Friede der Milchflasche! Krieg dem Babybrei!

Das die Einführung der Beikost mit etwas Aufwand verbunden ist, war selbst mir bewusst. Wie schwer es aber sein kann, so einen Plastiklöffel mit samt dem Babybrei im Mund eines knapp sechs Monate alten Babys zu platzieren, das hat mich dann doch überrascht.

Schon in der Vorweihnachtszeit haben wir einen ersten Versuch gestartet Nepomuk für Karotten zu begeistern und sind kläglich gescheitert. Da er zu diesem Zeitpunkt noch keine fünf Monate alt war, haben wir die Sache wieder ad acta gelegt.

Hoch lebe der Pastinakenbrei

Babybrei sucks

Babybrei sucks

Vor gut einer Woche haben wir wieder begonnen – diesmal mit Pastinake. Denn das ist aktuell wohl der „In Brei“ schlechthin. Da ich für mein Sushi eh viel zu viel Pastinake gekauft habe, habe ich leckere Pastinake gemacht.

Für uns als Eltern war es ein Happening, weswegen wir das Füttern des Pastinakenbrei auch auf abends gelegt haben, damit der Papa dabei sein kann. Füttern schein Männersache zu werden, denn der Papa wollte nicht nur zuschauen, sondern hat gleich selbst Hand angelegt. Trotz des väterlichen Engagements ist die Hälfte des Breis wieder postwendend rausgekommen.

Nun wird Nepomuk nächste Woche sechs Monate alt und ist nicht gerade unterernährt, weswegen ich noch keine Panik schiebe, wenn er noch nicht auf Beikost eingestellt ist. Ein sicheres Zeichen dafür, dass er schon für Brei bereit ist, soll ja das gierige Zuschauen sein, wenn die Erwachsenen essen.

Ehrlicherweise ist das bei Nepomuk leider noch nicht der Fall. Das einzige was er mir oder dem Papa neidet ist die Tasse aus der wir am Tisch Tee oder Kaffee trinken. Da fangen dann plötzlich die kleinen Speckärmchen an zu rotieren. Essen an sich wirkt auf ihn noch keine Faszination aus.

Nieder mit dem Kürbisbrei

Nachdem Pastinaken eher weniger gut ankamen, habe ich mich diese Woche für Kürbis entschieden. Geschmacklich hat der für mich die Pastinaken noch getoppt. Für Nepomuk war die Idee mit dem Kürbis dann eher von der Kategorie „Kannste schon machen, aber ist dann eben Kacke“. Heute ist Freitag und bis dato konnte ich ihn nicht bewegen auch nur einen klitzekleinen Löffel vom leckeren Kürbisbrei zu kosten. Ich werde morgen wieder auf Pastinake umsteigen, denn im Vergleich zum Kürbis sind die Pastinaken weggegangen wie warme Semmeln.

Ich habe mir mittlerweile viele Informationen zusammengesucht und letztendlich ist es wie eine Diät oder eine Ernährungsweise. Die einen loben Karotten, die anderen verteufeln sind. Es gibt Leute die sagen Zucchini und Fenchel gehen, anderes sagen „Bloß nicht“. Nur in einem sind sich die Leute einig: Das man nicht mit Obst beginnen sollte, da das Baby dann nur noch süßes will. Wie in allen Belangen rund ums Kind müssen die Eltern eben selbst einen Weg finden und sich ihrem Kind anpassen.

Für uns liegt noch ein langer Weg zum vollständigen Umstellen auf Babybrei. Ich denke bisher fährt Nepomuk ganz gut mit Aptamil. Aber ich freue mich natürlich schon auf den Moment an dem ich ihm die Plörre nicht mehr geben muss. 🙂

Rezepte die wir bisher ausprobiert haben:

Karottenbrei

  • 2 – 3 Biomöhren (wichtig Bio wegen dem Nitrat)
  • 30 ml Wasser
  • 1 Schuss Öl (wir verwenden Beikostöl von Alnatura)

Pastinakenbrei

  • 150 Gramm Pastinaken
  • 30 ml Wasser
  • 1 Schuss Öl (wir verwenden Beikostöl von Alnatura)

Kürbisbrei

  • 100 Gramm Kürbisfleisch (idealerweise Hokkaido)
  • 50 ml Wasser
  • 1 Schuss Öl (wir verwenden Beikostöl von Alnatura)

Ich koche immer auf Vorrat und gefriere den Rest immer in einem Eiswürfelbehälter ein, damit ich es die nächsten Tage portionieren kann. Das Beikostöl übrigens immer nach dem Erhitzen an den Brei kommt, musste mir auch erstmal gesagt werden.

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