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02Feb/15

Unser erstes Babyschwimmen

Vergangenen Dienstag war es endlich soweit: Nepomuk und ich haben es endlich zum Babyschwimmen geschafft. Schon in der Schwangerschaft habe ich mich sehr auf das gemeinsame Schwimmen gefreut, dann war der Kleine da und irgendwie ist das immer hinten runtergefallen.

Nepo und ich beim BabyschwimmenIch gebe auch offen zu, dass meine körperliche Verfassung nicht ganz unschuldig war, dass ich es immer nach hinten geschoben habe. Jetzt, durch die Vegan For Fit Challenge habe ich nicht nur die Energie, sondern auch das Selbstvertrauen im Bikini in das Schwimmbad zu gehen. Ausserdem sind ja auch noch andere Muttis da und nicht alle haben wie Heidi Klum oder Gwen Stefani nach gefühlt drei Wochen wieder einen super flachen Bauch. Aber das nur so am Rande, zurück zum eigentlichen Thema: Dem Babyschwimmen.

Das Michaelibad ist nur drei U-Bahn-Haltestellen von uns entfernt und auch zu Fuß wäre das Bad gut zu erreichen. Da wir aber den Kurs um 10:00 Uhr mitmachen wollten, war es geschickter die U-Bahn zu nehmen. Ich habe mit anderen Müttern gesprochen und die meinten, dass es ein Riesending sein und super umständlich mit der MaxiCosi Babyschale in die Umkleide, dann zum Schwimmbecken und dann nach dem Schwimmen wieder alles zusammen packen und Baby trocknen und sich selbst umziehen. Und man dürfte jaaaa nicht zu spät zum Kurs kommen, weil nur 10 Mütter teilnehmen und wenn man zu spät kommt, würde man wieder nach Hause geschickt.

Was nicht passt, wird passend gemacht

Ich kann nur sagen: BULLSHIT. Natürlich ist es umständlich mit einem Baby und der Babyschale bzw. bei mir die Babywanne, die ja nochmal viel größer ist, aber alles ist machbar. Den Kinderwagen kann man im Kassenbereich abstellen, die Umkleiden sind nicht weit entfernt. Zudem gibt es Familienumkleiden, dort habe ich mich mit Nepomuk am Dienstag umgezogen. Die ist so groß, dass ich die Babywanne super einfach hinstellen konnte. Gegenüber der Kabine waren auch schon die Schließfächer. Nachdem ich mich umgezogen hatte, konnte ich in Ruhe meine Sachen aus der Kabine in das Schließfach räumen ohne Nepomuk aus den Augen zu lassen. Den ganzen Morgen wollte er nichts essen und hatte natürlich um 09:30 Uhr in der Umkleide Hunger, der kleine Fratz. Da die Umkleide so geräumig war und unser Kurs erst um 10 Uhr beginnen sollte, konnte ich ihn in Ruhe füttern.

Nachdem er dann gesättigt war, sind wir beide Richtung Schwimmbad gegangen. Naja, eigentlich bin nur ich gegangen. Der Herr lag in seiner Wanne wie in einer Senfte und ich hatte das Gefühl, dass er nochmal fünf Kilo schwerer geworden ist. Lag aber sicher nur an der hohen Luftfeuchtigkeit, durch die sich der Stoff der Babywanne mit Feuchtigkeit vollgesogen hat und somit immer schwerer wurde. 🙂

Ich hatte mir das mit dem Babyschwimmen irgendwie anders vorgestellt: Das ca. 20 Mamas im Becken mit dem Baby planschen und die Kursleiterin außen steht und Instruktionen gibt. Doch das war hier nicht so und ist wahrscheinlich nirgends so, denn die Kursleiterin war natürlich mit ihm Becken und betreute die Mamas und Babies des 09:30 Uhr Kurses. Da wir zu früh dran waren, konnte ich schon mal schauen, was in dem Kurs alles so gemacht wurde. Für Nepomuk waren die anderen Leute außerhalb des Beckens viel interessanter. Da er sehr kritisch geschaut hat, was wohl auch auf seine Müdigkeit zurückzuführen war, bin ich mit ihm noch etwas durchs Schwimmbad gelaufen, bevor es wieder Richtung Babybecken ging.

Endlich Wasser

Um 09:55 Uhr versammelten sich die ersten Muttis auf die Stufen der Treppe, die ins Babybecken führte. Dort ließen sie die Kleinen schon mal im Wasser stehen oder planschten mit ihnen. Da es für mich das erste Babyschwimmen war und ich Nepomuk auch an das Wasser gewöhnen wollte, setzten wir uns auch auf die Stufen. So richtig erfreut war der kleine Matz aber nicht, als ich ihn ins Wasser setzte. Ich war etwas überrascht, dass das Wasser doch relativ kalt war. Ich hatte irgendwie Badewannen-Temperatur erwartet. 🙂

