Ein perfekter Tag im September

Bevor der Herbst jetzt wohl endgültig auch in München Einzug hält, hat sich der September am heutigen Tag nochmal sehr sommerlich gezeigt. Wir hatten Temperaturen um die 29 Grad, strahlend blauen Himmel und ein angenehmes Lüftchen.

Da Nepomuk die letzten zwei Tage etwas kränklich war, was wohl an der Meningokokken C Impfung am Montag liegen könnte, war für ihn nichts unerträglicher als zuhause zu sein. Aus diesem Grund waren wir gestern in Summe sechs Stunden an der frischen Luft und heute sollte es nicht anders werden.

Der Vormittag im Tierpark Hellabrunn

Am Morgen beschloss ich, dass wir heute in den Tierpark Hellabrunn fahren könnten. Mit der U-Bahn ist es nicht weit und wir könnten dort die Tiere anschauen, die Spielplätze ausprobieren und die letzten Sonnenstrahlen genießen.

Gesagt getan: Um 9 Uhr gingen wir aus dem Haus. Erst zur Post, wo ich meine Wohnungskündigung aufgab und dann zur U-Bahn Richtung Tierpark. Da jetzt auch in Bayern die Schule wieder begonnen hat, waren die U-Bahnen am Vormittag angenehm leer und auch die Eingangskassen am Tierpark gähnend leer. Ich habe mir im Mai eine Jahreskarte gekauft und wollte sie nun endlich mal wieder nutzen.

Nach dem Einlaß gingen wir dann den vorgeschlagenen Rundweg und kamen an Giraffen vorbei, sahen das Nashorn Baby und den sibirischen Tiger. Zum Glück haben wir auch die Fütterung der Pinguine mitbekommen, was besonders für Nepomuk sehr schön und ansehnlich war, da er durch die Glasscheibe alles genau auf seiner Sichthöhe beobachten konnte. Nachdem wir uns noch viele andere Tiere angeschaut haben, ging es zum ersten Spielplatz.

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Sibirischer Tiger auf 12:00 Uhr

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Ganz links: Das Nashornbaby

 

 

 

 

 

 

 

 

Leider war dieser Spielplatz jetzt nicht so ideal für Kinder in Nepomuks Alter, aber mittlerweile können wir ganz gut zusammen schaukeln oder wie verrückt auf die blecherne Rutsche hämmern. Irgendwann habe ich ihn dann seinen Morgenbrei und ein Apfelstück gegeben. Aber das Essen gestaltete sich aufgrund der ganzen Ablenkung etwas schwierig und ich glaube Nepomuk hatte durch sein kränkeln auch nicht wirklich viel Hunger.

Also sind wir noch ein wenig auf dem Spielplatz rumgeirrt und dann wieder losgezogen. Ich habe mir im angrenzenden Bistro noch einen Kaffee mitgenommen und auf dem Weg zu den Tiergehegen ist Nepomuk dann relativ schnell eingeschlafen.

Da ich wusste, dass er wohl im Zoo schlafen würde, habe ich morgens meinen Kindle eingepackt. Vor dem Paviangehege habe ich mich dann in den Schatten gesetzt und das Buch „Minimalismus-Diät“ von Huong Tran gelesen. Gestern bin ich über einen Tweet auf das Buch aufmerksam geworden. Da es ein E-Book ist und nur 0,99 Cent kostete, habe ich es mir gleich runtergeladen.

Nachdem ich es fertig gelesen hatte, schlenderte ich mit dem schlafendem Nepomuk noch durch den Tierpark und stellte mal wieder fest, wie schön das Leben in München ist. Wir haben hier alles und trotzdem gibt es nicht diese Hektik wie in anderen Großstädten. Es ist alles so gediegen hier, eben wie in einem richtigen Dorf. Nur das München halt das größte und schönste Dorf der Welt ist. 🙂

Die Elefanten

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Trampeltiere freuen sich auf Besuch

Spaziergang an der Isar entlang und Zwischenhalt im Rosengarten

Irgendwann wachte dann Nepomuk auf und ich beschloss, dass wir nach Hause nicht die U-Bahn wählten, sondern zu Fuß an der Isar Richtung Haidhausen spazieren. Zu Fuß sind es ca. 6,5 km, aber da der Weg vorwiegend im Schatten und fernab von irgendwelchen Straßen verläuft, sind die 6,5 km pure Erholung.

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Spaziergang vom Zoo zum Rosengarten

Da ich den Kleinen nicht nur im Kinderwagen durch die Gegend fahren wollte, machten wir im Rosengarten halt. Das ist ein großer offener Garten unweit der Wittelsbacher Brücke. Unter ein paar Apfelbäumen packte ich die Decke aus und wir setzten uns hin. Nepomuk zog dann das Sandspielzeug raus und stopfte die herumliegenden Blätter in den Eimer. Es war so herrlich ruhig und angenehm, dass wir dort hätten Stunden sitzen können. Den Gärtnern bei der Arbeit zuzuschauen, wie sie sich um die Pflanzen und Bäume kümmern hat schon etwas sehr beruhigendes. Ich glaube in meinem nächsten Leben werde ich Gärtner oder Tierpfleger bei den Totenkopfäffchen. 🙂

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Nepomuk in Aktion

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Unterm Obstbaum ist es am Schönsten

