Category Archives: Minimalismus

25Apr/16

Woche 3 der Konsumauszeit

Schon wieder ist eine Woche vergangen. Die Zeit rennt und ich habe das Gefühl, dass ich diesen Monat besonders intensiv erlebt habe. Ob das jetzt an der Konsumauszeit hängt, an dem Hoch nach der schwierigen Zeit mit Nepo oder an den vereinzelt schönen Tagen, die es bis jetzt im April ja doch gab, weiß ich nicht. Kurzum: Mir geht es sehr gut, obwohl sich so langsam die Frühjahrsmüdigkeit bemerkbar macht.

Wie verlief meine Woche?

Diese Woche haben Nepo und ich unheimlich viel erlebt und gemacht. Wir waren wieder viel, viel draußen an der frischen Luft. Besuchten den Zoo, das erste Mal einen Naturtreff, der vom Naturkindergarten Bogenhausen organisiert wird, radelten mit meinem Freund am Freitagabend durch den Englischen Garten und testeten Spielplätze aus. Am Samstag waren wir auf dem Hinterhofflohmarkt hier in Haidhausen und gestern bei Freunden zu Besuch auf dem Land. Also wirklich Land, nicht Speckgürtel und Vorstadt, nein Land.

Ich merke wie sehr mich diese Konsumauszeit beschäftigt und wie ungern ich aktuell in Läden gehe, um einzukaufen. Wobei die einzigen Läden die ich aktuell besuche ja nur der Biosupermarkt und dm sind. Denn mein Konsum beschränkt sich auf Lebensmittel und Drogerieartikel. Trotzdem meide ich auch diese Märkte und kehre nur ein, wenn wir wirklich was brauchen. Bin ich aber bei Alnatura oder Basic, dann auch mit vollem Bewusstsein. Seit dieser Woche parke ich meinen Kinderwagen immer vor dem Laden, damit ich Nepo entspannt den kleinen Einkaufswagen schieben lassen kann, ohne immer hinter ihm herzurennen und meinen Kinderwagen irgendwo im Gang parken zu müssen. Das macht das Einkaufen für uns beide angenehmer. Wir kaufen mittlerweile auch nur noch dass, was wir wirklich zeitnah aufbrauchen. Für die Datenkraken ist unser Einkauf aktuell wirklich sehr eintönig und der Kassenzettel könnte auch nur copy&paste sein. Es gibt immer nur Bananen, Frischmilch, Zucchini, Eier, manchmal Fleisch und hin und wieder Nudeln in Tierform für den Kleinen. Das sind so die Sachen, auf die wir gerade Lust haben.

Leider muss ich sagen, dass wir diese Woche viel auswärts gegessen haben. Das ist ja sonst bei uns überhaupt nicht der Fall, aber durch das schöne Wetter sind wir abends einfach noch zu dritt draußen rumgeradelt und waren mal im Biergarten oder bei der Hamburgerei. Abgesehen davon, dass es dem Geldbeutel nicht gut tut, fühle ich mich heute so aufgedunsten, dass das spätere Joggen sicher eine Qual wird. Uns ist diese Woche damit auch wieder klar geworden, dass wir das abendliche Kochen vermissen. Es war früher ein Ritual und jetzt ist jeder Abend irgendwie gleich zäh – ohne festes Essen nur mit Abhängen. Allerdings glaube ich, dass es auch einfach nur an diesem Wetter hängt. Wenn es langsam wärmer wird, dann werden wir sicher viel Zeit an der frischen Luft verbringen und irgendwo hin radeln und unser Essen mitnehmen.

Der Hinterhofflohmarkt

Am Samstag fand endlich der lang ersehnte Hinterhofflohmarkt statt. Ob es am Wetter lag oder daran, dass wir den Abend zuvor bei einem geselligen Miteinander mit anderen im Haus gefeiert haben und erst um 02:30 Uhr im Bett lagen, ich weiß es nicht. Auf jeden Fall fand ich den Flohmarkt nicht prickelnd. Er war total überfüllt, die Sachen die angeboten wurden, waren bis auf einen riesigen Bagger, ein Baustellenset bestehend aus einem Gabelstapler und einem Kran, sowie ein paar Kleinigkeiten für Nepos Küche, alle nicht unser Ding. Vielleicht hatte ich einfach zu hohe Erwartungen und muss lernen, dass es bestimmte Sachen gibt, die sind als Familie oder mit einem Kind in Nepos Alter halt nicht mehr so dolle. Für ihn war es sicher ätzend langweilig von Hauseingang zu Hauseingang geschoben zu werden, für meinen Freund sicher doof, weil er nicht in die Innenhöfe konnte, da der Kinderwagen bei den Massen nicht reingepasst hätte und für mich war es blöd, weil ich immer nur krampfhaft gesucht habe. Früher haben wir uns die Innenhöfe angeschaut und die Leute und uns einfach gefreut, dass es sowas gibt. Am Samstag habe ich fast einen Anfall bekommen, weil irgendeine Olle (sorry) vor meinen Augen gutes Holzobst und Holzwürste weggeschnappt hat und den Verkäufer auch noch runtergehandelt hat. Für mich blieb nicht viel übrig und ich habe sicher zu viel bezahlt für so wenig Küchenzeug. Warum ich das gekauft habe, kann ich nicht sagen. Es war eine sinnlose Geldausgabe und ich habe sicher 20 Minuten gebraucht, um wieder runterzukommen. So hat mich die Alte aufgeregt. Und das kann sicher nicht Sinn und Zweck eines Samstagvormittags sein.

Mir ging es erst besser, als wir für Nepo endlich den langersehnten Bagger gefunden haben. Es war für ihn Liebe auf den ersten Blick. Das der nur 2 EURO kostet, konnte ich erst nicht glauben. Abends habe ich dann mal bei Amazon nachgeschaut. Neuwertig liegt der bei 37 EURO. Aber es ging nicht um den Preis, sondern darum, dass wir etwas gefunden hatten, was Nepo sich schon lange gewünscht hat. Und er hat wirklich eine innige Liebe zu Baggern. Es gibt keinen Bagger in München den er nicht sofort sehen würde und bei dem wir mindestens 5 Minuten stehen bleiben müssen, damit er ihn begutachten kann.

Aber auch den Gabelstapler und den Kran, die wir im Set für 3 EURO gekauft haben, liebt er heiß und innig. Nur meinen Fehlkauf – die Küchenutensilien schaut er nicht an, was mich den Kauf noch mehr bereuen lässt. Ach, wäre ich doch nur einfach weitergegangen. Scheiße! 🙁

Eine ganz tolle Sache hatte der Hinterhofflohmarkt dann aber doch noch: Wir haben das HEI (Haus der Eigenarbeit) entdeckt. Das ist genau das, wonach wir gesucht haben. Dort kann man in einer Werkstatt selbständig Dinge reparieren, Handwerkskurse wie Töpfern oder Buchbinden besuchen oder am Repair Cafe teilnehmen. Ich bin schlichtweg begeistert von der Einrichtung. Vielleicht werde ich irgendwann mal einen Kurs im Buchbinden machen. 🙂

Mein Fazit zur Woche

Alles in allem war es eine gute Woche. Am glücklichsten haben mich allerdings wieder die Momente gemacht, die eigentlich nichts kosten. Die Radtouren mit Nepo, der Naturtreff in Bogenhausen, die Spielplatztour in den Englischen Garten und die Begeisterung von Nepo für die Affen und die Streichel-Ziegen im Tierpark Hellabrunn. Daran muss ich denken, wenn mich die negative Flohmarkterinnerung vom Samstag wieder einholt.

In diesem Sinne: Habt eine schöne Woche

 

 

18Apr/16

Woche 2 der Konsumauszeit

Der April schreitet voran und die zweite Woche im „konsumfreien“ Monat liegt schon weit hinter mir. Auf der einen Seite kann ich natürlich sagen, dass es mir nicht schwer fällt auf Dinge wie Kosmetikartikel, Klamotten oder Spielzeug für Nepo zu verzichten. Auf der anderen Seite haben wir uns letzten Samstag ein Lastenfahrrad gekauft, dass kostenmäßig fast an einen Gebrauchtwagen rankommt. Jetzt könnte ich natürlich sagen: Mein Freund hat das Fahrrad gekauft und er macht keine Konsumauszeit. Aber das zählt nicht, denn ich habe diesen Samstag das Rad abgeholt und werde wohl auch der Nutznießer dieser Anschaffung sein.

Hintergründe zum Kauf des Nihola Lastenrad

Das Lastenfahrrad war sicher keine spontane Idee, sondern wir hatten den Kauf schon lang geplant. Da wir kein gutes gebrauchtes gefunden haben und uns die Beratung und das Probefahren im Fahrradladen überzeugt hat, war der Kauf absehbar. Das er aufgrund der Rahmenbedingungen jetzt doch so schnell stattgefunden hat, war dann doch überraschend.

Ich habe das Fahrrad jetzt am Samstag abgeholt und der Weg zum Riesenflohmarkt, zum Frühlingsfest, danach über den Hauptbahnhof, zum Viktualienmarkt, Odeonsplatz und über das Maximilianeum war ein Traum. Ich habe das Radfahren vermisst und mit diesem Lastenrad bin ich einfach nur glücklich. Es ermöglicht mir Nepo ab September immer in die Krippe zu fahren und von dort wieder abzuholen, aber wir können damit jetzt schon zum Zoo fahren, den Naturtreff besuchen und am Wochenende mit meinem Freund das Auto stehen lassen und uns entlang der Isar die frische Luft um die Ohren wehen lassen. Dieses Fahrrad ermöglicht mir eine Mobilität wie sie mir selbst ein Auto nicht geben kann, wenn man bedenkt, dass wir in München leben, wo Parkplätze einfach immer Mangelware sind und wenn man einen ergattert hat, ordentlich Parkgebühren zahlen muss.

