Monthly Archives: Mai 2015

31Mai/15

Wie gut sind eigentlich Waschnüsse?

Waschnüsse von GovindaAls ich gestern Morgen die dreckige Wäsche in die Waschmaschine packte und nach dem Dalli Waschmittel greifen wollte, musste ich leider feststellen, dass es LEER war. Da ich vormittags sowieso einkaufen ging, musste ich notgedrungen eben auch Waschmittel kaufen. Mir grauste schon vor der Vorstellung, diese 1 Liter Flasche zusammen mit den anderen Käufen und Nepomuk in den vierten Stock zu schleppen.

Ich muss zugeben, dass ich aktuell etwas faul bin und pro Einkauf nur noch einen Supermarkt betrete. Im gestrigen Fall war das kein Supermarkt, sondern der Basic. Nachdem ich also mein Mandelmus, Hafermilch und Fenchel gekauft habe, lief ich zum Waschmittel. Dort standen alle Produkte schön aufgereiht, aber mein Blick fiel sofort auf die Waschnüsse von Govinda. Ich hatte schon mal vor Monaten überlegt auf Waschnüsse umzusteigen, da mein Freund am Hals einen kleinen Ausschlag bekam. Aber damals beließ ich es bei der Überlegung. Wie solln das funktionieren mit den Waschnüssen? Wir haben ein Baby und da müssen die Sachen leider bei 95 Grad gewaschen werden. Den Waschnüssen habe ich das nicht zugetraut.

Bis gestern: Ich entschied mich für den Kauf der Waschnüsse, die auch noch leichter zu transportieren waren. Ohne vorherige Recherche war das natürlich ein Risiko, denn 500 Gramm kosten nun mal 9,99 EUR im Basic.

Wieder zuhause angekommen, musste ich mich erstmal in die Anwendung einlesen, Hier also mal die wichtigsten Infos zum Produkt

Wie funktionieren Waschnüsse?

In den Schalen findet sich der Stoff Saponin, der ähnlich wie Seife wirkt. Kommen die Waschnüsse mit Wasser in Berührung löst sich die natürliche Seife und es entsteht eine milde Seifenlauge.

Wofür können Waschnüsse verwendet werden?
  • Koch- und Buntwäsche von 30 bis 90 Grad
  • Wolle
  • Seide
  • Allzweckreiniger
  • Flüssige Seife
  • Haarwaschmittel
Wie funktionieren Waschnüsse?

Bei den Waschnüssen von Govind war ein Stoffsäckchen dabei. Dieses Stoffsäckchen wird je nach Härtegrad des Wassers mit bis zu 8 (sehr hartes Wasser) halben Waschnussschalen befüllt. Das Säckchen wird zugezogen und auf die Wäsche in die Waschmaschine gegeben. Danach kann der Waschvorgang wie immer gestartet werden. Ein Weichspüler ist nicht notwendig.

Da Waschnüsse keine Bleichmittel enthalten, rät z. B. Govinda zur Verwendung von Fleckensalz. Ich habe auf anderen Seiten gelesen, dass wohl auch Backpulver und Natron genommen werden können.

Meine Erfahrungen mit Waschnüssen

Buntwäsche bei 60 Grad

Ich muss zugeben, als ich den Beutel mit den Waschnüssen aufgeschnitten habe, kam mir so ein ekliger Gestank entgegen, dass es mich kurz gewürgt hat. Ich hatte echt Bedenken, damit zu waschen. Getreu dem Motto „No Risk, No Fun“ habe ich die Waschnüsse dann einer Ladung dunkler Wäsche mit 60 Grad getestet. Noch während des Waschvorgangs sind ein, zwei Nüsse aus dem Stoffsäckchen gefallen und irgendwie so mit in der Waschmaschine rotiert.

Als ich die Wäsche aus der Maschine geholt habe, war ich erstaunt. Sie roch frisch und so gar nicht nach diesem komischen Geruch, den ich noch vom Öffnen des Beutels in der Nase hatte. Die Wäsche war zudem schön weich, so als hätte ich Weichspüler genommen. Ich muss sagen: Ich war positiv überrascht.

Kochwäsche 95 Grad

Nach dem erfolgreichen ersten Testdurchlauf war es Zeit für die härteren Geschütze: 95 Grad, weiße Wäsche mit sehr hartnäckigen Flecken. Auch hier lief alles problemlos, bis auf eines: Die Nüsse, die wieder aus dem Säckchen gefallen sind und an weißen Klamotten hängen blieben, haben dort bräunliche Flecke hinterlassen. Bei dieser Waschladung war nur ein Body und ein Handtuch betroffen, doch für die weiße Wäsche hat mich das jetzt verunsichert. Also 95 Grad werde ich auf jeden Fall waschen, aber die weißen und hellblauen Businesshemden von meinem Freund werde ich sicher noch nicht mit Waschnüssen waschen.

Sportkleidung 40 Grad

Nach dem morgendlichen Joggen habe ich heute meine Funktionskleidung mit den Waschnüssen vom ersten Waschversuch gewaschen. Ich habe gelesen, dass Waschnüsse mehrfach verwendet werden können. Die Wäsche ist auf jeden Fall sauber geworden. Wie sich die Waschnüsse auf meine Kompressionsstrümpfe und mein Kompressionsshirt ausgewirkt haben, werde ich wohl erst am Mittwoch beim Laufen wissen. Ich hoffe das alles gut gegangen ist, denn ich lauf nur noch mit diesen Socken.

Mein Fazit

Bis jetzt bin ich begeistert von den Waschnüssen. Bedenkt man, dass die komplett ohne Chemie auskommen, bin ich mit den Ergebnissen mehr als zufrieden. Ich kann jetzt nur für die Waschnüsse von Govinda sprechen, denke aber, dass andere sicher genauso gut sind.

