Monthly Archives: Januar 2017

29Jan/17

DIY: Das nimmersatte Monster

Das Wetter in München ist zwar sonnig, aber für uns immer noch zu kalt. Also waren wir dieses Wochenende zuhause und haben uns ordentlich erholt. Dabei ist mir das kleine Monster eingefallen, dass ich letzten Freitag in dem Montessori Kindergarten gesehen habe. Die Pädagogin meinte dort, dass die Kinder sehr viel Spaß mit dem Füttern dieses kleinen Burschen hätten – und zum Glück hat er immer Hunger. 🙂

Also fragten wir den Opi, ob er am Donnerstag zwei alte Tennisbälle mit nach München bringen könnte. Gesagt, getan und gestern haben wir endlich unser eigenes nimmersattes Monster gebastelt.

Das benötigst du:

  • Einen alten Tennisball
  • Ein Teppichmesser, um den Mund zu schneiden
  • Optional: Kulleraugen oder Farbe für das Gesicht

Unsere Aufgabenverteilung:

Der Mann hatte den schwierigsten Part und musste den Mund reinschneiden. Ich war für die Augen zuständig und der Job von Nepomuk war es, dafür zu sorgen, dass die kleinen gefrässigen Dinger immer was zu essen haben.

Zum Glück macht Hunger nicht wählerisch und somit haben wir uns fürs erste mit Bohnen begnügt. Am Anfang hat Nepomuk fleißig mit der Hand gefüttert, danach dann mit dem Löffel.

Was die kleinen Monster sonst noch fressen:

  • Kaffeebohnen
  • Kichererbsen
  • Maiskörner
  • Edelsteinchen
  • und vielleicht irgendwann mal unsere Sorgen 😉

Was können die noch, außer fressen?

Nun ja, gestern hatten Nepomuk und ich viel Spaß. Mal waren es Hund und Katze, dann wieder Katz und Maus. Mit den beiden konnten wir super Rollenspiele am Tisch machen und uns Geschichten und Dialoge ausdenken.

Nepomuk kann die Monster nicht allein bedienen, sodass wir beide das machen. Er füttert mit dem Löffel und ich sorge dafür, dass die Monster den Mund aufmachen. Ich selbst brauche sowas, um mich voll auf das Spiel mit Nepomuk konzentrieren zu können.

Ich bin gespannt, wie lange wir mit den Kameraden noch zu tun haben werden oder ob sie morgen schon wieder vergessen sind.

Alles Liebe,
Mareike

28Jan/17

Meine erste Geschäftsreise als Mama

Ich bin ehrlich gesagt froh, dass Wochenende ist. Diese Woche war ich zum ersten Mal seit Nepomuks Geburt auf Geschäftsreise. Für mich war das schon eine spannende und anstrengende Sache, zumal die ganzen drei Tage fast zu 90% Englisch gesprochen wurde.

Dienstag

Die Nacht von Montag auf Dienstag hätte super lang werden können, da ich todmüde mit Nepomuk um 18 Uhr im Bett lag und eingeschlafen bin. Um 20 Uhr kam mein Freund und fragte mich, ob ich für Dienstagmorgen schon gepackt hätte. Nein, natürlich nicht. Ich habe mit Nepo gespielt, Bücher angeschaut und rumgetollt. Gepackt hatte ich nichts. Also wieder raus aus dem Bett und alle Sachen für den nächsten Morgen gepackt. Um 22 Uhr lag ich dann wieder im Bett.

Der Wecker klingelte um 4:30 Uhr. Ich stand auf, machte mich fertig und lief morgens mit meinem Koffer durch die klirrende Kälte Richtung Ostbahnhof. Ich dachte die ganze Zeit darüber nach, was in aller Welt es mir bringt arbeiten zu gehen. Mehr als die Tatsache, dass es heute halt von uns Frauen erwartet wird, dass wir Kinder und Beruf unter einen Hut bringen, fiel mir nicht ein.

In der S-Bahn auf dem Weg zum Flughafen googelte ich doch tatsächlich die Vorteile für eine Frau, wenn sie zuhause bleibt. Oh, man, das war also meine Motiviation. Als ich meine Kollegen am Flughafen traf wurde es schon alles besser und ich vergaß meine Zweifel.

