Monthly Archives: Februar 2015

28Feb/15

Buchempfehlung: Raw Soul Food

Paradise Cake

Paradise Cake

Nachdem ich mich nun seit 01. Januar vegan ernähre und seit Mitte Februar vorwiegend der Raw Food Küche zu wende, möchte ich heute in meiner ersten Empfehlung das Buch „Raw Soul Food“ vorstellen.

Mittlerweile gehe ich regelmäßig im Veganz einkaufen und nach jedem Einkauf gönne ich mir im Bistro „Max Pettchen“ einen Getreidekaffee mit Mandelmilch zum mitnehmen. Auf der Glasvitrine des Restaurants liegen immer diverse Flyer und Broschüren rum. So auch der Flyer vom Buch Raw Soul Food. Da ich mich aufgrund der veganen Ernährung nun auch für die rohköstliche Küche interessiert habe, nahm ich den Flyer mit.

Ein paar Tage später habe ich dann zuhause mal im Internet nach dem Buch recherchiert und bin prompt auf eine Rezeptprobe des Paradise Cake gestoßen. Das Rezept klang so lecker und einfach, dass ich das Buch gleich bestellt habe. Dazu auch die Zutaten Erdmandelflocken und Kokosmus.

Tirawmisu

Tirawmisu

Ich war so begeistert von dem Rezept, dass ich gar nicht die zwei Tage der Lieferung abgewartet habe, sondern gleich am nächsten Tag in den Alnatura und Vollcorner stürmte und mir die besagten Zutaten kaufte. Den Rest hatte ich alles vorrätig und dank der Rezeptprobe konnte ich den Paradise Cake gleich „backen“. Vom Ergebnis war ich begeistert. So einen geilen Kuchen hatte ich schon lange nicht gegessen.

Als ich dann das Buch ein paar Tage später hatte, fing ich an die Rezepte auszuprobieren. Vom rustikalen Bauernsalat mit Senfdressing über Buchweizenknödel mit Schwammerlsoße und TiRawmisu habe ich so einiges probiert und finde das Essen total lecker.

Dafür, dass es sich um rohes Essen handelt, sind die Rezepte sehr einfach. Sicher brauch man einige Gewürze und Basics wie Nama Tamari, aber wenn man das mal hat, ist die Grundausstattung vorhanden und bis auf Obst und Gemüse muss man nicht mehr viel kaufen.

Rustikaler Bauernsalat

Rustikaler Bauernsalat

Ich selbst habe weder einen Hochleistungsmixer noch ein Dörrautomaten und trotzdem kann ich fast alle Gerichte ausprobieren. Beim Mixen hilft mir ein Zerkleinerer von Moulinex oder ein Pürierstab von Philipps. Das alles tut dem Geschmack keinen Abbruch und manchmal ist es dann eben nicht so fein püriert wie im Buch, aber schmecken tut es mir trotzdem.

Einige Rezepte habe ich schon ausprobiert und besonders die Kuchen haben es mir angetan. Hier also mein TOP Rezepte mit absolutem Suchtcharakter:

  1. Tirawmisu
  2. Paradise Cake
  3. Coconut-Kiss-Tarte mit Waldbeeren- und Himbeerfüllung
  4. Senfdressing (geht zu Salat oder purem Gemüse)
  5. Rustikaler Bauernsalat
Ratatouille

Ratatouille

Das Buch ist sehr abwechslungsreich und durch seine Rezepte und tollen Bilder sehr hochwertig gestaltet. Da es viele Rezepte gibt, bei denen kein Dörrautomat benötigt wird, ist das Buch auch super für Rohkosteinsteiger geeignet.

Die Gerichte sind relativ schnell zu „kochen“ und wenn man sich einmal die Grundausstattung verschiedener Gewürze geholt hat, hat man größtmögliche Flexibilität bei geringen Ausgaben.

Wer sich gern mal ein Rezept anschauen möchte, dem empfehle mit dem Paradise Cake anzufangen. Das kostenlose Rezept gibt es hier.

Das Buch mit 74 Rezepten von herzhaft bis süß und noch viele weitere Bewertungen von anderen Lesern gibt es natürlich auch auf Amazon:

23Feb/15

Blogparade: Wie viel (Online-) Erreichbarkeit darf es sein …

Mamabloggerin Renate hat zu einer Blogparade aufgerufen, die aus meiner Sicht super in die Fastenzeit passt. Es geht um das Thema „Wie viel (Online-) Erreichbarkeit darf es sein, bevor sie krank macht?“. Mit anderen Worten:

Können wir verantwortungsvoll und bewusst mit den neuen Technologien und den daraus entstehenden Anforderungen umgehen oder sind wir längst Sklave unserer Smartphones und des 24/7 Hype.

Renates Blogparade zielt auf drei Themenbereiche ab, von denen ich gern auf zwei eingehen möchte:

  1. Unbezahlte berufliche Tätigkeit während der Freizeit durch mobile Technik
  2. Sind soziale Netzwerke wirklich so sozial oder vereinsamen wir dadurch?
  3. Bloggen – Erfahrungen teilen aus Spaß daran oder ist es doch etwas mehr?

Für mich als Community/Social Media Manager und privater Social Media Junkie sind vor allem die ersten beiden Fragen von wesentlicher Bedeutung. Frage 3 kann ich schnell und unkompliziert beantworten: Ich blogge aus Spaß, für mehr fehlt mir nicht die Zeit, sondern die höhere Priorität.

Unbezahlte berufliche Tätigkeit während der Freizeit durch mobile Technik

Dieses Thema kam bei mir erst im neuen Job in München auf. Vorher war immer klar geregelt: Tagsüber ist Arbeit und abends ist Freizeit. Das ging 12 Jahre in einem Automobilkonzern und das war auch gut so. Dann wechselte ich in die Internetbranche und plötzlich war alles vermischt. Ich hatte anfangs zwar kein Diensthandy, aber ich ließ mir die Mails auf meinem privaten Smartphone einrichten. Dazu das Firmennotebook und fertig war das 24/7 Leben. Ich fing an abends, am Wochenende und im Urlaub meine Mails zu checken. Ich schaltete in dem neuen Job nie ab. Immer war der Gedanke bei der Firma, immer checkte ich die Mails und fühlte mich bestätigt, wenn irgendein Kollege sonntags Mails verschickte. Meine Chefin machte mir dann klar, dass ich auch auf mein Privatleben achten sollte und nicht überall erreichbar sein muss. Ich hatte eine tolle Chefin und habe viel von ihr gelernt. Wenn sie Urlaub hatte, war sie zwar erreichbar, aber nur in wirklichen Notsituationen. Ich habe sie nicht einmal im Urlaub angerufen und das, obwohl sie Geschäftsführerin war.

Dann wechselte ich den Job und wurde neben Social Media Manager auch noch Community Manager einer Freizeitcommunity. Die Menschen verabredeten sich per App zu Aktivitäten und traffen sich in real. Und wann verabredeten sich die Menschen am häufigsten: Abends und am Wochenende. Als Community Manager muss man seine Community immer im Blick haben. Wir waren ein Startup und hatten keine Automatismen, wenn beispielsweise ein Typ wieder eine Gang-Bang-Party einstellte. Immer musste manuell gescreent werden. Wenn eine Community gerade startet, dann bist du als Community Manager dafür verantwortlich engen Kontakt zu den Usern aufzubauen. Da ich anfangs kein Diensthandy hatte, ging alles über mein privates Handy. Das heißt meine Nummer ging durch die Community, mein Facebook Account, mein Whatsapp. Auf allen Kanälen wurde ich kontaktiert, sollte User löschen, ermahnen, Feedback zu aktuellen Veranstaltungen geben. Es hörte nicht mehr auf. Auch als ich dann ein Diensthandy bekam, war meine private Nummer immer noch im Umlauf.

Am schlimmsten fand ich, dass ich noch an Silvester in München mit einem User in Frankfurt telefoniert habe, weil er eine Frage zu der Spontacts Silvesterparty hatte. Nach ein paar Monaten im Job war ich fertig: Ich hatte kein Wochenende, dass habe ich oft auf Veranstaltungen oder beruflich in anderen Städten verbracht, verlor meine wirklichen privaten Kontakte, Feiertag und Feierabend hatten aufgehört zu exisitieren. Erst mein Freund hat mich zum Umdenken gebracht. Aufgehört mit der ständigen Verfügbarkeit habe ich dann in der Schwangerschaft. Da das Startup dann auch verkauft wurde und ich nicht mitgehen musste, blieb mir ein ruhiger Bürojob ohne Diensthandy.

