Mein Fazit zum PEKiP Kurs

Am Freitag hatten wir unseren letzten PEKiP-Kurs in der Fabi in Neuperlach. Mit hohen Erwartungen bin ich am 06. November gestartet, mit gemischten Gefühlen bin ich am 23. Januar mit Nepomuk aus der letzten Stunde rausgegangen. Da ich mich schon in meinem früheren Blog zu dem PEKiP Kurs geäußert habe und dann eine etwas emotionale Mail einer PEKiP Gruppenleiterin erhalten habe, gehe ich heute mal etwas behutsamer vor.

Ich denke es ist nur fair den Kurs sachlich zu bewerten und das geht am besten, wenn ich mich an den Inhalten orientiere, die ich in der Kursbeschreibung der Gabi gefunden habe. Da unser Kurs nicht mehr online verfügbar ist, habe ich einen anderen Anfängerkurs gewählt. Der Inhalt ist der gleiche, nur das Datum ist eben anders:

  • das Baby in seiner momentanen Situation und seiner Entwicklung wahrzunehmen, zu begleiten und zu unterstützen 
  • dem Baby Kontakte zu Gleichaltrigen zu ermöglichen 
  • die Beziehung zwischen dem Baby und Mutter oder Vater zu stärken 
  • den Austausch mit anderen Eltern in ähnlicher Situation anzuregen

Ich gehe jetzt die Punkte nacheinander durch und fange mit dem ersten Punkt an:

das Baby in seiner momentanen Situation und seiner Entwicklung wahrzunehmen, zu begleiten und zu unterstützen“

In unserer Feedbackrunde am Freitag war das der Punkt, der allen Müttern gefehlt hat. Wir haben alle mehr individuelle Betreuung im Kurs erhofft. Dumm nur, dass ich die einzige war, die es vor Wochen angesprochen hat. Damals hat die Ansprache auch etwas gebracht und die nächsten zwei Stunden hat sich die Kursleiterin auch um Nepomuk bemüht, dass hat dann aber wieder nachgelassen. In dem PEKiP-Kurs waren 8 Frauen mit 8 Babys, jede Kurseinheit dauerte 90 Minuten. Ich denke da ist es schon möglich, dass man als Kursleiterin kurz mit jeder Mutter spricht und schaut, wo das Baby jetzt gerade steht bzw. was es noch nicht so gut kann oder wo man aufpassen muss. In unserem Kurs gab es beispielsweise ein Baby, dass mit 5,5 Monaten schon lieber saß, als auf dem Bauch zu liegen. Die Kursleiterin hat das nicht gestört, bis zum letzten Kurstag. Das hatte folgenden Grund: Im vorletzten Kurstag war eine angehende PEKiP-Trainerin zur Hospitanz und diese hat dann wohl nach dem Kurs unsere Kursleiterin angesprochen, dass es nicht sein kann, dass ein 5,5 Monate altes Baby so lange sitzt. Bemerkenswert fand ich aber, das unsere Kursleiterin das der Mutter in der letzten Stunde auch so mitgegeben hat.

Die Stunden waren generell so aufgebaut, dass es wenig Moderation oder Eingriffe von der Kursleiterin gab. Meistens war es so, dass in der Mitte des Raumes Spielzeug lag, sich jede Mutter ein Spielzeug genommen hat und das dem Kind gegeben hat. Mal hat man das eine probiert, mal das andere. Es wäre schön gewesen, wenn uns die Kursleiterin mehr an die Hand genommen hätte. So war es manchmal eher ein offener Babytreff, wo sich Frauen einfach nur treffen und die Babys sich mit dem Spielzeug oder bestenfalls miteinander beschäftigen.

Fazit: Da sich die Kursleiterin nach meinem Feedback intensiver mit Nepomuk beschäftigt hat, kann ich nicht sagen, dass dieser Punkt gar nicht erfüllt wurde. Trotzdem wäre hier noch viel Luft nach oben gewesen, was die individuelle Betreuung anbelangt. Das haben die anderen Mütter auch mit ihrem Feedback bestätigt.

