Buchempfehlung: Vegan For Fit

Nach dem ich in einem früheren Blogbeitrag schon einmal über meine Vegan For Fit Challenge geschrieben habe, möchte ich nun näher auf das Buch „Vegan For Fit“ eingehen.

Aufmachung des Buches

Rezepte aus Vegan For FitDas Buch habe ich mir schon im Sommer 2014 gekauft, weil ich während der Schwangerschaft so gar keine Lust auf Fleisch und Fisch hatte. Hochschwanger im Mutterschutz hatte ich dann Zeit einige Gerichte aus dem Buch auszuprobieren und war sehr begeistert.

Das Buch „Vegan For Fit“ macht auf den ersten Blick durch sein Hardcover einen hochwertigen Eindruck. Dieser Eindruck bestätigt sich, wenn man das Buch durchblättert. Die Bilder zu den Rezepten sind meiner Meinung nach spitzenmäßig und machen Lust aufs Kochen.

Das Buch umfasst zudem ein separates Heft in dem 40 Teilnehmer der Vegan For Fit Challenge über sich und ihre Erfolge berichten. Für mich waren diese Infos und die YouTube Videos, die ich im Internet gefunden habe, Ansporn genug, es auch mal selbst zu probieren.

Zum Anschauen ist das Buch super, zum Einkaufen eher nicht, es ist doch sehr schwer. Aber dafür hat Attila Hildmann ja eine App auf den Markt gebracht, mit der das Einkaufen super einfach ist. Bevor ich weiter auf den Inhalt und die Rezepte eingehen möchte, hier nochmal die Rahmendaten des Buches:

  • Preis: 29,95 EUR
  • Seiten: 263
  • Maße: 24,5 x 2,7 x 29 cm

Das Buch gibt es als Hardcover oder als Kindle Edition. Ich würde bei Kochbüchern aber immer das Hardcover vorziehen. Aber das ist meine Meinung. 🙂

Grund und Start für die Challenge

Richtig begonnen habe ich mit der Vegan For Fit Challenge am 01.01.2015. Ich hatte in der Vorweihnachtszeit zu viel Junk Food und Süßigkeiten gegessen und fühlte mich in meinem Körper einfach unwohl. Mein Körper war aufgedunsen und ich ständig müde. Da ich ab 01. Januar sowieso vegan leben wollte, entschied ich mich für den Einstieg für die Challenge. 30 Tage schienen mir kurz genug, um mal was neues auszuprobieren und lang genug, um fit zu werden.

Das ich die ersten 30 Tage nicht nur vegan, sondern auch gleichzeitig ohne Zucker, Weißmehl, Kaffee und Alkohol leben sollte, war für mich eine spannende Herausforderung. Gerade beim Verzicht auf Weißmehl war ich skeptisch und befürchtete schlimmste Heißhungerattacken, die mich schon seit Jahren verfolgen.

Vorbereitung ist alles

Das Buch holte auch mich als Nicht-Veganer super schnell ab. Der Autor Attila Hildmann gibt viel Wissen und Hintergrundinfos zum Start mit. Ich habe mich zum Beispiel immer gefragt, warum es im Alnatura ein extra Schild mit der Aufschrift „Superfonds“ gibt und von Matcha hatte ich sowieso keine Ahnung.

Der erste Einkauf war dann aber gar nicht so anstrengend und dank der Tatsache, dass ich in München wohne und mein Viertel über ausreichend Bioläden verfügt, konnte ich alles für die ersten Tage kaufen. Ehrlicherweise muss man sagen, dass die Basis mit Matcha, Mandelmus, Cashewmus oder Agavendicksaft doch teurer ist, als die Lebensmittel im Discounter. Dafür habe ich dann das Obst und Gemüse bei Lidl oder Edeka gekauft.

