer kleinen Wohnung leben, habe ich mir alles auf einem Tablett vorbereitet, sodass ich dann einfach nur drauf losmalen musste. Pro Farbe entschied ich mich für fünf Quadrate und fünf Dreiecke. Bei den Rauten waren es sechs Stück pro Farbe. Um mich einigermaßen an den Regenbogenfarben zu orientieren, habe ich für die Rauten folgende Farben gewählt:

  • gelb, orange, rot, blau und grün

Bei den Quadraten und Dreiecken hatte ich eine höhere Anzahl zur Verfügung und mich für folgende Farben entschieden:

  • gelb, orange, rot, dunkelrot, violet, blau, hellgrün und dunkelgrün

Jetzt brauchte ich nur noch ein Zeitfenster, indem ich mein Tablett schnappen konnte und mit der Umsetzung der Idee beginnen konnte.

Kreatives Chaos im Wohnzimmer

Spontan beschloss ich Samstagabend um 19 Uhr mit dem Malen anzufangen. Ich schlug Nepomuk vor, dass wir gemeinsam am Couchtisch malen könnten. Er bekam von mir alte Bauklötze und ich wollte mit den Quadraten, Dreiecken und Rauten beginnen. Natürlich waren für Nepomuk die Bauklötze total uninteressant und er wollte unbedingt mit die Formen anmalen. Irgendwann einigten wir uns und Nepomuk zog mehr oder weniger begeistert ab. Mein Freund und ich richteten die Arbeitsfläche hin, in dem wir die alten Papiertüten von Amazon Prime Now zerschnitten und auf den Couchtisch klebten. Ich fand, dass sah schon so cool schäbig aus, dass man gleich ein Bild machen müsste.

Mittlerweile war Nepomuk ins Wohnzimmer zurückgekehrt und spielte mal mit seinem Duplo, mal mit seinem Gabelstapler. Ab und an kam er bei mir vorbei, schnappte sich einen Pinsel und wischte damit erst im Wasserfarbkasten rum, un dann auf einem Blatt Papier. Irgendwann fand er Beschäftigung und ich malte meine Formen in der Reihenfolge: gelb, orange, rot, blau und grün. Das waren die Farben, für die ich von allen Formen genug Exemplare hatte. Dunkelrot, violet, dunkelblau und dunkelgrün kamen erst später hinzu.

Der Couchtisch wurde immer voller und die Unterlage immer bunter. Zwischendurch musste ich immer Pause machen, da Nepomuk meine Anwesenheit einforderte und ich mit ihm im Schlafzimmer puzzelte oder ein Schaumbad im Waschbecken unseres Badezimmers einließ. Irgendwann ging ich dann wieder zurück und malte weiter.

Nepomuk kam kurze Zeit darauf wieder und sah, dass ich bei seiner Lieblingsfarbe grün war.

Also schnappte er sich einen Pinsel und malte die ganze Unterlage voll. Ich fand das so toll, wie er so versunken seine Bewegungen über das Papier machte. Irgendwann bat er mich ein Haus zu malen und forderte dann noch einen Bagger, eine Straße, ein Müllauto und einen Hubschrauber. Ich sagte ihm, dass ich jetzt gern meine Formen fertig malen wollte und wir morgen gern sein Müllauto und den Hubschrauber malen können. Das war für ihn in Ordnung und er ließ mich meine Formen fertig malen.

Mittlerweile war es 0 Uhr und Nepomuk noch putzmunter. Ich packte alle bemalten Formen in unseren Dörrautomaten, der gestern Abend aber überhaupt nicht funktionierte. Also ließ ich die Klappe auf und räumte alles weg.

Es war dann schon 0:30 Uhr und ich genoß den Abend. Von Müdigkeit oder Erschöpfung war keine Spur und ich hatte mich beim Malen so erholt. Es war sehr schön, wie wir gestern alle in unserem Wohnzimmer zusammen waren und jeder doch sein Ding machen konnte. Ich dachte während des Malens über meinen Job nach, wo ich mich noch einbringen konnte, wie ich mich besser organisieren könnte und so weiter. Aktuell bin ich wieder sehr motiviert für meinen Job, das war letztes Wochenende total anders. Aber ich muss auch sagen, dass meine Position nicht so einfach ist, zumal mein Chef in Berlin sitzt und ich mir manchmal wie ein einsamer Ritter vorkomme, der seinen eigenen Kampf kämpft.

Warum ich das Malen liebe und es wichtig finde Nepomuk bei der Entstehung mit einzubeziehen

Ich liebe das Malen, weil es für mich eine Tätigkeit ist, bei der ich etwas tue und doch entspannen kann. Mich macht das Ergebnis einfach glücklich und ich fühle mich so produktiv, ohne erschöpft zu sein. Wenn ich das Malen dann noch mit etwas verbinden kann, von dem auch Nepomuk etwas hat, ist es noch viel besser.

Auch wenn es schwer ist, etwas zu gestalten, wenn Nepomuk um mich herumspringt, so finde ich es doch wichtig, dass er sieht, wie etwas entsteht. Wir waren mal in einem Elternabend bei unserer Krippe im Montessori21 Kinderhaus. Dort hat die Kinderhausleiterin Barbara vor uns einen Jahreskreis aufgebaut und ihn mit uns gestaltet, eben so, wie sie es mit den Kindern macht. Und da ist mir erst bewusst geworden, wie wichtig es ist, dass das Kind seinen Anteil an der Entstehung von etwas Neuem hat. Das ist auch der Grund, warum ich aktuell so viele Sachen selber machen. Natürlich könnten wir alles einfach kaufen, aber dann fehlt meiner Meinung nach der Bezug und es ist halt einfach nur ein Würfelmosaik oder ein weiteres Legespiel. So aber weiß ich, dass wir gemeinsam an etwas gemalt und gebastelt haben und das wir dabei eine schöne, okay, manchmal anstrengende Zeit hatten.

Die Nachbereitung

Nachdem ich meine Malarbeiten beendet hatte, habe ich alles aufgeräumt und die Formen zum Trocknen im Dörrautomaten verstaut. Am Sonntagmorgen war ich dann wieder um 6:30 Uhr wach und habe die ruhige Stunde genutzt, um die Bienenwachspolitur, nach dem Rezept von Manuela von der Wunderwerkstatt herzustellen.

Zum Glück hatte ich noch kleine Bienenwachskügelchen vorrätig und so konnte ich die Politur mit Olivenöl relativ schnell herstellen. Aktuell trocknen nun die Plättchen, die ich mit der Politur bearbeitet habe, in der Küche.

Ich bin so froh und stolz, dass ich dieses Projekt diese Wochenende so umsetzen konnte und freue mich schon auf meine nächste Herausforderung. Ich möchte nämlich gern den Nikitin Geowürfel nachbauen. Die Würfel habe ich mir schon bestellt, jetzt muss ich nur noch Zeit und Muse haben, das auch umzusetzen.

Mein großer Dank gilt auf jedem Fall der Wunderwerkstatt. Ohne Manuela und ihr Team wäre ich nie auf die Idee gekommen, solche wirklich tollen Sachen selber zu machen. Mit ihren Anleitungen ist es auf jeden Fall sehr einfach und ich habe auch noch einige Dinge, die ich gern machen würde. Zum Beispiel diese Spiegelecke.