Heute frage ich mich manchmal, wie blöd ich damals war. Gratis am Wochenende arbeiten, ständig verfügbar zu sein und immer ein Ohr für die Belange der User. Ich hatte keinen Abstand, der Job verfolgte mich bis in meine Träume. Hatten wir Trolle, die gegen uns hetzten, ging mir das ans Herz und ich trug den Kummer immer mit mir rum. Hätte ich den Job noch ein Jahr gemacht ohne mich zurückzunehmen. Ich wäre durch gedreht und drauf gegangen.

Mir ist in den letzten Jahren eines immer wieder klar geworden: Auch wenn du denkst, du bist unersetzlich und beruflich nie jemand an dich rankommen. Dann hast du vielleicht recht. Aber nur, weil andere nicht so doof sind wie du und sich das Wochenende vom Job kaputt machen lassen. Sie werden den Job machen, vielleicht in abgespeckter Form, aber sicher genauso gut wie du. Niemand wird dir eine Träne nachweinen, wenn es dich aus den Latschen haut. Kaum ein Kollege wird dich besuchen, wenn du nach dem Burnout wieder langsam in dein Leben findest. Jeder wird sich sagen: Ihre Grenzen hätte sie schon besser sehen müssen. Sie hat ja keiner gezwungen. Und wenn du dabei drauf gehst, weil du eben am Wochenende im Büro einen Herzinfarkt hattest und dich die Kollegen erst am Montag im Büro finden, dann kannst du hoffen, dass sie dir wenigstens einen ordentlichen Kranz aufs Grab legen.

Und das ist nicht übertrieben, sondern erlebtes aus über 15 Jahren Berufserfahrung – unabhängig ob es der konservative Automobilkonzern oder das hippe Internetunternehmen ist.

Natürlich muss und kann jeder für sich selbst entscheiden, ob er immer erreichbar sein möchte, aber ich habe für mich beschlossen, dass ich mich nicht mehr darauf einlassen werde. Ich lasse mir gerade jetzt als Mutter nicht mehr das Wochenende von irgendeiner bescheuerten Mail versauen. Und ehrlich, was soll denn schon passieren, wenn man eine Mail am Wochenende nicht liest? Das einzige was passieren kann: Man merkt, dass sich die Erde trotzdem dreht.

Sind soziale Netzwerke wirklich so sozial oder vereinsamen wir dadurch?

In meinem Masterstudium 2009 waren die Vorlesungen zur digitalen Ökonomie immer die besten. Die Studenten, die weder Facebook noch Twitter nutzten, beschimpften die Studenten, die Facebook und Twitter nutzten, als „sozial unterentwickelt“ und vereinsamt, weil sich das Leben ja nur draußen abspielt.

Ich gehörte also schon 2009 zu den „unterentwickelten“ und „vereinsamten“ Menschen, die voller Leidenschaft soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter, Instagram und Pinterest nutzen. Vereinsamt bin ich durch soziale Netzwerke nicht. Ich habe zwar nicht viele Freunde über die Netzwerke gefunden, denn die treffe ich doch vorwiegend im realen Leben. Aber ich habe schon so viel Nutzen aus Facebook-Gruppen und verschiedenen Foren gezogen, dass ich das alles nicht mehr missen möchte.

Sicher verstehen meine Eltern jetzt nicht, warum ich Essen immer erst fotografieren muss, bevor ich es esse, aber für mich ist das wichtig. Vor allem, wenn ich selber koche, dann isst das Auge quasi mit und das möchte ich mir für später konservieren. Es ist toll, wenn man sein Timeline auf Instagram oder Facebook durchschaut und genau sehen kann, was man 2009 oder 2012 so erlebt hat.

Da viele meiner Freunde nicht in München leben, nutze ich Facebook vor allem, um in Kontakt zu bleiben und sie über mein Leben auf dem Laufenden zu halten. Umgekehrt kann ich natürlich auch an ihrem Leben teilhaben – egal, ob sie in Hongkong, Singapur, Kathmandu oder Rio leben.

Neben der Kontaktpflege sind Netzwerke wie Facebook, Instagram oder Pinterest pure Inspiration und Motivation. Gerade jetzt, wo ich meine Ernährung auf vegan, zucker- und Weißmehlfrei umgestellt habe, finde ich so viele tolle Rezepte und Ernährungskonzepte. Zudem kann ich mich in Gruppen super austauschen und habe viel wissenswertes gelernt und tolle Tipps bekommen. Auch mein aktuelles Interesse an Montessori und Pikler, beides Erziehungskonzepte, kann ich am besten über Facebook befriedigen. Dort posten Gleichgesinnte immer tolle Bastelideen und Dinge, die sie gerade mit ihren Kindern ausprobiert haben. Viele Sachen machen nicht viel Aufwand, aber auf die Idee muss man eben erst kommen.

So sehr ich den Nutzen in den sozialen Medien sehe, so klar ist mir auch, dass der Umgang mit ihnen entscheidet, ob sie ein Segen oder ein Fluch sind. Wer sein Wohlbefinden daran ausmacht, wie viel Likes er jetzt auf sein Profilbild bekommt und sich nur noch auf Facebook aufhält, um andere zu stalken, für den ist Social Media sicher ein Fluch und der beste Weg in die Einsamkeit und Depression.

Auch ich muss mich immer wieder ermahnen, doch nicht immer das Smartphone bei mir zu haben. Aktuell hilft mir mein Sohn dabei, denn obwohl er erst 6 Monate ist, hat er schon realisiert, dass das kleine schwarze Ding mit dem angebissenen Apfel meine Aufmerksamkeit genauso bindet, wie er selbst. Und auf geteilte Aufmerksamkeit mit einem schwarzen Ding hat mein Sohn so gar keinen Bock und schaut mich immer sehr eindringlich an, wenn ich das iPhone zu lange in der Hand halte. 😀

19Feb/15

Meine ersten Schritte in Richtung Montessori und Pikler

Alle Eltern müssen sich irgendwann die Frage stellen, wie sie ihr Kind erziehen und aufs Leben vorbereiten wollen. Ich habe mir darüber Gedanken gemacht und konnte mir überhaupt nicht vorstellen, wie ich Nepomuk erziehen sollte. Von Anfang an waren für mich aber folgende Punkte klar:

  • Es sollte keinesfalls die Erziehung werden, die ich unter meiner Mutter erlebte
  • Nepomuk sollte früh das Gefühl vermittelt bekommen, dass er nicht nur „das Baby“ ist, sondern auch die Möglichkeit bekommt, seinen Lern- und Forschungs- und Bewegungsdrang zu befriedigen
  • Nepomuk sollte so früh wie möglich aktiv in unser Leben und Handeln einbezogen werden und die ersten Jahre nicht als „Begleitung“ oder „Accessoire“ erleben

Durch Zufall kam ich auf die Pädagogik von Maria Montessori und war schnell begeistert. Denn dort war mit einem Satz das beschrieben, was ich mir unter einem idealen Erziehungsmodell vorgestellt habe: Hilf mir, es selbst zu tun!

Das Kind steht im Mittelpunkt

Maria Montessori, die 1870 in Italien geboren wurde in als eine der ersten Frauen in Medizin promovierte, entwickelte ein Konzept, dass das Kind an erste Stelle setzt. Für Sie war jedes Kind einzigartig und eine zu respektierende Persönlichkeit. Mit ihrem Ansatz wollte sie die Kinder zu selbständigen Personen mit Selbstvertrauen erziehen und ihnen damit den Werdegang im späteren Leben erleichtern.

Wie sieht die Montessori Pädagogik im Detail aus

Für Maria Montessori war klar, dass Kinder von Natur aus einen angeborenen Lerndrang haben und gern am Leben der Erwachsenen teilhaben möchten. Gleichzeitig war ihr aber auch klar, dass jedes Kind anders ist und in seinem individuellen Rhythmus lernt.

Das natürliche Bedürfnis von Kindern Erwachsene nachzuahmen wurde von Montessori erkannt und ist ein wesentlicher Bestandteil der Montessoripädagogik. Wichtig ist hier, dass die Erwachsenen die Kinder zuerst anleiten und diese dann ihre eigenen Erfahrungen machen lassen. Damit das möglich ist, müssen sie die Erwachsenen zurücknehmen, aber wenn nötig beratend zur Seite stehen.

Die Herausforderung für Erwachsene ist hier nicht nur die Geduld, sondern auch die Vorbereitung. Jede Übung sollte in ihren einzelnen Schritten überlegt werden, denn wir als Erwachsene machen viele Sachen intuitiv, die Kinder aber nicht können, weil ihnen die Erfahrung fehlt. Sobald alle Schritte durchdacht und die Umgebung vorbereitet ist, kann es mit den Kindern losgehen.

