Erfahrungsbericht: Der Kidztower in unserem Alltag

Kurze Erläuterung zum Kidztower: Der Kidztower soll Eltern das Arbeiten in der Küche erleichtern, weil die Kinder mithilfe eben dieses Towers auf der Arbeitsfläche mithelfen oder zumindest zu schauen können.

Exkurs zum Lernturm von Maria Montessori und warum ich ihn haben wollte

Als die Frage aufkam, was wir Nepo zum 1. Geburtstag schenken sollen, war mein Gedanke: Der Lernturm nach Maria Montessori. Ich wusste, dass Nepo irgendwann in das Alter kommt, in dem er unbedingt sehen will, was ich in der Küche auf der Arbeitsfläche mache oder was im Kochtopf vor sich hinkocht.

Irgendwie fand aber jeder den Lernturm doof und ich verwarf die Idee. Zum Geburtstag bekam er eine selbstgebastelte Küche und wir waren begeistert.

Doch nicht wenige Wochen später fing das „Drama“ an. Nepo wollte immer sehen, was ich auf der Arbeitsfläche machte. Ich wusste mir nicht anders zu helfen, als ihn in den Hochstuhl zu setzen, damit er wenigstens zuschauen konnte. Er fand das total unbefriedigend und ich ehrlich gesagt auch.

Die Entscheidung für den Kidztower

Obwohl ich mir schon Gedanken gemacht habe wie ich dieses Dilemma mit der Arbeitsfläche beheben kann, war der Kauf eines Lernturms kein Thema für mich. Bis zum Streetlife Festival.

Beim Streetlife Festival wurden wir von den Machern des Kidztower angesprochen, ob wir den Kidztower mal ausprobieren wollen. Gesagt, getan. Wir haben Nepo reingestellt und er fand es super. Ich glaube er hat sich in dem Moment wie der King gefühlt – so hoch oben über allem. Er hat dann noch einen Apfel bekommen, der vor seinen Augen auf der Arbeitsfläche geschnitten wurde. Wir waren uns über einen Kauf noch nicht einig und sind dann erstmal unverrichteter Dinge weiter übers Streetlife Festival gegangen.

Am Anfang war ich von dem Teil nicht überzeugt, weil es ja nichts neues war. Aber je länger ich darüber nachdachte, desto mehr überzeugte mich der Kidztower. Ja, und dann kam mein Bombenargument: Ich wollte den Tower nicht nur für die Küche nutzen, sondern auch fürs Bad. Uns fehlte bis dato der Prozess des Hände waschen und Zähne putzen nach dem Essen. Ich erhoffte mir das der Kidztower die Lösung hierfür wäre.

Auf dem Rückweg schlenderten wir nochmal am Stand vorbei und bekundeten unser Interesse für den Kidztower. Der Verkäufer notierte sich unsere Daten. Am nächsten Tag (Montag) erhielten wir die Rechnung, bezahlten und schon am Donnerstag kam der Kidztower dann handlich verpackt zu uns. Wir zahlten den „Messe Sonderpreis“ von 100,00 EUR und entschieden uns für das Modell in weiß.

Der Aufbau

Als mein Freund das Paket abends mitbrachte, war ich so gespannt, dass er es gleich aufbaute. Der Aufbau dauerte 15 Minuten und war eigentlich problemlos.

Das praktische am Kidztower ist die Höhenverstellbarkeit. Hier liegt wohl auch der Unterschied zum Montessori Lernturm, den der wächst, soweit ich weiss, nicht mit.

Wir stellten den Kleinen rein und er setzte sich gleich hin. Nach einem Augenblick merkte er aber, dass dieses Teil nicht zum Sitzen gedacht war und stellte sich auf. Nun konnte er die ganze Arbeitsfläche sehen. 🙂

Der Kidztower handlich verpackt

Die Verwendung des Kidztower in der Küche

Nepomuk beim „verkosten“

Wir haben den Kidztower nun seit einer Woche und ich verwende ihn täglich in der Küche. Zwar muss er aus Platzgründen immer hinten am Fenster stehen, aber da er mit 7 Kilo angenehm leicht ist und aufgrund des Sicherheitsgurtes leicht zu transportieren ist, macht es mir kein Problem ihn immer an die Arbeitsfläche zu tragen.

Nepo freut sich immer, wenn ich ihn reinstelle, denn dann weiss er, dass wir jetzt wieder kochen oder zumindest etwas schneiden. Es fällt mir so leicht, ihn in die ganzen Koch- und Schneideprozesse einzubeziehen, dass wir schon ein kleines Dream Team sind. Als ich letzte Woche Bolognese gemacht habe, hat Nepomuk nebenbei fleißig die Kirschtomaten ausgelutscht, die er eigentlich in die Schüssel packen sollte.