Demnächst werde ich auch über das Würfelmosaik und die Regenbogenfiguren schreiben, die ich zu Weihnachten für Nepomuk gebastelt habe und in diesem Zuge auch gleich darüber berichten, warum wir Nepomuk dieses Jahr kein Spielzeug zu Weihnachten geschenkt haben. Nur so viel: Er hat es überlebt und ist immer noch ein ausgeglichenes Kind. 😉

Ich wünsche Euch einen wunderbaren Start in die Woche

Alles Liebe Mareike

29Jan/17

DIY: Das nimmersatte Monster

Das Wetter in München ist zwar sonnig, aber für uns immer noch zu kalt. Also waren wir dieses Wochenende zuhause und haben uns ordentlich erholt. Dabei ist mir das kleine Monster eingefallen, dass ich letzten Freitag in dem Montessori Kindergarten gesehen habe. Die Pädagogin meinte dort, dass die Kinder sehr viel Spaß mit dem Füttern dieses kleinen Burschen hätten – und zum Glück hat er immer Hunger. 🙂

Also fragten wir den Opi, ob er am Donnerstag zwei alte Tennisbälle mit nach München bringen könnte. Gesagt, getan und gestern haben wir endlich unser eigenes nimmersattes Monster gebastelt.

Das benötigst du:

  • Einen alten Tennisball
  • Ein Teppichmesser, um den Mund zu schneiden
  • Optional: Kulleraugen oder Farbe für das Gesicht

Unsere Aufgabenverteilung:

Der Mann hatte den schwierigsten Part und musste den Mund reinschneiden. Ich war für die Augen zuständig und der Job von Nepomuk war es, dafür zu sorgen, dass die kleinen gefrässigen Dinger immer was zu essen haben.

Zum Glück macht Hunger nicht wählerisch und somit haben wir uns fürs erste mit Bohnen begnügt. Am Anfang hat Nepomuk fleißig mit der Hand gefüttert, danach dann mit dem Löffel.

Was die kleinen Monster sonst noch fressen:

  • Kaffeebohnen
  • Kichererbsen
  • Maiskörner
  • Edelsteinchen
  • und vielleicht irgendwann mal unsere Sorgen 😉

Was können die noch, außer fressen?

Nun ja, gestern hatten Nepomuk und ich viel Spaß. Mal waren es Hund und Katze, dann wieder Katz und Maus. Mit den beiden konnten wir super Rollenspiele am Tisch machen und uns Geschichten und Dialoge ausdenken.

Nepomuk kann die Monster nicht allein bedienen, sodass wir beide das machen. Er füttert mit dem Löffel und ich sorge dafür, dass die Monster den Mund aufmachen. Ich selbst brauche sowas, um mich voll auf das Spiel mit Nepomuk konzentrieren zu können.

Ich bin gespannt, wie lange wir mit den Kameraden noch zu tun haben werden oder ob sie morgen schon wieder vergessen sind.

Alles Liebe,
Mareike

20Jan/17

Eine Woche im Zeichen der Kindergartensuche

Diese Woche stand ganz im Zeichen der Kindergartensuche. Das Bild zu diesem Post entstand heute Nachmittag, als wir auf die S-Bahn warteten, um wieder Richtung Haidhausen zu fahren. Ja, wir sind heute drei S-Bahn Stationen gefahren und nochmal einen Kilometer gelaufen, um uns einen Montessori Kindergarten anzuschauen. Und irgendwie passte das Zitat von Khalil Gibran wunderbar dazu.

Derjenige, der mit Tinte schreibt, ist nicht zu vergleichen mit demjenigen, der mit seinem Herzblut schreibt.

Ja, ich bin der Meinung, dass wir schon sehr viel Aufwand betreiben, um einen Kindergartenplatz für Nepomuk zu finden. Und ja, ich kann auch verstehen, dass manche das vielleicht etwas übertrieben sehen und die Situation von sich aus entspannter sehen.

Doch eins habe ich im letzten Jahr über mich und die Hochsensibilität gelernt: Wenn mir wirklich etwas wichtig ist und ich dahinter stehe, dann werde ich alles mir mögliche tun, um meine Bedürfnisse und Erwartungen zu erfüllen. Denn wenn ich mich nicht anstrenge und mich nicht zu 100% dahinter klemme, wird es Mist und ich fühle mich im Nachgang einfach schlecht. Sollten wir in diesem Fall keinen Montessori- oder Naturkindergartenplatz bekommen, würde ich mir Vorwürfe machen, warum ich mich nicht mehr darum gekümmert habe.

Hervorstechen aus der Masse

Das ich Bewerbungen an Kindergärten schicke, finde ich selbstverständlich. Das liegt einfach daran, dass dies für mich die einzige Möglichkeit ist, sich von den ganzen anonymen Anmeldungen, die im Kitafinder erfolgen, abzuheben. Ich habe nicht viele Möglichkeiten uns bei den Kindergärten vorzustellen. Zum einen sind wir nicht sehr gut vernetzt und können nicht auf das tolle Vitamin B zurückgreifen, zum anderen habe ich nicht das Selbstvertrauen mich bei Informationsveranstaltungen an die Kindergartenleitung ranzuschmeißen und mich und meinen Sohn anzubieten.

Außerdem versuche ich unsere Familie und unsere Motivation für diesen jeweiligen Kindergarten auf zwei Seiten vorzustellen. Ich möchte, dass die Leute uns als Familie kennenlernen und nicht als jemand, der sich halt mal für einen Platz angemeldet hat. Es hat auch was mit Wertschätzung der Leute zu tun, die sich da mit so vielen Anfragen und Anmeldungen konfrontiert sehen. Ich denke auch sie sind froh, dass sie mal mehr zu greifen bekommen, als nur den pauschalen Anmeldebogen. Mittlerweile gibt es aber meiner Meinung nach viele Kindergärten die schon eine Bewerbung erwarten, um zu sehen wie engagiert die Eltern sind und wie sehr sie hinter der Einrichtung stehen.

Wenn du deine Bewerbung bereust

Das ich voller Motivation und Herzblut meine Bewerbungen für einen Kindergarten schreibe, den ich nur aus dem Internet kenne, ist das eine. Ob ich meine Bewerbung bei der Besichtigung dann aber noch aufrecht halten möchte, ist etwas anderes.

Diese Woche hatte ich zwei Highlights: Den tollen Infoabend des Naturkindergarten Haidhausen und die heutige Schnupperstunde in einem Montessori Kindergarten in Riem.

Doch wo Licht, da auch Schatten: Mein Lowlight war eine Kindertagesstätte, die es wirklich geschafft hat, dass es auf den ersten Blick nur um das Wohl des Trägers geht. Von der Gestaltung, über die Einrichtung bis zu den Buchungspreisen und der Tagesgestaltung war alles im Sinne des Maximalprinzips.

Es war eine Kindertagesstätte, bei der ich es schlich dreist fand Maria Montessori und die Waldorfpädagogik in ihr Konzept aufzunehmen. Aber ich verstehe es, denn für Montessori und Waldorf kann man einfach nochmal abkassieren. Nepomuk und ich haben uns also diese Besichtigungstour gegönnt und sind dann einfach wieder abgezogen.

Das sind so Momente, in denen ich mich frage, warum ich für sowas eine Bewerbung schreibe. Auf der anderen Seite denke ich mir immer, dass ich es vielleicht bereut hätte, wenn ich die Bewerbung nicht geschrieben hätte und es eine tolle Montessori Einrichtung gewesen wäre.

