Monthly Archives: März 2015

24Mrz/15

Mein Frust mit den Babyzeichen

Mein Nervthema der Woche: Babyzeichen!

Das wir uns schon in der vor der Geburt mit der Verwendung von Babyzeichen befasst haben, war für uns eine Sache des Respektes gegenüber unserem Sohn und der einfacheren Kommunikation mit ihm. Uns war zwar bewusst, dass wir die Babysprache erst ab dem sechsten Monat einführen können, aber trotzdem haben wir uns schon früh damit beschäftigt.

Aber es kam, wie es kommen musste: Nepomuk wurde geboren und plötzlich war alles wichtiger, nur die Babyzeichen nicht. Es verging Monat um Monat ohne das wir ihm Zeichen für alltägliche Situationen zeigten.

Zu Weihnachten haben wir uns endlich das Buch „Zauberhafte Babyhände“ gekauft, in dem relativ einfach und unkompliziert die wichtigsten Infos und die eigentlichen Babyzeichen zu finden sind. Seit Weihnachten versuchen wir nun mit Nepomuk über dieses Zeichen zu kommunizieren. Auch jetzt im März sprechen wir noch von „versuchen“, denn obwohl wir einige Zeichen sehr oft gebrauchen, habe ich nicht wirklich das Gefühl, dass Nepomuk mich versteht.

Die Vorauswahl

Bevor wir überengagiert Nepomuk jeden Tag mit neuen Babyzeichen zu überfordern, haben wir uns zu Weihnachten auf eine Liste geeinigt. Dort haben wir uns die gängigsten Zeichen aufgeschrieben und geübt, bis wir sie intus hatten.

  1. Spielen
  2. Ball
  3. Essen
  4. Rausgehen
  5. Schmusepuppe
  6. Kuscheln
  7. Schlafen
  8. Mama
  9. Papa
  10. Baum
  11. Auto

Wann immer es also etwas zu essen gab, habe ich Nepomuk das Zeichen für „essen“ vorgeführt, ebenso das Zeichen für „spielen“, wenn wir zusammen auf der Spielwiese waren oder „rausgehen“, wenn ich mit ihm an die frische Luft wollte.

Bis heute habe ich das Gefühl, dass ich sich nur die Wörter „Ball“ und „Essen“ so einigermaßen etabliert haben, aber von einer „Kommunikation“ sind wir noch Lichtjahre entfernt.

Die Herausforderung von Babyzeichen

So toll die Idee der frühen Kommunikation mit Babyzeichen auch klingt, so langwierig  und intensiv ist das Training. Manchmal vergesse ich einfach ein Zeichen oder ersetze es durch ein eigenes, individuelles.

Selbst wenn man absolut engagiert bei der praktischen Anwendung ist, so glaube ich nicht, dass jedes Kind für diese Art der Kommunikation zugänglich ist. Natürlich weiß man das nicht vorher und liest sich super motiviert in dieses Thema ein, aber irgendwann wird man sich fragen, ob sich dieser Aufwand wirklich gelohnt hat.

Die Vorteile der Babyzeichen

Unabhängig davon, ob sich bei uns die Babyzeichen durchsetzen oder nicht, bin ich der Meinung, dass sie eine gute Sache sind und einige Vorteile haben.

Bei einer erfolgreichen Kommunikation zwischen Eltern und Baby mit Hilfe der Babyzeichen kann sicher einer gewissen Frustration entgegengewirkt werden. In unserem Fall könnte Nepomuk uns durch seine Zeichen deutlich machen, was er gerade vermisst oder was er haben möchte. Wir müssten nicht verschiedene Dinge ausprobieren, um zu sehen, was ihn gerade stört.

Auch glaube ich, dass die Kommunikation zwischen Eltern und Baby intensiver wird, je einfacher sie für alle ist. Und so wie wir Erwachsene uns über ein tolles Gespräch freuen, so sehr geniesst sicher dann auch Nepomuk die Kommunikation mit uns anhand der Zeichen.

Die knallharte Realität

Aber die Realität sieht nun mal anders aus. Egal ob Zeitmanagement, Diätratgeber oder eben Zeichensprache: In Büchern klingt das alles immer so leicht und nachvollziehbar, doch die Praxis ist doch immer um einige Facetten reicher.

Für uns ist es jedenfalls noch ein weiter Weg bis wir sagen können, dass die Babyzeichen bei uns funktionieren und wir sie in den Alltag integrieren können.

Ich werde hier auf jeden Fall weiter berichten, welche Fortschritte und welche Rückschläge wir erlebt haben. 🙂

Das wichtigste für uns ist aber der Spaß und die Freude. Wenn beides nicht mehr gegeben ist, dann ist das Experiment „Babyzeichen“ für uns auf jeden Fall gestorben.

 

 

 

 

23Mrz/15

Buchempfehlung: Ein guter Start ins Leben

Ein guter Start ins LebenHeute möchte ich über das Buch „Ein guter Start ins Leben“ von Magda Gerber schreiben, auf das ich durch Zufall gestoßen bin. Vor einigen Monaten habe ich mit der Recherche zum Konzept von Maria Montessori begonnen. Ihre Einstellung „Hilf mir es selbst zu tun“ erschien mir im Bezug auf die Erziehung meines Sohnes die richtige zu sein. Ich fing an Bücher zu lesen, trat speziellen Facebook Gruppen bei und durchforstete verschiedene Blogs und Internetseiten.

Bei der Recherche merkte ich schnell, dass dieses Konzept für uns erst richtig in Frage kommt, wenn Nepomuk mindestens 15 Monate alt wird. Vorher gibt es zwar Tipps und Überlegungen, aber etwas wirklich brauchbares war nicht dabei. Das Buch „Montessori von Anfang an“ hat mich im Bezug auf Tipps und Beispiele für Säuglinge überhaupt nicht überzeugt. Der Titel ist für mich eher irreführend, denn die richtigen Tipps gibt es eben erst für Kinder ab 12 bis 15 Monaten.

Durch Zufall habe ich in einer der Facebook Gruppen von Emmi Pikler erfahren, über die ich auch schon mal in einem früheren Blogbeitrag geschrieben habe. Nachdem ich Emmi Pikler gegoogelt hatte und auf einige interessante Seiten gestoßen bin, wusste ich, dass ihr Konzept besser zu unserer aktuellen Lebensphase passte, als Maria Montessori.

Zum Einstieg entschied ich mich für das Buch „Ein guter Start ins Leben“ von Magda Gerber und Allison Johnson. Natürlich hatte ich mir auch Bücher von Emmi Pikler bestellt, aber ich beschloss mit diesem Buch anzufangen.

Informationen zur Autorin

Laut dem Arbor Verlag lernte „Magda Gerber die Arbeit von Emmi Pikler als betroffene Mutter kennen und war von der Art und Weise, wie diese sich ihrer Tochter widmet, so angetan, dass sei sich auch nachdem ihre Kinder schon größer waren, intensiv mit dem Lóczy und seinem Ansatz zum Leben mit Säuglingen und Kleinkindern auseinandersetzte und als Assistentin von Dr. Emmi Pikler arbeitete. In den 50er Jahren wanderte sie nach Amerika aus und auch dort widmete sie sich weiter ihrem neuen Interessengebiet und half einem Kinderarzt bei der Etablierung eines Programms für entwicklungsverzögerte Kinder. Aus dieser Erfahrung heraus gründete sie schließlich gemeinsam mit demselben Kinderarzt die Organisation „Resources for Infant Educarers“ (RIE), eine Einrichtung mit Sitz in Los Angeles, die eine Form von Mutter-Kind-Gruppen entwickelt hat, in denen sie die grundlegenden Erkenntnisse von Dr. Emmi Pikler an interessierte Eltern weitergibt.“

Kurzbeschreibung des Buches

„Die Bedürfnisse von Babys und Eltern erfüllen – und dabei nicht ausgelaugt, sondern glücklich sein. Wer möchte das nicht? Magda Gerber beschreibt in ihrem neuen Buch anschaulich den Schlüssel, der Eltern dabei helfen kann, ihre Kinder angemessen zu begleiten und in der Beziehung mit ihnen sich selbst besser kennenzulernen: Es ist der respektvolle Umgang mit dem Baby von Anfang an.

In vielen Beispielen, von den alltäglichen Pflegesituationen bis zum freien Spiel, zeigt sie, wie Eltern liebevoll für ihre Kinder sorgen und ihnen gleichzeitig Raum für ihre eigenständige Entwicklung geben können. Sie schildert, wie Eltern die Zeichen ihrer Kinder verstehen lernen und in langsamer, respektvoller Zuwendung Kooperation und Austausch erleben.“

Aufbau des Buches

Das Buch selbst ist in drei Teile gegliedert, die wiederum wieder in Kapitel und Unterkapitel aufgeteilt sind.

Im ersten Teil „Wie RIE ihrem Baby nutzen kann“ stellt Magda Gerber die Entstehung des RIE und die Grundprinzipien dieses pädagogischen Ansatzes dar.

Der zweite Teil widmet sich den „ersten Monaten des Lebens – von der Geburt bis zu den ersten Schritten“ und bildet mit fünf Kapiteln den größten Abschnitt des Buches.

