Minimalismus: Mein erster Besuch im Fair-Teiler Haidhausen

Als wir letzten Sonntag das Streetlife Festival in München besuchten, sind wir auch am Stand von Foodsharing vorbei gelaufen. Die nette Dame sprach uns an, ob wir vielleicht Lust auf Fischdosen hätten, verneinte ich mit dem Hinweis, dass ich Veganer bin. Gleich zog sie eine Haselnus-Carob-Creme raus und gab mir diese. Wer sich vegan ernährt, der weiß, dass veganes Nutella nicht gerade günstig ist.

Erst war es mir peinlich das anzunehmen, weil es ja doch eher hochpreisig ist. Aber als sie mir sagte, dass es schon abgelaufen ist, war ich dann doch entspannter.

Mit dem kurzen Gespräch war ich wieder Feuer und Flamme für das Foodsharing. Ich hatte letztes Jahr schon sehr gute Erfahrungen gemacht, als ich wirklich viele Konserven auf der Plattform von www.foodsharing.de eingestellt habe. Es gab gleich einen Interessenten, der dann auch zum vereinbarten Termin bei mir geklingelt hat und alles abgeholt hat.

Ein Besuch im Fair-Teiler in Haidhausen

Diesmal wollte ich aber einen Fair-Teiler ausprobieren, so heißen die Räume in denen man das Essen, das man nicht mehr benötigt, abgeben kann. Ich wusste, dass es in unsere unmittelbaren Nähe einen gibt. Als ich am Dienstag schaute, waren die Öffnungszeiten mit Freitag von 17 bis 18 Uhr und Samstag von 10:00 bis 11:00 Uhr doch überschaubar. Aber he, die Leute die da sitzen machen das ehrenamtlich und für mich war es gut, dann konnte ich mich terminlich einrichten.

Heute um 17:05 Uhr brachte ich also 5 Packungen Milasan PRE und eine Packung Weleda Stilltee in den Fair-Teiler. Die PRE Nahrung war ein Fehlkauf, weil Nepomuk davon abends nicht mehr satt wird und den Stilltee brauch ich wirklich nicht mehr.

Tausche Milasan PRE Nahrung gegen Äpfel und Brokkoli

Als ich rum schaute, fand ich für uns praktischerweise noch drei Äpfel und einen Brokkoli. Besonders die Äpfel hätte ich heute sonst noch kaufen müssen und den Brokkoli mache ich morgen auch gleich für Nepomuk.

Ich denke, dass ich jetzt öfters im Verteiler vorbeischaue, denn einige Sachen haben wir ja noch, die wir nicht wirklich gebrauchen können. Getrocknete Kichererbsen zum Beispiel, aber auch Alkohol, den wir nie trinken werden.

Die Leute im Verteiler waren super nett und man kommt schnell ins Gespräch. Ich für meinen Teil muss sagen, dass ich mich wohler fühler, wenn ich etwas abgebe, als wenn ich nur nehme. Nur nehmen hat irgendwas von „hamstern“, auch wenn das nicht wirklich so ist. Geschenkt möchte ich eigentlich nichts haben.

Als ich heute vormittag im Café Glanz war, habe ich die Angestellten dort auch gefragt, ob sie Hörnchen im Angebot haben, weil dort zwei auf dem Teller lagen. Die eine Frau meinte, sie hätte sie von zuhause mitgebracht, weil sie sie sonst weggeworfen hätte. Also schenkte sie mir eins. Ich habe dann 1,00 EUR in die Trinkgeldkasse geworfen, weil ich mich mit Geschenken einfach nicht wohlfühle, zumal es sich beim Café Glanz um ein soziales Projekt handelt. Würde mir ein Wirt auf der Wiesn eine Maß Bier schenken, mei, dann hätte ich natürlich kein schlechtes Gewissen. 😉

Mein Fazit

Der Besuch im Fair-Teiler hat sich für mich gelohnt. Ich bin ein großer Freund der Sharing Economy und freue mich, dass wir bald auch unser Beistellbetten an eine Freundin verleihen dürfen. Vor Nepomuks Geburt waren wir auch fleißige Car2Go Nutzer, aber das geht jetzt nicht mehr.

Ich denke ein Besuch im Fair-Teiler kann nie schaden und man findet eigentlich immer was. Gemüse und Obst ist sicher immer da, manchmal vielleicht auch exotisches oder teures. Ich werde auf jeden Fall wiederkommen und versuchen den Fair-Teiler auch weiterhin fleißig zu bestücken.

Frei nach dem Motto: Sharing is Caring 🙂

Übrigens: Den Fair-Teiler in Haidhausen findet ihr in der Kuglerstr. 2, 81675 München.

Habt eine wundervolle Freitagnacht!

Mareike

 

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