Monthly Archives: Februar 2016

28Feb/16

Warum wir unseren Sohn nicht mehr ins Bett bringen

Bis vor wenigen Wochen war unsere Abendplanung gleich derer vieler Eltern: Der Mann kam nach Hause, wir haben über den Tag gesprochen, er hat etwas mit Nepo gespielt und ihn dann zwischen 19:00 und 20:00 Uhr mit einer Flasche ins Bett gebracht. Vor einigen Monaten hat das alles noch super funktioniert und Nepo ist gleich eingeschlafen. Doch irgendwann wurde es zum Kampf und mal kam mein Freund nach einer halben Stunde wieder raus und ich bin rein, was natürlich überhaupt nichts gebracht hat – außer einem weinenden Kind und leicht frustriert-verzweifelten Eltern.

Als das „Zu-Bett-Bringen“ überhaupt nicht mehr geklappt hat, habe ich mit unserer Spielraum-Leiterin Silvia gesprochen. Wie jedes Mal kam sie während der Stunde zu mir, wie zu jeder anderen Mutter, und erkundigte sich nach unserem Befinden. Ich erzählte ihr, dass es uns nicht mehr gelingt Nepo ins Bett zu bringen und uns das den ganzen Abend über verfolgt. Sie meinte das sei sicher eine Phase, aber sie hätte auch noch einen Artikel für mich, den sie mir nach der Brotzeit gern geben würde.

Als Nepo dann nach der Stunde mit seinen Spielkameraden Brotzeit machte, gab mir Silvia den Artikel mit der genialen Überschrift: „Zen in der Kunst des Zu Bett Gehens oder: Die Mär vom Zu-Bett-Gehen“. Nach kurzem Googeln habe ich ihn hier gefunden. Ich muss zugeben, dass ich schon sehr darauf acht gebe, wer mir welche Tipps und Artikel gibt und aufgrund meiner Einstellung gegenüber Montessori und Pikler prallen sicher 80% aller „Ratschläge“ von mir ab. Silva, ebenso wie Bettina, unsere Spielraumleiterin bei der siaf sind aber Montessori- und Pikler-Pädagogen und ihren empfohlenen Artikeln schenke ich eben mehr Beachtung, als Müttern, die mir begeistert von irgendwelchen Schlafprogrammen erzählen. Aber ich denke da unterscheide ich mich nicht von anderen Müttern, die natürlich auch schauen, welche Empfehlungen sich mit ihren Einstellungen überschneiden.

Nun aber zurück zum Artikel. Wir waren dann nachmittags im Café Glanz, wo Nepo mich schlichtweg vergisst. Er hat dort seine vertrauten Gesichter in Form der Mitarbeiterinnen, es gibt dort zwei große Kisten mit Duplo und einer Brio Bahn und vor allem gibt es Kinder. Für mich also der ideale Zeitpunkt diesen Artikel zu lesen und ich kann jetzt schon sagen: Er hat bei uns ein Umdenken bewirkt.

In ihrem Artikel räumt die Autorin Naomi Aldort mit den allseits bekannten Überzeugungen auf, die auch wir teilweise hatten.

  1. Kinder müssen zu Bett „gebracht“ werden
  2. Eltern pflegen ihre Beziehung am Abend
  3. Die März vom „Zur-Ruhe-Kommen“
  4. Wie lange darf das Zu-Bett-Gehen dauern?
  5. Das Kind weiß, wann es müde ist
  6. Die Mär vom quengeligen Kind
  7. Die Mär vom „Wieder-munter-Werden“
  8. Die Kontrolle der Eltern

Nachfolgend möchte ich gern auf unsere Sicht der acht Punkte eingehen, da ich nicht nochmal die Sicht der Autorin wiedergeben will, denn die könnt ihr direkt im Artikel nachlesen.

Kinder müssen zu Bett „gebracht“ werden

Ja, dieser Ansicht waren wir auch lange. Während man den Neugeborenen noch zutraut, dass sie ihren eigenen Instinkt haben, was das Schlafen anbelangt, so versucht man schon bei drei- bis sechs Monate alten Kindern zumindest abends einen „Schlafrhythmus“ einzuführen. Die einen machen es über Schlafprogramme, die anderen mit Ritualen, der Flasche, mit Danebenliegen und und und. Bei uns war es immer die Flasche und die Ruhe des Papa, was mal mehr, mal weniger funktioniert hat. Letztendlich waren es aber immer wir, die bestimmt haben, wann Nepo ins Bett geht. Nämlich dann, wenn wir Anzeichen von Müdigkeit gesehen haben. Oft hat das auch funktioniert, genauso oft aber auch nicht.

Seit gut zwei Wochen haben wir aufgehört Nepo ins Bett zu bringen. Die einen mögen das mutig nennen, die anderen eine Kapitulation vorm Kind. Beides kann ich verstehen, denn es bricht mit den gängigen Regeln. Doch wie so oft haben wir auch beim zu Bett „bringen“ gemerkt, dass die gängigen Varianten bei uns nicht so funktionieren. Das Schlafen gehen ist bei vielen, wie so oft, ein Machtkampf zwischen Eltern und Kind, den ich nicht mehr bereit bin zu kämpfen. Ich halte nichts von Macht und muss sie schon gar nicht gegenüber meinem Kind demonstrieren. Ich bin hochsensibel und ich fühle mich nicht gut, wenn sich mein Kind in den Schlaf weint. Für mich ist es untragbar nach einem Streit oder traurig ins Bett zu gehen. Warum sollte ich das von meinem Sohn verlangen?

Nepo geht nun mit mir ins Bett und da ich gerade meinen Biorhythmus umstelle bzw. so lebe, wie er für mich am besten ist, bin ich immer sehr früh müde. In den letzten Tagen bin ich immer zwischen 20:00 und 21:00 Uhr ins Bett gegangen. Ich kann mich dann hinlegen, vor mich hindösen, über den Tag nachdenken. Ich bin abends so kaputt, dass ich irgendwann einschlafe. Meist spielt Nepo dann noch in seinem Bett, dass neben meinem steht, mit seinen Autos oder schmiegt seinen Kopf an meinen. Es kommt vor, dass er vor mir einschläft, meist aber direkt nach mir.

Für mich ist das aktuell sehr entspannend. Die Sorgen und Gedanken vom zu Bett bringen sind bei mir nicht mehr da und ich geniesse abends die Zeit mit Nepo. Nichts lenkt uns ab und wir spaßen manchmal rum, manchmal spiele ich mit ihm oder lese aus seinen Büchern vor. Ich kann mich voll auf ihn konzentrieren und da ich nicht vorhabe nochmal aufzustehen, denke ich auch nicht daran, was ich noch alles zu tun hätte.

Für ihn ist die Zeit im Bett nun auch keine schlimme Zeit, sondern er liegt gern bei mir. Eben weil er weiß, dass er jederzeit aufstehen kann. Er weiß, dass er nichts verpasst und noch mehr spürt er, dass Schlafen gehen nicht schlimm ist oder gar eine Strafe darstellt.

