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07Mrz/16

Buy Local: Neueröffnung von The Organic Beauty Store in München

IMG_1318 Heute war bzw. ist ein toller Tag! Nicht nur, dass Nepo und ich eine tolle Zeit auf unserem Stammspielplatz am Wiener Platz hatten, nein ich habe heute auch durch Zufall einen wunderschönen neuen Laden entdeckt. Im Hinterkopf hatte ich „The Organic Beauty Store“, kurz tobs, schon ein paar Tage, aber erst heute habe ich es in den Laden geschafft.

Ich hatte gerade ein Brezel für Nepo gekauft und wollte eigentlich nur etwas Zeit vertreiben, bis wir in „Die plastikfreie Zone“ gehen konnten, der erst um 11:00 Uhr aufmacht, da sah ich im Vorbeigehen den gerade erst neueröffneten Beauty Shop. Da die Tür auf war, sind wir zwei spontan samt Kinderwagen reingehopst.

Der erste Eindruck war eher was für die Nase. Ich bin sehr stark auf Gerüche fixiert und muss sagen, dass es bei tobs wirklich super riecht. Nicht so extrem wie zum Beispiel bei LUSH, sondern eher wie bei Rituals. Für mich also wirklich ein Traum. Die Verkäuferin, die gerade den Laden aufgemacht hatte, war gleich auf den ersten Blick super freundlich und lud mich ein mich einfach umzusehen.

 

Die Idee hinter dem Laden

IMG_1325Da wir die einzigen Kunden im Laden waren, kamen wir schnell ins Gespräch. Ich fragte, ob das eine Kette wäre. Die Verkäuferin meinte nein, den die Inhaber würden den Friseurladen auf der anderen Straßenseite betreiben und wollten hier etwas neues ausprobieren.

Es gibt ja nun schon einige Läden die Biopflegeprodukte anbieten, aber die Marken die es bei tobs gibt, waren mir bis heute noch total unbekannt. Sicher kenne ich einige Labels, aber das sind eben die, die man bei Basic oder Alnatura findet. Tobs geht hier aber noch einen Schritt weiter und setzt auf internationale Marken, die nicht nur Bio und zertifiziert sind, sondern auch noch Hightech. Ich als Geek finde Hightech ja immer super und freue mich, wenn ich mal was anderes als Lavera oder Dr. Hauschka sehe.

Was gibt es da denn für tolle Produkte?

IMG_1314Es spricht wohl schon einiges für mich, wenn das erste, was ich in die Hand nehme Schokolade ist. Ja, ich gebe es zu: Ich bin süchtig nach Schokolade und zwar nach neuer Schokolade. Die Marke Antidote habe ich noch nirgends gesehen. War klar das ich mir das gleich genauer anschaue. Meine Wahl fiel auf „Coffee + Cardamon“ und „Raw 100% Cacao with crunchy Nibs„. Während ich hier schreibe, ist die Kardamon Schokolade leider schon leer.

Nachdem ich also die Schokolade schon mal gesichert hatte, musste ich mich einfach noch weiter umschauen. Organic und Hightech war so faszinierend für mich. Neben der Schokolade wurde ich dann noch bei der Seife fündig. Ja, wir sind wieder umgestiegen auf die gute alte Seife. Mögen sich andere mit Mineralölen und Tensiden einschäumen, wir nicht mehr.

IMG_1323Ich roch an einigen Seifen von Lederhaas und verliebte mich spontan in die Seife mit dem wundervollen Namen „Heinrich“. Ich muss dazu sagen, dass ich ein Fan von Verbene, Bergamotte und Ingwer bin. Also eins von den drein war sicher drin, in diesem Fall war es Bergamotte.

Preislich bewegen wir uns natürlich in einem höherem Level als bei dm auf der anderen Straßenseite, aber ich finde das okay. Für die Schokolade bezahlte ich 5,50 EUR pro Tafel und für die Seife stolze 12,00 EUR. Naja, eigentlich habe ich noch einen „Neueröffnungsrabatt“ von 10% bekommen, den muss man dann jetzt einfach von den Beträgen abziehen.

Von der netten Verkäuferin habe ich dann auch noch zwei Proben mitbekommen. Einmal die „Honey & Jasmine Mask“ und die „Enzyme Peel Mask“ – beides von The Organic Pharmacy. Meine gestresste Mamihaut freut sich auf jeden Fall.

Im Hinterkopf werde ich sicher die Kosmetikprodukte von „und Gretel„, sowie die Algenprodukte von Voya behalten.

Für mich war der Besuch ein tolles und entspanntes Erlebnis. Nepo war auch sehr relaxt, weil glücklich seine Brezel mampfend. Mein Fazit also: Wir kommen wieder.