Die Kinder lernen hier also nicht durch erzählen, sondern dadurch, dass sie ihre eigenen Erfahrungen machen. Dies wiederum kann viel besser verinnerlicht und beibehalten werden, als wenn man dem Kind immer nur alles zeigt ohne es selbst auszuprobieren.

Auch wir Erwachsenen lernen dazu. Wir müssen lernen uns in der Geschwindigkeit zurückzunehmen, Geduld zu haben und uns individuell auf jedes Kind einzulassen. Zudem müssen wir uns immer wieder daran denken unser Kind mit Achtung und Respekt zu behandeln.

Warum Montessori für uns richtig ist

Ich habe mich nun schon stärker in das Thema „Montessori“ eingelesen und bin auch verschiedenen Facebook Gruppen beigetreten. Und je mehr ich mich mit dem Thema beschäftige, desto mehr weiß ich, dass es für uns der richtige Weg ist. Ich weiß, dass es sicherlich einfachere Methoden gibt, als ein Kind zu erziehen, aber ich denke, dass Nepomuk ein Recht darauf hat, ihn mit Respekt und Achtung zu behandeln.

Mittlerweile habe ich schon viele tolle Sachen gefunden, die ich gern mit Nepomuk ausprobieren möchte. Doch im Moment ist das schwierig, weil sich das Konzept eher schwer auf ein sechs Monate altes Baby anwenden lässt.

Von Montessori zu Pikler

Bei meiner Recherche zu Montessori Übungen mit Babys bin ich auf Emmi Pikler gestoßen. Hier habe ich zwar weder ein Buch noch irgendwelche Gruppen gefunden, aber das, was ich bisher gelesen habe, trifft schon ganz gut dass, was ich mir für Nepomuk in diesem Alter vorgestellt habe.

Nach Emmi Pikler war es wichtig, dass sich ein Kind selbständig entwickeln sollte. Wir sollen ihm Geborgenheit und Nähe vermitteln und ihm in einer vorbereiteten Umgebung helfen, sich frei zu entwickeln.

Pikler setzt drei Voraussetzungen voraus, um einem Kind bei der Entwicklung zu helfen:

  • Zuwendung bei der Pflege: Statt die Pflege als bloßen Akt zu sehen, soll hier das Baby einbezogen werden. So ist es zum Beispiel wichtig, dem Kind jeden Schritt zu erzählen und Rituale einzuführen
  • Selbständige Bewegungsentwicklung durch das Kind. Die Erwachsenen sollen nicht beschleunigend eingreifen.
  • Das Kind soll ungestört und frei spielen in einer dafür altersgerechten und vorbereiteten Umgebung.

Das Pikler Konzept ist für mich sehr stimmig mit dem von Maria Montessori und ein sehr guter Einstieg in Richtung Montessori.

Ich bin selbst noch am Anfang von Pikler und Montessori und hoffe, dass ich nach dem Studium diverser Bücher und Facebook-Gruppen die beiden Konzepte so umsetzen kann, dass sie für mich und Nepomuk einen Nutzen bieten.

Ich werde hier auf jeden Fall weiter berichten. 🙂

19Feb/15

Heilfasten – Tag 1: Kopfschmerzen und Gelüste

Schon im Januar hatte ich beschlossen, dass ich ab Aschermittwoch, den 18. Februar fasten werde. Ich werde zehn Tage lang nur Wasser, Tee und mittags klare Suppe zu mir nehmen.

Gestern ging es nun los. Meinen Darm hatte ich schon am Dienstagabend mit Glaubersalz geleert, sodass ich gestern den Tag nicht auf der Toilette sitzend beginnen musste.

Morgens gab es erst mal eine Kanne Kräutertee, um einem Hungergefühl vorzubeugen. Dazu noch zwei Gläser stilles Wasser aus der Leitung und das Frühstück war perfekt.

Die Herausforderungen

Die erste Herausforderung war der Baby-Treff, den wir jede Woche besuchen. Dort gibt es neben Wasser, Kaffee und Tee auch Frühstück und gestern sogar leckeren Kuchen. Durch die Vegan For Fit Challenge habe ich schon lange nichts mehr dort gegessen, weil es nicht vegan ist und so ist es mir gestern leicht gefallen, auf das Frühstück zu verzichten. Eine Tasse grünen Tee habe ich mir dann doch gegönnt. Leider hatte ich nicht gesehen, dass der mit Jasmin-Geschmack war und mich hat es  wirklich kurz gewürgt, als ich ihn getrunken habe. 😉

Nach zwei Stunden sind wir dann wieder gegangen. Da wir mit Nepomuk diese Woche wieder mit Beikost anfangen wollten, musste ich im Bio Supermarkt noch Milch holen. Auch hier war die Versuchung da, wieder einen Raw Bite Riegel zu kaufen. Ich habe mich aber auf die Milch konzentriert und mir eingeredet, dass es mir nach dem vierten Tag Fasten super geht und ich das jetzt keines falls aufs Spiel setzen werde.

Zuhause angekommen, musste ich dann den Schmelzflockenbrei für Nepomuk kochen und muss sagen: Das war wirklich hart. Besonders als ich eine Banane reinpüriert habe, war ich kurz vor aufgeben. Obwohl es normale Kuhmilch war und ich diese seit fast zwei Monaten meide, hätte es mich hier fast erwischt.

Danach habe ich mir erstmal 1 Liter Suppe gemacht. Ich glaube, dass war fast ein wenig viel und werde für den zweiten Tag mal auf 500 ml runtergehen. Gesättigt hat sie gut, wobei ich auch bis in die Abendstunden keinen Hunger verspürt habe. Wobei der grüne Tee am Nachmittag sicher geholfen hat.

Die Gelüste

Ich hatte zwar keinen Hunger, aber so schlimme Gelüste. Ich habe in Gedanken Käsespätzle und ein Wiesn Brathendl verspeist. Die Vorstellung war so intensiv, dass ich den Geschmack des Hendl fast auf meiner Zunge gespürt habe.

Auch das Verlangen nach einem normalen Brötchen mit Butter und Leberwurst wurde auf einmal ganz groß.

Ich hätte mit sowas ehrlich gesagt nicht gerechnet, denn seit ich vegan bin, hatte ich auf sowas gar keine Lust, geschweige denn habe ich einen Gedanken daran verschwendet.

Der Körper

Ich war den ganzen Tag über müde und schnelle Bewegungen waren gar nicht möglich, da ich dann echt Probleme mit dem Kreislauf bekommen habe. Als ich mit Nepomuk spazieren war, kam es mir zwar unheimlich kalt vor, aber sonst hatte ich eigentlich keine Probleme.

Das Problem, in Form von Kopfschmerzen, kam dann nachmittags. Ich weiß, dass es die Entgiftungsanzeichen sind, aber so schlimme Kopfschmerzen hatte ich nicht erwartet.

Erschlagen durch die Kopfschmerzen bin ich dann gegen 20:30 Uhr ins Bett gefallen.  Ich hoffe Tag 2 wird besser.

17Feb/15

Fotoparade: Kinder-Karnevalskostüme

Da ich gerade vom dritten Kinderfasching in diesem Jahr komme, bietet es sich mehr als an, an der Fotoparade von topElternblogs teilzunehmen. Hier geht es nämlich um die Frage: Wie verkleiden sich unsere Kinder im Jahr 2015?

Ich hätte im Januar selbst nicht geglaubt, dass ich mit unserem sechs Monate alten Sohn schon dieses Jahr auf einen Fasching gehen werde, aber wie der Zufall es so will, gab es am 29.01. in unserer evangelischen Gemeinde einen Mini-Kinderfasching. Der Fasching richtete sich an Kinder zwischen 0 und 3 Jahren und erschien mir perfekt für Nepomuk. Brauchte ich also nur noch ein Kostüm.

Kriterien für die Kostümwahl

Da mein Sohn erst sechs Monate alt ist, gab es nur wenige Kriterien bei der Kostümauswahl:

  • Es sollte bequem für ihn sein.
  • Schnell und unkompliziert an und auszuziehen sein.
  • Er sollte sich in zehn Jahren, wenn er Bilder sieht, nicht für das Kostüm schämen.

Nepo als Darth VaderWas das letzte Kriterium anbelangt, so habe ich bei der Suche nach einem tollen Kostüm definitiv Exemplare gesehen, die sich mit den UN-Kinderrechtskonventionen sicher nicht vereinbaren lassen. Ganz schlimm war hier das Kostüm eines Affen mit einer riesigen Banane. Nein, dass wollte ich für Nepomuk nicht.

