Tag Archives: Digital Detox

22Mrz/15

Warum ich Twitter aus meinem Leben kickte

keep-calm-and-stop-using-twitter-1Anfang des Jahres hatte ich mir vorgenommen, nicht nur meine Ernährung umzustellen und mehr Sport zu machen, sondern auch mein Leben von Müll und Dingen, die reine Zeitverschwendung sind, zu befreien. Nun ist Twitter sicher kein Müll, aber es ist meiner Meinung nach auch kein Kanal, der einen besonderen Mehrwert bietet.

Das ich mich nun diese Woche von Twitter verabschiede, hatte mehrere Gründe. Zum einen habe ich durch Zufall auf Facebook einen Beitrag gesehen, in der eine Frau über ihre Entdeckung zum Minimalismus schrieb. Mittlerweile verfügt sie nur noch über 300 Dinge und fühlt sich reicher, als je zuvor. Schon lange verfolgt mich der Gedanke, mein Leben zu entmüllen. Als mir dann mein Freund von Digital Detox erzählte, war mir klar, dass ich nicht nur ernährungstechnisch detoxen sollte, sondern auch digital.

Bevor ich in Mutterschutz ging, war ich Community Manager und auf allen Kanälen aktiv: Von Facebook, über Twitter bis Xing – irgendwie „always on“. Besonders, wenn man das auch beruflich macht, läuft man Gefahr den Spaß am digitalen Austausch zu verlieren.

Jeder von uns hat 24 Stunden am Tag verfügbar und jeden Tag entscheiden wir, wie wir die 24 Stunden verbringen und damit unser Leben ausfüllen. Da ich in letzter Zeit immer mehr das Gefühl hatte, dass ich zu viel Zeit sinnlos im Netz verbringen. Viel zu oft habe ich am Abend wertvolle Stunden planlos im Internet verbracht und über mich selbst geärgert, dass ich so nutzlos wertvolle Zeit verschwendet habe, die ich viel besser für ein gutes Buch oder mit meinen Freund verbringen könnte.

Twitter als Synonym für Zeitverschwendung

Während ich bei Instagram, Pinterest und Facebook doch hin und wieder nützliche Infos finde, muss ich sagen, dass Twitter für mich soweit von Mehrwert entfernt ist, wie der BER von der ersten Passagier-Abfertigung.

Egal zu welcher Uhrzeit ich die Twitter App geöffnet habe, immer gab es Tweets bei denen ich einfach nur die Augen verdreht habe und dir mir meine Laune versaut haben. Ich kann nicht genau sagen, was es war, aber mein Gedanke war so oft: Oh, Scheiße, ist das euer Ernst?

Natürlich könnte ich mir die Mühe machen Leuten zu entfolgen, aber irgendwie habe ich darauf keine Lust. Ich denke, egal wie vielen Leuten ich entfolge oder neu folge, das Problem wird sich wiederholen.

Aus diesem Grund habe ich Donnerstag beschlossen Twitter vorerst nur noch für das Teilen meiner Blogbeiträge zu verwenden. Seit Freitag habe ich Twitter gar nicht mehr genutzt und gestern die App von meinem iPhone gelöscht.

Das Leben ohne Twitter

Das Tolle am Verzicht von Twitter: Ich habe auch auf die andere Netzwerke wie Facebook oder Instagram keine Lust mehr. Und das bedeutet für mich: Quality Time!

Wenn ich morgens um 5:30 Uhr aufstehe, bleibt das iPhone bis 09:00 Uhr im Flugmodus im Flur liegen. In der Zeit kann ich so viele Sachen machen: Küche aufräumen, Wäsche zusammenlegen, Betten machen, Wohnung aufräumen, mit dem Kleinen spielen. Ich bin so voller Power und guter Laune, dass ich das Gefühl habe, schon seit 8 Stunden durch die Wohnung zu fegen.

Auch nach 9:00 Uhr schaue ich nur noch selektiv auf mein iPhone. Dafür kann ich mich voll auf Nepomuk konzentrieren. Ich beobachte ihn viel intensiver beim spielen und wir verbringen eine tolle Zeit miteinander. Ab und an kann ich auch mal was lesen, ohne für hin abwesend zu sein.

Abends bin ich immer noch super fit und geniesse die internetfreie Zeit für das Lesen von Büchern über Pikler und Montessori. Da ich mich nicht mehr ablenken lasse, nehme ich den Inhalt viel besser auf und kann mir diesen auch besser merken.

Mein Fazit

Ich habe mich schneller von Twitter entwöhnt, als ich mir vorstellen konnte. Ich werde auch weiterhin soziale Netzwerke nur noch sehr sparsam und zu bestimmen Zeiten verwenden. Die Energie, die ich dadurch bekomme, möchte ich nun auch endlich mal für meinen Blog verwenden. Natürlich nur noch das, was mir das Toben mit Nepomuk oder die gemeinsame Zeit mit meinem Freund übrig lässt.

Für ein komplettes Digital Detox habe ich aktuell noch keinen Bedarf, aber wer weiß, vielleicht kicke ich irgendwann für eine Woche mein iPhone in die Ecke und bin dann mal komplett offline. Eine Verringerung der Lebensqualität wäre es sicher nicht.