Mit ca. 45 Minuten Verspätung kamen wir in Berlin an und irgendwie freute ich mich schon, endlich meine andere Teamkollegen kennenzulernen.

Der Tag war spannend und anstrengend zugleich. Nach dem ersten Tag gingen wir ins Kochatelier Berlin, um dort im Team ein 3-Gang-Menü zu kochen. Das war dann auch der Moment, wo ich meine ketogene Ernährung pausiert habe. Es gab einfach nichts, was ohne Getreide war und allein der Weisswein hat ja Carbs ohne Ende. 🙂

Der Abend ging dann relativ lang und nach dem Kochatelier ging es dann noch ins Moxy und danach auf einen Döner am Ostbahnhof. Um 3 Uhr war ich dann im Bett. Das erste Mal allein ohne meinen Sohn und ohne meinen Freund.

Mittwoch

Als ich um 7 Uhr aufgewacht bin, war ich erstaunlich fit. Nur der Alkohol und das getreidehaltige Essen machten mir zu schaffen. Im Frühstücksraum entschied ich mich für Erdbeerjoghurt. Boah, ich habe Jahre keinen Erdbeerjoghurt gegessen und das war sicher auch für Jahre das letzte Mal, denn dolle war der nicht.

Der Tag ging dann auch schnell rum und ich war eigentlich durch die Bank fit. Nur das ganze Englisch hat mich angestrengt und ich merke schon, dass man nicht so offen und konstruktiv sein kann, wenn man alles erst in eine andere Sprache übersetzen muss.

Abends bin ich dann mit meinen Münchner Kollegen durch Berlin gelaufen, wir haben mexikanisch gegessen und uns in den Schaufenstern die Immobilienpreise angeschaut. Auch die Vintage Läden fand ich cool. Den Münchner Standard gewöhnt, könnte man ja durchaus mal mit einem Lieferwagen nach Berlin fahren und dort die Läden leer kaufen. 😀

Abends habe ich dann doch schon meine kleine Familie vermisst und gemerkt, dass ich alt werde. Es war irgendwie komisch so ohne sie zu sein.

Donnerstag

Am Donnerstag hatten wir dann nur bis mittags Programm und waren in der Mittagspause bei einem witzigen Burgerladen, danach der Spaziergang an der Spree und der Mauer entlang. Auf dem Weg zum Burger Laden habe ich kurz mit meinem Chef gesprochen. Er hat mich dann auch gefragt, ob das alles klappt mit Kind und Job. Tja, bisher klappt es eigentlich ganz gut. Aber so drei Tage einfach mal nicht da sein, ist schon ne Hausnummer für alle. Für meinen Sohn, der drei Tage ohne mich ist, für meinen Freund der dann früh aus dem Büro muss, um Nepomuk um 14:30 Uhr im Kindernest abzuholen und auch für die Großeltern, die dann am Donnerstag einspringen mussten, weil mein Freund ein Gesellschaftermeeting hatte.

Die Balance zwischen Job und Familie ist schwierig und mir gelingt sie nicht wirklich. Ich trage zu viele Probleme aus dem Büro mit nach Hause. Und das nervt mich. Auch jetzt denke ich an den Monatsabschluss und offene Themen, die einfach liegen geblieben sind, als ich die drei Tage in Berlin war.

Zurück aber nach Berlin: Um drei sind wir dann aus dem Büro, weil um 16:10 Uhr unser Flieger nach München ging. Ich war sehr unentspannt, denn nur eine Stunde Zeit und dann noch Gepäck aufgeben, wäre in München schlicht unmöglich gewesen. Aber es ist ja zum Glück Tegel und so sind wir quasi 5 Minuten vor Boarding angekommen und alles lief glatt.

Im Flieger habe ich den Großeltern geschrieben, dass ich unterwegs bin und sie haben uns gesagt, dass sie mit der S-Bahn und Nepomuk bis an den Starnberger See gefahren sind. Ich musste vor dem Abflug so lachen, als ich das gelesen habe. Sie sind S-Bahn gefahren, weil Nepomuk so gerne S-Bahn fährt. Und irgendwie war ich dann einfach erleichtert.

