Monthly Archives: Oktober 2015

28Okt/15

Minimalismus: #Konsumauszeit im November

Es gibt Dinge die erreichen mich nie und es gibt die Dinge, die faszinieren mich sofort. Mit dem Tweet von Svenja war ich sofort Feuer & Flamme:

Obwohl der Tweet ja noch nicht viel aussagte, nahm ich mir vor im November die besagte #Konsumauszeit zu nehmen. Am Abend folgte dann von Svenja auch gleich ein sehr interessanter Blogpost mit dem Hintergrund zur Challenge, ein paar Regeln bzw. Anhaltspunkten und die Aufforderung mitzumachen.

Als dann auch noch in den Kommentaren der Hinweis auf den „Buy Nothing Day“ kam, der bewusst auf den „Black Friday“ fällt, war für mich klar, dass der November der perfekte Monat ist, um mein Konsumverhalten mal ernsthaft zu überdenken.

Konsumwahn im September und Oktober

Obwohl wir nun in einem schön hallenden Wohnzimmer zuhause sind, ist der Minimalismus den wir leben nicht der Minimalismus den wir eigentlich erreichen wollen.

Wir haben in den letzten Monaten zwar sehr viel „Ballast“ abgeworfen, aber durch die Auflösung meiner Wohnung oder plötzlichen Shopping Attacken kam doch wieder eine ordentliche Flut an Klamotten, Büchern, Interior Gedöns und sonstiges in unsere Wohnung geschwemmt.

Gerade der September und der Oktober waren voll von „Kaufexzessen“ mit Bestellungen bei Amazon, Zalando, UNIQLO und Best Secret, ergänzt durch Spontankäufe im neu eröffnetem MUJI Store, der neuen Kinderausstattung bei H&M oder dem erfolgreichen Besuch bei hiesigen Kinderflohmärkten. Wir sind voll und übersättig, oder um es mit den Worten von Trapattoni zu sagen: Ich bzw. wir haben fertig!

Die Konsumfalle

Als ein durchschnittlich gesättigter Mensch in der ersten Welt muss ich leider sagen, dass Konsum mich absolut nicht glücklich macht. Im Gegenteil: Kaufen macht mich unzufrieden und wenn ich unglücklich bin, dann habe ich keine Kraft mehr für die wesentlichen und einzig wichtigen Dinge im Leben: Das Genießen des Lebens, Zeit nehmen für andere, die Liebe zu meinem Sohn. Wenn ich konsumiere bin ich abgelenkt, weil ich mich frage, warum ich eben gerade was gekauft habe oder warum ich nicht das andere Teil gekauft habe.

Es ist ein Hamsterrad und ich stecke ganz schön drin, trotz leerem Wohnzimmer, unzähliger Blogbeiträge über den Minimalismus oder das Lesen verschiedener Minimalismus Bücher, sogar die Minimalismus Diät habe ich mir durchgelesen. Aber all das prallte scheinbar an mir ab und ich schaffte es nicht mein Konsumverhalten von Grund auf zu ändern. Sicher gab es Wochen, da habe ich nichts gekauft, aber dann kamen wieder Tage, da war ich von den Online Shops von UNIQLO oder Best Secret einfach nicht wegzubekommen. Ich fand es faszinierend meine Pakete zu verfolgen und betete das der Paketbote von DPD genauso schnell ist, wie der von DHL. Jetzt muss ich sagen: Ganz schön krankes Verhalten, wenn man schon mal vier Wochen im Entwicklungsland Nepal verbracht hat und dort gemerkt hat, was glücklich macht und was zählt. Tja, und glückliche Menschen kann man sich einfach nicht kaufen. Weder durch Werbung, noch durch Steuerermäßigungen noch durch irgendwelchen transnationalen Abkommen. Glück ist nicht käuflich, der unzufriedene Mensch meiner Meinung nach schon.

#Konsumauszeit als Chance

Für mich ist dieser November eine Chance über mein Konsumverhalten nachzudenken, zu erleben, wie sich ein Monat ohne Konsum von Produkten anfühlt, die nicht in den Bereich „Nahrungsmittel“ oder „Drogerie“ fallen. Ich hoffe in diesen 30 Tagen einen gewissen Abstand zu verschiedenen Online Shops oder kleinen, lokalen Läden zu bekommen.