Einzig die weißen Hemden für meinen Freund traue ich mich nicht zu waschen, wegen der braunen Flecke. Aber irgendwas ist ja immer. Ich bin auf jeden Fall froh, sie mal getestet zu haben und freue mich, wieder einen Schritt Richtung „Minimalisierung“ gegangen zu sein, denn schließlich habe ich mir jetzt den Weichspüler gespart. 🙂

 

 

28Mai/15

DIY: Schnelle vegane Avocado Gesichtsmaske

Super einfache Avocadomaske

Während andere ihre DIY Talente im Bereich nähen oder stricken ausleben, habe ich  jetzt meine Leidenschaft für Pflege- und Reinigungsprodukte entdeckt. Irgendwo muss ich in der heutigen Zeit ja als Mutti in Elternzeit mein „DIY Sollkonto“ füllen und da ich auf handwerkliches keinen Bock habe, mache ich lieber was für mich. 🙂

Und so habe ich gestern mal eine Gesichtsmaske ausprobiert. Aktuell versuche ich ja meinen Konsum einzuschränken, möchte mich aber selbst nicht vernachlässigen und so kam die Rezeptur für die Avocado Gesichtsmaske gerade recht. Als Veganer hatte ich zum Glück auch die Zutaten vorrätig und so konnte es gleich losgehen.

Alles was ihr benötigt, sind:

  • 1 reife Avocado: reich an Vitamine A, C, E und Biotin und damit perfekt für die Haut
  • 1 reife Banane: Zink, Vitamine A, B und E.
  • 1 Teelöffel Olivenöl: Macht die Haut weicher und geschmeidiger
  • 1 Teelöffel Orangen- oder Limettensaft: Vitamin C hilft gegen unreine Haut

Zutaten für die Avocadomaske

Wie es funktioniert:

Ich empfehle dir die Zutaten im Mixer zu vermengen. Ich habe es gestern mit der Gabel versucht und es blieben doch einige größere Stücke Avocado übrig, die so gar nicht auf der Haut kleben wollten. Naja, da habe ich sie einfach gegessen.

Trage die Maske auf und lasse sie 10 bis 15 Minuten einwirken. Danach spülst du sie mit warmen Wasser ab.

Fazit:

Die Maske lässt sich super schnell mixen und auftragen. Nach dem Abspülen fühlt sich die Haut wunderbar weich an. Ich werde sie jetzt immer abends machen, damit die Haut auch nachts noch etwas davon hat.

Da ich nicht alles aufs Gesicht auftragen konnte und Nepomuk nicht so scharf auf Avocado ist, habe ich den Rest der Maske einfach gegessen. 🙂

Also ich mache diese Avocado Maske jetzt sicher mindestens einmal in der Woche.

 

 

 

 

26Mai/15

Mit Sport und veganer Ernährung 10 Kilo abgenommen

Ich liebe das Laufen

Nach dem Samstagslauf

Als ich am Wochenende auf die Waage ging, habe ich fast einen Luftsprung gemacht. Ich habe seit dem 01. Januar 2015 nun 10 kg abgenommen. Ich bin so glücklich und zufrieden über diese Entwicklung, dass ich das jetzt einfach mal posten muss.

Mit dem Ergebnis habe ich nun mein Gewicht vor der Schwangerschaft wieder. Für mich aber kein Grund mich auszuruhen. Bis zum meinem Zielgewicht sind es noch 5 kg, die ich aber hoffentlich noch in 2015 schaffen werde. Da wir Ende November nach New York fliegen werden, wäre es mein Wunsch, ach was, meine Herausforderung bis dahin mein Zielgewicht zu erreichen.

Aktuell geht es mir sehr gut und ich fühle mich, trotz Baby und Schlafmangel, so fit wie nie zuvor. Und während der Kleine genüsslich an einer Brezel lutscht und der Lounge Music lauscht, möchte ich hier kurz nochmal darstellen, wie meine Ernährung und mein Sportprogramm aussah bzw. noch aussieht und wohl auch dauerhaft bleiben wird.

Vegan und zuckerfrei

Zum 01. Januar 2015 habe ich meine Ernährung auf vegan umgestellt. Ich habe mich für den ganzen Januar an das Konzept der Vegan For Fit Challenge gehalten, über das ich aber schon genau geschrieben habe.

Ein Grundgedanke bei dieser Challenge ist der Verzicht auf Zucker, Kaffee, Alkohol und natürlich das sehr fiese Weißmehl. Der Anfang war hart, aber Tag 8 gab es so einen Energieschub, dass ich nicht glauben konnte, zu was mein durch Schwangerschaft, Wochenbett und Schlafmangel gebeutelter Körper alles fähig ist.

Die 30 Tage haben meine Einstellung zum Essen nachhaltig geändert. Ich meide noch heute Zucker und Alkohol. Weißmehl mag ich nicht mehr, aber ab und an gönne ich mir mal eine Brezel. Diese Ausrutscher bestraft mein Bauch sofort mit Blähungen und Krämpfen (sehr ätzend). Allerdings habe ich noch keinen Ersatz für Weißmehl gefunden, denn ich bin viel mit Nepomuk unterwegs und ab und an verlassen auch mich mal die Kräfte. Aber ich gebe nicht auf und suche weiter. 🙂

Einzig zum Kaffee bin ich wieder zurück gekehrt, leider genauso leidenschaftlich wie vor der Challenge. Mittlerweile kann ich morgens locker eine Kanne Espresso trinken  oder mit einem Becher Kaffee ins Fitnessstudio laufen. Das ist nicht gut und darum werde ich jetzt wohl wieder auf Getreidekaffee umsteigen.

Mein Sportprogramm

Glücklich im Fitnessstudio

Glücklich im Fitnessstudio

Ich glaube, dass man auch ohne Sport abnehmen kann. Aber mit Sport ist es aus meiner Sicht nachhaltiger. Und mit Sport meine ich nicht nur Fitnessstudio oder Joggen, sondern auch spazieren gehen. Diese drei Arten von Bewegung waren bei mir sehr wichtig.

Mit Fitnessstudio hat es angefangen und das Fitnessstudio ist auch heute ein sehr wichtiger Bestandteil. Da Anfang Januar das Wetter für das Laufen definitiv zu kalt war, bin ich stattdessen mehrmals die Woche ins Fitnessstudio gegangen.

Bei jedem Besuch mache ich drei Durchgänge beim Zirkeltraining und danach noch zwei Geräte für die Beine und meine Bauchübungen. Wenn ich alles straff durchmache, dann ist das ganze Training in 40 Minuten durch. So schaffe ich immer zwischen 06:00 und 07:00 Uhr mein Fitnesspensum.

