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04Mai/15

Säuglingsmilch Dilemma bei dm: Sind wirklich alle Kunden gleich?

Als ich heute bei dm im Motorama in München einkaufen war, ist mir an der Kasse vor Wut fast die Luft weggeblieben. Es ging um das knappe Gut Säuglingsmilch.

Da ich bei meinem Sohn von Anfang an zugefüttert habe, kenne ich seit gut neun Monaten das Drama mit der begrenzten Verfügbarkeit von Säuglingsmilch. Überall prangen Zettel, dass bei Säuglingsmilch maximal 3 Packungen pro Haushalt verfügbar sind. Da die Regale oft leer waren, habe ich mich daran nie gestört. Nie! Bis heute!

Nein, heute habe ich keine Säuglingsmilch gekauft und selbst wenn ich welche gebraucht hätte, ich hätte keine bekommen, weil die Regale leer waren. Das an sich ist ja nichts neues, aber als ich an der Kasse stand, hat mich fast der Schlag getroffen.

Ich stelle mich mit meiner Packung Windeln an und vor mir steht ein Asiate mit 2 Kartons Aptamil. Nicht zwei Packungen, sondern zwei Kartons in denen wohl mindestens fünf Packungen Aptamil drin waren. Eigentlich hätte ich jetzt von der Kassiererin erwartet, dass sie dem Mann sagt, dass die Menge nicht möglich ist, denn pro Haushalt gehen ja nur 3 Packungen. Aber was sagt sie: „Kleinen Moment, ich muss das separat abkassieren. Pro Kassenbon darf ich nur drei Packungen verbuchen.

Ich dachte ich höre nicht recht. War das doch genau der gleiche dm, in dem mich vor ein paar Monaten eine dm Mitarbeitern mehr forsch als höflich darauf aufmerksam gemacht hat, dass ich nur drei Packungen kaufen darf. Herrgott, ich hatte damals nur drei Packungen und nicht die Absicht noch eine zu krallen.

Ich muss ehrlich sagen: Ich bin geschockt, über das was ich da heute mitbekommen habe. Zumal ich in verschiedenen Babytreffs mitbekommen habe, das natürlich andere Mütter auch dieses nervige „Von Drogeriemarkt zu Drogeriemarkt“ Gespringe satt haben. Und jetzt ist mir natürlich zumindest bei dm klar, warum die Regale immer leer sind. Weil irgendeine unmotivierte Verkäuferin lieber mehrmals abkassiert, als dem netten asiatischen Mann zu sagen, dass er nur drei Packungen kaufen kann.

Und wer jetzt glaubt, dass das nur Aptamil betrifft, dem muss ich sagen, das hinter mir noch ein Asiate stand mit HIPP Säuglingsnahrung und natürlich auch gleich mal vier Packungen.

Das es Asiaten sind, ist jetzt nun mal nicht wichtig. Es hätten auch Deutsche, Amerikaner, Franzosen oder die Ducktales sein können. Es geht hier ums Prinzip der Gleichbehandlung von Kunden.

Ich bin offensichtlich die einzige Doofe, die diese Zettel liest? Wahrscheinlich bekommt jeder mehr als drei Packungen, wenn er nur genügend Mimimi macht.

Ehrlich, lieber dm. Für mich war es das. Nun werde ich eben die Säuglingsmilch wieder bei Amazon bestellen, ebenso die Windeln. Eure Babybreis im Glas und alle anderen pervers überzuckerten Baby Snacks ignoriere ich sowieso. Und sollte ich je wieder etwas aus einem Drogeriemarkt benötigen, dann kaufe ich das bei Rossmann.