Als ich dann um 18:30 Uhr endlich zuhause war und die Treppen hochgelaufen bin, war ich irgendwie stolz auf mich. Auf meine drei Tage englischsprachiges Teammeeting, dass ich nicht abends im Bett lag und vor Sehnsucht geweint habe und das ich kaputt aber glücklich war.

Mein Plan B und der Start ins Wochenende

Das ich auf dem Weg nach Berlin gegoogelt habe, wo die Vorzüge der „Frau zuhause“ liegen, habe ich noch keinem erzählt. Vergessen habe ich es nicht und spätestens, wenn wir keinen guten Kindergarten finden, dann werde ich mich mit dem Thema nochmal befassen. Solange werde ich auf Immobilienscout mal alte Häuser und Bauernhöfe im bayrischen Outback suchen. Das mit Immobilienscout ist übrigens keine Schleichwerbung, sondern einfach nur der Tatsache geschuldet, dass ich bei Scout24 arbeite und Immobilienscout ist nun mal ein großer Teil davon. 🙂

Heute ist Samstag und wir waren vorhin beim Tag der offenen Tür in einem Montessori Kindergarten. Alles sehr schön und sehr toll. Und einige gute Bücher von Maria Montessori habe ich gesehen, die ich jetzt mal auf Amazon suchen werden.

Zudem war ich heute morgen das erste Mal in diesem Jahr laufen und das war gar nicht so kalt und anstrengend. Jetzt überlege ich mir, ob ich mir keinen neuen Fitbit kaufe, da der alte kaputt gegangen ist. 🙁

Dieses Wochenende werde ich auf jeden Fall nur abhängen, meinen Keto Schokokuchen essen und mich erholen. Naja, gut, Wäsche werde ich waschen und den alten Tennisball von Opi in ein gefrässiges Monster verwandeln. 😀

Habt einen wundervollen Samstag

Alles Liebe

Mareike

20Jan/17

Eine Woche im Zeichen der Kindergartensuche

Diese Woche stand ganz im Zeichen der Kindergartensuche. Das Bild zu diesem Post entstand heute Nachmittag, als wir auf die S-Bahn warteten, um wieder Richtung Haidhausen zu fahren. Ja, wir sind heute drei S-Bahn Stationen gefahren und nochmal einen Kilometer gelaufen, um uns einen Montessori Kindergarten anzuschauen. Und irgendwie passte das Zitat von Khalil Gibran wunderbar dazu.

Derjenige, der mit Tinte schreibt, ist nicht zu vergleichen mit demjenigen, der mit seinem Herzblut schreibt.

Ja, ich bin der Meinung, dass wir schon sehr viel Aufwand betreiben, um einen Kindergartenplatz für Nepomuk zu finden. Und ja, ich kann auch verstehen, dass manche das vielleicht etwas übertrieben sehen und die Situation von sich aus entspannter sehen.

Doch eins habe ich im letzten Jahr über mich und die Hochsensibilität gelernt: Wenn mir wirklich etwas wichtig ist und ich dahinter stehe, dann werde ich alles mir mögliche tun, um meine Bedürfnisse und Erwartungen zu erfüllen. Denn wenn ich mich nicht anstrenge und mich nicht zu 100% dahinter klemme, wird es Mist und ich fühle mich im Nachgang einfach schlecht. Sollten wir in diesem Fall keinen Montessori- oder Naturkindergartenplatz bekommen, würde ich mir Vorwürfe machen, warum ich mich nicht mehr darum gekümmert habe.

Hervorstechen aus der Masse

Das ich Bewerbungen an Kindergärten schicke, finde ich selbstverständlich. Das liegt einfach daran, dass dies für mich die einzige Möglichkeit ist, sich von den ganzen anonymen Anmeldungen, die im Kitafinder erfolgen, abzuheben. Ich habe nicht viele Möglichkeiten uns bei den Kindergärten vorzustellen. Zum einen sind wir nicht sehr gut vernetzt und können nicht auf das tolle Vitamin B zurückgreifen, zum anderen habe ich nicht das Selbstvertrauen mich bei Informationsveranstaltungen an die Kindergartenleitung ranzuschmeißen und mich und meinen Sohn anzubieten.