Im dritten und letzten Teil befasst sich die Autorin mit der „Zeit des Laufenlernen“, das jedoch nicht nur das laufen an sich thematisierst, sondern auch die langsame Trennung von Kind und Erwachsenen, die durch die wachsende Unabhängigkeit entsteht.

Zusammenfassung des Teil I

Neben dem eigenen Werdegang von Magda Gerber und der Entstehungsgeschichte des RIE wird im Teil I intensiv auf die Grundprinzipien der RIE Philosophie eingegangen, diese sind neben dem Respekt gegenüber dem Kind die Grundpfeiler für das ganze Buch und werden in den einzelnen Kapiteln immer wieder erwähnt.

Die Grundprinzipien sind:

  • Grundvertrauen in das Kind als Initiator, als Forscher und als jemanden, der von sich aus lernt
  • Eine Umgebung für das Kind, die physisch sicher, kognitiv anregend und emotional annähernd ist
  • Zeit für nicht unterbrochenes Spielen
  • Freiheit zu forschen und mit anderen Kindern zu interagieren
  • Beteiligung des Kindes an allen Aktivitäten der Pflege, sodass das Kind eher aktiver Teilnehmer als passiver Empfänger wird
  • Einfühlsames Beobachten des Kindes, damit man seine Bedürfnisse versteht
  • Konsistentes Handeln der Eltern und klar definierte Grenzen und Erwartungen, damit sich das Kind orientieren kann.

Auf jedes der Prinzipien geht die Autorin im Detail nochmals ein und zeigt anhand von Beispielen, wie ich als Mutter diese Theorie in die Praxis umsetzen kann.

Generell fand ich die vielen Beispiele und Erfahrungen aus ihrer Mutter-Kind-Gruppe als sehr hilfreich und anregend, sodass ich auch als Nicht-Pädagoge einen starken Nutzen aus dem Buch ziehen kann.

Zusammenfassung des Teil II

Im Teil II geht Magda Gerber in der Entwicklung vom Neugeborenen bis hin zum Baby, dass mobil wird, auf verschiedene Aspekte der Erziehung ein und widmet sich in den Unterkapiteln verschiedenen Schwerpunkten.

Für mich waren die Kapitel „Ihr neugeborenes Baby“, „Die neugeborenen Eltern“ und „Für gute Betreuung sorgen“ eher nicht so interessant, weil Nepomuk natürlich mit sechs Monaten kein Neugeborenes mehr ist und wir auch für die nächsten zwei Jahre keine Betreuung für ihn benötigen. Sollte ich jedoch wieder schwanger werden, dann sind besonders die zwei erstgenannten Kapitel ein Muss für mich.

Durch die vielen Beispiele und Anregungen aus der Praxis konnte ich für mich viel nützliches mitnehmen und mit Nepomuk ausprobieren. Vielleicht liegt es an seinem Alter, vielleicht aber auch daran, dass ich ihm sehr viele Freiheiten lasse und kaum noch in sein Spiel eingreife, aber in den letzten Wochen hat er so viele Fortschritte gemacht, die ich bei anderen Kindern in seinem Alter so noch nicht gesehen habe.

Ich gebe zu, dass es nicht leicht ist, sich als Mutter zurückzunehmen und einfach nur auf dem Teppich zu sitzen und Nepomuk beim spielen zuzuschauen, aber durch dieses Beobachten habe ich ihn mittlerweile viel besser kennengelernt und lasse ihn nun Dinge ausprobieren, wo ich früher oder ohne das Buch vielleicht eingegriffen und aus reinem „gut meinen“ geholfen hätte.

Es fällt manchmal schwer, nicht zu helfen. Zum Beispiel möchte er sich jetzt immer hochziehen und schafft es nicht. Dann ist er genervt und „schimpft“ vor sich hin. Ich könnte ihm natürlich jetzt helfen und unterstützen, aber dann würde ich ihm das Gefühl, dass er etwas ganz allein geschafft hat, nehmen und vielleicht frustrieren.

Auf der anderen Seite gibt es natürlich Situationen, bei denen ich als Mutter zwischen dem im Buch empfohlenen und meinem intuitiven Handeln entscheiden muss. So steht im Buch, dass der Kleine beim Wickeln nicht aktiv mit einem Spielzeug abgelenkt werden soll, sondern diesen „Pflegeprozess“ zusammen mit mir erleben soll. Wir haben auf unserer Wickelablage, aber die Wattepads zum reinigen liegen, die sich Nepomuk immer nimmt, wenn er auf der Wickelablage liegt. Ich lasse das zu, denn er hat null Interesse beim Wickeln mit mir zu interagieren. Ich kann damit leben und Nepomuk kann damit leben. Warum sollte ich das ändern?

Ich hatte schon erwähnt, das mich das Buch sehr beeinflusst und ich sehr viel nützliches daraus gezogen habe. Hier sind noch ein paar Beispiele, wie ich versuche die Erkenntnisse im „realen Leben“ anzuwenden.

Nach dem ich das Kapitel „Ankündigen, was sie als Nächstes tun“ gelesen und mein bisheriges Handeln gegenüber meinem Sohn kritisch hinterfragt habe, erzähle ich Nepomuk nun immer, was wir als nächstes tun. Hat er in die Windeln gekackt, nehme ich ihn nicht einfach nur hoch und wickle ihn mechanisch, sondern frage ihn, ob ich ihn wickeln darf, weil er sich dann besser fühlt. Beim Wickeln selbst, ebenso beim Waschen und beim Anziehen erzähle ich ihm jeden Schritt. Das ist natürlich mehr Aufwand und ab und an vergesse ich es auch und muss mich immer selbst ermahnen, aber ich denke, es bringt wirklich was. Ein Baby ist keine Puppe oder ein unfertiges Ding, sondern ein Mensch, der genauso viel Respekt verdient, wie jeder andere mit dem ich zu tun habe.

Das Kapitel „Den Kindern ihr eigenes Leben lassen“ war für mich ein wichtiges Kapitel. Mir liegt sehr am Herzen, dass es Nepomuk gut geht und das wir viel von dem tun, was ihm Spaß macht. Sicher ist es gut, dass Kinder am liebsten zuhause spielen, aber bei uns habe ich schnell gemerkt, dass Nepomuk es liebt an die frische Luft zu gehen. Wenn das Wetter schön ist, setze ich ihn in seine Babyschale und er beobachtet alles: Bäume, Autos, Fahrräder, Menschen. Er ist so fasziniert, dass er mich kaum anschaut, sondern lieber Kirchentürme oder Maibäume bestaunt. Wenn er mal nicht weiß, was er möchte und vor sich hin quengelt, muss ich nur sein Fell oder jetzt die Jacke holen und er freut sich, weil er weiß, dass wir rausgehen.

Neben den Spaziergängen ist der Kontakt mit anderen Kindern sehr wichtig für Nepomuk. Er liebt es anderen Kindern beim Spielen zu zusehen, sie anzufassen oder neues Spielzeug auszuprobieren. Warum sollte ich dann zuhause sitzen, wenn es tolle Babytreffs in unserer Umgebung gibt. Für ihn und für mich ist das immer eine tolle Zeit, weil er dann mit anderen Babys und ich mit anderen Müttern in Kontakt kommen.

Der Teil II war für mich der Abschnitt mit dem größten Mehrwert. Ich hatte auch nicht das Gefühl, dass ich nun das Buch zu spät gelesen habe, auch wenn ich mich manchmal ärgere, dass ich mich in der Schwangerschaft noch nicht mit diesem Thema beschäftigt habe. Aber als Schwangere ist man von Erziehungskonzepten meilenweit entfernt.

Zusammenfassung Teil III

Den dritten Teil konnte ich fast nur theoretisch nutzen, denn Nepomuk kann weder laufen noch sprechen und auch von einer Trotzphase ist er noch weit entfernt. Trotzdem konnte ich mir schon jetzt mal ein Bild machen, was wohl bald auf mich zukommen wird und die Tipps, die Magda Gerber in ihrem Buch gibt, werde ich sicher noch öfter nachlesen, um dann intuitiv zu entscheiden, ob ich diesen folge oder Situationen anders meistere.

Mein Fazit

Ich kann das Buch nur empfehlen und schließe mich den positiven Bewertungen auf Amazon an. Es ist ein tolles, kurzweiliges Buch mit vielen Beispielen aus der Praxis.

Magda Gerber hat mit ihrer Einstellung und ihrer Philosophie bei mir voll ins Schwarze getroffen und mich in einigen Bereichen zum Umdenken gebracht.

Dass Nepomuk sich aktuell so toll und schnell entwickelt, liegt sicher nicht nur an meinem Umdenken oder an dem Buch, aber ich glaube, dass dieses Buch doch zu einer gewissen Entspannung bei mir geführt hat, die nun natürlich auch Nepomuk spürt.

Wie bei vielen anderen „Ratgebern“ passt natürlich nicht alles und wenn ich den Satz „Jedes Kind kann schlafen lernen“ lese, dann jagt es mir doch einen Schauer über den Rücken und ich runzle kurz die Stirn. Aber zu 90 % ist es ein tolles Buch und ich bereue den Kauf und die investierte Zeit zum Lesen nicht.

Das Buch ist auf jeden Fall ein toller Einstieg, wenn man sich für Emmi Pikler und später Maria Montessori interessiert. Schade, dass ich es erst jetzt entdeckt habe, aber vielleicht habe ich noch mal das Glück und kann dieses Konzept von Geburt an verwenden.

