Category Archives: Selbstorganisation

02Jan/17

Auf ein tolles 2017!

Das neue Jahr ist nun schon zwei Tage alt und irgendwie fühlt es sich schon gar nicht mehr neu an. Ich war heute wieder arbeiten und somit bin ich schon wieder voll im Alltag angekommen. Grund für meinen fehlenden Enthusiasmus kann natürlich auch der immer noch starke Muskelkater vom Crossfit Probetraining sein. Aber was soll ich sagen: No Pain, No Gain!

Aktuell hat der Mann Urlaub und verbringt die Vormittage mit dem Kleinen zuhause, sodass ich, wenn ich aus dem Büro komme, die beiden gleich um mich habe. Das finde ich wirklich toll und zeigt, dass es wohl auch gut funktionieren würde, wenn der Mann mal zuhause bleibt. Doch ob ich wirklich je wieder Vollzeit arbeiten möchte, mag ich nicht sagen. 🙂

Den Nachmittag haben wir heute dann auch genutzt, um gemeinsam entspannt einkaufen zu gehen und als wir wieder zuhause waren, hat es doch wirklich angefangen zu schneien. Ich finde das wunderbar und freue mich wie ein Kind über die Schneeflocken. Irgendwie hat das meinen Tag gerettet und ich habe gerade hochmotiviert eine Bewerbung für eine Elterninitiative geschrieben, die sich an der Montessori Pädagogik orientiert. Und weil ich gerade motiviert bin, ist es auch Zeit die Ziele für 2017 niederzuschreiben. Es sind keine großen Ziele, sondern eher Themen, die uns bzw. mich dieses Jahr begleiten werden:

  • Einen Kindergartenplatz für Nepo finden. 
  • Eine neue Sportart ausprobieren und generell mehr Sport zu treiben
  • Zurück zu einer gesünderen Ernährung 
  • Meine Work-Life-Balance finden

Einen Kindergartenplatz für Nepo 

Das wird uns sicher die ersten Monate sehr beschäftigen. Obwohl wir uns auf dem Kita Finder der Stadt München schon für viele Kindergärten registriert haben, so geht doch jetzt erst die Phase der Infotage los. Ich habe zwar schon Bewerbungen geschrieben, aber ab nächste Woche werde ich beginnen bei den einzelnen Einrichtungen anzurufen, um nach den Terminen für die Infotage zu fragen, sofern sie nicht auf der Website kommuniziert werden.

Das wir für Nepo eine Montessori Einrichtung finden, ist für uns sehr wichtig, da wir die Pädagogik von Maria Montessori und Emmi Pikler schon seit langer Zeit verinnerlicht haben und Nepo aktuell auch eine Montessorikrippe besucht. Ich habe Bedenken, dass die Umstellung von Montessori auf eine städtische Einrichtung zu groß und zu intensiv sein kann. Auch wenn wir im Alltag Nepos Selbständigkeit fördern und Wert auf Übungen der Stille und die freie Bewegungsentwicklung legen und die Erzieher im Kindergarten es so gar nicht toll finden, wenn er mit dem Messer hantiert, sich weigert Hausschuhe anzuziehen oder die Umgebung für ihn zu laut ist.

Es wird auf jeden Fall eine interessante und aufregende Zeit. Sicher werden wir Rückschläge einstecken müssen und über Engagement das fehlende „Vitamin B“ kompensieren müssen. Ich bin ehrlich gespannt, wo wir im Juni 2017 stehen und welchen Kindergarten wir dann gefunden haben. Es bleibt spannend. Zu spannend für mich. 😀

Eine neue Sportart auszuprobieren und generell mehr Sport treiben

Mit einem Muskelkater ist es natürlich schwierig, sportlich und hochmotiviert ins neue Jahr zu starten. Doch ich bin guter Dinge. 🙂

2016 war definitiv kein gutes Jahr für meine Gesundheit und somit auch kein gutes Jahr für Sport. Es gab zwar immer wieder Phasen, da bin ich jeden Tag laufen gewesen, aber leider gab die „Durchhänger“ Phasen noch öfters. Jetzt soll alles anders werden.

Ich möchte wieder mehr laufen und habe mir jetzt auf Runtastic das Ziel von 650 km für dieses Jahr gesetzt. Doch beim Laufen möchte ich es nicht belassen. Darum habe ich mich entschieden, mit Crossfit anzufangen. Am 30.12. habe ich meine Rookie Stunde absolviert und leide noch heute am Muskelkater. Ich glaube ich habe noch nie eine Sportart gemacht, in der ich in so kurzer Zeit solchen Muskelkater hatte.

Nun habe ich am 09. Januar noch einen Zahnarzttermin und je nach dem was er sagt, könnte ich eigentlich am 15. Januar mit dem Einsteigerseminar loslegen, dass Voraussetzung für das Training in der Box ist. Nun, ich hoffe das beste. 🙂

Zurück zu einer gesünderen Ernährung

Ich denke, dass es letztes Jahr sportlich nicht so gut für mich lief, lag sicher auch daran, dass ich meine Ernährung vernachlässigt habe. Sicher, habe ich 2016 gut mit Paleo und ketogen angefangen, aber irgendwann schlich sich dann wieder der Zucker und das Weißmehl ein und meine Energie und mein Elan versanken teilweise Wochen im Keller.

Das will ich jetzt ändern und mich wieder auf Paleo konzentrieren, wobei ich doch so gerne Ziegenkäse esse. Also vielleicht doch ketogen? Ach, ich muss mich einfach mal wieder in das Thema reinlesen.

Vor allem muss ich lernen, wieder regelmäßig zu essen. Denn aktuell esse ich bis 14:30/15:00 Uhr gar nichts, weil ich im Büro keine Zeit habe und auch irgendwie keinen Hunger. Doch wenn ich Sport mache, dann treibt mich der Hunger um und ich bin immer auf der Suche nach was Essbarem. Leider treibt mich dann die Unterzuckerung dazu, einfach wahllos in den Kühlschrank oder in das Süßigkeitenfach zu greifen und das erst beste zu essen.

Also auch hier habe ich noch keinen wirklichen Plan und stehe ganz am Anfang. Aber ich habe ja noch um die 360 Tage Zeit, um mich zu entscheiden. 😀

Meine Work-Life-Balance finden

Das ist wohl aktuell meine schwierigste Baustelle und das liegt nicht am Job. Es liegt an mir selber. Leider gehöre ich nicht zu den Menschen, die auch in Teilzeit einfach nur ihren Job machen und mit verlassen des Büros auch alle Gedanken an die Arbeit hinter sich lassen. Nein, die Arbeit ist ständig präsent und schon nach einem Monat habe ich von 20 Stunden auf 25 Stunden aufgestockt, weil ich es sonst nicht geschafft hätte bzw. mich total unwohl gefühlt hätte.