Außerdem versuche ich unsere Familie und unsere Motivation für diesen jeweiligen Kindergarten auf zwei Seiten vorzustellen. Ich möchte, dass die Leute uns als Familie kennenlernen und nicht als jemand, der sich halt mal für einen Platz angemeldet hat. Es hat auch was mit Wertschätzung der Leute zu tun, die sich da mit so vielen Anfragen und Anmeldungen konfrontiert sehen. Ich denke auch sie sind froh, dass sie mal mehr zu greifen bekommen, als nur den pauschalen Anmeldebogen. Mittlerweile gibt es aber meiner Meinung nach viele Kindergärten die schon eine Bewerbung erwarten, um zu sehen wie engagiert die Eltern sind und wie sehr sie hinter der Einrichtung stehen.

Wenn du deine Bewerbung bereust

Das ich voller Motivation und Herzblut meine Bewerbungen für einen Kindergarten schreibe, den ich nur aus dem Internet kenne, ist das eine. Ob ich meine Bewerbung bei der Besichtigung dann aber noch aufrecht halten möchte, ist etwas anderes.

Diese Woche hatte ich zwei Highlights: Den tollen Infoabend des Naturkindergarten Haidhausen und die heutige Schnupperstunde in einem Montessori Kindergarten in Riem.

Doch wo Licht, da auch Schatten: Mein Lowlight war eine Kindertagesstätte, die es wirklich geschafft hat, dass es auf den ersten Blick nur um das Wohl des Trägers geht. Von der Gestaltung, über die Einrichtung bis zu den Buchungspreisen und der Tagesgestaltung war alles im Sinne des Maximalprinzips.

Es war eine Kindertagesstätte, bei der ich es schlich dreist fand Maria Montessori und die Waldorfpädagogik in ihr Konzept aufzunehmen. Aber ich verstehe es, denn für Montessori und Waldorf kann man einfach nochmal abkassieren. Nepomuk und ich haben uns also diese Besichtigungstour gegönnt und sind dann einfach wieder abgezogen.

Das sind so Momente, in denen ich mich frage, warum ich für sowas eine Bewerbung schreibe. Auf der anderen Seite denke ich mir immer, dass ich es vielleicht bereut hätte, wenn ich die Bewerbung nicht geschrieben hätte und es eine tolle Montessori Einrichtung gewesen wäre.

Alles passiert aus einem bestimmten Grund

Als ich mit Nepomuk heute so am Bahngleis stand, die Sonne schien und wir ca. 20 Minuten auf den Zug warten mussten, war ich einfach nur froh, dass wir den heutigen Kindergarten angeschaut haben. Nepomuk hat dort wunderbare 1,5 Stunden verbracht und sich sehr wohl gefühlt. Ich konnte mich überzeugen, dass man auch mit sehr kleinem Budget eine wundervolle und vor allem familiäre Atmosphäre schaffen kann. Ein Paradies im Gegensatz zu dieser kalten Kindertageseinrichtung.

Aktuell bin ich auch nicht gestresst mit der Suche nach einem Kindergartenplatz. Nein, ich sehe es als eine Reise, die ich mit Nepomuk angetreten habe. Wir machen so tolle Sachen wie U- und S-Bahn fahren oder schauen uns andere Kindergärten an, in denen Nepomuk immer was zum spielen oder zur Beschäftigung findet. Wir lernen beide dazu und egal wie unsere Reise ausgeht, ob wir am Ende mit oder ohne Kindergartenplatz da stehen: Es passiert alles aus einem bestimmten Grund.

Auch wenn ich es schlimm fand, dass wir bei unserem aktuellen Kinderhaus keinen Kindergartenplatz gefunden haben, so bin ich in der Verabschiedung schon so weit, dass mir das gar nichts mehr ausmacht. Das ich entspannt die Zeit der Krippe geniessen kann und mich in aller Ruhe nach der Folgeeinrichtung umsehen kann.