Ich sehe hier oft Lastenräder auf denen steht: Ich ersetze ein Auto. Mit Hinblick auf eine autofreie Zeit auch für meinen Freund ist das sicher eine Option für uns. Gerade jetzt im Frühling/Sommer könnten wir es mal einen Monat ohne Auto probieren. Mein Freund müsste dann immer mit dem Rad ins Büro fahren und wir könnten ihn dort mit unserem Lastenrad abholen und gemeinsam zum Paulaner Biergarten oder sonst wo hinfahren. Ob mein Freund sich wirklich darauf einlässt, bleibt abzuwarten. 😉

Morgen werden wir das erste Mal mit dem Fahrrad zu unserem Montessori-Kurs fahren. Ich kann mir so in Ruhe die besten Wege für später in die Krippe aussuchen, denn die ist ja im gleichen Haus untergebracht. Da mein Freund mich Dienstags immer zum Kurs gefahren hat, damit wir nicht die U-Bahn im Berufsverkehr nehmen müssen, fällt die Hin- und Rückfahrt jetzt schon mal weg.

Am Mittwoch werde ich mit Nepo in den Zoo fahren. Entlang der Isar sind die 6 bis 7 Kilometer sicher kein Hexenwerk. Zudem gibt es im Zoo dann Bollerwagen, die wir uns ausleihen können. Ich habe noch eine Jahreskarte, sodass uns bis auf das Essen wohl keine Kosten entstehen werden. Am Donnerstag werden wir dann das erste Mal den Naturtreff eines ca. 5 Kilometer entfernten Naturkindergarten besuchen. Auch hier gibt es wohl keine Kosten, maximal auf Spendenbasis. Da unser Foodsharing-Punkt hier in Haidhausen nur an zwei Tagen für je eine Stunde geöffnet hat, möchte ich mit Nepo zum Eine-Welt-Haus am Hauptbahnhof fahren, denn dort sind sie von morgens bis abends besetzt und ich habe noch einiges an Essen abzugeben. Auch der Laden „Brauchbar“, bei dem man Dinge abgeben kann und dafür Dinge mitnehmen kann, ohne dafür zu bezahlen, wollen mein Freund und ich mit dem Rad besuchen. Auch den Freiluftsupermarkt, der hier im Sommer eröffnen wird, wollen wir mit dem Rad besuchen. Dazu natürlich noch das Konsumkritische Tollwood, dass im Sommer immer im Olympiapark stattfindet. Sicher ist es mit der U-Bahn auch ökonomisch, aber ich finde ein Rad gibt einem doch mehr Mobilität. Und ich möchte Nepo und mir die stickige U-Bahn-Luft, defekte Aufzüge und motzende Leute, wenn wir die Rolltreppe blockieren, vermeiden.

Was war in der vergangenen Woche sonst noch los

Abgesehen von dem Kauf des Lastenrads war konsumtechnisch die letzte Woche für den Handel sehr mau. Wenn ich gekauft habe, dann nur Lebensmittel und dann nur Bio. Hatte ich Lust auf Fleisch, habe ich das reduzierte genommen, weil ich dann das Fleisch auf jeden Fall noch am gleichen Tag bzw. am nächsten Tag zubereiten musste. Ich kaufe nur noch in kleinen Stückzahlen, weswegen unser Kühlschrank immer halbleer aussieht. Mein Freund war letzte Woche zweimal abends essen und das Wochenende über beruflich in Berlin. Wir waren also gut ausgestattet für die Woche und das Wochenende.

An Drogerieartikeln habe ich nur das gekauft, was wirklich notwendig war und das war bis auf Laminatreiniger und Spülmittel nichts weiter.

Kosmetik- und Hygieneartikel: Den Bestand nutzen

Von Kosmetikartikeln halte ich mich aktuell fern. Ich habe letzte Woche mein Shampoo und meine Spülung von Sante aufgebraucht. Als Shampoo nutze ich jetzt die Aleppo Seife meines Freundes. Spülung habe ich noch ein paar Pröbchen da und sonst zwei Haarkuren. Mittlerweile versuche ich mir die Haare nur jeden zweiten Tag zu waschen, was bisher undenkbar war. Als Körperöl nutze ich gerade ein Bäuchleinöl von Weleda. Das hatten wir 2014 für Nepo gekauft, aber nie wirklich viel genutzt. Nun ist es im März abgelaufen und ich mache es alle. Funktioniert ganz gut und ich fühle mich immer super, wenn der Schrank langsam aber sicher leerer wird.

Duschgel verwenden wir beide schon seit Monaten nicht mehr und von vergangenen Reisen und früheren Käufen haben wir noch eine gute Menge von Seife verfügbar, weshalb wir hier auch nichts brauchen.

Lebensmittelvorräte aufbrauchen

Wie viele Haushalte haben auch wir Unmengen an Lebensmitteln, die wir jetzt langsam aufbrauchen. Ich hatte letzte Woche zum Beispiel vergessen für Nepo Haferflocken zu kaufen. Als mir das am Sonntagmorgen auffiel, entschied ich mich, ein Chufli Müsli von Govinda zu nutzen. Ich hatte es vor Monaten gekauft, aber mit der ketogenen Ernährung war das nicht mehr das richtige für mich. Die Substanz nach dem Aufkochen ist gleich der des Haferbrei, in den ich zuletzt auch Erdmandeln reingemischt habe. Jetzt sind da halt auch noch Datteln und Teffmehl drin, aber was die Tibeter essen, kann Nepo ja nicht schaden. Verfeinert mit Bananen findet er es sogar super und ich kann das Müsli jetzt jeden Morgen mit gutem Gewissen zubereiten und später wieder auf Haferflocken oder andere Flocken umsteigen.

Auch ich nutze jetzt vermehrt Bestände und brauche die gefühlten Tonnen von Kokoschips und Kokosflocken auf, die noch übrig gebliebenen Superfoods wie Acai Pulver mische ich jetzt mit meinem morgendlichen Mascarpone-Kokosmilch-Flohsamen-Brei. Dazu noch die letzten Bestände Leinöl und alles wird etwas leerer.

Jetzt muss ich nur noch ein Zeitfenster finden, um meine übrig gebliebenen Rawfood Sachen aus dem letzten Jahr bei Foodsharing abzugeben.

Die Kunst des stilvollen Verarmens

Gerade habe ich ein Buch fertig gelesen, dass mir mein Freund empfohlen hat. Es ist das Buch „Die Kunst des stilvollen Verarmens„. Kein aktuelles Buch, wie man auch beim Lesen bemerkt, aber es ist doch witzig zu lesen. Sicher ist es etwas anderes, wenn ich von mir aus entscheide auf Dinge zu verzichten und den Weg des Minimalismus einzuschlagen, als wenn ich aus irgendwelchen Gründen in die Armut rutsche. Das wird in dem Buch leider überhaupt nicht wirklich deutlich. Es ist also eher ein Minimalismusbuch und zeigt die Herausforderungen, die wirklich arme Menschen jeden Tag aufs neue meistern müssen, nicht wirklich. Ich finde, solange jemand noch im Biomarkt einkaufen gehen kann, solange ist er nicht arm. Er lebt bewusst und reduziert, aber er ist nicht arm. Arm ist jemand der nicht aus Geiz zum Discounter geht, sondern weil es schlicht sonst nicht reicht, oder jemand, der die Dienste der Tafel in Anspruch nehmen muss. Jemand der dort ist, würde mir das Buch „Die Kunst des stilvollen Verarmens“ sicher und zu Recht um die Ohren hauen.

Wenn man also die harte Realität des Verarmens ausblendet, dann liest sich das Buch ganz gut, auch wenn es einfach nur das „Weniger ist das mehr“ in neuen Kleidern ist. Jetzt wartet „Leviathan“ von Thomas Hobbes auf mich.

Flohmarkt und Frühlingsfest auf der Theresienwiese

Ich hatte mich dieses Jahr zwar besonders auf den Flohmarkt auf der Theresienwiese gefreut, als ich aber das Fahrrad am Samstag abgeholt habe und mit Nepo zum Flohmarkt geradelt bin, war es mir irgendwie zu blöd, da rüber zu laufen. Ich hatte im Fahrrad noch alle Ersatzteile und wollte es nicht alles einfach nur irgendwo anschliessen. Also entschied ich mich, den Flohmarkt sausen zu lassen. Es war eh schon viel zu spät für tolle Käufe und irgendwie nervten mich die Menschenmassen. Also lief ich mit Nepo über das Frühlingsfest. Aber auch darauf hatten wir keine richtige Lust. Ich kaufte uns zum Mittag eine große Portion Pommes und wir setzten uns an den Rand, Nepo bestaunte die Achterbahn und die ganzen Menschen. Danach ging unsere Fahrt weiter Richtung München Innenstadt. Auch ohne den Besuch auf dem Flohmarkt war es ein wirklich tolles Wochenende, dass Nepo und ich allein gut gemeistert haben.

Entdeckung der Kinderbibliothek

Ich selbst bin ja schon seit gut einem Jahr ein begeisterter Fan unserer Stadtbibliothek im Gasteig. Am Freitag war ich nun das erste mal in der daneben liegenden Kinder- und Jugendbibliothek. Das Wochenende, dass wohl viel Regen bringen sollte und die Tatsache, dass ich mit Nepo allein war, führten mich in diese Räumlichkeiten. Nepo ist jetzt 20 Monate und seit einigen Monaten sind für ihn die Müllabfuhr und Bagger das größte. Also gingen wir am Freitagnachmittag in die Bib, um uns Baustellenbücher fürs Wochenende rauszusuchen. Wir wurden nach kurzer Suche fündig und liehen uns gleich mal sieben Stück aus. Die Bücher sind seitdem Nepos Lieblingsbeschäftigung, zusammen mit den zwei kleinen Baggern, die wir ihm wieder gegeben haben. Wir hatten vor einigen Wochen alle Autos weg getan, weil sich alles nur noch um diese Autos gedreht hat.