Ich werde dieses Jahr die 25 Stunden durchziehen und zum Ende des Jahres entscheiden, ob ich meine Stunden wieder zurückfahre, oder ob ich dabei bleibe. Doch nur die Arbeitszeit ist es nicht. Es ist auch so, dass ich einfach nicht abschalten kann. Ich fühle mich Nepo gegenüber so schlecht, wenn ich mit ihm Bücher anschaue, esse oder spiele und in Gedanken bei der Arbeit bin.

Ich frage mich, wie das andere Mütter machen. Können sie abschalten oder mussten sie das auch erst lernen? Aktuell finde ich mein Leben nicht sehr toll, sondern habe das Gefühl nur noch am arbeiten zu sein. Die erste Zeit habe ich Nepo morgens mit dem Rad in die Krippe gefahren und nachmittags wieder abgeholt. Mittlerweile bringt mein Freund den Kleinen in die Krippe, weil die täglichen 16 km mit unserem 32 kg schwerem Lastenrad doch auf Dauer echt anstrengend waren. Zudem ist es nur noch ein Gehetze, so sehr, dass ich vor Weihnachten immer wieder auf Amazon Prime Now zurückgegriffen habe, um mir das Einkaufen und mir das Schleppen der Tüten und von Nepo in den 4. Stock zu ersparen.

Aktuell ist es im Büro ruhig und ich kann endlich in Ruhe arbeiten. Ich hoffe, dass bleibt noch einige Wochen so und ich schaffe es, für mich eine Work-Life-Balance herzustellen, die es mir ermöglicht, dass Büro Büro sein zu lassen.

Wie ich das als Hochsensible aber gestalten soll, muss ich auch erst noch rausfinden. Als Working Mum bin ich ja noch ganz frisch und erst seit zwei Monaten dabei. 🙂

Für mich wird 2017 sicher nicht das Jahr, in dem ich mein Leben auf den Kopf gestellt habe. Das will und muss ich nicht, denn mir geht es gut. Allerdings kann ich auch nicht sagen, dass alles so bleiben soll, wie bisher. Gerade die Themen „Job“ und „Kindergarten“ sind wahre Tretminen für mich. Geht eins von beiden schief, kann ich mir schon vorstellen München den Rücken zu kehren, weil ich einfach keinen Bock mehr habe, hier um alles zu kämpfen. Obwohl mir auch bewusst ist, dass in anderen Städten die Kitaplätze und angenehmen Teilzeitjobs auch nicht einfach so vom Himmel fallen.

Es bleibt also spannend 🙂

08Apr/16

Woche 1 der Konsumauszeit

Nun habe ich die erste Woche meiner Konsumauszeit hinter mir und möchte kurz einfach über meine Erfahrungen, Herausforderungen und Wünsche für die nächste Woche schreiben. Schon vorab: Es war eine aufregende, erfreuliche aber auch anstrengende Woche. Von Paar-Tag, über Zahn-OP bis Krippenzusage war alles dabei.

Das Wochenende

Am Samstag hatten wir einen Paar-Tag, den wir in Augsburg verbracht haben. Mittags haben wir Nepo bei den Großeltern abgegeben und wir haben uns für ein paar Stunden einfach ausgeklingt. Wir waren essen, sind durch die Augsburger Innenstadt geschlendert, haben die Dult besucht und Kaffee am Rathausplatz getrunken. Es war ein durchgängig entspannter Tag.

Der Sonntag sollte auch so werden. Ich hatte mir vorgenommen mit Nepo den Vormittag bei herrlichem Sonnenschein auf dem Spielplatz zu verbringen, damit der Mann zuhause mal chillen konnte. Leider ist Nepo nach dem Spielplatz auf einem Weg ausgerutscht und mit seinem Kopf auf Stein geknallt. Mit blutendem Kopf sind wir mit ihm nach Harlaching in die Notaufnahme gefahren. Dort wurde er geklebt und wir wurden beruhigt. Da er keine Auffälligkeiten zeigte, konnten wir wieder mit ihm nach Hause gehen. Wieder zuhause haben wir auf dem Balkon gegrillt, den Nachmittag hat Nepo dann auf dem Balkon verbracht und wir in der Wohnung. Ich habe wirklich einfach mal nichts getan. Irgendwann lag ich auf der Bank auf dem Balkon und habe den Himmel angeschaut. Einfach so, ohne Gedanken. Es war herrlich und fast wie als Kind, wenn man sich auf die Wiese legt und den Wolken zuschaut, wie sie vorbeiziehen. Abends waren wir dann noch bei uns im Innenhof und Nepo hat mit anderen Kindern gespielt. Wir saßen einfach nur da und haben ihm zugeschaut. Es war so ein typischer Sonntag an dem man einfach kein schlechtes Gewissen hat, wenn man einfach mal nichts macht. Solche Sonntage fehlten mir in den letzten Wochen und Monaten. Was sicher aber auch am Wetter lag, den so ein entspanntes Gefühl habe ich in der Wohnung nicht. Zumal Nepo in der Wohnung nie lange allein beschäftigt ist.

Die Woche

Ich muss sagen, dass uns das Wetter bei der Konsumauszeit in die Karten gespielt hat. Wir waren bis gestern (Donnerstag) jeden Tag von morgens bis abends draußen. Wenn man von Spielplatz zu Spielplatz spaziert oder einfach nur durch Haidhausen streift, dann ist das Verlangen nach Konsum fast nicht vorhanden. Ich habe selbst Nepo zweimal Torte im Café Glanz gekauft und mir am Dienstag einen Kaffee zum Mitnehmen gegönnt.

Einkaufen waren wir nur einmal im Alnatura und einmal im Vollcorner. Läden wie dm, Rossmann oder den Kaufring habe ich gemieden, da es dort irgendwie immer Spontankäufe gibt. Als ich am Sonntag merkte das mein Waschmittel ausgeht, habe ich kurzum das Waschpulver und das Flüssigwaschmittel selbst hergestellt. Damit sind wir die vergangenen Wochen bzw. Monate gut gefahren und erspart mir den Gang in den Drogeriemarkt.