Alles passiert aus einem bestimmten Grund

Als ich mit Nepomuk heute so am Bahngleis stand, die Sonne schien und wir ca. 20 Minuten auf den Zug warten mussten, war ich einfach nur froh, dass wir den heutigen Kindergarten angeschaut haben. Nepomuk hat dort wunderbare 1,5 Stunden verbracht und sich sehr wohl gefühlt. Ich konnte mich überzeugen, dass man auch mit sehr kleinem Budget eine wundervolle und vor allem familiäre Atmosphäre schaffen kann. Ein Paradies im Gegensatz zu dieser kalten Kindertageseinrichtung.

Aktuell bin ich auch nicht gestresst mit der Suche nach einem Kindergartenplatz. Nein, ich sehe es als eine Reise, die ich mit Nepomuk angetreten habe. Wir machen so tolle Sachen wie U- und S-Bahn fahren oder schauen uns andere Kindergärten an, in denen Nepomuk immer was zum spielen oder zur Beschäftigung findet. Wir lernen beide dazu und egal wie unsere Reise ausgeht, ob wir am Ende mit oder ohne Kindergartenplatz da stehen: Es passiert alles aus einem bestimmten Grund.

Auch wenn ich es schlimm fand, dass wir bei unserem aktuellen Kinderhaus keinen Kindergartenplatz gefunden haben, so bin ich in der Verabschiedung schon so weit, dass mir das gar nichts mehr ausmacht. Das ich entspannt die Zeit der Krippe geniessen kann und mich in aller Ruhe nach der Folgeeinrichtung umsehen kann.

Ich bin vor allem Nepomuk dankbar, dass er alles so mitmacht. Das er sich die Kindergärten anschaut, geduldig mit mir auf U- und S-Bahnen wartet und auch vor längeren Fußmärschen durch das wirklich kalte München Angst hat. Er macht das wirklich toll und ich weiß, dass es für ein Kind nicht einfach ist, einzuordnen, warum wir zum Beispiel heute Nachmittag in einem Kindergarten waren und am Montag wieder bei Regina, Biene und Tante Andrea vom Kindernest sind.

Alles in allem war das eine wunderbare Woche – in der ich viel gelernt habe und wieder viel Zeit mit Nepomuk verbracht habe.

Doch jetzt bin ich auf das Wochenende gespannt. Da heißt es erstmal abschalten und Energie tanken, denn am Sonntag habe ich das Einsteiger Seminar bei Crossfit Munich und nächsten Dienstag fliege ich geschäftlich für drei Tage nach Berlin. Das ist das erste Mal seit Nepomuks Geburt, dass ich nachts ohne ihn sein werde.

In diesem Sinne: Thank God Its Friday 🙂

Alles Liebe,
Mareike

14Apr/16

Die Zusage von Montessori 21 ist da :-)

Es ist schon eine Woche her, aber glücklich bin ich immer noch und werde es wohl auch für die Dauer der Krippenbetreuung sein. Letzten Donnerstag haben wir über den Kitafinder+ hier in München die Zusage für unsere absolute Wunschkrippe bei Montessori 21 bekommen.

Der Kitafinder+ wurde im November von der Stadt München eingeführt und ersetzte die bisherige Vergabe nach Wartelisten. Am Anfang war ich schockiert, denn ich hatte mich im Frühsommer 2014 für einen Platz im September 2016 angemeldet und meine Vermutung war, dass ich nun nicht mehr den Vorteil der Warteliste hatte, auf der ich ja eigentlich weit nach oben gerutscht sein müsste. Nach der Anmeldung beim Kitafinder+ im November gingen die Besuche der Kinderkrippen los. Es gab entweder Tage der offenen Tür, Infoabende oder feste Tage, an denen die Krippe besichtigt werden konnte. Teilweise waren dort noch Kinder, die eventuell gerade aßen oder spielten.

Zu jeder Besichtigung nahm ich Nepo mit und wir schauten uns gemeinsam die Krippe an. Je mehr Krippen ich besuchte, desto größere Bauchschmerzen bekam ich. Krippen in alten Gebäuden über drei Stockwerke verteilt waren die Regel, wobei nicht die alten Gebäude das Problem waren, sondern die Stockwerke. Keine Krippe fühlte sich warm und geborgen an. Und als ich bei einer Krippe dann noch die Selfie-Wand der Erzieherinnen sah, wo zig Selfies aufgehängt waren, die offensichtlich während der Kinderbetreuung geschossen wurde, war klar, dass mein Sohn nie, nie, nie in eine „reguläre“ Krippe kommen wird.

Ende Februar bekamen wir dann einen Anruf von Montessori 21 für ein Kennenlerngespräch, an dem sie uns und wir sie kennenlernen sollten. Anfang März waren wir dann also bei dem sehr vertrauten Gespräch, dass nur zwischen uns als Eltern, der Geschäftsführerin Gabi und der Leiterin des Kinderhauses, Barbara, stattfand. Nepo war natürlich auch dabei, aber da es in den Räumlichkeiten der Krippe stattfand, war er natürlich mit den dort angebotenen Materialien beschäftigt und fühlte sich sichtlich wohl.

Für uns war es ein tolles Gespräch und wir wussten, dass sich Nepo dort wohlfühlen würde, weil auch wir uns wohlfühlten. Ich als hochsensible Mutter achte ja sehr viel aus zwischenmenschliches und Dinge, die anderen entgehen würde, wie zum Beispiel das Licht in den Räumen, den Geruch der Räume oder die Sprechweise meines Gegenübers. Die Stimme von Barbara war für mich so beruhigend, wie ich es selten verspüre. Es war so ein warmes Gefühl, dass ich mich einfach nur wohl und zuhause fühlte. Auch die Art wie sie mit Nepo sprach und er gleich mit ihr interagierte hat mich überzeugt. Es sollte diese Krippe sein und sonst keine. Es ging nicht nur darum eine Montessorikrippe zu wählen, sondern vor allem darum einen Ort zu finden, an dem sich Nepo und ich, da ich die Eingewöhnung mache, wohl fühlen. Das es so wichtig ist, das ich mich wohlfühle liegt daran, dass Nepo sofort merkt, wenn ich von etwas nicht überzeugt bin oder meine Zweifel bzw. Ängste habe. Er nimmt das auf und wird selbst unsicher. Etwas, was sicher die Eingewöhnung in die Krippe erschweren würde.

Wir haben in den letzten Wochen und Monaten viel gebangt und gehofft, dass es mit unserer Wunschkrippe klappt. Und als letzten Donnerstag, gleich am ersten Tag der Rückmeldung, die Zusage von Montessori 21 kam, waren wir überglücklich. Ich habe gelesen, dass 10% der 337.000 Anmeldungen gleich am ersten Tag einen Platz bekommen haben. Und wir gehören nicht nur zu den ersten 10%, sondern kommen auch noch in unsere Wunschkrippe. Ich habe dann am Donnerstag gleich unseren Platz bestätigt, sodass meine Anmeldung bei den anderen 10 Krippen erlischt und andere Eltern dadurch nicht mehr blockiert werden. Am Samstag lag dann der Vertrag in unserem Briefkasten und am Dienstag saß ich freudestrahlend in unserem Spielraum-Kurs, der ja auch bei Montessori 21 stattfindet. Dort kamen dann zwei weitere Kinder, die ebenfalls im September in die Krippe starten. So kann Nepo jetzt schon Kontakt zu anderen Kindern aufbauen. Und als ein Mädchen und er einträchtig in der Kiste mit dem Reis saßen und so vor sich hin schütteten, habe ich schon mal einen Eindruck bekommen, wie es vielleicht in der Krippe ablaufen kann. Und der Eindruck gefiel mir sehr gut.