Nach dem Besuch bei tobs ging es für uns dann direkt weiter zur „Plastikfreien Zone“ – buy local, ihr versteht. 🙂

tobsMunich

Bevor ich es vergesse: Ich stand da nicht wild fotografierend im Laden. Die Bilder hat mein Narrative Clip gemacht. Ein herrliches Gerät.

 

 

16Jan/16

Erste Stunde „Miteinander wachsen“ bei Montessori21

Zitat_Emmi Pikler

Schon vor vielen Monaten hatte ich mich auf die Warteliste des Spielraum „Miteinander wachsen“ setzen lassen, der immer dienstags im Montessori21 stattfindet.

Ich kam auf die Warteliste, weil Nepo vom Alter her genau zwischen der Babygruppe und der Kleinkindergruppe lag. Es war so traurig, aber für die eine Gruppe war er zu alt, für die andere Gruppe zu jung. Doch kurz vor Weihnachten erhielt ich von der Kursleiterin Frau Neunert den Anruf, dass wir zu einer Schnupperstunde für die Kleinkindergruppe kommen könnten, weil wohl ein Platz im nächsten (also in 2016) frei wird.

Ich freute mich so und wir gingen am 15.12.15 zur Schnupperstunde. Nepo fühlte sich super wohl und für ihn war es kein Problem, dass er mit Abstand der Jüngste war. Sicher sind die anderen Kinder weiter, aber in dem wirklich schönen großen Dachgeschoss hat jeder die Möglichkeit sich dort zu bewegen, wo er gerade Lust hat. Nach dieser tollen Stunde entschied ich mich sofort, dass wir im Januar mit in den Kurs einsteigen.

Da Nepo auch sonst lieber mit „Älteren“ abhängt, sah ich den Altersunterschied als kein Problem an.

Tja, und diesen Dienstag war es soweit und wir starteten offiziell im „Miteinander wachsen Kurs“ von Silvia Neunert.

Obwohl ich nun in der Vergangenheit viele Kurse mitgemacht habe, geht mir besonders in den Spielräumen immer das Herz auf. Ich liebe es am Rand zu sitzen und Nepo einfach in seinem Tun und seiner Bewegung zu beobachten. Es ist für mich ehrlich gesagt ein Segen, dass die Mütter alle auch ebenfalls nur beobachten und maximal mit ihrem Kind und dann sehr leise reden.

Für so ein Hochsensibelchen wie mich und ja, ich glaube auch wie Nepo, ist ein niedriger Lärmpegel super angenehm. Vergleiche ich Nepomuks Verhalten in den Spielräumen mit anderen Kursen, dann merke ich ganz klar, wie er aufblüht, wie er Dinge ausprobiert, entdeckt. Kontakt zu anderen sucht oder einfach nur beobachtet.

Ich denke Nepo merkt auch, dass ich mich in den Kursen wohlfühle, weil ich nicht das Gefühl habe zu Konversation gezwungen zu werden, sondern mich einfach auch mal entspannen und alles auf mich wirken lassen kann. Das heißt nicht, dass ich dort mit offenen Augen schlafe, im Gegenteil, ich bin hellwach und beobachte Nepo in seiner Mimik, in seiner Gestik, einfach in allem. Nur werde ich dabei nicht ständig abgelenkt, weil mich irgendwer immer anspricht oder weil Mütter ständig und ohne Unterbrechung reden und ich dann einfach am Limit laufen würde und diese Unzufriedenheit wohl auch Nepo spürt. Bei uns beiden ist es so: Bin ich entspannt, ist Nepo auch entspannt. Er weiß ganz genau, wem gegenüber ich Sympathien empfinde und wer mich eher anstrengt. Und so verhält er sich auch diesen Personen gegenüber.

So ist der „Miteinander wachsen“ Kurs aufgebaut

Bevor ich allerdings zu sehr in den Bereich „Hochsensibilität“ und „Mareikes philosophische Abendstunde“ abdrifte, hier nochmal kurz die Abgrenzung eines „Spiel- und Bewegungsraumes“ nach Pikler/Montessori zu anderen (normalen) Baby- und Kleinkindkursen.

Die Räumlichkeiten sind meist weitläufig und nach meiner Erfahrung alle sehr „natürlich“ gehalten. Das heißt die Kinder haben viel Platz, finden einen Parkettboden vor und der Raum engt sie nicht ein, wie in manchen anderen Kursen.