Auch hoffe ich, dass ich die positiven Erfahrungen mit in die Vorweihnachtszeit nehmen kann. Gestern dachte ich noch: Mist, im November wollte ich einen Adventskalender basteln. Jetzt freue ich mich darauf, denn ich werde nur Dinge nutzen, die wir eh schon da haben: Karton, Butterbrotpapier, Papierrollen. Nichts zu konsumieren bedeutet auch, andere Lösungen zu finden – also kreativere Weg zu gehen.

Die Regeln der Challenge
  • Nur Konsum von Lebensmitteln & zu ersetzenden Drogerieartikel
  • Anschaffungen darüber hinaus, auch Ersatzbeschaffungen, werden im November nicht getätigt
  • Meine Ausnahme: Besuche in meinen Kindercafés werde ich weiterhin tätigen, damit mir nicht die Decke auf den Kopf fällt. Allerdings ist der Konsum dann dort auf Getränke eingeschränkt.

Das sind jetzt nur drei Regeln, aber ich glaube, dass reicht erstmal. Welche Herausforderungen dann in der Umsetzung auf mich zukommen, werde ich berichten.

In Vorfreude auf einen „konsumfreien“ November wünsche ich euch einen wunderschönen Abend.

Alles Liebe

Mareike

 

26Okt/15

DIY: Kostengünstig und einfach zum Matchbox Parkhaus

Unser Parkhaus

Unser Parkhaus

In den letzten Tagen habe ich immer wieder überlegt, wie ich Nepo mit wenig Aufwand eine Freude bereiten kann. Gestern habe ich bereits über drei Aktivitäten geschrieben, die ich mir für ihn ausgedacht habe, um für ihn regnerische Tage so angenehm wie möglich zu gestalten. Mein Sohn ist wie ich ein Frischluft Fanatiker. Ein Tag komplett zuhause schlägt da sehr aufs Gemüt.

Nun hat der kleine Mann vor einigen Wochen seine Vorliebe für Autos entdeckt. Da ich früher bei Daimler gearbeitet habe, bat ich meine Eltern von zuhause doch noch ein paar Modellautos mitzubringen. Das haben sie auch gemacht und damit seinen Bestand an Fahrzeugen stark erhöht. Continue reading “DIY: Kostengünstig und einfach zum Matchbox Parkhaus” »

25Okt/15

Ein perfektes Wochenende im goldenen Oktober

Brunnen in der Preysingstraße

Brunnen in der Preysingstraße

Nachdem wir die letzten Wochenenden viel rum geräumt haben, entschieden wir uns am Freitag dieses Wochenende langsam anzugehen. Gestern verbrachten wir den Vormittag auf dem Spielplatz, danach ging es auf die Auer Dult und zum Schluss zu unserem absoluten Lieblingskonditor „Wölfl“. Seit Nepo mit 13 Monaten begonnen hat zu laufen, nutzen wir jede Gelegenheit ihn bei schönem Wetter die Welt auf eigenen Füßen erkunden zu lassen. Auch wenn wir für 10 Meter ca. 10 Minuten benötigen und der Kleine grundsätzlich immer alles abseits für spannender hält, als den normalen Fußweg.

Ich liebe es Dinge mit ihm zu entdecken, mich an Momenten zu freuen, die ich ohne ihn nicht hätte. Gestern verbrachten wir ca. 15 Minuten an einem kleinen Springbrunnen und freuten uns einfach daran, wie sehr er es genoß in das fließende Wasser zu greifen und es an seiner Hand abperlen zu lassen. Wir dachten nicht daran, dass er sich vielleicht erkälten könnte, weil er ganz nasse Arme hatte. Wir machten uns keine Sorgen, als er sich auf die nassen Pflastersteine fielen ließ und ließen ihn um den Brunnen laufen. Continue reading “Ein perfektes Wochenende im goldenen Oktober” »

25Okt/15

Minimalismus: Wir sind (fast) angekommen

Letzte Woche waren meine Eltern zu Besuch. Schon lange haben wir auf den Besuch gewartet, nicht, weil sie ewig nicht da waren, sondern weil wir mit ihrem Besuch den letzten wichtigen Schritt in Richtung Minimalismus gehen konnten.