Für uns schließt sich jetzt ein Kapitel, dass uns seit der Schwangerschaft begleitet hat. Ich geniesse die kurze Pause, die dann mit der Anmeldung für einen Kindergartenplatz in die neue Runde geht. Sicher hoffe ich, dass wir einen Platz bei Montessori 21 bekommen, aber das ist leider nicht sicher. Für uns heißt das, dass wir uns weitere Montessori Kindergärten anschauen, aber auch die Waldkindergärten wieder in Angriff nehmen. Es gibt unweit von hier einen Waldkindergarten, der donnerstags immer einen Naturtreff anbietet. Den wollen wir jetzt unbedingt wahrnehmen. Ich denke auch ein Waldkindergarten ist für Nepo toll, denn seit zwei Wochen sind wir nur noch draußen. Gestern wollte er mittags nicht heim, weshalb wir im Biergarten gegessen haben und abends, als es stark regnete, wollte er auch nicht nach Hause und weinte noch lange, nachdem wir zuhause waren.

Ich habe ihm versprochen, dass wir heute wieder rausgehen. Das Wetter soll schlecht sein, aber ich werde ihn einfach gut anziehen, in die Matschhose packen und die Regenjacke vom Flohmarkt einweihen. Ich selbst nehme wohl auch lieber einen Regenschirm mit, was eigentlich nicht so mein Ding ist. 😉

Wir geniessen die Zeit bis es im Mai/Juni dann die ersten Termine bei Montessori 21 gibt, in denen die Kinder nachmittags in der Krippe miteinander spielen. Die Termine gehen eine Stunde und die Eltern sind mit dabei. So lernt Nepo dann die Einrichtung kennen und sieht sie im September nicht gefühlt zum ersten Mal. In dieser Stunde sind dann auch die Pädagogen mit dabei, die dann die Eingewöhnung machen werden. „Bindung vor Bildung“ ist schließlich ein Hauptmotto bei Montessori 21.

 

06Mrz/16

Minimalismus: Unser reduziertes Schlaf- und Spielzimmer

Wir leben hier in München ja in einer Zwei-Zimmer-Dachgeschoss-Wohnung auf 66 qm. Das bedeutet, dass jede Neuanschaffung eines Möbelstücks eine Kettenreaktion nach sich zieht und am Ende ein anderes Möbelstück die Wohnung leider wieder verlassen muss. Ich wünschte mir ich wäre bei manchen anderen Sachen auch so konsequent wie bei den Möbeln. 🙂

Als wir vor ein paar Wochen für Nepo ein Floor Bed kauften, war klar, dass auf Dauer im Schlafzimmer eine der beiden Kommoden verschwinden muss. Während meine Eltern zu Besuch waren, nutzte ich die Gelegenheit und räumte die Kommode komplett leer und das was ich noch behalten wollte, in die Kommode von meinem Freund. Wenn mir jemand vor zwei Jahren gesagt hätte, dass ich mal eine Kommode mit meinem Freund teile und auch nur eine Schrankseite belege, dann wäre das für mich unvorstellbar gewesen. Doch da wir letztes Jahr schon so viel Ballast weggeworfen haben, war das umräumen wirklich kein Ding mehr.

Freitag kam die Kommode weg

Und so stand die Kommode fast einen Monat in unserem Schlafzimmer rum – leer und unbenutzt. Da mein Freund am Freitag den Nachmittag frei hatte, entschieden wir uns die Kommode zum Wertstoffhof zu bringen. Wir wohnen im 4. OG ohne Aufzug und am Stück hätten wir sie nie runtertragen können, weil Nepo sonst hätte allein in der Wohnung sein müssen. Also baute mein Freund sie auseinander und ich brachte sie Stück für Stück in die Tiefgarage. Mein Freund und Nepo machten sich derweil fertig und los ging es zum Wertstoffhof. Für Nepo war das ne ganz coole Sache, denn die Leute in Orange sind seine Helden und der Wertstoffhof war voller Männer in Orange. Dazu noch die riesigen Container in denen unendlich viel Müll landete. Wir nutzten die Zeit und schauten in die großen und kleinen Container, schauten den Pressen zu, wie sie Holz zerdrückten und wo der ganze Bauschutt landet. Irgendwann hatte mein Freund das Auto leer geladen und wir waren wieder um ein Möbelstück leichter.

Wieder zuhause stellten wir Nepos Bett, das ja immer noch an meiner Bettseite hing, an die Wand und zwischen ihn und mir einen Kubus, der eine Art Trennung darstellt. Für viele mag die Tatsache etwas befremdlich sein, dass wir alle drei Betten haben, die nur aus einem Lattenrost und einer Matratze bestehen. Aber für uns ist es perfekt und ich würde immer wieder für ein Kind diese Art von Bett wählen, weil sie dann schon ab den ersten Tagen bis weit ins Schulalter darin schlafen können – ohne Gitter, ohne Angst vor schweren Stürzen und mit viel Bewegungsfreiheit.

Samstag waren die Spielboxen fällig

Natürlich schlief Nepo die Nacht nicht in seinem Bett, sondern in unserem. Aber für mich war das Umstellen schon mal ein Segen. Ich habe jetzt so etwas wie einen Nachtisch und kann im Bett entspannt ein Buch lesen, während Nepo sonst wo in der Wohnung rumturnt oder vor dem Bett mit seinen Autos spielt. Tagsüber sitzen wir übrigens gern auf seinem Bett, spielen mit seinen Stofftieren, die jetzt wieder den Weg ans Tageslicht gefunden haben oder kuscheln einfach nur.

Obwohl wir mit dem Schlafzimmer schon gut unterwegs waren, gab es immer wieder Baustellen, die einfach nicht fertig wurden. Dazu gehörten auch die Aufbewahrungsboxen in Nepos Spielregal. Dort landete in der Hektik des Abends immer alles, nichts war geordnet und keiner hat mehr durchgeblickt, was wo hin soll. Zudem zog Nepo immer die Boxen hervor und holte sonst was daraus, aber nie etwas, mit dem er allein spielen konnte.

Als wir am Dienstag das Gespräch bei Montessori 21 hatten, viel mir wieder auf, wie schön es wäre, wenn es überhaupt keine Boxen, sondern einfach nur wenige, ausgewählte Dinge gäbe, die in den Boxen stehen würden. Damit die Erzieher die Ordnung jederzeit wieder herstellen können, wurden die Materialien in den Regalen fotografiert und jedes Foto zeigt, wo etwas zu stehen hat. So konnte ich am Dienstagabend mithelfen, alles wieder zurück zu räumen. Auf dem Heimweg meinte mein Freund das er diese Art von Ordnung sehr gut findet, weil er bei unseren Boxen überhaupt nicht durchblickt. Also beschloss ich am Wochenende diese Boxen aufzulösen.