Nepos großes Interesse gilt aktuell Baustellenfahrzeugen jeglicher Art. Am liebsten sind ihm Bagger, besonders die Bagger für den Sandkasten sind ihm sehr ans Herz gewachsen. Zu unserem Glück hat immer ein Kind auf dem Spielplatz einen Bagger dabei und oft darf Nepo mit ihm spielen. Am Montag wollte Nepo allerdings vom Spielplatz mit einem Bagger und es war ein riesiges Drama, dass er den Bagger nicht mitnehmen konnte. Eine Erzieherin, zu deren Gruppe der Bagger gehörte, meinte zu mir: „Die gibt es bei Aldi gerade für 6,99 EUR“. Und ich dachte mir: Was will sie mir damit sagen? Das ich Rabenmutter ja wohl 6,99 EUR locker machen kann, um für meinen geliebten Sohn einen Bagger kaufen kann oder wollte sie mir nur von dem Angebot berichten, weil sie von sich schloss und davon ausging, dass ich sofort in den nächsten Aldi stiefle um Nepo den Bagger zu kaufen und mir damit auch meine Ruhe erkaufen kann. Beide Versionen kamen für mich aktuell nicht in Frage. Ich bin nicht gewillt Nepo einen Bagger zu kaufen, nur weil er ihn gut findet. Er hat so viel Spielzeug und ich keine Lust ständig einen Bagger mit rumzuschleppen. Ich sagte ihm, dass wir nun einen richtigen Bagger anschauen würden. Da ich wusste, dass am Johannisplatz eine Baustelle ist, mit vollem Programm: Bagger, Asphaltmaschine, Presslufthammer, Walz, LKW und vorbeifahrende Tram-Bahnen, ging ich mit ihm auf direktem Wege dorthin. Zwei Minuten nachdem wir den Spielplatz verlassen hatte, hatte Nepo den Bagger schon vergessen und war von vorbeifahrenden Müllautos so angetan, dass er fast schon Schnappatmung bekam.

Früher hätte ich sicher nach einem Bagger Ausschau gehalten, aber aktuell bin ich nicht willens Spielzeug zu kaufen. Wir hatten gerade Ostern und er hat tolle Sachen geschenkt bekommen. Wir haben ihm eine hochwertige Bade-Piesel-Puppe von Götz gekauft, mit der er wunderbar spielt und um die er sich richtig kümmert. Ein blöder Bagger wäre für mich ein echter Rückschritt, zumal wir gerade alle Autos weggeräumt haben, da wir einfach nicht mehr weiter wussten mit seinem Spielverhalten.

Es ist nicht so, dass wir uns nicht um Nepo kümmern oder keinen Bock auf ihn haben. Aber mein Freund meinte es richtig: Für Nepo sind Autos wie Smartphones für uns. Wir nutzen sie, aber so richtig glücklich machen sie uns nicht. Und schön spielen funktioniert im Alter von 20 Monaten noch nicht, jedenfalls nicht mit Autos. Heute habe ich mit ihm ein Indoor Picknick gemacht, mit selbstgebackenem Brot aus Salzteig, den wir demnächst als Knete verwenden. Früher hätte ich sicher einfach Knete im Laden gekauft, aber aktuell versuche ich aus vorhandenen Dingen etwas zu machen. Und gestern vormittag hatte ich Lust Knete herzustellen mit Dingen, die ich vorrätig hatte. Heute habe ich dann beschlossen ihm kleine Brötchen und Brote zu backen. Fürs Picknick mit seiner Puppe Anton und den vielen Stofftieren hat es gereicht. Dieses Picknick hat uns einen tollen Vormittag beschert. Ich habe es genossen von Nepo „Kaffee“ zu bekommen oder ein gekochtes Ei mit gefühlt 5 Tonnen Salz und 5 Liter Maggi abgerundet. Das er auch seinen Stofftieren Holzobst, Plastikwürste und Sauerteigbrötchen anbietet, macht mich glücklich. Er redet über seine Puppe Anton mit den Stofftieren. Freilich in seiner Babysprache, aber er ist so in seinem Element, dass ich nur daneben sitze und ihn glücklich beobachte.

Ich denke, wenn wir ihm drei Monate kein Spielzeug und keine Kleinigkeiten kaufen würden. Er würde es nicht merken. Gerade jetzt, wo wir viel draußen sind und er die Natur als seinen Spielbereich ansieht, könnten wir locker bis zu seinem 2. Geburtstag ohne Neuanschaffung auskommen. Vielleicht wäre das eine neue Challenge. 🙂 Nepo hat am 06. August Geburtstag. Ob wir es bis dahin ohne Spielzeug schaffen? Wir zehren noch von Ostern, die Großeltern kommen Ende April und wir haben noch so viele Dinge in Schränken und Kellern, dass wir jederzeit das Spielzeug auswechseln können.

Jetzt bin ich aber wieder abgedriftet, denn ich wollte ja eigentlich über die Woche schreiben. Die verlief gut, auch wenn ich am Mittwochabend eine Zahn-OP hatte und ich Donnerstag etwas in den Seilen hing. Den Donnerstagnachmittag, ein sehr kalter Tag, haben wir dann im Café Glanz verbracht und Nepo konnte beim offenen Kindertreff wieder ausgiebig mit Autos spielen. Danach sind wir wieder an der Baustelle am Johannisplatz vorbeigelaufen und Abends hatte ich mein Friseurtermin. Wo ich dann gleich bei meinen Ausreißern wäre.

Die Konsumsünden der Woche

Gestern war ich beim Friseur und habe somit gegen meine Konsumauszeit verstoßen. Allerdings hatte ich den Besuch schon angekündigt und ein Aufschieben in den Mai war ebenso nicht möglich, wie ein Termin vor dem April zu bekommen.

Da ich den April auch als EC-Karten-freien Monat ausgerufen habe, muss ich hier leider gestehen: Ich habe den Friseur mit EC-Karte gezahlt. Ganz einfach, weil ich es nicht geschafft habe, vorher noch zum Geldautomaten zu gehen. Seit der Zahn-OP bin ich etwas neben der Spur, hundemüde und mies drauf. Ich kann es schon als Erfolg verbuchen, dass ich beim Blondieren nicht eingeschlafen bin.

Die anderen Tage der Woche habe ich locker ohne EC-Karte „überstanden“. Letzte Woche habe ich Geld abgehoben und von diesem zerren Nepo und ich seit gut einer Woche. Da ich ja nur Lebensmittel kaufe, sind die Kosten auch überschaubar.