Durch Zufall bin ich bei Facebook auf das Darth Vader Kostüm für Babys gestoßen und war begeistert. Als ich dann auch noch bei Amazon die Bewertungen gelesen habe, bestellten wir es sofort.

Es ist zwar etwas groß, aber durch den Strampler-ähnlichen Schnitt sehr leicht an und ausziehen. In Summe besteht das Kostüm aus drei Teilen: Dem Anzug, dem schwarzen Umhang und eines riesigen Helm aus Filzähnlichem Stoff. Der Helm ist so groß, dass Nepomuk eher an Lord Heimchen erinnert, als an Darth Vader.

Mein Fazit

Nepomuk und sein Star Wars MobileWir waren damit auf drei verschiedenen Faschingsfeiern und es war jedes mal wieder witzig zu sehen, wie Eltern auf so ein Kostüm reagieren. Darth Vader ist nun mal nicht Prinzessin Lillifee oder Mickey Mouse und sein Kind schon so früh für die dunkle Seite der Macht zu begeistern, ist sicher auch nicht jedermanns Geschmack.

Das Kostüm werde ich aufheben und vielleicht gibt es ja irgendwann ein kleines Brüderchen, der dieses Kostüm auch tragen kann. Auf keinen Fall werde ich es wegschmeißen, denn es war der erste Fasching für Nepomuk und der erste Fasching für mich als Mutter.

Achja, ich verweigere mich dem DIY Trends und werde auch die nächsten Jahre das Kostüm für Nepomuk kaufen. Nächstes Jahr darf er sich dann aussuchen, als was er gehen möchte. 🙂

 

16Feb/15

Blogparade: Zeigt her eure Hobbys!

In ihrem wunderbaren Blog hat Frau Chamailion die H-Frage gestellt. Und mit H-Frage meine ich auch was aussergewöhnliches für Mütter: Die Frage nach unseren Hobbys. Für mich als Mutter eines sechs Monate alten, sehr pflegeleichten Jungen hat sich im Vergleich zu früher doch einiges geändert und erstaunlicherweise sind es mehr Hobbys als früher. Das liegt nicht daran, dass mir jetzt langweilig ist oder der Tag plötzlich 48 Stunden hat, sondern daran, dass ich jetzt mein Leben besser plane.  Zudem vertrete ich die Einstellung ES IST NIE EINE FRAGE DER ZEIT, SONDERN IMMER EINE FRAGE DER PRIORITÄT.

Wenn ich kaum Zeit für meinen Blog finde, dann liegt das daran, dass mir andere Sachen einfach wichtiger sind und ich meine Prioritäten eben dorthin verlagere. Denn auch wenn wir Mütter es manchmal kaum glauben, auch unser Tag hat nur 24 Stunden und die will man ja möglichst mit Sachen füllen, die einem Spaß machen.

Hobby #1: Sport im Allgemeinen. Laufen, Zirkeltraining, Yoga & Pilates im Speziellen

Obwohl Laufen schon seit 2000 meine Passion ist, habe ich es mal mehr oder weniger intensiv verfolgt. Besonders die letzten zwei Jahre ist das Laufen quasi eingeschlafen. In der Schwangerschaft habe ich dann mit Walking (ohne Stöcke!) angefangen, damit ich nicht komplett auseinandergehe wie ein Hefekloß. Seit Anfang des Jahres gehe ich nun regelmäßig auf den Crosstrainer, denn so richtig Laufen funktioniert noch nicht. Ich denke das liegt nicht nur an der Geburt, sondern auch an den Spätfolgen des New York Marathons (ich, Hirsch). Auf dem Crosstrainer gefällt es mir sehr gut. Es ist warm, ich kann auf meinem Kindle lesen und habe das Gefühl etwas für meinen Körper zu tun.

Pilates SessionNeben dem Crosstrainer habe ich nun seit Anfang des Jahres auch das Zirkeltraining wieder für mich entdeckt. Es dauert keine 30 Minuten und macht wirklich Spaß. Für diese zwei Sportarten stelle ich mir fast jeden Morgen den Wecker auf 5:30 Uhr und gehe gegen 6:00 Uhr ins Fitness. Mir ist das sehr wichtig und darum finde ich auch die Zeit dafür.

Ganz neu seit diesem Jahr sind Pilates und Yoga. Beides wollte ich schon immer mal probieren, aber hatte nie die Gelegenheit. Da mein Fitnessstudio die Kurse zu Mama-freundlichen Zeiten, nämlich Mittwochabend und Samstag anbietet, kann ich mich da jetzt jederzeit körperlich betätigen.

Sport ist wohl das Hobby, dass ich sehr, sehr regelmäßig betreibe und im Gegensatz zu früher viel konsequenter in der Ausführung.

Hobby #2: Vegan kochen und Experimente in der Rohkost

Vegan For Fit - Zucchini LasagneSeit 01. Januar habe ich meine Ernährung umgestellt: Vom Allesesser auf vegan, von Lieferdienst auf selber kochen und muss sagen: Das ist sehr geil! Ich liebe es in der Küche zu stehen und tolle Rezepte auszuprobieren.Neben Büchern wie „Vegan For Fit“ oder „Raw Soul Food“ habe ich Instagram und Pinterest als tolle Rezeptplattform entdeckt. Seit ich mich vegan ernähre, habe ich das Gefühl noch nie so viele Optionen zu haben oder den Drang die ganzen Rezepte auszuprobieren.

Zudem habe ich mir vorgenommen Nepomuk ohne Gläschen satt zu bekommen. Das heißt auch regelmäßig und auf Vorrat kochen. Aktuell geht es noch, denn er verweigert den Löffel, aber bald wird Mutti nur noch für Nepomuk kochen – und dann auch Fleisch und Fisch. Vorkostet darf in diesen Fällen dann der Papa sein. 🙂

Hobby #3: Lesen

In der Schwangerschaft habe ich das Lesen wieder für mich entdeckt. Waren es früher Fachbücher oder Fachzeitschriften, sind es jetzt Bücher rund um die vegane Ernährung, Bücher die sich mit dem Zeitgeschehen befassen und natürlich auch Montessori Bücher und Literatur rund um die Entwicklung des Babys. Und wenn ich auf all das keine Lust habe, lese ich die Romane von Haruki Murakami und noch lieber von Ulli Olvedi. Würde hier gern auch auf ihre Bücher verlinken, aber Amazon ist mal wieder down.

Hobby #4: Reisen (leider am abklingen)

IMG_9209Früher bin ich wahnsinnig gern und spontan gereist: Nepal, China, Hongkong, USA, Griechenland, Italien … oh, ich war immer so gern unterwegs. Das ist natürlich mit einem Kind jetzt nicht mehr so einfach und schon gar nicht spontan möglich. Wir waren im November in New York und das war super easy mit dem Kleinen. Aber jeden zweiten Monat zu verreisen, wie früher, ist einfach nicht mehr drin. Wir überlegen nun den Sommerurlaub entweder im Wohnmobil in Schweden zu verbringen oder im Bayrischen Wald. Ich kann mich aktuell für beides begeistern und freu mich auch mal wieder auf Urlaub in Deutschland.

Ich freue mich jetzt aber schon auf den Frühling, denn in München haben wir die Berge vor der Tür und wandern ist fast noch schöner als reisen.

Hobby #5: Sinnloses surfen

Bei diesem Hobby hoffe ich immer noch, dass es sich irgendwann verzieht. Leider bin ich ein Mensch der sich so leicht ablenken lässt: Facebook hier, Instagram da, Pinterest und Twitter auch noch. Oft verschenke ich wertvolle Stunden indem ich einfach nur planlos durch verschieden Kanäle springe oder mich mit Nichtigkeiten wie Bild Online oder Promiflash beschäftige. Es interessiert mich nicht, aber irgendwie muss ich da doch immer hinschauen. Die Zeit sollte ich wirklich besser für meinen Blog nutzen, denn der hat hier eindeutig Priorität.

So, ich hoffe euch hat mein kleiner Einblick in meine Freizeit gefallen und werde mich jetzt mal durch die anderen Beiträge lesen.

14Feb/15

Valentinstag – Ein verliebter Tag wie jeder andere!

Der Valentinstag 2015 neigt sich dem Ende zu. Während sich die Liebesbekundungen, Verlobungen und gar Hochzeiten in meinem Newsfeed auf Facebook stapeln, sitzen wir zwei glücklich auf dem Sofa und erholen uns von dem Tag. Das der Valentinstag mit Kind nicht mehr so werden wird, wie bisher war mir irgendwie klar. Das er für mich aber so an Wichtigkeit verliert, dass er nun einfach nur noch der 14. Februar ist, dass hätte ich mir vorher nie träumen lassen. Für mich war es ein Tag wie jeder andere.