Ich bin ein Frühaufsteher und mittlerweile bin ich es gewohnt, um 05:00 Uhr aufzustehen. Meist werde ich von allein wach, nur manchmal brauche ich einen Wecker. Da Nepo dann relativ spät ins Bett geht, schläft er meist bis 8:00 Uhr. Für mich ist die Zeit am Morgen sehr wertvoll. Ich bin fit und kann viele Dinge erledigen. Wenn er dann aufwacht bin ich entspannt und kann mit ihn in den Tag starten.

Elternzeit

Ich finde nicht, dass wir jetzt weniger Zeit füreinander haben, nur weil wir Nepo jetzt nicht mehr ins Bett bringen. Wenn mein Freund aus dem Büro kommt, reden wir miteinander über den Tag, über unsere Sorgen, Wünsche – eigentlich über alles mögliche. Wir zwei sind keine TV-Fans, weswegen wir schon mal gar keinen Fernseher haben. Obwohl wir auch über unseren großen Mac TV schauen könnten, machen wir es nicht. Das macht meiner Meinung nach viel aus.

Wir geniessen unsere Zeit zu dritt und wir als Eltern haben nicht das Gefühl, dass uns jetzt Zeit für uns fehlt. Nepo ist ein Teil von uns und er nimmt an unserem Alltag und Leben teil, so wie wir an seinem teilnehmen dürfen. Wichtig ist, dass jeder auch mal für sich Zeit hat. Ich habe das morgens und mein Freund abends.

Als wir Nepo noch ins Bett gebracht haben, war es ja auch nicht anders. Einer war immer bei ihm und der andere hat sein Ding gemacht. Wenn das zu Bett bringen besonders lang und aufreibend war, war der Abend dann sowieso gelaufen und wir waren beide zu fertig für alles.

Uns geht es sehr gut und wir haben nicht das Gefühl als Paar hinten anzustehen, nur weil wir nie zu zweit ausgehen oder unseren Sohn um 18:00 Uhr ins Bett bringen, um dann gemeinsam vor dem Fernseher zu sitzen, wo dann doch jeder nur für sich ist.

Die Mär vom Zur-Ruhe-Kommen

Nepo signalisiert uns mittlerweile schon sehr gut, wenn er mal seine Ruhe braucht oder gar müde ist. Ich selbst gehe da gar nicht aktiv auf ihn zu, und will das er zur Ruhe kommt oder mal tief durchatmet. Meist ist er es, der ein, zwei, drei Bücher anschleppt und diese dann mit mir anschaut. Er blättert sie durch, zeigt mir dies und das, ich erzähle ihm was zu den Bildern oder lese vor. Irgendwann ist es dann vorbei und er widmet sich dann sehr konzentriert seinen Autos.

Bevor ich ins Bett gehe, muss Nepo natürlich seinen Schlafanzug anziehen. Ich lege ihn dann raus und manchmal kommt er von allein, legt sich neben den Schlafanzug und lässt sich anziehen. Wenn er nicht möchte, dann zwinge ich ihn nicht, weil ich weiß, irgendwann kommt er schon. Manchmal sind es nur wenige Minuten die ein entspanntes Umziehen von einem Kampf unterscheiden. Hier gilt wie so oft: Gut Ding will Weile haben.

Wie lange darf das Zu-Bett-Gehen dauern?

Ich muss mir diese Frage nicht mehr stellen, denn ich bleibe ja, wie Nepo, im Bett. Ich denke nicht daran, was ich alles noch tun muss oder werde genervt, weil Nepo nach 20 Minuten immer noch nicht schläft. Nein, wir können kuscheln, Quatsch machen oder ich liege einfach nur da und geniesse meine Ruhe, auch wenn Nepo neben mir mit seinen Holztraktor agiert.

Wenn ich im Bett liege, habe ich kein Zeitgefühl und kann nicht sagen, wie lange Nepo noch rumspringt. Irgendwann schlafe ich ein und wenn ich nachts aufwache, dann schläft er auch. Mein Freund sagt mir dann, dass er kurz nach mir eingeschlafen ist oder noch Ewigkeiten draußen rumsprang.

Für mich ist das jetzige Zu-Bett-Gehen auf jeden Fall kurzweiliger, als früher. Zudem darf man nicht die Qualität der Zeit vergessen, die man mit dem Kind verbringt, wenn man gemeinsam ins Bett geht. Vielleicht wird Nepo irgendwann von allein ins Bett gehen, auch wenn ich nicht da bin. Vielleicht wird er eine Weile im Bett liegen und spielen, um dann einzuschlafen. Vielleicht wird das irgendwann sein, vielleicht aber auch nicht.

Das Kind weiß, wann es müde ist

Nepo schläft ein, wenn er und sein Körper es für richtig halten. Nicht mein Freund und nicht ich entscheiden, wann er müde ist. Manchmal findet er nicht in den Schlaf, manchmal lacht er und zwei Sekunden später schläft er. Manchmal schläft er ein, wenn er über mich drüber klettert und manchmal in mitten seiner Autos im Bett.

Wir sind für ihn da, unabhängig, ob er wach ist oder schläft und das ist das wichtigste.

Die Mär vom quengeligen Kind

Als wir gestern Abend von Augsburg nach München gefahren sind, quengelte Nepo auf der Rückbank. Ich bewundere Eltern die das einfach so aushalten. Mich macht das fertig, mein ganzer Körper kribbelt und ich würde alles in meiner Macht stehende tun, damit Nepo es besser geht. Aber das geht nicht. Mein Freund hat mich gestern auf der Fahrt einfach gebeten, ruhig zu sein und Nepo auch einfach mal quengeln zu lassen. Es viel mir schwer, aber irgendwann hat er aufgehört und wenig später ist er eingeschlafen. Die Nacht war zudem eine sehr ruhige.

Die Launen des Kindes genauso zu akzeptieren wie die Launen eines Erwachsenen ist immer noch eine Herausforderung für mich. Aber so wie ich mal schlechte Laune habe, so hat Nepo sie eben auch. Und ich muss das akzeptieren, auch wenn es mir als Hochsensibelchen immer noch schwer fällt.

Die Mär vom „Wieder-munter-Werden“

Im Gegensatz zur Autorin finde ich am „Wieder-munter-Werden“ nichts herrlich. Kann es herrlich sein nachts von 0:30 bis 2:30 Uhr wach zu sein? Nein, es ist nicht herrlich. Auch als Nepo nachts wach wurde und um 1:00 Uhr mit seinen Autos spielen wollte, konnte ich nicht staunen, wie die Autorin sagt, sondern wollte nur weinen. Zum Glück sind die Zeiten bei ihm vorbei und er wacht nachts nur kurz auf. Wir sind dagegen schon öfters wach. Montag war sehr krass für mich. Ich bin um 2:38 Uhr aufgewacht und nach einer Stunde im Bett wälzen aufgestanden. Ich hoffe das wird heute nicht so. 😮

Die Kontrolle der Eltern

Mein Freund hat gerade Jesper Juul neuestes Buch „Leitwölfe sein“ gelesen. Darin geht es auch um Machtkämpfe und die Tatsache, dass Eltern ihr Kind als Projekt sehen. Wenn man natürlich als Eltern so eine Einstellung hat, dann ist auch das „Zu-Bett-Gehen“ eine Machtfrage und die gewinnt auf den ersten Blick der Stärkere, auf den zweiten Blick verlieren aber beide.