Vor ein paar Wochen habe ich wieder mit dem Laufen angefangen. Das Wetter ist aktuell perfekt dafür, denn ich bin eher ein Schlecht-Wetter-, als ein Schön-Wetter-Läufer. Ich liebe es im Regen zu laufen und so versuche ich jetzt jeden zweiten Tag meinen Speck in den Teer zu treten. Den Wecker stelle ich mir auf 05:30 Uhr und dann laufe ich kurz vor 06:00 Uhr los. Unter der Woche laufe ich 5 km, am Wochenende auch mal 9 km. Ich möchte es langsam angehen lassen, denn meine Knie sind ehrlich gesagt nicht mehr die jüngsten. 😉

Neben Fitnessstudio und Laufen gibt es noch das spazieren gehen. Ich lebe in München unweit der Isar, das ist das natürlich easy mit dem entspannten Kinderwagen durch die Gegend schieben. Es gab Zeiten, da bin ich mit Nepomuk in Summe bis zu 16 km am Tag gelaufen. Morgens und nachmittags. Das hatte den einfachen Grund: Nepomuk wollte irgendwann zuhause nicht mehr schlafen, dafür hat er stundenlang im Kinderwagen geschlafen. Also habe ich geschoben: Bei Wind und Wetter. Selbst starker Schneefall hat uns nicht stoppen können. Erstaunlicherweise wurden weder Nepomuk noch ich krank. Ein Hoch auf unsere Abwehrkräfte.

Wie geht es weiter?

Es geht weiter wie bisher 🙂 Ich fühle mich super und mir geht es körperlich und seelisch gut. Ich bin der festen Überzeugung, dass Essen unser Wohlbefinden mehr beeinflusst, als wir wahrhaben wollen. Jetzt, wo ich die ganzen Konservierungsstoffe und das Junk Food weglasse, geht es mir einfach blendend und ich bin voller Energie. Yeah, ich werde die letzten 5 Kilos noch knacken, komme was wolle.

26Mai/15

Geschenkidee für Oma: Die Polaroid Bilderwand

Polaroid Bilderrahmen für die Oma

Polaroid Bilderrahmen für die Oma

Der 65. Geburtstag meiner Mutter rückt immer näher und damit die Frage, was ich ihr zum Geburtstag schenke. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, was meine Geschwister und ich als „Gemeinschaftsgeschenk“ schenken, aber definitiv werde ich sie mit einer tollen Fotoidee überraschen.

Meine Eltern wohnen circa 400 km von uns entfernt und kommen nur alle sechs Wochen zu uns nach München. Neben dem regelmäßigen skypen, sind Fotos von Nepomuk die einzige Möglichkeit ihren knapp 10 Monate alten Enkel regelmäßig zu sehen. An Weihnachten habe ich sie schon mit einem Fotobuch überrascht und sie waren begeistert. Da sie aber gerade ihr Wohnzimmer neu gestalten, dachte ich mir, dass ein paar Bilder in einem schönen Rahmen an der Wand toll passen könnten.

Da ich meiner Mutter (meinem Vater natürlich auch) nicht einfach nur einen Stapel Fotos schicken möchte, habe ich mich für eine Polaroid Bilderwand entschieden. Diese Bilderwand hat den Vorteil, dass ich die Bilder immer wieder auswechseln kann bzw. meinen Eltern immer wieder neue Bilder von ihrem Enkel zuschicken kann.

Was muss ich bei einer Bilderwand oder anderen Fotoprodukten beachten?

Ich hatte an Weihnachten meinen Eltern und der nahen Verwandtschaft ein Fotobuch geschenkt und dabei einige Sachen unterschätzt, die mir jetzt nicht noch mal passieren sollten. Darum habe ich einige Tipps zusammengetragen, die die Gestaltung etwas erleichtern sollten:

  • Trefft die Bilderauswahl vorher und schiebt sie in ein separates Album, dann spart ihr beim Upload Zeit. Einige Portale schmeißen euch nach einiger Zeit wieder raus, wenn ihr nicht angemeldet seid. Dann müsst ihr im schlimmsten Fall alles noch mal neu machen.
  • Schaut euch verschiedene Anbieter an und geht nicht nur nach dem Preis. Spätestens, wenn die Bildbearbeitung zum fünften Mal abgestürzt ist, liegen die Nerven blank. Hatte ich bei den individualisierten M&Ms für Nepomuks Taufe. Ich hatte wirklich keinen Bock mehr auf diese Seite.
  • Verwendet die webbasierten Vorlagen und nicht die Bestellsoftware zum runterladen. Ich habe unten mal ein paar Screenshots von einer wirklich guten Anwendung, die intuitiv und reibungslos läuft.
  • Informiert euch vorher über die Lieferzeit. An Weihnachten hat mir das fast das Genick gebrochen. Aufgrund der hohen Nachfrage wurden aus 5 Werktagen plötzlich 2 Wochen Lieferdauer.
  • Erstellt das Fotoalbum oder was auch immer an einem ruhigen Ort und in einem Rutsch. Ich habe es abends gemacht, als der Kleine im Bett war.
  • Wenn es etwas komplizierter wird, meldet euch vorher an. Mit einem Login könnt ihr eure Arbeit speichern und später weitermachen. Ohne speichern müsst ihr alles noch mal von vorn machen.

Wo bekomme ich die Polaroids her?

Heutzutage haben wohl die wenigsten Leute noch eine Polaroid. Ich gehöre leider zu denen, die keine haben. Also musste ich mir einen Anbieter wie die Budni Fotowelt suchen, der die Umwandlung von normalen Fotos in Polaroid Fotos vornimmt.

Welche Motive passen?

An Weihnachten haben wir unseren Eltern und nahen Verwandten schon ein Fotobuch von Nepomuks ersten 6 Monaten geschenkt. Ich wollte darum nicht noch mal nur Fotos von ihm allein. Also habe ich mich entschlossen Bilder zu nehmen, die entweder Nepomuk mit Oma und Opa zeigen oder Nepomuks Taufe, die im März stattfand.

Wie funktioniert der Bilderupload und die Bestellung der Polaroids?

