Category Archives: Das 1. Babyjahr

05Feb/15

Die Taufe nimmt Form an

Schon vor der Geburt haben wir beschlossen, dass Nepomuk getauft werden soll. Es gab keinen bestimmten Grund, sondern war eher ein Bauchgefühl. Es klingt vielleicht doof, aber ich fühle mich besser und vollkommener, wenn der Kleine Gottes Segen hat. Ich muss dazu sagen, dass ich nicht sehr gläubig bin und mein Leben auch nicht an der Bibel ausrichte, doch glaube ich, dass etwas existiert, dass weder wir noch irgendwelche Wissenschaftler erklären können. Schon oft im Leben hatte ich das Gefühl, dass Ehrgeiz und Fleiß allein einen nicht weiter bringen, sondern auch das richtige Timing und die richtigen Leute dazugehören.

Wir lassen Nepomuk in einer evangelischen Kirche taufen und entscheiden uns damit dafür, dass er die evangelisch-christlichen Werte vermittelt bekommt. Auch wenn der Papa katholisch ist, so finde ich die katholische Kirche weltfremd und selbstgefällig.

Am Montag hatten wir das Taufgespräch. Da es meine erste Taufe ist, wusste ich nicht so recht was auf mich zukommt. Natürlich habe ich im Internet recherchiert, aber das gibt einem ja noch nicht die Sicherheit der Erfahrung. Wir haben zwar noch über einen Monat Zeit, aber ich bin jemand, der zeitnah gern alles in trockenen Tüchern haben möchte.

Der Pfarrer der Nepomuk am 07. März taufen wird, ist nicht der Pfarrer, bei dem ich wieder in die Kirche eingetreten bin, sondern ein Kollege von ihm, den ich bisher noch nicht kannte. Alles in allem ist er ein netter Mann.

Vom Taufspruch und dem Ablauf der Taufe

Sonntag haben wir uns bereits auf einen Taufspruch geeinigt und uns für einen Top-Taufsprüche entschieden. Es ist quasi der Ben unter den Taufsprüchen, aber ich finde er passt wunderbar auf ein Baby und klingt nicht übermäßig christlich:

„Gott hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen“

(Psalm 91,11)

Generell wird die Taufe sehr familiär und nicht übermäßig zelebriert. Bisher ist Nepomuk der einzige, der am 07. März getauft wird, sodass der Pfarrer sich entschieden hat, dass wir in einem Stuhlkreis um das Taufbecken sitzen werden. Er will damit vermeiden, dass wir zu verloren im Kirchenschiff sitzen. Für mich ist das absolut in Ordnung, denn ich fände nichts schlimmer, als unnötiger Abstand und das Gefühl des „Verlorensein“.

Nepomuk wird nur einen Paten haben und das ist mein Bruder und damit sein Onkel. Meine Schwester wurde vom Pfarrer als Patin abgelehnt, da sie nicht in der Kirche ist. Ich kann nicht sagen, ob mein Bruder ein guter Pate wird, denn bisher hat er weder Nepomuk gesehen, noch sich großartig für ihn interessiert. Ich werde auf jeden Fall einfordern, dass er ihm zu seinem Geburtstag eine Karte schreibt. Das ist das mindeste, was ich von einem Paten verlangen kann.

Ich finde die Handhabe, dass nur Kirchenmitglieder Paten werden dürfen dumm, denn es gibt sicher einige Menschen, die als Paten besser gepasst hätten, aber leider nicht in der Kirche oder Mitglied in der katholischen Kirche sind.

Mein Bruder ist schon ganz aufgeregt, aber ich konnte ihn beruhigen. Während des Taufaktes werde ich Nepomuk auf dem Arm halten, da er sich dann etwas sicherer fühlt. Wobei ich glaube, dass es den Kleinen wohl nicht die Bohne juckt, ob da jetzt Wasser über den Kopf läuft oder nicht. Der Pfarrer hatte es ganz wichtig zu sagen, dass das Wasser im Taufbecken warm ist. Ich bin gespannt.