 

22Mrz/15

Warum ich Twitter aus meinem Leben kickte

keep-calm-and-stop-using-twitter-1Anfang des Jahres hatte ich mir vorgenommen, nicht nur meine Ernährung umzustellen und mehr Sport zu machen, sondern auch mein Leben von Müll und Dingen, die reine Zeitverschwendung sind, zu befreien. Nun ist Twitter sicher kein Müll, aber es ist meiner Meinung nach auch kein Kanal, der einen besonderen Mehrwert bietet.

Das ich mich nun diese Woche von Twitter verabschiede, hatte mehrere Gründe. Zum einen habe ich durch Zufall auf Facebook einen Beitrag gesehen, in der eine Frau über ihre Entdeckung zum Minimalismus schrieb. Mittlerweile verfügt sie nur noch über 300 Dinge und fühlt sich reicher, als je zuvor. Schon lange verfolgt mich der Gedanke, mein Leben zu entmüllen. Als mir dann mein Freund von Digital Detox erzählte, war mir klar, dass ich nicht nur ernährungstechnisch detoxen sollte, sondern auch digital.

Bevor ich in Mutterschutz ging, war ich Community Manager und auf allen Kanälen aktiv: Von Facebook, über Twitter bis Xing – irgendwie „always on“. Besonders, wenn man das auch beruflich macht, läuft man Gefahr den Spaß am digitalen Austausch zu verlieren.

Jeder von uns hat 24 Stunden am Tag verfügbar und jeden Tag entscheiden wir, wie wir die 24 Stunden verbringen und damit unser Leben ausfüllen. Da ich in letzter Zeit immer mehr das Gefühl hatte, dass ich zu viel Zeit sinnlos im Netz verbringen. Viel zu oft habe ich am Abend wertvolle Stunden planlos im Internet verbracht und über mich selbst geärgert, dass ich so nutzlos wertvolle Zeit verschwendet habe, die ich viel besser für ein gutes Buch oder mit meinen Freund verbringen könnte.

Twitter als Synonym für Zeitverschwendung

Während ich bei Instagram, Pinterest und Facebook doch hin und wieder nützliche Infos finde, muss ich sagen, dass Twitter für mich soweit von Mehrwert entfernt ist, wie der BER von der ersten Passagier-Abfertigung.

Egal zu welcher Uhrzeit ich die Twitter App geöffnet habe, immer gab es Tweets bei denen ich einfach nur die Augen verdreht habe und dir mir meine Laune versaut haben. Ich kann nicht genau sagen, was es war, aber mein Gedanke war so oft: Oh, Scheiße, ist das euer Ernst?

Natürlich könnte ich mir die Mühe machen Leuten zu entfolgen, aber irgendwie habe ich darauf keine Lust. Ich denke, egal wie vielen Leuten ich entfolge oder neu folge, das Problem wird sich wiederholen.

Aus diesem Grund habe ich Donnerstag beschlossen Twitter vorerst nur noch für das Teilen meiner Blogbeiträge zu verwenden. Seit Freitag habe ich Twitter gar nicht mehr genutzt und gestern die App von meinem iPhone gelöscht.

Das Leben ohne Twitter

Das Tolle am Verzicht von Twitter: Ich habe auch auf die andere Netzwerke wie Facebook oder Instagram keine Lust mehr. Und das bedeutet für mich: Quality Time!

Wenn ich morgens um 5:30 Uhr aufstehe, bleibt das iPhone bis 09:00 Uhr im Flugmodus im Flur liegen. In der Zeit kann ich so viele Sachen machen: Küche aufräumen, Wäsche zusammenlegen, Betten machen, Wohnung aufräumen, mit dem Kleinen spielen. Ich bin so voller Power und guter Laune, dass ich das Gefühl habe, schon seit 8 Stunden durch die Wohnung zu fegen.

Auch nach 9:00 Uhr schaue ich nur noch selektiv auf mein iPhone. Dafür kann ich mich voll auf Nepomuk konzentrieren. Ich beobachte ihn viel intensiver beim spielen und wir verbringen eine tolle Zeit miteinander. Ab und an kann ich auch mal was lesen, ohne für hin abwesend zu sein.

Abends bin ich immer noch super fit und geniesse die internetfreie Zeit für das Lesen von Büchern über Pikler und Montessori. Da ich mich nicht mehr ablenken lasse, nehme ich den Inhalt viel besser auf und kann mir diesen auch besser merken.

Mein Fazit

Ich habe mich schneller von Twitter entwöhnt, als ich mir vorstellen konnte. Ich werde auch weiterhin soziale Netzwerke nur noch sehr sparsam und zu bestimmen Zeiten verwenden. Die Energie, die ich dadurch bekomme, möchte ich nun auch endlich mal für meinen Blog verwenden. Natürlich nur noch das, was mir das Toben mit Nepomuk oder die gemeinsame Zeit mit meinem Freund übrig lässt.

Für ein komplettes Digital Detox habe ich aktuell noch keinen Bedarf, aber wer weiß, vielleicht kicke ich irgendwann für eine Woche mein iPhone in die Ecke und bin dann mal komplett offline. Eine Verringerung der Lebensqualität wäre es sicher nicht.

 

 

15Mrz/15

Unser Wochenende in Bildern – 14./15. März 2015

Unser Wochenende hatte die richtige Mischung zwischen Entspannung, Produktivität und Zeit an der frischen Luft. Während der Samstag noch trüb und grau war, machte der Sonntag seinem Namen alle Ehre und lockte uns bei strahlend blauem Himmel an die frische Luft.

Selbstgemachtes Brot und SchokocremeAm Wochenende ist ein leckeres und gesundes Frühstück ein Muss. Bei uns gab es selbstgemachtes Broht (Rohkost) und selbsthergestellte Schokocreme.

Spielzeit für Papa und SohnDen Vormittag verbrachten Papa und Sohn beim Spielen. Ich war in der Zeit irgendwo zwischen Essen zubereiten, duschen und Wohnung aufräumen.

WiegetagSamstag war dann auch gleich Wiegetag. Nepomuk ist nun etwas über 7 Monate und bringt 8,4 Kilo auf die Waage. Genug Reserve für lange Krabbelwege.

Skypen mit den GroßelternUnsere beider Eltern wohnen leider etwas weiter weg. Mittlerweile skypen wir regelmäßig. So langsam ist es aber besser Nepomuk etwas vom Rechner oder dem iPad fernzuhalten, denn diese Dinge ziehen ihn gerade magisch an.

Steinpilz RawioliZum Mittagessen gab es diesmal selbstgemachte Steinpilz Rawioli aus Roter Bete, dazu ein Mandelmus-Bärlauch Dip. Nach meiner Umstellung auf vegane Ernährung, probiere ich jetzt auch viel Rohkost aus und bin von der Vielfalt dieser Ernährung begeistert.

Einkaufen mit NepomukNoch ist Nepomuk in einem Alter in dem das Einkaufen entspannt ist und wir nicht an jedem Regal und bei jeder Süßigkeit anhalten müssen.

KuchenDas Kaffee trinken am Nachmittag ist bei uns ein Ritual geworden. Für den Kuchen bin ich verantwortlich und probiere jede Woche einen neuen aus. Einzige Bedingungen: Er muss vegan und rohkostkonform sein. Das ist einfacher als man denkt. Diese Woche gab es den Lemon Cheese Cake mit Beerentopping.

Spielzeit Der Papa muss unter der Woche viel arbeiten, sodass das Wochenende fürs gemeinsame rumtollen ausgiebig genutzt wird.

Nepomuk in der BadewanneNepomuk probiert am Sonntagmorgen in der Wanne sein neues Spielzeug aus und ist begeistert. Er planscht jetzt schon ordentlich im Wasser rum. Das Babyschwimmen scheint ihm Vertrauen zum Wasser zu geben.

Besuch auf dem HeldenmarktIn München fand dieses Wochenende der Heldenmarkt statt. Da wir uns sehr für die nachhaltige Lebensweise interessieren und den Gedanken der Selbstversorgung verfolgen, war ein Besuch natürlich ein Muss.

Spaziergang zum MarienplatzNach dem Besuch des Heldenmarkt nutzten wir das tolle Wetter für einen Spaziergang durch München: Karlsplatz, Marienplatz, Viktualienmarkt, Isartor und die Isar liegen direkt auf unserem Heimweg.

Veganes SushiZwischenstopp haben wir in einem kleinen Sushi Restaurant gemacht. Das vegane Sushi mit Avocado, Gurke und Shitake Pilzen liebe ich.

Scannen ohne EndeDa wir immer wieder Platz in unserer kleinen Wohnung benötigen, fangen wir jetzt an Papierunterlagen zu scannen und danach zu vernichten. Allein dieses Wochenende habe ich schon vier dicke Ordner geleert und damit Platz für Nepomuk geschaffen.

Wochenenden sind anstrengendWochenenden sind super, aber auch anstrengend. Genug Energie für die nächste Woche haben wir. Das Wetter soll auch toll werden, also habt einen guten Start in die Woche.

 

 

 

15Mrz/15

Buchempfehlung: Vegan For Fit

Nach dem ich in einem früheren Blogbeitrag schon einmal über meine Vegan For Fit Challenge geschrieben habe, möchte ich nun näher auf das Buch „Vegan For Fit“ eingehen.