Während andere Frauen heute morgen mit einer gewissen Erwartungshaltung aufgewacht sind, war ich schon seit einigen Stunden wach. Als um 5:30 Uhr der Wecker klingelte und ich aus dem Bett tapste, war meine einzige Erwartung, dass über Nacht die Heinzelmännchen die Küche aufgeräumt hatten und mein TiRawmisu vorbereitet hatten. Nichts von dem war geschehen und so verbrachte ich von 5:30 bis 7:30 Uhr die Zeit mit aufräumen und dem Zubereiten meines TiRawmisu. Da wir den Tag bei meinen Schwiegereltern in Spe verbringen wollten und ich ihnen unnötige Mühe für einen veganen und weißmehlfreien Kuchen ersparen wollte, habe ich mich für den Nachmittag einfach selbst verpflegt.

Nepomuks Sieben-Meilen-StiefelGegen 9:00 Uhr ging es dann los Richtung Augsburg. Jeder der Kinder hat, weiß wie viel Zeug man auch nur für ein paar Stunden mitschleppen muss: Wickeltasche, Babyflaschen, Babynahrung, Sterilisator, Spielzeug, Kinderwagen, Ersatzkleidung und und und. Dazu noch die Torte und das Auto war gut voll. Bevor wir uns in einem asiatischen Restaurant mit den Großeltern getroffen haben, ging es noch kurz zur Babywelt. Der kleine Matz braucht nun seinen dritten Schlafsack. Wir bleiben der Marke Odenwälder treu und kauften die gleiche Version in der gleichen Farbe nun in Größe 90. Dazu gab es noch Schuhe von Geox für den Kleinen, damit er nicht immer nur in Strumpfhose im Babytreff liegen muss und ich mich als Rabenmutter fühle. Zuhause bleibt er weiterhin größtenteils nackt und lieber bemühe ich regelmäßig den Heizlüfter, als meinen Sohn ständig komplett angezogen durch die Gegend rollen zu lassen.

Danach wollte ich noch nach einem Taufbody für Nepomuks Taufe schauen, aber die Verkäuferin schaute mich an, als hätte ich ihr gerade gesagt, dass auf ihrem Kundenparkplatz ein Ufo falsch parkt. Also, war nix mit Taufbody. 🙁

Nachdem wir den Schlafsack und die Schuhe bezahlt hatten, gingen wir noch in die Spiel+Freizeit. Ein Laden wie die Babywelt nur für größere Babys. Wir wollten Nepomuk unbedingt eine Yoda Stoffpuppe kaufen, da er die an seinem Mobile so liebt, aber auch hier wurden wir nicht fündig. Bleibt also, wie beim Taufbody, nur der Online Handel.

Rosen zum ValentinstagNachdem dem Einkauf ging es dann Richtung China Restaurant. Da der Opa gestern Geburtstag hatte, gab es heute das Geburtstagsessen. Wir haben den Chinesen vorgeschlagen, weil hier die Wahrscheinlichkeit auf veganes Essen noch am höchsten ist. Zudem war es ein Buffett und wir konnten uns endlich mal wieder den Magen voll schlagen. Von Salat über Gemüse, Gemüse und nochmals Gemüse bis zu gebackener Banane und Ananasstückchen hat es die Mutti heute mal richtig krachen lassen.

Gekracht hat es dann auch in meinem Magen und meinem Darm, seit heute Mittag scheppert und knallt es, dass ich das Gefühl hatte mich von Augsburg nach München furzen zu können. Ich nehme an, dass war das Glutamat, denn anders kann ich mir das nicht erklären. Nach dem Essen bekam wir dann noch vom Kellner eine Rose geschenkt. Weil, ach ja, Valentinstag war.

Papas KindheitserinnerungenDanach ging es dann auf einen Tee und mein TiRawmisu zu den Großeltern nach Hause. Dort konnte Nepomuk endlich wieder rumzappeln. Gegen 16 Uhr schauten dann noch die Ur-Oma und eine Tante vorbei und Nepomuk war genervt und todmüde von so viel Aufmerksamkeit. Nachdem er früher alles und jeden angelächelt hat, so schaut er jetzt nur noch entgeistert und schreit dann los – vorzugsweise bei älteren Frauen, die ihm zu nahe kommen und auf ihn einreden. Die ehrlichste Reaktion, wenn die Leute auf den Sack gehen. Dafür beneide ich ihn manchmal.

Bevor wir dann unser ganzes Hab und Gut wieder zusammen geräumt hatten, war der Papa nochmal im Keller um alte Videokassetten, Schallplatten und einen Videorekorder rauszukramen und damit das Auto und später die Wohnung noch voller zu stopfen. Gegen 18:00 Uhr waren wir dann endlich wieder zuhause. Der kleine hat die ganze Fahrt über geschlafen und tut es jetzt noch, der Papa hatte sich auch kurz hingelegt und die Mama, die hat die Küche aufgeräumt, weil die Heinzelmännchen ja wahrscheinlich nie kommen werden.

Für die einen mag das wohl ein langweiliger Tag gewesen sein, aber für mich war er mal wieder eine Sammlung von schönen Momenten mit meinen beiden Liebsten. Jedes Mal wenn ich die beiden anschaue, geht es mir gut und ich bin einfach nur glücklich meine Zeit mit diesen tollen Männern verbringen zu dürfen. Und während bei anderen Paaren der Blumenstrauß vom Valentinstag längst verblüht ist, werden wir immer schönere Momente gemeinsam erleben.

Nein, ich brauche den Valentinstag nicht, um zu erkennen, wie wichtig mir die beiden geworden sind. Ich könnte mir ein Leben ohne die zwei nicht mehr vorstellen. Sie machen mein Leben und den alltäglichen Wahnsinn perfekt und ich genieße jede Sekunde mit ihnen.

05Feb/15

Die Taufe nimmt Form an

Schon vor der Geburt haben wir beschlossen, dass Nepomuk getauft werden soll. Es gab keinen bestimmten Grund, sondern war eher ein Bauchgefühl. Es klingt vielleicht doof, aber ich fühle mich besser und vollkommener, wenn der Kleine Gottes Segen hat. Ich muss dazu sagen, dass ich nicht sehr gläubig bin und mein Leben auch nicht an der Bibel ausrichte, doch glaube ich, dass etwas existiert, dass weder wir noch irgendwelche Wissenschaftler erklären können. Schon oft im Leben hatte ich das Gefühl, dass Ehrgeiz und Fleiß allein einen nicht weiter bringen, sondern auch das richtige Timing und die richtigen Leute dazugehören.

Wir lassen Nepomuk in einer evangelischen Kirche taufen und entscheiden uns damit dafür, dass er die evangelisch-christlichen Werte vermittelt bekommt. Auch wenn der Papa katholisch ist, so finde ich die katholische Kirche weltfremd und selbstgefällig.

Am Montag hatten wir das Taufgespräch. Da es meine erste Taufe ist, wusste ich nicht so recht was auf mich zukommt. Natürlich habe ich im Internet recherchiert, aber das gibt einem ja noch nicht die Sicherheit der Erfahrung. Wir haben zwar noch über einen Monat Zeit, aber ich bin jemand, der zeitnah gern alles in trockenen Tüchern haben möchte.

Der Pfarrer der Nepomuk am 07. März taufen wird, ist nicht der Pfarrer, bei dem ich wieder in die Kirche eingetreten bin, sondern ein Kollege von ihm, den ich bisher noch nicht kannte. Alles in allem ist er ein netter Mann.

Vom Taufspruch und dem Ablauf der Taufe

Sonntag haben wir uns bereits auf einen Taufspruch geeinigt und uns für einen Top-Taufsprüche entschieden. Es ist quasi der Ben unter den Taufsprüchen, aber ich finde er passt wunderbar auf ein Baby und klingt nicht übermäßig christlich:

„Gott hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen“

(Psalm 91,11)

Generell wird die Taufe sehr familiär und nicht übermäßig zelebriert. Bisher ist Nepomuk der einzige, der am 07. März getauft wird, sodass der Pfarrer sich entschieden hat, dass wir in einem Stuhlkreis um das Taufbecken sitzen werden. Er will damit vermeiden, dass wir zu verloren im Kirchenschiff sitzen. Für mich ist das absolut in Ordnung, denn ich fände nichts schlimmer, als unnötiger Abstand und das Gefühl des „Verlorensein“.