Eigentlich hätten wir uns heute auch noch ein Lastenfahrrad angeschaut, dass wir bei ebay Kleinanzeigen gefunden haben. Wir planen schon seit einem Jahr die Anschaffung eines Lastenfahrrads, weil ich nur mit dem sicherstellen kann, dass ich Nepo rechtzeitig in der Krippe abgeben und auch wieder abholen kann. Das Fahrrad wäre ein kompletter Querschläger in meinem konsumfreien Monat geworden. Aus diesem und weiteren Gründen haben wir die Entscheidung über den Kauf vertagt und fahren morgen zur Velo Company, die verschiedene Lastenräder anbietet. Dann kann ich wenigstens mal Probefahren, um zu sehen, ob uns das wirklich taugt. Da wir das gebrauchte Fahrrad bar bezahlt hätten, wäre der Verkauf wenigstens kein Verstoß gegen den EC-freien Monate geworden. 🙂

Wenn Ausgaben, dann regional und bio

Generell möchte ich im April nicht nur bewusst NICHT konsumieren, sondern auch, wenn ich etwas kaufe, bewusst auf die Qualität und vor allem darauf achten, dass es regional ist. Wir haben diese Woche nur im Bio-Supermarkt eingekauft und heute auch wieder mal unsere Ökokiste aktiviert. Als einziges nicht-saisonales, aber immerhin bio, sind wohl die Bananen zu verbuchen, die ich für Nepos Brei benötige, aber das ist nun mal ein Muss.

Aktuell schaue ich auch viel auf Angebote. Am Mittwoch habe ich Schweineschnitzel gekauft, die um 25% reduziert waren. Als wir zuhause waren, habe ich sie gleich gemacht und nicht wieder in den Kühlschrank getan, um sie dann wie immer zu vergessen. So war mein Mittagessen gesichert. Für Nepo koche ich jetzt auch wieder vor und friere ein. Das hatte ich lange nicht gemacht, mit dem Ergebnis, dass wir einiges wegschmeißen mussten.

Fazit nach einer Woche Konsumauszeit

Mir geht es gut und ich habe nicht das Gefühl, dass mir irgendwas fehlt. Ich merke nur, wie entspannt ich aktuell bin, allein durch die Tatsache, dass wir nicht unsere Zeit in Läden vertrödeln, sondern auf Spielplätzen und in der Natur abhängen. Uns jagt kein zu erledigender Einkauf oder der Gedanke, was ich Nepo noch alles kaufen könnte. Ich sitze oft einfach nur da und beobachte ihn, wie er den Sand durch seine Finger rieseln lässt.

Bin ich zuhause, dann überlege ich, was ich denn aus den vorhandenen Sachen machen kann. Solche Dinge wie Knete herstellen oder Spielbrot für Nepo backen, da wäre ich vor ein paar Wochen noch nicht drauf gekommen. Aber jetzt, wo wir sein Spielzeug reduziert haben, muss natürlich auch ich mit dem vorhandenen klar kommen.

Ich denke, dass ich im April leichter durch die Konsumauszeit komme, als im November. Und ich überlege ernsthaft, ob wir es durchziehen bis August kein Spielzeug für Nepo zu kaufen. Es sei denn natürlich am 23. April finden wir was super tolles auf dem Hinterhofflohmarkt.

Meine Wünsche an die zweite Woche Konsumauszeit

Mit dem heutigen Freitag beginnt die zweite Woche der Konsumauszeit. Eigentlich möchte ich alles so fortsetzen, wie in der vergangenen Woche. Nur meinen Internetkonsum würde ich gern einschränken. Der ist meiner Ansicht nach immer noch sehr hoch und bringt mich aktuell überhaupt nicht weiter. Sicher verwende ich kaum noch Twitter, aber dafür Facebook und Instagram.

Und hier ein paar Impressionen, was man so in der konsumfreien Zeit alles macht.

Auf dem Spielplatz:

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Zuhause beim „Indoor Picknick“, beim Grillen und beim Vorkochen:

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01Apr/16

Heute startet meine Konsumauszeit

Konsumauszeit April2016

Vor einigen Wochen hatte ich es angekündigt und heute ist es endlich so weit: Ich starte wieder einen Monat unter dem Motto „Konsumauszeit“.

Konsumauszeit und Auszeit von EC- und Kreditkarte

Die erste Konsumauszeit hatte ich im November und war ganz zufrieden damit. Doch schon im Dezember, im Vorfeld zu Weihnachten, schlich sich das alte Konsumverhalten wieder ein und das Geld ausgeben viel mir nicht schwer. Im März merkte ich wieder, wie es mich nervt Dinge zu kaufen, die ich vielleicht für Nepo witzig finde, aber die nicht wirklich sein müssen. Also beschloss ich für April wieder eine „Auszeit“ zu nehmen.

Als ich vor ein paar Tagen mal wieder bei Twitter vorbeigeschaut habe, sah ich den Tweet von Manuel über den Verzicht von EC- und Kreditkarte im April. Da habe ich dann mal ohne überlegen zugesagt und hoffe das auch zu halten.

Da ich im April sämtliche Onlineshops meiden werde und wohl auch keine Bücher bei der Bibliothek vormerke, wird mir der Verzicht auf die EC- und Kreditkarte sicher nicht schwer fallen. Schon jetzt zahle ich fast alles bar, um einen Blick für das Geld ausgeben zu haben.

Umdenken bei den kleinen Ausgaben

Viel schwieriger als der Verzicht auf Kartenzahlung oder der Kauf von nicht notwendigen Dingen für Nepo wird mir der Verzicht von kleinen Dingen fallen. Darunter zähle ich zum Beispiel den Kaffee, den ich mir auf dem Weg zum Spielplatz hole oder das ich mich von Nepo wieder zum Kauf einer Brezel animieren lasse, die dann doch wieder ich essen muss. Auch mal kurz ins Café Glanz auf einen Kuchen oder einen kurzer Abstecher in den Biomarkt werde ich mir im April zweimal überlegen müssen.

Da Nepo aktuell aber sowieso lieber draußen und fernab von anderen Kindern ist, muss ich einfach Alternativen finden. Den Kaffee kann ich ja wohl von zuhause mitnehmen, die Besuche im Café Glanz werden dann für April die Ausnahme und ein Besuch im Biomarkt ohne ersichtlichen Grund gibt es dann eben auch nicht.