Der Nachmittag im Café Glanz

Nach einer Stunde gingen wir dann weiter Richtung Haidhausen, denn das Wetter fing schon an zu drehen und der Wind wurde stärker. Da ich nicht wollte, dass sich Nepomuks leichte Erkältung verschlechtert, entschied ich mich zum Cafe Glanz in der Sedanstraße zu laufen. Dort ist Donnerstagnachmittag immer die offene Kinderbetreuung. Das tolle an dem Treff ist das so viele verschiedene Kinder da sind. Es gibt Kinder aus allen möglichen Nationen: Japan, Russland, Jamaika, Philippinen oder Spanien. Auch Kinder mit Down Syndrom oder blinde Kinder waren bzw. sind regelmäßig da. Es ist wundervoll zu sehen, dass Kinder null Vorbehalte gegenüber anderen Kindern haben – unabhängig welcher Nation sie angehören oder ob sie behindert sind oder nicht. Ich liebe das Café und die pikler- und montessori-orientierten Betreuer. Nepomuk fühlt sich super wohl dort, so wohl, dass er letzte Woche Dienstag in der Kinderbetreuung einfach mit dem Laufen begonnen hat. 🙂

Wer also in Haidhausen wohnt und Dienstagvormittag und Donnerstagnachmittag noch nichts vorhat, der kann gern vorbeischauen. Es kostet nichts, maximal eine Spende und ist für Kinder von 0 bis 5 Jahren.

Als ich heute in der Kinderbetreuung gefragt habe, ob sie einen Tipp bezüglich Fingerfarbe für Nepomuk haben, meinte die Betreuerin, dass jetzt vielleicht nicht der richtige Zeitpunkt wäre, weil Nepomuk erstmal die ganzen Bewegungserfahrungen macht und diese auch ausgiebig genießen soll. Wenn überhaupt, soll ich mit einem Wachsmalstift für ihn anfangen und dann auch nur, wenn auch ich was schreibe. So habe ich das ehrlich gesagt noch nie gesehen, denn ich möchte Nepomuk zuhause immer etwas anbieten und fühlte mich schon schlecht, weil ich ihm in letzter Zeit weder was gebastelt habe, noch irgendwas vorgesungen habe. Aber besonders letzteres findet er blöd. Er mag nicht, wenn man ihm vorsingt. Klassik und Lounge Radio, sowie die 80er Jahre Playlist auf Spotify findet er hingegen super. 🙂

Naja, das war ja jetzt mal wieder mit der Kirche ums Dorf. Zurück zu unserem Tag. Nepomuk wurde dann nach dem ganzen toben und spielen mit den anderen Kindern müde und wir sind gegen 17:00 Uhr nach Hause gegangen. Auf dem Weg zur Wohnung war der kommende Herbst schon deutlich zu spüren. Die Temperaturen waren doch deutlich niedriger als am Vormittag und das kleine Lüftchen war nun zu einem leichten Sturm herangewachsen.

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Der Himmel über München

Ein entspannter Abend mit Fischstäbchen und dem Kidztower

Zuhause angekommen, habe ich Nepomuk seine Spielumgebung vorbereitet. Er hat sie ignoriert und schob lieber seinen Laufwagen durch die Gegend, wickelte wieder das Klopapier von der Rolle, redete mit sich im Spiegel und packte die Lebensmittel von einem Schrank in den anderen. Für mich war das perfekt. Ich liebe es, wenn er solche Dinge tut. Dann ist er so in Gedanken versunken, dass ich meist immer nur um die Ecke schaue und mich dann wieder davon stehle.

Seit wenigen Wochen hat sich sein Essverhalten ja wieder normalisiert und er haut bei den Mahlzeiten ordentlich rein. Ja, ich gehöre zu den Müttern, die zwar für ihr Kind selber kochen, sich aber riesig freuen, wenn der Kleine voller Leidenschaft einen Blueberry Muffin aus dem Coffee Shop isst. Heute gab es für ihn Fischstäbchen. Ich weiß die sind nicht absolut toll, auch wenn sie Bio sind. Aber er liebt sie und ich gebe sie ihm immer in Kombination mit Kartoffeln und Gemüse. So hat er auch was gesundes.

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Nepomuk inspiziert den Kidztower

Kurz darauf kam dann auch der Papa mit dem lang ersehnten Kidztower. Lang ersehnt ist gut. Das war ein Spontankauf auf dem Streetlife Festival am Sonntag. 🙂 Mit dem Tower kann Nepomuk jetzt immer neben mir auf die Arbeitsfläche schauen, ohne runterzufallen. Er kann auch mit auf der Fläche rumhantieren, was mir sehr recht ist. Aktuell hängt er immer an meinem Bein, weil er sehen will was ich mache. Morgen werde ich das erste Mal für ihn Bolognese machen und da soll er mir ruhig zuschauen. Habe ein tolles Rezept aus dem HIT-Prospekt vom Wochenende gefunden und jetzt teste ich es mal. Wie Nepomuk den Kidztower findet, werde ich mal aufschreiben. Vorhin war er ganz angetan, auch wenn er sich erstmal reingesetzt hat, was ja nicht so der Plan war. 🙂

Aber irgendwann ist jeder schöne Tag vorbei und nun schlummert Nepomuk friedlich in unserem Bett. Ein eigenes hat er ja nicht, das arme Kind. 🙂

Und die arme Mutti will gern die Bilder von heute im Blog haben, aber die Synchronisation zwischen MacBook und iPhone funzt nicht so recht. 🙂

Ich wünsche euch noch einen wunderschönen Abend – geniesst das herbstliche Wetter und kuschelt euch ein. :*

Alles Liebe

Mareike

 

 

 

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