Aufmachung des Buches

Rezepte aus Vegan For FitDas Buch habe ich mir schon im Sommer 2014 gekauft, weil ich während der Schwangerschaft so gar keine Lust auf Fleisch und Fisch hatte. Hochschwanger im Mutterschutz hatte ich dann Zeit einige Gerichte aus dem Buch auszuprobieren und war sehr begeistert.

Das Buch „Vegan For Fit“ macht auf den ersten Blick durch sein Hardcover einen hochwertigen Eindruck. Dieser Eindruck bestätigt sich, wenn man das Buch durchblättert. Die Bilder zu den Rezepten sind meiner Meinung nach spitzenmäßig und machen Lust aufs Kochen.

Das Buch umfasst zudem ein separates Heft in dem 40 Teilnehmer der Vegan For Fit Challenge über sich und ihre Erfolge berichten. Für mich waren diese Infos und die YouTube Videos, die ich im Internet gefunden habe, Ansporn genug, es auch mal selbst zu probieren.

Zum Anschauen ist das Buch super, zum Einkaufen eher nicht, es ist doch sehr schwer. Aber dafür hat Attila Hildmann ja eine App auf den Markt gebracht, mit der das Einkaufen super einfach ist. Bevor ich weiter auf den Inhalt und die Rezepte eingehen möchte, hier nochmal die Rahmendaten des Buches:

  • Preis: 29,95 EUR
  • Seiten: 263
  • Maße: 24,5 x 2,7 x 29 cm

Das Buch gibt es als Hardcover oder als Kindle Edition. Ich würde bei Kochbüchern aber immer das Hardcover vorziehen. Aber das ist meine Meinung. 🙂

Grund und Start für die Challenge

Richtig begonnen habe ich mit der Vegan For Fit Challenge am 01.01.2015. Ich hatte in der Vorweihnachtszeit zu viel Junk Food und Süßigkeiten gegessen und fühlte mich in meinem Körper einfach unwohl. Mein Körper war aufgedunsen und ich ständig müde. Da ich ab 01. Januar sowieso vegan leben wollte, entschied ich mich für den Einstieg für die Challenge. 30 Tage schienen mir kurz genug, um mal was neues auszuprobieren und lang genug, um fit zu werden.

Das ich die ersten 30 Tage nicht nur vegan, sondern auch gleichzeitig ohne Zucker, Weißmehl, Kaffee und Alkohol leben sollte, war für mich eine spannende Herausforderung. Gerade beim Verzicht auf Weißmehl war ich skeptisch und befürchtete schlimmste Heißhungerattacken, die mich schon seit Jahren verfolgen.

Vorbereitung ist alles

Das Buch holte auch mich als Nicht-Veganer super schnell ab. Der Autor Attila Hildmann gibt viel Wissen und Hintergrundinfos zum Start mit. Ich habe mich zum Beispiel immer gefragt, warum es im Alnatura ein extra Schild mit der Aufschrift „Superfonds“ gibt und von Matcha hatte ich sowieso keine Ahnung.

Der erste Einkauf war dann aber gar nicht so anstrengend und dank der Tatsache, dass ich in München wohne und mein Viertel über ausreichend Bioläden verfügt, konnte ich alles für die ersten Tage kaufen. Ehrlicherweise muss man sagen, dass die Basis mit Matcha, Mandelmus, Cashewmus oder Agavendicksaft doch teurer ist, als die Lebensmittel im Discounter. Dafür habe ich dann das Obst und Gemüse bei Lidl oder Edeka gekauft.

Die Rezepte

Da ich vorher kaum gekocht habe, kann ich nicht sagen, ob die Rezepte im Vergleich zu normalen „Fleischgerichten“ leichter oder komplizierter waren. Für mich selbst waren sie super einfach. Jedes Rezept ist super erklärt und seit neuestem gibt es eine App, wo man sein Buch freischalten kann und dort die Mengenangaben eines Rezeptes hoch- oder runter rechnen kann. Für mich war die App ein Segen, denn ich musste für meine Eltern, die zu Besuch waren mitkochen und das immer im Buch hochzurechnen war mir zu kompliziert.

Die Rezepte sind in zwei Kategorien eingeteilt:

  • Rezepte der Stufe 1 sind die Gerichte, die man bis 19:00 Uhr essen kann.
  • Rezepte der Stufe 2 sind alle Gerichte, die man nur bis 16:00 Uhr essen sollte, wenn man Gewicht verlieren möchte.

Ich selbst habe in den 30 Tagen nur Rezepte der Stufe 1 gekocht und muss sagen, dass die gut gesättigt haben. Die Rezepte sind so gestaltet, dass es unmöglich ist, Heißhunger zu bekommen.

Wie in jedem Kochbuch gibt es wohl einfachere und schwerere Gerichte. Ich habe mit den einfachen, wie Zucchini Lasagne oder Low Carb Pizza begonnen. Letztendlich hatte ich aber bei keinem der ausprobierten Rezepte das Gefühl nicht mit der Anleitung klar zu kommen.

Vegan For Fit - Zucchini Lasagne Low Carb Pizza Matcha Shake mit viel Obst Zucchini Spaghetti mit Avocaoda-Basilikum Pesto

Das Equipment

Da in dem Buch alles selbst zubereitet wird, ist es wichtig das passende Equipment zu haben. Folgende Dinge kann ich wirklich jedem empfehlen. Sie erleichtern die Zubereitung der Gerichte ungemein. Auf so teure Sachen wie einen High-End Mixer oder ein Dörrautomat habe ich während der Challenge verzichtet.

Spiralschneider

Wenn ihr die Zucchini Spaghetti, die wirklich sehr geil schmecken, ausprobieren wollt, dann kommt ihr um die Anschaffung eines Spiralschneiders nicht herum. Ich habe mich damals für den Spiralschneider von Lurch entschieden und bin sehr zufrieden damit. Wenn ihr keine Lust mehr auf Zucchini Spaghetti habt, dann könnt ihr mit diesem Gerät auch Rote Beete, Kohlrabi oder Möhren Spaghetti zubereiten.

Zerkleinerer statt Mixer

Zugegeben ich habe mir nie einen Mixer angeschafft, da ich einen Pürierstab hatte. Als ich aber das Low Carb Sushi gemacht habe und dachte beim raspeln der Pastinaken (für den Pastinakenreis) sterben zu müssen. Da ich von dem Sushi begeistert war, aber kein Bock auf das langwierige raspeln hatte, entschied ich mich für einen Zerkleinerer von Moulinex. Der kostet nicht die Welt und ist perfekt für mich. Ich konnte mit ihm schon alles häkseln, auch Datteln oder getrocknete, in Öl gelegte Tomaten schafft er locker. Mittlerweile nutze ich ihn auch für die Zubereitung meiner Mandelmilch und dem Zerkleinern des Babybrei für meinen sieben Monate alten Sohn. Sicher, wenn man einen richtigen Mixer hat, ist das vielleicht kein Vergleich, aber für mich als Einsteiger reicht er bis heute.

Stabmixer

Bei der Challenge bin ich mit einem handelsüblichen Stabmixer von Siemens (300 W) an den Start gegangen und der reicht in Kombination mit dem Zerkleinerer super aus. Für die Zubereitung der Matcha Shakes ist er perfekt.

Küchenwaage

Die Küchenwaage ist bei uns genauso im Dauerbetrieb wie der Moulinex Zerkleinerer. Hier arbeite ich mit einer Low Budget Küchenwaage von Beurer und das reicht vollkommen aus.

Gerade als Neueinsteiger würde ich erstmal langsam mit dem Equipment starten, denn die Gerichte sind so easy, dass die oben genannten Dinge wirklich ausreichen. Zum Start der Challenge hatte ich keinen Dörrautomaten, den brauch man auch gar nicht. Mittlerweile habe ich einen und den liebe ich. Das liegt aber daran, dass ich nun zu 50 % auf Rohkost umgestiegen bin und da ist ein Dörrautomat absolut notwendig, wenn man nicht nur Salat essen möchte. 🙂

Kapitel zu sportlichen Aktivitäten

Attila Hildmann hat im Buch mit dem Kapitel „Der Parcours“ auch Anreize für sportliche Aktivitäten gegeben. Den Parcours habe ich ehrlich gesagt überblättert und bin stattdessen jeden Morgen ins Fitnessstudio gegangen. Wenn du auf so einen Mist wie Zucker oder Weißmehl verzichtest, dann hast du spätestens am 8. Tag einen Energieschub, dass es dir leicht fällt, morgens um 6 Uhr im Studio zu trainieren.

Kapitel zu Superfoods

Dieses Kapitel habe ich verschlungen. Am Anfang war mir zwar nicht klar, was mit Superfoods gemeint ist, aber mittlerweile bin ich ein Fan von Superfoods.