Um 10:00 Uhr ging es dann los mit dem Kurs. Die anderen Mütter waren nun auch alle da und die Kursleiterin sammelte die gelben Bändchen, die man an der Kasse für das Babyschwimmen erhalten hatte, ein. Als erstes stellten wir uns im Kreis auf und die Leiterin erklärte uns kurz den Ablauf des Babyschwimmens. Zur Begrüßung und Auflockerung sangen wir ein Lied bei dem jede Mutter bei einer bestimmten Liedpassage den Namen ihres Kindes sagen musste. Nach dem Singen ging es ans Schwimmen. Mit Hilfe von Gummienten und Gummifischen sollten die Kleinen animiert werden, sich im Wasser zu entspannen. Nepomuk war so in das Fangen der Quietscheente vertieft, dass ich Mühe hatte ihn zu halten. Aber alles ging gut und die Leiterin war ja auch immer da. Dann bekamen wir für unser Baby eine Art Mini-Surfbrett, wo ich den Kleinen mit dem Oberkörper auflegen sollte. Die Beine blieben im Wasser damit er ordentlich strampeln konnte. So schob ich ihn erst durchs Wasser, dann kam die Trainerin und zeigte mir, dass der Kleine auch gezogen werden konnte. Also hielt ich ihn statt unter den Achseln nur noch an den Oberarmen und zog ihn durchs Wasser. Und was macht Nepomuk: Er gähnte die ganze Zeit und schaute überall hin nur nicht zu mir.

Nach dem wir gefühlt 500 Runden mit dem Surfbrett zurückgelegt hatten, nahm uns die Kursleiterin die Bretter wieder ab, bat uns die Babies auf den Bauch zu legen und sie unter den Achseln haltend hinter uns herzuziehen. Sie fühlte in der Zwischenzeit zwei Gießkannen auf und wir mussten mit den Babies durch den Wasserstrahl schwimmen, sodass die Kinder eine Dusche bekamen. Das erste Mal hat Nepomuk nur schockiert geschaut, das zweite Mal war es dann vorbei und er schrie, was ich eigentlich so nicht von ihm kannte. Wenn er mit dem Papa in der Wanne sitzt, wringe ich ja auch den Waschlappen über seinem Kopf aus und er wird quasi geduscht.

Nachdem ich ihn aber aus dem Wasser gehoben hatte, beruhigte er sich schnell wieder. Nach der Aufregung kam erstmal Entspannung in Form von Floating. Wir ließen die Babies auf dem Rücken durchs Wasser gleiten. Die Leiterin meinte, dass es nicht so schlimm ist, wenn die Ohren ins Wasser kommen würden. Floating hat Nepomuk auf jeden Fall super gefallen und er konnte sich etwas entspannen.

Doch dann kam schon die nächste Herausforderung: Das Tauchen. Die Trainerin ging reihum, hob jedes Baby zweimal in die Luft und tauchte beim dritten Mal das Baby mit dem Kopf zuerst ins Wasser und ließ es dann zur Mutter gleiten. Babies, die das zum ersten Mal machten, hielt sie die ganze Zeit. Die erfahrenen Babies ließ sie los, wenn die Mama damit einverstanden war. Wir standen ziemlich in der Mitte, sodass Nepomuk sechs Babys beim Tauchen zugeschaut hat, bis er an der Reihe war.

Da es für uns beide das erste Mal war, klärte uns die Trainerin auf. Mir sagte sie, dass ich dem Kleinen immer zulachen soll und ihm das Gefühl geben muss, dass alles gut ist. Ich habe sie bei den anderen Kindern beobachtet und hatte ein Urvertrauen in sie. Ich wusste, dass sie ihren Job gut macht und diese Sicherheit habe ich Nepomuk vermittelt. Als sie ihn untertauchte und zu mir rüberschob war ich schon begeistert. Als Nepomuk auftauchte, schaute er sehr verdutzt, aber da ich lachen musste, vergaß er wohl zu weinen und war einfach nur überrascht.

Zum Schluß haben wir noch den Gassenhauer „Alle Leut gehen jetzt nach Hause“ gesungen. Die halbe Stunde ging so schnell vorüber und hat den Kleinen so platt gemacht, dass er schon in der Umkleide so tief und fest geschlafen hat, dass ihn gar nichts mehr gestört hat. Als ich nach der Stunde aus dem Becken gestiegen bin, war ich genauso platt wie Nepomuk. Wenn du 30 Minuten immer mit angewinkelten Beinen läufst und die ganze Zeit die Arme ausstreckst, dann geht das schon in die Knochen. Ich hatte beim Verlassen des Beckens das Gefühl, ich hätte noch einen nassen Sack umgebunden, der mich nach unten zieht.

Als wir wieder umgezogen waren und das Hallenbad verließen, hatte ich so einen Kohldampf, dass ich erstmal zum nächsten Supermarkt stürmen musste und mir eine Banane holte. Danach sind wir glücklich und zufrieden nach Hause gegangen. Nepomuk hat die ganze Zeit geschlafen und ich war fertig, aber so froh, dass wir es endlich zum Babyschwimmen geschafft haben.