Die Budni Fotowelt bietet, wie andere Fotodienste einen Bilderupload an, über den man die Polaroid Bilder hochladen und gestalten kann. Ich bin bei so was immer skeptisch und genervt, wenn etwas nicht gleich funktioniert. Hier war aber alles super und hat wunderbar geklappt. Da ich mich aber vorher nicht angemeldet hatte, musste ich alles in einem Rutsch machen, da sonst die bereits hochgeladenen Bilder wieder gelöscht wurden wären. Wenn man zwischendurch pausieren muss, ist es möglich das Produkt zu speichern. Hierfür muss man allerdings einen Login haben.

Da Bilder ja mehr als tausend Worte sagen, habe ich das für euch mal dokumentiert:

Schritt 1: Upload der Bilder

Bildupload Polaroid BIlderwand

Wie ihr seht, ist das wirklich easy. Der grüne Smiley signalisiert nur, dass die Bilder eine gute Qualität haben. Ich finde das wichtig zu wissen, denn oft sind ja gerade die Handybilder etwas kriselig und man ärgert sich, wenn man die schlechten Bilder dann zugeschickt bekommt.

Schritt 2: Bearbeitung der Bilder

Bearbeitung der Bilder

 

Die Bearbeitung der Bilder ist bei einem guten Anbieter relativ einfach und selbsterklärend. Dazu muss man nur auf das Bild klicken und schon öffnet sich das Bearbeitungsmenü.

Schritt 3: Überprüfung der Bilder

Überprüfung der Bilder

 

Bevor du die Bilder bestellst, solltest du sie noch mal prüfen, ob alles deinen Vorstellungen entspricht. Nichts ist ärgerlicher, als Fehler auf dem fertigen Produkt zu entdecken. Alles schon erlebt, alles schon erlebt. 🙁

Schritt 4: Abschluss der Bestellung

Kosten und Lieferdatum für Bilder

 

Wenn du deine Bilder für gut befunden hast, kannst du sie bestellen. Wenn Drogeriemärkte den Fotoservice anbieten, hast du die Möglichkeit sie in der Filiale abzuholen oder sie dir per Post zuschicken zu lassen. Ich wähle immer den Versand, weil ich nicht weiß, wie schnell ich wieder in eine Filiale komme. 🙂

Wo bekomme ich den Rahmen her?

So, damit wäre der erste Schritt schon mal gemacht. Die Bilder sind bestellt, jetzt brauche ich nur noch einen Rahmen. Bei uns in München gibt es viele Hofflohmärkte und ich habe auch schon einige tolle Rahmen gesehen, aber so das richtige war nicht dabei.

Wenn ich den Rahmen auf dem Flohmarkt kaufe, muss ich das Zubehör natürlich auch noch irgendwo auftreiben. Aber ich denke ein Bastelladen sollte das eigentlich vorrätig haben.

Alternativ kann ich natürlich gleich einen fertigen Bilderrahmen kaufen, der schon mit diesen Fäden und den kleinen Klämmerchen versehen ist. Mittlerweile gibt es ja genug Plattformen, auf denen man solche „außergewöhnlichen“ Dinge kaufen kann.

Nun warte ich gespannt auf die Bilder und noch gespannter bin ich auf die Reaktion meiner Mutter gespannt.

23Mai/15

Was der Eurovision Song Contest für mich bedeutet

Für unsere kleine Familie findet mit dem Eurovision Song Contest heute wieder eines der vielen Highlights in 2015 statt. Seit mein Freund und ich den Eurovision Song Contest 2013 zusammen in der Prosecco Bar in München geschaut haben, ist der Contest für uns eigentlich jedes Jahr eine Pflichtveranstaltung.

Song Contest 2013 und der 1. Kuss

Als damaliger Community Manager für Spontacts verschwamm oft die Grenze zwischen privat und beruflich. Die Organisation eines Events zum Eurovision Song Contest war eher privater Natur. Trotzdem erstellte ich eine Aktivität und fand eine Handvoll Leute, die mit mir den Song Contest schauen wollten. Darunter auch Stefan, den ich schon damals super fand. Ich kannte ihn von verschiedenen anderen Aktivitäten und fand ihn sehr sympathisch.

Eigentlich wollte ich einen Tisch in meiner Lieblingsschlagerbar, dem Roy, reservieren. Aber die wollten den ESC nicht übertragen. Also suchte ich nach Alternativen und wurde in der Prosecco Bar fündig. Ich ergatterte den letzten Tisch und freute mich wie Bolle auf den Event.

Der Abend war super witzig und wir waren dann in Summe 6 Leute, die den Wettbewerb mehr so nebenbei verfolgten. Hauptsächlich haben wir getrunken und uns über den Kuchen des Tischnachbarn gefreut. Die Bar hatte ein kleines Gewinnspiel organisiert: Wer den Sieger richtig tippt, bekommt eine CD vom ESC und eine 3 Liter Proseccoflasche.

Der Song Contest ging vorbei, die Stimmzettel wurden ausgewertet und wer hat gewonnen: Stefan. Ich fand das fies, dass war der einzige, der keinen Alkohol getrunken hat und er macht den ersten Platz. Nach dem Contest wurde in der Bar weiter gefeiert. Unsere Gruppe wurde immer kleiner und irgendwann waren nur Stefan und ich übrig. Als wir da so saßen, gegen 2 Uhr gab er mir einfach einen Kuss. Ich war total überrascht. Es fühlte sich so gut an.

Die Tage danach wurde es nochmal etwas kompliziert, aber letztendlich wurden wir ein Paar und sind bis jetzt überglücklich.

Der erste Song Contest zu dritt

Nun, genau zwei Jahre später, schauen wir wieder den Eurovision Song Contest. Diesmal als kleine Familie und bequem zuhause. Ich hoffe der Kleine freut sich genauso auf den Abend wie wir. Heute vormittag habe ich schon die ersten Vorbereitungen für das Essen getroffen, während der Papa und der Sohn friedlich im Schlafzimmer geschlummert haben.