Ich freue mich immer so sehr, wenn meine Eltern kommen. Das ist fast wie Urlaub für mich, denn sie gehen mit Nepo an die frische Luft, auf den Spielplatz oder ins nahe gelegene Kindercafé. Das sind wertvolle Stunden, die ich nutzen kann, um die Wohnung aufzuräumen oder Dinge zu erledigen, die ich sonst nicht tun kann.

Letzten Freitag hatte mein Freund Urlaub genommen, denn wir hatten uns viel vorgenommen. Meine Eltern gingen am Vormittag ins Kindercafé und wir schafften die Bücherregale aus unserem Wohnzimmer in den Keller. Ja, wir lagern unsere „Bibliothek“ nun im Keller. 🙂

Was vor einigen Monaten noch undenkbar war, kristallisierte sich in den letzten Wochen immer mehr raus: Die offenen Bücherregale erzeugten Unruhe in uns. Ständig waren wir mit den Büchern konfrontiert, die wir noch lesen „mussten“. So sehr ich Bücher liebe, sie saugten unsere Energie. Wir würden nie Ruhe haben, bevor diese nicht aus unserem Blickfeld verschwinden. Continue reading “Minimalismus: Wir sind (fast) angekommen” »

24Okt/15

Mutti rennt und rennt und rennt

Heute morgen war es endlich wieder soweit und ich habe die frühen Morgenstunden genutzt um wieder laufen zu gehen. Vor genau einem Jahr war an entspanntes und unkompliziertes Laufen nicht zu denken. Ich hatte eine Geburt hinter mir und den New York Marathon vor mir. In diesem Zeitraum von drei Monaten war ich glaub ich einmal laufen und sonst nur walken. Den Marathon habe ich zwar geschafft, aber mit dem Laufen konnte ich mich lange Zeit nicht anfreunden. Für mich war das schlimm, denn ich bin früher immer gelaufen. Seit 2000, als meine Schwester mir „joggen“ beibrachte. Continue reading “Mutti rennt und rennt und rennt” »

24Okt/15

DIY: So überleben wir die nasskalten Tage

Heute ist mal wieder so ein Wetter bei dem selbst wir nicht vor die Tür gehen. Naja, nicht ganz, denn den Blogpost schreibe ich gerade im Café Glanz, während Nepo ruhig schläft. 😉 Trotzdem müssen wir uns jetzt langsam auf den kommenden November Blues einstellen, der sicher wieder regnerische, kalte Tage mit sich bringt. So kalt, dass selbst wir nicht auf den Spielplatz gehen werden. Also ist jetzt genau der richtige Moment sich Gedanken über „Indoor Activities“ zu machen. Sorry, für die englische Wortwahl, aber mir ist gerade kein anderes Wort eingefallen. 🙂

Da wir den Minimalismus leben, ist es für die ersten Ideen wichtig, Dinge zu nutzen, die wir schon vorrätig haben und der Aufbau nicht zu aufwendig ist. Ich habe viele Aktivitäten gesehen, aber für die müsste ich neue Anschaffungen tätigen (z. B. Pfeifenreiniger, die durch ein Nudelsieb geflechtet werden oder Fingerfarbe) und das möchte ich aktuell nicht. Jetzt ist erstmal „quick & easy“ angesagt. 🙂

Das „Knöpfe in den Becher“ Spiel

Du brauchst:

  • 1 großen Plastikbecher mit Deckel (z. Joghurt Becher)
  • 1 Teppichmesser (alternativ scharfe Schere oder Messer)
  • Knöpfe, Münzen oder was sich sonst noch durch einen Schlitz stecken lässt)

Herstellung:

In den Deckel des Plastikbechers stichst bzw. schneidest du einen Spalt, durch den dein Kind die Knöpfe oder die Münzen in den Becher werfen kann. Sind alle Knöpfe oder Münzen im Becher kannst du den Becher wieder öffnen, die Knöpfe alle wieder rausholen und dein Kind beginnt das Spiel von vorn. Wer, wie ich keinen Joghurt Becher hat, der kann jeden anderen Becher verwenden.

