Minimalismus: Leere Regale im Wohnzimmer

Nach dem wir gestern zwar einiges gewerkelt haben, aber nicht so viel geschafft haben wie am Freitag, war heute vor allem das Wohnzimmer dran. Das wir am Ende des Tages doch so viele Bücher aussortiert haben und es auf ein leeres Regal geschafft haben, hätte ich heute morgen nicht gedacht.

Heute wollte ich eigentlich nur unsere Wohnung putzen, die Altkleider zur Sammelstelle bringen und den Rest der aussortierten Küchendinge in den Keller. Aber mein Freund war hochmotiviert und fing gleich vormittag mit der Sortierung der Bücher an:

  • Bücher, die wir auf Momox verkaufen werden
  • Bücher, die er schon gelesen hat und sich aber nicht trennen kann bzw. möchte
  • Bücher, die er noch unbedingt lesen möchte
  • Bücher, die ich noch unbedingt lesen möchte

Bei mir sind es 24 Bücher, die ich in seinem Fundus gefunden habe und die mich sehr interessieren. Zudem habe ich noch einige Bücher, die ich schon vor einer Weile gekauft habe, aber immer noch nicht gelesen habe.

Ich werde jetzt keine neuen Bücher mehr auf mein Kindle laden oder in der Bibliothek ausleihen, bis ich die ganzen Bücher gelesen habe. Das klingt jetzt vielleicht nach „Verzicht“, aber ich denke, dass es wirklich tolle Bücher sind und freue mich auf ein paar entspannte Abende auf dem Sofa.

Was ich bei allem aufräumen immer abgelehnt habe, war es Bücher wegzuschmeißen. Für mich haben Bücher einen höheren Wert als Sachen, weil ich das Gefühl habe, mit dem Buch auch die geistige Arbeit des Autors wegzuwerfen. Ich kenne einen Buchhandel, der als Beschäftigungsprogamm dient, ähnlich dem Weißen Rabe. Dort laufe ich oft vorbei und werde sicher die Bücher spenden, die bei Momox zu wenig Geld bringen bzw. die ich einfach gern verschenken würde.

Damit ihr euch ungefähr vorstellen könnt, wie viel wir heute ausgemistet haben, habe ich ein paar Fotos hochgeladen. 🙂

Bücherregale vor dem Ausmisten

Bücherregale vor dem Ausmisten

Das obere Bild entstand heute morgen. Hier waren noch alle Regale gut gefüllt, aber ich empfand es schon nicht mehr als so chaotisch, wie noch vor wenigen Wochen. Bis letzte Woche hatten wir noch auf dem obersten Fach Zeug stehen – viel Zeug. Ich war wirklich schon mit dem Geschafften am Freitag und Samstag zufrieden, doch mein Freund drehte heute wirklich auf und sortierte ein Buch nach dem anderen aus.

Bücher für Momox Versand

Bücher für Momox Versand

Das Bild habe ich heute Abend geschossen. Unser Ergebnis des heutigen Aussortieren. Neben Büchern haben wir uns auch von dem Großteil der DVDs getrennt. Die Klassiker wie „Forrest Gump“, „Wall Street“ oder „Leon – der Profi“ habe ich natürlich behalten. Ich hoffe, dass Nepomuk sie irgendwann mal anschauen kann.

Morgen werden wir die erste Sendung zur Post bringen, dass ist quasi unser Momox Testlauf. Wir haben Bücher im Wert von 20,00 EUR, was doch ein gutes Sümmchen ist, dafür, dass wir sie bisher nur im Regal hatten und sie uns die Luft zum Atmen genommen haben. Ich werde auf jeden Fall über meine Erfahrung mit Momox berichten, finde aber jetzt das Konzept schon toll, denn ich mag keine Einzelverkäufe bei Ebay.

Sideboard und Bücherregal nach dem Ausmisten

Sideboard und Bücherregal nach dem Ausmisten

Und hier ist das Bild von heute Abend. Die aussortieren Bücher sind jetzt im Wohnzimmer verstaut und werden regelmäßig verschickt. Ich denke, dass wir so 1 bis 2 Pakete pro Woche schaffen werden. Den Rest der Bücher werde ich verschenken bzw. spenden.

Und hier seht ihr noch ein paar Bilder von unserem Wohnzimmer. Die Bilder reichen bis Weihnachten zurück, um mal ein Bild zu vermitteln, wie VOLL unsere Regale waren und wir trotzdem keinen Platz hatten.