Wie jeder Täufling wird auch Nepomuk ein Taufkleid tragen. Dieses Taufkleid hat in unserer Familie Tradition, denn sowohl meine Schwester, als auch ich und mein Bruder wurden in diesem Kleid schon getauft. Meine Eltern sind mächtig stolz, dass ihr erster und bisher einziger Enkel diese Tradition fortsetzt.

Auch sonst laufen alle Vorbereitungen auf Hochtouren: Das Restaurant für das gemeinsame Mittagessen ist reserviert, die Taufkerze über Dawanda bestellt. Aus Spaß, ein teurer Spaß, habe ich individualisierte M&Ms drucken lassen. Auf der einen Linse ist das Foto von Nepomuk, auf der anderen das Taufdatum.

Im Nachgang zum Restaurantbesuch werden wir zuhause noch gemütlich Kaffee trinken. Meinen Vater, der leidenschaftlich gern Torten macht, habe ich schon für eine Torte beauftragt. Meine Mutter wird einen Kuchen backen und ich werde den Kokskuchen und das Tiramisu aus dem Buch „Rawsoulfood“ vorbereiten.

Ich freue mich schon auf die Taufe, denn es wird ein wirklich feierlicher Akt. Und ich denke es stört auch nicht, wenn Nepomuk dann schon sieben Monate alt sein wird.

Zur Verabschiedung hat uns der Pfarrer noch ein kleines Lämmlein mitgegeben, dass natürlich schon seinen Platz auf der Spielwiese gefunden hat.

02Feb/15

Unser erstes Babyschwimmen

Vergangenen Dienstag war es endlich soweit: Nepomuk und ich haben es endlich zum Babyschwimmen geschafft. Schon in der Schwangerschaft habe ich mich sehr auf das gemeinsame Schwimmen gefreut, dann war der Kleine da und irgendwie ist das immer hinten runtergefallen.

Nepo und ich beim BabyschwimmenIch gebe auch offen zu, dass meine körperliche Verfassung nicht ganz unschuldig war, dass ich es immer nach hinten geschoben habe. Jetzt, durch die Vegan For Fit Challenge habe ich nicht nur die Energie, sondern auch das Selbstvertrauen im Bikini in das Schwimmbad zu gehen. Ausserdem sind ja auch noch andere Muttis da und nicht alle haben wie Heidi Klum oder Gwen Stefani nach gefühlt drei Wochen wieder einen super flachen Bauch. Aber das nur so am Rande, zurück zum eigentlichen Thema: Dem Babyschwimmen.

Das Michaelibad ist nur drei U-Bahn-Haltestellen von uns entfernt und auch zu Fuß wäre das Bad gut zu erreichen. Da wir aber den Kurs um 10:00 Uhr mitmachen wollten, war es geschickter die U-Bahn zu nehmen. Ich habe mit anderen Müttern gesprochen und die meinten, dass es ein Riesending sein und super umständlich mit der MaxiCosi Babyschale in die Umkleide, dann zum Schwimmbecken und dann nach dem Schwimmen wieder alles zusammen packen und Baby trocknen und sich selbst umziehen. Und man dürfte jaaaa nicht zu spät zum Kurs kommen, weil nur 10 Mütter teilnehmen und wenn man zu spät kommt, würde man wieder nach Hause geschickt.

Was nicht passt, wird passend gemacht

Ich kann nur sagen: BULLSHIT. Natürlich ist es umständlich mit einem Baby und der Babyschale bzw. bei mir die Babywanne, die ja nochmal viel größer ist, aber alles ist machbar. Den Kinderwagen kann man im Kassenbereich abstellen, die Umkleiden sind nicht weit entfernt. Zudem gibt es Familienumkleiden, dort habe ich mich mit Nepomuk am Dienstag umgezogen. Die ist so groß, dass ich die Babywanne super einfach hinstellen konnte. Gegenüber der Kabine waren auch schon die Schließfächer. Nachdem ich mich umgezogen hatte, konnte ich in Ruhe meine Sachen aus der Kabine in das Schließfach räumen ohne Nepomuk aus den Augen zu lassen. Den ganzen Morgen wollte er nichts essen und hatte natürlich um 09:30 Uhr in der Umkleide Hunger, der kleine Fratz. Da die Umkleide so geräumig war und unser Kurs erst um 10 Uhr beginnen sollte, konnte ich ihn in Ruhe füttern.