Bei uns gibt es heute:

  • Selbstgeschnittene und gebackene Pommes
  • Für mich vegane Burger aus Kidneybohnen
  • Für den Papa Rindfleisch Burger mit Ananas, Pilzen und diversem anderen Zeug
  • Selbstgemachtes Mango-Senf-Balsamico-Dressing für mich
  • Fertiges Ketchup für uns beide
  • Chips und Coconut Bacon zur Überbrückung bis zur Siegerehrung
  • Statt Alkohol pfeife ich mir heute den Ginger-Minger mit Grünem Tee rein

Oh, ich freue mich schon so. 🙂

Gerade der Eurovision Song Contest macht mir immer wieder bewusst, wie schnell die Zeit vergeht. Letztes Jahr war ich noch schwanger und habe die Tage bis zum Mutterschutz gezählt. Jetzt sind wir zu dritt und Nepomuk wird übernächste Woche 10 Monate alt.

Jetzt warte ich sehnsüchtig darauf, dass der Kleine aufwacht und durch die Wohnung krabbelt. Er schläft jetzt schon fünf Stunden. Wenn er das mal unter der Woche machen würde, wenn die Mutti allein ist. 🙂

22Mai/15

Sponsored Post: Der Squiz Quetschbeutel

Heute möchte ich euch von meinen Erfahrungen mit den nachfüllbaren Quetschbeuteln von Squiz berichten. Ich selbst war schon eine Weile auf der Suche nach einer Alternative für die fertigen Quetschbeutel von Hipp oder Freche Freunde, die man überall kaufen kann.

Dann kam das Team von Squiz auf mich zu und fragte mich, ob ich Lust hätte ihre Quetschbeutel zu testen. Und natürlich hatte ich Lust, denn Nepomuk gewöhnt sich gerade an Gemüse- und Obstbrei. Wenn nicht jetzt, wann denn dann?

Warum keine fertigen Quetschbeutel?

Was den Babybrei für meinen Sohn anbelangt, so habe ich mir von Anfang an vorgenommen selber zu kochen. Als ich Anfang Januar meine Ernährung auf vegan umstellte, habe ich mich viel über Nahrungsmittel und Fertigprodukte informiert. Ich stehe mittlerweile der Gläschenkost skeptisch gegenüber, bin aber der Meinung, dass jede Mutter für sich entscheiden muss, wie sie ihr Kind ernährt. Und da ich schon Hipp & Co. bei den Gläsern nicht vertraue, würde ich auch nie diese fertigen Quetschbeutel kaufen. Weitere Punkte, die gegen den Kauf sprechen:

  • Preislich finde ich die fertigen Quetschbeutel nicht attraktiv. Bei Freche Freunde kosten 100 g gleich 1,19 EUR.
  • Das man die Gläschen eventuell für was anderes benutzen kann, finde ich gut. Aber diese Quetschbeutel verursachen in meinen Augen einfach nur wieder zuviel Müll
  • Frische vs. Haltbarkeit: Ich denke am gesündesten ist Obst, Gemüse & Fleisch, wenn es frisch zubereitet wird. Ich glaube durch das pasteurisieren gehen viele Vitamine verloren. Zudem findet man in einigen Quetschbeuteln Zitronensaftkonzentrat und ich glaube nicht, dass dort jemand in der Produktion sitzt und Zitronen auspresst.

Das sind so die Hauptgründe, warum ich mich entschlossen habe mal den Quetschbeutel von Squiz auszuprobieren.

Was ist der Squiz Quetschbeutel?

Banane & Melone im SquizDer Quetschbeutel von Squiz funktioniert eigentlich wie die normalen Quetschbeutel, die im Handel erhältlich sind, nur mit folgenden Vorteilen:

  • kann ich ihn bis zu 50x wieder befüllen, anstatt ihn nach einmaliger Nutzung zu entsorgen
  • kann ich ihn mit dem Obst und Gemüse meiner Wahl befüllen und auch einfach mal nur Banane und Melone reinmixen
  • hat er mit seinen 130 ml Fassungsvermögen deutlich mehr Inhalt als die fertigen Quetschbeutel
  • spart er mir Geld, denn das Obst und Gemüse aus dem Biomarkt kommt runter gerechnet nicht auf die Kosten, die ich habe, wenn ich mir die Fertigprodukte kaufe.
  • verursache ich weniger Müll, da ich ihn eben mehrmals nutzen kann

Squiz Rahmendaten 

  • Jedes Set enthält 3 Quetschbeutel
  • Motive: Pinguin, Löwe und Elefant
  • Preis pro Set: 14,90 EUR
  • Füllmenge: 130 ml
  • Maße: 23,5 x 13 x 1,6 cm
  • BPA, PVC und Phthalate-frei
  • Geeignet für Spülmaschinen und Eisschränke
  • Laut Hersteller kann jeder Quetschbeutel bis zu 50 x wiederverwendet werden
Wie funktioniert der Quetschbeutel von Squiz und was muss ich beachten?

Im Grunde genommen funktioniert der Quetschbeutel super einfach:

  1. Gewünschtes Obst/Gemüse pürieren
  2. Püriertes Obst/Gemüse über die breite Öffnung an der Unterseite einfüllen
  3. Perforierte Öffnung zusammendrücken

Nachdem ich ihn befüllt habe, teste ich über dem Spülbecken nochmals ob er wirklich verschlossen ist. Mittlerweile packe ich die Quetschbeute aber auch immer noch in eine kleine Tüte, weil unsere Windeltasche so vollgestopft ist, dass ich Angst habe, dass das Püree rausläuft.

Wichtig ist, dass der Quetschbeutel nach jedem Gebrauch gut gereinigt wird. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass er am besten sauber wird, wenn man ihn mit der Hand reinigt. Mit der Spülmaschine habe ich bisher nicht so gute Erfahrungen gemacht.

Lohnt sich der Squiz?

Nepomuk und sein SquizNatürlich sind die gekauften Quetschbeutel schneller und ohne viel Aufwand zu handhaben. Aber für mich, die auch den Babybrei selber kocht, ist es selbstverständlich das Obstpüree auch selbst herzustellen. Wir nutzen den Squiz sehr oft und haben ihn auf dem Spielplatz, im Restaurant oder bei Freunden immer dabei.

Es ist natürlich auch eine Frage des Preises. Die drei Quetschbeutel kosten 14,90 EUR und können bis zu 50 mal wiederverwendet werden. Vergleicht man das mit den Quetschbeuteln von Frische Freunde, wo ein Einmalbeutel 1,19 EUR kostet, dann ist man mit Squiz doch günstiger unterwegs.