Mit dem Papa hat er schon einen Salat gemacht und die Aufgabe, den Kopfsalat nach dem waschen zu zerreißen sehr gewissenhaft erledigt. Auch wenn er ab und zu die Schüssel mit dem Mülleimer verwechselt hat und den Salat mal da und mal da reingeworfen hat.

IMG_8136Neben dem Schneiden und zusammen schmeißen von Gemüse in eine Schüssel, brate ich hin und wieder Fischstäbchen oder Chicken Nuggets (alles bio) für Nepomuk.

Ich stelle ihn dann mit dem Kidztower auf die Seite des Herdes und mache die Platte an, die am weitesten von ihm entfernt ist. Er selbst steht natürlich nicht am Herd, sondern seitlich versetzt. Dann stelle ich ihm eine Pfanne zur Verfügung, in der er wahlweise Holzklötze oder japanische Salzpflaumen „braten“ und „wenden“ darf. Hin und wieder versucht er zwar an meine Pfanne ranzukommen, aber das ist immer erfolglos. Dafür weiß er jetzt, wie die Kaffeemaschine an und ausgeht, denn die steht in dieser Position in seiner Reichweite.

Ich muss sagen, dass ich sehr zufrieden mit dem Kidztower bin, auch weil er sich leicht wieder reinigen lässt. Gerade die Kirchtomaten oder auch pürierter Brokkoli landeten schon auf dem weißen Holz.

Auch wenn der Kidztower durch seine Konstruktion nicht umkippen kann, ist es doch immer unerlässlich den Kleinen anzugurten. Das funktioniert über einen Sicherheitsgurt, der sich im Inneren des Towers befindet.

Die Verwendung des Kidztower im Bad

IMG_8062Den Kidztower verwenden wir nicht nur in der Küche, sondern jetzt auch im Bad.

Früher wusste ich nicht, wie man das Zähne putzen und Hände waschen nach dem Essen gut in den Tagesablauf integrieren kann, denn für das Waschbecken ist der Kleine ja noch zu klein, auch eine Schüssel zum Hochstuhl zu tragen, war suboptimal.

Mit dem Kidztower habe ich jetzt das Problem gelöst. Ich trage ihn nach dem Essen immer ins Bad, lasse Wasser ins Waschbecken ein und dann stelle ich Nepo in den Kidztower. Damit das mit dem Zähne putzen gut klappt, habe ich mir eine billige Zahnbürste für mich gekauft und nun putzen wir immer gemeinsam die Zähne.

IMG_8132Auch das Waschen von Händen und dem Gesicht klappt mittlerweile super. Dafür haben wir den Waschlappen mit Bärengesicht, der ihm dann immer ein sauberes Gesicht und saubere Hände zaubert. Zudem kann Nepo immer im Wasser des Waschbeckens planschen. Ihm macht das super viel Spaß und er freut sich jedes Mal, wenn wir beide am Waschbecken stehen.

Gestern habe ich es sogar geschafft ihm die Fingernägel zu schneiden. Vorgestern waren es dir Ohren. Alles Dinge, die er sonst nur widerwillig über sich ergehen lässt.

Gerade fürs Bad hat sich der Kauf schon gelohnt und ich bin wirklich, wirklich zufrieden mit dem Kidztower.

Abschließendes Fazit

Wir haben den Kidztower nun erst eine Woche bei uns und er ist jetzt schon ein so fester Bestandteil in unserer täglichen Routine, dass er mir schon wie ein altes Inventar vorkommt.

Den Kauf habe ich bisher nicht bereut und besonders im Bad macht er vieles einfacher bzw. hilft mir auch bestimmte Pflegeabläufe besser in Nepos Tagesablauf zu integrieren.

Das ich den Tower aufgrund unserer kleineren Wohnung immer durch die Gegend tragen muss, sehe ich nicht als schlimm an, denn ich bin das ja auch von anderen Dingen wie der Babywanne oder dem Hochstuhl gewohnt. Sicher wäre es ein Problem, wenn Bad und Küche in einem Haus auf verschiedenen Stockwerken wären, dann würde ich das Tragen wohl irgendwann aufgeben.

Wir haben uns beim Kidztower für die Farbe weiß entschieden, weil sowohl unser Bad, als auch unsere Küche weiß sind. Der Preis war mit 100,00 EUR vertretbar und die Bestellung und Lieferung hat problemlos geklappt.

Ich finde die Idee des Mitwachsens super und freue mich schon auf die Erweiterung, die es dem Kind ermöglicht, ab 2,5 Jahren selbst in den Tower reinzuklettern.

Ganz wichtig finde ich persönlich auch den Sicherheitsgurt, denn die Kleinen können sich wirklich lang machen. Und die beste Konstruktion nützt nichts, wenn sie das Gleichgewicht verlieren und aus dem Tower fallen.

Mehr Informationen zum Kidztower findet auf der folgenden Webseite: http://www.kidztower.de/

Alles Liebe

Mareike

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