Nachdem er dann gesättigt war, sind wir beide Richtung Schwimmbad gegangen. Naja, eigentlich bin nur ich gegangen. Der Herr lag in seiner Wanne wie in einer Senfte und ich hatte das Gefühl, dass er nochmal fünf Kilo schwerer geworden ist. Lag aber sicher nur an der hohen Luftfeuchtigkeit, durch die sich der Stoff der Babywanne mit Feuchtigkeit vollgesogen hat und somit immer schwerer wurde. 🙂

Ich hatte mir das mit dem Babyschwimmen irgendwie anders vorgestellt: Das ca. 20 Mamas im Becken mit dem Baby planschen und die Kursleiterin außen steht und Instruktionen gibt. Doch das war hier nicht so und ist wahrscheinlich nirgends so, denn die Kursleiterin war natürlich mit ihm Becken und betreute die Mamas und Babies des 09:30 Uhr Kurses. Da wir zu früh dran waren, konnte ich schon mal schauen, was in dem Kurs alles so gemacht wurde. Für Nepomuk waren die anderen Leute außerhalb des Beckens viel interessanter. Da er sehr kritisch geschaut hat, was wohl auch auf seine Müdigkeit zurückzuführen war, bin ich mit ihm noch etwas durchs Schwimmbad gelaufen, bevor es wieder Richtung Babybecken ging.

Endlich Wasser

Um 09:55 Uhr versammelten sich die ersten Muttis auf die Stufen der Treppe, die ins Babybecken führte. Dort ließen sie die Kleinen schon mal im Wasser stehen oder planschten mit ihnen. Da es für mich das erste Babyschwimmen war und ich Nepomuk auch an das Wasser gewöhnen wollte, setzten wir uns auch auf die Stufen. So richtig erfreut war der kleine Matz aber nicht, als ich ihn ins Wasser setzte. Ich war etwas überrascht, dass das Wasser doch relativ kalt war. Ich hatte irgendwie Badewannen-Temperatur erwartet. 🙂

Um 10:00 Uhr ging es dann los mit dem Kurs. Die anderen Mütter waren nun auch alle da und die Kursleiterin sammelte die gelben Bändchen, die man an der Kasse für das Babyschwimmen erhalten hatte, ein. Als erstes stellten wir uns im Kreis auf und die Leiterin erklärte uns kurz den Ablauf des Babyschwimmens. Zur Begrüßung und Auflockerung sangen wir ein Lied bei dem jede Mutter bei einer bestimmten Liedpassage den Namen ihres Kindes sagen musste. Nach dem Singen ging es ans Schwimmen. Mit Hilfe von Gummienten und Gummifischen sollten die Kleinen animiert werden, sich im Wasser zu entspannen. Nepomuk war so in das Fangen der Quietscheente vertieft, dass ich Mühe hatte ihn zu halten. Aber alles ging gut und die Leiterin war ja auch immer da. Dann bekamen wir für unser Baby eine Art Mini-Surfbrett, wo ich den Kleinen mit dem Oberkörper auflegen sollte. Die Beine blieben im Wasser damit er ordentlich strampeln konnte. So schob ich ihn erst durchs Wasser, dann kam die Trainerin und zeigte mir, dass der Kleine auch gezogen werden konnte. Also hielt ich ihn statt unter den Achseln nur noch an den Oberarmen und zog ihn durchs Wasser. Und was macht Nepomuk: Er gähnte die ganze Zeit und schaute überall hin nur nicht zu mir.

Nach dem wir gefühlt 500 Runden mit dem Surfbrett zurückgelegt hatten, nahm uns die Kursleiterin die Bretter wieder ab, bat uns die Babies auf den Bauch zu legen und sie unter den Achseln haltend hinter uns herzuziehen. Sie fühlte in der Zwischenzeit zwei Gießkannen auf und wir mussten mit den Babies durch den Wasserstrahl schwimmen, sodass die Kinder eine Dusche bekamen. Das erste Mal hat Nepomuk nur schockiert geschaut, das zweite Mal war es dann vorbei und er schrie, was ich eigentlich so nicht von ihm kannte. Wenn er mit dem Papa in der Wanne sitzt, wringe ich ja auch den Waschlappen über seinem Kopf aus und er wird quasi geduscht.

