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11Mrz/15

So klappt es mit der Beikost

Nepomuk wurde am Wochenende nicht nur getauft, sondern hat auch den Durchbruch in der Beikost geschafft. Geholfen hat ein Positionswechsel.

Seit Anfang des Jahres versuchen wir Nepomuk für den Babybrei zu gewinnen. Wir hatten viele verschiedene Variationen versucht, aber nichts konnte ihn so überzeugen, dass er seine Schüssel leer gegessen hat. Dabei war es unerheblich, ob wir ihm den Milch-Haferbrei am Vormittag gegeben haben oder den Gemüse-Kartoffelbrei am Abend. Irgendwann hatte er keine Lust und keinen Hunger mehr auf das Essen.

Auf dem Schoß füttern funktioniert nur eingeschränkt

Nachdem wir ihn immer erfolglos auf dem Sofa sitzend gefüttert haben, sind wir in den vergangenen Wochen dazu übergegangen ihn auf dem Schoß zu füttern. Das hat zwar besser geklappt, als auf dem Sofa, aber war immer noch nicht wirklich erfolgreich. Auf dem Schoß sitzend, gibt es für das Kind zwei Möglichkeiten: Man klemmt ihn den hinteren Arm weg, damit er nicht ständig nach dem Essen greift oder man lässt ihm freie Hand.

Nepomuk genießt seinen Brei mit allen SinnenBei Variante eins konnte sich Nepomuk zwar nicht ständig an der Schüssel zu schaffen machen, aber so richtig glücklich und hungrig war er in der Position nicht. Zumal er immer alle Anstrengungen unternahm, damit er seinen Arm befreien konnte. Es war für uns beide nicht zufriedenstellend.

Bei der zweiten Variante fühlte sich Nepomuk am wohlsten. Er konnte im Brei rummatschen, mir den Löffel aus der Hand nehmen und den Brei überall hin verteilen, nur nicht in den Mund. Auch das war für mich eher suboptimal.

Die Variante den Kleinen im Maxi Cosi zu füttern, viel für mich von vornherein raus, weil ich diese Babyschale hasse und Nepomuk immer so beengt darin aussieht.

Alles in allem war das Füttern immer eine zeitaufwendige, nervenraubende Sache ohne sichtlichen Erfolg. Egal ob Milchbrei mit Banane oder Kartoffel-Möhrenbrei – irgendwas war immer und ich sah mich geradewegs in die Beikost-Sackgasse fahren.

Vom Schoß auf den Stuhl

Oft hilft es bei scheinbar unlösbaren Problemen einfach mal die Perspektive zu ändern. In unserem Fall war die Rettung der kleine Schlumpfstuhl mit passendem Kindertisch. Diesen hatten wir auf die Amazon Wunschliste gesetzt und meine Schwester hat ihn Nepomuk zur Taufe geschenkt. Am Sonntag nach der Feier hat der Papa ihn gleich aufgebaut und so konnte ich gleich am Vormittag den Milch-Haferbrei füttern.

Was muss ich sagen? Es war ein Traum. Der Löffel wanderte quasi von selbst in den Mund und der Kleine hatte die Schüssel ruckzuck leer gegessen. Da er seine Hände frei bewegen konnte, waren diese natürlich auch wieder in der Schüssel, aber das störte überhaupt nicht.

Auch der abendliche Kartoffel-Zucchini-Brei wurde restlos vertilgt. Die letzten zwei Tage war das Füttern ebenfalls kaum problematisch.

Nepomuk kann mittlerweile sehr gut und stabil sitzen, sodass ich keine Bedenken habe, ihn für die Zeit des Essens in den Stuhl zu setzen.

Ich hätte ehrlich gesagt nie gedacht, dass uns mal der Stuhl bzw. der Wechsel vom Schoß auf den Stuhl so vieles erleichtern wird. Wir haben jetzt weniger Stress und das Essen geht viel schneller von der Hand. Zudem haben wir beide unheimlich viel Spaß, denn Nepomuk erkundet fleißig mit seinen Händen die Konsistenz von Hafer-Milchbrei und von Gemüse-Kartoffelbrei.

Ich bin nun guter Dinge, dass wir endlich auch mit Fleisch im Brei beginnen können. In den nächsten Tagen werde ich auf jeden Fall beim Hermannsdorfer vorbeischauen und dort Tafelspitz für unseren kleinen Helden kaufen. 🙂

Ich werde euch natürlich weiter auf dem Laufenden halten.

 

30Jan/15

Friede der Milchflasche! Krieg dem Babybrei!