Ich kann Nepo nicht befehlen, wann er schlafen soll. Er schläft, wenn er es für richtig hält. Ich habe im Leben genug Projekte gehabt, dass ich nun keines mehr brauche. Ich möchte meinem Kind auf Augenhöhe begegnen und so wie ich mir von niemandem vorschreiben lasse, wann ich ins Bett gehen soll oder was ich essen soll, so will ich meinem Sohn gegenüber auch nicht auftreten. Es würde auch nicht funktionieren, denn mein Herz würde zerspringen.

 

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Letztendlich muss jeder jeden Tag für sich entscheiden, was richtig und was falsch ist. Wir haben aufgehört unseren Sohn ins Bett zu bringen und fahren damit gut. Jetzt ist es 20:57 Uhr und ich bin todmüde. Nepo ist heute ohne mich eingeschlafen und jetzt gehe ich zu ihm. Mein Wecker wird morgen um 4:30 Uhr klingeln und dann will ich fit sein. Ich sags ja: Jeder Mensch hat so seine Stärken und Vorlieben. Und während Nepo eine Eule wird, bin ich eben die Lerche.

 

 

20Feb/16

Minimalismus: So wird aus einem Verpackungskarton ein Spielteppich

Nachdem ich am heutigen Vormittag meine Mami Auszeit hatte, gehörte der Nachmittag Nepo und dem Malen der Strassenlandschaft für Nepo.

Man nehme einen alten Verpackungskarton. In unserem Fall war das der Karton, in dem letzten Samstag Nepos Lattenrost geliefert wurde.

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Dann überlegt man sich grob, wie das Stadt-Land-Gemälde aussehen soll und schon kann es losgehen.

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Was die Stifte anbelangt, so habe ich einfach die Stabilo Stifte genommen, die Nepo von einer Freundin zum ersten Geburtstag geschenkt bekommen hat. Wir nutzen die Stifte immer, weil sie sich wunderbar wieder vom Laminat abwischen lassen. Eine Eigenschaft, die ich in den letzten Wochen sehr zu schätzen gelernt habe.

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Nepo konnte es gar nicht abwarten und hat schon mal die eine oder andere bemalte Stelle eingenommen. Ab und an hat er mit den Stiften auch selbst Hand angelegt, aber das viel in dem bunten Ergebnis irgendwie gar nicht auf.

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Das tolle an dem „Spielteppich“ oder dem „Spielkarton“: Abends klappen wir ihn einfach zusammen, die Tiere bleiben drin und ab geht es damit unter die Couch. Morgen holen wir es wieder hervor und können einfach weiterspielen, vielleicht sogar mit unserer super tollen Parkgarage.

Sollte Nepo irgendwann keinen Bock mehr auf diese Stadt haben, dann fällt das „entsorgen“ auch nicht mehr so schwer.

 

20Feb/16

Mama Auszeit: Don´t forget to love yourself

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Durchnässt, aber glücklich, bin ich gerade wieder nach Hause gekommen. Heute habe ich mir wieder eine Auszeit von meinem Mama sein genommen und mich mit Freunden zum Kaffee in der Innenstadt, genauer gesagt im 5. OG des Oberpollinger getroffen.

Ich habe die Zeit sehr genossen und merke wie wichtig es mir ist, regelmäßig Dinge zu tun, die nicht mit Nepo und meiner Rolle als Mutter verbunden sind. Genauso wichtig ist es mir, mich mit Freunden zu treffen, die so gar nichts mit Kindern zu tun haben. Es hilft mir nicht komplett den Fokus aufs Mama sein zu legen. Nepo ist ein Teil von mir, so wie ich ein Teil von ihm bin. Aber so, wie er sich seinen, altersbedingt noch begrenzten Freiraum nimmt, so nehme ich mir meinen.

Irgendwann wird die Zeit kommen, da möchte er sicher nicht mehr mit mir in der Öffentlichkeit Händchen halten und was ich sage und vertrete ist wahrscheinlich auch oberspiessig und total weltfremd. Und ich denke, dass wird für mich teilweise schwer sein, teilweise wird es mich freuen, denn es zeigt, dass er seine Individualität und Identität hat, die mir für mich auch so wichtig ist.

Ich bin meinem Freund so dankbar, dass er meinen kleinen Alltagsflüchte so locker hinnimmt und mit Nepo dann sein Papa-Sohn-Ding durchzieht und so wie heute mit ihm Ausflüge macht, die ich jetzt vielleicht nicht so spannend finde. Heute waren sie zum Beispiel im Miniland, einem Miniatur Museum für Eisenbahnen. Für Nepo, der die Eisenbahn so liebt, sicher ein Highlight, für mich eher weniger. Das ich da nicht mit möchte, finde ich jetzt weder egoistisch, noch unzumutbar. Ich glaube die beiden hatten viel Spaß und ich freu mich, wenn sie gleich aufwachen und wir zusammen Zeit verbringen können.

Ich bin jetzt gerade durch den Regen gelaufen und mir ist wieder klar geworden, welches Glück ich mit meinem Freund, meinem Sohn, meinen Freunden und dem Leben in München habe. Alles ist perfekt so wie es ist. Ich fühle mich gut, auch wenn der eisige Wind weht und mir den Schneeregen ins Gesicht drückt. Ich habe mich den ganzen Heimweg auf Nepo gefreut und ihn vor mir gesehen, wie er heute morgen durch die Wohnung gefetzt ist. Ich freue mich auf meinen Freund, der mir sicher in epischer Breite vom heutigen Miniland-Besuch erzählen wird. Ich freue mich an den Kerzen, die ich jetzt angemacht habe und darauf, dass ich jetzt gleich einen Paleo Marmorkuchen backen werde.

Ja, ich geniesse mein Leben und bin dankbar für alles was mir widerfahren ist. Ich wünsche euch noch einen wunderbaren Samstag. Ich geh jetzt in die Küche und back meinen Kuchen.

By the way: Ich liebe meinen Freund auch dafür, dass wir den Valentinstag als ganz normalen Sonntag verbracht haben. Es gab keine Blumen, keinen gedeckten Tisch und schon gar kein aufgesetztes Candlelight Dinner. Es war ein sehr entspannter Sonntag und ich war einfach nur glücklich. 🙂

 

17Feb/16

Montessori: Infoabend in der Krippe „Kleiner Budenzauber“ in München

Gestern fand endlich der von mir so lang ersehnte Infoabend der Montessori Krippe „Kleiner Budenzauber“ in München Ramersdorf statt. Offizieller Beginn war 19:00 Uhr, doch die netten Mitarbeiterinnen öffneten für uns Interessenten schon früher das Haus. Nachdem wir von einer Erzieherin an der Eingangstür begrüßt wurden und sie uns kurz erklärte, wie der Ablauf des Abends ist, zogen wir unsere Jacken und Schuhe, auch die von Nepo natürlich, aus, trugen uns auf die Anwesenheitsliste ein und betraten die Räumlichkeiten.