Ich bin vor allem Nepomuk dankbar, dass er alles so mitmacht. Das er sich die Kindergärten anschaut, geduldig mit mir auf U- und S-Bahnen wartet und auch vor längeren Fußmärschen durch das wirklich kalte München Angst hat. Er macht das wirklich toll und ich weiß, dass es für ein Kind nicht einfach ist, einzuordnen, warum wir zum Beispiel heute Nachmittag in einem Kindergarten waren und am Montag wieder bei Regina, Biene und Tante Andrea vom Kindernest sind.

Alles in allem war das eine wunderbare Woche – in der ich viel gelernt habe und wieder viel Zeit mit Nepomuk verbracht habe.

Doch jetzt bin ich auf das Wochenende gespannt. Da heißt es erstmal abschalten und Energie tanken, denn am Sonntag habe ich das Einsteiger Seminar bei Crossfit Munich und nächsten Dienstag fliege ich geschäftlich für drei Tage nach Berlin. Das ist das erste Mal seit Nepomuks Geburt, dass ich nachts ohne ihn sein werde.

In diesem Sinne: Thank God Its Friday 🙂

Alles Liebe,
Mareike

17Jan/17

Auf zum Infoabend des Naturkindergarten Haidhausen

Gestern war es endlich soweit und ich war beim Infoabend des Naturkindergarten Haidhausens, der von den dortigen Eltern organisiert wurde. Der Abend war für alle interessierten Eltern, die auf der Suche nach einem Kindergartenplatz ab September 2017 sind. Veranstaltungsort war nicht der Bauwagen, sondern das Jugendzentrum PRISMA bei uns in Haidhausen. Quasi bei mir ums Eck. 🙂

Angefangen hat der Abend 20:00 Uhr und schon vom ersten Eindruck war ich positiv überrascht, sowohl von den Eltern, die das alles organisiert haben und auch von den interessierten Eltern. Irgendwie wirkte das alles so entspannt, vielleicht lag es aber auch an der Location. 😉

Durch den Infoabend haben die drei aktiven Vorstände geführt, die aber selbst über sich gesagt haben, dass sie „bald in Rente“ gehen werden. He, haben sie gesagt, ich gebe es nur wieder. Für mich war interessant zu hören, dass dieser Infoabend der erste war, seit fünf Jahren. In den letzten fünf Jahren waren die freien Plätze quasi durch Geschwisterkinder belegt und nun steht eben ein Generationenwechsel an und es gibt wieder freie Plätze ab September 2017. Oh, ist das vielleicht ein gutes Zeichen für unsere kleine Familie Nepomuk doch noch in einem guten Naturkindergarten zu wissen?

Was ich für Nepomuk mitgenommen habe

Der Infoabend war sehr informativ und die drei Vorstände haben das echt gut gemacht. Es war eine Mischung aus Kindergartenalltag, pädagogischem Konzept, die Notwendigkeit der Elternarbeit und Informationen zur Platzvergabe und den Herausforderungen, die wohl alle Neueltern haben. Der Abend war durch alle Eltern wirklich kurzweilig und ich habe folgende wichtigen Punkte für mich mitgenommen:

  • Richtige Ausrüstung ist alles (ich sehe mich schon im Globetrotter den Ratgeber der erfahrenen Eltern abarbeiten und Nepomuk ständig am Kanubecken rumspringen :D)
  • Die Kinder sind oft im Wald und da sind sie vor Zecken nicht zu 100 % sicher, d. h. es wird wohl meine Aufgabe sein, Nepomuk am Nachmittag nach diesen kleinen Wesen abzusuchen. Ich habe schon etwas Angst, wenn ich die erste Zecke sehen sollte. Aber ich glaube, da gewöhnt man sich schnell dran. Sichtbare Zecken werden aber meist sofort von den Pädagogen entfernt.
  • Die ersten Wochen sind besonders für die dreijährigen sehr anspruchsvoll, denn sie sind von Montag bis Mittwoch im Wald und die ganze Zeit unterwegs, Donnerstag ist dann Rhythmik Tag und freitags sind sie am Bauwagen.
  • Die Kinder sind am Anfang so fertig, dass sie um 19:00 Uhr ins Bett fallen. Ehrlich gesagt, wünsche ich mir aktuell nichts mehr, als das der Kleine mal vor 21:00 Uhr ins Bett geht. 😉
  • Die Kinder müssen mit Eintritt in den Naturkindergarten noch nicht trocken sein, sondern werden auch im Wald gewickelt. Das hat mich schon mal entspannt, denn Nepomuk ist noch weit davon entfernt Interesse für ein Leben nach der Windel zu zeigen, aber wahrscheinlich kommt hier auch die Gruppendynamik zum tragen – ähnlich wie es jetzt bei ihm in der Sprachentwicklung ist.
  • Der Waldkindergarten ist und bleibt spielzeugfrei und das finde ich gut
  • Die Kinder lernen sich in der Natur selbst kennen und werden selbständiger

 

Was ich für uns als Eltern mitgenommen habe

  • Das Engagement und der Rückhalt der Eltern ist substanziell wichtig für die Gemeinschaft, denn eine Elterninitiative lebt vom Support der Eltern oder wie es die eine Mutter so schön sagte: Die Elterninitative ist so gut, wie ihre Eltern.
  • Der Aufwand für uns Eltern ist zwar etwas höher als bei unserer aktuellen Krippe, aber ich habe so was von Lust da mit anzupacken, weil alle hinter dem Naturkindergarten stehen
  • Die Eltern mischen sich nicht in die Arbeit der Pädagogen ein, sondern halten Ihnen den Rücken frei
  • Es ist von Vorteil in der Nähe des Naturkindergartens zu wohnen, da sich die Kinder dann auch gegenseitig besuchen können. (Das wäre ja bei uns der Fall :-))
  • Die Eingewöhnung dauert nur eine Woche und käme uns sehr entgegen
  • Es gibt die Möglichkeit an einem Schnupper-Waldtag teilzunehmen, um zu sehen, ob die Eltern und das Kind in die Gruppe passen.
  • Es gibt zwei Pädagogen, Stefan und Laurenz, und eine FÖJlerin, die die Kinder tagtäglich begleiten und für sie da sind.

Es ist alles einfach so witzig und vertraut, denn eine Mama habe ich freitags oft auf dem Spielplatz gesehen, der sich direkt neben dem Naturkindergarten befindet.

Wir sind immer noch Feuer und Flamme für den Naturkindergarten, genauso wie wir es im Juni 2015 schon waren. Damals hatte ich schon über den Naturkindergarten berichtet. Dort findet ihr auch nähere Informationen zum Konzept.

Jetzt hoffen wir auf eine positive Nachricht vom Naturkindergarten und die Einladung zum Wald-Schnupper-Tag.

Habt einen guten und stressfreien Start in den Tag

Alles Liebe

Mareike

02Jan/17

Auf ein tolles 2017!

Das neue Jahr ist nun schon zwei Tage alt und irgendwie fühlt es sich schon gar nicht mehr neu an. Ich war heute wieder arbeiten und somit bin ich schon wieder voll im Alltag angekommen. Grund für meinen fehlenden Enthusiasmus kann natürlich auch der immer noch starke Muskelkater vom Crossfit Probetraining sein. Aber was soll ich sagen: No Pain, No Gain!

Aktuell hat der Mann Urlaub und verbringt die Vormittage mit dem Kleinen zuhause, sodass ich, wenn ich aus dem Büro komme, die beiden gleich um mich habe. Das finde ich wirklich toll und zeigt, dass es wohl auch gut funktionieren würde, wenn der Mann mal zuhause bleibt. Doch ob ich wirklich je wieder Vollzeit arbeiten möchte, mag ich nicht sagen. 🙂