Vor dem Kursbeginn baut die Leiterin eine Spiel- und Bewegungslandschaft auf, in der sich die Kinder dann austoben oder auch entspannen können. Alle „Turngeräte“, wie das Piklerdreieck oder der Tunnel sind qualitativ sehr hochwertig und aus Holz. Es gibt Stufen, Schrägen, Sprossen, all das in verschiedenen Schwierigkeitsstufen, damit sich alle Kinder ihrem Entwicklungsstand entsprechend bewegen können.

Parallel zu den ganzen Bewegungsapparaten baut die Kursleiterin immer noch verschiedene Spiel- und Lerninseln ein. Das sind mal eine Sammlung von Schleichtieren, eine Auswahl an Geldbörsen. Verschiedene Steckbretter oder Dosen und Schachteln, die es zu öffnen gilt. Einige Dinge bleiben von Kurseinheit zu Kurseinheit gleich, andere werden ausgetauscht.

Im „Miteinander wachsen“ Kurs gibt es auch einen Tisch, auf dem immer wieder Dinge angeboten werden. So konnten die Kinder am Dienstag mit einem Löffel Steine in verschiedene Schälchen füllen. Nächste Woche wird auf dem Tisch dann eine andere Aufgabe stehen. Wichtig zu wissen für die Kinder ist dabei, dass alle Sachen die auf dem Tisch stehen, auch auf dem Tisch bleiben.

Den Kindern selbst steht es frei, mit was sie sich in dieser einen Stunde beschäftigen. Hier sind natürlich die weitläufige Bewegungslandschaft und die verschiedenen Spiel- und Lerninseln ein Segen für Kinder wie Nepo, die gern auch mal allein spielen möchten. In anderen Kursen war immer alles so eng aufeinander oder es gab gar nur eine Aktivität mit der sich alle Kinder beschäftigt haben. Am Anfang war das auch okay, aber von Minute zu Minute wurde es für Nepo unerträglicher und er ging oft zur Tür oder kam weinend zu mir. Hier ist das anders. Jedes Kind macht sein Ding und wenn ein Kind nur bei der Mutter sitzt und beobachtet, dann ist das auch absolut in Ordnung. Kein Kind wird gezwungen oder animiert und das ist etwas, was ich sehr schätze.

Da die Mütter sich gezielt zurücknehmen und eine beobachtende Rolle wechseln, ist der Geräuschpegel sehr niedrig und die Kinder haben keinen Overload durch ständiges Stimmenwirrwarr und Gelächter. Auch das gefällt mir sehr gut.

Nach der einen Stunde, genauer genommen ist es eine Stunde und 15 Minuten, geht es dann noch zu einer gemeinsamen Brotzeit. Wichtig ist hierbei, dass kein Kind gezwungen ist, die volle Zeit zu spielen oder eben nach der Zeit aufzuhören. Wenn ein Kind noch vertieft ist, dann kann es noch solange weiterspielen, bis es fertig ist. Wir sind zum Beispiel am Dienstag ein paar Minuten früher zur Brotzeit gegangen, weil Nepo hingefallen ist, müde war und dann auch noch Hunger bekam.

Aktuell habe ich ja meine Sorgen mit Nepos Apettit, aber bei der Brotzeit hat er sich seinen kompletten Apfel-Mandelmus-Brei reingezogen. Einfach nur, weil er wohl andere auch essen hat sehen. Das hat mich so gefreut, weil ich ehrlich gesagt schon an meiner Rolle als Mutter gezweifelt habe, weil irgendwie alle Kinder „normal“ essen, nur mein Sohn will am liebsten Speck, Oliven, Brezel und Käsekuchen. Und das jeden Tag. Alles andere, selbst die früher heißgeliebte Bratkartoffel-Zucchini-Pfanne verweigert er, zieht sich dafür nachts bis zu 4 Flaschen Milch rein.

Doch seit dieser Woche lasse ich ihn komplett allein essen, esse auch in seiner Gegenwart und allein das hilft schon mal, dass er so langsam wieder an Freude am Essen hat. Zudem hat mir die Kursleiterin Silvia gesagt, dass Nepo wohl gerade in der Phase ist, in der spielen viel, viel wichtiger ist, als essen. Und ich denke, da hat sie vollkommen recht. Da er mir jetzt schon sehr deutlich zeigen kann, wann er Hunger hat, lasse ich ihn einfach gewähren und richte mich nach seiner Uhr. Tja, und das klappt super. Bis jetzt 🙂

Nachdem wir dann noch eine Weile an dem Tisch saßen, brachen wir dann auch als letzte auf und schauten auf dem Weg noch mal in den Adventsbazar, der gerade im 1. Stock des Montessori21 Haus aufgebaut ist. Da Nepo aktuell gern schüttet und ich schon seit einer Weile auf der Suche nach kleinen Glaskännchen bin, habe ich mich dort gleich mit zwei kleinen und einer größeren Glaskanne eingedeckt. Nepo liebt diese Kännchen und übt jetzt fleißig schütten auf seinem wasserfesten IKEA Tablett.