Beginn des Rundgang: Im Erdgeschoss regieren die „großen“ Kinder

Im Erdgeschoss befinden sich die Räume für die größeren Kinder. Gleich am Eingang stand, sehr zu Nepos Entzücken, eine Parkgarage mit Autos und einem Hubschrauber. Er war natürlich gleich hin und weg und quietschte ganz aufgeregt. Die Autos drückte er auch gleich einer Erzieherin in die Hand, während ich ihn beobachtete und an dem kleinen Esstisch Platz nahm. Der Esstisch umfasst, wenn ich mich richtig erinnere, nur drei Plätze, da in dieser Krippe die Erfahrung gemacht wurde, dass zu viele Kinder am Tisch für Unruhe sorgen. Das kann ich aus persönlicher Erfahrung bestätigen, denn am Vormittag haben wir nach dem Spielraum im Montessori21 auch zusammen Brotzeit gemacht. Zwar animieren andere Kinder Nepo zum Essen, aber sobald ein Kind aufspringt, ist Nepo auch auf und davon. Ihn wieder an den Tisch zu bitten, ist sehr schwierig bis aussichtslos. Trotzdem finde ich die gemeinsame Brotzeit nach dem Spielraum super und Nepo geniesst sie auch.

Zurück zum gestrigen Abend und dem Kleinen Budenzauber: Nachdem Nepo die Autos nicht mehr interessant fand, gingen wir in den großen Bewegungs- und Spielraum. Die Hengstenberg Geräte kennen wir beide aus dem Spielraum und ich liebe sie. Nepo normalerweise auch, nur diesmal stand eben auch ein Korb mit Autos (juhu, noch mehr Autos) rum und er stürmte so fort ganz aufgeregt hin, wedelte wild mit den Armen und wusste gar nicht, welches Auto er zuerst aus dem Korb nehmen soll. Mein Freund blieb bei ihm, sodass ich mir in der Zeit die Schlaf- und Wickelräume anschauen konnte. Ich liebe diesen Wickelaufsatz, den ich schon so oft in Büchern und Videos über das Lóczy gesehen habe. Leider haben wir zuhause kein solch einen Wickelaufsatz. Zum einen, weil Nepo schon sechs Monate alt war, als ich Emmi Pikler für uns entdeckt habe, zum anderen haben wir nur 66 qm und eine Dachgeschosswohnung, sodass wir sehr wenig Platz gehabt hätten. Auch sonst war alles kindgerecht eingerichtet, sodass die Kinder sich selbständig waschen und auf Toilette gehen können. Zurück im großen Raum, schaute ich mir die Spielecke an und freue mich, dass dort der Grimm Regenbogen in einer anderen Ausführung stand. Ich würde zu gern wissen, wie oft der genutzt wird, denn unserer zuhause ist nicht sehr gefragt. 🙁

Exkurs: Laufgitter zur ungestörten Entfaltung und altershomogene Gruppen

Dieser große Raum ist, wie auch der große Raum im Obergeschoss durch Gitter getrennt, die an ein riesiges Laufgitter erinnern. Ich kenne diese Abgrenzung aus den Pikler Videos und aus dem Montessori21 Haus, trotzdem waren wohl einige irritiert, weil diese Gitter scheinbar nicht so recht zur freien Entfaltung passen. In der späteren Inforunde, an der alle Eltern teilnahmen, erklärte dann die Krippenleiterin, dass die Trenngitter zum Schutz der unterschiedlich entwickelten Kinder dienen. So ist gewährleistet, dass ein Kind, dass noch nicht so gut laufen kann, trotzdem seinen Bewegungsdrang in einem ausreichend großen Bereich ausleben kann, ohne eventuell von Kindern gestört zu werden, die schon sehr sicher laufen. Die Gitter sind auch keine Wände, sodass das die Kinder jederzeit mit den anderen Kindern interagieren können.

Wo ich gerade beim Schutz der Kinder bin. Im Budenzauber gibt es keine altersübergreifenden Gruppen, weil sie die Ansicht vertreten, dass sich jedes Kind so entwickeln sollte, wie es der innere Bauplan vorsieht. Sind Kinder mit größeren Kindern zusammen, orientieren sie sich vielleicht an den größeren, versuchen mitzugehen und gehen Entwicklungsschritte, für die sie vielleicht noch nicht bereit sind. Die Krippenleiterin hat dann aber gleich die Anmerkung gegeben, dass es bei Geschwisterkindern natürlich etwas anderes ist. 

Dies nur als kleiner Zwischenruf. Nachdem wir uns das Erdgeschoss angeschaut haben, ging es ins Obergeschoss, wo später dann auch die große Inforunde stattfand.

Obergeschoss: Das Reich der Kleinen

Als wir im Obergeschoss waren, gingen wir erst an den Garderoben der kleineren Krippenkinder vorbei. Durch einen Flur und am Bad vorbei kamen wir in den Essbereich, wo zwei Lózcy Bänkchen standen. Dort erklärte eine Erzieherin, werden die Kinder eins zu eins gefüttert. Das heißt vor jedem Kind sitzt die jeweilige Bezugsperson der Krippe und begleitet das Kind durch die Essenssituation. Diese intensive Betreuung entspricht dem Gedanken von Emmi Pikler, die ja der Pflege und Hygiene sehr viel Aufmerksamkeit gewidmet hat und die Erzieher bzw. Betreuer sich nur immer auf ein Kind einlassen, dafür aber zu 100 Prozent.

Durchquert man den Essbereich steht man im großen Spiel- und Bewegungsraum. Hier finden sich auch wieder abgegrenzte Bereiche, in denen sich die Kinder frei entfalten können. Offene Betten laden zum ausruhen ein, die Rampen zum Klettern oder wie Nepo es immer liebt, zum Rutschen.

In diesem großen Raum fand dann auch der Infoabend statt. Für die Kinder war das super und speziell für Nepo war es fast wie Spielraum, nur mit ganz wenig Kindern und sehr vielen Zuschauern.