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Weihnachten 2014 – unser ersten Weihnachten als kleine Familie. Im Hintergrund seht ihr die Regale, die vor lauter Zeug überquellen. Auch das Sideboard ist vollgepackt mit Teelichtern, die vielleicht einmal im Monat brennen.

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Jetzt sind wir im Mai angekommen. Im Gegensatz zu Weihnachten haben wir schon mal die Ordner stark minimiert und damit ein Regal für Nepomuk freigeräumt. Doch voll war es noch immer.

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Und hier das Ergebnis von heute. Ich bin so so froh, dass wir das gemeinsam durchgezogen haben. Es sind vielleicht immer noch viel Bücher, aber ich kann die Anzahl absolut vertreten und weiß, dass ich die Bücher weggeben werde, sobald ich sie gelesen habe.

Aber wir haben natürlich nicht nur die Bücherregale ausgemistet. Früher war in unserem Wohnzimmer ein weißer Teppich, aber mit Baby ist das nur noch ein Fleckenfänger und Raumkiller. Also haben wir ihn in den Keller gepackt und holen ihn vielleicht im Winter raus – oder auch nicht. 😉

IMG_1862Ein weiteres Detail habe ich am Wochenende auch entsorgt: Die Kissen auf der Couch. Eigentlich waren sie nur da, um immer zur Seite geräumt zu werden oder einfach nur im Weg zu liegen. Es gab keinen Nutzen für sie und da wir beide nicht dran hängen, haben wir sie auch erstmal in meine alte Wohnung geschafft. Die es nun auch noch zu kündigen und aufzulösen gilt.

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So sieht unsere Sitzecke jetzt aus. Würden wir den den Couchtisch nicht auch als Esstisch verwenden, wäre der auch schon weg. Ich träume von einer Couch die auf dem Boden aufsetzt, dann brauchen wir keinen Couchtisch mehr. Aber ich denke, dass wäre zu viel Bruch für unsere Eltern. Irgendwie gehört für sie der Couchtisch zum deutschen Kulturgut dazu.

IMG_1917Wir haben zudem keinen Fernseher, sondern nur einen Mac. Der Vorteil des Mac ist nicht nur, dass er einfach und schlicht ist, sondern das er auch Rechner und Monitor zugleich ist – aus zwei Teilen machst du quasi eins. Auf dem Rechner schauen wir dann auch Filme über Amazon Instant Video oder die Filme, die wir normal aufnehmen.

Generell schauen wir sehr wenig fernsehen, weil wir abends lieber reden oder Blogs, Bücher und Magazine lesen.

Wir beide stehen übrigens zu über 100% hinter unseren Apple Produkten. Die Produkte verkörpern für mich den Minimalismus, denn sie sind fokussiert auf das wesentliche, leicht zu handhaben, schnell, effizient und schön anzuschauen. Aber hier scheiden sich die Geister und das ist ja auch gut so.

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Überblick über unseren Tag und unser Erreichtes geben. Ich werde jetzt noch einen Blogbeitrag über unser Schlafzimmer und den Flur verfassen, die natürlich dieses Wochenende auch „ausgemistet“ wurden.

 

 

4 thoughts on “Minimalismus: Leere Regale im Wohnzimmer

  1. Hallo,
    falls Sie Ihre Bücher nicht mehr an Internethändlern verkaufen möchten, sondern diese anderen Leuten verschenken wollen, in dem Sie sie auf die Straße stellen, dann schauen Sie auf http://www.street-book.de vorbei.
    Street-Book ist ein Informationsportal auf welchem Sie Ihre Bücherkiste eintragen können und „Büchersuchende“ hierüber informiert werden.

    Falls Sie keine Bücher mehr haben … macht nichts. Einfach weitersagen, damit mehr von dieser Möglichkeit wissen.

  2. Hallo Mareike,

    zum Bücher/DVD/CD verkaufen kann ich dir noch Rebuy empfehlen, da hab ich den Großteil meiner Sachen verkauft und der Rest ging an die örtliche Bücherei, wo ich jederzeit mir die Bücher wieder ausleihen kann. Ich hole mir jetzt nur noch in der Bücherei regelmäßig ein Buch und wenn das ausgelesen ist kommt das nächste dran 🙂
    Ich wünsch euch weiterhin ganz viel Erfolg beim Ausmisten und freue mich schon auf weitere Blogeinträge von dir.

    Liebe Grüße

    Lilian

  3. Ich habe auch schon wiederholt Bücher auf Momox verkauft. Es ist einfach schade sie wegzuwerfen oder einstauben zu lassen. So kann man sie besser auch für kleines Geld weggeben und hat Platz für neues.

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