Mein Fazit

Es ist natürlich immer etwas gewagt nach der ersten bzw. zweiten Stunde schon eine Einschätzung über den Kurs zu geben, aber ich bin einfach glücklich, dass wir in dem Kurs dabei sein können. Für mich ist das Konzept und die Philosophie, die hinter Emmi Pikler und Maria Montessori stehen eine Art Zielbahnhof und ich fühle immer mehr, wie sehr es mir Spaß macht Dinge von diesen beiden großartigen Frauen in unser Leben zu integrieren. Noch mehr Spaß habe ich natürlich dabei, wenn ich sehe, dass Nepo diese Dinge auch annimmt. Wobei der selbstgebastelte Waschtisch aktuell der 40 Jahre alten Brio Eisenbahn so gar nicht das Wasser reichen kann. Aber wenn ich sehe, wie schnell und sicher der Kleine jetzt schon die Holzschienen aneinander legen kann, dann denke ich, dass es in Sachen Motorik ja auch nicht ganz ohne ist. 🙂

24Sep/15

Erfahrungsbericht: Der Kidztower in unserem Alltag

Kurze Erläuterung zum Kidztower: Der Kidztower soll Eltern das Arbeiten in der Küche erleichtern, weil die Kinder mithilfe eben dieses Towers auf der Arbeitsfläche mithelfen oder zumindest zu schauen können.

Exkurs zum Lernturm von Maria Montessori und warum ich ihn haben wollte

Als die Frage aufkam, was wir Nepo zum 1. Geburtstag schenken sollen, war mein Gedanke: Der Lernturm nach Maria Montessori. Ich wusste, dass Nepo irgendwann in das Alter kommt, in dem er unbedingt sehen will, was ich in der Küche auf der Arbeitsfläche mache oder was im Kochtopf vor sich hinkocht.

Irgendwie fand aber jeder den Lernturm doof und ich verwarf die Idee. Zum Geburtstag bekam er eine selbstgebastelte Küche und wir waren begeistert.

Doch nicht wenige Wochen später fing das „Drama“ an. Nepo wollte immer sehen, was ich auf der Arbeitsfläche machte. Ich wusste mir nicht anders zu helfen, als ihn in den Hochstuhl zu setzen, damit er wenigstens zuschauen konnte. Er fand das total unbefriedigend und ich ehrlich gesagt auch.

Die Entscheidung für den Kidztower

Obwohl ich mir schon Gedanken gemacht habe wie ich dieses Dilemma mit der Arbeitsfläche beheben kann, war der Kauf eines Lernturms kein Thema für mich. Bis zum Streetlife Festival.

Beim Streetlife Festival wurden wir von den Machern des Kidztower angesprochen, ob wir den Kidztower mal ausprobieren wollen. Gesagt, getan. Wir haben Nepo reingestellt und er fand es super. Ich glaube er hat sich in dem Moment wie der King gefühlt – so hoch oben über allem. Er hat dann noch einen Apfel bekommen, der vor seinen Augen auf der Arbeitsfläche geschnitten wurde. Wir waren uns über einen Kauf noch nicht einig und sind dann erstmal unverrichteter Dinge weiter übers Streetlife Festival gegangen.

Am Anfang war ich von dem Teil nicht überzeugt, weil es ja nichts neues war. Aber je länger ich darüber nachdachte, desto mehr überzeugte mich der Kidztower. Ja, und dann kam mein Bombenargument: Ich wollte den Tower nicht nur für die Küche nutzen, sondern auch fürs Bad. Uns fehlte bis dato der Prozess des Hände waschen und Zähne putzen nach dem Essen. Ich erhoffte mir das der Kidztower die Lösung hierfür wäre.

Auf dem Rückweg schlenderten wir nochmal am Stand vorbei und bekundeten unser Interesse für den Kidztower. Der Verkäufer notierte sich unsere Daten. Am nächsten Tag (Montag) erhielten wir die Rechnung, bezahlten und schon am Donnerstag kam der Kidztower dann handlich verpackt zu uns. Wir zahlten den „Messe Sonderpreis“ von 100,00 EUR und entschieden uns für das Modell in weiß.

Der Aufbau

Als mein Freund das Paket abends mitbrachte, war ich so gespannt, dass er es gleich aufbaute. Der Aufbau dauerte 15 Minuten und war eigentlich problemlos.