Ablauf der Infoveranstaltung

Nachdem sich alle Eltern in diesem großen Raum eingefunden hatten, begann die Krippenleiterin mit der Infoveranstaltung. Wir Eltern saßen auf dem Boden oder auf den kleinen Hockern. Hinter uns an der Wand war ein Geburtstagskreis und siehe da dort war auch ein Junge, den ich in PEKiP im Alter von drei Monaten kennengelernt habe. Scheinbar habe nicht nur ich gemerkt, dass Pikler viel besser als PEKiP ist. 😉

Durch die Infoveranstaltung führte die Krippenleiterin, die zuerst sich vorstellte, danach kamen die Mitarbeiter an die Reihe. Als nächstes folgte die Erläuterung des Konzepts von Emmi Pikler, abgerundet wurde die Theorie durch praktische Beispiele aus dem hiesigen Krippenalltag. Ein Video zeigte beispielsweise, wie die Essenssituation im Obergeschoss, also bei den Kleineren gestaltet wird. Dann wurden noch einige Bilder gezeigt und mit Informationen rund um den Tagesablauf abgerundet. Neben den Mitarbeiterinnen kamen auch zwei Frauen vom Vorstand bzw. von der Elternarbeit zu Wort. Besonders die Elternmitarbeit und der Bewerbungsprozess wurden angesprochen.

Irgendwann bekam Nepo Hunger und ich verließ mit ihm und einer Brezel den Raum, setzte mich mit ihm an das Loczy Essbänkchen und versuchte noch etwas aus der Runde mitzubekommen.

Obwohl Nepo dann munter durch das Obergeschoss spazierte, konnte ich einen großen Teil der Informationen mitbekommen. Den Rest hat mein Freund, der im Raum geblieben ist, mitgenommen. Ich bin da sehr froh drum, weil ich ja als hochsensibler Mensch nicht nur die Worte aufnehme, sondern Gerüche, Mimiken und Gestiken. Es kann also sein, dass ich vor lauter vergeblicher Filterversuche einfach mal was überhöre. Überraschenderweise habe ich aber, obwohl ich draußen war fast alles mitbekommen, inklusive der Fragerunde.

So weiß ich nun, dass auch der Budenzauber einen Spielraum plant, für den wir dann auch gleich mal unser Interesse bekundet haben. Ob er in der Altersklasse von Nepo stattfindet, weiß ich allerdings nicht, denn der Großteil der vorgemerkten Kinder ca. ein Jahr jünger sind und mittlerweile weiß ich schon, dass das ein riesiger Unterschied ist.

Mein Fazit zum Infoabend

Alles in allem war es für uns ein informativer Abend, auch wenn mir klar wurde, dass es sehr hart wird dort einen Platz zu bekommen.

Für mich beginnt jetzt die Arbeit. Am Wochenende werde ich die Bewerbungsmappe fertigmachen. Heute hatte ich im Spielraum schon unseren Narrative Clip dabei und ein paar Fotos von Nepo im Spielraum gemacht.

Ich bin wirklich gespannt, ob es reicht für einen Platz. Auf jeden Fall sind wir jetzt schlauer und es bleibt spannend. 😀

 

16Feb/16

Minimalismus: Die kindersichere Aufbewahrung von Putz- und Drogeriemitteln

Wir sind Minimalisten und leben in einer 66 Quadratmeter Wohnung in München. Obwohl wir immer überlegt einkaufen, so gibt es doch Phasen, da kommt mehr in die Wohnung rein, als wir verbrauchen können. Aktuell durchleben wir wieder so eine Phase und das hat zwei Gründe:

  1. Die Auflösung meiner Wohnung im Dezember 2015 hat eine Fülle an Putz- und Drogeriemitteln in unser Bad gespült
  2. Haben wir entdeckt, wie leicht es ist Spülmittel, Waschmittel, Gesichtsreiniger oder Deo selbst zu produzieren. Das bedeutet aber leider auch, dass wir jetzt viele Packungen Natron, Kernseife, Essig oder Zitronensäure zuhause haben

Der wichtigste Grund aber für meine Überlegung, wie ich vor allem unsere Putzmittel verstauen kann, ist die Frage nach der Kindersicherheit. Wir haben hier zuhause eine „open door policy“, das heißt jeder kann überall rein und hin. Das gilt auch für unseren Sohn. Bis auf die Sicherung der Steckdosen haben wir keine weiteren Vorsichtsmaßnahmen getroffen und werden das in naher Zukunft auch nicht tun. Er kann jede Schranktür öffnen und ist das nun gewohnt. Leider gehören dazu auch die Schranktür unter der Spüle mit Spülmittel, Tabs und Salz, sowie der Schrank im Bad, in dem wir jede Art von Putzmaterial aufbewahren.

Nun kommt neben der Kindersicherheit noch der Platz dazu. Aktuell fliegt alles irgendwie im Schrank herum, keiner weiß genau wo was ist. Damit wir hier endlich eine Struktur haben, muss ich alles umpacken.

Bild_Aufbewahrung Putzmittel

Quelle: Pinterest

Die perfekte Lösung für mich sind Plastikboxen, die ich mir online bei Hellweg rausgesucht habe. Zwar haben wir bereits Boxen von Muji, aber die reichen nicht aus. Die sind zu klein und offen. Ich brauche große Boxen und vor allem brauche ich verschließbare, durchsichtige Boxen.

Geplant habe ich für das Bad zwei Boxen und für die Küche eine Box. Ich werde diese Box mit dem 12 Liter Fassungsvermögen nutzen und die Reinigungsmittel wie folgt aufteilen:

Box in der Küche wird die Spülutensilien und die Produkte, die wir für die Herstellung von Reinigungs- und Pflegeprodukten beinhalten.

Im Bad gibt es eine Box in der ich die Waschmittel nebst Gallseife aufbewahre. Weichspüler haben wir mit dem selbstgemachten Waschmittel ja schon gar nicht mehr. Die andere Box werde ich für die Putzmittel verwenden.

Die Boxen sind durchsichtig, was für mich sehr wichtig ist, damit ich auf einen Blick sehe, was drin ist. Zudem gehe ich davon aus, dass der Deckel aktuell noch nicht von Nepo geöffnet werden kann. Bisher schafft er mit Glück die Schraubverschlüsse. Aber auch nur die von den Ölflaschen. 😉

Jetzt könnte man natürlich fragen, warum ich das online bestelle. Tja, leider sind wir doch sehr exzessive Online Besteller:

  • weil mein Freund unter der Woche bis abends arbeitet und wir samstags nicht gerne unsere Zeit in Bau- oder Möbelmärkten verbringen
  • weil ich unter der Woche allein bin,
  • weil mein Sohn mit seinen 18 Monaten noch nicht so Lust hat ins vierte OG zu laufen,
  • weil ich nicht weiß, wie ich die Boxen mit Kinderwagen nach Hause transportieren soll
  • weil ich gesehen habe, dass die Familie unter uns mittlerweile auch ihre Nahrungsmittel online bestellen und liefern lassen
  • und zu guter Letzte: Diese Kisten gibt es in unserem Baumarkt nicht, jedenfalls nicht in der Beschaffenheit.

Wir kaufen viel online, aber noch mehr kaufen wir hier vor Ort, nämlich alles was mit Nahrung, Drogerie oder Putzmittel zu tun hat. Zudem würde ich Nepos Laufschuhe nie online bestellen, weil wir nur vor Ort so eine tolle Beratung bekommen. Kleidung für Nepo kaufen wir auch in lokalen Geschäften bzw. noch mehr in den Flohmärkten, die hier regelmäßig stattfinden.