Die Rezepte

Da ich vorher kaum gekocht habe, kann ich nicht sagen, ob die Rezepte im Vergleich zu normalen „Fleischgerichten“ leichter oder komplizierter waren. Für mich selbst waren sie super einfach. Jedes Rezept ist super erklärt und seit neuestem gibt es eine App, wo man sein Buch freischalten kann und dort die Mengenangaben eines Rezeptes hoch- oder runter rechnen kann. Für mich war die App ein Segen, denn ich musste für meine Eltern, die zu Besuch waren mitkochen und das immer im Buch hochzurechnen war mir zu kompliziert.

Die Rezepte sind in zwei Kategorien eingeteilt:

  • Rezepte der Stufe 1 sind die Gerichte, die man bis 19:00 Uhr essen kann.
  • Rezepte der Stufe 2 sind alle Gerichte, die man nur bis 16:00 Uhr essen sollte, wenn man Gewicht verlieren möchte.

Ich selbst habe in den 30 Tagen nur Rezepte der Stufe 1 gekocht und muss sagen, dass die gut gesättigt haben. Die Rezepte sind so gestaltet, dass es unmöglich ist, Heißhunger zu bekommen.

Wie in jedem Kochbuch gibt es wohl einfachere und schwerere Gerichte. Ich habe mit den einfachen, wie Zucchini Lasagne oder Low Carb Pizza begonnen. Letztendlich hatte ich aber bei keinem der ausprobierten Rezepte das Gefühl nicht mit der Anleitung klar zu kommen.

Vegan For Fit - Zucchini Lasagne Low Carb Pizza Matcha Shake mit viel Obst Zucchini Spaghetti mit Avocaoda-Basilikum Pesto

Das Equipment

Da in dem Buch alles selbst zubereitet wird, ist es wichtig das passende Equipment zu haben. Folgende Dinge kann ich wirklich jedem empfehlen. Sie erleichtern die Zubereitung der Gerichte ungemein. Auf so teure Sachen wie einen High-End Mixer oder ein Dörrautomat habe ich während der Challenge verzichtet.

Spiralschneider

Wenn ihr die Zucchini Spaghetti, die wirklich sehr geil schmecken, ausprobieren wollt, dann kommt ihr um die Anschaffung eines Spiralschneiders nicht herum. Ich habe mich damals für den Spiralschneider von Lurch entschieden und bin sehr zufrieden damit. Wenn ihr keine Lust mehr auf Zucchini Spaghetti habt, dann könnt ihr mit diesem Gerät auch Rote Beete, Kohlrabi oder Möhren Spaghetti zubereiten.

Zerkleinerer statt Mixer

Zugegeben ich habe mir nie einen Mixer angeschafft, da ich einen Pürierstab hatte. Als ich aber das Low Carb Sushi gemacht habe und dachte beim raspeln der Pastinaken (für den Pastinakenreis) sterben zu müssen. Da ich von dem Sushi begeistert war, aber kein Bock auf das langwierige raspeln hatte, entschied ich mich für einen Zerkleinerer von Moulinex. Der kostet nicht die Welt und ist perfekt für mich. Ich konnte mit ihm schon alles häkseln, auch Datteln oder getrocknete, in Öl gelegte Tomaten schafft er locker. Mittlerweile nutze ich ihn auch für die Zubereitung meiner Mandelmilch und dem Zerkleinern des Babybrei für meinen sieben Monate alten Sohn. Sicher, wenn man einen richtigen Mixer hat, ist das vielleicht kein Vergleich, aber für mich als Einsteiger reicht er bis heute.

Stabmixer

Bei der Challenge bin ich mit einem handelsüblichen Stabmixer von Siemens (300 W) an den Start gegangen und der reicht in Kombination mit dem Zerkleinerer super aus. Für die Zubereitung der Matcha Shakes ist er perfekt.

Küchenwaage

Die Küchenwaage ist bei uns genauso im Dauerbetrieb wie der Moulinex Zerkleinerer. Hier arbeite ich mit einer Low Budget Küchenwaage von Beurer und das reicht vollkommen aus.