Gestern vormittag waren Nepo und ich in unserem Innenhof. Dort gibt es einen Spielplatz, der nur aus Sand, einer Schaukel und einem Kletterdreieck besteht. Das wird jetzt die nächsten Wochen vormittags unsere Anlaufstelle. Dort finden wir beide es super. Der Innenhof ist sauber, es gibt eine Wiese, Bäume, Bänke, Sand und miteinander kämpfende Amseln. Vor allem gibt es dort aber kaum Kinder und schon gar keinen Coffee Shop für Mama. 🙂

Wenn Nepo dann keine Lust mehr hat auf Spielplatz, haben wir jetzt eine kleine Runde gefunden, die wir zusammen laufen können. Auch die liegt fernab von Geschäften und spontanen Einkäufen.

Die Konsumauszeit im April wird sicher einfacher für mich, da ich sehr gern draußen bin. Das aktuelle Wetter ist perfekt und auch heute werden wir sicher den Großteil des Tages draußen verbringen. Letztes Jahr habe ich ernährungsbedingt mein Essen immer mitgenommen, diesen Frühling mache ich das dann eben, weil ich zwar auch auf meine Ernährung achte, aber eben auch meine Geldausgaben in den Griff bekommen möchte.

Ausnahmen und Joker

Schon in meiner Ankündigung hatte ich geschrieben, dass es eine Herausforderung in Form des Hinterhofflohmarktes hier in Haidhausen gibt. Der Flohmarkt ist wunderbar und die Stimmung ist toll. Auf keinen Fall möchten wir diesen Event, der einmal im Jahr stattfindet, verpassen und somit ist das mein Joker für April. Der Flohmarkt findet am 23. April statt und vielleicht hat sich meine Einstellung gegenüber dem Geld ausgeben so verändert, dass ich gar kein Bedürfnis habe ein Schnäppchen zu machen. Aus der Erfahrung der vergangenen Flohmärkte weiß ich aber, dass es immer was tolles in unserem Viertel gibt, da es neben den Hipster Leuten, auch einige Ökos mit tollem Holzspielzeug gibt. 😀

Und dann, ja dann, gibt es noch meinen Friseurtermin. Eigentlich wollte ich ihn noch vor Ostern machen, aber es ging nicht, da meine Friseurin im Urlaub war bzw. noch ist. Jetzt habe ich den Termin am 07. April. Ein Aufschieben in den Mai ist unmöglich, da ich jetzt schon an der maximalen Spanne von acht Wochen kratze. Das wird dann meine einzige geplante Ausgabe, fernab von Lebensmitteln und Drogerieartikeln, sein.

Zeit für das Wesentliche

Die letzten Wochen waren für mich sehr hart. Es gab bis vor einer Woche fast stündlich Konflikte zwischen uns und ich war mehr als einmal gefühlt kurz vorm Nervenzusammenbruch.

Dann kam Ostern und eine Auszeit bei meinen Eltern. Wir waren viel in ihrem Garten oder auf dem Spielplatz. Vor allem war ich aber bei ihm. Und ich meine nicht nur körperlich, sondern auch geistig. Ich war mit ihm in der Gegenwart – so ganz ohne Druck, ohne Gedanken an noch anstehende Aufgaben oder ohne Blick auf das f****** iPhone. Es war gut und hat in mir einen Prozess ausgelöst. Auf neudeutsch kann man wohl sagen, dass ich die Achtsamkeit für mich entdeckt habe.

Von der Montessori 21 Kursleiterin Silvia habe ich beim Elternabend das Buch „Mit Kindern wachsen – Die Praxis der Achtsamkeit in der Familie“ bekommen. Ich habe es gestern fertig gelesen und kann nun sagen, dass mich das Buch und die daraus entstandenen Gedanken wirklich vor den schlimmsten Wutanfällen und Ausrastern bewahrt haben. Mein Freund meinte auch, ich hätte mich verändert und diese Veränderung würde auch auf Nepo übergehen. Als ich gestern im Innenhof auf der Bank saß, bewusst weiter weg von ihm und noch weiter weg von meinem iPhone, war mir das erste Mal so richtig bewusst, wie schön die Momente mit ihm sind und wie kostbar jede Sekunde unserer Zeit ist. 

Kein Facebook und kein Instagram können wir warme Sonnenstrahlen auf die Haut zaubern, keine frische Luft zum Atmen geben oder mir ein Glücksgefühl in den Bauch zaubern. Die Magie des „Hier und jetzt“ kann mir niemand geben. Mir wurde klar, wie dumm und naiv ich war, als ich gedacht habe, dass „Multitasking“ ein Segen wäre und das dies etwas wäre, was erstrebenswert ist. Als ich Nepo gestern beim Mittagessen zugeschaut habe, wie er voller Hingabe und höchster Konzentration Oliven auf seine Gabel gespiesst hat und sich jedes Mal freute, wenn es geklappt hat, ist mir in den Sinn gekommen, dass solche Momente auf dem Sterbebett zählen und nicht die Momente, in denen ich schnell schnell noch etwas erledigt habe, während Nepo in seinem Stuhl saß. Diese Oliven hatten so etwas meditatives, dass ich ganz fasziniert war und wirklich die Zeit vergessen hatte.

Ich hoffe sehr, dass mich die Magie dieses Buches noch eine Weile begleitet und vor allem hoffe ich, dass ich aus den schwierigen letzten Wochen dauerhaft gelernt habe und es schaffe mich in den wirklich schwierigen Momenten auf meinen Atem zu konzentrieren und die Ruhe zu bewahren.

 

 

08Mrz/16

Ein Gedicht für das gestresste „Zu Bett bringen“

Als ich in Kathmandu warVor einigen Tagen habe ich geschrieben, dass wir unseren Sohn nicht mehr ins Bett bringen, sondern er entscheiden kann, wann er ins Bett möchte. Auslöser für diese Entscheidung war ein Zeitungsartikel, den mir unsere „Miteinander wachsen“ Leiterin Silvia gegeben hat.

Letzte Woche gab sie mir noch zwei Gedichte, wovon eines mein früheres Dilemma mit dem „Zu Bett bringen“ sehr gut trifft.

Als ich die Zeilen las, dachte ich mir: Ja, genau das ist der Grund, warum du dein Kind ins Bett bringst und warum du erst ungeduldig und dann genervt bist, weil er nicht sofort schläft. Während ich bei ihm liege, bin ich mit den Gedanken schon woanders bzw. überlege mir, was ich tun möchte, wenn er schläft. Ich geniesse, wie so oft, nicht den Augenblick sondern springe gedanklich schon in die Zukunft und kann diese kaum erwarten.