Nein, ich fühle mich nicht schlecht, weil ich die Boxen online bestelle. Sie sind perfekt und ich freue mich schon sehr darauf. 🙂

 

 

 

 

 

 

 

16Feb/16

Mein minimalistischer Mamiblog

Es ist jetzt über ein Jahr dass ich meinen Blog gestartet habe. Damals war ich an einem Punkt angelangt, in dem ich mit meinem Leben nicht so zufrieden war. Ich betone mit meinem Leben, nicht mit meiner Rolle als Mutter, obwohl ich da auch etwas Orientierung brauchte, was das Thema „Erziehung“ betraf.

Jetzt im Februar 2016 geht es mir unglaublich gut. Ich habe ein sehr spannendes und vor allem befreiendes Jahr hinter mir. Mittlerweile habe ich 12 Kilo weniger auf den Hüften bzw. am Körper, wir leben in unseren kleinen Wohnung den Minimalismus und ich habe für mich als Mutter die Ansichten von Emmi Pikler und Maria Montessori entdeckt.

Mein Leben ist jetzt wirklich gut geordnet, Nepo und ich haben so was wie einen Rhythmus und geniessen jeden Tag. Aber genau diese neue Lebenseinstellung fand sich nicht in meinem Blog wieder. Irgendwie hing alles auf dem Niveau von Anfang 2015 und so beschloss ich, meinen Blog an mein Leben anzupassen.

Weniger ist mehr

Der erste Schritt war die Anpassung des Layouts. Ich wollte den Minimalismus auch in meinen Blog bringen. Mir fehlt das Schreiben leichter, als das fotografieren. Weswegen mir wichtig war, eine Artikelansicht ohne Bilder zu haben, da ich weder eine gute Kamera noch die Zeit für aufwendige Bildgestaltung habe.

Da ich gerade bei der Artikelansicht bin: Bisher war immer nur ein Blogartikel sichtbar. Das fand ich suboptimal und unübersichtlich. Jetzt habe ich die letzten Artikel immer angeteasert auf der Startseite, allerdings erschließt sich mir noch nicht, wie ich den Text in der Vorschau optimieren kann. Auf jeden Fall finde ich es schon mal übersichtlicher, ich hoffe ihr auch. 🙂

Was das Thema Bilder anbelangt. Ich weiß, dass Bilder immer sehr viel mehr aussagen, als Worte. Auch bewundere ich die tollen Bilder in anderen Blogs, aber wir sind Minimalisten. Weder verfüge ich über eine gute Digitalkamera, genauer genommen verfüge ich über keine Digitalkamera, noch taugt mein altes iPhone 5 für so tolle Bilder. Früher konnte ich noch mit meinem iPhone 6 gute Bilder machen, aber das hat mich ja Anfang November im Stich gelassen.

Das neue Layout macht mich glücklich

Auch wenn es für manche Betrachter vielleicht ein Ticken zu minimalistisch ist, so bin ich doch glücklich und habe wieder Spaß an meinem Blog gefunden. Es stehen noch einige Updates bevor, aber aktuell bin ich hochmotiviert und freue mich jeden Tag etwas auf meinem Blog veröffentlichen zu können.

In diesem Sinne werde ich mich mal meinen „Über mich“ Seiten und einigen anderen neuen Seiten widmen.

15Feb/16

Vorträge im Montessori21 Haus

Nachdem ich schon vor kurzem über Vorträge und Events im Café Glanz geschrieben habe, möchte ich das gleiche jetzt auch für das Montessori21 Haus tun. In diesem sind wir jeden Dienstag zum „Miteinander wachsen“ Kurs, den ich sehr empfehlen kann.

Hier sind die Vorträge, die sich alle sehr spannend anhören in chronologischer Reihenfolge. Ich habe jetzt einfach die Beschreibung von der Website übernommen.

Kinder verstehen und begleiten: Zum sprachlichen Umgang in Konfliktsituationen (Vortrag)

Anhand von mitgebrachten Beispielen aus dem Erziehungsalltag mit leiblichen Kindern, Stiefkindern, Pflege- und Adoptivkindern suchen wir nach einer „Sprache“, die unsere Kinder erreicht.

Montag, 29.02.2016

Anmeldung bei anke.laukemper@sichere-bindung-muenchen.de

Umgang mit starken Gefühlen und Aggressionen (Vortrag)

Konflikte erzeugen starke Gefühle, die sich oft wie ein Vulkanausbruch nach außen zeigen. Das erleben Eltern mit ihren Kindern, aber auch Erwachsene untereinander. Von den Beteiligten wird das in der Regel als destruktiv empfunden. Die Energie, die sich darin zeigt, bietet zugleich eine Chance, in „echten“ Kontakt miteinander zu kommen. Dazu möchte der Abend anhand von Impulsen aus „der Gewaltfreien Kommunikation“ einen Beitrag leisten.

Donnerstag, 17.03.2016

Anmeldung bei dorothee.blaess@wesensentfaltung.de, 08024-477546

Beziehungsvolle Pflege mit Säuglingen und Kleinkindern nach Emmi Pikler (Vortrag)

Die ungarische Kinderärztin Dr. Emmi Pikler zeigte in ihrer lebenslangen Arbeit mit Säuglingen und Kleinkindern, welche Bedeutung die feinfühlige, beziehungsvolle Pflege für die Entfaltung der Persönlichkeit des Kindes hat. Wir erarbeiten anhand von Beispielen, wie das Kind z.B. Wickelsituationen als bedeutungsvollen Moment der Beziehung, der ungeteilten Zuwendung vom Erwachsenen sowie der Selbstwirksamkeit und der eigenen Kompetenz erlebt.

Dienstag, 26.04.2016

Anmeldung bei silvia.neunert@montessori21.de

Einführung in die Sandspieltherapie: Ein Abend zum Kennenlernen der tiefenpsychologischen Sandspieltherapie nach Dora M. Kalff (Vortrag)

Im Spiel stellen sich Kinder dar, sie kommunizieren über das Spiel und drücken in symbolisierter Form wichtige Botschaften aus. Der freie und geschützte Raum des Spiels ist besonders dafür geeignet, um bestimmten Verhaltensweisen nachzuspüren und Heilungsprozesse in Bewegung zu bringen.
An diesem Abend will ich Ihnen einen Einblick in die Sandspieltherapie geben und an einigen Beispielen aufzeigen, wie Kinder damit umgehen.

Montag, 30.05.2016

Anmeldung bei anton.blusch@t-online.de, Tel. 08196/858

Krippe, Tagesbetreuung, Elternzeit? – Bindungsorientierte Entscheidungshilfe für Eltern (Vortrag)

Eltern haben die freie Wahl – Elternzeit, Krippe oder Tagesbetreuung.