Jetzt ist er ganz Feuer und Flamme für seine zwei Bagger und die Bücher, die er abwechselnd alleine oder mit mir anschaut.

Auf dem Weg zur Ausleihe bin ich noch an einem Regal mit Spielen vorbei gelaufen. Es gibt wirklich tolle Spiele und Puzzle für die Kleinen und ich denke, dass ich mir wirklich mal eins ausleihen werde.

Mein Fazit

Mir geht es gut und ich habe nicht das Gefühl, dass mir irgendwas fehlt, wenn ich nicht hier oder da mal was kaufe. Ich freue mich so über das Fahrrad und bin unendlich dankbar, dass wir das nun schon abholen konnten. Gleichzeitig merke ich schon, wie Besitz auch gleich unentspannt macht. Das es gestern und heute so regnerisich war, macht mich ganz nervös. Das liegt auch an dem neuen Fahrrad, denn wenn wir es jetzt haben, dann müssen wir es auch nutzen. Nun sind die Prognosen jetzt auch nicht so doll, aber Dienstag bis Donnerstag wollen wir das Rad schon nutzen. Ich merke wirklich, dass mich das unter Druck setzt, auch wenn das jetzt vielleicht bescheuert klingt.

Ansonsten denke ich viel über Konsum nach und beobachte das Verhalten und den Besitz von anderen Familien auf dem Spielplatz und in unserem Innenhof. Dazu muss ich mich aber wohl mal separat äußern.

Die nächste Woche wird auf jeden Fall spannend, denn am 23. April findet der langersehnte Hinterhofflohmarkt hier in Haidhausen statt. Wie es wird, weiß ich noch nicht, denn die Wetteraussichten sind trüb, kalt und regnerisch. Vielleicht kommt mir das in meiner Konsumauszeit zu gute.

Jetzt werde ich erstmal wieder zu den beiden Männern gehen und mir von Nepo mal wieder ein Baggerbuch zeigen lassen.

Habt einen wunderschönen Abend!

Liebe Grüße

Mareike

12Apr/16

Konsumauszeit: Der Kauf eines Lastenfahrrads

Als am 8. April die Zusage für die Krippe bei Montessori 21 kam, war klar, dass wir uns nun wirklich nach einem Lastenfahrrad umschauen müssen. Mein Freund hatte eins bei ebay Kleinanzeigen gefunden, dass wir uns am Freitag anschauen wollten. Das hat dann aber irgendwie nicht geklappt und so entschieden wir, dass wir erst einmal eine Beratung für diese Art von Fahrrädern brauchen.

Wir wohnen in München und diese Stadt ist einfach ein Paradies für Radfahrer. Als ich noch nicht schwanger war, bin ich oft mit dem Fahrrad von A nach B gefahren. Es gibt viele Radwege, wenig Berge und alles ist so viel schöner auf dem Fahrrad als im Auto. Nach der Geburt von Nepo haben wir uns überlegt, wie wir zurück aufs Fahrrad kommen, um einfach mal am Wochenende die Isar entlang zu radeln oder andere Stadtteile von München zu erkunden. Schon früh war klar, dass wir keinen Anhänger wollten, weil ich Nepo immer sehen wollte. Radfahren mit dem Blick nach hinten ist dann sicher keine gute und schon gar keine sichere Art der Fortbewegung. Ja, und irgendwann habe ich dann das erste Lastenfahrrad gesehen und war begeistert. Seitdem, es war vor gut einem Jahr, überlegen wir, so ein Fahrrad zu kaufen.

Als ich Nepo für unsere Wunschkrippe anmeldete, war klar, dass wir diese nur besuchen konnten, wenn wir mit dem Fahrrad fahren. Wir haben nur ein Auto und die U-Bahn-Anbindung ist zwar von unserer Wohnung zur Krippe super, aber von der Krippe in mein Büro gibt es nichts. Mit dem Fahrrad würde der Hinweg 16 Minuten dauern, der Weg zum Büro nur 10 Minuten. Zudem würde ich Nepo die Berufspendler und überfüllten U-Bahnen ersparen. Abgesehen davon, würde ich mit dem Kinderwagen wohl gar nicht reinkommen und nur genervte Blicke ernten.

Jetzt haben wir den Krippenplatz und jetzt brauchen wir auch das Fahrrad. Da die Fahrräder sehr teuer sind, ist gute Beratung Pflicht. In dem Kurs bei Montessori 21 den wir immer dienstags besuchen, gibt es zwei Mamas, die Lastenräder fahren. Die eine ein Urban Arrow, was lange mein Favorit war, die andere ein Christiania. Die Mama mit dem Christiania ist aktuell mit dem vierten Kind schwanger, was sie aber nicht davon abhält auch bei Schnee ihre drei Kinder zu Montessori 21 zu fahren. Und die Mama mit dem Urban Arrow meinte, dass sie sich den Elektroantrieb beim Fahrrad gegönnt hat, weil sie in der Familie kein Auto mehr besitzen und stattdessen Car Sharing nutzen. Und auch diese Mama hat zwei Kinder. Von der schwangeren Mama erfuhr ich, dass es in München-Schwabing einen Fahrradladen gibt, der sich auf den Verkauf dieser Lastenräder spezialisiert hat und eigentlich jeder dort kauft.

Samstags in der Velocompany

Wir beschlossen also am Freitagabend am Samstag zur Velo Company zu fahren. So heißt der besagte Laden in Schwabing. Am nächsten Tag, kurz nach zehn Uhr, liefen wir in den Laden ein und wurden sofort begrüßt. Als ich vorsichtig fragte, ob wir denn neben der Beratung auch mal Probe fahren dürften, meinte der Verkäufer, dass eine Probefahrt ein Muss sei und ohne diese kein Verkauf erfolgte. Er zeigte uns einige Modelle und dann ging es schon nach draußen. Es nieselte als ich mich das erste Mal in meinem Leben auf ein Lastenfahrrad, in diesem Fall das Nihola setzte. Mittlerweile war ich von den Urban Arrows nicht mehr überzeugt, denn ich habe eine Frau mit diesem Fahrrad lenken sehen und das sah für mich schon sehr umständlich aus. Zudem waren für mich mittlerweile zwei Räder vorn ein Muss.

Ich setzte mich also auf das Nihola, mit zwei Rädern, die aber separat bewegt wurden, sodass ich nicht jedes Mal die Transportbox mitbewegen musste und fuhr los. Zugegeben, es war etwas neu für mich, aber ich fühlte mich sicher. Noch fuhr ich ohne Nepo, denn das war mir dann doch zu riskant. Ich fand das Nihola nach einer kurzen Fahrt super und es blieb mein Favorit. Nach mir fuhr mein Freund, auch noch ohne Nepo, denn der wollte partout nicht in die Box steigen. Nachdem wir uns beide einen Eindruck vom Nihola gemacht hatten, fuhr ich aus Neugierde nochmal ein Bakfiets. Es gibt viele davon und auch der Verkäufer liebt es. Für mich war das Teil eine Katastrophe. Ich bin beim Rad wohl der Typ „Gegensteuerer“ und so eierte ich mit dem Bakfiets auf dem Bürgersteig rum und war sicher, dass ich Nepo damit nie, nie transportieren würde. Zu unsicher für mich. Wieder zurück bei der Velo Company stieg mein Freund auf und Nepo war plötzlich Feuer und Flamme. Das Fahrrad hatte kein Regenschutz, wie das Nihola, also wollte Nepo mitfahren. Das es nieselte war ihm, wie so oft, egal. Er saß in der Box wie King Käs und hielt lässig seine Maiswaffel in der Hand. Mein Freund fuhr mit ihm und als er wieder kam, hatte Nepo ein fettes Grinsen auf dem Gesicht.

Nachdem ich mich auf dem Nihola eingefahren hatte, wollte ich, dass Nepo im Nihola Platz nimmt. Der Verkäufer öffnete das Regenverdeck, aber Nepo wollte nicht. Also bat ich den Verkäufer das Verdeck komplett abzumachen, was er gern tat. Und ta ta ta, Nepo setzte sich auf die Bank, ließ sich anschnallen und ich fuhr mit ihm eine Runde. Als wir wieder zurück kamen, strahlte Nepo über beide Ohren und wäre am liebsten noch weitere Fahrräder Probe gefahren. Mein Freund fuhr dann noch das Christiania, aber ich war so vom Nihola begeistert, dass ich darauf verzichtete.

Wieder im Laden bekamen wir die Preisliste und noch einige Infos zum Kauf. Ein schwarzes wäre gerade auf Lager, bei Bestellung würde ca. 6 bis 8 Wochen dauern, bis das Nihola geliefert würde. Wir sollten uns das aber gut überlegen, denn so ein Fahrrad kostet ja auch einiges. Wir nahmen die Preisliste, bedankten uns und verließen den Laden. Vor der Ladentür fragte mich mein Freund, wie ich denn das Nihola fand und was jetzt meine Meinung wäre. Ich sagte ihm, dass ich voll und ganz überzeugt bin und wir auf jeden Fall überlegen sollten, so ein Fahrrad zu kaufen.

Plötzlich meinte er, dass wir es gleich kaufen sollten. Wenn sie noch eins vorrätig hätten, dann sollten wir das nehmen. Ich war etwas baff, aber begeistert und so gingen wir wieder in den Laden. Nepo wollte die ganze Zeit raus zu den Fahrrädern, aber wir mussten uns noch etwas in Geduld üben, denn mittlerweile waren andere Kunden in der Beratung dran. Nach ein paar Minuten war wieder jemand für uns da und mein Freund kaufte das letzte Fahrrad, das auf Lager war. Leider konnten wir es nicht gleich mitnehmen, da noch Anpassungen vorgenommen werden müssten und aufgrund der großen Nachfrage mit einer Wartezeit von zwei Wochen zu rechnen sein müsste.