Nepomuk wird nur einen Paten haben und das ist mein Bruder und damit sein Onkel. Meine Schwester wurde vom Pfarrer als Patin abgelehnt, da sie nicht in der Kirche ist. Ich kann nicht sagen, ob mein Bruder ein guter Pate wird, denn bisher hat er weder Nepomuk gesehen, noch sich großartig für ihn interessiert. Ich werde auf jeden Fall einfordern, dass er ihm zu seinem Geburtstag eine Karte schreibt. Das ist das mindeste, was ich von einem Paten verlangen kann.

Ich finde die Handhabe, dass nur Kirchenmitglieder Paten werden dürfen dumm, denn es gibt sicher einige Menschen, die als Paten besser gepasst hätten, aber leider nicht in der Kirche oder Mitglied in der katholischen Kirche sind.

Mein Bruder ist schon ganz aufgeregt, aber ich konnte ihn beruhigen. Während des Taufaktes werde ich Nepomuk auf dem Arm halten, da er sich dann etwas sicherer fühlt. Wobei ich glaube, dass es den Kleinen wohl nicht die Bohne juckt, ob da jetzt Wasser über den Kopf läuft oder nicht. Der Pfarrer hatte es ganz wichtig zu sagen, dass das Wasser im Taufbecken warm ist. Ich bin gespannt.

Wie jeder Täufling wird auch Nepomuk ein Taufkleid tragen. Dieses Taufkleid hat in unserer Familie Tradition, denn sowohl meine Schwester, als auch ich und mein Bruder wurden in diesem Kleid schon getauft. Meine Eltern sind mächtig stolz, dass ihr erster und bisher einziger Enkel diese Tradition fortsetzt.

Auch sonst laufen alle Vorbereitungen auf Hochtouren: Das Restaurant für das gemeinsame Mittagessen ist reserviert, die Taufkerze über Dawanda bestellt. Aus Spaß, ein teurer Spaß, habe ich individualisierte M&Ms drucken lassen. Auf der einen Linse ist das Foto von Nepomuk, auf der anderen das Taufdatum.

Im Nachgang zum Restaurantbesuch werden wir zuhause noch gemütlich Kaffee trinken. Meinen Vater, der leidenschaftlich gern Torten macht, habe ich schon für eine Torte beauftragt. Meine Mutter wird einen Kuchen backen und ich werde den Kokskuchen und das Tiramisu aus dem Buch „Rawsoulfood“ vorbereiten.

Ich freue mich schon auf die Taufe, denn es wird ein wirklich feierlicher Akt. Und ich denke es stört auch nicht, wenn Nepomuk dann schon sieben Monate alt sein wird.

Zur Verabschiedung hat uns der Pfarrer noch ein kleines Lämmlein mitgegeben, dass natürlich schon seinen Platz auf der Spielwiese gefunden hat.

02Feb/15

Unser erstes Babyschwimmen

Vergangenen Dienstag war es endlich soweit: Nepomuk und ich haben es endlich zum Babyschwimmen geschafft. Schon in der Schwangerschaft habe ich mich sehr auf das gemeinsame Schwimmen gefreut, dann war der Kleine da und irgendwie ist das immer hinten runtergefallen.

Nepo und ich beim BabyschwimmenIch gebe auch offen zu, dass meine körperliche Verfassung nicht ganz unschuldig war, dass ich es immer nach hinten geschoben habe. Jetzt, durch die Vegan For Fit Challenge habe ich nicht nur die Energie, sondern auch das Selbstvertrauen im Bikini in das Schwimmbad zu gehen. Ausserdem sind ja auch noch andere Muttis da und nicht alle haben wie Heidi Klum oder Gwen Stefani nach gefühlt drei Wochen wieder einen super flachen Bauch. Aber das nur so am Rande, zurück zum eigentlichen Thema: Dem Babyschwimmen.

Das Michaelibad ist nur drei U-Bahn-Haltestellen von uns entfernt und auch zu Fuß wäre das Bad gut zu erreichen. Da wir aber den Kurs um 10:00 Uhr mitmachen wollten, war es geschickter die U-Bahn zu nehmen. Ich habe mit anderen Müttern gesprochen und die meinten, dass es ein Riesending sein und super umständlich mit der MaxiCosi Babyschale in die Umkleide, dann zum Schwimmbecken und dann nach dem Schwimmen wieder alles zusammen packen und Baby trocknen und sich selbst umziehen. Und man dürfte jaaaa nicht zu spät zum Kurs kommen, weil nur 10 Mütter teilnehmen und wenn man zu spät kommt, würde man wieder nach Hause geschickt.

Was nicht passt, wird passend gemacht

Ich kann nur sagen: BULLSHIT. Natürlich ist es umständlich mit einem Baby und der Babyschale bzw. bei mir die Babywanne, die ja nochmal viel größer ist, aber alles ist machbar. Den Kinderwagen kann man im Kassenbereich abstellen, die Umkleiden sind nicht weit entfernt. Zudem gibt es Familienumkleiden, dort habe ich mich mit Nepomuk am Dienstag umgezogen. Die ist so groß, dass ich die Babywanne super einfach hinstellen konnte. Gegenüber der Kabine waren auch schon die Schließfächer. Nachdem ich mich umgezogen hatte, konnte ich in Ruhe meine Sachen aus der Kabine in das Schließfach räumen ohne Nepomuk aus den Augen zu lassen. Den ganzen Morgen wollte er nichts essen und hatte natürlich um 09:30 Uhr in der Umkleide Hunger, der kleine Fratz. Da die Umkleide so geräumig war und unser Kurs erst um 10 Uhr beginnen sollte, konnte ich ihn in Ruhe füttern.

Nachdem er dann gesättigt war, sind wir beide Richtung Schwimmbad gegangen. Naja, eigentlich bin nur ich gegangen. Der Herr lag in seiner Wanne wie in einer Senfte und ich hatte das Gefühl, dass er nochmal fünf Kilo schwerer geworden ist. Lag aber sicher nur an der hohen Luftfeuchtigkeit, durch die sich der Stoff der Babywanne mit Feuchtigkeit vollgesogen hat und somit immer schwerer wurde. 🙂

Ich hatte mir das mit dem Babyschwimmen irgendwie anders vorgestellt: Das ca. 20 Mamas im Becken mit dem Baby planschen und die Kursleiterin außen steht und Instruktionen gibt. Doch das war hier nicht so und ist wahrscheinlich nirgends so, denn die Kursleiterin war natürlich mit ihm Becken und betreute die Mamas und Babies des 09:30 Uhr Kurses. Da wir zu früh dran waren, konnte ich schon mal schauen, was in dem Kurs alles so gemacht wurde. Für Nepomuk waren die anderen Leute außerhalb des Beckens viel interessanter. Da er sehr kritisch geschaut hat, was wohl auch auf seine Müdigkeit zurückzuführen war, bin ich mit ihm noch etwas durchs Schwimmbad gelaufen, bevor es wieder Richtung Babybecken ging.

Endlich Wasser

Um 09:55 Uhr versammelten sich die ersten Muttis auf die Stufen der Treppe, die ins Babybecken führte. Dort ließen sie die Kleinen schon mal im Wasser stehen oder planschten mit ihnen. Da es für mich das erste Babyschwimmen war und ich Nepomuk auch an das Wasser gewöhnen wollte, setzten wir uns auch auf die Stufen. So richtig erfreut war der kleine Matz aber nicht, als ich ihn ins Wasser setzte. Ich war etwas überrascht, dass das Wasser doch relativ kalt war. Ich hatte irgendwie Badewannen-Temperatur erwartet. 🙂

Um 10:00 Uhr ging es dann los mit dem Kurs. Die anderen Mütter waren nun auch alle da und die Kursleiterin sammelte die gelben Bändchen, die man an der Kasse für das Babyschwimmen erhalten hatte, ein. Als erstes stellten wir uns im Kreis auf und die Leiterin erklärte uns kurz den Ablauf des Babyschwimmens. Zur Begrüßung und Auflockerung sangen wir ein Lied bei dem jede Mutter bei einer bestimmten Liedpassage den Namen ihres Kindes sagen musste. Nach dem Singen ging es ans Schwimmen. Mit Hilfe von Gummienten und Gummifischen sollten die Kleinen animiert werden, sich im Wasser zu entspannen. Nepomuk war so in das Fangen der Quietscheente vertieft, dass ich Mühe hatte ihn zu halten. Aber alles ging gut und die Leiterin war ja auch immer da. Dann bekamen wir für unser Baby eine Art Mini-Surfbrett, wo ich den Kleinen mit dem Oberkörper auflegen sollte. Die Beine blieben im Wasser damit er ordentlich strampeln konnte. So schob ich ihn erst durchs Wasser, dann kam die Trainerin und zeigte mir, dass der Kleine auch gezogen werden konnte. Also hielt ich ihn statt unter den Achseln nur noch an den Oberarmen und zog ihn durchs Wasser. Und was macht Nepomuk: Er gähnte die ganze Zeit und schaute überall hin nur nicht zu mir.