Den Nachmittag haben wir heute dann auch genutzt, um gemeinsam entspannt einkaufen zu gehen und als wir wieder zuhause waren, hat es doch wirklich angefangen zu schneien. Ich finde das wunderbar und freue mich wie ein Kind über die Schneeflocken. Irgendwie hat das meinen Tag gerettet und ich habe gerade hochmotiviert eine Bewerbung für eine Elterninitiative geschrieben, die sich an der Montessori Pädagogik orientiert. Und weil ich gerade motiviert bin, ist es auch Zeit die Ziele für 2017 niederzuschreiben. Es sind keine großen Ziele, sondern eher Themen, die uns bzw. mich dieses Jahr begleiten werden:

  • Einen Kindergartenplatz für Nepo finden. 
  • Eine neue Sportart ausprobieren und generell mehr Sport zu treiben
  • Zurück zu einer gesünderen Ernährung 
  • Meine Work-Life-Balance finden

Einen Kindergartenplatz für Nepo 

Das wird uns sicher die ersten Monate sehr beschäftigen. Obwohl wir uns auf dem Kita Finder der Stadt München schon für viele Kindergärten registriert haben, so geht doch jetzt erst die Phase der Infotage los. Ich habe zwar schon Bewerbungen geschrieben, aber ab nächste Woche werde ich beginnen bei den einzelnen Einrichtungen anzurufen, um nach den Terminen für die Infotage zu fragen, sofern sie nicht auf der Website kommuniziert werden.

Das wir für Nepo eine Montessori Einrichtung finden, ist für uns sehr wichtig, da wir die Pädagogik von Maria Montessori und Emmi Pikler schon seit langer Zeit verinnerlicht haben und Nepo aktuell auch eine Montessorikrippe besucht. Ich habe Bedenken, dass die Umstellung von Montessori auf eine städtische Einrichtung zu groß und zu intensiv sein kann. Auch wenn wir im Alltag Nepos Selbständigkeit fördern und Wert auf Übungen der Stille und die freie Bewegungsentwicklung legen und die Erzieher im Kindergarten es so gar nicht toll finden, wenn er mit dem Messer hantiert, sich weigert Hausschuhe anzuziehen oder die Umgebung für ihn zu laut ist.

Es wird auf jeden Fall eine interessante und aufregende Zeit. Sicher werden wir Rückschläge einstecken müssen und über Engagement das fehlende „Vitamin B“ kompensieren müssen. Ich bin ehrlich gespannt, wo wir im Juni 2017 stehen und welchen Kindergarten wir dann gefunden haben. Es bleibt spannend. Zu spannend für mich. 😀

Eine neue Sportart auszuprobieren und generell mehr Sport treiben

Mit einem Muskelkater ist es natürlich schwierig, sportlich und hochmotiviert ins neue Jahr zu starten. Doch ich bin guter Dinge. 🙂

2016 war definitiv kein gutes Jahr für meine Gesundheit und somit auch kein gutes Jahr für Sport. Es gab zwar immer wieder Phasen, da bin ich jeden Tag laufen gewesen, aber leider gab die „Durchhänger“ Phasen noch öfters. Jetzt soll alles anders werden.

Ich möchte wieder mehr laufen und habe mir jetzt auf Runtastic das Ziel von 650 km für dieses Jahr gesetzt. Doch beim Laufen möchte ich es nicht belassen. Darum habe ich mich entschieden, mit Crossfit anzufangen. Am 30.12. habe ich meine Rookie Stunde absolviert und leide noch heute am Muskelkater. Ich glaube ich habe noch nie eine Sportart gemacht, in der ich in so kurzer Zeit solchen Muskelkater hatte.

Nun habe ich am 09. Januar noch einen Zahnarzttermin und je nach dem was er sagt, könnte ich eigentlich am 15. Januar mit dem Einsteigerseminar loslegen, dass Voraussetzung für das Training in der Box ist. Nun, ich hoffe das beste. 🙂

Zurück zu einer gesünderen Ernährung

Ich denke, dass es letztes Jahr sportlich nicht so gut für mich lief, lag sicher auch daran, dass ich meine Ernährung vernachlässigt habe. Sicher, habe ich 2016 gut mit Paleo und ketogen angefangen, aber irgendwann schlich sich dann wieder der Zucker und das Weißmehl ein und meine Energie und mein Elan versanken teilweise Wochen im Keller.