Das wir so eine teure Anschaffung nun ausgerechnet in meiner Konsumauszeit machen, war nicht absehbar. Trotzdem habe ich ein gutes Gefühl und wir werden sicher den Kauf nicht bereuen. Da ich ein Zweitauto aus Überzeugung ablehne, denke ich, dass wir hier richtig entschieden haben.

08Apr/16

Woche 1 der Konsumauszeit

Nun habe ich die erste Woche meiner Konsumauszeit hinter mir und möchte kurz einfach über meine Erfahrungen, Herausforderungen und Wünsche für die nächste Woche schreiben. Schon vorab: Es war eine aufregende, erfreuliche aber auch anstrengende Woche. Von Paar-Tag, über Zahn-OP bis Krippenzusage war alles dabei.

Das Wochenende

Am Samstag hatten wir einen Paar-Tag, den wir in Augsburg verbracht haben. Mittags haben wir Nepo bei den Großeltern abgegeben und wir haben uns für ein paar Stunden einfach ausgeklingt. Wir waren essen, sind durch die Augsburger Innenstadt geschlendert, haben die Dult besucht und Kaffee am Rathausplatz getrunken. Es war ein durchgängig entspannter Tag.

Der Sonntag sollte auch so werden. Ich hatte mir vorgenommen mit Nepo den Vormittag bei herrlichem Sonnenschein auf dem Spielplatz zu verbringen, damit der Mann zuhause mal chillen konnte. Leider ist Nepo nach dem Spielplatz auf einem Weg ausgerutscht und mit seinem Kopf auf Stein geknallt. Mit blutendem Kopf sind wir mit ihm nach Harlaching in die Notaufnahme gefahren. Dort wurde er geklebt und wir wurden beruhigt. Da er keine Auffälligkeiten zeigte, konnten wir wieder mit ihm nach Hause gehen. Wieder zuhause haben wir auf dem Balkon gegrillt, den Nachmittag hat Nepo dann auf dem Balkon verbracht und wir in der Wohnung. Ich habe wirklich einfach mal nichts getan. Irgendwann lag ich auf der Bank auf dem Balkon und habe den Himmel angeschaut. Einfach so, ohne Gedanken. Es war herrlich und fast wie als Kind, wenn man sich auf die Wiese legt und den Wolken zuschaut, wie sie vorbeiziehen. Abends waren wir dann noch bei uns im Innenhof und Nepo hat mit anderen Kindern gespielt. Wir saßen einfach nur da und haben ihm zugeschaut. Es war so ein typischer Sonntag an dem man einfach kein schlechtes Gewissen hat, wenn man einfach mal nichts macht. Solche Sonntage fehlten mir in den letzten Wochen und Monaten. Was sicher aber auch am Wetter lag, den so ein entspanntes Gefühl habe ich in der Wohnung nicht. Zumal Nepo in der Wohnung nie lange allein beschäftigt ist.

Die Woche

Ich muss sagen, dass uns das Wetter bei der Konsumauszeit in die Karten gespielt hat. Wir waren bis gestern (Donnerstag) jeden Tag von morgens bis abends draußen. Wenn man von Spielplatz zu Spielplatz spaziert oder einfach nur durch Haidhausen streift, dann ist das Verlangen nach Konsum fast nicht vorhanden. Ich habe selbst Nepo zweimal Torte im Café Glanz gekauft und mir am Dienstag einen Kaffee zum Mitnehmen gegönnt.

Einkaufen waren wir nur einmal im Alnatura und einmal im Vollcorner. Läden wie dm, Rossmann oder den Kaufring habe ich gemieden, da es dort irgendwie immer Spontankäufe gibt. Als ich am Sonntag merkte das mein Waschmittel ausgeht, habe ich kurzum das Waschpulver und das Flüssigwaschmittel selbst hergestellt. Damit sind wir die vergangenen Wochen bzw. Monate gut gefahren und erspart mir den Gang in den Drogeriemarkt.

Nepos großes Interesse gilt aktuell Baustellenfahrzeugen jeglicher Art. Am liebsten sind ihm Bagger, besonders die Bagger für den Sandkasten sind ihm sehr ans Herz gewachsen. Zu unserem Glück hat immer ein Kind auf dem Spielplatz einen Bagger dabei und oft darf Nepo mit ihm spielen. Am Montag wollte Nepo allerdings vom Spielplatz mit einem Bagger und es war ein riesiges Drama, dass er den Bagger nicht mitnehmen konnte. Eine Erzieherin, zu deren Gruppe der Bagger gehörte, meinte zu mir: „Die gibt es bei Aldi gerade für 6,99 EUR“. Und ich dachte mir: Was will sie mir damit sagen? Das ich Rabenmutter ja wohl 6,99 EUR locker machen kann, um für meinen geliebten Sohn einen Bagger kaufen kann oder wollte sie mir nur von dem Angebot berichten, weil sie von sich schloss und davon ausging, dass ich sofort in den nächsten Aldi stiefle um Nepo den Bagger zu kaufen und mir damit auch meine Ruhe erkaufen kann. Beide Versionen kamen für mich aktuell nicht in Frage. Ich bin nicht gewillt Nepo einen Bagger zu kaufen, nur weil er ihn gut findet. Er hat so viel Spielzeug und ich keine Lust ständig einen Bagger mit rumzuschleppen. Ich sagte ihm, dass wir nun einen richtigen Bagger anschauen würden. Da ich wusste, dass am Johannisplatz eine Baustelle ist, mit vollem Programm: Bagger, Asphaltmaschine, Presslufthammer, Walz, LKW und vorbeifahrende Tram-Bahnen, ging ich mit ihm auf direktem Wege dorthin. Zwei Minuten nachdem wir den Spielplatz verlassen hatte, hatte Nepo den Bagger schon vergessen und war von vorbeifahrenden Müllautos so angetan, dass er fast schon Schnappatmung bekam.

Früher hätte ich sicher nach einem Bagger Ausschau gehalten, aber aktuell bin ich nicht willens Spielzeug zu kaufen. Wir hatten gerade Ostern und er hat tolle Sachen geschenkt bekommen. Wir haben ihm eine hochwertige Bade-Piesel-Puppe von Götz gekauft, mit der er wunderbar spielt und um die er sich richtig kümmert. Ein blöder Bagger wäre für mich ein echter Rückschritt, zumal wir gerade alle Autos weggeräumt haben, da wir einfach nicht mehr weiter wussten mit seinem Spielverhalten.

Es ist nicht so, dass wir uns nicht um Nepo kümmern oder keinen Bock auf ihn haben. Aber mein Freund meinte es richtig: Für Nepo sind Autos wie Smartphones für uns. Wir nutzen sie, aber so richtig glücklich machen sie uns nicht. Und schön spielen funktioniert im Alter von 20 Monaten noch nicht, jedenfalls nicht mit Autos. Heute habe ich mit ihm ein Indoor Picknick gemacht, mit selbstgebackenem Brot aus Salzteig, den wir demnächst als Knete verwenden. Früher hätte ich sicher einfach Knete im Laden gekauft, aber aktuell versuche ich aus vorhandenen Dingen etwas zu machen. Und gestern vormittag hatte ich Lust Knete herzustellen mit Dingen, die ich vorrätig hatte. Heute habe ich dann beschlossen ihm kleine Brötchen und Brote zu backen. Fürs Picknick mit seiner Puppe Anton und den vielen Stofftieren hat es gereicht. Dieses Picknick hat uns einen tollen Vormittag beschert. Ich habe es genossen von Nepo „Kaffee“ zu bekommen oder ein gekochtes Ei mit gefühlt 5 Tonnen Salz und 5 Liter Maggi abgerundet. Das er auch seinen Stofftieren Holzobst, Plastikwürste und Sauerteigbrötchen anbietet, macht mich glücklich. Er redet über seine Puppe Anton mit den Stofftieren. Freilich in seiner Babysprache, aber er ist so in seinem Element, dass ich nur daneben sitze und ihn glücklich beobachte.

Ich denke, wenn wir ihm drei Monate kein Spielzeug und keine Kleinigkeiten kaufen würden. Er würde es nicht merken. Gerade jetzt, wo wir viel draußen sind und er die Natur als seinen Spielbereich ansieht, könnten wir locker bis zu seinem 2. Geburtstag ohne Neuanschaffung auskommen. Vielleicht wäre das eine neue Challenge. 🙂 Nepo hat am 06. August Geburtstag. Ob wir es bis dahin ohne Spielzeug schaffen? Wir zehren noch von Ostern, die Großeltern kommen Ende April und wir haben noch so viele Dinge in Schränken und Kellern, dass wir jederzeit das Spielzeug auswechseln können.

Jetzt bin ich aber wieder abgedriftet, denn ich wollte ja eigentlich über die Woche schreiben. Die verlief gut, auch wenn ich am Mittwochabend eine Zahn-OP hatte und ich Donnerstag etwas in den Seilen hing. Den Donnerstagnachmittag, ein sehr kalter Tag, haben wir dann im Café Glanz verbracht und Nepo konnte beim offenen Kindertreff wieder ausgiebig mit Autos spielen. Danach sind wir wieder an der Baustelle am Johannisplatz vorbeigelaufen und Abends hatte ich mein Friseurtermin. Wo ich dann gleich bei meinen Ausreißern wäre.

Die Konsumsünden der Woche

Gestern war ich beim Friseur und habe somit gegen meine Konsumauszeit verstoßen. Allerdings hatte ich den Besuch schon angekündigt und ein Aufschieben in den Mai war ebenso nicht möglich, wie ein Termin vor dem April zu bekommen.