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Nepo liebt es Dinge ineinander zu stecken oder Geld in eine Spardose zu werfen. Kurz nach den Bildern fing er an, die IKEA Frischhalteclips in die Dose zu stecken, weswegen ich den Spalt etwas erweitert habe. 🙂

Das „Knöpfe durch die Papierrolle“ Spiel

Knöpfe oder auch die Frischhalteclips sind fester Bestandteil in Nepos „Spielkultur“. Zum Glück kann ich diese auch für das folgende Spiel verwenden.

Du brauchst:

  • 1 Pappe der Küchenpapierrolle (alternativ: Toilettenpapierrolle oder die vom Geschenkpapier)
  • Tesa oder Powerstrip
  • 1 Tür, an der du die Rolle anbringen kannst
  • Knöpfe, Frischhalteclips, kleine Holzwürfel oder kleine Matchbox Autos

Herstellung:

Die Papprolle bringst du in niedriger Höhe senkrecht an einer beliebigen Zimmertür oder einer Wand an. Zum fixieren kannst du Tesa verwenden. Ich habe es mit einem Power Strip festgeklebt, da Klebeband nicht so gut funktioniert hat. Dann stellst du einen Eimer oder eine Schüssel unter die senkrechte Rolle und legst Knöpfe oder Clips oder Holzklötzer bereit, die dein Kind dann durch die Röhre in den Eimer oder die Schüssel fallen lassen kann.

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Bin gespannt wie lange bei euch die Papprolle an der Tür klebt. Nepo wollte als erstes einfach nur die Rolle von der Tür reißen, fand es dann aber doch ganz witzig die Clips durch die Rolle fallen zu lassen.

Und für die Profis in Sachen „Papierrollen“ hier noch eine kleine Anregung:

Kugelbahn aus Pappe

Quelle: Apartmenttherapy

 

 

 

 

 

 

 

Sangria Time

Die letzte Bastelidee für heute: Das „Strohhalm in den Becher“ Spiel.

Du brauchst:

  • 1 großen Plastikbecher mit Deckel (z. B. Joghurtbecher oder ähnliches)
  • 1 Teppichmesser (alternativ scharfe Schere oder Messer)
  • Strohhalme (ob 5 oder 15 ist eigentlich egal)

Herstellung:

In den Deckel des Bechers stichst du Löcher, die so groß sind, dass du die Strohhalme bequem reinstecken kannst. Die Anordnung der Löcher kannst du dir selbst überlegen. Ich habe einen Kreis gebildet und die Mitte freigelassen – für den Fall, dass ich nochmal einen neuen Schlitz für Knöpfe hinzufügen muss. 🙂

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Die drei Materialien habe ich gestern im Laufe des Tages gebastelt und muss sagen, dass es wirklich leicht war. Außerdem war ich überrascht, was man so alles in seinen Schubladen findet, obwohl wir doch schon so oft ausgemistet haben.

Ich bin gespannt, wie Nepo die drei Sachen annimmt. Gestern war er ja am ehsten für das „Knöpfe in den Becher“ Spiel zu begeistern. Die Strohhalme hat er noch nicht gesehen, da ich sie erst am Abend gebastelt habe.

Da der Winter sehr lang sein kann, bin ich noch auf der Suche nach weiteren Ideen. Habt ihr Tipps, was man alles noch so schnell mal für einen einjährigen Bub zaubern kann?

Ich freue mich auf eure Tipps und wünsche euch ein wunderschönes Wochenende

Alles Liebe

Mareike

23Okt/15

Kinderbilder auf Instagram und Facebook

Obwohl ich mir der Nutzung von sozialen Medien bewusst bin, brachten mich in den letzten Tagen und Woche eine Anzahl von Artikeln und und Post zum Nachdenken. Auch wenn ich jetzt schon sagen kann, dass ich die bereits geposteten Bilder von meinem Sohn nicht bereue, überlege ich mir für die Zukunft, wie es mit seinen Bildern weitergeht.