Mein Fazit zum Babyschwimmen

Ich werde auf jeden Fall am Dienstag mit Nepomuk wieder hingehen. Das Babyschwimmen macht uns beiden wirklich Spaß und wir geniessen die Zeit zusammen sehr. Ich kann nur jedem empfehlen, das auch mal auszuprobieren. 🙂

Wer nun Lust aufs Babyschwimmen im Michaelibad bekommen hat:

  • Für Babies im Alter von 3 bis 6 Monaten gibt es jeden Dienstag um 09:00, 09:30 und 10:00 offene Kurse an denen man teilnehmen kann.
  • Für Babies im Alter von 6 bis 12 Monaten gibt es ebenfalls Dienstag um 10:30, 11:00 und 11:30 Uhr offene Kurse.
  • Kosten fürs Baby: 4,40 EUR, Kosten für den Erwachsenen: 3,00 EUR für 1,5 h Stunden

 

 

29Jan/15

Tag 27 der Vegan For Fit Challenge: Knapp 6 kg leichter

Zeit für ZirkeltrainingAm Dienstagmorgen sah die Welt schon ganz anders aus. Morgens bin ich voll motiviert zum Sport gegangen und habe mein Zirkeltraining absolviert. Mir ging es ja schon die letzten Tage nicht so dolle. Auch beim Zirkeltraining merke ich gerade, dass ich bei manchen Geräten mit den Gewichten wieder runtergehen muss.

Ich denke, dass ich meinem Körper in den letzten Wochen vielleicht zu viel zugemutet habe und zwei Tage Erholung nicht genug sind. Vielleicht hat mir aber auch das Wetter zugesetzt, denn ich war mit Nepomuk wirklich viel draußen und aktuell macht die Schnee-Regen-Sonne-Kombination einen sehr fertig. Trotz allem war ich stolz, dass ich mich Dienstagmorgen zum Sport aufraffen konnte. Und als Belohnung hat meine Waage dann auch viel weniger angezeigt. Jetzt habe ich seit Beginn der Challenge 5,9 kg abgenommen und bin so glücklich.

Nepo und ich beim BabyschwimmenFür uns stand am Dienstagvormittag das erste Mal Babyschwimmen auf dem Programm. Schon am Montagabend habe ich angefangen den Rucksack für uns beide zu packen. Der Rucksack war letztendlich so voll, wie sonst bei einem Wanderwochenende. Wir hatten uns für den offenen Kurs um 10:00 Uhr im Michaelibad entschieden. Ich muss sagen mit Baby und Babywanne ist es ganz schön umständlich in die Toiletten und Umkleiden zu kommen. Trotzdem haben wir es geschafft um 9:45 Uhr am Schwimmbecken zu sein. Es ist schon so lange her, dass ich in einem Schwimmbad war. Meine Figur war da übrigens ein Hauptgrund. Vom Babyschwimmen war ich sehr positiv überrascht und ich glaube auch Nepomuk hat es Spaß gemacht. Die halbe Stunde im Wasser haben wir sehr genossen und auch das Untertauchen zum Abschluss hat Nepomuk sehr gut gemeistert,

Pflanzerl mit LinsenmehlAls ich aus dem Wasser gestiegen bin, habe ich gedacht, dass mir Arme und Beine abfallen. Eine halbe Stunde hockend im Wasser zu verbringen und immer die Arme ausgestreckt lassen, macht ganz schön fertig und hungrig. Als wir das Schwimmbad verlassen haben, hatte ich so Hunger, dass ich beim nächsten Supermarkt eine Banane kaufen musste. Da ich immer noch Hunger hatte, beschloss ich zum Dienstagsmarkt zu laufen, denn dort war mein liebster veganer Stand. Neben einem Getreidekaffee habe ich mir dann auch zwei Pflanzerl aus Linsenmehl gegönnt. Da es bei Vegan For Fit ja auch Linsensuppe gibt, können Pflanzerl aus Linsenmehl so verkehrt nicht sein. Die zu essen war so lecker. Ich war der glücklichste Mensch auf der Welt. Danach sind wir noch Schwimmwindeln kaufen gegangen, anschließend wieder Richtung Wohnung.

Mittags gab es den Alge Drink und ein paar Stückchen meiner veganen Schokolade. Da Nepomuk mal wieder nicht schlafen wollte, bin ich nachmittags mit ihm spazieren gegangen. Leider habe ich mich total verkalkuliert und wir wurden vom Schnee überrascht. Ohne Handschuhe bin ich fast gestorben. Kinderwagen, Wickeltasche und ich waren eingeschneit, nur Nepomuk hat selig geschlafen. Nach 1,5 Stunden habe ich beschlossen, dass wir lange genug an der frischen Luft waren und bin wieder nach Hause gefahren.

Abends habe ich mir dann die Low Carb Pizza vom Wochenende warm gemacht. Im Gegensatz zu den Zucchini Spaghetti mit Avocado war die Pizza wenigstens noch genießbar. Trotz des schlechten Wetters war dieser Tag wirklich ein toller Tag.