Wenn ich jetzt im Bett liege, dann denke ich an gar nichts. Nepo spielt neben mir, erwartet aber nicht, dass ich mit ihm spiele. Mittlerweile lese ich abends ein Buch und geniesse einfach die Zeit der Ruhe und im hier und jetzt. Fast jeden Abend denke ich dabei an das Gedicht, dass ich hier nochmal abgetippt habe:

Alles zu seiner Zeit

Ein in Meditation erfahrener Mann wurde einmal gefragt,

warum er trotz seiner vielenBeschäftigungen immer so gesammelt sein könne.

Er sagte:

Wenn ich stehe, dann stehe ich

wenn ich gehe, dann gehe ich

wenn ich sitze, dann sitze ich

wenn ich spreche, dann spreche ich …

Da fielen ihm die Fragesteller ins Wort und

sagten: Das tun wir auch, aber was machst du darüber hinaus?

Er sagte wiederum:

Wenn ich stehe, dann stehe ich

wenn ich gehe, dann gehe ich

wenn ich sitze, dann sitze ich

wenn ich spreche, dann spreche ich …

Wieder sagten die Leute: Das tun wir doch auch.

Er aber sagte zu ihnen:

Nein,

wenn ihr sitzt, dann steht ihr schon

wenn ihr steht, dann lauft ihr schon

wenn ihr lauft, dann seid ihr schon am Ziel …

Aus dem Zen-Buddhismus

 

06Mrz/16

Warum ich meinen Biorhythmus anpasse

Nachdem ich viele Wochen hatte, in denen ich abends total kaputt ins Bett gegangen bin und eigentlich überhaupt nichts mehr auf die Reihe bekommen habe, entschloss ich mich vor wenigen Wochen wieder meinen Biorhythmus anzupassen bzw. dahin zu bringen, wo er früher war und damit auch eigentlich hingehört.

Die Ruhe und Kraft des Morgens

Ein Muss: Kaffee am Morgen

Ein Muss: Kaffee am Morgen

Ich war schon immer die Lerche und für mich war es immer leicht früh aufzustehen und die Ruhe des Morgens zu nutzen. Im Büro war ich meist zwischen 07:30 und 08:00 Uhr, somit hatte ich mindestens eine Stunde um in den Tag zu starten, Mails zu bearbeiten und mich auf Meetings vorzubereiten. Das ich diese Ruhe brauchte und brauche ist wohl auch ein Ding aus meiner Hochsensibilität. Denn das war im Büro super funktioniert hat, brauche ich auch zuhause.

Es bringt mich in Panik, wenn ich zeitgleich mit Nepo aufwache. Die Tatsache, dass ich weder mich noch irgendwas anderes vorbereitet habe und jetzt voll für ihn da sein soll, hat mich ganz nervös gemacht und diese Nervosität hat sich natürlich auf Nepo und damit auch auf unseren Tagesablauf ausgewirkt.

War ich aber früher wach, konnte die Zeit für mich geniessen, im Sommer auf dem Balkon meinen Kaffee trinken oder jetzt am frühen Morgen Sport machen, dann hat mir das Kraft und Energie für den ganzen Tag gegeben. Nachdem ich also viele Woche damit vergeudet habe, abends auf der Couch zu hängen und mir ein Hobby zu suchen und dann doch zu merken, dass ich weder Kraft, noch Lust habe, auf irgendwas, beschloss ich, meinen Wecker erst auf 05:30 Uhr zu stellen und jetzt auf 05:00 Uhr.

Morgens um 05:00 ist die Nacht vorbei

Ich kann mir gut vorstellen, dass einige von euch mich schlichtweg für bescheuert erklären, wenn ich freiwillig früh um 05:00 Uhr aufstehe – im dunklen, kalten Winter. Ich kann das auch verstehen, aber für mich ist es dann schlicht einfach Zeit die Nacht zu beenden. Heute ist zum Beispiel Sonntag und ich war um 03:30 Uhr wach, hellwach. Also bin ich aufgestanden, habe meine Laufsachen angezogen, die Küche gelüftet und nun koche ich mir gerade Kaffee, der mir morgens und allein besonders schmeckt. 🙂

Zufälligerweise habe ich gerade einen Artikel auf mymonk gefunden, der eben auch die Vorteile des frühen Aufstehens proklamiert. Da wird von Kreativität, Selbstdisziplin oder Klarheit gesprochen und auch ich kann das unterstreichen. Welcher „normale“ Mensch ist auch um 05:00 Uhr schon wach und nervt einen. Ich kann hier an meinem Rechner sitzen, diesen Beitrag schreiben und nebenbei wabert mir der köstliche Geruch von frisch gebrühtem Kaffee um die Nase. Ich weiss, dass noch einige Stunden vergehen werden bis die beiden aufstehen und das ich in knapp 1,5 Stunden zum Laufen gehen werde, vor allem aber weiss ich, dass es absolut richtig war um 03:30 Uhr aufzustehen, auch wenn das schon sehr früh für mich ist.

Nicht jeder ist eine Lerche

Trotz aller Begeisterung für den frühen Start in den Tag muss ich immer berücksichtigen, dass jeder Mensch seinen eigenen Biorhythmus hat. Aus meinem Freund würde ich nie eine Lerche machen, denn er ist eine Eule. Er kann bis spät abends am Rechner sitzen oder aktuell ein Buch lesen ohne müde oder erschöpft zu sein. Sicher gab es in der letzten Zeit Abende, da lagen wir zwei um 20:00 Uhr im Bett und Nepo war der einzige, der noch nicht ins Bett gefunden hatte. Nachdem wir ihn ja auch nicht mehr ins Bett bringen, ist uns das aber gleich, ob er im Schlafzimmer vor unserem Bett mit seinen Autos spielt, denn es ist klar, dass er nicht wirklich viel später zu uns ins Bett gekrabbelt kommt, sich quer legt und dann wohlig einschläft.

Ich bin sehr froh, dass mein Freund eine Eule ist und mit Nepo gerade am Wochenende ausschläft. Selbst unter der Woche stehen beide nich vor 07:30 Uhr auf und wenn sie dann den Weg aus dem Bett finden, habe ich den Großteil dessen, was ich machen wollte, schon erledigt.

Energie durch Kaffee und gesunde Ernährung

Ohne gehts nicht mehr: Chemex

Ohne gehts nicht mehr: Chemex

Ich muss zugeben, dass ohne Kaffee bei mir morgens rein gar nichts geht. Schon gar nicht, seit wir von der Senseo Maschine auf das manuelle Brühen mit Chemex umgestiegen sind. Es hat mittlerweile etwas von einem Ritual den Kaffee von Hand aufzubrühen, auch wenn es länger dauert, als nur den Knopf einer Maschine zu drücken.