Attila Hildmann geht in seinem Buch auf folgende Superfoods und deren Wirkung ein:

  • Amaranth (gepoppt super für Joghurt)
  • Beeren (gehen immer)
  • Grüner Tee (während der Challenge am Tag 1,5 l Tee trinken. Das dämpft das Hungergefühl)
  • Knoblauch (kommt in den Rezepten genügend vor)
  • Kohlgemüse (Besonders das Rezept „Blumenkohl Crunchy “ ist der Hammer)
  • Kurkuma (färbt zum Beispiel Tofu schön gelb, sodass es schmeckt und aussieht wie Rührei)
  • OMEGA-3-Fettsäuren (Meine Lieblinge mittlerweile: Mandeln und Avocados)
  • Quino (Super lecker und super sättigend)
  • Resveratrol (kommt in roten Trauben vor)
  • Schokolade (in dem Buch gibt es ein Rezept zum selber machen von Schokolade, die wirklich ein Traum ist)
  • Sojaprodukte (ich bin kein Fan von Soja, mittlerweile stelle ich mein Tofu aus Kichererbsenmehl her)
  • Tomaten (kommen oft und genügend in den Rezepten vor)
  • Zitrusfrüchte (klar die Vitamin C Bombe l

Ich habe in anderen Büchern noch weitere Superfoods gefunden, die ich nun regelmäßig in meinen Speiseplan einbaue:

  • Chia Samen (bindet Wasser und erhält die Konsistenz von Pudding. Passt perfekt zu Obst)
  • Maca Pulver (in der Rohkost Küche wird das häufig für das Verfeinern von Torten oder Schokocreme verwendet. Ich schmeiße es auch in den Matcha Shake von Attila)
  • Chlorella (Entzieht dem Körper Giftstoffe, besonders Schwermetalle. Nicht jeder verträgt das aber. Ich hatte am Anfang Kopfschmerzen, was aber auch auf ein Zeichen für Entgiftung sein kann)
  • Spirulina (Entgiftet ebenfalls den Körper)
  • Carob Pulver ( Wird in der Rohkostküche oft als Kakaoersatz verwendet. Ich liebe das Pulver und dessen Geschmack)

Ich denke das Thema Superfoods ist ein eigenes Kapitel für sich. Ich finde sie bereichern die Ernährung ungemein und haben zudem einen positiven Effekt auf den Körper, auch wenn ich mir das vielleicht nur einbilde.

Meine Tipps

Ich habe die Challenge die 30 Tagen durchgeführt und war in einer Facebook Gruppe in der auch viel über die Zutaten diskutiert wurde. Hier habe ich mal einige Tipps für dich zusammengetragen:

Mandelmus: Wenn du die Rezepte von Attila Hildmann machst, dann wird dir irgendwann das Mandelmus zu den Ohren herauskommen. Ich habe irgendwann angefangen auf das Mandelmus zu verzichten und entweder gar nichts oder Cashewmus verwendet.

Mandelmilch: Bisher hat mich im Handel keine Mandelmilch überzeugt. Mit meinem Moulinex Zerkleinerer stelle ich jetzt meine Mandelmilch selber her, da weiß ich auf jeden Fall was drin ist. Die Herstellung ist super einfach, als Basis verwende ich übrigens die Mandeln, die man in der Backabteilung kaufen kann. Bei Tengelmann kosten diese aktuell 1,69 EUR für 200 g, bei Lidl hingegen 2,19 EUR. Hier ist das Rezept für die selbstgemachte Mandelmilch.

Tofu: Ich finde Soja in Joghurt, Milch und als Tofu nicht toll. Am Anfang habe ich zwar immer das Tofu von Alnatura genommen, aber mittlerweile stelle ich es selber her. Auf dem Blog „Knusperkabinett“ habe ich das wirklich einfache Rezept zur Herstellung gefunden. Du musst nur Kichererbsenmehl und Wasser verrühren, kurz kaltstellen und fertig ist dein burmesisches Tofu, ganz ohne Soja-Gedöns.

Agavendicksaft: Nichts wurde in der Facebook Gruppe stärker diskutiert, als die Verwendung von Agavendicksaft. Es gab so viele Kontras, dass ich mich entschieden habe, einfach darauf zu verzichten. Ich verwende nun Reis- und Kokosblüten- und Ahornsirup. Aber am besten machst du dir selbst ein Bild.

Mein Fazit

Schön, dass du bis hier gelesen hast und ich hoffe ihr konnte dir ein paar Informationen vermitteln.

Ich bin Attila Hildmann sehr dankbar für das Buch „Vegan For Fit“, denn damit hat er den Einstieg in das vegane Leben so einfach gemacht. Das man nebenbei entschlackt, abnimmt und so viel mehr an Lebensgefühl gewinnt, macht das Buch fast unentbehrlich.

Nach den 30 Tagen Challenge bin ich bei der veganen Ernährung geblieben und habe sogar zu 50 % auf Rohkost umgestellt. Mittlerweile habe ich 9 kg abgenommen – für weniger als 90 Tage und ohne Hungern bin ich mehr als zufrieden.

Ich kann das Buch jedem empfehlen, der mit der veganen Ernährung liebäugelt. Es ist eine Challenge für 30 Tage und danach könnt ihr immer noch entscheiden, ob ihr diese machen möchtet oder ob ihr euch lieber wieder normal ernährt. Attila ist kein Hardcore Veganer und zeigt, dass man mit veganer Ernährung nicht dürr, blass oder mangelernährt ist. Ich selbst war vor kurzem beim Arzt und habe ein Blutbild machen lassen. Das Ergebnis: Alles super, selbst der Vitamin B12 Haushalt war perfekt. 🙂

Ich habe die 30 Tage und die Wochen danach meine Essgewohnheiten auf Instagram festgehalten. Wer sehen möchte, wie vielseitig die vegane Ernährung ist, kann sich hier ein Bild davon machen: https://instagram.com/taffmother/

Hier ist noch eine kleine Vorschau für das Buch:

So sehen die Gerichte dann aus, wenn sie vom Buch auf den Teller kommen:

Zucchini-Spaghetti mit Bolognese Auberginenschiffchen Mexican Brokkoli mit Zitronen-Mandel-Creme

Zucchini-Spaghetti Bolognese

13Mrz/15

So läuft der Fabi Kurs „Gemeinsam wachsen“

Nepomuk geht auf TuchfühlungEher durch Zufall bin ich bei der Fabi in München auf den Kurs „Gemeinsam wachsen – die Welt begreifen“ gestoßen.

Ich war von November bis Ende Januar mit Nepomuk in einem PEKiP Kurs. Da ich mit dem Kurs und der Leiterin nicht zufrieden war, habe ich mich nicht gleich für den Folgekurs angemeldet, sondern wollte in einen anderen PEKiP Kurs, zu einer anderen Leiterin. Dieser war aber überbucht, sodass ich erstmal auf die Warteliste gerutscht bin.

In der Zwischenzeit habe ich mich bei der FABI nach anderen Kursmöglichkeiten für Nepomuk umgeschaut und bin auf den Kurs „Gemeinsam wachsen“ gekommen.

Der Kurs trug die Überschrift: Gemeinsam wachsen – die Welt begreifen und wurde so beschrieben:

„Sie untersuchen alles begeistert mit Hand, Fuß und Mund. Wiederholungen werden bewusst eingesetzt. Die Kinder wollen „Bewirker“ sein. Sie möchten sich mit ihrer spannenden Umwelt vertraut machen, wollen sie begreifen, auf sie einwirken, Zusammenhänge und Regeln erkennen – und das selbstbestimmt. Es zu wollen, aber noch nicht zu können, macht es Kleinen wie Großen nicht immer leicht. Liebevoller Zuspruch fördert das Lernen. Informationen über die Entwicklungsschritte bereichern den Austausch.“

Nach meinen eher negativen Erfahrungen mit PEKiP hatte ich ehrlich gesagt keine allzu großen Erwartungen und dachte mir, dass es eben wie in PEKiP ein bisschen Chi-Chi gibt, aber was neues lernt man eh nicht. Als dann auch noch die erste Kurseinheit wegen Krankheit abgesagt wurde, hatte ich schon keine Lust mehr. 🙁

So verging also eine Woche und am 03. März standen Nepomuk und ich frühmorgens um 09:00 Uhr in der FABI in Neuperlach auf der Matte. Als wir die Trainerin, Britta Ebert, kennenlernten, ist bei uns sofort der Funke übergesprungen. Ich habe mich sofort wohlgefühlt und wusste, dass der Kurs super wird. Warum ich jetzt Britta sympathischer finde, als die ganzen PEKiP Uschis kann ich nicht sagen. Es ist so ein Bauchgefühl und mein Bauch irrt sich nie. Aber zurück zum Kurs.

Nach und nach kamen die Mamas mit ihren Kindern und ein Wiedersehen mit einer PEKiP Teilnehmerin gab es auch, was mich sehr gefreut hat. Gleich zu Beginn hat uns Britta über das Konzept von „Gemeinsam wachsen“ aufgeklärt und uns erzählt, dass es auf die Gedanken von Emmi Pikler aufbaut. Genau die Emmi Pikler, deren Bücher ist gerade lese und die die „Baby Variante“ von Maria Montessori bildet.

Abgrenzung zu PEKiP

Diese Kursreihe wurde speziell von der FABI vor ca. 10 Jahren ins Leben gerufen und gibt es, wie PEKiP, für das komplette 1. Jahr eines Baby. Das ist dann aber (Gottseidank) schon die einzige Gemeinsamkeit mit PEKiP. Während bei PEKiP das Baby als eine Art Dauerbaustelle und dezifitäres Wesen angesehen wird, verfolgt der Kurs „Gemeinsam wachsen“ eine respektvollere Umgangsweise mit dem Baby. Die Mütter nehmen sich hier bewusst zurück und lassen die Kinder Dinge versuchen und ausprobieren.