Da ich den April auch als EC-Karten-freien Monat ausgerufen habe, muss ich hier leider gestehen: Ich habe den Friseur mit EC-Karte gezahlt. Ganz einfach, weil ich es nicht geschafft habe, vorher noch zum Geldautomaten zu gehen. Seit der Zahn-OP bin ich etwas neben der Spur, hundemüde und mies drauf. Ich kann es schon als Erfolg verbuchen, dass ich beim Blondieren nicht eingeschlafen bin.

Die anderen Tage der Woche habe ich locker ohne EC-Karte „überstanden“. Letzte Woche habe ich Geld abgehoben und von diesem zerren Nepo und ich seit gut einer Woche. Da ich ja nur Lebensmittel kaufe, sind die Kosten auch überschaubar.

Eigentlich hätten wir uns heute auch noch ein Lastenfahrrad angeschaut, dass wir bei ebay Kleinanzeigen gefunden haben. Wir planen schon seit einem Jahr die Anschaffung eines Lastenfahrrads, weil ich nur mit dem sicherstellen kann, dass ich Nepo rechtzeitig in der Krippe abgeben und auch wieder abholen kann. Das Fahrrad wäre ein kompletter Querschläger in meinem konsumfreien Monat geworden. Aus diesem und weiteren Gründen haben wir die Entscheidung über den Kauf vertagt und fahren morgen zur Velo Company, die verschiedene Lastenräder anbietet. Dann kann ich wenigstens mal Probefahren, um zu sehen, ob uns das wirklich taugt. Da wir das gebrauchte Fahrrad bar bezahlt hätten, wäre der Verkauf wenigstens kein Verstoß gegen den EC-freien Monate geworden. 🙂

Wenn Ausgaben, dann regional und bio

Generell möchte ich im April nicht nur bewusst NICHT konsumieren, sondern auch, wenn ich etwas kaufe, bewusst auf die Qualität und vor allem darauf achten, dass es regional ist. Wir haben diese Woche nur im Bio-Supermarkt eingekauft und heute auch wieder mal unsere Ökokiste aktiviert. Als einziges nicht-saisonales, aber immerhin bio, sind wohl die Bananen zu verbuchen, die ich für Nepos Brei benötige, aber das ist nun mal ein Muss.

Aktuell schaue ich auch viel auf Angebote. Am Mittwoch habe ich Schweineschnitzel gekauft, die um 25% reduziert waren. Als wir zuhause waren, habe ich sie gleich gemacht und nicht wieder in den Kühlschrank getan, um sie dann wie immer zu vergessen. So war mein Mittagessen gesichert. Für Nepo koche ich jetzt auch wieder vor und friere ein. Das hatte ich lange nicht gemacht, mit dem Ergebnis, dass wir einiges wegschmeißen mussten.

Fazit nach einer Woche Konsumauszeit

Mir geht es gut und ich habe nicht das Gefühl, dass mir irgendwas fehlt. Ich merke nur, wie entspannt ich aktuell bin, allein durch die Tatsache, dass wir nicht unsere Zeit in Läden vertrödeln, sondern auf Spielplätzen und in der Natur abhängen. Uns jagt kein zu erledigender Einkauf oder der Gedanke, was ich Nepo noch alles kaufen könnte. Ich sitze oft einfach nur da und beobachte ihn, wie er den Sand durch seine Finger rieseln lässt.

Bin ich zuhause, dann überlege ich, was ich denn aus den vorhandenen Sachen machen kann. Solche Dinge wie Knete herstellen oder Spielbrot für Nepo backen, da wäre ich vor ein paar Wochen noch nicht drauf gekommen. Aber jetzt, wo wir sein Spielzeug reduziert haben, muss natürlich auch ich mit dem vorhandenen klar kommen.

Ich denke, dass ich im April leichter durch die Konsumauszeit komme, als im November. Und ich überlege ernsthaft, ob wir es durchziehen bis August kein Spielzeug für Nepo zu kaufen. Es sei denn natürlich am 23. April finden wir was super tolles auf dem Hinterhofflohmarkt.

Meine Wünsche an die zweite Woche Konsumauszeit

Mit dem heutigen Freitag beginnt die zweite Woche der Konsumauszeit. Eigentlich möchte ich alles so fortsetzen, wie in der vergangenen Woche. Nur meinen Internetkonsum würde ich gern einschränken. Der ist meiner Ansicht nach immer noch sehr hoch und bringt mich aktuell überhaupt nicht weiter. Sicher verwende ich kaum noch Twitter, aber dafür Facebook und Instagram.

Und hier ein paar Impressionen, was man so in der konsumfreien Zeit alles macht.

Auf dem Spielplatz:

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Zuhause beim „Indoor Picknick“, beim Grillen und beim Vorkochen:

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01Apr/16

Heute startet meine Konsumauszeit

Konsumauszeit April2016

Vor einigen Wochen hatte ich es angekündigt und heute ist es endlich so weit: Ich starte wieder einen Monat unter dem Motto „Konsumauszeit“.

Konsumauszeit und Auszeit von EC- und Kreditkarte

Die erste Konsumauszeit hatte ich im November und war ganz zufrieden damit. Doch schon im Dezember, im Vorfeld zu Weihnachten, schlich sich das alte Konsumverhalten wieder ein und das Geld ausgeben viel mir nicht schwer. Im März merkte ich wieder, wie es mich nervt Dinge zu kaufen, die ich vielleicht für Nepo witzig finde, aber die nicht wirklich sein müssen. Also beschloss ich für April wieder eine „Auszeit“ zu nehmen.

Als ich vor ein paar Tagen mal wieder bei Twitter vorbeigeschaut habe, sah ich den Tweet von Manuel über den Verzicht von EC- und Kreditkarte im April. Da habe ich dann mal ohne überlegen zugesagt und hoffe das auch zu halten.

Da ich im April sämtliche Onlineshops meiden werde und wohl auch keine Bücher bei der Bibliothek vormerke, wird mir der Verzicht auf die EC- und Kreditkarte sicher nicht schwer fallen. Schon jetzt zahle ich fast alles bar, um einen Blick für das Geld ausgeben zu haben.

Umdenken bei den kleinen Ausgaben

Viel schwieriger als der Verzicht auf Kartenzahlung oder der Kauf von nicht notwendigen Dingen für Nepo wird mir der Verzicht von kleinen Dingen fallen. Darunter zähle ich zum Beispiel den Kaffee, den ich mir auf dem Weg zum Spielplatz hole oder das ich mich von Nepo wieder zum Kauf einer Brezel animieren lasse, die dann doch wieder ich essen muss. Auch mal kurz ins Café Glanz auf einen Kuchen oder einen kurzer Abstecher in den Biomarkt werde ich mir im April zweimal überlegen müssen.

Da Nepo aktuell aber sowieso lieber draußen und fernab von anderen Kindern ist, muss ich einfach Alternativen finden. Den Kaffee kann ich ja wohl von zuhause mitnehmen, die Besuche im Café Glanz werden dann für April die Ausnahme und ein Besuch im Biomarkt ohne ersichtlichen Grund gibt es dann eben auch nicht.

Gestern vormittag waren Nepo und ich in unserem Innenhof. Dort gibt es einen Spielplatz, der nur aus Sand, einer Schaukel und einem Kletterdreieck besteht. Das wird jetzt die nächsten Wochen vormittags unsere Anlaufstelle. Dort finden wir beide es super. Der Innenhof ist sauber, es gibt eine Wiese, Bäume, Bänke, Sand und miteinander kämpfende Amseln. Vor allem gibt es dort aber kaum Kinder und schon gar keinen Coffee Shop für Mama. 🙂

Wenn Nepo dann keine Lust mehr hat auf Spielplatz, haben wir jetzt eine kleine Runde gefunden, die wir zusammen laufen können. Auch die liegt fernab von Geschäften und spontanen Einkäufen.

Die Konsumauszeit im April wird sicher einfacher für mich, da ich sehr gern draußen bin. Das aktuelle Wetter ist perfekt und auch heute werden wir sicher den Großteil des Tages draußen verbringen. Letztes Jahr habe ich ernährungsbedingt mein Essen immer mitgenommen, diesen Frühling mache ich das dann eben, weil ich zwar auch auf meine Ernährung achte, aber eben auch meine Geldausgaben in den Griff bekommen möchte.

Ausnahmen und Joker

Schon in meiner Ankündigung hatte ich geschrieben, dass es eine Herausforderung in Form des Hinterhofflohmarktes hier in Haidhausen gibt. Der Flohmarkt ist wunderbar und die Stimmung ist toll. Auf keinen Fall möchten wir diesen Event, der einmal im Jahr stattfindet, verpassen und somit ist das mein Joker für April. Der Flohmarkt findet am 23. April statt und vielleicht hat sich meine Einstellung gegenüber dem Geld ausgeben so verändert, dass ich gar kein Bedürfnis habe ein Schnäppchen zu machen. Aus der Erfahrung der vergangenen Flohmärkte weiß ich aber, dass es immer was tolles in unserem Viertel gibt, da es neben den Hipster Leuten, auch einige Ökos mit tollem Holzspielzeug gibt. 😀

Und dann, ja dann, gibt es noch meinen Friseurtermin. Eigentlich wollte ich ihn noch vor Ostern machen, aber es ging nicht, da meine Friseurin im Urlaub war bzw. noch ist. Jetzt habe ich den Termin am 07. April. Ein Aufschieben in den Mai ist unmöglich, da ich jetzt schon an der maximalen Spanne von acht Wochen kratze. Das wird dann meine einzige geplante Ausgabe, fernab von Lebensmitteln und Drogerieartikeln, sein.