Hier schon mal die Artikel, die ich in den letzten Tagen gelesen habe:

Ganz schockiert hat mich der Artikel über die Vewendung von Bildern bei Rollenspielen. Die anderen Beiträge sind zwar auch wichtig, aber letztendlich „alte Message in neuem Kleid“. Doch die Vorstellung, dass andere Menschen „meinen Sohn“ für ihre Rollenspiele missbrauchen, widert mich an.

Was mich und die Nutzung von sozialen Netzwerken betrifft, so kann man hier sagen, dass das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist, denn von meinem Sohn gibt es auf Instagram Bilder. Auch auf Facebook haben wir vereinzelt geteilt, jedoch nur für „Freunde“ ersichtlich.

In den ersten Monaten habe ich sein Gesicht noch verdeckt, teilweise von hinten fotografiert. Aber irgendwann wollte ich das nicht mehr und habe normale Fotos gemacht. Sicher war mir immer wichtig, dass es keine peinlichen Fotos sind oder das er gar nackt ist, aber er ist nun mal auf den Fotos gut ersichtlich.

Ich habe in den letzten Tagen viel darüber nachgedacht, wie ich zukünftig soziale Netzwerke weiter nutzen kann, ohne das mein Sohn visuell in den Fokus rückt. Ich denke, es ist sinnvoll zukünftig auf „Frontalaufnahmen“ zu verzichten. Mein Instagram Account ist auch dann noch authentisch, wenn man nur seinen Rücken oder seinen Arm sieht.

Was wir jetzt mit den veröffentlichten Bildern machen werden, müssen wir uns noch überlegen. Rückgängig können wir es nicht mehr machen, aber für die Zukunft einfach besser aufpassen.

In diesem Sinne: Einen guten Start in den Tag

Eure Mareike

22Okt/15

Mein geliebtes Café Glanz

Heute möchte ich gern mal über mein zweites Wohnzimmer schreiben: Das Café Glanz in der Sedanstraße in München. Entdeckt habe ich es erst im April, als ich mich für den Spiel- und Bewegtraum angemeldet habe. Seitdem sind wir dort immer zu Gast und gehören fast schon zum Inventar. 🙂

Hintergrund zum Café

Das besondere an dem Café ist seine Entstehung. Es ist kein gewöhnliches Café, sondern „Dreh- und Angelpunkt“ des Vereins siaf e.V.. Der Verein „setzt sich für Frauen, Frauenrechte, Gleichberechtigung und Gleichstellung ein. Ein besonderes Augenmerk unserer Arbeit liegt auf dem Zusammenleben von Frauen und Kindern.

Das Café Glanz für Frauen ist ein Ort zum Kennenlernen, bietet Raum für Kultur, Workshops, Vorträge und Selbsthilfegruppen für alle Frauen.

Wir entwickeln laufend Angebote für Frauen, Mutter-Kind-Gruppen und Eltern und Kinder. Nähere Informationen dazu finden Sie in unserem Programm.“

Neben diesen Angeboten dient das Café auch als Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekt:

Ein wichtiger Faktor für ein unabhängiges selbstbestimmtes Leben ist die Möglichkeit, einer sinnvollen Arbeit nachzugehen. Frauen, die ihren Lebensunterhalt von Arbeitslosengeld II bestreiten, können bei siaf e.V. in einem – meistens befristeten – Beschäftigungsverhältnis den Wiedereinstieg realisieren.
Als Beschäftigungsprojekt ermöglicht siaf e.V. die Integration und den Einstieg ins Berufsleben in verschiedenen Bereichen:

  • Gastronomie: im Team des Café Glanz für Frauenweiter
    für Küche, Service und Hauswirtschaft
  • Mutter-Kind-Bereich: Hilfskraft Kinderbetreuung

Ich hätte das jetzt sicher auch alles mit meinen eigenen Worten wiedergeben können, aber ich fand die Beschreibungen so perfekt, dass ich sie einfach übernommen habe. Nachdem ich kurz etwas zum Hintergrund des Cafés geschrieben habe, kommen hier meine eigenen Erfahrungen mit meinen eigenen Worten. 🙂

Meine Erfahrungen im Café

Obwohl ich seit der Geburt unseres Sohnes unzählige Male am Café Glanz vorbeigelaufen bin, war ich erst im April diesen Jahres das erste Mal „drin“.