Meiner Meinung nach ist das viel intensiver und anstrengender, als ständig vor dem Baby rumzuhopsen und es zum „auf den Bauch drehen“ oder zum krabbeln zu animieren, wie ich es aus PEKiP gewohnt war und bin.

Der Kurs an sich

Nepomuk ertastet die WeltDen Babys bleibt zwar viel Raum für Erkundungen und erste Begegnungen, aber unorganisiert ist der Kurs noch lange nicht. Gleich in der ersten Stunde haben wir von Britta einen Zettel mit Kinderliedern bekommen, die wir nun jede Stunde vorsingen.

Bei der zweiten Kurseinheit erhielt jede Mutter ein Infoblatt über das Thema „Schlafen und Wachen“. Dort wurde unter anderem die Notwendigkeit des REM-Schlafes aufgeführt oder wie man eine gute Schlafumgebung vorbereitet. Nebenbei wurde auch noch das Schlafprogramm nach Ferber kritisch bewertet. Ich selbst halte rein gar nichts von Schlafprogramm und fand es erbärmlich, als vor einer Woche die PEKiP Leiterin einer Mutter erzählte, dass die ersten drei Nächte bei der Methode schlimm wären, aber danach würde sich das Kind schon dran gewöhnen. Als ich das gehört habe, musste mich echt zusammenreißen, um nicht zu sagen, dass sie mit ihren 80er Jahre Müll aufhören soll. Aber da war PEKiP endgültig für mich gestorben, aber das Thema werde ich mir in einem separaten Blogbeitrag vornehmen.

Zurück zum Kurs „Gemeinsam wachsen“: Ich finde die Kursleiterin macht sich wirklich Gedanken zu jeder Kursstunde. Zudem vermittelt sie uns viel Wissen und macht auf mich einen sehr kompetenten Eindruck.

Wenn man sich an Emmi Pikler erinnert und das man Babys immer mit Respekt und auf Augenhöhe begegnen sollte, dann vermittelt das Kursleiterin Britta in einmaliger Weise.

Baby Kontakte und viel Tastsinn

Nepomuk auf KörperkontaktGanz toll finde ich, dass die Kleinen so frei miteinander rumturnen können. Ich finde auch die Mütter super, die das so mitmachen und ihren Kindern freien Lauf lassen. Nepomuk ist während der ersten halben Stunde überhaupt nicht bei mir, sondern turnt bei anderen Kindern rum. In der letzten Kurseinheit ist er tatsächlich zu einer anderen Mutter gekrabbelt und hat sich von ihr hochnehmen lassen. Dann hat er mich angeschaut, sich gefreut wie ein Schnitzel und ist dann wieder weitergekrabbelt.

Neben der sozialen Interaktion bekommen die Kinder auf viele Möglichkeiten Dinge zu testen. So gibt es verschiedene Matten mit verschiedenen Oberflächen, um den Babys zu zeigen, welche Variationen an Oberflächen es gibt.

Natürlich müssen wir aufpassen, dass sich die Kinder nicht aus Versehen gegenseitig verletzten oder das die Babys immer in Sicherheit sind, aber sonst sitzen wir nur da und beobachten die Kleinen. Das klingt jetzt sehr apathisch, ist aber wirklich toll. Zuhause sitze ich meist mit einer Tanne Tee im Wohnzimmer und beobachte Nepomuk beim spielen und erforschen. Das sagt mir mehr über ihn, als ich es bei einem „Animationsprogramm“ rausfinden könnte.

Mein Zwischenfazit

Vielleicht ist es noch zu früh für eine eindeutige Empfehlung, aber ich bin schon nach der zweiten Kurseinheit so von dem Kurs überzeugt, dass ich mich jetzt schon für den Folgekurs „Gemeinsam wachsen – Die Welt entdecken“ angemeldet habe. Ich fühle mich mit Nepomuk so richtig in diesem Kurs und mir geht jedes Mal das Herz auf, wenn ich sehe, wie sehr es der Kleine liebt, mit anderen Babys zu spielen oder einfach nur rumzukrabbeln und Spielzeug in den Mund zu nehmen.

Ich lerne durch Emmi Pikler jeden Tag dazu und ich versuche meinen Sohn mit dem größtmöglichen Respekt zu begegnen, der mir möglich ist. Er ist mein Sohn, er ist ein Baby. Er ist keine Baustelle an der ich rumschrauben muss. Er allein bestimmt, wann er sich auf den Bauch dreht, wann er krabbelt, wann er schlafen möchte und wann er mit der Mama kuscheln möchte. Mein Job ist es ihm die Geborgenheit und Sicherheit zu geben, die er benötigt und ihm zu helfen zu einem Kind mit gesundem Selbstbewusstsein und einem guten Selbstwertgefühl heranzureifen.

 

 

12Mrz/15

#12von12: Mein Tag in Bildern

Heute nehme ich zum ersten Mal an #12von12 teil und versuche meinen Tag in Bildern festzuhalten.

Mein FrühstückUnser Tag beginnt gegen 6:00 Uhr. Da ich mir aktuell leider angewöhnt habe, die Küche immer morgens sauber zu machen, war das heute meine erste Aufgabe. Danach gab es die erste Flasche für Nepomuk. Gegen 8:20 Uhr hatte ich dann mein super leckeres Frühstück fertig. Nach den letzten Tagen im Brötchenhimmel und der Weizenhölle, stand heute wieder reines Obst auf dem Programm. Ein Teller voll mit Papaya, Erdbeeren, Himbeeren und Granatäpfelkernen (vielen Dank an dieser Stelle an meine Mama, die sich dieser Arbeit angenommen hat). Dazu einen Getreidekaffee, davor hatte ich schon einen Matcha, damit ich in die Gänge komme. 🙂

Nebenbei lief Deluxe Music und das Nepomuksche Entertainmentprogramm, was mehr oder weniger interaktiv gestaltet ist. Manchmal ist es der Activity Pool und manchmal habe ich wirklich ein paar Minuten in denen es nur wichtig ist, da zu sein und ihn zu beobachten.

Nepomuk is ready for Frühstück

Nachdem ich wohl lang genug nur so das saß, meinte Nepomuk, dass Muttern jetzt schon mal wieder in die Spur gehen kann. Zeit für den guten Holle Vollkornhaferbrei. Naja, das einzige was ich aktuell mit Holle verbinde, sind ne Menge Produktrückrufe. Aber im Vollcorner Biomarkt gab es nun mal keinen anderen und somit wurde es eben der Brei von Holle.

Für Nepomuk gab es diesmal den Holle Vollkornhaferbrei ohne Obst, damit er auch mal einen Tag ohne Banane, Birne oder Apfel auskommt. Dafür durfte er an der Papaya schlecken und fand diese wohl sehr lecker. Da ich Angst hatte, dass er sich verschluckt, blieb es für ihn bei einem „probieren“. So richtig Lust auf seinen Brei hatte er aber heute nicht, dafür aber offensichtlich mehr Durst, denn von der Wasserflasche war er kaum weg zu bekommen. Ich hoffe seine Begeisterung für Wasser behält er sich die nächsten Jahre und driftet nicht in Richtung Capri Sonne, Fruchtiger oder sonstigem Zuckerzeug ab.

Zutaten für das BrohtNach dem wir beide mit Essen versorgt waren, habe ich noch die Vorbereitungen für mein Broht (Kombination aus Brot und Roh) getroffen. Genauer gesagt, habe ich 250 g Buchweizen und 100 g Paranüsse in Wasser eingeweicht. Die restlichen Zutaten habe ich bereits bereit gestellt, sodass ich am Nachmittag nur noch mit mixen und Teig formen beschäftigt bin.

Da das Broht für 12 Stunden in den Dörrautomaten muss, um danach nochmal 8 Stunden zu trocknen, sollte man frühzeitig mit dem „nach backen“ beginnen.

Das Rezept stammt übrigens aus dem Buch „RawSoulFood„, aus dem ich auch schon leckere Himbeer-, Feigen- und Aprikosenmarmelade probiert habe. Auch die Schoko-Creme schmeckt mir viel besser als Nutella.

Müllersche VolksbadNachdem ich also alles vorbereitet hatte, die Wickeltasche gepackt und die Babyflaschen aufgefüllt habe, ging es mit Nepomuk Richtung Isar.

Als Ziel hatten wir den Veganz – von uns ein ordentliches Stück von mehreren Kilometern, aber an der Isar entlang, lässt es sich super mit einem Spaziergang kombinieren.

Der Weg führt uns über den Wiener Platz, vorbei an der Muffathalle und am Müllreschen Volksbad. Die Wege sind super, sowohl für das morgendliche Joggen, als auch für den Ausflug mit dem Kinderwagen. Ich weiß nicht, wie oft ich hier schon lang gelaufen bin – unabhängig davon, ob es geschneit hat, in Strömen regnete oder die Sonne vom Himmel prasselte.

Vorbei am Deutschen MuseumBlick über die IsarUnser Weg führt uns weiter vom Müllerschen Volksbad, am Deutschen Museum vorbei in Richtung Wittelsbacher Brücke.