Zeit für das Wesentliche

Die letzten Wochen waren für mich sehr hart. Es gab bis vor einer Woche fast stündlich Konflikte zwischen uns und ich war mehr als einmal gefühlt kurz vorm Nervenzusammenbruch.

Dann kam Ostern und eine Auszeit bei meinen Eltern. Wir waren viel in ihrem Garten oder auf dem Spielplatz. Vor allem war ich aber bei ihm. Und ich meine nicht nur körperlich, sondern auch geistig. Ich war mit ihm in der Gegenwart – so ganz ohne Druck, ohne Gedanken an noch anstehende Aufgaben oder ohne Blick auf das f****** iPhone. Es war gut und hat in mir einen Prozess ausgelöst. Auf neudeutsch kann man wohl sagen, dass ich die Achtsamkeit für mich entdeckt habe.

Von der Montessori 21 Kursleiterin Silvia habe ich beim Elternabend das Buch „Mit Kindern wachsen – Die Praxis der Achtsamkeit in der Familie“ bekommen. Ich habe es gestern fertig gelesen und kann nun sagen, dass mich das Buch und die daraus entstandenen Gedanken wirklich vor den schlimmsten Wutanfällen und Ausrastern bewahrt haben. Mein Freund meinte auch, ich hätte mich verändert und diese Veränderung würde auch auf Nepo übergehen. Als ich gestern im Innenhof auf der Bank saß, bewusst weiter weg von ihm und noch weiter weg von meinem iPhone, war mir das erste Mal so richtig bewusst, wie schön die Momente mit ihm sind und wie kostbar jede Sekunde unserer Zeit ist. 

Kein Facebook und kein Instagram können wir warme Sonnenstrahlen auf die Haut zaubern, keine frische Luft zum Atmen geben oder mir ein Glücksgefühl in den Bauch zaubern. Die Magie des „Hier und jetzt“ kann mir niemand geben. Mir wurde klar, wie dumm und naiv ich war, als ich gedacht habe, dass „Multitasking“ ein Segen wäre und das dies etwas wäre, was erstrebenswert ist. Als ich Nepo gestern beim Mittagessen zugeschaut habe, wie er voller Hingabe und höchster Konzentration Oliven auf seine Gabel gespiesst hat und sich jedes Mal freute, wenn es geklappt hat, ist mir in den Sinn gekommen, dass solche Momente auf dem Sterbebett zählen und nicht die Momente, in denen ich schnell schnell noch etwas erledigt habe, während Nepo in seinem Stuhl saß. Diese Oliven hatten so etwas meditatives, dass ich ganz fasziniert war und wirklich die Zeit vergessen hatte.

Ich hoffe sehr, dass mich die Magie dieses Buches noch eine Weile begleitet und vor allem hoffe ich, dass ich aus den schwierigen letzten Wochen dauerhaft gelernt habe und es schaffe mich in den wirklich schwierigen Momenten auf meinen Atem zu konzentrieren und die Ruhe zu bewahren.

 

 

13Mrz/16

Neue Sportschuhe für Mutti, neue Regale für Nepo

Gestern morgen war ich im Namen meines Sohnes einkaufen. Gestern nachmittag war DHL für mich unterwegs und lieferte mir meine neuen Lauf- und Fitnessschuhe.

Die Zeit für neue Sportschuhe

Neue Sportschuhe für Mutti

Neue Sportschuhe für Mutti

Schon Anfang der Woche kam mir der Gedanke auf, dass ich meine Laufschuhe erneuern müsste. Ich suchte im Internet nach einer Laufberatung hier in München, sowie nach Schuhempfehlungen. In Stuttgart hatte ich mal eine Laufberatung mit allem Chi Chi gemacht und mit der Marke Adidas voll ins Klo gegriffen. Nach zwei Mal Laufen taten mir meine Knie so weh, dass ich wieder auf meine alten Nike Shox zurückgriff. Diesmal sollten es keine Shox werden, aber Lust auf eine Beratung hatte ich auch keine. Wie so oft, kam mir der Zufall zu Hilfe und der Kauf lies sich nicht mehr aufschieben.

Als ich am Donnerstag von meinem Morgenlauf zurückkam, flatterte der Newsletter der Zalando Lounge in meine Mailbox. Und als Aktion wurden diesmal Sportsachen von New Balance angeteasert. New Balance war die Laufmarke von meiner Schwester und in Foren wurden Laufschuhe der Marke auch empfohlen.

Als Nepo mittags schlief, schaute ich mir die Angebote an, verglich die Produkte im Amazon Store und entschied mich für ein Paar Laufschuhe und ein Paar Fitnessschuhe. Nun kann man sagen: Nicht sehr minimalistisch, Frau Wüste! Das stimmt, aber ich möchte kurz mal auf die Historie meiner beiden aktuellen Schuhpaare verweisen:

  • Den Fitnessschuh, ein Nike Shox Produkt, habe ich November 2011 in New York gekauft. Dort habe ich ihn für meine Erkundungstouren getragen, wieder in München wurde es mein Laufschuh. Nachdem ich im August 2013 auf neue Shox Schuhe umgestiegen bin, wusch ich die ehemaligen Laufschuhe und nutzte sie für mein Training im Fitnessstudio
  • Den Laufschuh, auch ein Nike Shox Produkt, habe ich im August 2013 gekauft. Seit dem laufe ich mit ihm. Im Internet habe ich jetzt gelesen, dass man Laufschuhe nach 800 bis 1000 km austauschen sollte. Ich denke, wenn ich alles zusammenrechne, inklusive dem New York Marathon, wird es wirklich Zeit für neue Schuhe.

Ich habe das Laufen erst dieses Jahr wirklich wieder entdeckt und es macht mir sehr viel Spaß morgens nach einem ersten Kaffee meine Runde zu drehen. Ich würde das Laufen jetzt zum Frühjahr hin wieder intensivieren und auch gern eine längere Einheit von 15 Kilometer pro Woche einbauen.

Die neuen Schuhe habe ich gestern gleich mit einem alten Nässeblocker eingesprüht und kann es kaum erwarten sie gleich auszutesten.

Zugegeben die neuen Fitnessschuhe hätten nicht sein müssen, aber ich wollte die alten Schuh jetzt einfach mal aussortieren und die angebotenen, reduzierten Modelle gefielen mir. Im Schnitt nutze ich Schuhe fürs Fitnessstudio ca. 3 Jahre und liege damit wohl weit über dem Durchschnitt anderer regelmäßiger Fitnessbesucher.

Upcycling: Regale für den Sohn

Regale für Nepo

Regale für Nepo

Nachdem ich nun wieder Unmengen Karton erzeugt habe, überlegte ich mir, was ich damit machen könnte. Vor einigen Wochen hatte ich bei Pinterest einen Spielzeug Coffeeshop aus Karton gesehen. Dieses Teil begeisterte mich so, dass ich mir überlegte, für Nepos Küche auch Regale aus Karton zu basteln.

Nachdem ich gestern also die zwei identischen Kartons begutachtete, entschloss ich mich, aus denen zwei Regale zu basteln. Das war natürlich denkbar einfach, denn ich musste ja nur den Deckel abschneiden, die Dinger mit Power Strips an die Wand kleben und fertig.

Gleich am Abend machte ich mich ans Werk und während Nepo noch mit der Mikrowelle hantierte, brachte ich neben ihm die Regale an. Er bezog sie sofort mit in sein Spiel ein und stellte die leeren Teedosen rein. Dann sortierte er sie wieder aus, räumte um und sortierte alles anders ein. Er war so ins Sortieren versunken, dass ich mich aufs Bett setzte und ihn beobachtete.

Seit wir die Küche vor einer Woche umgeräumt haben und Nepo gemerkt hat, dass die Küche besser erreichbar für ihn ist, wenn er sich den Schemel aus dem Flur davor stellt, spielt er sehr oft mit ihr. In der letzten Woche wohl mehr, als die ganzen Monate zuvor.

Regale aus Schuhkartons

Ich muss zugeben, dass es mir unheimlich viel Spaß macht, aus vorhandenen Materialien Dinge für Nepo zu basteln. Ich mag diesen „Shabby Chic“ sehr und es ist vielleicht auch eine Erklärung, warum ich mit super sauberen und sterilen Kinderkrippen nichts anfangen kann. In der Krippe, die wir am Freitag angeschaut haben, hatte ich genau diese Art von Upcycling vermisst. Vielleicht hätten auch nur ein paar Äste an der Wand gefehlt und es wäre viel gemütlicher geworden. Gleichzeitig ist mir auch bewusst, dass viele Mütter wohl anders denken und Selbstgebasteltes nicht ästhetisch finden.

Meine Regale sind ja auch nicht wirklich schön oder eine Augenweide, aber sie sind jetzt genau das, was Nepo gebraucht hat und ob das Regal jetzt aus hochwertigem Holz ist oder stabiler Pappe, ist für ihn und die Teedosen erstmal egal.

Genug philosophiert für heute, jetzt geht es gleich laufen. Die Schuh habe ich schon an und hier in der Küche fühlt sich das schon mal gut an. 🙂

08Mrz/16

Es ist wieder Zeit für eine Konsumauszeit

Heute habe ich beschlossen, dass es im April wieder Zeit für eine Konsumauszeit ist. Ich hatte diese ja schon im November gemacht und fand es eigentlich ganz toll. Doch irgendwie hat sich in den letzten Wochen wieder das Anhäufen von Dingen in den Alltag geschlichen.

Konsumauszeit im April 2016Gerade jetzt, wo wir wieder verstärkt in den Bereich Montessori gehen, merke ich, wie stark das doch mit unserem angestrebten Minimalismus kollidiert. Meinem Sohn Montessori Materialien anzubieten, ohne viel Geld auszugeben wird sicher eine Herausforderung für mich. Doch mit etwas Kreativität, der Unterstützung durch den Frühling und die kommenden wärmeren Tage werden wir sicher viel in der Natur finden, was wir zuhause gut nutzen können.