Gerade als Neueinsteiger würde ich erstmal langsam mit dem Equipment starten, denn die Gerichte sind so easy, dass die oben genannten Dinge wirklich ausreichen. Zum Start der Challenge hatte ich keinen Dörrautomaten, den brauch man auch gar nicht. Mittlerweile habe ich einen und den liebe ich. Das liegt aber daran, dass ich nun zu 50 % auf Rohkost umgestiegen bin und da ist ein Dörrautomat absolut notwendig, wenn man nicht nur Salat essen möchte. 🙂

Kapitel zu sportlichen Aktivitäten

Attila Hildmann hat im Buch mit dem Kapitel „Der Parcours“ auch Anreize für sportliche Aktivitäten gegeben. Den Parcours habe ich ehrlich gesagt überblättert und bin stattdessen jeden Morgen ins Fitnessstudio gegangen. Wenn du auf so einen Mist wie Zucker oder Weißmehl verzichtest, dann hast du spätestens am 8. Tag einen Energieschub, dass es dir leicht fällt, morgens um 6 Uhr im Studio zu trainieren.

Kapitel zu Superfoods

Dieses Kapitel habe ich verschlungen. Am Anfang war mir zwar nicht klar, was mit Superfoods gemeint ist, aber mittlerweile bin ich ein Fan von Superfoods.

Attila Hildmann geht in seinem Buch auf folgende Superfoods und deren Wirkung ein:

  • Amaranth (gepoppt super für Joghurt)
  • Beeren (gehen immer)
  • Grüner Tee (während der Challenge am Tag 1,5 l Tee trinken. Das dämpft das Hungergefühl)
  • Knoblauch (kommt in den Rezepten genügend vor)
  • Kohlgemüse (Besonders das Rezept „Blumenkohl Crunchy “ ist der Hammer)
  • Kurkuma (färbt zum Beispiel Tofu schön gelb, sodass es schmeckt und aussieht wie Rührei)
  • OMEGA-3-Fettsäuren (Meine Lieblinge mittlerweile: Mandeln und Avocados)
  • Quino (Super lecker und super sättigend)
  • Resveratrol (kommt in roten Trauben vor)
  • Schokolade (in dem Buch gibt es ein Rezept zum selber machen von Schokolade, die wirklich ein Traum ist)
  • Sojaprodukte (ich bin kein Fan von Soja, mittlerweile stelle ich mein Tofu aus Kichererbsenmehl her)
  • Tomaten (kommen oft und genügend in den Rezepten vor)
  • Zitrusfrüchte (klar die Vitamin C Bombe l

Ich habe in anderen Büchern noch weitere Superfoods gefunden, die ich nun regelmäßig in meinen Speiseplan einbaue:

  • Chia Samen (bindet Wasser und erhält die Konsistenz von Pudding. Passt perfekt zu Obst)
  • Maca Pulver (in der Rohkost Küche wird das häufig für das Verfeinern von Torten oder Schokocreme verwendet. Ich schmeiße es auch in den Matcha Shake von Attila)
  • Chlorella (Entzieht dem Körper Giftstoffe, besonders Schwermetalle. Nicht jeder verträgt das aber. Ich hatte am Anfang Kopfschmerzen, was aber auch auf ein Zeichen für Entgiftung sein kann)
  • Spirulina (Entgiftet ebenfalls den Körper)
  • Carob Pulver ( Wird in der Rohkostküche oft als Kakaoersatz verwendet. Ich liebe das Pulver und dessen Geschmack)

Ich denke das Thema Superfoods ist ein eigenes Kapitel für sich. Ich finde sie bereichern die Ernährung ungemein und haben zudem einen positiven Effekt auf den Körper, auch wenn ich mir das vielleicht nur einbilde.