Unter der Woche ist das Isarufer kaum besucht und wir können die Ruhe genießen. Wir nutzen die Isar, weil der Englische Garten für uns zu weit weg ist. Im Sommer werden wir aber sicher auch wieder Richtung Chinesischer Turm laufen und dort ein Weilchen im Biergarten bleiben.

Über die Wittelsbacher Brücke ging es dann in Richtung Veganz. Von der Brücke kann man so schön über das Isarufer schauen und manchmal sieht man auch Stand up Paddeler in der Isar.

Einkauf im Veganz

Nepomuk im VeganzDer Einkauf im Veganz war super. Da Nepomuk schlief, konnte ich mir Zeit lassen. Aktuell drifte ich bei der Ernährung wieder in Richtung Junk Food, was man an den Instant Nudelsuppen und den KIWA Chips erkennen kann. Dazu noch zwei Riegel und fertig ist das schlechte Gewissen. Zufrieden bin ich aktuell nicht, dass ist schon mal klar. Aber ob ich jetzt nochmal die Vegan For Fit Challenge anfangen soll?

Ich muss wieder auf den rechten Ernährungsweg kommen, damit ich mich nicht weiter mit Süßkram, der mir nicht bekommt, vollstopfe.

Im Veganz habe ich dann zufälligerweise auch vegane Joghurtkulturen bekommen, dann noch Veg1, ein Nahrungergänzungsmittel für Veganer. Mit den Joghurtkulturen werde ich mal den Frischkäse ausprobieren, den ich im Buch RawSoulFood gesehen habe. Das Brot ist ja bereits im Dörrautomat.

Das Münchner KindlNach dem mit 66,00 EUR etwas teuren Einkauf war ich noch im Bistro „Max Kettchen“ und habe mir einen Getreidekaffee mit Mandelmilch gegönnt. Dazu noch ein Mahnbrötchen mit veganem Schnitzel. Vor ein paar Wochen wäre ich da noch locker drüber gestanden, aber jetzt mampfe ich das Zeug wieder. Es ist sehr, sehr frustrierend.

Auf dem Rückweg habe ich dann Nepomuk auf einer Parkbank die Flasche gegeben. Danach hatte er gar keinen Becker auf Spaziergang und ich bin über den Maria Hilf Platz Richtung Rosenheimer Platz gelaufen. Ob das wirklich kürzer war, kann ich gar nicht sagen, aber mir war mal nach einem anderen Weg.

Früher dachte ich immer, die Figur an der Brücke wäre ein Engel. Dank Instagram weiß ich jetzt: Es ist das Münchner Kindl. Sieht für mich aber ohne Filter trotzdem aus, wie ein Engel der Apokalypse.

Überbleibsel von der Taufe

Seit Samstag steht auf unserem Balkon eine ganz besondere Flasche: 3 Liter Prosecco. Die Flasche hat mein Freund 2013 bei einem Event zum Eurovision Song Contest gewonnen. Damals waren wir noch kein Paar, aber gemocht haben wir uns schon sehr.

Die Flasche haben wir also für was ganz besonderes aufgehoben und das war sicher die Taufe von Nepomuk am 07. März, also letzten Samstag. Leider hat es auch unsere Verwandtschaft nicht geschafft, die Flasche zu leeren.

Früher hätte ich es mir nicht nehmen lassen, am Entleeren der Flasche mitzuwirken, aber jetzt habe ich so lange ohne Alkohol gelebt, dass ich gar kein Bedürfnis mehr nach Alkohol habe.

Das Broht ready for DörrautomatVegane PizzaDen Nachmittag haben Nepomuk und ich dann mit viel spielen, lachen und schmusen verbracht. Obwohl ich eigentlich nicht viel mache, sondern vorwiegend den Kleinen beobachte, strengt es doch ganz schön an. Morgen hat mein Freund zum Glück einen Tag Urlaub und für mich ist das quasi wie Zeit für mich.

Während Nepomuk dann 20 Minuten geschlafen hat, konnte ich den Teig für das Broht fertig machen und dann ging es ab in den Dörrautomat – für die nächsten 12 Stunden.

Zum Abendessen gab es heute eine vegane Pizza. Ich bin immer noch auf der Suche nach dem perfekten Boden, der perfekten Tomatensoße und dem perfekten Käse. Heute war ich schon sehr nah dran: Boden perfekt, Tomatensoße perfekt und der Käse, der schon fertig war, der war auch perfekt. Vielleicht mache ich morgen die Pizza gleich nochmal. Einen Boden habe ich jedenfalls noch. 🙂

So, dass war mein erster Beitrag in der Kategorie #12von12 und es hat sehr viel Spaß gemacht. Ich hoffe euch hat der kleine Einblick in unserer Alltag gefallen. Nepomuk und mir geht es super und wir sind sehr zufrieden mit dem was wir sind und was wir haben. 😀

In diesem Sinne: Gute Nacht!

 

 

11Mrz/15

So klappt es mit der Beikost

Nepomuk wurde am Wochenende nicht nur getauft, sondern hat auch den Durchbruch in der Beikost geschafft. Geholfen hat ein Positionswechsel.

Seit Anfang des Jahres versuchen wir Nepomuk für den Babybrei zu gewinnen. Wir hatten viele verschiedene Variationen versucht, aber nichts konnte ihn so überzeugen, dass er seine Schüssel leer gegessen hat. Dabei war es unerheblich, ob wir ihm den Milch-Haferbrei am Vormittag gegeben haben oder den Gemüse-Kartoffelbrei am Abend. Irgendwann hatte er keine Lust und keinen Hunger mehr auf das Essen.

Auf dem Schoß füttern funktioniert nur eingeschränkt

Nachdem wir ihn immer erfolglos auf dem Sofa sitzend gefüttert haben, sind wir in den vergangenen Wochen dazu übergegangen ihn auf dem Schoß zu füttern. Das hat zwar besser geklappt, als auf dem Sofa, aber war immer noch nicht wirklich erfolgreich. Auf dem Schoß sitzend, gibt es für das Kind zwei Möglichkeiten: Man klemmt ihn den hinteren Arm weg, damit er nicht ständig nach dem Essen greift oder man lässt ihm freie Hand.

Nepomuk genießt seinen Brei mit allen SinnenBei Variante eins konnte sich Nepomuk zwar nicht ständig an der Schüssel zu schaffen machen, aber so richtig glücklich und hungrig war er in der Position nicht. Zumal er immer alle Anstrengungen unternahm, damit er seinen Arm befreien konnte. Es war für uns beide nicht zufriedenstellend.

Bei der zweiten Variante fühlte sich Nepomuk am wohlsten. Er konnte im Brei rummatschen, mir den Löffel aus der Hand nehmen und den Brei überall hin verteilen, nur nicht in den Mund. Auch das war für mich eher suboptimal.

Die Variante den Kleinen im Maxi Cosi zu füttern, viel für mich von vornherein raus, weil ich diese Babyschale hasse und Nepomuk immer so beengt darin aussieht.

Alles in allem war das Füttern immer eine zeitaufwendige, nervenraubende Sache ohne sichtlichen Erfolg. Egal ob Milchbrei mit Banane oder Kartoffel-Möhrenbrei – irgendwas war immer und ich sah mich geradewegs in die Beikost-Sackgasse fahren.

Vom Schoß auf den Stuhl

Oft hilft es bei scheinbar unlösbaren Problemen einfach mal die Perspektive zu ändern. In unserem Fall war die Rettung der kleine Schlumpfstuhl mit passendem Kindertisch. Diesen hatten wir auf die Amazon Wunschliste gesetzt und meine Schwester hat ihn Nepomuk zur Taufe geschenkt. Am Sonntag nach der Feier hat der Papa ihn gleich aufgebaut und so konnte ich gleich am Vormittag den Milch-Haferbrei füttern.

Was muss ich sagen? Es war ein Traum. Der Löffel wanderte quasi von selbst in den Mund und der Kleine hatte die Schüssel ruckzuck leer gegessen. Da er seine Hände frei bewegen konnte, waren diese natürlich auch wieder in der Schüssel, aber das störte überhaupt nicht.

Auch der abendliche Kartoffel-Zucchini-Brei wurde restlos vertilgt. Die letzten zwei Tage war das Füttern ebenfalls kaum problematisch.

Nepomuk kann mittlerweile sehr gut und stabil sitzen, sodass ich keine Bedenken habe, ihn für die Zeit des Essens in den Stuhl zu setzen.

Ich hätte ehrlich gesagt nie gedacht, dass uns mal der Stuhl bzw. der Wechsel vom Schoß auf den Stuhl so vieles erleichtern wird. Wir haben jetzt weniger Stress und das Essen geht viel schneller von der Hand. Zudem haben wir beide unheimlich viel Spaß, denn Nepomuk erkundet fleißig mit seinen Händen die Konsistenz von Hafer-Milchbrei und von Gemüse-Kartoffelbrei.

Ich bin nun guter Dinge, dass wir endlich auch mit Fleisch im Brei beginnen können. In den nächsten Tagen werde ich auf jeden Fall beim Hermannsdorfer vorbeischauen und dort Tafelspitz für unseren kleinen Helden kaufen. 🙂

Ich werde euch natürlich weiter auf dem Laufenden halten.