Nachdem ich ihn aber aus dem Wasser gehoben hatte, beruhigte er sich schnell wieder. Nach der Aufregung kam erstmal Entspannung in Form von Floating. Wir ließen die Babies auf dem Rücken durchs Wasser gleiten. Die Leiterin meinte, dass es nicht so schlimm ist, wenn die Ohren ins Wasser kommen würden. Floating hat Nepomuk auf jeden Fall super gefallen und er konnte sich etwas entspannen.

Doch dann kam schon die nächste Herausforderung: Das Tauchen. Die Trainerin ging reihum, hob jedes Baby zweimal in die Luft und tauchte beim dritten Mal das Baby mit dem Kopf zuerst ins Wasser und ließ es dann zur Mutter gleiten. Babies, die das zum ersten Mal machten, hielt sie die ganze Zeit. Die erfahrenen Babies ließ sie los, wenn die Mama damit einverstanden war. Wir standen ziemlich in der Mitte, sodass Nepomuk sechs Babys beim Tauchen zugeschaut hat, bis er an der Reihe war.

Da es für uns beide das erste Mal war, klärte uns die Trainerin auf. Mir sagte sie, dass ich dem Kleinen immer zulachen soll und ihm das Gefühl geben muss, dass alles gut ist. Ich habe sie bei den anderen Kindern beobachtet und hatte ein Urvertrauen in sie. Ich wusste, dass sie ihren Job gut macht und diese Sicherheit habe ich Nepomuk vermittelt. Als sie ihn untertauchte und zu mir rüberschob war ich schon begeistert. Als Nepomuk auftauchte, schaute er sehr verdutzt, aber da ich lachen musste, vergaß er wohl zu weinen und war einfach nur überrascht.

Zum Schluß haben wir noch den Gassenhauer „Alle Leut gehen jetzt nach Hause“ gesungen. Die halbe Stunde ging so schnell vorüber und hat den Kleinen so platt gemacht, dass er schon in der Umkleide so tief und fest geschlafen hat, dass ihn gar nichts mehr gestört hat. Als ich nach der Stunde aus dem Becken gestiegen bin, war ich genauso platt wie Nepomuk. Wenn du 30 Minuten immer mit angewinkelten Beinen läufst und die ganze Zeit die Arme ausstreckst, dann geht das schon in die Knochen. Ich hatte beim Verlassen des Beckens das Gefühl, ich hätte noch einen nassen Sack umgebunden, der mich nach unten zieht.

Als wir wieder umgezogen waren und das Hallenbad verließen, hatte ich so einen Kohldampf, dass ich erstmal zum nächsten Supermarkt stürmen musste und mir eine Banane holte. Danach sind wir glücklich und zufrieden nach Hause gegangen. Nepomuk hat die ganze Zeit geschlafen und ich war fertig, aber so froh, dass wir es endlich zum Babyschwimmen geschafft haben.

Mein Fazit zum Babyschwimmen

Ich werde auf jeden Fall am Dienstag mit Nepomuk wieder hingehen. Das Babyschwimmen macht uns beiden wirklich Spaß und wir geniessen die Zeit zusammen sehr. Ich kann nur jedem empfehlen, das auch mal auszuprobieren. 🙂

Wer nun Lust aufs Babyschwimmen im Michaelibad bekommen hat:

  • Für Babies im Alter von 3 bis 6 Monaten gibt es jeden Dienstag um 09:00, 09:30 und 10:00 offene Kurse an denen man teilnehmen kann.
  • Für Babies im Alter von 6 bis 12 Monaten gibt es ebenfalls Dienstag um 10:30, 11:00 und 11:30 Uhr offene Kurse.
  • Kosten fürs Baby: 4,40 EUR, Kosten für den Erwachsenen: 3,00 EUR für 1,5 h Stunden

 

 

30Jan/15

Friede der Milchflasche! Krieg dem Babybrei!

