Minimalismus: Das beste zum Schluss

Mein letzter Blogpost ist jetzt schon wieder so lange her. Eigentlich wollte ich die Feiertage nutzen, um mal wieder meinen Blog aufzufrischen, neue Beiträge zu schreiben und überhaupt alles neu zu machen. Tja, die Feiertage sind vorbei und was habe ich für den Blog gemacht: Nix.

Der Grund dafür liegt aber nicht im Desinteresse, sondern einfach daran, dass ich Ende Dezember mit meiner Wohnungsauflösung vollauf beschäftigt war.

Und am 30.12.2015 war es dann endlich soweit: Ich habe meine Wohnungsschlüssel abgegeben und diese große Baustelle, die mich seit Monaten begleitet hat, war abgeschlossen.

Es war so ein befreiendes Gefühl, dass wir nun keine Wohnung mehr im Hinterkopf haben, zu der man ab und an fahren muss, weil der Briefkasten voll ist. Mir viel ein Stein vom Herzen, auch wenn ich etwas traurig war. Ehrlich gesagt finde ich es schade, dass ich den Minimalismus erst in 2015 entdeckt habe. Meine Ein-Zimmer-Wohnung mit ca. 19 qm wäre die ideale Wirkungsstätte für den minimalistischen Lebensstil gewesen. Naja, aber so toben wir uns eben in unserer gemeinsamen Wohnung aus.

Auch wenn jetzt meine Eltern in einem Hotel übernachten müssen, so finde ich es doch absolut plausibel und schlüssig, dass ich mich von der Wohnung getrennt habe. Wie kann ich immer vom tollen Minimalismus schreiben, wenn ich es selbst nicht schaffe meine, nur als Lager, genutzte Wohnung zu kündigen. Es war mir wichtig diese Kündigung auch noch in 2015 zu vollziehen, weil das der krönende Abschluss eines wirklich tollen Jahres war.

Ich habe in 2015:

  • Meine Ernährung auf die Reihe gekriegt. Im Januar mit der Vegan For Fit Challenge, im Dezember mit der Umstellung auf Paleo.
  • Immer im Zentrum stand das Ziel möglichst unverarbeitete Lebensmittel zu kaufen und viel selbst zu kochen.
  • Mein Leben zu entrümpeln. Ich habe so viele Sachen gespendet, weggeworfen neu genutzt. Ich habe das Sozialkaufhaus und Foodsharing entdeckt. Ich habe meinen Freund dazu motiviert seine Klamotten an Flüchtlinge zu spenden, weil er die vielgesuchte Größe S hat. Ich habe überflüssige Verträge gekündigt, meine unendlichen Papierberge gescannt und geschreddert. Wir haben Möbel, Lampen, Geschirr und Bilder entsorgt, die man auch nicht mehr hätte spenden können. Wir haben mehrere hundert Bücher bei Momox verkauft und den Rest der Bücher in den Keller verlegt. Im Rückblick muss ich sagen, dass wir ungemein viel geschafft haben, auch wenn wir beide der Meinung sind, dass aktuell wieder mehr in den Haushalt reinkommt, als rausgeht. Was uns beiden widerstrebt.
  • Meine sozialen Kontakte priorisiert. Ich habe über die Hälfte meiner Facebook-Freunde „entfernt“, weil mich ihre „Ich hab so ein tolles Leben“ Posts genervt haben. Mir ist klar geworden, welche Menschen mir wichtig sind und welche Personen einfach der Vergangenheit angehören. Ich verwende keine Energie mehr, um irgendwelche Kontakte aufrechtzuerhalten, die mir nichts mehr bedeuten und von denen ich auch keine Signale erhalte. Es ist sehr befreiend, wenn man nur noch eine Handvoll Menschen hat, mit denen man sich dann umso intensiver austauscht.
  • In 2015 habe ich auch Montessori und Pikler für mich und meinen Sohn entdeckt. Ich habe meinen „Kurswahn“ gestoppt und gehe nur noch in Spielräume nach Emmi Pikler und Maria Montessori. Ich finde die Zeit dort angenehmer, weil ich (sorry) kein Bock auf Mama-Klatsch-Runden habe. Das liegt aber nicht an den anderen Muttis, sondern an mir.
  • Ich habe mich selbst besser kennengelernt und über das Wissen zu „Hochsensibilität“ Antworten auf Fragen gefunden, die mich fast ein ganzes Leben begleitet haben.
  • Und zum Schluss: Ich verlasse 2015 mit 11 Kilo weniger, als ich es begonnen habe. Ja, und ich hoffe es geht noch weiter, auch wenn ich jetzt eigentlich schon ganz glücklich bin. Aber ein wenig geht ja immer. 🙂

Das war jetzt fast wie ein Rückblick, für den ich um den Jahreswechsel herum keine Zeit hatte. Nun hoffe ich auf ein entspanntes und aufregendes Jahr 2016 mit vielen neuen Impressionen.

In diesem Sinne: Happy New Year – zur Not: Happy New Chinese Year 🙂

Mareike

One thought on “Minimalismus: Das beste zum Schluss

  1. Moin liebe Mareike 🙂
    das ist ja toll das du wieder da bist und du klingst sehr Positiv das freut mich.
    Wir sind auch gut ins Neue Jahr gekommen 🙂

    Wünsche dir noch eine schöne Woche
    liebe Grüße
    Aurelia

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