Das praktische am Kidztower ist die Höhenverstellbarkeit. Hier liegt wohl auch der Unterschied zum Montessori Lernturm, den der wächst, soweit ich weiss, nicht mit.

Wir stellten den Kleinen rein und er setzte sich gleich hin. Nach einem Augenblick merkte er aber, dass dieses Teil nicht zum Sitzen gedacht war und stellte sich auf. Nun konnte er die ganze Arbeitsfläche sehen. 🙂

Der Kidztower handlich verpackt

Die Verwendung des Kidztower in der Küche

Nepomuk beim „verkosten“

Wir haben den Kidztower nun seit einer Woche und ich verwende ihn täglich in der Küche. Zwar muss er aus Platzgründen immer hinten am Fenster stehen, aber da er mit 7 Kilo angenehm leicht ist und aufgrund des Sicherheitsgurtes leicht zu transportieren ist, macht es mir kein Problem ihn immer an die Arbeitsfläche zu tragen.

Nepo freut sich immer, wenn ich ihn reinstelle, denn dann weiss er, dass wir jetzt wieder kochen oder zumindest etwas schneiden. Es fällt mir so leicht, ihn in die ganzen Koch- und Schneideprozesse einzubeziehen, dass wir schon ein kleines Dream Team sind. Als ich letzte Woche Bolognese gemacht habe, hat Nepomuk nebenbei fleißig die Kirschtomaten ausgelutscht, die er eigentlich in die Schüssel packen sollte.

Mit dem Papa hat er schon einen Salat gemacht und die Aufgabe, den Kopfsalat nach dem waschen zu zerreißen sehr gewissenhaft erledigt. Auch wenn er ab und zu die Schüssel mit dem Mülleimer verwechselt hat und den Salat mal da und mal da reingeworfen hat.

IMG_8136Neben dem Schneiden und zusammen schmeißen von Gemüse in eine Schüssel, brate ich hin und wieder Fischstäbchen oder Chicken Nuggets (alles bio) für Nepomuk.

Ich stelle ihn dann mit dem Kidztower auf die Seite des Herdes und mache die Platte an, die am weitesten von ihm entfernt ist. Er selbst steht natürlich nicht am Herd, sondern seitlich versetzt. Dann stelle ich ihm eine Pfanne zur Verfügung, in der er wahlweise Holzklötze oder japanische Salzpflaumen „braten“ und „wenden“ darf. Hin und wieder versucht er zwar an meine Pfanne ranzukommen, aber das ist immer erfolglos. Dafür weiß er jetzt, wie die Kaffeemaschine an und ausgeht, denn die steht in dieser Position in seiner Reichweite.

Ich muss sagen, dass ich sehr zufrieden mit dem Kidztower bin, auch weil er sich leicht wieder reinigen lässt. Gerade die Kirchtomaten oder auch pürierter Brokkoli landeten schon auf dem weißen Holz.

Auch wenn der Kidztower durch seine Konstruktion nicht umkippen kann, ist es doch immer unerlässlich den Kleinen anzugurten. Das funktioniert über einen Sicherheitsgurt, der sich im Inneren des Towers befindet.

Die Verwendung des Kidztower im Bad

IMG_8062Den Kidztower verwenden wir nicht nur in der Küche, sondern jetzt auch im Bad.

Früher wusste ich nicht, wie man das Zähne putzen und Hände waschen nach dem Essen gut in den Tagesablauf integrieren kann, denn für das Waschbecken ist der Kleine ja noch zu klein, auch eine Schüssel zum Hochstuhl zu tragen, war suboptimal.

Mit dem Kidztower habe ich jetzt das Problem gelöst. Ich trage ihn nach dem Essen immer ins Bad, lasse Wasser ins Waschbecken ein und dann stelle ich Nepo in den Kidztower. Damit das mit dem Zähne putzen gut klappt, habe ich mir eine billige Zahnbürste für mich gekauft und nun putzen wir immer gemeinsam die Zähne.

IMG_8132Auch das Waschen von Händen und dem Gesicht klappt mittlerweile super. Dafür haben wir den Waschlappen mit Bärengesicht, der ihm dann immer ein sauberes Gesicht und saubere Hände zaubert. Zudem kann Nepo immer im Wasser des Waschbeckens planschen. Ihm macht das super viel Spaß und er freut sich jedes Mal, wenn wir beide am Waschbecken stehen.

Gestern habe ich es sogar geschafft ihm die Fingernägel zu schneiden. Vorgestern waren es dir Ohren. Alles Dinge, die er sonst nur widerwillig über sich ergehen lässt.