Kommen wir zum nächsten Punkt:

„dem Baby Kontakte zu Gleichaltrigen zu ermöglichen“

Hier muss ich sagen, dass der Punkt auf jeden Fall erfüllt wurde. Ich hatte zwar am Anfang gedacht, die Babys liegen die ganzen 90 Minuten eng beieinander, aber so, wie es die Kursleiterin gehandhabt hat, dass nämlich die Babys nur eine bestimmte Zeit wirklich nebeneinander lagen, fand ich es letztendlich auch okay. Zumal Nepomuk nicht immer den Eindruck gemacht hat, als ob er Bock auf die anderen Kinder hatte.

Fazit: Hier kann ich sagen, dass meine Erwartungen voll erfüllt wurden sind.

Der dritte Punkt:

„die Beziehung zwischen dem Baby und Mutter oder Vater zu stärken“

Vielleicht ist es ein Kompliment, dass die Kursleiterin uns hier nicht stärker in die Pflicht genommen hat. Am Ende des Kurses hat sie uns das Feedback gegeben, dass wir sehr gut mit unseren Babies umgehen und gute emphatische Fähigkeiten haben, sodass sie nirgends eingreifen musste.

Fazit: Ich glaube ich wäre pissed gewesen, wenn sie mir jede Stunde gesagt hätte, wie ich meinem Baby jetzt näher kommen könnte. Somit war dieser Punkt für mich eigentlich in Ordnung.

Und zu guter Letzt:

„den Austausch mit anderen Eltern in ähnlicher Situation anzuregen“

Das war auf jeden Fall gegeben. Der Austausch mit den Müttern, die bis auf eine, alle das erste Mal Mutter geworden sind, war auf jeden Fall gut. Auch wenn es manchmal merkwürdig war, wenn eine Mutter immer aus irgendwelchen Ratgebern zitiert hat ohne praktische Erfahrungen zu haben. Das mag vielleicht gut gemeint gewesen zu sein, aber die Mutter, die sich die Ratschläge anhören musste, fühlte sich sichtlich unwohl.

Ich fand es auch toll, dass einige von uns nach der Stunde immer noch gemeinsam Kaffee trinken waren und nun auch eine WhatsApp Gruppe gegründet haben.

Fazit: Es war eine tolle Zeit und ich habe mich gefreut andere Mütter, die in einer ähnlichen Situation wie ich waren, kennengelernt zu haben.

Ein Punkt, der mir besonders gut gefallen hat, aber nicht im Zusammenhang mit der Kursleiterin steht: Die Ideen für die Spielsachen. Ich finde es super, was man aus einfachen Materialien für tolle Sachen basteln kann. Nach Anregung im PEKiP Kurs habe ich zuhause eine alte Chipstüte in einen Frühstücksbeutel gesteckt und zugeknotet. Nepomuk liebt dieses einfache Spielzeug und spielt nun schon seit Wochen jeden Tag damit.

Obwohl ich bis zur letzten Stunde überzeugt gewesen bin, keinen weiteren PEKiP Kurs zu besuchen, habe ich mich nun für einen Folgekurs angemeldet. In der gleichen Einrichtung, aber mit einer anderen Kursleiterin. Für uns beginnt der Fortsetzungskurs am 27.2., wenn ich noch einen Platz bekomme. Ich denke, dass PEKiP schon Sinn macht, finde es aber schade, dass es bei der Qualität der Kurse solche Schwankungen gibt. Wir freuen uns schon sehr auf den Kurs, zumal zwei andere Muttis aus dem alten Kurs wieder mit dabei sind. Von 8 Müttern machen nur drei den Kurs bei der alten Kursleiterin weiter. Drei gehen zu einer neuen Kursleiterin und zwei hören ganz auf bzw. machen FenKid.

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