Was dies für alle Beteiligten bedeutet, damit setzen wir uns an diesem Abend auseinander. Sie erfahren, welche Entwicklungsschritte ein Kind im ersten Lebensjahr beim Aufbau einer sicheren Bindung macht und welche Bedeutung dies für Sie als Eltern und alle weiteren Bezugs-Personen hat.

Donnerstag, 23.06.2016

Anmeldung bei brigitte.forstner@sichere-bindung-muenchen.de

Alle Veranstaltungen finden von 19:30 – 21 Uhr statt und kosten 15 EUR pro Abend.

Für mich sind auf jeden Fall spannende Themen dabei und ich werde die Gelegenheit sicher nutzen, um einen Einblick in die Sandspieltherapie zu bekommen. Auch eine Auffrischung bezüglich Emmi Pikler und den sprachlichen Umgang in Konfliktsituationen ist für mich wichtig.

14Feb/16

Das Konzept der Montessori Kinderkrippe „Kleiner Budenzauber“

Vor einigen Wochen habe ich Nepo über den Kitafinder der Stadt München für die Kinderkrippe „Kleiner Budenzauber“ angemeldet. Am 16.02.2016 findet dort ein Informationsabend statt, zu dem alle interessierten Eltern eingeladen sind. Da es sich um eine Montessorikrippe handelt, werden wir uns die Einrichtung zu dritt ansehen: Mein Freund, Nepo und ich. Uns beiden ist das Thema „Montessori“ so wichtig, dass sich auch mein Freund ein Bild von der Krippe machen kann. Nepo ist dabei, weil wir hier weder Großeltern noch einen Babysitter haben, die auf ihn aufpassen können.

Heute nutze ich den Mittagsschlaf von Nepo, um mich intensiv mit dem Konzept des Kleinen Budenzauber auseinanderzusetzen und mir die wichtigsten Sachen hier zu notieren. Der Post ist für mich also auch eine Hilfestellung, um mir auch noch mal klar zu werden, warum wir genau in diese Krippe möchten. Um nicht in Prosa zu verfallen, mache ich vieles einfach stichpunktartig mit ein paar Anmerkungen von mir.

Gründung

Februar 2007

Lage

Freistehendes, zweistöckiges Einfamilienhaus mit kleinem Vorgarten und großzügig angelegtem Garten hinter dem Haus, in einer ruhigen Wohnsiedlung in Ramersdorf. Die Anfahrt ist sowohl mit den öffentlichen, als auch mit dem Auto gut möglich. (Notiz: Wir planen den Kauf eines Lastenfahrrads und laut Google Maps ist per Fahrrad mit einer Fahrzeit von ca. 16 Minuten zu rechnen. Ich kenne die Strecke schon einigermaßen, muss am Dienstag aber selber erst mal schauen, wo wir genau hin müßen. Der Garten ist für mich sehr wichtig, da ich Wert darauf lege, das Nepo viel an der frischen Luft ist, aber ich denke, dass macht eh jede Mutter.)

Die Kinderkrippe stützt ihre pädagogische Arbeit nicht nur auf die Erkenntnisse von Emmi Pikler und Maria Montessori, sondern auch auf Elfriede Hengstenberg. (Notiz: Was ich sehr begrüße, da mir unsere Spielraum-Kursleiterin doch immer wieder von Elfriede Hengstenberg und ihrem Bewegungskonzept vorschwärmt.)

Konzeption

Eine enge Mitarbeit zwischen Fachpersonal und Eltern ist in der Satzung fest verankert. Ziel dieser Verankerung ist es den Eltern das hineinwachsen in die konzeptionelle Arbeit der Einrichtung zu ermöglichen. Hierfür ist es auch notwendig, die Eltern in ihrem Wirken stärker einzubinden, als es zum Beispiel in städtischen Krippen der Fall wäre. Laut der Konzeption ist der Krippenalltag durch Betreuung, Erziehung und Bildung geformt und soll bewirken, dass Krippe und Elternhaus annähernde Auffassungen vertreten, was das Aufwachsen der Kinder anbelangt.(Notiz: So eine Einstellung ist für mich wichtig und ich befürworte das, denn ich als „Laie“ bin für Anregungen von „Profis“ dankbar. Da wir jetzt schon zuhause nach Pikler und Montessori handeln, stellt diese Verknüpfung zwischen Krippe und Elternhaus kein Hindernis dar, sondern ist für mich logisch.)

Bild vom Kind

Neben der Frage wie „Wie betrachten wir das Kind, eher als unfertiges Objekt oder als aktiv agierender Partner?“ beeinflussen sowohl die Pikler Pädagogik als auch die Grundlagen von Maria Montessori das Bild vom Kind. Im Kleinen Budenzauber wird der Gedanke des gegenseitigen Respekts und der Achtsamkeit gelebt. Er ist der Maßstab für die Arbeit der Erzieherinnen. Jedes Kind wird als eigenständiges Individuum angesehen dem respektvoll auf individuelle Bedürfnisse, Neigungen und Ideen begegnet wird. (Notiz: Genau diese praktische Umsetzung der Gedanken von Pikler und Montessori ist für mich sehr wichtig)

Gruppen

Es gibt zwei Gruppen mit je 12 Kinder. Die Aufteilung erfolgt nach dem Alter, also eine Gruppe mit ein- bis zweijährigen und eine Gruppe mit zwei- bis dreijährigen.

 


 

Der Bereich „Philosophie und pädagogische Arbeit“ umfasst vor allem die Wiedergabe der Konzepte von Emmi Pikler, Elfriede Hengstenberg und Maria Montessori. Für mich immer wieder spannend zu lesen, trotzdem werde ich dieses Kapitel nicht speziell hier aufführen.

Relevant für den Informationsabend wird es dann wieder ab dem Bereich „Tagesablauf“.

Rolle der Erzieherin und Eingewöhnungszeit

Bevor die eigentliche Eingewöhnungszeit beginnt, bietet der Kleine Budenzauber sogenannte „Vorgruppentreffen“ an, die im Juni stattfinden und damit noch vor Beginn des Krippenjahres liegen. In einem Turnus von zwei Wochen können sich je sechs Kinder mit ihren Eltern und den Erzieherinnen in der Kinderkrippe treffen, in diesen Treffen werden auch die jeweiligen Bezugserzieherinnen festgelegt. Dieses frühe Zusammentreffen begünstigt die spätere Eingewöhnung, die nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell erfolgt. (Notiz: Wichtig ist für mich, dass sich die Erzieherinnen viel Zeit für Kind und Eltern nehmen, da sie wissen wie schwer eine Trennung sein kann. Ich denke ich würde das brauchen, denn aktuell verbringen wir wirklich jeden Tag und jede Stunde miteinander.)