Nach dem wir gefühlt 500 Runden mit dem Surfbrett zurückgelegt hatten, nahm uns die Kursleiterin die Bretter wieder ab, bat uns die Babies auf den Bauch zu legen und sie unter den Achseln haltend hinter uns herzuziehen. Sie fühlte in der Zwischenzeit zwei Gießkannen auf und wir mussten mit den Babies durch den Wasserstrahl schwimmen, sodass die Kinder eine Dusche bekamen. Das erste Mal hat Nepomuk nur schockiert geschaut, das zweite Mal war es dann vorbei und er schrie, was ich eigentlich so nicht von ihm kannte. Wenn er mit dem Papa in der Wanne sitzt, wringe ich ja auch den Waschlappen über seinem Kopf aus und er wird quasi geduscht.

Nachdem ich ihn aber aus dem Wasser gehoben hatte, beruhigte er sich schnell wieder. Nach der Aufregung kam erstmal Entspannung in Form von Floating. Wir ließen die Babies auf dem Rücken durchs Wasser gleiten. Die Leiterin meinte, dass es nicht so schlimm ist, wenn die Ohren ins Wasser kommen würden. Floating hat Nepomuk auf jeden Fall super gefallen und er konnte sich etwas entspannen.

Doch dann kam schon die nächste Herausforderung: Das Tauchen. Die Trainerin ging reihum, hob jedes Baby zweimal in die Luft und tauchte beim dritten Mal das Baby mit dem Kopf zuerst ins Wasser und ließ es dann zur Mutter gleiten. Babies, die das zum ersten Mal machten, hielt sie die ganze Zeit. Die erfahrenen Babies ließ sie los, wenn die Mama damit einverstanden war. Wir standen ziemlich in der Mitte, sodass Nepomuk sechs Babys beim Tauchen zugeschaut hat, bis er an der Reihe war.

Da es für uns beide das erste Mal war, klärte uns die Trainerin auf. Mir sagte sie, dass ich dem Kleinen immer zulachen soll und ihm das Gefühl geben muss, dass alles gut ist. Ich habe sie bei den anderen Kindern beobachtet und hatte ein Urvertrauen in sie. Ich wusste, dass sie ihren Job gut macht und diese Sicherheit habe ich Nepomuk vermittelt. Als sie ihn untertauchte und zu mir rüberschob war ich schon begeistert. Als Nepomuk auftauchte, schaute er sehr verdutzt, aber da ich lachen musste, vergaß er wohl zu weinen und war einfach nur überrascht.

Zum Schluß haben wir noch den Gassenhauer „Alle Leut gehen jetzt nach Hause“ gesungen. Die halbe Stunde ging so schnell vorüber und hat den Kleinen so platt gemacht, dass er schon in der Umkleide so tief und fest geschlafen hat, dass ihn gar nichts mehr gestört hat. Als ich nach der Stunde aus dem Becken gestiegen bin, war ich genauso platt wie Nepomuk. Wenn du 30 Minuten immer mit angewinkelten Beinen läufst und die ganze Zeit die Arme ausstreckst, dann geht das schon in die Knochen. Ich hatte beim Verlassen des Beckens das Gefühl, ich hätte noch einen nassen Sack umgebunden, der mich nach unten zieht.

Als wir wieder umgezogen waren und das Hallenbad verließen, hatte ich so einen Kohldampf, dass ich erstmal zum nächsten Supermarkt stürmen musste und mir eine Banane holte. Danach sind wir glücklich und zufrieden nach Hause gegangen. Nepomuk hat die ganze Zeit geschlafen und ich war fertig, aber so froh, dass wir es endlich zum Babyschwimmen geschafft haben.

Mein Fazit zum Babyschwimmen

Ich werde auf jeden Fall am Dienstag mit Nepomuk wieder hingehen. Das Babyschwimmen macht uns beiden wirklich Spaß und wir geniessen die Zeit zusammen sehr. Ich kann nur jedem empfehlen, das auch mal auszuprobieren. 🙂

Wer nun Lust aufs Babyschwimmen im Michaelibad bekommen hat:

  • Für Babies im Alter von 3 bis 6 Monaten gibt es jeden Dienstag um 09:00, 09:30 und 10:00 offene Kurse an denen man teilnehmen kann.
  • Für Babies im Alter von 6 bis 12 Monaten gibt es ebenfalls Dienstag um 10:30, 11:00 und 11:30 Uhr offene Kurse.
  • Kosten fürs Baby: 4,40 EUR, Kosten für den Erwachsenen: 3,00 EUR für 1,5 h Stunden

 

 

01Feb/15

6,5 Kilo abnehmen in 30 Tagen dank Vegan For Fit!

Die Vegan For Fit Challenge ist vorbei. 30 Tage keine tierischen Produkte, kein Weißmehl, kein Zucker, kein Alkohol, kein Kaffee. Außenstehende könnten jetzt die Reihe mit: „30 Tage keinen Spaß“ fortsetzen. Wer das meint, den lasse ich gern im Glauben, dass er nichts verpasst hat, denn nicht jeder soll sich so super fühlen wie ich. Doch bevor ich mit dem ganzen Wohlfühlgedöns beginne, hier schon mal die harten Fakten:

  • Gewicht: – 6,5 Kilo
  • Bauchumfang: – 10 cm
  • Linker Oberschenkel: – 4 cm
  • Rechter Oberschenkel: – 3 cm
  • Linker Oberarm: – 2 cm
  • Rechter Oberarm: – 1 cm

Wenn man bedenkt, dass ich die 30 Tage nicht wirklich gehungert und auch nicht auf so tolle Sachen wie Sushi, Pizza und Schokolade verzichtet habe, dann finde ich das Ergebnis super.

Veränderungen am Körper

Fangen wir mit den Veränderungen am und im Körper an, die mir in den letzten Wochen aufgefallen sind. Da wäre zum einen die Haut, die seit der veganen Ernährung so viel besser geworden ist. Wenn ich über Arme und Beine fahre, dann fühlt sich die Haut super weich und glatt an. Auch habe ich das Gefühl das sie minimal straffer geworden ist. Die ersten drei Wochen wurde meine Gesichtshaut immer besser und reiner. Ich hatte keine Pickel mehr, die Haut wurde reiner und glatter. Seit dieser Woche ist zwar meine Haut ständig rot, aber darüber habe ich ja schon geschrieben. Ich denke nicht das es mit der veganen Ernährung zusammenhängt, sondern eher mit der Santaverde Gesichtspflege oder dem rauen Wetter.

Meine Magen- und Kopfschmerzen sind verschwunden. Zudem habe ich kein tägliches Grummeln mehr im Magen. Bis auf die letzte Woche lief meine Verdauung auch wieder super, was man von der Zeit im Dezember nicht sagen konnte.

Ich fühle mich viel fitter und habe das Gefühl manchmal vor Energie zu zerplatzen, Ich kann stundenlange Spaziergänge mit Nepomuk machen, ohne das mir das etwas ausmachen würde. Selbst Schnee und Regen kann uns nicht aufhalten. 🙂

Was mich am meisten erstaunte, war das Verschwinden des Heißhunger. Ich hatte seit jeher leider unter einem ständigen Heißhunger zu leiden. Egal wo ich war, ich wollte immer essen. Meist nur eine „Kleinigkeit“, aber immer musste irgendwas zwischen meinen Kiemen sein. Mit der Challenge ist das verschwunden. Ich habe teilweise erst Mittags realisiert, dass ich noch nichts gegessen habe. Sicher, dass ist nicht gesund und auch nicht der Sinn von Vegan For Fit, aber wenn Nepomuk morgens etwas mehr Zuwendung brauchte oder wir früh aus dem Haus mussten, dann konnte ich nichts essen. Aus der Erfahrung der letzten Wochen habe ich aber gelernt und mir jetzt immer entweder einen Matcha Shake oder Amaranth Riegel mitgenommen. Sollte ich doch Hunger haben, konnte ich immer auf etwas zurückgreifen, denn unterwegs mal schnell nen Happen essen, geht bei der Challenge leider nicht.