Dass ich morgens so fit wäre, wenn ich noch meine kohlenhydrat- und zuckerreiche Ernährung hätte, wage ich zu bezweifeln. Nachdem ich Vegan und Rohkost im letzten Jahr getestet habe, pendle ich nun zwischen Paleo und ketogener Ernährung.

Alle vier Ernährungsweisen war das Reduzieren von Weißmehl, Zucker und Alkohol gemein, was dazu führte, dass ich generell viel mehr Energie hatte, als früher. Neben der Ernährung habe ich für mich entschieden, dass Kaffee schwarz, mit einem Esslöffel Kokosöl, einem Teelöffel MCT Öl und einer guten Prise Zimt am besten schmeckt. Ja, die Energie schiesst wirklich ins Blut und wenn ich dann um 06:00 Uhr ins Fitnessstudio laufe, ist mein Körper auf Hochtouren. So etwas kannte ich früher gar nicht und jetzt will ich es nicht mehr missen.

Früher Morgen, kurzer Abend

Ich hatte vor kurzem geschrieben, dass wir Nepo nicht mehr ins Bett bringen und das ganze „Ins-Bett-Bringen“ sehr entspannt sehen. Das ist immer noch so und ich finde es nicht schlimm, wenn ich mich zwischen 20:00 und 21:00 Uhr ins Bett verabschiede. Mittlerweile ist Nepo das gewöhnt und ich kann im Bett sogar noch ein Buch lesen. Meist bekomme ich dann gar nicht mehr mit, wann ich eingeschlafen bin, wann Nepo eingeschlafen ist oder mein Freund ins Bett kam.

Heute Nacht weckte mich Nepo auf, weil er auf dem Boden saß und mit seinen Autos spielte. Ich war der festen Überzeugung, dass es morgens um 07:00 Uhr sein musste. Als ich aufstand, war mein Freund am Rechner und im Haus gegenüber war noch Licht zu sehen. Es war erst 23:50 Uhr, mein Freund hatte noch gar nicht geschlafen und bei Nepo weiß ich es ehrlich gesagt nicht. Aber ich glaube er hat zwischendurch geschlafen. Nun ja, kurz darauf haben wir alle wieder geschlafen und bis jetzt bin nur ich wach.

Ich denke gerade das mit dem frühen Schlafen muss jeder für sich entscheiden. Ich für mich bin damit ganz glücklich, da meine Abende eher immer nur ein langsames dahinsiechen waren, da mir für alles einfach die Kraft und Lust fehlte.

Letztendlich muss jeder für sich entscheiden, wie er seinen Tag und seine Nacht gestaltet. Ich habe für mich gelernt, dass ich einfach kein Mensch bin, der abends noch irgendwas produktives machen kann und mir einfach nur den Rotwein reinzuballern in Erwartung geistiger Höhenflüge, dafür bin ich einfach schon zu alt und zu gesundheitsorientiert. Ich bewundere ehrlich die Mütter, die abends noch nähen, bloggen oder backen können und frage mich immer, wo sie die Energie hernehmen. Das sind dann aber wahrscheinlich die Mütter die nur den Kopf schütteln können, wenn sie lesen, dass ich um 05:00 Uhr freiwillig aus dem warmen Bett hüpfe und in den Sport gehe oder die Küche aufräume. 🙂

Jetzt ist es kurz vor 05:45 Uhr, ich werde meinen Kaffee trinken und später laufen gehen. Habt einen wunderschönen Sonntag ihr Lieben.

Mareike

 

 

20Jul/15

Unser Leben ohne Staubsauger

Obwohl ich nun schon einige Wochen nichts mehr über unseren Weg zum Minimalismus geschrieben habe, heißt das nicht, dass wir nicht trotzdem weiter unser Leben danach ausrichten. Es sind nur viel kleinere Schritte, die man vielleicht nicht immer so zusammenfassen kann, da sie beiläufig erfolgen.

In den letzten Wochen hat sich aber eine Wandlung ergeben, die zwar so nicht beabsichtigt war, aber über die ich mich natürlich besonders freue und nun kurz darüber berichten möchte. Wir haben nämlich unseren Staubsauger abgeschafft!

Der Staubsauger war mir seit einigen Monaten ein Dorn im Auge, weil er:

  • Extrem laut war
  • Ich aufgrund der Lautstärke nur saugen konnte, wenn Nepomuk nicht in der Wohnung war
  • Damit unser Wochenende schon mal beeinflusst war, weil der Mann immer mit dem Kleinen rausgehen musste
  • Der Staubsauger nicht mehr richtig saugte
  • Furchtbar stank, obwohl wir den Beutel regelmäßig wechselten
  • Viel Platz wegnahm

Zudem dauerte das Putzen unserer 66 qm Wohnung immer ewig, wenn ich mit dem Ding erst saugte und dann alles nochmal wischen musste.

Die Wischtechnik machts

Vor gut vier Wochen, als mein Freund Urlaub hatte und ich wieder genervt war, von unserer dreckigen Wohnung, putzten wir beide die Wohnung und er wischte das Wohnzimmer – ohne vorher gesaugt zu haben. Ich dachte erst: Oje, das wird ja nie sauber. Als es allerdings trocknete, fand ich keinen Krümmel und der Boden war plitzeplank.

Mein Freund, die Effizienzmaschine, hat mir dann erzählt, dass er immer so gewischt hat und eigentlich nie einen Staubsauger benutzte, weil das seiner Meinung nach ein komplett überflüssiges Teil sei. Als ich ihn bat, mir zu zeigen, wie das Wischwasser trotzdem sauber bleiben und er damit die ganzen Zimmer wischen konnte, verriet er mir einen Trick:

  • Er tauchte den dreckigen Wischlappen nicht in den Wischeimer, sondern spülte ihn im Waschbecken aus und strich die Flusen und Krümmel aus dem Wischlappen.
  • Danach tauchte er den sauberen Wischlappen in das Wischwasser und wischte so den Boden Stück für Stück
  • So konnte er das Wohnzimmer reinigen – ohne Staubsauger und ohne viel Zeit zu investieren

Ich habe ehrlich gesagt, noch niemanden gesehen, der so wischt und war eher skeptisch. Als ich es im Schlafzimmer ausprobiert habe, funktionierte es und ich beschloss ab da die Wohnung nach „seiner Methode“ zu wischen.