Nepomuk mag den Quetschbeutel sehr und ich finde es eine praktische Angelegenheit für Zwischendurch. Eine volle Mahlzeit passt zwar in die 130 ml nicht rein, aber bevor ich ihm Hirsekringel oder Reiswaffeln gebe, nehme ich lieber meinen  Obstbrei. Außerdem bleibt für mich immer was übrig, wenn Nepomuk mal keine Lust drauf hat. 🙂

Mein Fazit

Wer vor dem Aufwand des Selbermachens nicht zurückschreckt und gerne selber verschiedene Obst- und Gemüsekombinationen ausprobieren möchte, dem kann ich den Squiz empfehlen. Er ist perfekt für unterwegs und jetzt wo ich es schreibe, werde ich wohl mal probieren, ob Nepomuk ihn gerade jetzt in der Phase des Zahnens nehmen möchte.

Wir verwenden ihn mittlerweile sehr oft, allerdings schaffe ich es nicht jeden Tag, da ich oft früh außer Haus muss und Obst sollte wirklich nur frisch in die Beutel kommen. Bisher habe ich jeden Beutel mindestens zweimal verwendet und sie funktionieren immer noch. 🙂

 

 

20Mai/15

Den Minimalismus in den Alltag holen

Über Minimalismus und den Willen dazu zu schreiben ist ja das eine. Den Minimalismus in den Alltag zu integrieren und schrittweise Ballast im Leben abzuwerfen, ist das andere. Mein Freund und ich sind begeistert vom Minimalismus, aber auch realistisch genug, um zu wissen, das man sowas nicht auf einmal umsetzen kann. Bekanntlich sind die Schnellschüsse ja häufig auch die Fehlschüsse.

Der Weg zu weniger Konsum und zu einem minimalistischen Leben und Wohnen ist ein langer, aber gangbarer Weg. Damit wir keine Durststrecken haben, erfreue ich mich an unseren kleinen Meilensteinen. Dinge die ich schnell in unseren Alltag integrieren konnte und sie mit Überzeugung umsetze:

Abbau der Restbestände

  • Wir haben eine ganze Batterie von Reinigungsmitteln. Die nehmen unheimlich viel Platz weg. Darum kaufe ich jetzt keine neuen, denn früher wurde auch alles mit einem Mittelchen geputzt.
  • Ich habe Essigessenz, Natron und Soda wieder entdeckt und putze nun damit die Wohnung, entkalke und entferne Schimmelrückstände. Essig stinkt zwar, aber der Geruch verzieht relativ schnell im Vergleich zu meinen Chemiekeulen.
  • Früher war der Kühlschrank so voll, dass wir keinen Überblick hatten und schon gar keinen Plan fürs kochen. Jetzt koche und verbrauche ich alles, bis der Kühlschrank gut leer ist. Zudem brauche ich alle Zutaten auf, die mir zu schade sind, um sie wegzuschmeissen. Das sind unendlich viele Tees, Nüsse oder 3 Packungen Rohkakao (wer keinen Überblick hat, kauft natürlich alles doppelt und dreifach)
  • Was für Essen richtig ist, kann für Kosmetik und Drogerieartikel natürlich nicht falsch sein. Auch dort brauche ich alles auf. Gerade ist mein Shampoo alle geworden und ich nutze jetzt Duschgel für die Haare. Wenn die Spülung auch alle ist, mache ich mich auf die Suche nach einem 2-in-1-Produkt, vielleicht auch 3-in-1-Produkt, sodass ich statt Duschgel, Shampoo und Spülung nur noch eine Flasche im Bad rumstehen habe.

Ablagen, Fächer und Räume sauberhalten

  • Für Deko- und Nutzgegenstände gilt: Alles was weniger als einmal in der Woche genutzt wird, wird verstaut
  • Dekozeug, dass nur verstaubt, wird entweder weggeräumt oder entsorgt. (Die gefühlten 50 Schutzengel schlummern jetzt in einer schönen Schublade)
  • Alle Ablagen müssen leer sein, damit ich den Staub einfach wegwischen kann. Bis auf wenige Ablagen habe ich schon gut freigeräumt.
  • Es wird kein Geschirr mehr gestapelt und keine Kleidung mehr auf irgendwelchen Schränken zwischengelagert.
  • Papierablage muss ich einmal die Woche machen (Memo an mich)
  • Nepomuks Spielzeug räume ich immer auf, wenn er schläft. Er freut sich dann, wenn er wieder alles ausräumen kann
  • Das Spielzeug von Nepomuk reduziere ich jetzt immer. Nicht, weil ich zu faul bin, dass wegzuräumen, sondern damit er keine Reizüberflutung bekommt. Sein Spielzeug tausche ich zudem alle vier Tage aus – bis auf die geliebten Enten und dm Becher.

Essen und Trinken

  • Da mein Freund und ich schon seit langem getrennt kochen, habe ich mir vorgenommen für mich nur noch mittags zu kochen. Und nur Gerichte bei denen ich quasi nur noch schneiden, würzen und kochen muss.
  • Nach dem Kochvorgang räume ich alles gleich weg bzw. spüle alles ab und schiebe das Aufräumen nicht wie bisher immer vor mir her
  • Abends teste ich gerade Dinner Cancelling. Mittlerweile fällt es mir nicht schwer und oben drein muss ich mir keine Gedanken mehr um die Wahl des Abendessens machen.

Was mir das alles bringt?

Das klingt alles nach so viel Aufwand, ist es mittlerweile gar nicht mehr. Zudem gibt es mir ein gutes Gefühl. Ich fühle mich wohl in meiner Haut und unserer Wohnung. Seit ich nichts mehr aufschiebe (außer Bügeln. Ich hasse Bügeln und schiebe es bis zum St. Nimmerleinstag!) verspüre ich keinen Druck und keinen Frust mehr. Nichts was ich noch lesen, essen oder sonst wie konsumieren muss. Seit ich beispielsweise das Aufräumen nach dem Kochen ebenso bewusst tue, wie das Kochen und Essen an sich, geht es viel leichter.