Das die Einführung der Beikost mit etwas Aufwand verbunden ist, war selbst mir bewusst. Wie schwer es aber sein kann, so einen Plastiklöffel mit samt dem Babybrei im Mund eines knapp sechs Monate alten Babys zu platzieren, das hat mich dann doch überrascht.

Schon in der Vorweihnachtszeit haben wir einen ersten Versuch gestartet Nepomuk für Karotten zu begeistern und sind kläglich gescheitert. Da er zu diesem Zeitpunkt noch keine fünf Monate alt war, haben wir die Sache wieder ad acta gelegt.

Hoch lebe der Pastinakenbrei

Babybrei sucks

Babybrei sucks

Vor gut einer Woche haben wir wieder begonnen – diesmal mit Pastinake. Denn das ist aktuell wohl der „In Brei“ schlechthin. Da ich für mein Sushi eh viel zu viel Pastinake gekauft habe, habe ich leckere Pastinake gemacht.

Für uns als Eltern war es ein Happening, weswegen wir das Füttern des Pastinakenbrei auch auf abends gelegt haben, damit der Papa dabei sein kann. Füttern schein Männersache zu werden, denn der Papa wollte nicht nur zuschauen, sondern hat gleich selbst Hand angelegt. Trotz des väterlichen Engagements ist die Hälfte des Breis wieder postwendend rausgekommen.

Nun wird Nepomuk nächste Woche sechs Monate alt und ist nicht gerade unterernährt, weswegen ich noch keine Panik schiebe, wenn er noch nicht auf Beikost eingestellt ist. Ein sicheres Zeichen dafür, dass er schon für Brei bereit ist, soll ja das gierige Zuschauen sein, wenn die Erwachsenen essen.

Ehrlicherweise ist das bei Nepomuk leider noch nicht der Fall. Das einzige was er mir oder dem Papa neidet ist die Tasse aus der wir am Tisch Tee oder Kaffee trinken. Da fangen dann plötzlich die kleinen Speckärmchen an zu rotieren. Essen an sich wirkt auf ihn noch keine Faszination aus.

Nieder mit dem Kürbisbrei

Nachdem Pastinaken eher weniger gut ankamen, habe ich mich diese Woche für Kürbis entschieden. Geschmacklich hat der für mich die Pastinaken noch getoppt. Für Nepomuk war die Idee mit dem Kürbis dann eher von der Kategorie „Kannste schon machen, aber ist dann eben Kacke“. Heute ist Freitag und bis dato konnte ich ihn nicht bewegen auch nur einen klitzekleinen Löffel vom leckeren Kürbisbrei zu kosten. Ich werde morgen wieder auf Pastinake umsteigen, denn im Vergleich zum Kürbis sind die Pastinaken weggegangen wie warme Semmeln.

Ich habe mir mittlerweile viele Informationen zusammengesucht und letztendlich ist es wie eine Diät oder eine Ernährungsweise. Die einen loben Karotten, die anderen verteufeln sind. Es gibt Leute die sagen Zucchini und Fenchel gehen, anderes sagen „Bloß nicht“. Nur in einem sind sich die Leute einig: Das man nicht mit Obst beginnen sollte, da das Baby dann nur noch süßes will. Wie in allen Belangen rund ums Kind müssen die Eltern eben selbst einen Weg finden und sich ihrem Kind anpassen.

Für uns liegt noch ein langer Weg zum vollständigen Umstellen auf Babybrei. Ich denke bisher fährt Nepomuk ganz gut mit Aptamil. Aber ich freue mich natürlich schon auf den Moment an dem ich ihm die Plörre nicht mehr geben muss. 🙂

Rezepte die wir bisher ausprobiert haben:

Karottenbrei

  • 2 – 3 Biomöhren (wichtig Bio wegen dem Nitrat)
  • 30 ml Wasser
  • 1 Schuss Öl (wir verwenden Beikostöl von Alnatura)

Pastinakenbrei

  • 150 Gramm Pastinaken
  • 30 ml Wasser
  • 1 Schuss Öl (wir verwenden Beikostöl von Alnatura)

Kürbisbrei

  • 100 Gramm Kürbisfleisch (idealerweise Hokkaido)
  • 50 ml Wasser
  • 1 Schuss Öl (wir verwenden Beikostöl von Alnatura)

Ich koche immer auf Vorrat und gefriere den Rest immer in einem Eiswürfelbehälter ein, damit ich es die nächsten Tage portionieren kann. Das Beikostöl übrigens immer nach dem Erhitzen an den Brei kommt, musste mir auch erstmal gesagt werden.