Schon am Mittwoch hatte ich begonnen alle Montessori Materialien in einen Schrank zu räumen, um alles auf einmal rausnehmen zu können. Sodass ich gestern nur noch eine kleine Auswahl treffen und mich entscheiden musste, was jetzt in das Regal kommt und was, ja so ist das Leben nun mal, in den Keller.

Nepos Regal mit Boxen

Nepos Regal mit Boxen

Damit Nepo davon nichts mitbekommt, habe ich mir schon im Vorfeld überlegt, was ich gern in das Regal packen würde und nach welchen Kriterien ich vorgehen möchte:

  • Holz vor Plastik (sorry Fisherprice)
  • Pro Fach maximal drei verschiedene Teile, die einen ähnlichen Spielzweck haben
  • Maximal zwei „Produktgruppen“, die eine größere Anzahl von Teilen erlauben und in Körben organisiert sind
  • Bücher und Stofftiere kommen extra
  • Utensilien für die Spielküche haben ebenfalls nichts in dem Regal zu suchen

Und so sortierte ich gestern Vormittag aus und um. Da ich Nepo ja nun oft eine Umgebung vorbereite, konnte ich testen, welche Dinge er oft probierte und welche ihn so gar nicht interessierten bzw. welche er einfach durchgespielt hatte. Das umräumen ging viel schneller als gedacht und hier sind nun die acht Fächer und die entsprechenden Spielsachen die es in den „Recall“ geschafft haben:

  • Linkes Fach (oben): Der Regenbogen von Grimm ist der ewige Klassiker in Nepos Spielzimmer. Bis jetzt spielt er moderat mit ihm, trotzdem bin ich der Meinung, dass er einfach ins Regal gehört.
  • Linkes Fach (unten): Hier ist die erste Produktgruppe in Form von Tieren. Nepo liebt die Bauernhoftiere, sodass wir jetzt einfach alle Tiere in eine Rattanbox getan haben. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass wir erst ein Tier von Schleich haben. Der Rest ist No Name bzw. sind es tollte Holzfiguren vom Flohmarkt.
  • 2. Fach von links (oben): Hier sind drei verschiedene Dinge, die das Stapeln und unterschiedliche Farben zu eigen haben. Da gibt es einmal den Stapelturm von Goki, zum anderen Becher von Gowi und ein Set, dass ich 2014 bei dm gekauft habe.
  • 2. Fach von links (unten): Hier habe ich zwei Spielzeuge ausgewählt, die zu Weihnachten entweder noch zu schwer waren oder die Nepo nie wirklich beachtet hat. Einmal ersetzt das Holzsteckspiel eine Plastikversion von Fisherprice, die Nepo nun durchgespielt hat. Der Holzzug fand bis gestern bei Nepo keine Beachtung, das änderte sich schlagartig als er im Regal stand und seitdem spielt Nepo mit ihm.
  • 3. Fach von links (oben): Hier sind die klassischen Steckübungen, bei denen ich aber langsam das Gefühl habe, das sie Nepo langweilen. Wir haben ihm ein Beutel mit Spielgeld gekauft. In eine alte Mokkadose habe ich dann einen Schlitz geschnitten und er kann das Geld durch den Schlitz in die Dose werfen. Das gleiche dann auch nochmal für Korken, aber beides findet er mittlerweile nicht mehr spannend.
  • 3. Fach von links (unten): Da liegt nun sein Xylophon, ein Rasselball aus dem Weltladen und ein Schellenkranz aus dem wundervollen Laden „Holzwurm“ in Augsburg.
  • Rechtes Fach (oben): Ja, da sind nur noch ein paar Autos in einer Rattanbox übrig geblieben. Daneben noch ein Holzlaster mit einem Holzbagger, den meine Eltern auf dem Flohmarkt gekauft haben.
  • Rechtes Fach (unten): Hier sind seine Werkzeugkoffer. Einmal der Werkzeugkoffer von IKEA aus Plastik und ein etwas älteres Modell aus Holz, dass wir letztes Jahr beim Flohmarkt gekauft haben.

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Wie Nepo dieses Regal nun annimmt, darüber kann ich noch nichts sagen. Aber ich bin sehr froh, dass wir jetzt für ihn in unserem Schlafzimmer einen klaren Bereich haben, der ihn vor Reizen nicht überflutet.

Seine Küche haben wir dann auch gleich umgeräumt und etwas anders gestaltet, worüber er glaub ich ganz froh ist. Sein „Backofen“ ist jetzt leer, da ich seine Töpfe in eine separate Kiste gepackt habe, die direkt unter der Küche zu finden ist. Ob er jetzt öfters mit der Küche spielt, wage ich allerdings zu bezweifeln.

Weitere Pläne fürs Schlafzimmer

Mit der Umgestaltung ist das Schlafzimmer jetzt erstmal für eine Weile versorgt. Sobald der Frühling den Weg nach Deutschland findet, werde ich noch ein paar Winterklamotten aussortieren und wieder etwas Platz schaffen.

Danach ist wahrscheinlich die größte Umstellung die, die wir vornehmen müssen, wenn Nepo sein Rückzugsgebiet benötigt und wir ins Wohnzimmer ausziehen müssen. Die Suche nach einer größeren Wohnung ist für uns aktuell keine Option, denn größere Wohnung bedeutet mehr Miete, bedeutet höher Fixkosten und damit eine höhere Wahrscheinlichkeit in irgendwelchen Hamsterrädern festzusitzen.

Doch über diesen „Auszug“ mache ich mir aktuell keine Gedanken, denn das kommt früh genug. Ich selbst muss jetzt erstmal die Baustelle „Bad“ anpacken, denn da ist wirklich Handlungsbedarf erforderlich.

Wie seht ihr das? Ab wann braucht Nepo seine Privatsphäre in Form eines eigenen Zimmers? Ist es im Alter von drei Jahren zu spät oder vielleicht zu früh?

17Feb/16

Montessori: Infoabend in der Krippe „Kleiner Budenzauber“ in München

Gestern fand endlich der von mir so lang ersehnte Infoabend der Montessori Krippe „Kleiner Budenzauber“ in München Ramersdorf statt. Offizieller Beginn war 19:00 Uhr, doch die netten Mitarbeiterinnen öffneten für uns Interessenten schon früher das Haus. Nachdem wir von einer Erzieherin an der Eingangstür begrüßt wurden und sie uns kurz erklärte, wie der Ablauf des Abends ist, zogen wir unsere Jacken und Schuhe, auch die von Nepo natürlich, aus, trugen uns auf die Anwesenheitsliste ein und betraten die Räumlichkeiten.

Beginn des Rundgang: Im Erdgeschoss regieren die „großen“ Kinder

Im Erdgeschoss befinden sich die Räume für die größeren Kinder. Gleich am Eingang stand, sehr zu Nepos Entzücken, eine Parkgarage mit Autos und einem Hubschrauber. Er war natürlich gleich hin und weg und quietschte ganz aufgeregt. Die Autos drückte er auch gleich einer Erzieherin in die Hand, während ich ihn beobachtete und an dem kleinen Esstisch Platz nahm. Der Esstisch umfasst, wenn ich mich richtig erinnere, nur drei Plätze, da in dieser Krippe die Erfahrung gemacht wurde, dass zu viele Kinder am Tisch für Unruhe sorgen. Das kann ich aus persönlicher Erfahrung bestätigen, denn am Vormittag haben wir nach dem Spielraum im Montessori21 auch zusammen Brotzeit gemacht. Zwar animieren andere Kinder Nepo zum Essen, aber sobald ein Kind aufspringt, ist Nepo auch auf und davon. Ihn wieder an den Tisch zu bitten, ist sehr schwierig bis aussichtslos. Trotzdem finde ich die gemeinsame Brotzeit nach dem Spielraum super und Nepo geniesst sie auch.