Das die Einführung der Beikost mit etwas Aufwand verbunden ist, war selbst mir bewusst. Wie schwer es aber sein kann, so einen Plastiklöffel mit samt dem Babybrei im Mund eines knapp sechs Monate alten Babys zu platzieren, das hat mich dann doch überrascht.

Schon in der Vorweihnachtszeit haben wir einen ersten Versuch gestartet Nepomuk für Karotten zu begeistern und sind kläglich gescheitert. Da er zu diesem Zeitpunkt noch keine fünf Monate alt war, haben wir die Sache wieder ad acta gelegt.

Hoch lebe der Pastinakenbrei

Babybrei sucks

Babybrei sucks

Vor gut einer Woche haben wir wieder begonnen – diesmal mit Pastinake. Denn das ist aktuell wohl der „In Brei“ schlechthin. Da ich für mein Sushi eh viel zu viel Pastinake gekauft habe, habe ich leckere Pastinake gemacht.

Für uns als Eltern war es ein Happening, weswegen wir das Füttern des Pastinakenbrei auch auf abends gelegt haben, damit der Papa dabei sein kann. Füttern schein Männersache zu werden, denn der Papa wollte nicht nur zuschauen, sondern hat gleich selbst Hand angelegt. Trotz des väterlichen Engagements ist die Hälfte des Breis wieder postwendend rausgekommen.

Nun wird Nepomuk nächste Woche sechs Monate alt und ist nicht gerade unterernährt, weswegen ich noch keine Panik schiebe, wenn er noch nicht auf Beikost eingestellt ist. Ein sicheres Zeichen dafür, dass er schon für Brei bereit ist, soll ja das gierige Zuschauen sein, wenn die Erwachsenen essen.

Ehrlicherweise ist das bei Nepomuk leider noch nicht der Fall. Das einzige was er mir oder dem Papa neidet ist die Tasse aus der wir am Tisch Tee oder Kaffee trinken. Da fangen dann plötzlich die kleinen Speckärmchen an zu rotieren. Essen an sich wirkt auf ihn noch keine Faszination aus.

Nieder mit dem Kürbisbrei

Nachdem Pastinaken eher weniger gut ankamen, habe ich mich diese Woche für Kürbis entschieden. Geschmacklich hat der für mich die Pastinaken noch getoppt. Für Nepomuk war die Idee mit dem Kürbis dann eher von der Kategorie „Kannste schon machen, aber ist dann eben Kacke“. Heute ist Freitag und bis dato konnte ich ihn nicht bewegen auch nur einen klitzekleinen Löffel vom leckeren Kürbisbrei zu kosten. Ich werde morgen wieder auf Pastinake umsteigen, denn im Vergleich zum Kürbis sind die Pastinaken weggegangen wie warme Semmeln.

Ich habe mir mittlerweile viele Informationen zusammengesucht und letztendlich ist es wie eine Diät oder eine Ernährungsweise. Die einen loben Karotten, die anderen verteufeln sind. Es gibt Leute die sagen Zucchini und Fenchel gehen, anderes sagen „Bloß nicht“. Nur in einem sind sich die Leute einig: Das man nicht mit Obst beginnen sollte, da das Baby dann nur noch süßes will. Wie in allen Belangen rund ums Kind müssen die Eltern eben selbst einen Weg finden und sich ihrem Kind anpassen.

Für uns liegt noch ein langer Weg zum vollständigen Umstellen auf Babybrei. Ich denke bisher fährt Nepomuk ganz gut mit Aptamil. Aber ich freue mich natürlich schon auf den Moment an dem ich ihm die Plörre nicht mehr geben muss. 🙂

Rezepte die wir bisher ausprobiert haben:

Karottenbrei

  • 2 – 3 Biomöhren (wichtig Bio wegen dem Nitrat)
  • 30 ml Wasser
  • 1 Schuss Öl (wir verwenden Beikostöl von Alnatura)

Pastinakenbrei

  • 150 Gramm Pastinaken
  • 30 ml Wasser
  • 1 Schuss Öl (wir verwenden Beikostöl von Alnatura)

Kürbisbrei

  • 100 Gramm Kürbisfleisch (idealerweise Hokkaido)
  • 50 ml Wasser
  • 1 Schuss Öl (wir verwenden Beikostöl von Alnatura)

Ich koche immer auf Vorrat und gefriere den Rest immer in einem Eiswürfelbehälter ein, damit ich es die nächsten Tage portionieren kann. Das Beikostöl übrigens immer nach dem Erhitzen an den Brei kommt, musste mir auch erstmal gesagt werden.