Das Leben ohne Staubsauger

So blöd es klingt, aber dank der neuen Wischtechnik ist unsere Wohnung jetzt viel sauberer. Wenn ich Lust und Zeit habe, kann ich schnell ein Zimmer wischen, wenn Nepomuk seinen Mittagsschlaf hält oder wie letzten Samstag, als ich nachts alleine war und ab 5 Uhr morgens nicht mehr schlafen konnte.

Es geht so schnell und ist so simpel, dass ich die Wohnung eigentlich immer putzen kann, ohne auf Nepomuks Abwesenheit angewiesen zu sein.

Den Staubsauger habe ich seitdem nie wieder angefasst. Wenn es doch mal Krümmel gibt oder Nepomuk seine Schalen mit Linsen, Hirse oder Reis nicht zum Anfassen nutzt, sondern zum Ausschütten, kehre ich alles mit dem Handfeger auf. Nepomuk ist ganz fasziniert vom Handfeger und schaut immer ganz gebannt darauf, wie ich alles zusammenkehre. Danach gebe ich ihm den Feger und die kleine Schaufel und er begutachtet beides sehr ausgiebig. Kein Vergleich zum Weinen und Schreien, wenn der Staubsauger angeht.

Selbst wenn er im Wohnzimmer beschäftigt und in sein Spiel vertieft ist, habe ich schon die Küche und das Schlafzimmer gewischt.

In einem Buch über das Montessori Konzept habe ich zudem schon vor einigen Monaten gelesen, dass es für die Kinder vom Verstehen besser ist, wenn sie die Bewegungen eines Besens sehen, als wenn immer der Staubsauger genutzt wird. Den Staubsauger können sie noch nicht verstehen, weil viele Abläufe für sie nicht ersichtlich sind. Mittlerweile habe ich auch eine feste „Kehrtechnik“, die ich immer wieder verwende und deren Züge Nepomuk jetzt immer sieht. Im April haben wir ihm auf dem Flohmarkt einen kleinen Handfeger und eine Kehrschaufel gekauft. Immer wenn er zu stürmig wird, wenn er mich kehren sieht, gebe ich sie ihm. In den letzten Wochen habe ich bemerkt, dass beides jetzt mehr Beachtung bei ihm findet und er es von einem Zimmer ins nächste schleppt. Ich selbst freue mich sehr über solche „Entwicklungen“, auch wenn sie andere Mütter vielleicht für nebensächlich halten, weil für sie nur krabbeln, freies stehen und freies gehen wahre Entwicklungsschritte sind.

No Need for Staubsauger

Um nun wieder zu unserem eigentlichen Thema zu kommen: Dem Staubsauger. Ich vermisse ihn absolut nicht und habe ihn gestern zusammen mit der Wickelunterlage, einem Toaster und dem Reisesterilisator in den Keller verbannt und von dort wird er sicher den Weg zum Wertstoffhof oder zu meinen Eltern antreten, die ihn sicher gut gebrauchen können, bei ihrer Anzahl Teppiche.

Wir selbst haben den einzigen Teppich, der im Wohnzimmer lag, vor einigen Wochen beim Wertstoffhof entsorgt und da wir nur Linleum, Laminat und im Bad Fliesen haben, ist das Wischen absolut perfekt.

Hach, ich freu mich so, dass diese Stinkemonster jetzt im Keller ist und wir unsere Jacken jetzt mal auslüften lassen können.

Verwendet ihr noch Staubsauger oder habt ihr die Dinger auch in den Keller verbannt oder sogar gespendet?

Habt noch einen super Start in die Woche!

Eure

Mareike

28Jun/15

Minimalismus: Unser Schlafzimmer

Letztes Wochenende haben wir ja unsere Wohnung entmüllt. Neben Wohnzimmer, Küche und Flur, war natürlich auch unser Schlafzimmer fällig. Das Schlafzimmer war lange Zeit bei uns eine Art „Lagerraum“, weil man dort natürlich auch einfach mal die Tür zu machen konnte.

Mittlerweile bin ich aber der Meinung, dass gerade das Schlafzimmer clean. Besonders Kleiderberge oder gestapelte Kartons bringen meiner Meinung nach Unruhe ins Zimmer. Doch wir hatten nicht nur dass, sondern auch Nachttischschränke und einen Standspiegel, die mehr Platz weggenommen, als Nutzen gestiftet haben. Continue reading “Minimalismus: Unser Schlafzimmer” »

22Jun/15

Mein erster Kontakt mit der „plastikfreien Zone“

Die vergangenen Nächte habe ich genutzt, um in unserer Küche verschiedene YouTube Videos über Minimalisten, begrenztes Wachstum und neue Konsumwege zu schauen. Bei einem der Videos bin ich auf eine Familie in Österreich gestoßen, die aufgrund des Film „Plastic Planet“ beschlossen hat, kein Plastik mehr zu verwenden. Naja, nicht die Familie, sondern die Frau hat das beschlossen und alle ziehen mit.

Obwohl ich ehrlich gesagt so gar keine Absichten habe, mein Leben ohne Plastik zu leben, bin ich doch neugierig geworden und habe heute gleich die Gelegenheit genutzt, mit Nepomuk den Laden „Plastikfreie Zone“ in der Schloßstraße in München besucht. Ich kenne diesen Laden schon länger, weil er eben bei uns um die Ecke ist, aber ich bin bisher noch nicht dazu gekommen ihn aufzusuchen bzw. hatte ihn eigentlich gar nicht mehr auf dem Schirm – bis zu diesem Film. Continue reading “Mein erster Kontakt mit der „plastikfreien Zone“” »

22Jun/15

Minimalismus: Der freie Flur

Am Wochenende haben wir uns auch den Flur vorgenommen. Für viele ist das vielleicht nur der Raum, durch den man die Wohnung betritt, aber genau darin zeigt sich für mich seine Wichtigkeit: Er ist das erste, was man von einer Wohnung sieht und demzufolge, sollte er auch dementsprechend beachtet werden.

Unser alter Fußabtreter

Unser alter Fußabtreter

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21Jun/15

Minimalismus: Leere Regale im Wohnzimmer

Nach dem wir gestern zwar einiges gewerkelt haben, aber nicht so viel geschafft haben wie am Freitag, war heute vor allem das Wohnzimmer dran. Das wir am Ende des Tages doch so viele Bücher aussortiert haben und es auf ein leeres Regal geschafft haben, hätte ich heute morgen nicht gedacht. Continue reading “Minimalismus: Leere Regale im Wohnzimmer” »