Zurück zum gestrigen Abend und dem Kleinen Budenzauber: Nachdem Nepo die Autos nicht mehr interessant fand, gingen wir in den großen Bewegungs- und Spielraum. Die Hengstenberg Geräte kennen wir beide aus dem Spielraum und ich liebe sie. Nepo normalerweise auch, nur diesmal stand eben auch ein Korb mit Autos (juhu, noch mehr Autos) rum und er stürmte so fort ganz aufgeregt hin, wedelte wild mit den Armen und wusste gar nicht, welches Auto er zuerst aus dem Korb nehmen soll. Mein Freund blieb bei ihm, sodass ich mir in der Zeit die Schlaf- und Wickelräume anschauen konnte. Ich liebe diesen Wickelaufsatz, den ich schon so oft in Büchern und Videos über das Lóczy gesehen habe. Leider haben wir zuhause kein solch einen Wickelaufsatz. Zum einen, weil Nepo schon sechs Monate alt war, als ich Emmi Pikler für uns entdeckt habe, zum anderen haben wir nur 66 qm und eine Dachgeschosswohnung, sodass wir sehr wenig Platz gehabt hätten. Auch sonst war alles kindgerecht eingerichtet, sodass die Kinder sich selbständig waschen und auf Toilette gehen können. Zurück im großen Raum, schaute ich mir die Spielecke an und freue mich, dass dort der Grimm Regenbogen in einer anderen Ausführung stand. Ich würde zu gern wissen, wie oft der genutzt wird, denn unserer zuhause ist nicht sehr gefragt. 🙁

Exkurs: Laufgitter zur ungestörten Entfaltung und altershomogene Gruppen

Dieser große Raum ist, wie auch der große Raum im Obergeschoss durch Gitter getrennt, die an ein riesiges Laufgitter erinnern. Ich kenne diese Abgrenzung aus den Pikler Videos und aus dem Montessori21 Haus, trotzdem waren wohl einige irritiert, weil diese Gitter scheinbar nicht so recht zur freien Entfaltung passen. In der späteren Inforunde, an der alle Eltern teilnahmen, erklärte dann die Krippenleiterin, dass die Trenngitter zum Schutz der unterschiedlich entwickelten Kinder dienen. So ist gewährleistet, dass ein Kind, dass noch nicht so gut laufen kann, trotzdem seinen Bewegungsdrang in einem ausreichend großen Bereich ausleben kann, ohne eventuell von Kindern gestört zu werden, die schon sehr sicher laufen. Die Gitter sind auch keine Wände, sodass das die Kinder jederzeit mit den anderen Kindern interagieren können.

Wo ich gerade beim Schutz der Kinder bin. Im Budenzauber gibt es keine altersübergreifenden Gruppen, weil sie die Ansicht vertreten, dass sich jedes Kind so entwickeln sollte, wie es der innere Bauplan vorsieht. Sind Kinder mit größeren Kindern zusammen, orientieren sie sich vielleicht an den größeren, versuchen mitzugehen und gehen Entwicklungsschritte, für die sie vielleicht noch nicht bereit sind. Die Krippenleiterin hat dann aber gleich die Anmerkung gegeben, dass es bei Geschwisterkindern natürlich etwas anderes ist. 

Dies nur als kleiner Zwischenruf. Nachdem wir uns das Erdgeschoss angeschaut haben, ging es ins Obergeschoss, wo später dann auch die große Inforunde stattfand.

Obergeschoss: Das Reich der Kleinen

Als wir im Obergeschoss waren, gingen wir erst an den Garderoben der kleineren Krippenkinder vorbei. Durch einen Flur und am Bad vorbei kamen wir in den Essbereich, wo zwei Lózcy Bänkchen standen. Dort erklärte eine Erzieherin, werden die Kinder eins zu eins gefüttert. Das heißt vor jedem Kind sitzt die jeweilige Bezugsperson der Krippe und begleitet das Kind durch die Essenssituation. Diese intensive Betreuung entspricht dem Gedanken von Emmi Pikler, die ja der Pflege und Hygiene sehr viel Aufmerksamkeit gewidmet hat und die Erzieher bzw. Betreuer sich nur immer auf ein Kind einlassen, dafür aber zu 100 Prozent.

Durchquert man den Essbereich steht man im großen Spiel- und Bewegungsraum. Hier finden sich auch wieder abgegrenzte Bereiche, in denen sich die Kinder frei entfalten können. Offene Betten laden zum ausruhen ein, die Rampen zum Klettern oder wie Nepo es immer liebt, zum Rutschen.

In diesem großen Raum fand dann auch der Infoabend statt. Für die Kinder war das super und speziell für Nepo war es fast wie Spielraum, nur mit ganz wenig Kindern und sehr vielen Zuschauern.

Ablauf der Infoveranstaltung

Nachdem sich alle Eltern in diesem großen Raum eingefunden hatten, begann die Krippenleiterin mit der Infoveranstaltung. Wir Eltern saßen auf dem Boden oder auf den kleinen Hockern. Hinter uns an der Wand war ein Geburtstagskreis und siehe da dort war auch ein Junge, den ich in PEKiP im Alter von drei Monaten kennengelernt habe. Scheinbar habe nicht nur ich gemerkt, dass Pikler viel besser als PEKiP ist. 😉

Durch die Infoveranstaltung führte die Krippenleiterin, die zuerst sich vorstellte, danach kamen die Mitarbeiter an die Reihe. Als nächstes folgte die Erläuterung des Konzepts von Emmi Pikler, abgerundet wurde die Theorie durch praktische Beispiele aus dem hiesigen Krippenalltag. Ein Video zeigte beispielsweise, wie die Essenssituation im Obergeschoss, also bei den Kleineren gestaltet wird. Dann wurden noch einige Bilder gezeigt und mit Informationen rund um den Tagesablauf abgerundet. Neben den Mitarbeiterinnen kamen auch zwei Frauen vom Vorstand bzw. von der Elternarbeit zu Wort. Besonders die Elternmitarbeit und der Bewerbungsprozess wurden angesprochen.

Irgendwann bekam Nepo Hunger und ich verließ mit ihm und einer Brezel den Raum, setzte mich mit ihm an das Loczy Essbänkchen und versuchte noch etwas aus der Runde mitzubekommen.

Obwohl Nepo dann munter durch das Obergeschoss spazierte, konnte ich einen großen Teil der Informationen mitbekommen. Den Rest hat mein Freund, der im Raum geblieben ist, mitgenommen. Ich bin da sehr froh drum, weil ich ja als hochsensibler Mensch nicht nur die Worte aufnehme, sondern Gerüche, Mimiken und Gestiken. Es kann also sein, dass ich vor lauter vergeblicher Filterversuche einfach mal was überhöre. Überraschenderweise habe ich aber, obwohl ich draußen war fast alles mitbekommen, inklusive der Fragerunde.