25Jan/15

Mein Fazit zum PEKiP Kurs

Am Freitag hatten wir unseren letzten PEKiP-Kurs in der Fabi in Neuperlach. Mit hohen Erwartungen bin ich am 06. November gestartet, mit gemischten Gefühlen bin ich am 23. Januar mit Nepomuk aus der letzten Stunde rausgegangen. Da ich mich schon in meinem früheren Blog zu dem PEKiP Kurs geäußert habe und dann eine etwas emotionale Mail einer PEKiP Gruppenleiterin erhalten habe, gehe ich heute mal etwas behutsamer vor.

Ich denke es ist nur fair den Kurs sachlich zu bewerten und das geht am besten, wenn ich mich an den Inhalten orientiere, die ich in der Kursbeschreibung der Gabi gefunden habe. Da unser Kurs nicht mehr online verfügbar ist, habe ich einen anderen Anfängerkurs gewählt. Der Inhalt ist der gleiche, nur das Datum ist eben anders:

  • das Baby in seiner momentanen Situation und seiner Entwicklung wahrzunehmen, zu begleiten und zu unterstützen 
  • dem Baby Kontakte zu Gleichaltrigen zu ermöglichen 
  • die Beziehung zwischen dem Baby und Mutter oder Vater zu stärken 
  • den Austausch mit anderen Eltern in ähnlicher Situation anzuregen

Ich gehe jetzt die Punkte nacheinander durch und fange mit dem ersten Punkt an:

das Baby in seiner momentanen Situation und seiner Entwicklung wahrzunehmen, zu begleiten und zu unterstützen“

In unserer Feedbackrunde am Freitag war das der Punkt, der allen Müttern gefehlt hat. Wir haben alle mehr individuelle Betreuung im Kurs erhofft. Dumm nur, dass ich die einzige war, die es vor Wochen angesprochen hat. Damals hat die Ansprache auch etwas gebracht und die nächsten zwei Stunden hat sich die Kursleiterin auch um Nepomuk bemüht, dass hat dann aber wieder nachgelassen. In dem PEKiP-Kurs waren 8 Frauen mit 8 Babys, jede Kurseinheit dauerte 90 Minuten. Ich denke da ist es schon möglich, dass man als Kursleiterin kurz mit jeder Mutter spricht und schaut, wo das Baby jetzt gerade steht bzw. was es noch nicht so gut kann oder wo man aufpassen muss. In unserem Kurs gab es beispielsweise ein Baby, dass mit 5,5 Monaten schon lieber saß, als auf dem Bauch zu liegen. Die Kursleiterin hat das nicht gestört, bis zum letzten Kurstag. Das hatte folgenden Grund: Im vorletzten Kurstag war eine angehende PEKiP-Trainerin zur Hospitanz und diese hat dann wohl nach dem Kurs unsere Kursleiterin angesprochen, dass es nicht sein kann, dass ein 5,5 Monate altes Baby so lange sitzt. Bemerkenswert fand ich aber, das unsere Kursleiterin das der Mutter in der letzten Stunde auch so mitgegeben hat.

Die Stunden waren generell so aufgebaut, dass es wenig Moderation oder Eingriffe von der Kursleiterin gab. Meistens war es so, dass in der Mitte des Raumes Spielzeug lag, sich jede Mutter ein Spielzeug genommen hat und das dem Kind gegeben hat. Mal hat man das eine probiert, mal das andere. Es wäre schön gewesen, wenn uns die Kursleiterin mehr an die Hand genommen hätte. So war es manchmal eher ein offener Babytreff, wo sich Frauen einfach nur treffen und die Babys sich mit dem Spielzeug oder bestenfalls miteinander beschäftigen.