Vielleicht sind das alles Dinge die andere Menschen schon tun, aber für mich als kleiner Chaot ist das alles Neuland. 🙂

19Mai/15

Ich bin eine Mutter und ich bin eine Wettkampfsau!

Heute war wieder ein Babytreff und ich ärgere mich so über mich selbst und mein wirklich nerviges Verhalten.

Ich als Mutter nehme mir immer wieder vor, nicht über das Verhalten von anderen Müttern zu urteilen. Trotzdem beobachte ich doch gern andere Mütter, um zu sehen, wie sie mit ihren Kindern, die im gleichen Alter sind wie Nepomuk, agieren.

Immer wieder ertappe ich mich, dass ich die anderen Mütter gleich bewerte. Ich frage mich, warum die Mutter dies und das tut, obwohl es mir eigentlich egal sein sollte. Ich tue das ehrlich gesagt nicht, weil ich an das andere Kind denke, sondern weil ich mich leider immer wieder dazu verleitet sehe, Vergleiche zu ziehen. So sehr ich mich bemühe und ausblende, ich vergleiche mich immer mit anderen Müttern. Ich habe einmal eine Persönlichkeitsanalyse gemacht. Vor Jahren und eigentlich aus beruflichen Aspekten. Da kam heraus, dass ich gelinde gesagt eine Wettkampfsau bin. Ich konzentriere mich nicht nur auf meine Ziele und meinen Aufgaben, sondern schiele immer zu den anderen: Sind sie besser als ich? Haben sie Schwächen? Kann ich sie übertrumpfen?

Das ist ehrlich gesagt keine schöne Eigenschaft und macht mir in meiner Rolle als Mutter manchmal ganz schön zu schaffen. Ich versuche mich in Babytreffs auf mich zu konzentrieren und zu entspannen. Stattdessen screene ich andere Kinder, andere Mütter, das andere Verhalten. Ich hasse das und trotzdem kann ich es nicht abstellen.

Als Nepomuk noch der einzige war, der in seiner Gruppe gekrabbelt ist, war ich sehr entspannt und habe mich auch für die anderen Kinder interessiert. Aber jetzt, wo alle krabbeln, sich hochziehen und teilweise versuchen zu laufen, bin ich genervt. Genervt von der Kursleiterin, weil sie sich nur noch um bestimmte Kinder kümmert. Genervt von den Müttern, die immer betonen müssen, was ihre Kinder schon alles können und am meisten bin ich genervt von mir selber. Es ist absolut dämlich so zu denken, denn damit bin ich absolut keine gute Mutter. Was soll mein Sohn irgendwann von mir denken?

Vielleicht sind die Babytreffs, wo Mütter versuchen sich gegenseitig zu übertrumpfen, nichts für mich, weil ich dann so unter Druck gerade. Ich freue mich schon auf morgen. Da haben wir endlich wieder den Pikler Kurs und der läuft eben so ab, dass alle Mütter am Rand sitzen und einfach die Kresse halten. Nepomuk ist dort mit Abstand der Jüngste und es macht mir merkwürdigerweise gar nichts aus, dass andere Babys im Alter von 16 Monaten durch die Gegend flitzen. Auch finde ich, dass die Kursleiterin allen sechs Babys gleiche Aufmerksamkeit schenkt, weil eben keine laute Mutter ständig irgendwas kommentieren muss oder sich zwischen die Babys quetscht.

Ach, bis zu einer, gegenüber anderen Müttern, entspannte Mutter, ist es für mich noch so ein langer Weg. Ich wünschte ich wäre da schon befreiter.

Wie habt ihr das Muttersein am Anfang erlebt? Habt ihr euch und eure Kinder auch verglichen und hört das irgendwann auf?

17Mai/15

Unser Wochenende in Bildern – 16./17. Mai 2015

Ein tolles und entspanntes Wochenende liegt hinter uns. Bis Freitag war ich noch der felsenfesten Überzeugung, dass wir ein verregnetes Wochenende haben werden, aber ich wurde eines besseren belehrt.

Wenn der Papa mit dem Sohne

Das Frühstück am Samstag fiel aus, weil der Papa mit dem Sohn zum Meetup Event „Dads & Kids“ in den Hirschgarten wollte. Das Treffen wurde zwar verschoben, aber die beiden haben sich von einem entspannten Tag im Hirschgarten nicht abhalten lassen.

Die Tafel beim Restaurant Day

Am Nachmittag ging es dann auf Richtung Thalkirchen. Dort fand wieder ein Restaurant Day statt. Für uns war es der erste und dementsprechend neugierig waren wir.

IMG_0109Die Veranstalter entschieden sich für die Neuinterpretation von Kindergerichten.

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Ich entschied mich beim Hauptgang für die Pasta mit Belugalinsen und als Nachspeise gab es …

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Einen Nutellazopf und eine Zimtschnecke. Runtergespült wurden die ganzen Kalorien mit …

IMG_0114Meinem ersten Gin Tonic seit über 1,5 Jahren. Ja, so schnell vergeht die Zeit. Hätte ich mir als ehemaliger Vollgas-Gin-Fan auch nicht träumen lassen. Es war wirklich ein super Event mit lieben Leuten, toller Location und leckerem Essen. Mehr über den gestrigen Tag und zum Restaurant Day könnt ihr hier nachlesen.

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Oh, fast vergessen. Ich habe auch da auch zum ersten Mal einen 3D Drucker ausprobiert. Die Farbe ist ein leckeres Himbeer Püree. Ich glaube so ein 3D Drucker wäre eine coole Sache für einen Kindergeburtstag. Ich denke den Kindern fällt ein lustigeres Bild ein, als mir gestern.

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Wer sich am Abend natürlich die Wampe vollbauen kann, kann am nächsten Morgen auch Eisen fressen. Und so nutzte ich heute morgen die Schlaflosigkeit und bin in mein geliebtes Fitnessstudio gegangen. Ich muss sagen: Mittlerweile brauch ich den wöchentlichen Besuch im Studio, sonst fehlt mir etwas. Ich wünschte das Joggen wäre auch schon so ein fester Bestandteil. 🙂

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Nach dem Sonntagssport ging es dann Richtung Freiheiz. Dort fand heute um 11 Uhr ein Babykonzert statt: Klassik meets Krabbeldecke quasi.