So weiß ich nun, dass auch der Budenzauber einen Spielraum plant, für den wir dann auch gleich mal unser Interesse bekundet haben. Ob er in der Altersklasse von Nepo stattfindet, weiß ich allerdings nicht, denn der Großteil der vorgemerkten Kinder ca. ein Jahr jünger sind und mittlerweile weiß ich schon, dass das ein riesiger Unterschied ist.

Mein Fazit zum Infoabend

Alles in allem war es für uns ein informativer Abend, auch wenn mir klar wurde, dass es sehr hart wird dort einen Platz zu bekommen.

Für mich beginnt jetzt die Arbeit. Am Wochenende werde ich die Bewerbungsmappe fertigmachen. Heute hatte ich im Spielraum schon unseren Narrative Clip dabei und ein paar Fotos von Nepo im Spielraum gemacht.

Ich bin wirklich gespannt, ob es reicht für einen Platz. Auf jeden Fall sind wir jetzt schlauer und es bleibt spannend. 😀

 

15Feb/16

Vorträge im Montessori21 Haus

Nachdem ich schon vor kurzem über Vorträge und Events im Café Glanz geschrieben habe, möchte ich das gleiche jetzt auch für das Montessori21 Haus tun. In diesem sind wir jeden Dienstag zum „Miteinander wachsen“ Kurs, den ich sehr empfehlen kann.

Hier sind die Vorträge, die sich alle sehr spannend anhören in chronologischer Reihenfolge. Ich habe jetzt einfach die Beschreibung von der Website übernommen.

Kinder verstehen und begleiten: Zum sprachlichen Umgang in Konfliktsituationen (Vortrag)

Anhand von mitgebrachten Beispielen aus dem Erziehungsalltag mit leiblichen Kindern, Stiefkindern, Pflege- und Adoptivkindern suchen wir nach einer „Sprache“, die unsere Kinder erreicht.

Montag, 29.02.2016

Anmeldung bei anke.laukemper@sichere-bindung-muenchen.de

Umgang mit starken Gefühlen und Aggressionen (Vortrag)

Konflikte erzeugen starke Gefühle, die sich oft wie ein Vulkanausbruch nach außen zeigen. Das erleben Eltern mit ihren Kindern, aber auch Erwachsene untereinander. Von den Beteiligten wird das in der Regel als destruktiv empfunden. Die Energie, die sich darin zeigt, bietet zugleich eine Chance, in „echten“ Kontakt miteinander zu kommen. Dazu möchte der Abend anhand von Impulsen aus „der Gewaltfreien Kommunikation“ einen Beitrag leisten.

Donnerstag, 17.03.2016

Anmeldung bei dorothee.blaess@wesensentfaltung.de, 08024-477546

Beziehungsvolle Pflege mit Säuglingen und Kleinkindern nach Emmi Pikler (Vortrag)

Die ungarische Kinderärztin Dr. Emmi Pikler zeigte in ihrer lebenslangen Arbeit mit Säuglingen und Kleinkindern, welche Bedeutung die feinfühlige, beziehungsvolle Pflege für die Entfaltung der Persönlichkeit des Kindes hat. Wir erarbeiten anhand von Beispielen, wie das Kind z.B. Wickelsituationen als bedeutungsvollen Moment der Beziehung, der ungeteilten Zuwendung vom Erwachsenen sowie der Selbstwirksamkeit und der eigenen Kompetenz erlebt.

Dienstag, 26.04.2016

Anmeldung bei silvia.neunert@montessori21.de

Einführung in die Sandspieltherapie: Ein Abend zum Kennenlernen der tiefenpsychologischen Sandspieltherapie nach Dora M. Kalff (Vortrag)

Im Spiel stellen sich Kinder dar, sie kommunizieren über das Spiel und drücken in symbolisierter Form wichtige Botschaften aus. Der freie und geschützte Raum des Spiels ist besonders dafür geeignet, um bestimmten Verhaltensweisen nachzuspüren und Heilungsprozesse in Bewegung zu bringen.
An diesem Abend will ich Ihnen einen Einblick in die Sandspieltherapie geben und an einigen Beispielen aufzeigen, wie Kinder damit umgehen.

Montag, 30.05.2016

Anmeldung bei anton.blusch@t-online.de, Tel. 08196/858

Krippe, Tagesbetreuung, Elternzeit? – Bindungsorientierte Entscheidungshilfe für Eltern (Vortrag)

Eltern haben die freie Wahl – Elternzeit, Krippe oder Tagesbetreuung.

Was dies für alle Beteiligten bedeutet, damit setzen wir uns an diesem Abend auseinander. Sie erfahren, welche Entwicklungsschritte ein Kind im ersten Lebensjahr beim Aufbau einer sicheren Bindung macht und welche Bedeutung dies für Sie als Eltern und alle weiteren Bezugs-Personen hat.

Donnerstag, 23.06.2016

Anmeldung bei brigitte.forstner@sichere-bindung-muenchen.de

Alle Veranstaltungen finden von 19:30 – 21 Uhr statt und kosten 15 EUR pro Abend.

Für mich sind auf jeden Fall spannende Themen dabei und ich werde die Gelegenheit sicher nutzen, um einen Einblick in die Sandspieltherapie zu bekommen. Auch eine Auffrischung bezüglich Emmi Pikler und den sprachlichen Umgang in Konfliktsituationen ist für mich wichtig.

14Feb/16

Das Konzept der Montessori Kinderkrippe „Kleiner Budenzauber“

Vor einigen Wochen habe ich Nepo über den Kitafinder der Stadt München für die Kinderkrippe „Kleiner Budenzauber“ angemeldet. Am 16.02.2016 findet dort ein Informationsabend statt, zu dem alle interessierten Eltern eingeladen sind. Da es sich um eine Montessorikrippe handelt, werden wir uns die Einrichtung zu dritt ansehen: Mein Freund, Nepo und ich. Uns beiden ist das Thema „Montessori“ so wichtig, dass sich auch mein Freund ein Bild von der Krippe machen kann. Nepo ist dabei, weil wir hier weder Großeltern noch einen Babysitter haben, die auf ihn aufpassen können.

Heute nutze ich den Mittagsschlaf von Nepo, um mich intensiv mit dem Konzept des Kleinen Budenzauber auseinanderzusetzen und mir die wichtigsten Sachen hier zu notieren. Der Post ist für mich also auch eine Hilfestellung, um mir auch noch mal klar zu werden, warum wir genau in diese Krippe möchten. Um nicht in Prosa zu verfallen, mache ich vieles einfach stichpunktartig mit ein paar Anmerkungen von mir.

Gründung

Februar 2007

Lage

Freistehendes, zweistöckiges Einfamilienhaus mit kleinem Vorgarten und großzügig angelegtem Garten hinter dem Haus, in einer ruhigen Wohnsiedlung in Ramersdorf. Die Anfahrt ist sowohl mit den öffentlichen, als auch mit dem Auto gut möglich. (Notiz: Wir planen den Kauf eines Lastenfahrrads und laut Google Maps ist per Fahrrad mit einer Fahrzeit von ca. 16 Minuten zu rechnen. Ich kenne die Strecke schon einigermaßen, muss am Dienstag aber selber erst mal schauen, wo wir genau hin müßen. Der Garten ist für mich sehr wichtig, da ich Wert darauf lege, das Nepo viel an der frischen Luft ist, aber ich denke, dass macht eh jede Mutter.)