Meine Tipps

Ich habe die Challenge die 30 Tagen durchgeführt und war in einer Facebook Gruppe in der auch viel über die Zutaten diskutiert wurde. Hier habe ich mal einige Tipps für dich zusammengetragen:

Mandelmus: Wenn du die Rezepte von Attila Hildmann machst, dann wird dir irgendwann das Mandelmus zu den Ohren herauskommen. Ich habe irgendwann angefangen auf das Mandelmus zu verzichten und entweder gar nichts oder Cashewmus verwendet.

Mandelmilch: Bisher hat mich im Handel keine Mandelmilch überzeugt. Mit meinem Moulinex Zerkleinerer stelle ich jetzt meine Mandelmilch selber her, da weiß ich auf jeden Fall was drin ist. Die Herstellung ist super einfach, als Basis verwende ich übrigens die Mandeln, die man in der Backabteilung kaufen kann. Bei Tengelmann kosten diese aktuell 1,69 EUR für 200 g, bei Lidl hingegen 2,19 EUR. Hier ist das Rezept für die selbstgemachte Mandelmilch.

Tofu: Ich finde Soja in Joghurt, Milch und als Tofu nicht toll. Am Anfang habe ich zwar immer das Tofu von Alnatura genommen, aber mittlerweile stelle ich es selber her. Auf dem Blog „Knusperkabinett“ habe ich das wirklich einfache Rezept zur Herstellung gefunden. Du musst nur Kichererbsenmehl und Wasser verrühren, kurz kaltstellen und fertig ist dein burmesisches Tofu, ganz ohne Soja-Gedöns.

Agavendicksaft: Nichts wurde in der Facebook Gruppe stärker diskutiert, als die Verwendung von Agavendicksaft. Es gab so viele Kontras, dass ich mich entschieden habe, einfach darauf zu verzichten. Ich verwende nun Reis- und Kokosblüten- und Ahornsirup. Aber am besten machst du dir selbst ein Bild.

Mein Fazit

Schön, dass du bis hier gelesen hast und ich hoffe ihr konnte dir ein paar Informationen vermitteln.

Ich bin Attila Hildmann sehr dankbar für das Buch „Vegan For Fit“, denn damit hat er den Einstieg in das vegane Leben so einfach gemacht. Das man nebenbei entschlackt, abnimmt und so viel mehr an Lebensgefühl gewinnt, macht das Buch fast unentbehrlich.

Nach den 30 Tagen Challenge bin ich bei der veganen Ernährung geblieben und habe sogar zu 50 % auf Rohkost umgestellt. Mittlerweile habe ich 9 kg abgenommen – für weniger als 90 Tage und ohne Hungern bin ich mehr als zufrieden.

Ich kann das Buch jedem empfehlen, der mit der veganen Ernährung liebäugelt. Es ist eine Challenge für 30 Tage und danach könnt ihr immer noch entscheiden, ob ihr diese machen möchtet oder ob ihr euch lieber wieder normal ernährt. Attila ist kein Hardcore Veganer und zeigt, dass man mit veganer Ernährung nicht dürr, blass oder mangelernährt ist. Ich selbst war vor kurzem beim Arzt und habe ein Blutbild machen lassen. Das Ergebnis: Alles super, selbst der Vitamin B12 Haushalt war perfekt. 🙂

Ich habe die 30 Tage und die Wochen danach meine Essgewohnheiten auf Instagram festgehalten. Wer sehen möchte, wie vielseitig die vegane Ernährung ist, kann sich hier ein Bild davon machen: https://instagram.com/taffmother/

Hier ist noch eine kleine Vorschau für das Buch:

So sehen die Gerichte dann aus, wenn sie vom Buch auf den Teller kommen:

Zucchini-Spaghetti mit Bolognese Auberginenschiffchen Mexican Brokkoli mit Zitronen-Mandel-Creme

Zucchini-Spaghetti Bolognese

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