Beim Eintritt fällt der erste Blick auf die Trennwand am Eingang, die viele Informationen und Flyer über Angebote für Frauen, Mütter und Familien beinhaltet. Es lohnt sich wirklich dort ab und zu nach interessanten Angeboten zu schauen. 🙂 Wenn man diese Trennwand passiert hat, steht man mitten im Café. Auf der rechten Seite parke ich immer meinen Kinderwagen. Das ist mittlerweile auch der Zeitpunkt, an dem Nepo schon ganz ungeduldig wird, weil er genau weiß wo wir sind. Also ziehe ich ihn die Jacke aus, nehme ihn aus dem Kinderwagen und lass ihn laufen. Ab da beginnt für mich die Entspannung.

Das Café ist sehr aufgeräumt, der Korkboden vermittelt einen wohligen Eindruck. Die Wände sind mit Bildern immer wechselnder Künstler geschmückt. Auf den Holzstühlen finden sich selbstgehäkelte Sitzkissen in verschiedenen Farben. Links in der Ecke ist ein gemütliches Sofa – auch mit gehäkelten Kissen und einer Decke verziert. Daneben steht ein Holzregal, in dem sich unten die Spielkisten für die Kinder befinden. In der Mitte sind die kostenfreien Stadtmagazine und im oberen Teil die Kinderbücher aufbewahrt. Am Anfang saß ich gern auf dem Sofa, jetzt sitze ich lieber an einem der vielen Tische, die mit frischen Blumen gedeckt sind. Im Café stehen überall Kinderstühle, auch Klappbettchen für die ganz Kleinen gibt es hier.

Nach dem ich mir einen Tisch gesucht habe, Nepo schon fünfmal die Theke auf- und abgelaufen ist und ich endlich meine ganzen Sachen abgelegt habe, bestelle ich mir an der Theke einen Café, trinke vom bereitgestellten Wasser und suche mir für Nepo und mich einen der leckeren selbst gebackenen Kuchen aus. Unser Favorit ist der Käse-Mandarinen-Kuchen. Die Kuchen werden alle vor Ort von den Mitarbeitern selbst gebacken, denn die Theke ist gleichzeitig auch Küche und Backstube. Jeden Mittag ab 12:00 Uhr gibt es leckeres gesundes und vor allem günstiges Essen. Ich selbst habe aber erst einmal dort zu Mittag gegessen. Die Qualität der Gerichte ist sehr gut und viele Mütter kommen mit ihren Kindern zum Essen ins Café. Mein Favorit ist und bleibt der Kuchen. 🙂

Die Preise sind meiner Ansicht nach sehr günstig. Für einen Tee zahle ich 1,00 EUR, für einen großen Kaffee 1,50 EUR. Der teuerste Kuchen kostet 2,50 EUR, aber die meisten eher 1,50 EUR. Das Essen kostet glaub ich auch nur 4,50 EUR, genau weiß ich es aber leider nicht.

Die Mitarbeiterinnen sind sehr herzlich. Auch Nepo hat sie sofort ins Herz geschlossen. Er kann dort bedenkenlos durch die Gegend laufen und wenn Zeit ist, spaßen die Mitarbeiterinnen mit den Kleinen auch rum. Er ließ sich auch schon von ihnen auf den Arm nehmen, als er Fremden gegenüber eigentlich sehr skeptisch war. Ich glaube für ihn sind das sowas wie Tanten, die immer leckeren Kuchen machen. 🙂

Für mich sind es Engel, bei denen ich Kuchen essen kann, Kaffee trinke und einfach entspannen kann.

Das Café ist wirklich eine tolle Anlaufstelle und bietet eine gute Möglichkeit andere Mütter mit Kindern kennenzulernen oder mit dem Kind einfach einen entspannten Vor- oder Nachmittag zu erleben.

Das Café ist Dienstag bis Donnerstag von 09:30 bis 18:00 Uhr geöffnet, am Freitag von 09:30 bis 14:00 Uhr. Montags und am Wochenende ist es geschlossen, denn auch Engel brauchen mal eine Verschnaufpause. 🙂

Bildergalerie

Hier sind mal ein paar Impressionen aus dem Café, denn Bilder sagen ja immer mehr als Worte.

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