Fazit: Da sich die Kursleiterin nach meinem Feedback intensiver mit Nepomuk beschäftigt hat, kann ich nicht sagen, dass dieser Punkt gar nicht erfüllt wurde. Trotzdem wäre hier noch viel Luft nach oben gewesen, was die individuelle Betreuung anbelangt. Das haben die anderen Mütter auch mit ihrem Feedback bestätigt.

Kommen wir zum nächsten Punkt:

„dem Baby Kontakte zu Gleichaltrigen zu ermöglichen“

Hier muss ich sagen, dass der Punkt auf jeden Fall erfüllt wurde. Ich hatte zwar am Anfang gedacht, die Babys liegen die ganzen 90 Minuten eng beieinander, aber so, wie es die Kursleiterin gehandhabt hat, dass nämlich die Babys nur eine bestimmte Zeit wirklich nebeneinander lagen, fand ich es letztendlich auch okay. Zumal Nepomuk nicht immer den Eindruck gemacht hat, als ob er Bock auf die anderen Kinder hatte.

Fazit: Hier kann ich sagen, dass meine Erwartungen voll erfüllt wurden sind.

Der dritte Punkt:

„die Beziehung zwischen dem Baby und Mutter oder Vater zu stärken“

Vielleicht ist es ein Kompliment, dass die Kursleiterin uns hier nicht stärker in die Pflicht genommen hat. Am Ende des Kurses hat sie uns das Feedback gegeben, dass wir sehr gut mit unseren Babies umgehen und gute emphatische Fähigkeiten haben, sodass sie nirgends eingreifen musste.

Fazit: Ich glaube ich wäre pissed gewesen, wenn sie mir jede Stunde gesagt hätte, wie ich meinem Baby jetzt näher kommen könnte. Somit war dieser Punkt für mich eigentlich in Ordnung.

Und zu guter Letzt:

„den Austausch mit anderen Eltern in ähnlicher Situation anzuregen“

Das war auf jeden Fall gegeben. Der Austausch mit den Müttern, die bis auf eine, alle das erste Mal Mutter geworden sind, war auf jeden Fall gut. Auch wenn es manchmal merkwürdig war, wenn eine Mutter immer aus irgendwelchen Ratgebern zitiert hat ohne praktische Erfahrungen zu haben. Das mag vielleicht gut gemeint gewesen zu sein, aber die Mutter, die sich die Ratschläge anhören musste, fühlte sich sichtlich unwohl.

Ich fand es auch toll, dass einige von uns nach der Stunde immer noch gemeinsam Kaffee trinken waren und nun auch eine WhatsApp Gruppe gegründet haben.

Fazit: Es war eine tolle Zeit und ich habe mich gefreut andere Mütter, die in einer ähnlichen Situation wie ich waren, kennengelernt zu haben.

Ein Punkt, der mir besonders gut gefallen hat, aber nicht im Zusammenhang mit der Kursleiterin steht: Die Ideen für die Spielsachen. Ich finde es super, was man aus einfachen Materialien für tolle Sachen basteln kann. Nach Anregung im PEKiP Kurs habe ich zuhause eine alte Chipstüte in einen Frühstücksbeutel gesteckt und zugeknotet. Nepomuk liebt dieses einfache Spielzeug und spielt nun schon seit Wochen jeden Tag damit.

Obwohl ich bis zur letzten Stunde überzeugt gewesen bin, keinen weiteren PEKiP Kurs zu besuchen, habe ich mich nun für einen Folgekurs angemeldet. In der gleichen Einrichtung, aber mit einer anderen Kursleiterin. Für uns beginnt der Fortsetzungskurs am 27.2., wenn ich noch einen Platz bekomme. Ich denke, dass PEKiP schon Sinn macht, finde es aber schade, dass es bei der Qualität der Kurse solche Schwankungen gibt. Wir freuen uns schon sehr auf den Kurs, zumal zwei andere Muttis aus dem alten Kurs wieder mit dabei sind. Von 8 Müttern machen nur drei den Kurs bei der alten Kursleiterin weiter. Drei gehen zu einer neuen Kursleiterin und zwei hören ganz auf bzw. machen FenKid.