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Nepomuk hat das Konzert genutzt, um es einfach mal zu verschlafen. Pünktlich zum Abschlussapplaus ist er dann wieder aufgewacht. Wir hatten wunderbare 45 Minuten, länger geht es leider nicht, und ich kann das Konzert nur jedem empfehlen.

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Danach ging es Richtung Odeonsplatz zum Streetlife Festival. Davor machten wir allerdings einen kleinen Abstecher in den Laden „Glückskost„. Dort ist nicht nur alles vegan, sondern auch roh. Yeah, die Wraps waren super lecker.

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Nach dem Wrap gab es für mich noch etwas Süßes. So einen leckeren Brownie habe ich noch nie gegessen und das ohne Teig und Zucker.
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Danach ging es mit einer Freundin zum Streetlife Festival. Das ist immer eine sehr coole Veranstaltung und man kann mal wieder was neues kosten …

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Bei mir war es heute der vegane Döner. Naja, umgehauen hat er mich nicht. Habt ihr vielleicht eine tolle Empfehlung für einen veganen Döner in München?

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Zum krönenden Abschluss ging es dann nochmal auf den Hamburger Fischmarkt, der aktuell auf dem Wittelsbacher Platz Halt macht.

Danach waren wir ehrlich gesagt ganz schön platt und nun schlafen die beiden Herren der Schöpfung und ich tippe hier fröhlich vor mich hin.

Ich hoffe ihr hattet auch ein wundervolles Wochenende und konntet euch schön im Kreise eurer Liebsten erholen.

17Mai/15

Unser erstes Babykonzert

Heute vormittag waren wir bei unserem ersten Babykonzert. Das wir schon im April unsere Tickets gekauft haben, war gut, denn als ich vor ein paar Tagen auf die Website geschaut habe, war das Konzert um 11 Uhr schon ausverkauft. Wir selbst sind über die Zeitschrift „Himbeer“ auf dieses etwas andere Konzert aufmerksam geworden.

Was ist ein Babykonzert?

Dieses Konzert, auf dem klassische Musik gespielt wird, ist speziell für Babys konzipiert. So gibt es keine Stühle, sondern jede Familie bringt sich ihre Krabbeldecke mit und sitzt für die Dauer des Konzerts auf dieser. Das Konzert an sich dauert nur 45 Minuten und das Mini Orchester nimmt in der Mitte des Raumes Platz. Bei uns bestand das Orchester aus 6 Musikern. Diese waren wie bei einem normalen klassischen Konzert, in eleganter Abendkleidung.

Während des Konzertes wird nicht geklatscht, da einige Babys durch die Musik einschlafen. Um dem Orchester zu signalisieren, dass dem Publikum der Satz gefallen hat, wird einfach gewunken. Bei uns hat das super funktioniert.

Was wird gespielt?

Bei uns wurden heute folgende zwei Stücke gespielt:

  • Georg Philipp Telemann: Don Quichotte-Suite
  • Wolfgang Amadeus Mozart: „Die Entführung aus dem Serail“
So erlebten wir das Babykonzert

Programm zum BabykonzertWir hatten uns Karten für die 11 Uhr Vorstellung besorgt. Veranstaltungsort war das Freiheiz an der Donnersbergerbrücke in München. Als wir um 10:30 Uhr ankamen, gab es bereits eine Kinderwagenschlange vorm Eingang. Der Einlass ging relativ zügig. Da wir wohl etwas früh dran waren, war die Parkplatzsituation für den Kinderwagen noch kein Problem und wir parkten ihn im Vorraum der Veranstaltungshalle. Das Programm für das Konzert bekamen wir gleich an der Kasse.

Als wir in die Halle kamen, war diese schon gut gefüllt. Wir entschieden uns in der Nähe des Eingangs zu bleiben. Kurz darauf kam jedoch vom Organisationsteam und bat uns darum, den Platz freizumachen, da noch Platz für Kinderwägen benötigt wird. Also gingen wir in den hinteren Teil der Halle und suchten uns auf einer kleinen Erhebung ein neues Plätzchen. Nepomuk war so angetan von den vielen anderen Babys, dass er immer zu den anderen Mini Konzertbesuchern krabbelte, um sie anzufassen oder mit ihnen zu spielen.

Unser erstes BabykonzertUm 11 Uhr ging es nach ein paar kurzen Worten von der Organisatorin mit dem Konzert los. Pünktlich mit den ersten Tönen schlief Nepomuk ein und wachte erst beim Abschlussapplaus wieder auf. Für meinen Freund und mich war das Konzert demnach wirklich sehr entspannend. Wir konnten der Musik lauschen und anderen Kindern beim rumspringen und rumkrabbeln zu schauen. Ich selbst liebe klassische Musik und wir hören auch zuhause oft Klassik Radio. Für mich war das heute also pure Entspannung: Die Musik und Nepomuk schlief auf meinem Schoß.

Zu meiner Überraschung war es angenehm ruhig in der Halle. Ich hatte eigentlich gedacht, dass bei gut 100 Babys doch der Lärmpegel nach oben geht, aber dem war nicht so. Die Kinder waren zwar aktiv, aber geweint hat kaum ein Baby. Die Musik hat wirklich alle etwas chilliger gemacht. 🙂

Zum Schluss gab es nach dem Applaus noch eine Zugabe und nach 45 Minuten war es leider schon vorbei. So schnell wie die Halle sich gefüllt hatte, so schnell leerte sie sich auf wieder.

Mein Fazit

Nepomuk chilltIch finde es ehrlich gesagt schade, dass wir das mit dem Babykonzert erst jetzt entdeckt haben. Es ist so eine herrliche Veranstaltung und ich hoffe, wir können bei dem nächsten Termin wieder teilnehmen.

Selbst wenn man kein Klassik Fan ist, so denke ich doch, dass den Kleinen die Musik gefällt und diese beruhigend auf sie wirkt. Nepomuk war wie immer sehr entspannt und ich glaube er hat es sehr genossen: Die anderen Menschen, vor allem die Babys und natürlich die Musik, die er wahrscheinlich nur im Unterbewusstsein mitbekommen hat.