 

10Mrz/15

Wenn das Baby aus dem Bett fällt

Jede Mutter kennt die Angst, dass das Baby vom Wickeltisch oder aus dem Kinderwagen fällt. Bei mir wurde heute aus Angst Realität, als Nepomuk aus unserem Bett fiel und auf dem Laminat aufschlug. Das Geräusch des Aufpralls werde ich wohl nie vergessen.

Als wir heute Vormittag von unserem „Gemeinsam wachsen“ Kurs nach Hause kamen, warteten meine Eltern schon auf uns. Bei einem gemeinsamen Kaffee habe ich Nepomuk gefüttert und danach noch eine Weile durch die Wohnung krabbeln lassen.

Nachdem er langsam quengelig wurde und immer wieder gähnte, habe ich ihn, wie immer, in sein Bettchen, dass direkt an unser Bett angedockt ist, gelegt. Er hat sich dann zur Seite gedreht und ich bin aus dem Zimmer zu meinen Eltern gegangen. Wie so oft hörte ich im Wohnzimmer wie er vor sich hin redete, dass macht er immer, wenn er in seinem Bett liegt.

Und mit einmal höre ich nur noch einen lauten Schlag und plötzlich schreit Nepomuk wie am Spieß. Schon auf dem Weg vom Wohnzimmer ins Schlafzimmer war mir klar, dass er aus dem Bett gefallen ist. Im Schlafzimmer angekommen, lag er wie ein Käfer strampelnd ungefähr einen Meter weit weg vom Bett und schrie sich die Seele aus dem Leib. Als ich ihn hoch nahm, um ihn zu beruhigen, merkte ich, wie sein ganzer Körper zitterte.

Er schrie und schrie und ließ sich nicht beruhigen. Nach ca. 5 Minuten habe ich ihn langsam aufs Bett gelegt und sofort war Ruhe. Als ich ihn wieder hochnehmen wollte, schrie er wieder wie am Spieß. Ich trug ihn auf Händen ins Wohnzimmer und legte ihn dort auf seine Spielmatte. Keine zwei Minuten später hatte er sich gedreht und krabbelte quietschfidel durchs Wohnzimmer.

Immer noch müde und mittlerweile sehr hungrig, fing er wieder an zu weinen und krümmte sich, als ich ihn füttern wollte. Nach einer Weile hatte er sich beruhigt und trank seine Milch.

Meine Eltern zogen sich in der Zwischenzeit an, um mit ihm spazieren zu gehen. Bis dato gab es keine sichtbaren Verletzungen. Trotzdem wollte ich den Kinderarzt aufsuchen. Da dieser über Mittag zu hatte, gingen meine Eltern in der Zeit mit Nepomuk spazieren, damit er in Ruhe schlafen konnte. Gegen 14:30 Uhr rief ich beim Arzt an und bekam für 15:30 Uhr einen Termin.

Als meine Eltern wieder da waren, fütterten wir den Kleinen noch kurz und dann ging es los Richtung Arzt. Nach kurzer Wartezeit kamen wir dran und der Arzt tastete Nepomuk ab, leuchtete ihm ihn die Augen und gab Entwarnung.

Nepomuk hatte sich nicht verletzt, sondern alles war gut verlaufen. Ich habe mir die ganze Zeit Vorwürfe gemacht und mich gefragt, wie man das verhindern hätte können, ohne den Kleinen einzusperren. Der Arzt meine, einmal im Leben muss jeder Mensch hinfallen. Das gehöre dazu.

Ich war einfach nur erleichtert, dass diese Sache nochmal glimpflich ausgegangen ist.

Eine richtige und sturzfreie Lösung für den Schlaf tagsüber habe ich bis jetzt noch nicht gefunden. Wie sieht das denn bei euch aus? Lasst ihr den Kindern die Freiheiten auch für den Preis von Verletzungen oder steht bei euch die Sicherheit über allem?

09Mrz/15

Der perfekte Tag

Der heutige Tag wird mir lange im Gedächtnis bleiben. Es ist wohl so ein Tag von dem man später sagt, dass er perfekt war.

Nepomuk genießt seinen Brei mit allen SinnenNachdem um 5:30 Uhr mein Wecker geklingelt hat, habe ich beschlossen laufen zu gehen. Die frische Morgenluft war sehr angenehm. Es war nicht zu kalt und nicht zu nass – für mich perfekte Laufbedingung. Und so lief ich knapp sechs Kilometer von unserer Wohnung über den Friedensengel Richtung Odeonsplatz, dann wieder Richtung Maximilianstraße und über den Gasteig zurück zu unserer Wohnung. Gut erholt kam ich in die Wohnung und wurde von Nepomuk im Flur überrascht, der schon eifrig krabbelte.

Nach einer schnellen Dusche fing ich an das Frühstück für meine Eltern vorzubereiten. Dann ging es an unser morgendliches Ritual: Die Ganrzkörperwäsche. Danach lasse ich Nepomuk immer nackt und er hat diese Situation genutzt, um mir in die Küche hinterzukrabbeln. Während ich in der Küche alles vorbereitete, quietschte er munter durch die Wohnung. Gegen 9 Uhr kamen meine Eltern und wir fingen an entspannt zu frühstücken. Nebenbei gab es für Nepomuk wieder seinen Milch-Hafer-Brei mit geriebener Birne.

Das Wetter war so wunderbar, dass wir nach dem Frühstück an die frische Luft gegangen sind. Über das Maximilianeum ging es Richtung Isar und Isartor, dazwischen machten wir einen Stopp bei der St. Nepomuk Statue, die auf einer Brücke zur Praterinsel zu finden ist.

Wir in der Milka WeltVon dort ging es weiter Richtung Isartor und dann zum Viktualienmarkt. Das Wetter war herrlich und der Viktualienmarkt montagsmäßig sehr angenehm. Da Nepomuk mittlerweile fest schlief, nutzten wir die Gelegenheit noch zum Glockenspiel am Marienplatz zu gehen. Obwohl ich schon so viele Jahre in München lebe, habe ich mir noch nie die Zeit genommen, dieses wirklich nette Glockenspiel am Münchner Rathaus mitzuverfolgen. Für mich war dieser kollektive Blick nach oben immer ein eindeutiges Touristen-Erkennung-Merkmal. Ja, und heute stand ich da mit meinen Eltern und dem mittlerweile wachen Nepomuk, der so gechillt in seinem Kinderwagen saß, dass ich mir manchmal nicht sicher war, ob das nicht vielleicht eine Puppe ist. 😀

Nachdem Glockenspiel ging es dann wieder Richtung Viktualienmarkt und zur Schrannenhalle. Die Halle an sich ist aktuell nichts besonderes, da dort überall neu aufgebaut wird und die Flächen von Feinkost Käfer irgendwie leer stehen. Aber im Keller gibt es die Milka Welt, eine wirklich süße kleine lila Welt voll mit Milka Kühen. Das musste ich natürlich meinen Eltern und Nepomuk zeigen. Auch wenn wir nichts gekauft haben, so hat sich der Besuch doch gelohnt.

Danach ging es zum Mittagessen in den Pschorr am Viktualienmarkt. Naja, hätte mir vielleicht früher einfallen können, dass die Preise dort lagebedingt eben etwas höher sind, aber es war toll meine Eltern einladen zu können. Auch Nepomuk war sichtlich von den anderen Gästen angetan und kam aus dem Schauen gar nicht mehr raus. Es war für ihn dann auch egal, ob er auf meinem oder auf Opas Schoß saß.

Cool NepomukNach dem leckeren Mittagessen ging es dann zur Kirche des Heiligen St. Nepomuk in der Sendlinger Straße, dann über das Sendlinger Tor zur Sonnenstraße. Von dort Richtung Karlsplatz (Stachus) und in den Oberpollinger. Auf dem Weg zurück haben wir uns noch bei einem Obststand mit Erdbeeren und Granatäpfeln eingedeckt.

Zufälligerweise kamen wir noch bei einem H&M vorbei. Spontan entschieden wir für Nepomuk eine Mütze mich Schild zu kaufen. Das Base Cap mit dem „New York“ Schriftzug fand ich super passend für Nepomuk. Als wir Richtung Kasse liefen erspähte mein Vater noch einen Ständer mit Sonnenbrillen und meinte zu einer verglasten Sonnenbrille, dass diese doch perfekt zu Nepomuk passen würde. Gesagt, getan und schwups hatte Nepomuk die Brille auf der Nase und das Cap auf dem Kopf. Wir alle, inklusive Nepomuk, mussten lachen und er hat das so anstandslos über sich ergehen lassen, dass ich sogar noch ein Foto machen konnte.

Nach dem kurzen Shopping Ausflug ging es dann über die Maximilianstraße wieder zurück nach Hause. Wir waren ca. 5,5 Stunden unterwegs ohne das Nepomuk sich einmal beschwert. Er saß heute größtenteils im Kinderwagen und fand das so super, dass er gar nicht genug von kriegen konnte.

Zuhause krabbelte er wie irre durch die Wohnung und quietschte vor Vergnügen. Als mein Freund nach Hause kam, nutzte ich die Gelegenheit und ging mit meinen Eltern  allein ohne Mann und Kind essen.

Jetzt sitze ich vollgefressen und überglücklich auf dem Sofa und freue mich auf den morgigen Tag.