Was mich optimistisch macht

  • An Ostern sind wir bei meinen Eltern und die sind überzeugte Jäger und Sammler. Ich bin mir sicher, dass wir da tolle Dinge für Nepo finden werden, die wir zuhause in unsere vorbereitete Umgebung integrieren können
  • Der Frühling wird kommen und wir werden viel Zeit an der frischen Luft verbringen. Steine in die Isar werfen oder in den Isarauen spazieren gehen habe ich schon fest auf meiner Wunschliste
  • Im April werden wir auch an einem wöchentlichen Naturtreff teilnehmen, der von einem örtlichen Naturkindergarten angeboten wird. Der kostet nichts und wird Nepo und mir sicher viel Spaß machen
  • Sobald das Wetter mitspielt, wird es uns wieder in die Berge ziehen. Schon jetzt freue ich mich darauf, wenn wir zu dritt in der Natur picknicken und unser Vesper im Gras essen werden
  • Gerade habe ich unsere Bibliothek „leergekauft“. Aktuell haben wir ein paar Bücher in der Stadtbibliothek München angefragt und ein Teil wird wohl erst Ende März für uns zur Verfügung stehen. Für mich gibt es im April abends also genügend Stoff zum Lesen, sodass ich nicht auf die Idee komme Online Shops durchzuschauen.

Was für mich eine Herausforderung wird

  • Flohmärkte: Im April findet sowohl der riesige Flohmarkt auf der Theresienwiese statt, als auch mein geliebter Hinterhofflohmarkt in Haidhausen. Da wir gerade bei letzterem immer tolle Dinge zu sehr günstigen Preisen finden, werde ich hier wohl einen Jokertag einplanen.
  • Generell starten im April viele Feste und Ende April kommen meine Eltern zu Besuch. Aber ich denke, da werden wir sicher eine Lösung finden.
  • Ich hoffe nicht, dass ich im Frühjahr merke, dass ich letztes Jahr zu viele Sachen weggegeben habe und nun die Notwendigkeit sehe, mir neue Klamotten für wärmere Tage zu holen.

Heute bin ich noch sehr optimistisch, dass ich den April gut ohne „sinnlose“ Ausgaben überbrücke. Der November hat ganz gut funktioniert, auch wenn sich mein Konsumverhalten leider nicht nachhaltig verändert hat.

Nach dem der Kleine jetzt schon ganz schön an meinem Bein zerrt, werde ich mich hier mal kurz bzw. für die Nacht verabschieden.

Schlaft gut, Ihr Lieben!

 

06Mrz/16

Minimalismus: Unser reduziertes Schlaf- und Spielzimmer

Wir leben hier in München ja in einer Zwei-Zimmer-Dachgeschoss-Wohnung auf 66 qm. Das bedeutet, dass jede Neuanschaffung eines Möbelstücks eine Kettenreaktion nach sich zieht und am Ende ein anderes Möbelstück die Wohnung leider wieder verlassen muss. Ich wünschte mir ich wäre bei manchen anderen Sachen auch so konsequent wie bei den Möbeln. 🙂

Als wir vor ein paar Wochen für Nepo ein Floor Bed kauften, war klar, dass auf Dauer im Schlafzimmer eine der beiden Kommoden verschwinden muss. Während meine Eltern zu Besuch waren, nutzte ich die Gelegenheit und räumte die Kommode komplett leer und das was ich noch behalten wollte, in die Kommode von meinem Freund. Wenn mir jemand vor zwei Jahren gesagt hätte, dass ich mal eine Kommode mit meinem Freund teile und auch nur eine Schrankseite belege, dann wäre das für mich unvorstellbar gewesen. Doch da wir letztes Jahr schon so viel Ballast weggeworfen haben, war das umräumen wirklich kein Ding mehr.

Freitag kam die Kommode weg

Und so stand die Kommode fast einen Monat in unserem Schlafzimmer rum – leer und unbenutzt. Da mein Freund am Freitag den Nachmittag frei hatte, entschieden wir uns die Kommode zum Wertstoffhof zu bringen. Wir wohnen im 4. OG ohne Aufzug und am Stück hätten wir sie nie runtertragen können, weil Nepo sonst hätte allein in der Wohnung sein müssen. Also baute mein Freund sie auseinander und ich brachte sie Stück für Stück in die Tiefgarage. Mein Freund und Nepo machten sich derweil fertig und los ging es zum Wertstoffhof. Für Nepo war das ne ganz coole Sache, denn die Leute in Orange sind seine Helden und der Wertstoffhof war voller Männer in Orange. Dazu noch die riesigen Container in denen unendlich viel Müll landete. Wir nutzten die Zeit und schauten in die großen und kleinen Container, schauten den Pressen zu, wie sie Holz zerdrückten und wo der ganze Bauschutt landet. Irgendwann hatte mein Freund das Auto leer geladen und wir waren wieder um ein Möbelstück leichter.

Wieder zuhause stellten wir Nepos Bett, das ja immer noch an meiner Bettseite hing, an die Wand und zwischen ihn und mir einen Kubus, der eine Art Trennung darstellt. Für viele mag die Tatsache etwas befremdlich sein, dass wir alle drei Betten haben, die nur aus einem Lattenrost und einer Matratze bestehen. Aber für uns ist es perfekt und ich würde immer wieder für ein Kind diese Art von Bett wählen, weil sie dann schon ab den ersten Tagen bis weit ins Schulalter darin schlafen können – ohne Gitter, ohne Angst vor schweren Stürzen und mit viel Bewegungsfreiheit.

Samstag waren die Spielboxen fällig

Natürlich schlief Nepo die Nacht nicht in seinem Bett, sondern in unserem. Aber für mich war das Umstellen schon mal ein Segen. Ich habe jetzt so etwas wie einen Nachtisch und kann im Bett entspannt ein Buch lesen, während Nepo sonst wo in der Wohnung rumturnt oder vor dem Bett mit seinen Autos spielt. Tagsüber sitzen wir übrigens gern auf seinem Bett, spielen mit seinen Stofftieren, die jetzt wieder den Weg ans Tageslicht gefunden haben oder kuscheln einfach nur.

Obwohl wir mit dem Schlafzimmer schon gut unterwegs waren, gab es immer wieder Baustellen, die einfach nicht fertig wurden. Dazu gehörten auch die Aufbewahrungsboxen in Nepos Spielregal. Dort landete in der Hektik des Abends immer alles, nichts war geordnet und keiner hat mehr durchgeblickt, was wo hin soll. Zudem zog Nepo immer die Boxen hervor und holte sonst was daraus, aber nie etwas, mit dem er allein spielen konnte.

Als wir am Dienstag das Gespräch bei Montessori 21 hatten, viel mir wieder auf, wie schön es wäre, wenn es überhaupt keine Boxen, sondern einfach nur wenige, ausgewählte Dinge gäbe, die in den Boxen stehen würden. Damit die Erzieher die Ordnung jederzeit wieder herstellen können, wurden die Materialien in den Regalen fotografiert und jedes Foto zeigt, wo etwas zu stehen hat. So konnte ich am Dienstagabend mithelfen, alles wieder zurück zu räumen. Auf dem Heimweg meinte mein Freund das er diese Art von Ordnung sehr gut findet, weil er bei unseren Boxen überhaupt nicht durchblickt. Also beschloss ich am Wochenende diese Boxen aufzulösen.

Schon am Mittwoch hatte ich begonnen alle Montessori Materialien in einen Schrank zu räumen, um alles auf einmal rausnehmen zu können. Sodass ich gestern nur noch eine kleine Auswahl treffen und mich entscheiden musste, was jetzt in das Regal kommt und was, ja so ist das Leben nun mal, in den Keller.

Nepos Regal mit Boxen

Nepos Regal mit Boxen

Damit Nepo davon nichts mitbekommt, habe ich mir schon im Vorfeld überlegt, was ich gern in das Regal packen würde und nach welchen Kriterien ich vorgehen möchte:

  • Holz vor Plastik (sorry Fisherprice)
  • Pro Fach maximal drei verschiedene Teile, die einen ähnlichen Spielzweck haben
  • Maximal zwei „Produktgruppen“, die eine größere Anzahl von Teilen erlauben und in Körben organisiert sind
  • Bücher und Stofftiere kommen extra
  • Utensilien für die Spielküche haben ebenfalls nichts in dem Regal zu suchen

Und so sortierte ich gestern Vormittag aus und um. Da ich Nepo ja nun oft eine Umgebung vorbereite, konnte ich testen, welche Dinge er oft probierte und welche ihn so gar nicht interessierten bzw. welche er einfach durchgespielt hatte. Das umräumen ging viel schneller als gedacht und hier sind nun die acht Fächer und die entsprechenden Spielsachen die es in den „Recall“ geschafft haben:

  • Linkes Fach (oben): Der Regenbogen von Grimm ist der ewige Klassiker in Nepos Spielzimmer. Bis jetzt spielt er moderat mit ihm, trotzdem bin ich der Meinung, dass er einfach ins Regal gehört.
  • Linkes Fach (unten): Hier ist die erste Produktgruppe in Form von Tieren. Nepo liebt die Bauernhoftiere, sodass wir jetzt einfach alle Tiere in eine Rattanbox getan haben. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass wir erst ein Tier von Schleich haben. Der Rest ist No Name bzw. sind es tollte Holzfiguren vom Flohmarkt.
  • 2. Fach von links (oben): Hier sind drei verschiedene Dinge, die das Stapeln und unterschiedliche Farben zu eigen haben. Da gibt es einmal den Stapelturm von Goki, zum anderen Becher von Gowi und ein Set, dass ich 2014 bei dm gekauft habe.
  • 2. Fach von links (unten): Hier habe ich zwei Spielzeuge ausgewählt, die zu Weihnachten entweder noch zu schwer waren oder die Nepo nie wirklich beachtet hat. Einmal ersetzt das Holzsteckspiel eine Plastikversion von Fisherprice, die Nepo nun durchgespielt hat. Der Holzzug fand bis gestern bei Nepo keine Beachtung, das änderte sich schlagartig als er im Regal stand und seitdem spielt Nepo mit ihm.
  • 3. Fach von links (oben): Hier sind die klassischen Steckübungen, bei denen ich aber langsam das Gefühl habe, das sie Nepo langweilen. Wir haben ihm ein Beutel mit Spielgeld gekauft. In eine alte Mokkadose habe ich dann einen Schlitz geschnitten und er kann das Geld durch den Schlitz in die Dose werfen. Das gleiche dann auch nochmal für Korken, aber beides findet er mittlerweile nicht mehr spannend.
  • 3. Fach von links (unten): Da liegt nun sein Xylophon, ein Rasselball aus dem Weltladen und ein Schellenkranz aus dem wundervollen Laden „Holzwurm“ in Augsburg.
  • Rechtes Fach (oben): Ja, da sind nur noch ein paar Autos in einer Rattanbox übrig geblieben. Daneben noch ein Holzlaster mit einem Holzbagger, den meine Eltern auf dem Flohmarkt gekauft haben.
  • Rechtes Fach (unten): Hier sind seine Werkzeugkoffer. Einmal der Werkzeugkoffer von IKEA aus Plastik und ein etwas älteres Modell aus Holz, dass wir letztes Jahr beim Flohmarkt gekauft haben.

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Wie Nepo dieses Regal nun annimmt, darüber kann ich noch nichts sagen. Aber ich bin sehr froh, dass wir jetzt für ihn in unserem Schlafzimmer einen klaren Bereich haben, der ihn vor Reizen nicht überflutet.

Seine Küche haben wir dann auch gleich umgeräumt und etwas anders gestaltet, worüber er glaub ich ganz froh ist. Sein „Backofen“ ist jetzt leer, da ich seine Töpfe in eine separate Kiste gepackt habe, die direkt unter der Küche zu finden ist. Ob er jetzt öfters mit der Küche spielt, wage ich allerdings zu bezweifeln.

Weitere Pläne fürs Schlafzimmer

Mit der Umgestaltung ist das Schlafzimmer jetzt erstmal für eine Weile versorgt. Sobald der Frühling den Weg nach Deutschland findet, werde ich noch ein paar Winterklamotten aussortieren und wieder etwas Platz schaffen.

Danach ist wahrscheinlich die größte Umstellung die, die wir vornehmen müssen, wenn Nepo sein Rückzugsgebiet benötigt und wir ins Wohnzimmer ausziehen müssen. Die Suche nach einer größeren Wohnung ist für uns aktuell keine Option, denn größere Wohnung bedeutet mehr Miete, bedeutet höher Fixkosten und damit eine höhere Wahrscheinlichkeit in irgendwelchen Hamsterrädern festzusitzen.

Doch über diesen „Auszug“ mache ich mir aktuell keine Gedanken, denn das kommt früh genug. Ich selbst muss jetzt erstmal die Baustelle „Bad“ anpacken, denn da ist wirklich Handlungsbedarf erforderlich.

Wie seht ihr das? Ab wann braucht Nepo seine Privatsphäre in Form eines eigenen Zimmers? Ist es im Alter von drei Jahren zu spät oder vielleicht zu früh?

20Feb/16

Minimalismus: So wird aus einem Verpackungskarton ein Spielteppich

Nachdem ich am heutigen Vormittag meine Mami Auszeit hatte, gehörte der Nachmittag Nepo und dem Malen der Strassenlandschaft für Nepo.

Man nehme einen alten Verpackungskarton. In unserem Fall war das der Karton, in dem letzten Samstag Nepos Lattenrost geliefert wurde.

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Dann überlegt man sich grob, wie das Stadt-Land-Gemälde aussehen soll und schon kann es losgehen.

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Was die Stifte anbelangt, so habe ich einfach die Stabilo Stifte genommen, die Nepo von einer Freundin zum ersten Geburtstag geschenkt bekommen hat. Wir nutzen die Stifte immer, weil sie sich wunderbar wieder vom Laminat abwischen lassen. Eine Eigenschaft, die ich in den letzten Wochen sehr zu schätzen gelernt habe.

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Nepo konnte es gar nicht abwarten und hat schon mal die eine oder andere bemalte Stelle eingenommen. Ab und an hat er mit den Stiften auch selbst Hand angelegt, aber das viel in dem bunten Ergebnis irgendwie gar nicht auf.

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Das tolle an dem „Spielteppich“ oder dem „Spielkarton“: Abends klappen wir ihn einfach zusammen, die Tiere bleiben drin und ab geht es damit unter die Couch. Morgen holen wir es wieder hervor und können einfach weiterspielen, vielleicht sogar mit unserer super tollen Parkgarage.

Sollte Nepo irgendwann keinen Bock mehr auf diese Stadt haben, dann fällt das „entsorgen“ auch nicht mehr so schwer.

 

16Feb/16

Minimalismus: Die kindersichere Aufbewahrung von Putz- und Drogeriemitteln

Wir sind Minimalisten und leben in einer 66 Quadratmeter Wohnung in München. Obwohl wir immer überlegt einkaufen, so gibt es doch Phasen, da kommt mehr in die Wohnung rein, als wir verbrauchen können. Aktuell durchleben wir wieder so eine Phase und das hat zwei Gründe:

  1. Die Auflösung meiner Wohnung im Dezember 2015 hat eine Fülle an Putz- und Drogeriemitteln in unser Bad gespült
  2. Haben wir entdeckt, wie leicht es ist Spülmittel, Waschmittel, Gesichtsreiniger oder Deo selbst zu produzieren. Das bedeutet aber leider auch, dass wir jetzt viele Packungen Natron, Kernseife, Essig oder Zitronensäure zuhause haben

Der wichtigste Grund aber für meine Überlegung, wie ich vor allem unsere Putzmittel verstauen kann, ist die Frage nach der Kindersicherheit. Wir haben hier zuhause eine „open door policy“, das heißt jeder kann überall rein und hin. Das gilt auch für unseren Sohn. Bis auf die Sicherung der Steckdosen haben wir keine weiteren Vorsichtsmaßnahmen getroffen und werden das in naher Zukunft auch nicht tun. Er kann jede Schranktür öffnen und ist das nun gewohnt. Leider gehören dazu auch die Schranktür unter der Spüle mit Spülmittel, Tabs und Salz, sowie der Schrank im Bad, in dem wir jede Art von Putzmaterial aufbewahren.

Nun kommt neben der Kindersicherheit noch der Platz dazu. Aktuell fliegt alles irgendwie im Schrank herum, keiner weiß genau wo was ist. Damit wir hier endlich eine Struktur haben, muss ich alles umpacken.

Bild_Aufbewahrung Putzmittel

Quelle: Pinterest

Die perfekte Lösung für mich sind Plastikboxen, die ich mir online bei Hellweg rausgesucht habe. Zwar haben wir bereits Boxen von Muji, aber die reichen nicht aus. Die sind zu klein und offen. Ich brauche große Boxen und vor allem brauche ich verschließbare, durchsichtige Boxen.

Geplant habe ich für das Bad zwei Boxen und für die Küche eine Box. Ich werde diese Box mit dem 12 Liter Fassungsvermögen nutzen und die Reinigungsmittel wie folgt aufteilen:

Box in der Küche wird die Spülutensilien und die Produkte, die wir für die Herstellung von Reinigungs- und Pflegeprodukten beinhalten.

Im Bad gibt es eine Box in der ich die Waschmittel nebst Gallseife aufbewahre. Weichspüler haben wir mit dem selbstgemachten Waschmittel ja schon gar nicht mehr. Die andere Box werde ich für die Putzmittel verwenden.

Die Boxen sind durchsichtig, was für mich sehr wichtig ist, damit ich auf einen Blick sehe, was drin ist. Zudem gehe ich davon aus, dass der Deckel aktuell noch nicht von Nepo geöffnet werden kann. Bisher schafft er mit Glück die Schraubverschlüsse. Aber auch nur die von den Ölflaschen. 😉

Jetzt könnte man natürlich fragen, warum ich das online bestelle. Tja, leider sind wir doch sehr exzessive Online Besteller:

  • weil mein Freund unter der Woche bis abends arbeitet und wir samstags nicht gerne unsere Zeit in Bau- oder Möbelmärkten verbringen
  • weil ich unter der Woche allein bin,
  • weil mein Sohn mit seinen 18 Monaten noch nicht so Lust hat ins vierte OG zu laufen,
  • weil ich nicht weiß, wie ich die Boxen mit Kinderwagen nach Hause transportieren soll
  • weil ich gesehen habe, dass die Familie unter uns mittlerweile auch ihre Nahrungsmittel online bestellen und liefern lassen
  • und zu guter Letzte: Diese Kisten gibt es in unserem Baumarkt nicht, jedenfalls nicht in der Beschaffenheit.

Wir kaufen viel online, aber noch mehr kaufen wir hier vor Ort, nämlich alles was mit Nahrung, Drogerie oder Putzmittel zu tun hat. Zudem würde ich Nepos Laufschuhe nie online bestellen, weil wir nur vor Ort so eine tolle Beratung bekommen. Kleidung für Nepo kaufen wir auch in lokalen Geschäften bzw. noch mehr in den Flohmärkten, die hier regelmäßig stattfinden.

Nein, ich fühle mich nicht schlecht, weil ich die Boxen online bestelle. Sie sind perfekt und ich freue mich schon sehr darauf. 🙂