Gerade fürs Bad hat sich der Kauf schon gelohnt und ich bin wirklich, wirklich zufrieden mit dem Kidztower.

Abschließendes Fazit

Wir haben den Kidztower nun erst eine Woche bei uns und er ist jetzt schon ein so fester Bestandteil in unserer täglichen Routine, dass er mir schon wie ein altes Inventar vorkommt.

Den Kauf habe ich bisher nicht bereut und besonders im Bad macht er vieles einfacher bzw. hilft mir auch bestimmte Pflegeabläufe besser in Nepos Tagesablauf zu integrieren.

Das ich den Tower aufgrund unserer kleineren Wohnung immer durch die Gegend tragen muss, sehe ich nicht als schlimm an, denn ich bin das ja auch von anderen Dingen wie der Babywanne oder dem Hochstuhl gewohnt. Sicher wäre es ein Problem, wenn Bad und Küche in einem Haus auf verschiedenen Stockwerken wären, dann würde ich das Tragen wohl irgendwann aufgeben.

Wir haben uns beim Kidztower für die Farbe weiß entschieden, weil sowohl unser Bad, als auch unsere Küche weiß sind. Der Preis war mit 100,00 EUR vertretbar und die Bestellung und Lieferung hat problemlos geklappt.

Ich finde die Idee des Mitwachsens super und freue mich schon auf die Erweiterung, die es dem Kind ermöglicht, ab 2,5 Jahren selbst in den Tower reinzuklettern.

Ganz wichtig finde ich persönlich auch den Sicherheitsgurt, denn die Kleinen können sich wirklich lang machen. Und die beste Konstruktion nützt nichts, wenn sie das Gleichgewicht verlieren und aus dem Tower fallen.

Mehr Informationen zum Kidztower findet auf der folgenden Webseite: http://www.kidztower.de/

Alles Liebe

Mareike

22Mai/15

Sponsored Post: Der Squiz Quetschbeutel

Heute möchte ich euch von meinen Erfahrungen mit den nachfüllbaren Quetschbeuteln von Squiz berichten. Ich selbst war schon eine Weile auf der Suche nach einer Alternative für die fertigen Quetschbeutel von Hipp oder Freche Freunde, die man überall kaufen kann.

Dann kam das Team von Squiz auf mich zu und fragte mich, ob ich Lust hätte ihre Quetschbeutel zu testen. Und natürlich hatte ich Lust, denn Nepomuk gewöhnt sich gerade an Gemüse- und Obstbrei. Wenn nicht jetzt, wann denn dann?

Warum keine fertigen Quetschbeutel?

Was den Babybrei für meinen Sohn anbelangt, so habe ich mir von Anfang an vorgenommen selber zu kochen. Als ich Anfang Januar meine Ernährung auf vegan umstellte, habe ich mich viel über Nahrungsmittel und Fertigprodukte informiert. Ich stehe mittlerweile der Gläschenkost skeptisch gegenüber, bin aber der Meinung, dass jede Mutter für sich entscheiden muss, wie sie ihr Kind ernährt. Und da ich schon Hipp & Co. bei den Gläsern nicht vertraue, würde ich auch nie diese fertigen Quetschbeutel kaufen. Weitere Punkte, die gegen den Kauf sprechen:

  • Preislich finde ich die fertigen Quetschbeutel nicht attraktiv. Bei Freche Freunde kosten 100 g gleich 1,19 EUR.
  • Das man die Gläschen eventuell für was anderes benutzen kann, finde ich gut. Aber diese Quetschbeutel verursachen in meinen Augen einfach nur wieder zuviel Müll
  • Frische vs. Haltbarkeit: Ich denke am gesündesten ist Obst, Gemüse & Fleisch, wenn es frisch zubereitet wird. Ich glaube durch das pasteurisieren gehen viele Vitamine verloren. Zudem findet man in einigen Quetschbeuteln Zitronensaftkonzentrat und ich glaube nicht, dass dort jemand in der Produktion sitzt und Zitronen auspresst.

Das sind so die Hauptgründe, warum ich mich entschlossen habe mal den Quetschbeutel von Squiz auszuprobieren.

Was ist der Squiz Quetschbeutel?

