In München: Markus Wasmeier Freilichtmuseum

Nachdem Nepo und ich die letzten Tage zuhause waren und er auch gestern nicht das Haus verlassen wollte, haben mein Freund und ich heute beschlossen, dass wir heute auf jeden Fall einen Ausflug machen wollen. Nepo wollte gestern Abend auf einen Bauernhof und so beschlossen wir zum Markus Wasmeier Freilichtmuseum an den Schliersee zu fahren.

Die Anfahrt

Der Vorteil an München ist die Nähe zu den Bergen, zum Tegernsee und eben auch zum Schliersee. Da das Museum um 10 Uhr aufmacht, beschlossen wir relativ früh loszufahren. Ich sprang direkt aus den Laufklamotten in die Dusche, Nepo suchte mit dem Papa seine Klamotten aus und verschwand dann in sein Zimmer.

Er wollte sich dann weder von mir noch von meinem Freund anziehen lassen. Aber wir wollten gern gehen, also haben wir ihn angezogen – auch wenn er so gar keine Lust darauf hatte.

Dann haben wir das notwendigste zusammengepackt und sind losgefahren. Nach ca. 50 Minuten waren wir da. Als wir in München losfuhren war das Wetter nicht toll, aber okay. Je näher wir an die Berge kamen, desto schlechter und trüber wurde das Wetter. Am Schliersee selbst lag noch eine Menge Schnee und ich dachte mir: Toller Sonntagsausflug. 🙁

Angebote im Freilichtmuseum

Das Freilichtmuseum ist ein altbayrisches Dorf in dem die Besucher die traditionellen bayrischen Bauernhöfe von früher bestaunen können. Alles ist gut zu Fuß erreichen, auch für einen 2,5-jährigen Jungen wie Nepo.

Der Eintritt beträgt pro Erwachsenen 8,90 EUR. Dafür erwarten einen dann Bauernhoftiere, typische bayrische Produkte und jede Menge traditionelles Dorfidyll. Einen Hauch von Romantik verspürt man auf jeden Fall beim Anblick der Häuser.

Was die Bauernhoftiere betrifft, haben wir nur zwei Schweine, drei Enten und eine Handvoll Schmalznudelgeile Hühner gesehen. Das war für unseren Sohn etwas schade, denn wir hatten mit mehr Tieren gerechnet.

Dafür durften wir das eigene Hausbier ausprobieren und sogar unser Bockbier daraus machen. Allerdings für einen Unkostenbeitrag von 4 EUR. Was aber am heutigen „Tag des deutschen Bieres“ absolut in Ordnung ist. 😉

Danach haben wir noch ein Bauernhaus besucht, dass die damalige Lebensweise der Bauern nachgestellt hat und in Sachen MInimalismus waren die halt mal Lichtjahre voraus. Aber das lag sicher nicht an ihrem nachhaltigen Lebensstil, sondern einfach daran, dass sie sich nicht mehr leisten konnten.

Für einen Abstecher und eine ältere Zielgruppe geeignet

Im Vergleich zu anderen Ausflugszielen muss ich sagen, dass wir nach ca. 1,5 Stunden alles interessante gesehen haben. Da es schon gegen 12 Uhr war und Nepo langsam müde wurde, beschlossen wir nach Hause zu fahren.

Das Essen im Wirtshaus konnten wir daher nicht mehr mitnehmen, dafür aber die leckere Schmalznudel, von der Nepo ganz angetan war.

Summa summarum muss ich sagen, dass das Freilichtmuseum wohl eher was für die ältere Generation ist. Die Tiere waren sehr überschaubar und für Nepo sind Sachen wie Bier brauen, Holz schnitzen oder Verkaufsstände eben noch nicht so interessant.

Vielleicht ist es im Sommer etwas anders, aber für den Winter sind die 1,5 Stunden für 8,90 EUR pro Person jetzt nicht wirklich so überzeugend. Sollten wir nochmal im Sommer an den Schliersee kommen, können wir ja nochmal einen Anlauf starten und dann auch richtig auf den Wiesen und im Biergarten entspannen.

Auf jeden Fall bin ich froh, dass wir heute die Wohnung verlassen haben. Auch wenn das Wetter nicht so toll war, so habe ich die Auszeit am Schliersee doch sehr genossen. Ich hoffe, dass wir es jetzt wieder öfters raus in die Berge schaffen.

Jetzt geniesse ich noch die letzten Stunden meines Urlaubs und ab morgen geht es dann wieder in den Alltag zurück.

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