Das will ich jetzt ändern und mich wieder auf Paleo konzentrieren, wobei ich doch so gerne Ziegenkäse esse. Also vielleicht doch ketogen? Ach, ich muss mich einfach mal wieder in das Thema reinlesen.

Vor allem muss ich lernen, wieder regelmäßig zu essen. Denn aktuell esse ich bis 14:30/15:00 Uhr gar nichts, weil ich im Büro keine Zeit habe und auch irgendwie keinen Hunger. Doch wenn ich Sport mache, dann treibt mich der Hunger um und ich bin immer auf der Suche nach was Essbarem. Leider treibt mich dann die Unterzuckerung dazu, einfach wahllos in den Kühlschrank oder in das Süßigkeitenfach zu greifen und das erst beste zu essen.

Also auch hier habe ich noch keinen wirklichen Plan und stehe ganz am Anfang. Aber ich habe ja noch um die 360 Tage Zeit, um mich zu entscheiden. 😀

Meine Work-Life-Balance finden

Das ist wohl aktuell meine schwierigste Baustelle und das liegt nicht am Job. Es liegt an mir selber. Leider gehöre ich nicht zu den Menschen, die auch in Teilzeit einfach nur ihren Job machen und mit verlassen des Büros auch alle Gedanken an die Arbeit hinter sich lassen. Nein, die Arbeit ist ständig präsent und schon nach einem Monat habe ich von 20 Stunden auf 25 Stunden aufgestockt, weil ich es sonst nicht geschafft hätte bzw. mich total unwohl gefühlt hätte.

Ich werde dieses Jahr die 25 Stunden durchziehen und zum Ende des Jahres entscheiden, ob ich meine Stunden wieder zurückfahre, oder ob ich dabei bleibe. Doch nur die Arbeitszeit ist es nicht. Es ist auch so, dass ich einfach nicht abschalten kann. Ich fühle mich Nepo gegenüber so schlecht, wenn ich mit ihm Bücher anschaue, esse oder spiele und in Gedanken bei der Arbeit bin.

Ich frage mich, wie das andere Mütter machen. Können sie abschalten oder mussten sie das auch erst lernen? Aktuell finde ich mein Leben nicht sehr toll, sondern habe das Gefühl nur noch am arbeiten zu sein. Die erste Zeit habe ich Nepo morgens mit dem Rad in die Krippe gefahren und nachmittags wieder abgeholt. Mittlerweile bringt mein Freund den Kleinen in die Krippe, weil die täglichen 16 km mit unserem 32 kg schwerem Lastenrad doch auf Dauer echt anstrengend waren. Zudem ist es nur noch ein Gehetze, so sehr, dass ich vor Weihnachten immer wieder auf Amazon Prime Now zurückgegriffen habe, um mir das Einkaufen und mir das Schleppen der Tüten und von Nepo in den 4. Stock zu ersparen.

Aktuell ist es im Büro ruhig und ich kann endlich in Ruhe arbeiten. Ich hoffe, dass bleibt noch einige Wochen so und ich schaffe es, für mich eine Work-Life-Balance herzustellen, die es mir ermöglicht, dass Büro Büro sein zu lassen.

Wie ich das als Hochsensible aber gestalten soll, muss ich auch erst noch rausfinden. Als Working Mum bin ich ja noch ganz frisch und erst seit zwei Monaten dabei. 🙂

Für mich wird 2017 sicher nicht das Jahr, in dem ich mein Leben auf den Kopf gestellt habe. Das will und muss ich nicht, denn mir geht es gut. Allerdings kann ich auch nicht sagen, dass alles so bleiben soll, wie bisher. Gerade die Themen „Job“ und „Kindergarten“ sind wahre Tretminen für mich. Geht eins von beiden schief, kann ich mir schon vorstellen München den Rücken zu kehren, weil ich einfach keinen Bock mehr habe, hier um alles zu kämpfen. Obwohl mir auch bewusst ist, dass in anderen Städten die Kitaplätze und angenehmen Teilzeitjobs auch nicht einfach so vom Himmel fallen.

Es bleibt also spannend 🙂