Veränderungen im Geist

Wenn man sich 30 Tage vegan ernährt, dann fängt man an, sich Gedanken zu machen. Ich habe in den letzten Wochen viel nachgedacht – über Essen, Ernährung, Sport, mein Leben, meine Familie, meine Zukunft. Ich finde ich bin ruhiger und entspannter geworden. Natürlich könnte ich immer noch ausflippen, wenn mir jemand den Aufzug in der U-Bahn wegschnappt, der seinen Arsch auch die Rolltreppe hoch bewegen könnte oder über Autofahrer die über grüne Fußgängerampeln rasen, auch wenn gerade eine Mutter mit einem Kinderwagen die Straße überquert. Aber ich wünsche diesen Menschen nicht gleich den Tod an den Hals, sondern denke der Teufel tut es auch erstmal. 🙂

Spaß beiseite: Ich sehe alles jetzt etwas gelassener und hetze nicht mehr rum. Diese Entwicklung ist schon sehr positiv für mich. Zudem habe ich jetzt mit Yoga angefangen. Es sind zwar nur 1,5 h pro Woche, aber immerhin besser als gar nichts.

Mein Verhältnis zum Sport

Ich war immer ein Läufer und werde wohl immer ein Läufer sein. Doch seit dem Marathon fällt es mir sehr schwer mehr als 2,5 Kilometer am Stück zu laufen. Zwar bin ich ungewollt schneller als früher, aber habe eben keine Kondition mehr. Da ich im Januar erst wieder angefangen habe, kann es natürlich auch am Wetter liegen. Die Temperaturen fördern nicht gerade den Wiedereinstieg ins Laufen. Vor zwei Wochen habe ich dann vor den ganzen Laufversuchen kapituliert und gehe nun mindestens zweimal die Woche ins Fitnessstudio auf den Crosstrainer. Unter der Woche laufe ich 35 Minuten, am Wochenende, wenn die Kondition es zulässt 50 Minuten. Der Crosstrainer bekommt mir sehr gut und ich kann nebenbei auf meinem Kindle lesen – für mich ein echter Benefit.

Generell besuche ich das Fitnessstudio seit Beginn der Challenge fast täglich. Mittwochs und samstags sogar gleich zweimal am Tag. Ich mache meist das Zirkeltraining, trainiere meine Oberschenkel und meinen Bauch. Danach geht es wieder frisch gestärkt nach Hause.

Doch nicht nur Zirkeltraining und Crosstrainer begeistern mich, sondern seit neuestem auch Pilates und Yoga. Ich bin so froh, dass mein Fitnessstudio diese beiden Kurse abends bzw. am Wochenende anbietet. Klar ist es hart mittwochs um 20 Uhr nochmal aus dem Haus zu gehen, um 20:25 Uhr bei Pilates auf der Matte zu stehen oder gar am Samstag um 16:45 Uhr Yoga und um 18:00 Uhr noch 15 Minuten Mediation mitzumachen. Wenn ich überlege, ob ich gehen soll, dann denke ich immer an die letzte Stunde und wie toll ich mich danach gefühlt habe. Das macht das Aufraffen ganz leicht. Für mich sind diese Besuche im Fitnessstudio auch eine Auszeit vom Mama-sein. In den Kursen bin ich keine Mama, sondern eine Frau, die ihr Körpergefühl verbessern möchte. Mittlerweile merke ich gerade im Yoga, dass mir manche Bewegungen leichter fallen und sich auch so langsam meine Muskeln wieder dehnen und ich vielleicht im Jahr 2020 endlich mit meinen Händen den Fußboden berühren kann ohne die Knie anzuwinkeln. 😉

Ich denke, dass man ohne Sport bei der Vegan For Fit Challenge auch abnimmt, aber ich wollte eben nicht nur abnehmen, sondern etwas ganzheitliches für Körper und Geist tun – mit der Kombi „Vegan + Sport“ habe ich das Ziel aus meiner Sicht mehr als erreicht.

Unterstützung durch Facebook

Durch Zufall habe ich auf Facebook eine Gruppe entdeckt, die eben zum 1. Januar mit der Challenge startete. Spontan habe ich mich angemeldet und muss sagen, dass mir die Gruppendynamik sehr geholfen hat. Ich wusste ich war nicht allein, wenn ich mal wieder keinen Bock auf Mandelmus hatte oder einen leichten Tiefhänger hatte. Viele posteten super Bilder von ihrem Essen, hatten Tipps auf Lager, wie man bestimmte Speisen pimpen konnte oder teilten ihr Wissen zum Beispiel über Agavendicksaft. Ich selbst habe mich vom Agavendicksaft verabschiedet und verwende nur noch Reissirup und Kokosblütensirup, auch ersetze ich das Mandelmus durch Cashewmus, wo ich nur kann. Die Gruppendynamik auf Facebook hat mir sehr geholfen und ich hoffe, dass die Gruppe auch nach Ende der Challenge noch aktiv sein wird.

Mein Fazit

Für mich war die Vegan For Fit Challenge der beste Start ins Jahr seit langem. Ich bin so froh, dass ich sie gemacht habe und wirklich jeden Tag genossen. Ich hatte nie das Gefühl auf irgendwas verzichten zu müssen. Allein der Kaffee hat mir die ersten Tage gefehlt. Wenn ich an den Energieschub am achten Tag der Challenge denke, kann ich nicht glauben, wie sehr ich meinen Körper mit der falschen Ernährung gelähmt habe. Ich hätte schon früher viel mehr Energie haben können, aber offensichtlich musste ich mich erst richtig schlecht und fett finden, um etwas zu ändern. Wer mit sich nicht zufrieden ist oder sich in seiner Haut nicht wohlfühlt, dem kann ich nur empfehlen 30 Tage auf die Challenge zu verwenden. Früher dachte ich immer Vegetarier und Veganer hätten nicht viel Abwechslung im Speiseplan und könnten nur zwischen Getreide, Nüssen, Obst und Gemüse wählen. Wenn ich heute daran denke, muss ich lachen. Seit der Challenge habe ich so viele neue Sachen kennengelernt: Matcha, Chia, Maca Pulver, Goji Beeren. Dazu bin ich auf Instagram auf so viele neue Rezepte gestoßen, die ich alle unbedingt ausprobieren möchte. Mein Ernährungsplan hat sich so erweitert, dass ich nun spontan entscheiden kann, ob mir nach Low Carb Sushi, Zucchini Lasagne oder Low Carb Pizza ist. Diese Vielfalt hatte ich früher nicht, denn die meisten Rezepte waren kompliziert und man musste so viel Sachen kaufen, die man nicht auf andere Rezepte anwenden konnte. Ich habe durch Vegan For Fit meine Liebe zum Kochen und Backen entdeckt und finde es toll, am Wochenende ein leckeres Essen zu kochen oder Schokolade selbst herzustellen.

Mit Entzug hat Vegan For Fit rein gar nichts zu tun. Selbst ich als ehemaliger Junk Fooder war mit den Rezepten mehr als zufrieden und bin jetzt begeisterter Hersteller von Schokolade, Amaranth Riegeln und eigener Mandelmilch. Mittlerweile kaufe und konsumiere nicht mehr unüberlegt, sondern passe genau auf, was in und an meinen Körper gelangt. Ich habe seit Beginn der Challenge bis auf ein paar Riegel der Marke Raw Bite und etwas Getreidekaffee nur Sachen zu mir genommen, die ich entweder selbst zubereitet habe oder bei denen ich sicher sein konnte, dass sie eine gute Qualität haben, wie zum Beispiel Matcha oder Chia Samen. Langsam steige ich auch   vegane Kosmetik und Körperpflege um. Ich werde sicher nie ein total veganes Leben führen, aber jeder Schritt den ich gehe, ist besser als stehenzubleiben.

Für mich habe ich entschieden, dass ich auch zukünftig auf Zucker, Weißmehl, koffeinhaltigen Kaffee und Alkohol verzichten möchte. Die Vegan For Fit Ernährung führe ich noch bis 17. Februar durch, werde aber auch mal andere leckere Rezepte ausprobieren, die ich auf Instagram entdeckt habe. Ab 18. Februar werde ich bis Ende des Monats Heilfasten und bin gespannt auf diese Erfahrung.

Ich bin nun mit meinem Körper zufrieden wie schon lange nicht mehr. Ich fühle mich gut und rein, habe das Gefühl meine Gelüste unter Kontrolle zu haben und verspüre kein Drang nach Convinence Food. Ich kann nur jedem empfehlen, diese 30 Tage zu investieren oder auch nur mal eine Woche die Challenge zu testen. Es lohnt sich.

Hier ist übrigens ein typischer Tag aus meiner Vegan For Fit Challenge. Ein sehr umfangreiche Bilddokumentation gibt es übrigens auf meinem Instagram Profil.

Ein Tag Vegan For Fit