Gemeinsames Spiel

Neben dem Freispiel gibt es die offenen Angebote einer vorbereiteten Umgebung. Letztere entspricht dem motorischen Entwicklungsstand der Kinder und regt sie an selbst aktiv zu werden, ohne die Hilfe des Erwachsenen in Anspruch zu nehmen. Für die vorbereitete Umgebung stehen den Kindern Montessori Materialien zur Verfügung. Das Freispiel bietet für die Kinder Hengstenberg Materialien mit den unterschiedlichsten Eigenschaften und Möglichkeiten zur freien Entfaltung an. Ähnlich wie im Spielraum haben die Kinder hier die Möglichkeit miteinander in Kontakt zu treten und selbst und frei zu entscheiden mit was sie spielen.

Ruhe und Schlafen

Neben der Bewegung bildet vor allem das „Innehalten“ eine relevante Säule im Budenzauber. (Notiz: Wichtig für mich sind Ruhe- oder Leseecken, weil sich Nepo doch ab und an reizüberflutet fühlt.

Essensituation

Das Essen wird täglich frisch und ohne Farb- und Konservierungsstoffe gekocht und auf Bio Wert gelegt. Jedes Kind kann für sich individuell entscheiden, wann es die Brotzeit oder das Mittagessen einnimmt. Für die Kinder in Nepos Alter stehen kleine Tische und Stühle zur Verfügung. Getränke stehen für die Kinder jederzeit zur Verfügung. (Notiz: Ich hoffe das sich die Gruppendynamik positiv auf Nepos Essverhalten auswirkt und kann es nur begrüssen, dass jedes Kind inidividuell entscheiden kann, wann es isst.)

Pflegesituation

Die achtsame Pflege orientiert sich an der Pikler-Pädagogik. (Notiz: Für mich sehr wichtig, da wir zuhause doch oft in der Hektik des Alltags dieses Vertraute, dass aus der Pflege entsteht, vollkommen aus den Augen verlieren.)

Ankommen und Verabschieden

Das Ankommen und Verabschieden wird in der Krippe als kleines Zeremoniell gestaltet. Zu den Bringzeiten steht immer die gleiche Erzieherin in der Garderobe bereit und empfängt die Kinder und die Eltern. Die Zeit des Ankommens nutzt die Erzieherin, um mit dem Kind in Kontakt zu kommen und eventuell an Erlebnisse des vergangenen Tages anzuknüpfen, die die Eltern erzählen. Natürlich kommen auch die Kinder zu Wort. Während der Zeit des Ankommens werden keine schwierigen Themen oder Konflikte angesprochen, um dem Kind einen guten Start in den Krippentag zu ermöglichen. Bei der musikalischen Verabschiedung durch die Erzieherin wird dem Kind genügend Zeit gegeben, sich selbständig anzuziehen. Mit diesem Ablauf ist der Krippentag für das Kind beendet.

Qualitätssichernde Maßnahmen

In diesem Bereich geht es vorwiegend um die Weiterbildung des Fachpersonals. Zudem wird die Notwendigkeit von Elternabenden aufgezeigt. Auch auf die Mitarbeit der Eltern wird hier eingegangen. Das die höher ist, als in städtischen Krippen wurde ja schon bereits am Anfang gesagt.

 


 

Auf die Bereiche „Public Relations und Spenden“, sowie „Hygiene und Sicherheit“ gehe ich in diesem Beitrag noch nicht ein.

Nachdem ich nun die Mittagspause von Nepo genutzt habe, um mich intensiv mit dem Konzept der Kinderkrippe auseinandersetzen, werde ich heute Abend damit verbringen, um nochmal aufzuschreiben, warum genau diese Krippe für uns so wünschenswert wäre.

14Feb/16

Vorträge und Events im Café Glanz

Da ich mit Nepo ja viel im Café Glanz unterwegs bin, habe ich mir letzte Woche einfach mal einen Flyer geschnappt und muss sagen, dass da doch tolle Vorträge im ersten Halbjahr geplant sind. Da ich immer froh bin, zu wissen, wann was ist, liste ich hier einfach mal alle für mich relevanten auf:

Was will mir mein Kind sagen – kindliche Signale verstehen (Vortrag)

Datum: 03.03.2016, 14:30 Uhr

Referentin: Laura Meinardi-Weichhart, Psychologin, SAFE-Mentorin, Kinderkrankenschwester

Kosten: 3,00 EUR

Für Eltern mit Kinderbetreuung. Die Kinderbetreuung findet gleich nebenan im Kinderzimmer statt, da zu diesem Zeitpunkt auch die offene Kinderbetreuung stattfindet. Anmeldung für den Vortrag ist bis zum 29.02.2016 erforderlich. Ich habe mich gerade über info@siaf.de angemeldet. Hier geht es zum Flyer mit weiteren Informationen.

Ladies Frühlings-Brunch im Café Glanz

Datum: 10.04.2016, 11:00 – 14:00 Uhr

Mehr Informationen gibt es hier. Ich selbst werde da mal mit Nepo vorbeischauen, damit der Papa mal ein paar Stunden für sich hat.

Flohmarkt parallel zum Haidhauser Hinterhofflohmarkt

Datum: 23.04.2016, 10:00 – 15:00 Uhr

Neben dem Flohmarkt gibt es Kaffee und leckeren selbst gebackenen Kuchen. Mehr Informationen bzw. den Flyer findest du hier. In dem Flyer stehen auch nähere Informationen, falls ihr selbst Sachen verkaufen möchtet.

Die ersten Spuren des Kindes (Vortrag mit Bildern)

Von den Anfängen der Mal- und Zeichenentwicklung und ihre Weiterentwicklung.

Datum: 12.05.16, 15:00 Uhr

Referentin: Bettina Eberherr, Erzieherin, Malpädagogin (Arno Stern, Paris)

Kosten: 3,00 EUR, Anmeldung bis 09.05.16 erforderlich. Mehr Informationen gibt es hier. Ich habe mich heute auch gleich über info@siaf.de angemeldet.

Ladies Sommer-Brunch im Café Glanz

Datum: 19.06.2016, 11:00 – 14:00 Uhr

Mehr Informationen gibt es hier. Ich selbst werde da mal mit Nepo vorbeischauen, damit der Papa mal ein paar Stunden für sich hat.

Das waren nur einige der vielen Vorträge und Events. Auf der Website des siaf e.V. findet sich eine kompakte Übersicht aller Termine.

Ich bin gern und sehr oft im Café Glanz und freue mich natürlich, dass sich Nepo sehr wohl dort ist und ein starkes Vertrauen in die Mitarbeiterinnen hat. Für mich ist das sehr wichtig, denn auch ich möchte einfach mal abschalten, ein Buch lesen oder vor mich hin träumen. Wenn man keine direkte Verwandtschaft in der Umgebung hat, dann lernt man solche Auszeiten erst recht zu schätzen.

Jetzt kann ich nur für dieses Frauencafé in München sprechen. Mich würde interessieren wie es bei euch aussieht? Habt ihr auch Cafés die auf die besonderen Bedürfnisse von Frauen mit Kindern ausgerichtet sind und bieten die dann auch Vorträge und Events an?

In diesem Sinne einen schönen Valentinssonntag.

Mareike