Die Kinderkrippe stützt ihre pädagogische Arbeit nicht nur auf die Erkenntnisse von Emmi Pikler und Maria Montessori, sondern auch auf Elfriede Hengstenberg. (Notiz: Was ich sehr begrüße, da mir unsere Spielraum-Kursleiterin doch immer wieder von Elfriede Hengstenberg und ihrem Bewegungskonzept vorschwärmt.)

Konzeption

Eine enge Mitarbeit zwischen Fachpersonal und Eltern ist in der Satzung fest verankert. Ziel dieser Verankerung ist es den Eltern das hineinwachsen in die konzeptionelle Arbeit der Einrichtung zu ermöglichen. Hierfür ist es auch notwendig, die Eltern in ihrem Wirken stärker einzubinden, als es zum Beispiel in städtischen Krippen der Fall wäre. Laut der Konzeption ist der Krippenalltag durch Betreuung, Erziehung und Bildung geformt und soll bewirken, dass Krippe und Elternhaus annähernde Auffassungen vertreten, was das Aufwachsen der Kinder anbelangt.(Notiz: So eine Einstellung ist für mich wichtig und ich befürworte das, denn ich als „Laie“ bin für Anregungen von „Profis“ dankbar. Da wir jetzt schon zuhause nach Pikler und Montessori handeln, stellt diese Verknüpfung zwischen Krippe und Elternhaus kein Hindernis dar, sondern ist für mich logisch.)

Bild vom Kind

Neben der Frage wie „Wie betrachten wir das Kind, eher als unfertiges Objekt oder als aktiv agierender Partner?“ beeinflussen sowohl die Pikler Pädagogik als auch die Grundlagen von Maria Montessori das Bild vom Kind. Im Kleinen Budenzauber wird der Gedanke des gegenseitigen Respekts und der Achtsamkeit gelebt. Er ist der Maßstab für die Arbeit der Erzieherinnen. Jedes Kind wird als eigenständiges Individuum angesehen dem respektvoll auf individuelle Bedürfnisse, Neigungen und Ideen begegnet wird. (Notiz: Genau diese praktische Umsetzung der Gedanken von Pikler und Montessori ist für mich sehr wichtig)

Gruppen

Es gibt zwei Gruppen mit je 12 Kinder. Die Aufteilung erfolgt nach dem Alter, also eine Gruppe mit ein- bis zweijährigen und eine Gruppe mit zwei- bis dreijährigen.

 


 

Der Bereich „Philosophie und pädagogische Arbeit“ umfasst vor allem die Wiedergabe der Konzepte von Emmi Pikler, Elfriede Hengstenberg und Maria Montessori. Für mich immer wieder spannend zu lesen, trotzdem werde ich dieses Kapitel nicht speziell hier aufführen.

Relevant für den Informationsabend wird es dann wieder ab dem Bereich „Tagesablauf“.

Rolle der Erzieherin und Eingewöhnungszeit

Bevor die eigentliche Eingewöhnungszeit beginnt, bietet der Kleine Budenzauber sogenannte „Vorgruppentreffen“ an, die im Juni stattfinden und damit noch vor Beginn des Krippenjahres liegen. In einem Turnus von zwei Wochen können sich je sechs Kinder mit ihren Eltern und den Erzieherinnen in der Kinderkrippe treffen, in diesen Treffen werden auch die jeweiligen Bezugserzieherinnen festgelegt. Dieses frühe Zusammentreffen begünstigt die spätere Eingewöhnung, die nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell erfolgt. (Notiz: Wichtig ist für mich, dass sich die Erzieherinnen viel Zeit für Kind und Eltern nehmen, da sie wissen wie schwer eine Trennung sein kann. Ich denke ich würde das brauchen, denn aktuell verbringen wir wirklich jeden Tag und jede Stunde miteinander.)

Gemeinsames Spiel

Neben dem Freispiel gibt es die offenen Angebote einer vorbereiteten Umgebung. Letztere entspricht dem motorischen Entwicklungsstand der Kinder und regt sie an selbst aktiv zu werden, ohne die Hilfe des Erwachsenen in Anspruch zu nehmen. Für die vorbereitete Umgebung stehen den Kindern Montessori Materialien zur Verfügung. Das Freispiel bietet für die Kinder Hengstenberg Materialien mit den unterschiedlichsten Eigenschaften und Möglichkeiten zur freien Entfaltung an. Ähnlich wie im Spielraum haben die Kinder hier die Möglichkeit miteinander in Kontakt zu treten und selbst und frei zu entscheiden mit was sie spielen.

Ruhe und Schlafen

Neben der Bewegung bildet vor allem das „Innehalten“ eine relevante Säule im Budenzauber. (Notiz: Wichtig für mich sind Ruhe- oder Leseecken, weil sich Nepo doch ab und an reizüberflutet fühlt.

Essensituation

Das Essen wird täglich frisch und ohne Farb- und Konservierungsstoffe gekocht und auf Bio Wert gelegt. Jedes Kind kann für sich individuell entscheiden, wann es die Brotzeit oder das Mittagessen einnimmt. Für die Kinder in Nepos Alter stehen kleine Tische und Stühle zur Verfügung. Getränke stehen für die Kinder jederzeit zur Verfügung. (Notiz: Ich hoffe das sich die Gruppendynamik positiv auf Nepos Essverhalten auswirkt und kann es nur begrüssen, dass jedes Kind inidividuell entscheiden kann, wann es isst.)

Pflegesituation

Die achtsame Pflege orientiert sich an der Pikler-Pädagogik. (Notiz: Für mich sehr wichtig, da wir zuhause doch oft in der Hektik des Alltags dieses Vertraute, dass aus der Pflege entsteht, vollkommen aus den Augen verlieren.)

Ankommen und Verabschieden

Das Ankommen und Verabschieden wird in der Krippe als kleines Zeremoniell gestaltet. Zu den Bringzeiten steht immer die gleiche Erzieherin in der Garderobe bereit und empfängt die Kinder und die Eltern. Die Zeit des Ankommens nutzt die Erzieherin, um mit dem Kind in Kontakt zu kommen und eventuell an Erlebnisse des vergangenen Tages anzuknüpfen, die die Eltern erzählen. Natürlich kommen auch die Kinder zu Wort. Während der Zeit des Ankommens werden keine schwierigen Themen oder Konflikte angesprochen, um dem Kind einen guten Start in den Krippentag zu ermöglichen. Bei der musikalischen Verabschiedung durch die Erzieherin wird dem Kind genügend Zeit gegeben, sich selbständig anzuziehen. Mit diesem Ablauf ist der Krippentag für das Kind beendet.

Qualitätssichernde Maßnahmen

In diesem Bereich geht es vorwiegend um die Weiterbildung des Fachpersonals. Zudem wird die Notwendigkeit von Elternabenden aufgezeigt. Auch auf die Mitarbeit der Eltern wird hier eingegangen. Das die höher ist, als in städtischen Krippen wurde ja schon bereits am Anfang gesagt.

 


 

Auf die Bereiche „Public Relations und Spenden“, sowie „Hygiene und Sicherheit“ gehe ich in diesem Beitrag noch nicht ein.

Nachdem ich nun die Mittagspause von Nepo genutzt habe, um mich intensiv mit dem Konzept der Kinderkrippe auseinandersetzen, werde ich heute Abend damit verbringen, um nochmal aufzuschreiben, warum genau diese Krippe für uns so wünschenswert wäre.