Banane & Melone im SquizDer Quetschbeutel von Squiz funktioniert eigentlich wie die normalen Quetschbeutel, die im Handel erhältlich sind, nur mit folgenden Vorteilen:

  • kann ich ihn bis zu 50x wieder befüllen, anstatt ihn nach einmaliger Nutzung zu entsorgen
  • kann ich ihn mit dem Obst und Gemüse meiner Wahl befüllen und auch einfach mal nur Banane und Melone reinmixen
  • hat er mit seinen 130 ml Fassungsvermögen deutlich mehr Inhalt als die fertigen Quetschbeutel
  • spart er mir Geld, denn das Obst und Gemüse aus dem Biomarkt kommt runter gerechnet nicht auf die Kosten, die ich habe, wenn ich mir die Fertigprodukte kaufe.
  • verursache ich weniger Müll, da ich ihn eben mehrmals nutzen kann

Squiz Rahmendaten 

  • Jedes Set enthält 3 Quetschbeutel
  • Motive: Pinguin, Löwe und Elefant
  • Preis pro Set: 14,90 EUR
  • Füllmenge: 130 ml
  • Maße: 23,5 x 13 x 1,6 cm
  • BPA, PVC und Phthalate-frei
  • Geeignet für Spülmaschinen und Eisschränke
  • Laut Hersteller kann jeder Quetschbeutel bis zu 50 x wiederverwendet werden
Wie funktioniert der Quetschbeutel von Squiz und was muss ich beachten?

Im Grunde genommen funktioniert der Quetschbeutel super einfach:

  1. Gewünschtes Obst/Gemüse pürieren
  2. Püriertes Obst/Gemüse über die breite Öffnung an der Unterseite einfüllen
  3. Perforierte Öffnung zusammendrücken

Nachdem ich ihn befüllt habe, teste ich über dem Spülbecken nochmals ob er wirklich verschlossen ist. Mittlerweile packe ich die Quetschbeute aber auch immer noch in eine kleine Tüte, weil unsere Windeltasche so vollgestopft ist, dass ich Angst habe, dass das Püree rausläuft.

Wichtig ist, dass der Quetschbeutel nach jedem Gebrauch gut gereinigt wird. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass er am besten sauber wird, wenn man ihn mit der Hand reinigt. Mit der Spülmaschine habe ich bisher nicht so gute Erfahrungen gemacht.

Lohnt sich der Squiz?

Nepomuk und sein SquizNatürlich sind die gekauften Quetschbeutel schneller und ohne viel Aufwand zu handhaben. Aber für mich, die auch den Babybrei selber kocht, ist es selbstverständlich das Obstpüree auch selbst herzustellen. Wir nutzen den Squiz sehr oft und haben ihn auf dem Spielplatz, im Restaurant oder bei Freunden immer dabei.

Es ist natürlich auch eine Frage des Preises. Die drei Quetschbeutel kosten 14,90 EUR und können bis zu 50 mal wiederverwendet werden. Vergleicht man das mit den Quetschbeuteln von Frische Freunde, wo ein Einmalbeutel 1,19 EUR kostet, dann ist man mit Squiz doch günstiger unterwegs.

Nepomuk mag den Quetschbeutel sehr und ich finde es eine praktische Angelegenheit für Zwischendurch. Eine volle Mahlzeit passt zwar in die 130 ml nicht rein, aber bevor ich ihm Hirsekringel oder Reiswaffeln gebe, nehme ich lieber meinen  Obstbrei. Außerdem bleibt für mich immer was übrig, wenn Nepomuk mal keine Lust drauf hat. 🙂

Mein Fazit

Wer vor dem Aufwand des Selbermachens nicht zurückschreckt und gerne selber verschiedene Obst- und Gemüsekombinationen ausprobieren möchte, dem kann ich den Squiz empfehlen. Er ist perfekt für unterwegs und jetzt wo ich es schreibe, werde ich wohl mal probieren, ob Nepomuk ihn gerade jetzt in der Phase des Zahnens nehmen möchte.

Wir verwenden ihn mittlerweile sehr oft, allerdings schaffe ich es nicht jeden Tag, da ich oft früh außer Haus muss und Obst sollte wirklich nur frisch in die Beutel kommen. Bisher habe ich jeden Beutel mindestens zweimal verwendet und sie funktionieren immer noch. 🙂

 

 

03Mai/15

Mein Fazit zur Veggie Expo 2015 in München

IMG_4907Heute haben wir es endlich auf die Veggie Expo in München geschafft. Ich hatte mich schon so lange darauf gefreut und heute war es endlich soweit. Wir sind schon relativ früh hingefahren, da es mit Kinderwagen doch immer schwierig ist, sich seinen Weg zu bahnen.

Der Eintritt kostete 12,00 EUR pro Person. Ich finde das einen stolzen Preis für eine doch recht kleine Messe. Die Tickets im Vorverkauf wären natürlich billiger gewesen, aber bei einem acht Monate alten Baby weiß man nie, ob der Besuch auch wirklich klappt. Es gab aber ein paar interessante Anbieter und die wollte ich unbedingt sehen.

Die interessanten Stände

Ich bin seit Januar Veganer und verzichte bei meiner Ernährung fast immer auf Weißmehl, Zucker, Alkohol und Tabak. Von daher waren nicht wirklich viele Stände interessant für mich. Mich zog es zu Lovechoc, PureRaw, Veganz und Vitalia. Stände, deren Produkte ich schon kannte.

Fündig wurde ich allerdings nur bei Vitalia. Dort haben wir endlich die Linsen Nudeln gefunden, von denen wir schon oft gehört haben. Neben den Linsen Nudeln haben wir gleich noch die Nudeln aus Kichererbsenmehl gekauft. 3 Packungen für 9 EUR.

Die Linsen Nudeln haben wir gleich heute gemacht und ich finde sie super lecker.

Meine Entdeckungen: Glückskost, Ice Date und Raw For Life

Nepomuk testet veganes EisAls wir eher planlos auf der Suche nach veganem Essen ohne Zucker über die Messe liefen, kamen wir am Glückskost Stand vorbei. Ein Café, dass erst vor ein paar Wochen in der Amalienstraße eröffnet hat. Da sie Rohkost Kuchen anboten, kamen wir ins Gespräch. Ich selbst mache ja nur noch Rohkost Kuchen, darunter auch Tirawmisu. Auch sie hatten ein Tirawmisu, was aber so anders schmeckte. Sehr lecker, aber eine ganz andere Richtung als mein Tirawmisu. Ich werde mit Nepomuk auf jeden Fall dort mal vorbeigehen.

Nebenan war dann auch gleich der Eisstand „Ice Date“, der veganes Eis verkaufte – auch ohne Zucker. Ich kostete Schoko-Hanf und Bio Erdnuss und war von dem Eis begeistert. So leckeres Eis hatte ich noch nie gegessen. Ich habe Nepomuk davon kosten lassen und auch ihm hat es sichtlich geschmeckt. Ice Date ist wohl auch in München gleich neben Glückskost angesiedelt. Da werde ich natürlich auch mal vorbeischauen.

Schon für diese beiden Entdeckungen hat sich der Besuch gelohnt.

Dann habe ich auch noch das Buch „Raw For Life“ von Lisa Viger gefunden und gleich gekauft. Da sind so tolle Rezepte drin und so wie ich gesehen habe auch ohne so krasse Zutaten wie Irisch Moos oder Kelp Nudeln.

Wheaty und Co.

Ich bin ehrlich gesagt kein Freund von „ich esse kein Fleisch, aber auf Wurst und Schnitzel will ich trotzdem nicht verzichten“. Die Stände von Wheaty oder Muscolo Di Grano haben mich überhaupt nicht überzeugt. Ich denke, dass das Zeug mindestens genauso schlecht und fettig ist, wie normales Fleisch.

Vegane Ernährung ist nicht gleich gesunde Ernährung

Eins hat mir der Besuch der Veggie Expo gezeigt: Sich vegan zu ernähren, heißt noch lange nicht, sich gesund zu ernähren. Ich weiß nun, was Attila Hildmann immer mit dem „Pudding Veganer“ meint.

Ich wurde immer zum Probieren eingeladen und bei den Schokoladen, die ich gekostet habe, war immer Zucker drin. Als ich sagte, dass ich keinen Zucker mehr essen möchte, wurde ich teilweise erstaunt angeschaut, so als wäre Zucker in Schokolade das normalste der Welt.

Dörrautomat ersetzt einiges

Wir haben nun seit einigen Wochen unseren Dörrautomaten und ich muss sagen: Viele Sachen wie Power Riegel oder Fruchtschnitten, die wir heute gesehen haben, kann ich selbst herstellen. Ich möchte bald Fruchtschnitten für Nepomuk herstellen und ich glaube, dass ist mit Dörrautomat sehr einfach.

Ich bin so froh, dass wir den Dörrautomat von Sedona gekauft haben. Ich kann so viele Sachen selber machen und das spart auf Dauer doch einiges an Geld, denn so Fruchtschnitten kosten ja doch einiges, wenn man nicht die ganz billigen kaufen möchte.

Mein Fazit

Dank leckerem Eis, der Entdeckung vom Café Glückskost und dem Kauf der Linsen Nudeln und des Buches „Raw For Life“ hat sich der Besuch für uns schon gelohnt. Ich hoffe, dass nächstes Jahr einfach weniger Weizen und Sojaanbieter vertreten sind und mehr Rohkostvertreter. Besuchen werde ich die Veggie Expo 2016 auf jeden Fall.